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bassreflex Öffnung

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Richard3108
Stammgast
#1 erstellt: 17. Sep 2007, 19:12
Stimmt es, dass es besonders wichtig ist, dass die Box etwas entfern von der wand steht, wenn die Bassreflex-Öffnung hinten ist?
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 17. Sep 2007, 20:12

Richard3108 schrieb:
Stimmt es, dass es besonders wichtig ist, dass die Box etwas entfern von der wand steht, wenn die Bassreflex-Öffnung hinten ist?

M.E. ja. Je näher eine Baß-Schallquelle (und da kommt untenrum schon mancherlei raus) an einer Wand iist, desto leichter können entsprechende Raummoden angeregt werden. Das ergibt dann einen srark ortsabhängigen, höchst welligen Frequenzgang im Baßbereich, bis hin zu ordentlichem Dröhnen.
superfranz
Gesperrt
#3 erstellt: 17. Sep 2007, 20:18
Unter anderem spielt auch die Tuning-Frequenz eine entscheidene Rolle,das heisst wenn die länge der stehenden Schallwellen mit denen der Tunigfrequenz übereinstimmen.

franzl
markusred
Inventar
#4 erstellt: 18. Sep 2007, 07:02
Hallo Richard,

Lautsprecher sollten grundsätzlich möglichst weit von jeder Wand entfernt stehen, denn jede angrenzende Fläche verstärkt den Bass.

In einem anderen Zusammenhang wird oft darauf hingewiesen, dass ein Bassreflexport genügend "Luft" zur Wand haben soll, damit die Funktion nicht beeinträchtigt wird. Ist beispielsweise die Box weniger als 5 cm von der Rückwand entfernt bei hinten angebrachtem BR-Kanal, dann muss mit Beeinträchtigungen wie veränderter Tuningfrequenz oder abgeschwächter Wirkung gerechnet werden.

Ebenso sollten "Downfire" Subwoofer oder am Boden mündende Reflexöffnungen einen ausreichenden Bodenabstand aufweisen.
Richard3108
Stammgast
#5 erstellt: 18. Sep 2007, 08:45
ich will etwas konkreter fragen: reicht es aus, wenn die Elac 208 ca. einen halben Meter von der Wand entfern ist?? Mehr Abstand ist bei mir leider nicht drin.
markusred
Inventar
#6 erstellt: 18. Sep 2007, 09:03
hören, Richard, hören! Das ist immer vom Hörraum abhängig. In manchen bassschwachen Räumen kann eine wandnahe Aufstellung günstig sein, in anderen Räumen wieder nicht.

Wenn es zu sehr mulmt, bollert oder drückt, kannst du die Reflexöffnung mit einem Socken-Ball oder einem Stück Arcylwatte/Schaumstoff zustopfen. Dann wird der Bass schlanker und "sauberer".
canphon
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 18. Sep 2007, 14:33

Lautsprecher sollten grundsätzlich möglichst weit von jeder Wand entfernt stehen ...


Also so würde ich das nicht stehenlassen.
Hersteller und Fachzeitschriften empfehlen zuweilen sogar ausdrücklich die wandnahe Aufstellung von LS und insbesondere von denen mit rückwärtiger BR-Öffnung.

Außerdem, wieso hier plötzlich so zimperlich? Boxen mit aktiver Bassentzerrung sind Verkaufsrenner, wir stopfen uns die Hütten mit Subwoofern so groß wie Kühlschränken voll und 'n Downfire-System gehörte unter diesem Aspekt sofort in die Tonne (auf Stelzen hab' ich jedenfalls noch keines gehen sehen).
Also wir lieben doch alle den Baaaaasssss .
Geben wir ihm doch 'ne Chance :prost.
Also meiner Meinung nach kannst du deine LS hinstellen, wo du willst (natürlich nicht direkt an die Wand pappen ); Hauptsache der Bass gefällt dir. 'N bisschen rücken und schieben musst du schon, um das herauszufinden.
Und 'n halber Meter hört sich doch gut an. Deine Boxen sind natürlich nicht die allerkleinsten und bassschwächsten. Insofern hat die Raumgröße, deine Hörposition, die Raumdämmung usw. noch ein gewichtiges Wort mitzureden. Du musst halt probieren.

Oh, ich sehe gerade, markusred hat eigentlich schon alles gesagt. Na ja, ich hab noch'n bisschen Polemik dazugetan .

Grüße canphon.


[Beitrag von canphon am 18. Sep 2007, 14:36 bearbeitet]
black70'
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 18. Sep 2007, 14:50

audiophilanthrop schrieb:

Richard3108 schrieb:
Stimmt es, dass es besonders wichtig ist, dass die Box etwas entfern von der wand steht, wenn die Bassreflex-Öffnung hinten ist?

M.E. ja. Je näher eine Baß-Schallquelle (und da kommt untenrum schon mancherlei raus) an einer Wand iist, desto leichter können entsprechende Raummoden angeregt werden. Das ergibt dann einen srark ortsabhängigen, höchst welligen Frequenzgang im Baßbereich, bis hin zu ordentlichem Dröhnen.



Bei meinen Kef Q7 sind deshalb Schaumstoff-Bassstopfen zur Dämpfung dabei, probiert habe ich die allerdings noch nicht.
superfranz
Gesperrt
#9 erstellt: 18. Sep 2007, 14:51
Da kann wer schreiben was er will,fest steht,um so näher der Speaker an einer Begrenzungsfläche steht,umso mehr regt er Raummoden an (stehende Wellen).
Natürlich wissen die Hersteller,das die Kundschaft nicht willig ist (oder nicht können oder dürfen),die Lautsprecher optimal zu platzieren.
Man suche mal im Forum unter SBA oder DBA,da steht drin wie man den saubersten Bass erzielt.

franzl
Master_J
Inventar
#10 erstellt: 18. Sep 2007, 14:54
Dazu gibt es einen sehr interessanten Artikel:

http://www.visaton.de/de/forum/wandnah.html

Gruss
Jochen
superfranz
Gesperrt
#11 erstellt: 18. Sep 2007, 15:12

Master_J schrieb:
Dazu gibt es einen sehr interessanten Artikel:

http://www.visaton.de/de/forum/wandnah.html

Gruss
Jochen


Da steht aber wie immer nur die halbe Wahrheit,mit stehenden Wellen den Amplituden-Frequenzgang aufbessern gilt nicht!
BR-Öffnung hinten oder vorn,es wird immer die ganze Box verstellt.Man sieht ja auch das bei 10cm ein Zuwachs von 6 Db erzielt wird (Halbkugel).
Das Optimum ist immer eine Zylinder-Welle,vertikal sowie horizontal ( das kann man auch mit "Stacken" erreichen).

franzl
canphon
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 18. Sep 2007, 21:57

Da kann wer schreiben was er will,fest steht,um so näher der Speaker an einer Begrenzungsfläche steht,umso mehr regt er Raummoden an (stehende Wellen).


Sind es nicht gerade die Klangcharakteristiken bestimmter Hörräume und -positionen sowie LS-Aufstellungen, die das Musikhören erst zum Vergnügen machen?
Ich hatte früher einmal sehr gute Kopfhörer; habe diese aber nur selten und dann gar nicht mehr benutzt. Ein Hören mit KH erschien mir immer als steril und ohne jede Vitalität. Gerade der Raum ist es (und auch mit seinen Fehlern) der Musik für mich zum Erlebnis werden lässt. Wie weit der Hörer es dabei zulässt, den Raum selbst in Erscheinung treten zu lassen, hängt vom je individuellen Hörempfinden und Klang-Wunschbild des Einzelnen ab.
In dieser Hinsicht können die Effekte stehender Wellen, diverser Raumresonanzen usw. durchaus gewollt sein.
Wo die LS also stehen mögen, hängt also nicht nur von den LS selbst und den äußeren Hörbedingungen ab (Frequenzgangmessungen sagen hier nur bedingt etwas aus), sondern davon, wie genau dieses Zusammenspiel dem ganz persönlichen Wunschbild vom richtigen Klang beim Hörer entspricht.

Übrigens Richard, Elac sollte bei deinen LS doch so genannte Bass-Control-Verschlüsse mitgeliefert haben.

http://www.elac.com/de/products/two100/show.php?c=bc_2

Damit, kannst du ja, wenn du mit dem Klang unzufrieden bist, ein wenig experimentieren.

Grüße canphon.


[Beitrag von canphon am 18. Sep 2007, 22:02 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#13 erstellt: 19. Sep 2007, 20:33

superfranz schrieb:

Das Optimum ist immer eine Zylinder-Welle,vertikal sowie horizontal ( das kann man auch mit "Stacken" erreichen).

Zylinderwelle vertikal und horizontal - hä? Das eine schließt doch irgendwie das andere aus, oder täuscht mich hier mein Vorstellungsvermögen?

canphon schrieb:
Sind es nicht gerade die Klangcharakteristiken bestimmter Hörräume und -positionen sowie LS-Aufstellungen, die das Musikhören erst zum Vergnügen machen?

Das kommt, würde ich meinen, sehr auf den Hörer und seine "Hifi-Sozialisation" an. Wer mit guten Kopfhörern zu diesem Hobby gefunden hat, stellt nicht selten fest, daß Setups der Art "Raum mit Lautsprechern" erschreckend viel an Details von Aufnahmen einfach schlucken können - mancher landet letztlich wie unsereiner im Nahfeld. Und sollte es nicht primär die Musik selbst sein, die einen anspricht?
superfranz
Gesperrt
#14 erstellt: 20. Sep 2007, 03:44

audiophilanthrop schrieb:

superfranz schrieb:

Das Optimum ist immer eine Zylinder-Welle,vertikal sowie horizontal ( das kann man auch mit "Stacken" erreichen).

Zylinderwelle vertikal und horizontal - hä? Das eine schließt doch irgendwie das andere aus, oder täuscht mich hier mein Vorstellungsvermögen?

canphon schrieb:
Sind es nicht gerade die Klangcharakteristiken bestimmter Hörräume und -positionen sowie LS-Aufstellungen, die das Musikhören erst zum Vergnügen machen?

Das kommt, würde ich meinen, sehr auf den Hörer und seine "Hifi-Sozialisation" an. Wer mit guten Kopfhörern zu diesem Hobby gefunden hat, stellt nicht selten fest, daß Setups der Art "Raum mit Lautsprechern" erschreckend viel an Details von Aufnahmen einfach schlucken können - mancher landet letztlich wie unsereiner im Nahfeld. Und sollte es nicht primär die Musik selbst sein, die einen anspricht?


Letztendlich ist es natürlich keine Zylinderwelle wenn man den Schall quasi vertikal wie horiontal "bündelt" ( so ist es halt sehr anschaulich zu vermitteln).
Es passiert mir immer wieder,dass ich bestimmte Musik per Kopfhörer im "Blödmarkt" aussortiere und dann Zuhause enttäuscht bin,wenn die Heimbeschallung die Hälfte der Information unterschlägt.
Das "Nahfeldhören" ist doch sehr gewöhnungsbedürftig ( so eng umschlungen zwischen seinen Speakern zu sitzen.

franzl
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