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(Ent)Koppeln ohne Rücksicht auf die Nachbarn?!

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busi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Okt 2003, 17:30
Hallo liebes Forum,

ich befinde mich in einer akustisch leicht zwiespältigen Lage:

das Haus, in dem ich wohne (ganz alter Altbau), ist damals wohl offensichtlich in extremer Leichtbauweise konstruiert worden. Insbesondere die (Holz-)Decken/Fussböden schwingen extrem stark mit. So viel zu den akustischen Eigenschaften der Bausubstanz.

Demgegenüber steht die glückliche Situation, daß ich in meinem Hörzimmer (im ersten Stock) die Anlage ohne Rücksicht auf Nachbarn betreiben kann, da sich darunter mein Büro befindet und eins drüber keiner schläft.

Jetzt die Frage: wie stelle ich den Subwoofer auf, Spikes oder Granitplatte? Oder im Parkett festschrauben ;o) ?
Wie gesagt, es geht um basstechnische Optimierung, Rücksicht auf Nachbarn muss nicht genommen werden.

Danke im Voraus!
JeveR
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 14. Okt 2003, 17:53
Würde ihn trotzdem auf Spikes stellen, klingt nicht immer gut wenn der ganze Parkettboden mitschwingt und / oder Einrichtungsgegenstände (wie bei mir) die dann ein wummerndes Eigengeräusch erzeugen. Nicht gut....
snark
Administrator
#3 erstellt: 14. Okt 2003, 18:19
Die Resonanzfrequenz Deiner Holzbalkendecke ist nie förderlich für Musikgenuss, deshalb unbedingt entkoppeln !

Antenne
Stammgast
#4 erstellt: 14. Okt 2003, 18:58
Hallo,

noch ein Tip, den ich schon mehrfach gelesen habe:

Eine Granit- oder andere Steinplatte nehmen und diese dann auf 3 oder 4 Gummidämpfer stellen. Die Gummidämpfer am besten unter die Ecken der Steinplatte kleben. Damit ist die Steinplatte vom Holzboden entkoppelt.

Auf diese Steinplatte dann den Subwoofer stellen, am besten auf Spikes; diese koppeln ihn an die Steinplatte mit ihrer hohen Masse an. Andererseits ist die Steinplatte aber durch die Gummidämpfer vom Boden entkoppelt.


Schöne Grüsse
busi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Okt 2003, 17:09
Danke für Eure Antworten. Ich versuch jetzt mal ne Granitplatte ranzukriegen und darauf werd ich dann den Sub mit Spikes stellen.

Viele Grüße
Thiuda
Inventar
#6 erstellt: 21. Okt 2003, 23:34
Der vorschlag von Antenne hört sich gut an!

Durch das Ankoppeln mit den Spikes auf eine schwere Granitplatte werden, durch die Bewegungsenergie der Membranen enstehende, Hebelbewegungen/Kippbewegungen vermindert... während durch die Entkopplung mit speziellen Gummipucks die Körperschallleitung zum Boden vermindert wird.

Schaut euch das mal an:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-1789.html


[Beitrag von Thiuda am 21. Okt 2003, 23:52 bearbeitet]
busi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Okt 2003, 23:53
Tja, nur leider sind die speziellen Gummipucks nicht gerade billig, musste ich feststellen ;o( Wo bekomme ich sowas preisgünstig, ohne daß ich Squash- oder Tennisbälle nehmen muß?
lahola
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 22. Okt 2003, 06:42
Hallo Busi

Und wenn es die ganze (HiFi)Welt behauptet, so entgegne ich doch: Spikes und Gummipucks sind Voodoo! Jedenfalls auf Lautsprecher bezogen. In der Maschinenindustrie, wo große Kräfte zu eliminieren sind, z.B. Hämmern, Nieten, Falzen, da bringen Entkoppelungsmaßnahmen wirklich etwas; im HiFi-Bereich wirken die gleichen Maßnahmen aber nur auf einem Gebiet: Beim guten alten Plattenspieler. Das klingt auf den ersten Blick paradox, ist es aber nicht. Beim LP-Dreher werden kleinste Schwingungen übertragen, die mit Gummi oder Spikes in der Tat beeinflussbar sind, denn wie gesagt, wir sind in der Welt der Mikroschwingungen. Die beiden Philosophien beim Plattenspieler, starres Gehäuse und Subchassis, dürften hinlänglich bekannt sein. Industriell gefertigte Lautsprechergehäuse der oberen Klasse sind aber so konstruiert, dass sie im relevanten Bereich nicht mitschwingen. Natürlich sind messtechnisch immer irgendwelche Schwingungen auszumachen, sie sind aber so klein, dass sie nicht hörbar übertragen werden. Denn würden solch kleine Bewegungen über Decken und Wände zu den Nachbarn gelangen, so müsste eine laufende Geschirrwaschmaschine, ein Mixer und andere Haushaltgeräte die Leute massenweise schreiend und mit zugehaltenen Ohren aus dem Haus treiben. Ist aber nicht so! Zum Glück! Wenn aber diese Nachbarn dennoch Musik aus einer anderen Wohnung hören, so, weil sie durch angeregte Wände und Böden übertragen wird. Angeregt durch Luft, bzw. Schalldruck und nicht durch Gehäuse – und schon gar nicht durch irgendwelche abstruse Theorien!

Nix für ungut! Schönen Tag noch.
lahola
US
Inventar
#9 erstellt: 22. Okt 2003, 06:47
Hallo Lahola,

danke für die ehrlichen Worte. Ich kann das nur unterstreichen.

Voodoo-Pucks kaufen ist halt einfacher als sich Gedanken über die Mechanismen der Schallübertragung zu machen.

Auch der Schwachsinn mit Spikes als Anti-Dröhnmaßnahme ist einfach lächerlich.

Gruß, Uwe
Thiuda
Inventar
#10 erstellt: 22. Okt 2003, 11:12
@ lahola & US

Das kann ich nun garnicht bestätigen.

Spikes und Pucks sind kein Voodoo sondern Physikalisch erklär und nachweisbar!!!


wo große Kräfte zu eliminieren sind...Beim LP-Dreher werden kleinste Schwingungen übertragen, die mit Gummi oder Spikes in der Tat beeinflussbar sind

Was meinst du was LS mit den Schwingungen der Membranen für Kräfte übertragen, die durch eine Ankopplung eleminiert werden können!!!


Les dir einfach mal das hier durch:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-30-1789.html


[Beitrag von Thiuda am 22. Okt 2003, 11:14 bearbeitet]
lahola
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 22. Okt 2003, 12:05
Hi Draic

Es geht letztlich nur um die Schwingungen des Lautsprechergehäuses, egal was in der Box passiert. Simpler Versuch: Beide Boxen so dicht wie möglich gegeneinander stellen, Front an Front. Hülle die beiden Boxen zusätzlich noch mit einem Tuch (Wolldecke) ein. Einer der beiden LS phasenverkehrt anschließen und die Lautstärke so einstellen, wie du sonst laut hörst. Auf diese Weise eliminierst du den durch die Luft übertragenen Schall weitgehend, die Gehäuse „vibrieren“ aber munter weiter. Jetzt gehe in die Nachbarswohnung und höre. Du wirst nichts zu hören bekommen, obwohl deiner Theorie nach irgendetwas hörbar sein müsste. Seltsam nicht?

Nun gibt es noch die andere Theorie - von dir großzügig für oben beschriebenes Problem hergezogen - dass ein LS-Chassis nur in einer resonanzfreien Umgebung richtig arbeiten kann. Das ist – sorry – Humbug. Der Membran ist es völlig Wurst, ob das Gehäuse leicht mitschwingt, da sie elektrisch angetrieben wird. Wir reden hier von den üblich auftretenden Schwingungen an einem LS-Gehäuse. Dass ein mitschwingendes Gehäuse, und da vor allem die Schallwand, das Klangbild verfärben kann, weil sie im Extremfall wie eine Membrane wirken, will ich gar nicht bestreiten. Dann ist die Box aber eine Fehlkonstruktion und das Problem ist mit Spikes nicht zu lösen. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass es Lautsprecherhersteller der Spitzenklasse gibt, die mit relativ dünnwandigen Gehäusen höchstwertige Produkte fertigen. (z.B. Spendor)

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber deine Ausführungen sind pseudowissenschaftlicher Natur. Wie in dieser Branche leider üblich geworden, werden an sich logische physikalische Vorgänge genommen und in die jeweils gewünschte Ideologie gezwängt.

Übrigens: Warum praktisch alle LS-Hersteller Spikes mitliefern? Weil das Fazit eines Tests sonst so aussehen könnte: „Schade, hätte der Hersteller der Box Spikes verpasst, sie hätte ein Öhrchen mehr bekommen!“

Gruß
lahola
Thiuda
Inventar
#12 erstellt: 22. Okt 2003, 18:39
@ lahola

Zu deinem oben beschriebenen Experiment, ich habe es noch nie getestet, aber mal angenommen die Luftschallaufnahme wird eliminiert, das eliminiert aber nicht die Körperschallleitung, in diesem Fall wirst du dann trotzdem noch das Vibrieren/dröhnen von Gegenständen, wie Gläsern, Parkett oder Holzdecken höhren.

Dazu Entkoppelt man LS, damit unter anderem diese Störgeräusche wegfallen.


Zum zweiten, wenn du ein LS auf wackligem Untergrund (schlechter Ständer, ungerader Boden, oder auch nur zu leichter LS) nicht ankoppelst, dann entstehen durch die von den Membranen freigesetzen Bewegungskräfte, die an das Gehäuse weitergegeben werden, leichte Schwank/Kippbewegungen, da sind wir uns doch einig, oder?


Der Membran ist es völlig Wurst, ob das Gehäuse leicht mitschwingt, da sie elektrisch angetrieben wird.


Das würde ich so nicht stehen lassen!!!

Du kennst ja sicher die DC Technik, die von Canton verwendet wird, ich zitiere:
DC-Technologie

Die von Canton entwickelte DC-Technologie („Displacement Control“) verhindert, dass die Membran des Basslautsprechers bei tiefen Tönen unkontrolliert auslenkt. Dazu unterdrückt sie subsonische (d.h. nicht hörbare) Schwingungen und lässt die Bässe gleichzeitig spürbar straffer und präziser klingen.


Ich denke das man dies gut auf das oben genannte Problem übertragen kann, wenn das Gehäuse nun unkontrollierten Schwank und Kippbewegungen ausgesetzt ist, führt dies auch zwangsläufig zu unsauberen auslenkungen der Membranen, da diese ja teils weich aufgehangen sind und zwangsläufig mitschwanken.

Man könnte das jetzt noch weiterspiennen und überlegen ob es nicht sogar minimalen einfluss auf das Abstrahlverhalten der LS hat, das sich die Schallwellen minimal anders verhalten, minimal anders reflecktieren und schließlich minimal anders beim Zuhörer ankommen, was einen verändertes, "verwackeltes" oder "unscharfes" Klangbild erzeugt.

Ich denke schon das das permanente Wackeln eines LS, genauso wie das minimale verrücken oder Kippen, einfluss auf die Klangqualität hat.


[Beitrag von Thiuda am 22. Okt 2003, 19:39 bearbeitet]
Bernd
Stammgast
#13 erstellt: 23. Okt 2003, 06:21
Hallo, Ihr Tiefbassgeplagten!

Meine Stand-LS Kappa 90 haben, wenn sie auf dem Holzfußboden standen, den ganzen Boden zum "wummern" angeregt. Drei Spikes unter jeder Box haben das Problem gelöst. Woran das liegt, ist mir egal. Hauptsache es wirkt. Ich kann Spikes nur empfehlen.
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