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Kann ein Lautsprecherkabel zu dick sein?

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Reckermann
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Okt 2003, 06:50
Hallo,
ich war am Wochenende auf einer Hifi-Messe und habe das "Vergnügen" gehabt, mich mit Herrn Burmester zu unterhalten. Ich habe ihn unter anderem zum Thema "Lautsprecherverkabelung" gefragt.
Er sagte, daß bei diesem Thema viel Geldmacherei im Spiel ist, und daß er bei grossen Standlautsprechern immer Kupferkabel (aus sauerstoffbefreitem Kupfer) empfehlen kann. Auf die Frage, ob 4 mm² oder 6 mm² auch auf kürzeren Strecken sinn machen, sagte er - warum so wenig? Da fließen bei einem entsprechenden Verstärker richtige Ströme - warum nicht auf 10 mm² gehen? Er sagte, daß er bei sich zuhause auch 10 mm² Kuper genommen hat mit ganz normalen Kabelschuhen aus Kupfer.

Ich habe dann nochmal nachgefragt, ob das auch bei "kleineren" Standlautsprechern - also NuLine 100 - Sinn macht? Ich meine, wer seine B99 kennt, weiß daß diese Frage berechtigt ist...

Er meinte aber, daß er das auf jeden Fall so bestätigen kann. 10 mm² wären nicht zuviel...

Wenn er das so sagt, glaube ich das ihm. Alllerdings ist as genau das Gegenteil dessen, was man sonst immer so hört. "Zu grosser Kabelquerschnitt schluckt Bass weg" - "Zu rosser Kabelquerschnitt schluckt Höhen weg" - "Skinn-Effekt" u.v.m.

Was stimmt nun?

Kann mir da jemand weiteres zu sagen - vielleicht auch aus physikalischer Sichtweise?

Grüsse
Reckermann
Hansolo
Stammgast
#2 erstellt: 20. Okt 2003, 07:10
Hi
Also 10 mm² halte Ich für übertrieben,aber bei
großen Stand`s sollten es schon 2,5-4mm² sein alles
andere ist ne Glaubensfrage !!

Gruß Hansolo
cr
Moderator
#3 erstellt: 20. Okt 2003, 07:14
Zuviel kanns nicht sein, im Sinne dass es schaden würde (es geht kein Bass verloren, obwohl ich wette, dass jetzt wer behaupten wird, das sei der Fall). Nur bringen tut es nichts mehr. Es sinkt dann eben der Widerstand von zB. 0,10 Ohm auf 0,04 Ohm.
Reckermann
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Okt 2003, 07:21
Davon gehe ich auch aus. Bei der Vorführung der neuen Burmester Groß-Standlautsprecher hatten die dann auch diese
Kabel dran. Denke auch, daß es nicht schaden kann...

Eines täte mich noch interessieren: Wie bekommt man am "Besten" korrodiertes Kupfer sauber - spreche hier von
Kupfer-Kabelschuhen. Denke mal, daß hier "Schleifpapier" unangebracht ist. Gibts da einen speziellen Tip?

Gruss
Michael
rottwag
Stammgast
#5 erstellt: 20. Okt 2003, 07:26
Hi!

Also...

Ich stand der "Kabelfrage" lange sehr skeptisch gegenüber und dacht immer nur: Alles Geldmacherei... 2x 4mm^2 lang und fertig...
Bis mir ein Kumpel mal für 2 WOchen sein LS-Kabel ausgeliehen hatte:

Es war ein Kabel, mit 8 Litzen pro Seite - verflochten und separat isoliert, jede Litze 1,5 mm^2.

Ich bin echt umgefallen, als ich meine Scheiben aufgelegt hatte..

Es klang plötzlich alles viel echter...plastischer, genauer - als hätte man nen Weichzeichner rausgenommen.

Meine These ist seitdem, dass man LS-Kabel hört - unabhängig vom Wiederstand.

Für mein aktuelles Subwooferprjekt habe ich jetzt reine Kufperlitze genommen mit 2x 6mm^2, da ich denke, dass es dort sicherlich mehr auf den Querschnitt ankommt weil größere Ströme fließen...

So grundsätzich würde ich aber nicht sagen, dass ein dickeres Kabel auch immer besser klingt...

Meine Meinung.

Gruß

Andi
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 20. Okt 2003, 07:33
Hi,
für 10 mm2 müßte ich die folgende Tabelle erweitern:



[Beitrag von Joe_Brösel am 18. Apr 2004, 14:51 bearbeitet]
Wiesonik
Inventar
#7 erstellt: 20. Okt 2003, 08:00
@ Reckermann

Kabelschuhe und auch Kontakte bekommt man sehr gut mit einem Glasfaserstift gereinigt !
Yogi_Bär
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 20. Okt 2003, 11:09
@Reckermann
habe die Burmester Kabel (laut Audioforum Berlin die Verkabelung die Burmester empfiehlt und in seinen Lautsprechern verbaut) glaube es war 4 mm² oder 6 mm² mit Dynaudio Contour 1.1 und nem Yamaha AX-892 getestet und mit mehreren anderen Kabeln verglichen(T+A Speaker Coax, Straight Wire Rythm, Ortofon...) ich hatte den subjektiven Eindruck dass sie in den Höhen etwas bedeckt waren.
Ehne hier eine Klangdiskussion anzuregen habe ich den eindruck das weniger der Querschnitt oder das Material sondern die konstrucktion des Kabels einen hörbaren Einfluss auf den Kabelklang haben (Verflechtung, Doppellitze, Einzellitze, Spirale auf Rohrträger u.s.w.) immerhin verursachen unterschiedliche Frequenzen verschiedene physikalische Effekte(Skin Effekt) in einem Kabel also müsste doch auch die Konstrucktion auf die unterschiedlichen frequenzen anders Wirken(Magnetfelder, E-Smog in der Kabelumgebung).

Für physikalische Kommentare wäre ich dankbar!

Bitte keine nichtssagende einzeiler

MFG Yogi
marantzrulz
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 20. Okt 2003, 14:24
es kommt immer auf die boxen an!

die hohen töne laufen immer außen im kabel, tiefe töne generell innen im kabel, d.h. je besser deine box ist, desto dicker solltest du deine kabel wählen ! aber ich denke bei 10 ist für das heimkino schluss, weil das kann so richtig kein ls schaffen und außerdem hat das menschliche ohr grenzen! desweiteren kostets irgendwann richtig geld!

kommt ja uch immer auf deinen amp an, welche leistung er hat!

ciao
nullchecker
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 20. Okt 2003, 14:34

ie hohen töne laufen immer außen im kabel, tiefe töne generell innen im kabel ...

sorry, aber hier wurde wohl zuviel in diversen Hifiblaettchen gelesen ...
Bin zwar ein voelliger Nullchecker, aber theoretische E-Dynamik hab ich auch einige Semester "genossen" und die einfache obige "Formel" kann ich nicht nachvollziehen (hey, wir haben es im Hifibereich keinesfalls mit HF zu tun).
Es sind aber (Joe Broesel hat ja nur den Widerstand und den Daempfungsfaktor beruecksichtigt) durchaus andere Effekte (z.B. Induktivitaet) zu beachten.
Wann wie was tatsaechlich hoerbar ist, sollte aber jeder fuer sich ausmachen. Persoenlich halte ich Kabel mit 10 qmm im Hifibereich fuer absolut unnoetig, ja evtl. sogar kontraproduktiv ...
NC
marantzrulz
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 20. Okt 2003, 14:49
nich so voreilig mit deiner antowrt!

so flasch ist das nich! und außerdem, physikleistungskurs is auch nich grad dumm!

wenn du saubere töne im hohen, wie im niedrigen bereich haben willst, dann muss man entsprechend dickes kupfer nehmen! allerdings sind 8 ausreichend, für 10 braucht man dann einen amp der starkstromanschluss hat*g*

ciao
Miles
Inventar
#12 erstellt: 20. Okt 2003, 16:22

die hohen töne laufen immer außen im kabel, tiefe töne generell innen im kabel, d.h. je besser deine box ist, desto dicker solltest du deine kabel wählen !


Wieso genau brauchen dann bessere Boxen dickere Kabel? Ich verstehe diese Schlussfolgerung nicht
nullchecker
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 20. Okt 2003, 16:35

so flasch ist das nich! und außerdem, physikleistungskurs is auch nich grad dumm!

wenn du saubere töne im hohen, wie im niedrigen bereich haben willst, dann muss man entsprechend dickes kupfer nehmen! allerdings sind 8 ausreichend, für 10 braucht man dann einen amp der starkstromanschluss hat*g*

nicht persoenlich nehmen, doch (wie gesagt, ich bin ein vollkommener nullchecker) mit etwas Schulphysik ist das Ganze keineswegs abgehandelt. Hast Du Dich wenigstens schon ein mal etwas mit der Multipolentwicklung beschaeftigt ? Weisst Du ueberhaupt wie man mit den Maxwellschen Gleichungen umgeht ?
Wie gesagt, es soll nicht persoenlich gemeint sein, doch diese absoluten Aussagen ("bei einer guten Box brauchst 8 oder 10 qmm-Kabel") sind IMHO einfach aus der Luft gegriffen.
Mein Physikstudium ist zwar schon eine ganze Weile her, doch mit Hifi beschaeftige ich mich durchaus recht intensiv und meine voellig unverbindlichen Hoertests (durchaus auch DBTs) sagen mir etwas ganz anderes ...
Ich bleibe auf jeden Fall lieber dumm, als meine Meinung hier (oder auch woanders) als Absolutum zu verkuenden ...
NC
Karsten
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 20. Okt 2003, 17:39
Hallo,

wer hat den hier alles eine Burmesterbox/Kette?
Also für den MT/HT braucht man sicher keine 10mm^2,
da gibt es Kabel für kleines Geld ,die richtig"wichtig"klingen!
Solid Corekabel (verflochten,unter 10 Euro der Meter,
das nenne ich High-End )
VIEL KLANG für relativ wenig Geld und nicht viel Gled für
wenig "mehr??" Klang!
mtiger
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 20. Okt 2003, 18:07
hallo

also ich habe mir noch nie gedanken gemacht um den durchmesser meiner LS kabel. ich betreibe seit ca 10 jahren eine high end anlage, und habe jedes kabel das ich besitzte ausführlich in meiner anlage getestet - ein guter high end händler leiht einem die dinger gerne. meine erfahrung ist dass es einen spezifischen kabelklang gibt, der wohl mehr von aufbau und der isolierung der kabel als vom durchmesser abhängt. des weiteren habe ich festgestellt daß es einen synergie - effekt gibt wenn man den gleichen kabeltyp vom selben hersteller für die ganze anlage nimmt, von den netzkabeln bis hin zu den LS kabeln. bei mir "rastet" der klang erst so richtig ein als ich mein letztes verbindungskabel des gleichen herstellers und des selben typs in die anlage einfügte. in habe mich für die mittlere cardas kabelreihe entschieden, aber das hängt natürlich stark von den geräten und von den klangvorlieben ab. mein tip: erst mal hören und vergleichstests in der eigenen anlage machen, und das kaufen was einem am besten gefällt - vorausgesetzt man kann es sich leisten :-). dann ist nämlich auch die frage nach dem durchmesser nicht mehr wichtig.

zum thema physik: mein onkel ist elektroniker, der hat mich jahrelang für komplett bescheuert erklärt wegen meiner "sündteuren voodoo-strippen" (vor allem bei der behauptung netzkabel könnten "klingen" lachte er sich tot).
bis zu dem tag als ich es ihm vorführte, und nur das netzkabel zu meiner vorstufe gegen ein standardkabel austauschte. was soll ich sagen, er fiel aus allen wolken und dazu noch vom glauben ab. nicht alles ist, nur weil es im moment noch nicht messtechnisch erklärbar ist voodoo.
allerdings glaubt ein messtechnikmensch das eben erst wenn er es erlebt. vorher nicht.

viel spaß beim testen
Yogi_Bär
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 20. Okt 2003, 20:38
Also,
die Frage ist doch ob bei diesen diversen Messungen mit einer fixen Wechsel bzw Gleichspannung oder in jedem Frequenzbereich extra gemessen wird!?
Wie messen eigentlich die Audioplaystereoschwafler in den diversen Mags, nur mit ihren subjektiven Ohren oder gibts da auch noch quantisierbare Messwerte?
Versteht mich nicht falsch, ich habe vor kurzem meine gehobenen Anfängerstrippen gegen andere getauscht und zwar weil mich deren technischer Aufbau und Klang überzeugt hat(Black&White LS-1202).
Ich habe bei meinen hörtests festgestellt(subjektiv mit meinen Ohren) das es Unterschiede im Klang gibt dass diese jedoch stark Elektronikabhängig sind.

Also hat schon mal jemand Kabel über das gesamte Frequenzspektrum ausgemessen?

MFG Yogi
cr
Moderator
#17 erstellt: 21. Okt 2003, 00:22
Brauchst nur Kapazität und ggf. Induktivität (ist aber meistens unwichtig) kennen, dann kannst du dir bereits ausrechnen, was bei der Messung über die Frequenz rauskommt.
Dass die hohen Töne außen laufen sollen, ist der Skin-Effekt, der aber für NF IRRELEVANT ist. Gerade wenn man an den Skin-Effekt glaubt, darf man nicht ein möglichst dickes Kabel nehmen, sondern von einander isolierte Drahtstränge (gib dem SKIN keine Chance !!!)


[Beitrag von cr am 21. Okt 2003, 00:31 bearbeitet]
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