Welche Rolle spielt die Membranfläche bei einer Boxenkonstruktion?

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_Q_
Stammgast
#1 erstellt: 14. Mrz 2008, 01:58
Hallo allerseits!

Nachdem ich jetzt fast ein Jahr lang meine Aufstellung optimiert habe, und jetzt nun wirklich sagen kann: mehr geht einfach nicht, es sei den ich zieh um… bleibt nach diesem Kapitel doch ein Wehmutstropfen:

Meine Boxen (T+A X3, Transmissionline, 17er TMT) können einfach keine richtige Bassdrum und damit meine ich nicht diesen Retortenbass bei HipHop oder Techno, sondern eben die richtige Bassdrum bei Rock und schon gar nicht Double-Bass bei Heavy. Was nicht heißt das meine Boxen generell keinen Bass können, der eine oder andere Bassist bringt durch aus den Boden zum zittern.

Nun Stelle ich einfach eine These auf: ohne ausreichend Membranfläche keine vernünftige Bassdrum!
Was fällt mir ein so was zu behaupten: Ich habe beobachtet das fast jede 70er, 80er Jahre Box (breit, große Teller) mehr Kick in der Bassdrum bringen kann als meine Boxen. Richtig zur Sache geht’s dann bei hart eingespannten Treibern.

Nun zu meiner Frage: Wie groß muss ein Tieftöner sein und welche Bauart sollte es sein damit man so was zu Hause richtig reproduzieren kann?

Die Frage stelle ich vor dem Hintergrund mir ggf. was Passendes in den nächsten Semesterferien zu basteln.
Haiopai
Inventar
#2 erstellt: 14. Mrz 2008, 02:08
Hi Q

Gegenfrage ,wie groß ist der zu beschallende Raum ?

Dein Problem mit den T+A kann ich verstehen ,ich hab mir von den neueren Konstruktionen schon so einige angehört und sie waren mir alle samt zu schlank im Bass abgestimmt ,ich kann mich mit den heutigen T+A Lautsprechern nicht mehr anfreunden .

Abhilfe könnte gerade bei Selbstbau ein präzise arbeitender aktiver Subwoofer schaffen oder auch zwei je nach Raumgröße .

Gruß Haiopai
_Q_
Stammgast
#3 erstellt: 14. Mrz 2008, 02:55
Ergänzend zur Aufstellung: Die Lautsprecher stehen derzeit 2,50 auseinander mit einem Hörabstand von 2,50m, also klassisches Stereodreieck mit gleichen Kantenlängen. Wenn ich den Hörabstand vergrößere auf 3m ist im Bezug auf die Möglichkeiten der LS schon ziemlich kritisch.
schnapsmax
Stammgast
#4 erstellt: 14. Mrz 2008, 10:43
Hi,
ich könnte mir vorstellen, dass eine Membranfläche, die der Größe einer Basedrum entspricht ideal wäre.
Allerdings werden so große Bässe auch gern träge und wummern dann so hinten nach...
Wenn dann auch noch Dein Hörraum zu klein ist könnte das übel sounden. Kleinere Membranfläche ist schneller, braucht dann aber wieder mehr Dampf in deiner Endstufe, wenn das Entsprechende rauskommen soll.
Max
UweM
Moderator
#5 erstellt: 14. Mrz 2008, 11:49

schnapsmax schrieb:

Kleinere Membranfläche ist schneller, braucht dann aber wieder mehr Dampf in deiner Endstufe, wenn das Entsprechende rauskommen soll.


Das kann man so nicht sagen. Wie "schnell" eine Membran ist, hängt vom Verhältnis Membranmasse / Antriebssystem ab.

a = F/m, reine Physik. Sonst könnte man ja auch sagen, ein Trabbi wäre schneller als ein Mercedes, weil er weniger wiegt.

Nicht mal mit der Endstufe muss das was zu tun haben. Hör dir mal den Bass eines Klipschorns an - das kesselt auch schon bei kleiner Leistung.

Davon abgesehen muss ein Bass auch nicht schnell sein. Wenn er sich (zu) schnell bewegt, dann strahlt er Frquenzen aus dem Mitteltonbereich ab und das soll er in der Regel ja nicht.


Ich denke, das könnte ein Raumakustisches Problem sein. In meiner alten Wohnung hatte ich mit meinen Elac (2x18er Bass) im Raum gemessen eine untere Grenzfrequenz von 25Hz.
Nach dem Umzug habe ich einen deutlichen Bassmangel und bin derzeit heftig mit der Aufstellung am experimentieren. An den Hörpositionen, die ich ursprünglich vorgesehen hatte, geht´s einfach nicht. Ich muss das ganze Zimmer umstellen.

Grüße,

Uwe
_Q_
Stammgast
#6 erstellt: 14. Mrz 2008, 15:34
Hallo Allerseits.

Ein Raumakkustisches Problem ist es bei mir nicht wirklich, wie eingangs erwähnt habe ich mich damit ausgiebig beschäftigt. Ich habe mehrmals mein Zimmer umgestellt, in allen möglichen und unmöglichen Positionen. Darüber hinaus war bei mir auch Messtechnik im Einsatz (Mikro + Carma).

Es ist ja auch nicht so dass ich die Bassdrum nicht höre, es fehlt halt einfach der Druck, dadurch komme ich zu meiner These. Es ist auch so dass die Bassdrum eben nicht „masstabstreu“ ist im Vergleich zum Rest vom Schlagwerk.

Im allgemeinen scheint es schon so zu sein dass die T+A’s vernünftig dimensionierte Endstufen brauchen, diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

Die Aussage je groesser die Membranfläche, desto langsamer der Bass, würde ich so nicht unterschreiben. Ich denke hier spielt auch die Einspannung eine große Rolle, also je härter desto schneller, desto mehr Kick. Deswegen hab ich auch nicht wirklich Bock auf einen extra Subwoofer, da dies im HomeHifi Bereich doch eher Langhubkonstruktionen sind, welche zwar mehr Tiefgang bringen eben nicht unbedingt mehr Kick.


Gruß

Q
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