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Alte Lautsprecher (ab 15 Jahren) und das Gehör - wertlos?

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step2ice
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Jan 2010, 14:54
Ich bin etwas verwirrt. Jetzt habe ich mir kürzlich ein paar ASW ML II MK II (Bj. ca 1994) Kompaktlautsprecher auf ebay gekauft und kürzlich von einem Hifi-Fachmann gehört, dass ab ca. 15 Jahren Lautsprecher nichts mehr Wert sind. Die Sicken würden nachgeben und die Bauteile im allgemeinen einfach abnutzen. Wenn man das ganze mit einem Voltmeter misst, also die Frequenz am Lautsprecher, würde die Frequenz verfälscht sein. Einzig die Tatsache, dass man die Boxen schon länger besitzt, würde dafür sorgen, dass sich das Gehör daran angepasst hat und man die Verfälschung nicht wahrnimmt. Analog hierzu würde ein Aussenstehender den Klang als verzerrt wahrnehmen.
Ich selber konnte die Lautsprecher noch nicht testen, da ich noch nach einem geeigneten Verstärker suche.

Die Frage ist jetzt, kann man das wirklich so generell sagen, sind Boxen ab ca. 15 Jahren wirklich reif für den Wertstoffhof?; und sollte man sich lieber neue oder junge Boxen kaufen, oder kann man auch mit gut erhaltenen älteren Lautsprechern etwas anfangen?
Habe zwar nur 100.- Euro bezahlt, aber wenn die Musik dann verzerrt bzw. verfälscht ist, sind das wohl 100.- Euro zuviel gewesen.
Danke schon mal für eure Hilfe.
roger23
Stammgast
#2 erstellt: 13. Jan 2010, 15:00
Es ist sicherlich so, dass bei einigen Lautsprechern dieses Alters die Sicken allmählich anfangen, sich zu zerlegen.

Ansonsten würde ich das nicht so verallgemeinern. Vor 2 Jahren habe ich mir ein neues Pärchen LS gekauft und die alten (BJ. ~ 1993) sind ins Gästezimmer gewandert. Sicherlich schon etwas müder, aber noch weit weg von Sperrmüll.
DasNarf
Inventar
#3 erstellt: 13. Jan 2010, 15:53
Meine ersten Standboxen (Bonsai Ideal, Kaufdatum ca. 1996) sehen heute noch aus wie neu und spielen wie am ersten Tag. Der Bruder meiner Freundin erfreut sich bereits seit einigen Jahren daran.

Dass Bauteile altern ist schon richtig, aber heutzutage gibt es Verbund- und Klebstoffe, die um ein vielfaches haltbarer sind als die zB in den 70ern gerne verwendeten Schaumstoffsicken, welche bereits nach einigen Jahren auseinanderbröselten.

Daher solltest du deinem HIFI-Fachmann mal klarmachen, dass er sich seine Pauschalaussagen sparen kann. Er soll sich lieber mal die Kiste angucken, auf der Frequenzweiche nach kaputten Elkos suchen, da könnte er vielleicht was finden.

Mein Tipp: Wenn die Sicken noch elastisch sind, und nicht porös wirken, sollten die noch in Ordnung sein. Und wie gesagt, Frequenzweiche checken (lassen)!

Grüße


[Beitrag von DasNarf am 13. Jan 2010, 15:53 bearbeitet]
reallui
Stammgast
#4 erstellt: 13. Jan 2010, 15:56
Wenn die Sicken in Ordnung sind, sollte meiner Ansicht nach alles passen, es kann jedoch sein, dass die Elkos auf der Frequenzweiche mit der Zeit austrocknen, wodurch ihre Kapazitaet veraendert wird und folglich auch das Wiedergabeverhalten. Macht aber Spass zu reparieren
step2ice
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 13. Jan 2010, 18:13
Danke für die Aufklärung.
Ich nehme mal an das für das Durchmegessen der Frequenzweichen die Box geöffnet werden muss. Wer bietet den eigentlich diesen Testcheck an, einfach zum Elektriker?
reallui
Stammgast
#6 erstellt: 13. Jan 2010, 21:00
Die Weiche ist im Lautsprecher, manchmal ist sie direkt hinten auf dem Verbindungsterminal festgeschraubt.

Zum Elektriker wuerde ich nicht gehen, der verlangt bestimmt gleich Geld dafuer. Vielleicht hast du jemanden im Bekanntenkreis, der sich mit Elektronik beschaeftigt. Ist keine grosse Sache.


Mein Tip: bevor du die Lautsprecher oeffnest, um an die Weichen zu kommen solltest du sie dir anhoeren. Wenn der Klang gefaellt musst du ja gar nichts unternehmen.
Zweck0r
Moderator
#7 erstellt: 13. Jan 2010, 21:29

step2ice schrieb:
[...]kürzlich von einem Hifi-Fachmann gehört, dass ab ca. 15 Jahren Lautsprecher nichts mehr Wert sind.


Dieser 'Fachmann' handelt nicht zufällig mit Hifi-Neuware ?

Grüße,

Zweck
diskusfisch
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 13. Jan 2010, 21:54
Hallo,
meine Dynaudio-Lautsprecher sind mittlerweile fast 20 Jahre alt. Die Sicken sind immer noch ok.
Ich höre sehr viel Musik. Kann ja sein das man sich daran gewöhnt wenn die LS klanglich nachlassen.
Bisher wird mir aber nach wie vor von Freunden bestätigt, dass sie sich immer noch sehr gut anhören. Liegt mit Sicherheit aber auch an der Qualität der Lautsprecher.
Also keine Panik.
Dynacophil
Gesperrt
#9 erstellt: 13. Jan 2010, 22:04
Hi
keines der derzeit 5 Paare in meiner Wohnung sind jünger als 40 Jahre, ausser den kleinen Technix 2-Wegern an meier PC-Anlage. Sicher werden Wartungsarbeiten wie Kondensatoren erneuern nötig. Häufiger hab ich aber mit neu anzufertigenden Blenden zu tun
Sicher macht es Sinn bei Klassischen Geräten Ersatzteile beiseite zu legen wenn die Gelegenheit sich bietet, daher liegen einige Sätze Hochtöner in meinen Regalen... brcht habe ich noch keinen...


[Beitrag von Dynacophil am 13. Jan 2010, 22:51 bearbeitet]
diskusfisch
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 13. Jan 2010, 22:11
Wenn es sich um hochwertige Lautsprecher handelt, lohnt es sich ja sogar noch die Sicken erneuern zu lassen.
Günstiger als ein Neukauf.
Albatraos
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 13. Jan 2010, 22:18
Da möchte jemand dir unbedingt neue Lautsprecher verkaufen und erfindet dummes Zeug! Solche Verkäufer kann man getrost vergessen. Sicherlich können auch die Lautsprechersicken altern, das hängt aber immer von verschiedenen Faktoren ab, die sich nicht verallgemeinern lassen!
Ich besitze auch selbst u.a. über 20 Jahre alte LS, wo es keinerlei Ermüdungserscheinungen gibt.
reallui
Stammgast
#12 erstellt: 13. Jan 2010, 22:40
Meine Lautsprecher sind von 1980, also mittlerweile 30 Jahre alt, und sind noch komplett original. Und so wie sie aussehen und sich anfuehlen wird das auch noch ne weile so bleiben ^^
Geräteuser
Stammgast
#13 erstellt: 14. Jan 2010, 05:48

sind Boxen ab ca. 15 Jahren wirklich reif für den Wertstoffhof?


Um himmels Willen!! Nahezu alles was auf der Welt rumsteht (oder läuft) unterliegt einen gewissen verschleiss.Wenn wir uns jetzt nur im Hifi Sektor mal Umschauen , sind gerade die Lautsprecher die vom Verschleiss am allerwenigs betroffensten teile in der Hifi Kette.Neue Sicken kosten nicht viel und wer schon einmal an seinem Wagen ein Rad gewechselt hat , kann sich auch neue Sicken um seine Membrane kleben.Absolut keine Zauberei.
apocalyptica86
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 14. Jan 2010, 11:08
Hallo
Meine Canton ct1000 haben jetzt 23 jahre auf dem Buckel und haben einen echt satten klang, weiss garnicht was ich mal machen soll wenn die Ihr zeitliches segnen. Allerdings werden Die beiden jeden Tag von Mir mit einem staubtuch abgewischt (oberflächlich) und regelmäßig gehe ich mit einem Gummipflege mittel über die sicken.Und zu höchstleistungen forder Ich Die beiden auch nicht mehr raus...Brauch ich aber auch nicht da der 310ner bass auch so spaß macht....
gruß
Seventhson07138
Neuling
#15 erstellt: 14. Jan 2010, 13:29
Seit 20 Jahren habe ich ein Standboxen von Pilot, die damals nicht billig waren, und ich noch immer Musik mit denen höre. Mein subjektiver Eindruck ist der, das sie nicht schlechter klingen wie damals. Ob man sich an eine mögliche Klangveränderung gewöhnt durch Alterung der Frequenzweichenbauteile sei dahingestellt. Jedenfalls sind auch alle Sicken der Chassis noch top, sehen optisch aus wie neu. Mittlerweile haben sie mich mein halbes Leben schon begleitet, länger wie jede Partnerin.
diskusfisch
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 14. Jan 2010, 21:25
Kann man die Lautsprecher denn mit einem geeigneten Mittel pflegen, sodass die Sicken geschmeidiger bleiben und somit länger leben ?
Dynacophil
Gesperrt
#17 erstellt: 14. Jan 2010, 22:03
Schaumsicken lösen sich irgendwann auf da sie ihre Weichmacher ausgasen, zu Matschwerden und zerfallen, egal was man tut.
Gummi kannst du pflegen, ist aber nicht unbedingt nötig.
Mwf
Inventar
#18 erstellt: 15. Jan 2010, 00:44
Hi,

Geräteuser schrieb:
...Neue Sicken kosten nicht viel und wer schon einmal an seinem Wagen ein Rad gewechselt hat , kann sich auch neue Sicken um seine Membrane kleben.Absolut keine Zauberei.

Da bin ich doch anderer Meinung.
Bei beiden Aktionen ist Zentrieren gefragt.

Aber, wesentlicher Unterschied:
Beim Radwechsel ist alles auf den Wechsel ausgelegt und automatisch-zentrierend.

Beim Sickenwechsel hingegen ist garnichts vorgesehen oder vorbereitet, insbesondere die Zentrierung (bzw. im Luftspalt senkrechte Spulen- /Membranausrichtung) muss mit Gefühl und Augenmaß erbracht werden.
Keine Zauberei, aber doch unvergleich


Gruss,
Michael
GF21
Inventar
#19 erstellt: 15. Jan 2010, 01:11

Seventhson07138 schrieb:
Seit 20 Jahren habe ich ein Standboxen von Pilot, die damals nicht billig waren, und ich noch immer Musik mit denen höre. Mein subjektiver Eindruck ist der, das sie nicht schlechter klingen wie damals. :D


Ich hab meine Pilot ST-1000 seit ca. 16 Jahren und finde irgendwie auch, daß der Klang mit der Zeit schlechter geworden ist. Ich kann es nicht mal richtig beschreiben, man kann sie nur noch anhören, wenn sie wirklich leise spielen, die Höhen sind nur durch extreme Anhebung hörbar, je lauter man aufdreht, desto schlechter wird es.

Den Verstärker kann eigentlich ausschliessen, da ich gestern einen nagelneuen AVR daran angeschlossen habe und es wurde nicht sehr viel besser. Meine Frau hört natürlich wieder mal keinen Unterschied

Da die Weichen anscheinend an den Anschlussklemmen montiert sind, werde ich die am WE prüfen.
Geräteuser
Stammgast
#20 erstellt: 15. Jan 2010, 07:13
Hallo Michael ,


muss mit Gefühl und Augenmaß erbracht werden.


Ja aber ist doch auch normal wenn man etwas Repariert.
Ich meinte damit das man nur keine 2 linke Hände haben sollte.

Ich hab vor 2 - 2.5 jahren mit def. Infinitys sm 150 angefangen die def. Sicken hatten,







Für ein paar 901er brauch ich jetzt max 3 stunden reine arbeitszeit,(Zeiten zum abbinden des Kleber nicht mitgerechnet) egal ob Silikon,Gummi oder Schaumstoff.Obwohl das paar 18 Einzellautsprecher haben und die wirklich einen extrem kleinen Luftspalt aufweisen.Die einzelnen Chassies müssen noch nicht einmal ausgebaut werden, damit bleibt die originale Verkabelung unangetastet weil gerade bei der 901er man bei dieser viel verschlimmbessern kann wenn man da ran geht.Also alles halb so wild wie gesagt.

Aja, nehme im übrigen jedes Pärchen , egal in welchen Zustand 901 ab Serie III für FP100 euro ab !!
Geräteuser
Stammgast
#21 erstellt: 15. Jan 2010, 07:27


Doch noch gefunden, hier mein erster Versuch.
ton-feile
Inventar
#22 erstellt: 16. Jan 2010, 17:08
Hi,

Abgesehen von Elkos und Sicken können auch Hochtöner mit Ferrufluid im Luftspalt irgendwann Probleme machen.

Das Zeug wird mit den Jahren immer zäher.

Auch (echte) Bändchen hatte ich schon, bei denen die Kontaktierung oxydiert war und die deshalb 10dB leiser spielten.

Gruß
Rainer
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