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Die kleinen Standboxen oder die großen Kompakten?

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Stang302
Stammgast
#1 erstellt: 21. Jul 2011, 06:17
Guten Morgen Zusammen,

ich habe mich schon öfter gefragt, warum dieses Lautsprecherformat so gut wie ausgestorben ist. Ich spreche von den damals üblichen Boxengröße einer Canton CT 800, Quadral Ribbon 10, Elac EL 80, Yamaha NS 9393, Technics SB, Sansui Lautsprechern und viele viele andere? Das einzig aktuelle Beispiel, welches mir einfällt sind die eher mageren Quadral Argentum 330.

Mir gefällt diese Art des Gehäuses eigentlich sehr gut, und wollte eben mal fragen, ob es noch mehr aktuelle Beispiele dafür gibt oder gute Gründe, warum es diese eben nicht gibt?

Habe mich so langsam an diesen schmalen Stangen/Säulen oder riesen Trümmern satt gesehen und möchte auch nicht zwingend alle Nachteile von Kompakten...

Meine ersten Lautsprecher waren alte, günstige Quadral All Craft, welche mir vom Sound allerdings immer gut gefallen haben und die eben genau dieses Format hatten.


Quadral All Craft


Freue mich auf Antworten, und hoffe, dass einige andere auch diese Art der Gehäuse vermissen


[Beitrag von Stang302 am 21. Jul 2011, 06:48 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 21. Jul 2011, 09:06
Sind Miniröcke unpraktisch weil es kalte Knie gibt? Oder werden sie trotzdem getragen, weil es halt Mode ist?

Zu Zeiten der allgegenwärtigen Wohnwände waren Kompaktboxen die einzige Möglichkeit. Und waren sie zu gross, wurden sie halt auf einem Ständer neben der Wohnkiste aufgestellt.

Die heutigen,"luftigen" Möbel verlangen nach einer anderen Mode. Daher gibt es fast nur noch die Säulen. Dass dem nicht so sein muss habe ich selbst mit meinen eigenen Kompaktboxen (36 x 36 x 72cm) manifestiert
Box zu

Da meine Möbel eher einem ländlichen Stil entsprechen, passen schlanke Säulen nicht wirklich. Die Eichen-Kisten aber entsprechen in Farbe und Form der übrigen Einrichtung.

http://www.hifi-foru...um_id=267&thread=129

Es gibt also, wenn Du in der selben Situation bist, die Möglichkeit des Selbstbaus oder der Geduld, denn wie der Minirock kommt und geht kommen auch die Kompakten eines Tages wieder...
Rein von der Technik her ist beides gleichwertig möglich, schlanke Säulen und dicke Brummer.
mroemer1
Inventar
#3 erstellt: 21. Jul 2011, 09:17
Gibt es doch noch:

Jeremy
Inventar
#4 erstellt: 21. Jul 2011, 09:38
Die - wohl zu Recht allgemein sehr gelobten Harbeth Super HL-5 gingen in die von dir gesuchte Richtung (ist allerdings kein 3- sondern ein sog. zweieinhalb-Wege System).
Hier bietet einer (mit dem ich natürl. nix zu tun habe), ein Paar gebraucht an - nur mal zur Info: http://www.audio-markt.de/_markt/item.php?id=3796587657&

Ansonsten in Frage kämen z.B. klass. Spendor, Celestion aus der Ditton-Serie etc.

BG
Bernhard


[Beitrag von Jeremy am 21. Jul 2011, 09:38 bearbeitet]
Stang302
Stammgast
#5 erstellt: 21. Jul 2011, 13:07
Hallo,

Vielen Dank schonmal für die Anregungen. Die Spendor Classic find ich schon sehr interessant und sehen auch wirklich ansprechend aus. Genau wie auch die Harbeth. Nur muss es nicht unbedingt so dieser "Vintage Look" sein. Ich finde von der optischen Richtung her die Quadral Argentum 330 ja gar nicht mal sooo schlecht.

Thema Selbstbau beschäftigt mich immer mal wieder...

Ich finde es einfach eine gelungene Art des Gehäusebaus. Sie sind nich so auffällig und protzig, wirken dennoch potent und haben genug Volumen für einen wunderbaren Klang.

@ richi44
Jo, der alte Satz "es kommt alles wieder" hat einen noch nie im Stich gelassen. Ich würde einfach mal gerne ne moderne Variante dieser Lautsprecher sehen. Die bekannten Hersteller bieten in diese Richtung aber rein gar nichts.

@mroemer1
Ok, ein paar Ausahmen scheints zu geben. Mein Fall ist die Optik allerdings überhaupt nicht


[Beitrag von Stang302 am 21. Jul 2011, 13:11 bearbeitet]
versuchstier
Inventar
#6 erstellt: 21. Jul 2011, 13:42

richi44 schrieb:
Rein von der Technik her ist beides gleichwertig möglich, schlanke Säulen und dicke Brummer.


Hallo richi44,


gleichwertig? Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern nicht mithalten.

Fehlendes Gehäusevolumen und weniger Membranfläche bringen weniger Klangvolumen und Linearität im Grundton und im Tieftonbereich. Die dicken Brummer schöpfen aus dem Vollen und klingen generell besser

Für schlanke Säulen benötigtr man wenigstens einen, besser zwei Subwoofer, dann klappts auch mit dem Klang,

Gruß versuchstier
Stang302
Stammgast
#7 erstellt: 21. Jul 2011, 14:03

versuchstier schrieb:

richi44 schrieb:
Rein von der Technik her ist beides gleichwertig möglich, schlanke Säulen und dicke Brummer.


Hallo richi44,


gleichwertig? Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern nicht mithalten.

Fehlendes Gehäusevolumen und weniger Membranfläche bringen weniger Klangvolumen und Linearität im Grundton und im Tieftonbereich. Die dicken Brummer schöpfen aus dem Vollen und klingen generell besser

Für schlanke Säulen benötigtr man wenigstens einen, besser zwei Subwoofer, dann klappts auch mit dem Klang,

Gruß versuchstier


Gut, das mein Laien-Eindruck auch einer physikalischen Begebenheit zu Grunde liegt

Ich kann den Eindruck wirklich teilen. Hatte zunächst die wirklich billigen (auch in Sachen Verarbeitung) All Crafts und hatte vom Rest der Welt noch keine Ahnung. Fand die für ihren Preis unglaublich gut. Bis eine von beiden den Geist aufgab. Gut, dacht ich, wenn die schon gut klingen - holste dir fürn bisschen mehr nen paar kleinere Kompakte. Die Canton SP 205 sind wirklich sehr gute Lautsprecher für ca 200 €, aber haben natürlich ein vollkommen anderes Klangbild, welches mir schon bald schlicht zu wenig war. Also Standboxen gekauft - Wieder überraschend gut, aber irgendwie sind sie noch immer nicht das was ich suche. Diese bestimmte "Klangart" die meine alten All Crafts herausgebracht haben, will ich wieder haben. Natürlich hatten sie keine Präzision im Klang und verschluckten teils sämtliche Details von "anspruchsvolleren" Stücken, aber dieser Punch und diese Bühne fehlen mir bis heute ... natürlich, richtige teure Stand-LS werden das alles bieten, aber muss ja nicht sein


[Beitrag von Stang302 am 21. Jul 2011, 14:03 bearbeitet]
mroemer1
Inventar
#8 erstellt: 21. Jul 2011, 14:49

@mroemer1
... Mein Fall ist die Optik allerdings überhaupt nicht


Ist mir auch zu meiner Dynaudiozeit so gegangen, mittlerweile habe ich mich aber dran gewöhnt.


[Beitrag von mroemer1 am 21. Jul 2011, 14:50 bearbeitet]
Stang302
Stammgast
#9 erstellt: 21. Jul 2011, 15:09

mroemer1 schrieb:

@mroemer1
... Mein Fall ist die Optik allerdings überhaupt nicht


Ist mir auch zu meiner Dynaudiozeit so gegangen, mittlerweile habe ich mich aber dran gewöhnt. ;)


Jo, man kann sich an (fast) alles gewöhnen, wenns klanglich stimmt.

Also die Spendor SP 100R² sind eigentlich schon ganu das, was ich suche (Aufteilung der Chassis, Größe)...an das Holz könnte man sich vielleicht auch gewöhnen - mal was anderes...aber an den Preis werd ich mich nie gewöhnen Aber das is hier ja auch nicht die Kaufberatung!


[Beitrag von Stang302 am 21. Jul 2011, 15:11 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#10 erstellt: 21. Jul 2011, 19:03

gleichwertig? Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern nicht mithalten.

Fehlendes Gehäusevolumen und weniger Membranfläche bringen weniger Klangvolumen und Linearität im Grundton und im Tieftonbereich. Die dicken Brummer schöpfen aus dem Vollen und klingen generell besser

Das kann ich so unterschreiben. Die vollständigsten und besten Lautsprecher die die Größe eines Klangbildes, Instruments oder eines anderen Klangereignisses korrekt darstellen können und die ich bereits hören durfte waren allesamt große Klötze. Es gibt nur wenige Leute, die sich diese großen und teilweise ziemlich hässlichen Klötze in einen Wohnraum stellen wollen.
Leider wird auch das Chassismaterial für solche Lautsprecher immer knapper. Wer das nicht glaubt soll mal nach großen Tieftönern für tiefen Bass mit hohem Wirkungsgrad aus geschlossenen Gehäusen suchen. Davon gibt es nur noch eine Hand voll. Solche Chassis können aber wesentlich höher eingestezt werden als die heute üblichen Subwoofer mit hoher bewegter Masse und harter Aufhängung. Die dazu passenden "echten" Mitteltöner findet man auch immer seltener. Es werden fast nur noch Tiefmitteltöner eingesetzt. Die klassischen Tieftöner, die einfach große Gehäuse brauchen, haben für mich den großen Vorteil, dass der Mitteltöner wesentlich kleiner ausfallen kann, ohne große Verzerrungen zu produzieren. Das ist nicht nur gut für die Bündelung, sondern erlaubt es auch den Hochtöner wesentlich höher zu trennen, ihn also erst in einem Bereich zu trennen in dem das menschliche Ohr wesentlich unempfindlicher sind. Der Hochtöner kann dabei auch kleiner ausfallen, was wieder gut für die Bündelung ist.
Größer ist also doch besser


[Beitrag von Giustolisi am 21. Jul 2011, 19:05 bearbeitet]
Stang302
Stammgast
#11 erstellt: 21. Jul 2011, 19:57
Also hat diese Bauweise vor allem einen Vorteil durch ihre größere Membranfläche, wenn ich die jetzt mal mit den Standard Stand-LS wie Canton GLE und Metas etc vergleiche? Weil vom Volumen werden die sich doch nicht so groß unterscheiden oder? Oder, mal ganz dumm gefragt, ist es nen Unterschied, ob Volumen inne breite oder in die Höhe? Außer das breitere Lautsprecher natürlich eine größere einzelne Membran zulassen. Stelle ich mir auch gerade für den Tieftöner ideal vor...

Hat diese Gehäuseform eigentlich nen eigenen Namen? Oder sind das einfach die "kompakten von Früher"?

Und gleich noch ne Frage hinterher: Ich habe den Eindruck, dass sie aufstellungsunkritischer (ist doch auch ne Wortschöpfung vom Hifi-Forum, oder? ) sind als moderne Stand-LS - kann das sein?

Beste Grüße
Thomas


[Beitrag von Stang302 am 21. Jul 2011, 20:02 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#12 erstellt: 21. Jul 2011, 20:11

Also hat diese Bauweise vor allem einen Vorteil durch ihre größere Membranfläche

Nicht nur. Große Membranfläche im Tieftonbereich, durch das große Gehäuse tieferer Bass mit höherem Wirkungsgrad.

wenn ich die jetzt mal mit den Standard Stand-LS wie Canton GLE und Metas etc vergleiche? Weil vom Volumen werden die sich doch nicht so groß unterscheiden oder?

Die von dir genannten Lautsprecher haben ein recht kleines Volumen und recht große Tiefmitteltöner. Große Tiefmitteltöner an Hochtöner anzukoppeln macht Probleme. Der Hochtöner muss weit runterspielen, was den maximalpegel einschränkt, oder der TMT muss höher spielen, wo er aufgrund seiner größe bündelt. Dann lieber einen großen Bass, der auch bei hohen Pegeln nicht schlapp macht, darüber einen Spezialisten für den Mitteltonbereich und darüber einen Hochtöner, den man nicht tief qualen muss, weil ein kleiner Mitteltöner hoch genug kann ohne zu bündeln.
Mehr Wege sind zwar nicht zwingend besser, bei 3 Wegen muss man aber schon mal keine großen Kompromisse mehr eingehen.

Oder, mal ganz dumm gefragt, ist es nen Unterschied, ob Volumen inne breite oder in die Höhe?

Ganz einfach, nur in einem breiten gehäuse hat ein richtiger Tieftöner Platz. Außerdem liegt bei einer breiten Schallwand der baffle step tiefer.
Stang302
Stammgast
#13 erstellt: 21. Jul 2011, 20:14
Vielen Dank für die Erklärungen! Habs kapiert, macht Sinn
richi44
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 22. Jul 2011, 07:24
Für eine bestimmte Lautstärke ist frequenzabhängig ein bestimmtes bewegtes Luftvolumen nötig. Je tiefer der Ton, desto grösser das nötige Luftvolumen bei gleichem Schalldruck.
Nun kan man das Luftvolumen mit dem Hub oder der Membranfläche erreichen. Dies mal zum einen.

Zweitens kann man mit einer Bassreflexbox bei richtiger Chassiswahl und optimaler Abstimmung (Gehäusevolumen, Reflexrohr und Bedämpfung) einen Bass erzeugen, der sogar unter der Eigenresonanz des Chassis liegt. Wenn man mal rechnet: Ein 17er Chassis hat eine Membranfläche von etwa 135 Quadratcm, so bekommt man mit vier solchen Chassis die selbe Fläche wie mit einem 30cm Chassis. Wenn man die richtigen Dinger verwendet, so braucht es für eine Grenzfrequenz von unter 30Hz ein Volumen von gerade mal 60 Liter. Verwende ich einen 30cm, der möglicherweise keinen grösseren Hub zulässt als die kleineren, so kann es sein dass ich ein Gehäuse von 100 Liter benötige und damit gerade 40Hz schaffe.

Die Aussage, dass ein grosses Gehäuse nötig sei ist zwar nicht falsch, aber auch nicht richtig, das hängt jeweils vom verwendeten Chassis ab. Richtig ist einzig, dass bei einem kleinen Chassis mit grossem Hub der Kennschalldruck abnimmt. Dieser wird aber durch die Verwendung mehrerer Chassis wieder teilweise wett gemacht.

Wenn man Prioritäten setzt wie etwa Kennschalldruck höher als 92dB, so legt man sich in einer Weise fest, welche die Chassisauswahl stark einschränkt. Wählt man einen Bereich in einem etwas niedrigeren Segment, so ist es kein Problem, nicht nur einen riesen Tieftöner zu bekommen, sondern auch noch vernünftige Mittel- und Hochtöner.
versuchstier
Inventar
#15 erstellt: 22. Jul 2011, 07:58
Hallo richi44,

das ist zwar richtig, aber auch große Boxen haben heutzutage mehrerer Chassis

Vor allen Dingen Bass-Chassis. Somit sind große Boxen irgendwelchen schlanken Boxen auch wieder überlegen, oder nicht?

Gruß versuchstier

PS. ich dachte mit schlanken Säulen meintest du wirklich diese schlanken Säulen, die häufig für 5.1 oder so verwendet werden. Wenn Du von 17er Chassis redest, sind das für mich keine schlanken Säulen mehr
richi44
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 22. Jul 2011, 09:52
Weder die Anzahl noch die Grösse der Chassis ist ein Qualitätsmassstab, sondern nur, was verbaut ist und vor allem was dabei heraus kommt.
Und das zweite Kriterium ist eigentlich, was ich von der Box erwarte, wie und wo ich sie also einsetze. Mir sind die "Absolutismen" zu wider, denn sie gehen oft von falschen Voraussetzungen aus.
Als Beispiel eine Box mit vier Tieftönern Wavecor SW182BD02. Mit 50 Liter Volumen erreiche ich da eine Grenzfrequenz von 35Hz (Bassreflex), einen Kennschalldruck von 88dB und einen maximalen "unverzerrten" Schalldruck von 112dB bei 60Hz. Dies bei einer Membranfläche von 523cm^2.
Verwende ich einen Dayton DC300-8 mit 498,8cm^2, so ist die Grenzfrequenz zwar 25Hz, aber dazu brauche ich ein 160 Liter Bassreflexgehäuse und erreiche bei 60Hz gerade mal 106dB maximalen Schalldruck. Und dass der Kennschalldruck 2dB höher ist macht auch nicht die Welt aus, der Bass scheppert ja um 6dB früher.

Ich könnte nun eine ganze Reihe solcher Chassis durchrechnen und es kämen immer unterschiedliche Resultate heraus. Und genau so unterschiedlich sind die Ergebnisse, wenn man mehrere Chassis verwendet. Ob dies dann zum Vor- oder Nachteil ausfällt ist jeweils abzuklären. Generll aber irgendwelche Aussagen zu machen, dass dies oder jenes besser sei ist mir suspekt.
versuchstier
Inventar
#17 erstellt: 22. Jul 2011, 10:12
es ging mir ja auch nur um die Aussage "Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern mithalten"

Das ist einfach falsch. Da kannst Du noch so viele Beispiele vorrechnen

Könnte man auch mit Musikintrumenten vergleichen. Wäre ein Kontrabass viel viel kleiner, käme auch kein satter Klang raus

Gruß versuchstier


[Beitrag von versuchstier am 22. Jul 2011, 10:13 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 22. Jul 2011, 11:42
Jetzt vergleichst Du Birnen mit Äpfeln.
Wenn schon mach einen Vergleich zwischen einem Mercedes E und einem Golf. Hast Du einen 2L Benziner E und einen Golf GTI, so ist der kleine schneller.
Hast Du einen E 500 mit 406PS und einen Golf mit 1.4 Liter und 82PS so sind die Verhältnisse genau anders rum.

Es kommt drauf an, was drin ist und wie es zusammen passt.
Und solange die Messergebnisse mit den Berechnungen und diese mit den Höreindrücken überein stimmen, solange wirst Du mich nicht widerlegen können, es sei denn Du hättest Beispiele, welche Deine These belegen...
versuchstier
Inventar
#19 erstellt: 22. Jul 2011, 12:11
komischer Vergleich mit den Autos. In einen Golf bekommst Du auch keinen V8 Big Block Motor rein!

Am besten steckst Du Dir mal ein paar CD's einn und gehst in ein HiFi Studio. Für solch einen Vergleich reicht aber eigenrtlich auch schon ein MM oder Saturn...

Hör DIr dann mal große Boxen mit irgendwelchen schmalen.. Säulen im Vergleich an


Gruß versuchstier
Giustolisi
Inventar
#20 erstellt: 22. Jul 2011, 12:49

Wenn man mal rechnet: Ein 17er Chassis hat eine Membranfläche von etwa 135 Quadratcm, so bekommt man mit vier solchen Chassis die selbe Fläche wie mit einem 30cm Chassis. Wenn man die richtigen Dinger verwendet, so braucht es für eine Grenzfrequenz von unter 30Hz ein Volumen von gerade mal 60 Liter. Verwende ich einen 30cm, der möglicherweise keinen grösseren Hub zulässt als die kleineren, so kann es sein dass ich ein Gehäuse von 100 Liter benötige und damit gerade 40Hz schaffe.

Wenn die kleinere Box tiefer kommt hat sie aber auch einen geringeren Wirkungsgrad. das sollte man nicht unterschlagen. es gibt auch viele 30er Chassis, die in Gehäusen unter 50 Litern spielen. Aber entweder kommen sie nicht tief, oder der Wirkungsgrad ist beschissen.

Als Beispiel eine Box mit vier Tieftönern Wavecor SW182BD02. Mit 50 Liter Volumen erreiche ich da eine Grenzfrequenz von 35Hz (Bassreflex), einen Kennschalldruck von 88dB und einen maximalen "unverzerrten" Schalldruck von 112dB bei 60Hz. Dies bei einer Membranfläche von 523cm^2.
Verwende ich einen Dayton DC300-8 mit 498,8cm^2, so ist die Grenzfrequenz zwar 25Hz, aber dazu brauche ich ein 160 Liter Bassreflexgehäuse und erreiche bei 60Hz gerade mal 106dB maximalen Schalldruck. Und dass der Kennschalldruck 2dB höher ist macht auch nicht die Welt aus, der Bass scheppert ja um 6dB früher.

Das vergleichst du Äpfel mit Birnen. Der Dayton kostet keine 40€ und 4 von den Wavecor das zehnfache. Der lineare Hub des Dayton ist mit +/-4,3mm wesentlich kleiner als der des Wavecor mit +/-8mm. Ob ein Chassis im Gehäuse bis 35Hz oder bis 25Hz runter kommt ist auch ein feiner Unterschied. 2dB mehr sind auch nicht schlecht, das bedeutet immerhin, dass für den selben Pegel nur 62% der Leistung von Nöten sind. Das braucht Volumen.
Wenn du ein Chassis hättest, das bei gleicher Membranfläche gleich laut und gleich tief spielt, wäre das Gehäuse auch gleich groß.

In einen Golf bekommst Du auch keinen V8 Big Block Motor rein!

Da muss ich ich dich korregieren
Golf 1 V8
versuchstier
Inventar
#21 erstellt: 22. Jul 2011, 13:17
@Giustolisi,

&

Gruß versuchstier
Stang302
Stammgast
#22 erstellt: 22. Jul 2011, 13:56
Falls ihr auf nen Kommentar vom Threadersteller wartet, der ist raus

Aber über ein aktuelles (bezahlbares, nicht ganz so vintage) Beispiel von der oben geannten Bauform würde ich mich noch immer freuen
richi44
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 22. Jul 2011, 14:20
Den Preis habe ich bewusst nicht angesprochen, weil es bei verschiedenen Fabrikaten zu verschiedenen Preisen Chassis gibt, die sich für diese oder jene Konstruktion einsetzen lassen. Dies mal prinzipiell. Und ebenso prinzipiell: Ich habe darauf hingewiesen, dass der Kennschalldruck schon unterschiedlich ist.

Es geht einfach um die Aussage von versuchstier

es ging mir ja auch nur um die Aussage "Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern mithalten"

Das ist einfach falsch. Da kannst Du noch so viele Beispiele vorrechnen

Dass natürlich für identische Ergebnisse identische Chassis zur Verfügung stehen müssten ist klar. Nur habe ich auch gesagt, dass es nicht unbedingt zielführend ist, den Kennschalldruck als "Kriterium" zu nehmen. Bei einer Beschallungsanlage macht es Sinn, denn irgendwann macht die Netzversorgung nicht mehr mit. Wenn man da mit Kennschalldruck Netzleistung sparen kann ist das vorteilhaft. Nur ist zumindest im Heimbetrieb die Leistung relativ billig zu haben und die Forderung nach brachialem Krach ist auch nicht soo vordergründig.

Es gilt doch jeweils abzuwägen, ob man eine gute Wiedergabe mit einem gehörigen Schalldruck will, dafür etwas zu bezahlen bereit ist, dafür aber eine relativ kompakte Box bekommt, welche halt etwas Leistung fordert oder ob man umgekehrt etwas weniger Lärm will, dafür Leistung und Geld sparen kann, andererseits aber eine grosse Kiste in die Wohnung stellen muss.

So wie ich es verstanden habe wäre der Thread-Ersteller bereit, eine grössere Kompaktbox von rund 60 Liter in die Wohnung zu stellen. Er will aber keine schlanken Säulen. Jetzt kann man natürlich die 60 Liter mit einem 30cm Bass bestücken, der dank des kleinen Qts damit optimal läuft und der erst noch einen anständigen Kennschalldruck hat. Nur haben wir dann einen mageren Bass.
Oder man baut in die 60 Liter vier Chassis mit 16 oder 18cm Durchmesser, verzichtet auf etwas Kennschalldruck, übertrifft aber trotzdem den maximalen Schalldruck des 30cm Chassis und kommt tiefer im Bass.

Der langen Rede kurzer Sinn (und das habe ich im Grunde schon bisher erklärt) Es gibt verschiedene Möglichkeiten, so eine Box zu bauen und je nach Präferenz fällt die Wahl halt unterschiedlich aus oder die Boxengrösse unterscheidet sich und/oder der Preis der Chassis...
Giustolisi
Inventar
#24 erstellt: 22. Jul 2011, 14:41

Jetzt kann man natürlich die 60 Liter mit einem 30cm Bass bestücken, der dank des kleinen Qts damit optimal läuft und der erst noch einen anständigen Kennschalldruck hat. Nur haben wir dann einen mageren Bass.
Oder man baut in die 60 Liter vier Chassis mit 16 oder 18cm Durchmesser, verzichtet auf etwas Kennschalldruck, übertrifft aber trotzdem den maximalen Schalldruck des 30cm Chassis und kommt tiefer im Bass.

Stimmt so nicht. Es gibt auch große Bässe für kleines Volumen die einen etwas geringeren Wirkungsgrad haben. Ob Wirkungsgrad, Tiefgang oder kompaktes Volumen - man kann nicht alles haben.man muss sich für zwei der drei entscheiden oder einen Kompromiss anstreben. Nur sind viele kleine Chassis nicht besser und dazu auch teurer als ein großes. Von daher machen mehrere Kleine nur Sinn, wenn die Kiste schmal werden soll.

Schlanke Säulen können schon rein physikalisch mit dicken Brummern nicht mithalten.

ich finde die Aussage vollkommen richtig. Bei einem kleinen Lautsprecher muss man entweder im Wirkungsgrad oder im Tiefgang Abstriche machen. das Beispiel Dayton vs. Wavecor hat das auch gezeigt. Der Dayton kommt tiefer mit höherem Wirkungsgrad. Dafür bezahlt man eben mit Volumen.

Nur habe ich auch gesagt, dass es nicht unbedingt zielführend ist, den Kennschalldruck als "Kriterium" zu nehmen.

Für mich ist die Größe nicht unbedingt ein kriterium, so muss ich aber weniger Kompromisse in anderen Bereichen eingehen.

Aber über ein aktuelles (bezahlbares, nicht ganz so vintage) Beispiel von der oben geannten Bauform würde ich mich noch immer freuen

Kannst du haben
Hier oder hier zum Beispiel. Im Fertigbereich will mir da gerade nicht einfallen, ich bin aber auch schlecht informiert, welche Lautsprecher aktuell verkauft werden. Große, breite Kisten die es fertig zu kaufen gibt sind mir aktuell leider nicht bekannt. Der Markt will Säulen, leider.


[Beitrag von Giustolisi am 22. Jul 2011, 14:48 bearbeitet]
Stang302
Stammgast
#25 erstellt: 23. Jul 2011, 09:05
Ich werde mal abwarten und sehen, was sich in der Lautsprecherindustrie und den Wohnlandschaften so tut. Ich hoffe, dass die Argentum 330 nicht die letzte ihrer Art bleibt (zumal ein 17mm Tieftöner auch nicht das ist, was ich mir bei dieser Bauweise vorstelle), sonst werde ich mich tatsächlich (erneut) mit der Selbstbauproblematik auseinandersetzen. Habe da aber besonders bedenken, was das Finish angeht. Ich möchte das im Fall der Fälle natürlich auch selbst machen, um den kompletten Reiz des Selbstbaus zu haben! Aber das ist ein anderes Thema

Vielleicht find ich auch ein paar gebrauchte dieser Art, die mir optisch zusagen. Son paar Yamaha, Technics und Sansui-Modelle sehen ja ganz interessant aus, werden aber teils noch für stolze Summen an den Mann gebracht.

Beste Grüße

EDIT: Es ist ja bald die IFA


[Beitrag von Stang302 am 23. Jul 2011, 11:11 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#26 erstellt: 23. Jul 2011, 16:22

Habe da aber besonders bedenken, was das Finish angeht.

Finish gibts auch fertig. Man kann Lautsprecher auch einfach aus beschichteten Platten bauen. Dann ist dieses Problem gelöst. Anbei ein Bild von einem Lautsprecher die ich aus beschichteten Platten gebaut habe. unten links sieht man noch ein kleineres Exemplar.
DSC01164
Stang302
Stammgast
#27 erstellt: 24. Jul 2011, 14:00
Ja das stimmt natürlich, wäre wahrscheinlich die einfachste und sauberste Lösung. Sehen top aus!

Wie sieht das eigentlich ganz allgemein aus: Wenn ich jetzt z.B. eine Canton Karat 940 nehme (die ich z.B. sehr interessant finde): http://s03.trixum.de...30572480994P1953.jpg bzw. die Karat 950: Müssen die grundsätzlich auf Boxenständern gestellt werden oder können die schlicht und ohne Nachteil auf dem Boden platz nehmen? - davon ausgehend, das keine Gegenstände zwischen Box und Hörer stehen. Und ist ein Wandabstand eher wie bei Stand-LS zu empfehlen oder genügen sie sich eher mit weniger Abstand ähnlich wie bei Kompakten?

Letzte Frage: Wenn Kompakte sinnvoller bei kleineren Räumen sind, und ausgewachsene Stand-LS bei größere Räumen - wohin pass dann diese? Kann man da einfach sagen: Mittelgroße

Beste Grüße


[Beitrag von Stang302 am 24. Jul 2011, 14:07 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#28 erstellt: 24. Jul 2011, 16:18

Müssen die grundsätzlich auf Boxenständern gestellt werden oder können die schlicht und ohne Nachteil auf dem Boden platz nehmen?
Der Hochtöner gehört ungefähr auf Ohrhöhe, also zwischen 70 und 110cm über dem Boden. Den Karats täte also ein Ständer mit rund einem halben Meter Höhe gut.

davon ausgehend, das keine Gegenstände zwischen Box und Hörer stehen. Und ist ein Wandabstand eher wie bei Stand-LS zu empfehlen oder genügen sie sich eher mit weniger Abstand ähnlich wie bei Kompakten?

Letzte Frage: Wenn Kompakte sinnvoller bei kleineren Räumen sind, und ausgewachsene Stand-LS bei größere Räumen - wohin pass dann diese? Kann man da einfach sagen: Mittelgroße

Kann man pauschal nicht sagen. Ob Stand- oder Kompaktlautsprecher ist ziemlich egal, es kommt mehr darauf an, wie der Lautsprecher abgestimmt ist. es gibt Standlautsprecher, die wunderbar in kleinen Räuen spielen und auch wandnah aufgestellt werden können. Es gibt aber auch Kompakte, die Wandabstand brauchen und in großen Räumen besser funktionieren.
Stang302
Stammgast
#29 erstellt: 24. Jul 2011, 22:17
ich hatte schon befürchtet, dass es mal wieder nicht so einfach wird. ich glaub ich muss mal wieder einen blick auf den gebrauchtmarkt werfen. hab bei meinen eltern mal wieder nen bisschen über die alten elac el 80 gehört. die klingen einfach gut und gehen überraschend tief runter. ich denke,ich weiß jetzt so grob ne richtung.

nochmals danke und beste grüße!
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