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Vorwiderstand bei Parallelschaltung sinnvoll?

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gartenfrieder
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jan 2012, 16:49
Hallo

Habe 2 Boxen Canton ( HiFi 4 Ohm-Standbox) , die sollen mit 2 zusätzlichen Behringer Monitor 1c parallel geschaltet werden.
Wirkungsgrad sind gleich ! Der Verstärker ist aber nur auf 4 Ohm insgesamt pro Kanal ausgelegt. Bei einer Parallelschaltung käme dieser ja in Gefahr. Wie man bei einigen Threads hier lesen kann - sind Reihenschaltungen angeblich nicht optimal- warum auch immer. Macht es Sinn, bei einer Parallelschaltung pro Box jeweils 4 Ohm Lastwiderstände davorzuhängen - so dass die Impedanz wieder passt ? Oder ist das auch nicht das Gelbe vom Ei. Nochwas , die Boxen werden in einem Fitnesstudio betrieben.
Wer kann mir einen Tip geben.
Giustolisi
Inventar
#2 erstellt: 23. Jan 2012, 22:54
Keine Vorwiderstande. Da die Impedanz frequenzabhängig schwankt würde dadurch der Frequenzgang verbogen.
Mwf
Inventar
#3 erstellt: 24. Jan 2012, 00:10
Keine Vorwiderstände.

Das ist wie mit konstant angezogener Bremse zu fahren.

Was du durch höhere Impedanz an Verstärkersicherheit bekommst verbrätst du in den Widerständen.
Dazu der verzogene Klang, das ist fast so wie bei der Reihenschaltung (verschiedener LS).

Reihenschaltung gleicher LS, d.h. das eine Paar links, das andere rechts ist eine korrekte Option, wenn dich die li/re-Ungleichheit nicht stört bzw. alles Mono läuft.

Auch Parallelschaltung ist je nach Verstärker (welcher ) möglich, wenn die Pegel unter Kontrolle gehalten werden.
Verstärkertemperatur ist das Kriterium, ggfs. Lüfter vorsehen.

Am besten: 2 Verstärker (sollte nicht die Welt kosten).
gartenfrieder
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Jan 2012, 12:20
Warum sollte bei einem reinen ohmschen Widerstand die Frequenz leiden? Es sind keine C und L Bauteile dabei - nur R.
Dass ich den Verstärker mehr aufdrehen muss ist klar, aber er bleibt Impedanzmässig im Rahmen und auf der sicheren Seite.
Er hat ja noch genug Luft.
Ich werde es mal austesten - mit Reihenschaltung und parallel (eventuell mit diversen ohmschen Lastwiderständen) - und werde nochmals berichten.
Vielen Dank erstmal für Eure Tips.
gruss - frieder
stefansb
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2012, 12:45
weil sich der widerstand nicht gleichmäßig auf das frequenzspektrum auswirkt.

falls du die wirkung mal testen willst, kann ich dir das hervorragende simulationsprogramm www.boxsim.de empfehlen.

gruss stefan
Giustolisi
Inventar
#6 erstellt: 24. Jan 2012, 13:09

Warum sollte bei einem reinen ohmschen Widerstand die Frequenz leiden? Es sind keine C und L Bauteile dabei - nur R.

Der Widerstand den du davor klemmen willst ist ein ohmscher Widerstand, aber der Lautsprecher nicht.
Ich habe dazu mal mein Simulationsprogramm angeworfen.

Es ist eine normale 2 Wege Box mit 13cm Tiefmitteltöner und 25mm Kalotte
Blau ist der Frequenzgang des Tiefmitteltöners, grün ist der Hochtöner, schwarz ist der Frequenzgang der Box und rot ist die Impedanz. Man sieht schön wie die Impedanz schwankt. Es handelt sich hier um eine 4 Ohm Box. Die angegebene Impedanz richtet sich nach der minimalen Impedanz
box1


Jetzt kommt der Widerstand ins Spiel. Ich habe vor die Box 4 Ohm in Reihe geschaltet. Gegen die minimale Impedanz von 4 Ohm ist der Widerstand groß, dort nimmt er viel Leistung vom Signal, die Box ist in diesem Bereich leiser. Da wo die Impedanz hoch ist , ist der Widerstand gegen die Impedanz klein und man sieht, dass sich genau da nichts ändert, wo die Impedanz hoch ist.

box2

Der Widerstand in Reihe zur Box verursacht also bei dieser Box eine Grundtonsenke, bei einem anderen Lautsprecher kann das sich wieder anders auswirken.
gartenfrieder
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 24. Jan 2012, 13:55
Hallo Gius

Vielen Dank für deine Info -und den LINK:

ja, ist OK so. Die Einbrüche sieht man schon - nur , ob man das in einem Fitnesstudio überhaupt so gravierend bemerkt, mag ich bezweifeln. Dort ist immer ein Grundgeräuschpegel vorhanden durch den Betrieb alleine.
Als HiFi-Anwendung für zuHause würde ich eine solche Konstellation nicht anwenden- klar. Aber in einem Indoor-Cycling-Room mit über 23 Teilnehmern. Denen ist wurscht , ob da bei 200Hz 2-3 dB Einbruch ist oder nicht.
Problem ist- der Besitzer hat einfach 2 zusätzliche Boxen gekauft und sagte mir: Mach mal. Ich könnte natürlich auch alles parallel anklemmen, aber bei 4 Ohm Verst-Imp und 2 Ohm
Gesamt-Lspr Imp ist das ein bisschen gewagt. Manchmal drehen die dort ganz schön auf - und ich möchte nicht der Verursacher des toten Amps sein.


[Beitrag von gartenfrieder am 24. Jan 2012, 13:57 bearbeitet]
Giustolisi
Inventar
#8 erstellt: 24. Jan 2012, 14:22
Wenn dich die Auswirkungen auf den Klang nicht stören gibt es zwei weitere Probleme.
Der Widerstand kostet Leistung.
Der Verstärker muss für den gleichen Pegel eine höhere Spannung liefern. Wenn er nicht groß genug ausgelegt ist kann es zu Verzerrungen kommen, die dich die Hochtöner kosten können. Wenn genug Leistung vorhanden ist besteht das Problem im Widerstand. Er muss die Leistung aushalten. Ich würde mindestens einen 20 watt Lastwiderstand nehmen und auch der kann zu klein sein., Solche Lastwiderstände kosten nicht wenig Geld.
Mwf hat bereits eine gute Lösung vorgegeben. Du schältst die 2 jeweils gleichen Lautsprecher in Reihe. So hast du zwar links und rechts unterschiedliche Lautsprecher, hast aber am Verstärker eine unkritische Impedanz von 8 Ohm, verschnekst keine Leistung, hast keine Einbrüche im Frequenzgang und brauchst keine teuren Widerstände zu kaufen.
Dass der linke und rechte Kanal etwas anders klingt dürfte im Fitness Studio nicht ins Gewicht fallen, ist ja nur Hintergrundbeschallung. Ich halte das für die beste und billigste Lösung in deiner Situation.
gartenfrieder
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 08. Feb 2012, 19:51
Hallo Gemeinde

So jetzt ist die Sache erledigt. Ich musste die Boxen parallel schalten, weil in Reihenschaltung die kleinen
Behringer 1C doppelt so laut als die monströsen SL900 von Canton. In Reihenschaltung ist dann auch mit Vorwiderständen nichts zu machen - logisch. Also parallel angeschlossen und bei den Behrigern jeweils
8 Ohm R ker. davorgeschaltet, dass alle Lautsprecher gleich laut sind. Die Widerstände habe ich bei Reichelt für ein paar Cent das Stück gekauft Werden nur handwarm - auch bei grösst-möglicher Lautstärke in dem Raum. Der Amp ist auf der sicheren Seite - nicht mal 1/2 aufgedreht.
Muss sagen - tolles Klangbild- hätte ich nicht gedacht.
Ist auch nur für einen Trainigsraum für ca 22 Fahrräder - also kein schalltoter Raum.
Klar - für einen absoluten HiFi-Freak , der das Gras wachsen hört -ist das nichts. Habe schon mal gelesen, das jemand den Unterschied bei Kabeln hört, wenn diese nur aus ReinKupfer bestehen--welch grosser Schmarrn. Wenn ich die Kurve meines Gehöres ansehe , sehe ich Einbrüche ohne Ende und bei 12kHz ist Ende.
LG - Frieder
Nochmals Danke für Eure Tips !!


[Beitrag von gartenfrieder am 08. Feb 2012, 20:00 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#10 erstellt: 08. Feb 2012, 23:36

gartenfrieder schrieb:
... in Reihenschaltung die kleinen Behringer 1C doppelt so laut als die monströsen SL900 von Canton.

Das konnten wir nicht annehmen, weil Ansage
...Wirkungsgrad sind gleich !
.
Schön, dass der Amp mit ...8 + 4 = 12 Ohm, parallel 4 Ohm = 3 Ohm
letztlich gut läuft
und auch die Behringer mit dem (großen) Vorwiderstand passend klingen, das ist nicht bei jedem LS so


[Beitrag von Mwf am 08. Feb 2012, 23:44 bearbeitet]
gartenfrieder
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Feb 2012, 19:24
Laut den Datenblättern wäre der Wirkungsgrad gleich- stimmt. Aber das war ein gewaltiger Unterschied.
Nun denn- es funzt und alle sind zufrieden. Bin eigentlich froh, dass die Sache so einfach ablief , denn der Raum ist doch akkustisch ungünstig.

Grüssle- Frieder
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