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Lautsprecher Alterung?

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Autor
Beitrag
Kepler
Stammgast
#1 erstellt: 28. Mrz 2003, 11:36
Hallo,

in einem anderen Thread wurde bereits die Notwendigkeit des Einspielens von Lautsprechern diskutiert.
Wenn also Lautsprecher, nach mehrheitlicher Meinung, erst nach einer gewissen Einspielphase optimal klingen, wie sieht es dann mit der Alterung von Lautsprechern aus?
Es müsste ja theoretisch einen Zeitpunkt geben, an dem die Box optimal klingt. Danach müsste es dann kontinuierlich bergab gehen.

Gruß, Kep
cycle
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Mrz 2003, 19:11
jaja..auf einem studiomonitor hab ich schon ein ablaufdatum gesehen...aber hat danach trotzdem supergenial geklungen
DrNice
Moderator
#3 erstellt: 28. Mrz 2003, 21:02
Im Grunde gibt es (meines Wissens) keinen Alterungsprozess, der auf die mechanische und elektrische Belastbarkeit der Lautsprecher zurückzuführen ist, welche auf den normalen Gebrauch rückprojizierbar sind - es sei denn, die LS werden ÜBERlastet, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt und hat nichts mit Alter zu tun. Die einzige Schwachstelle vieler Lautsprecher sind die Sicken (Bose- und Braun-Fans wissen, was jetzt kommt...) Diese bestehen oftmals aus Schaumstoff und haben daher die Eigenschaft, mit der Zeit schlicht und ergreifend zu zerbröslen, was dem Klang nicht wirklich zuträglich ist. Auch Gummisicken unterliegen diesem Alterungsprozess - allerdings dauert es da schon etwas länger, bis sie Porös und brüchig werden. Dem kann man, so weit ich weiß, mit irgendwelchem "Fett- oder Ölzeug" entgegenwirken; aber bitte kein Salatöl auf die Lautsprecher schmieren!!! Am unproblematischsten sind Gewebesicken und Sicken aus "Membranmaterial", was meistens Papier ist, da sich z.B. Aluminiumsicken nur bedingt eignen...
Bei letzteren Typen ist Alterung praktisch kein Thema. Schaumstoff ist am problematischsten und Gummi ist die Normallösung und hält in der Regel auch einige Dekaden


[Beitrag von DrNice am 28. Mrz 2003, 21:07 bearbeitet]
cr
Moderator
#4 erstellt: 28. Mrz 2003, 23:36
Die Infinity-Propylen-Lautsprecher haben sich nach 5 Jahren aufzulösen begonnen (an den Klebestellen). Es wurde zwar ein Ersatz zu relativ günstigen Preisen angeboten, aber eigentlich hätte es sich gehört, die LS gratis auszutauschen, wenn es schon ein Serienfehler ist.

Aber LS aus Karton und mit Gewebesicken scheinen ewig zu halten, einige Röhrenradios aus dem 2. Weltkrieg, die ich zerlegt habe, hatten völlig intakte LS.

Auch meine ersten, jetzt über 20 Jahre alten Standlautsprecher scheinen unverändert zu sein (TT, Tiefmitte: Karton, MT, HT: Gewebekalotten)


[Beitrag von cr am 28. Mrz 2003, 23:39 bearbeitet]
DrNice
Moderator
#5 erstellt: 28. Mrz 2003, 23:46
Diese alter Röhrenradio-LS sind bei den Röhrenfreaks sehr begehrt (große Membranfläche, Alnico-Hufeisenmagnet, hoher Wirkungsgrad). Am beliebten sind die alten Saba mit den grünen Membranen (Greencones). Meine alten Alnico-Chassis aus Röhrenradios bin ich bei Ebay für gutes Geld losgeworden.
Die alten Teile halten echt ewig - und sehen total bescheuert aus... sind aber eigentlich genial!

Hier etwas Bildmaterial, damit jeder weiß, wovon die Rede ist - und was ich mit "bescheuert aussehen" meine *gg*
cr
Moderator
#6 erstellt: 29. Mrz 2003, 00:06
In einem der uralten Radios war ein interessanter LS: Kein Dauermagnet, sondern Magnetisierung mit 2.Spule für 200 V Gleichstrom. Konnte ihn leider nicht ausprobieren, da defekt.
DrNice
Moderator
#7 erstellt: 29. Mrz 2003, 00:20
Das war dann aber ein richtiges Uraltteil. Ich hab davon mal gelesen. Irgendwas mit "felderregt". Das is hängengeblieben, aber total aus dem Zusammenhang gerissen *g*. Vielleicht kann ja jemand anderes damit was anfangen. Würde mich auch mal interessieren...
Elric6666
Gesperrt
#8 erstellt: 29. Mrz 2003, 09:14
Lautsprecher Alterung?
Hi,

Klar – warum auch nicht. Die LS unterliegen einer dauernden mechanischen Belastung, die Zwangsläufig zu einer Materialermüdung führen müssen. Diese kann natürlich durch Umwelteinflüsse – wie hohe Luftfeuchtigkeit,… begünstigt werden.

Gruss
DrNice
Moderator
#9 erstellt: 29. Mrz 2003, 11:56
Die Frage ist nur, ob dieser Verschleiß wirklich sooo immens ist. Ich glaube, der ist vernachlässigbar. Das Einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass die Sicke mit der Zeit durch die Bewegungen ermüdet und vielleicht etwas schlaffer wird (bei Gewebesicken eher nicht) und VIELLEICHT noch die Zentrierspinne. Aber ich glaube, das liegt außerhalb des Hörbaren. Und die Membran sollte sich eh nicht verformen...
Kepler
Stammgast
#10 erstellt: 30. Mrz 2003, 09:44
Hallo,
meine Infinty 8.2i sind ca 7 Jahre alt. Ist zu erwarten, daß es in absehbarer Zeit Probleme geben wird? Die Tieftönersicken sind übrigens aus Schaumstoff.
Gruß, Kep
DrNice
Moderator
#11 erstellt: 30. Mrz 2003, 10:45
In 7 bis 10 Jahren vielleicht. Solange kannste die Dinger sicherlich noch uneingeschränkt genießen ;-)
Genaueres steht oben...
devilpatrick88
Stammgast
#12 erstellt: 20. Jul 2003, 21:09
Mein Vater hat Celestion keine ahnung welche*gg*
Die Dinger sind jetzt 25Jahre alt und richtig schlecht geflegt. Klingen aber noch 1A. Außerdem denke ich wenn man LS pflegt verlängert sich die lebenszeit sicher um ein paar Jahre. Sonst kommts halt aufs Material an und auf die Umwelt einflüsse.
Pete_Stoker
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 21. Jul 2003, 18:33
Ich würd sagen, Lastwechsel sind das schlimmste für jegliche Materialien! Da Schwingungen nun mal Lastwechsel sind, soll das dem LS wohl nicht gut tun!
Den Effekt kann man bestimmt beschleunigen, wenn der LS ständig an der Auslastungsgrenze läuft! Wenn man nen LS nie belastet soll der wohl recht lange halten. Es sei denn z.B. das Gummi von der Sicke wird poröß! Das hatt ich mal bei nem LS von nem VW Golf, da konnte man die Menbran weg PUSTEN! (und der is garantiert nie auf Voll-Last gelaufen)
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