Vorverstärker für Beolab 18 gesucht - NAD M12?

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sonny3885
Neuling
#1 erstellt: 03. Apr 2018, 21:21
Liebes Forum,

mein erster Beitrag hier, moin allerseits

Wie ist die Ausgangslage?

Ich habe mir ein Paar Beolab 18 zugelegt. Nachdem mir zunächst der B&O-Mann sagte, ich müsste ein B&O-Gerät verwenden, um die Lautsprecher anzusteuern (ich hatte hierfür zunächst leihweise einen Playmaker), habe ich nunmehr verstanden, dass dies nicht erforderlich ist und ich würde auch gerne darauf verzichten. Mit dieser Erkenntnis bin ich nun auf der Suche nach einem passenden Stereo-Vorverstärker.

Was ist vorhanden / soll eingebunden werden?

Aktuell sind folgende Komponenten vorhanden:

LS: Beolab 18 (eventuell irgendwann Ergänzung mit Beolab 19)

Eine ältere Denon Stereoanlage, bestehend aus:
Verstärker PMA-710AE (verfügt praktischweise über ein pre-out)
CD-Spieler DCD-710AE (CD-Spieler fliegt ggf. raus)
Radio TU-1510AE (hier muss ich mich noch schlau machen, ob der Umstieg auf Internet-Radio eine denkbare Variante ist... die Radio-App, mit der ich aktuell übers iPad streame, läuft glaube ich nur mit 128 oder 192kbps)

Plattenspieler Technics MK II

Telekom Media-Receiver 400 (IPTV)
Beamer BenQ W700 (wird irgendwann durch ein 4k Gerät ersetzt werden)
Playstation 4

Was habe ich vor?

Viel der täglichen Musik werde ich voraussichtlich über einen Streaming-Dienst hören, aktuell verwende ich noch Spotify, will aber auf Tidal umsatteln. Daneben Radio/Plattenspieler. Der CD-Spieler fliegt eventuell noch raus, neue CDs werden zumindest nicht mehr angeschafft.

Auf jeden Fall höre ich über die Anlage hauptsächlich Musik (durch die Bank, Elektro, Klassik, Pop, Reggaeton…). TV schaue ich kaum, wenn dann Filme/Netflix/Sport, dazu etwas daddeln auf der Playse.

Gerne würde ich über den Verstärker auch eine Lösung für Multiroom aufsetzen, in die ich neben den Hauptlautsprechern noch eine mobile Box einbinde, die ich mal in der Küche, mal in anderen Zimmern haben kann.

Was wurde mir empfohlen?

Das freundliche Hifi-Fachgeschäft hat mir den NAD M12 Stereo Vorverstärker ans Herz gelegt und empfohlen, dass ich diesen noch mit den Modulen DD HDM2 und DD BluOS bestücke.

Hierzu habe ich folgende Fragen:

1. Die Frage, ob das ein vernünftiges Gerät ist, dürfte sich erübrigen. Ich würde das Gerät gerne mal in Verbindung mit den Lautsprechern hören – ist es üblich, dass der Händler mal mit dem Gerät im Gepäck vorbeischaut, damit man mal probelauschen kann? (Mehr so eine generelle Frage, ob das "üblich" ist, damit ich ggf. entsprechend argumentieren kann.)

2. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Gerät (so vorhanden)? Gibt es empfehlenswerte(re) Alternativen? Ganz sexy an dem NAD Gerät finde ich, dass es mit den austauschbaren Modulen recht flexibel ist.

3. Wie funktioniert der Anschluss an die Lautsprecher? Vor dem Hintergrund, dass ich dachte, ich müsste ein B&O-Gerät zwischenschalten, habe ich von der Hifi-Ecke in spe zu den Standpunkten der Lautsprecher RJ45 Kabel legen lassen. Gibt es die Möglichkeit, diese direkt am Verstärker anzuschließen? Oder geht man lieber per WLAN an die Lautsprecher? (Qualitätsverlust?) Könnte der Vorverstärker das?

4. Ich habe noch ein paar alte ALR Jordan (passiv-)Lautsprecher. An denen hänge ich eigentlich noch ganz gut, weshalb ich sie ungerne abgeben würde. Gibt es eine sinnvolle Variante, die einzubinden? Eventuell als fest installierte Zone in einem anderen Zimmer? Der Mensch aus dem Hifi-Shop meinte zumindest, dass ein surround-setup mit Passiv- und Aktiv-LS nicht möglich sei..

5. Gibt es allgemein wichtige sonstige Punkte, auf die ich bei meiner Recherche achten/bei den Überlegungen berücksichtigen sollte? (Ich bin gerade noch am Reinfummeln ins Thema.)

Herzlichen Dank schon einmal für Eure Mühen!
Dadof3
Moderator
#2 erstellt: 05. Apr 2018, 18:08

sonny3885 (Beitrag #1) schrieb:
Nachdem mir zunächst der B&O-Mann sagte, ich müsste ein B&O-Gerät verwenden, um die Lautsprecher anzusteuern (ich hatte hierfür zunächst leihweise einen Playmaker), habe ich nunmehr verstanden, dass dies nicht erforderlich ist und ich würde auch gerne darauf verzichten. Mit dieser Erkenntnis bin ich nun auf der Suche nach einem passenden Stereo-Vorverstärker.

Warum genau? Dass du dafür auch deinen vorhandenen Denon PMA-710AE verwenden kannst, weißt du?


Radio TU-1510AE (hier muss ich mich noch schlau machen, ob der Umstieg auf Internet-Radio eine denkbare Variante ist... die Radio-App, mit der ich aktuell übers iPad streame, läuft glaube ich nur mit 128 oder 192kbps)

Auch mit 128 kbps ist die Qualität erheblich besser als mit UKW. Verantwortlich für die Datenrate ist zudem nicht die App, sondern der Sender.


Gerne würde ich über den Verstärker auch eine Lösung für Multiroom aufsetzen, in die ich neben den Hauptlautsprechern noch eine mobile Box einbinde, die ich mal in der Küche, mal in anderen Zimmern haben kann.

Hier gibt es diverse Lösungen mit zahlreichen Vor- und Nachteilen. Es empfiehlt sich, sich hier möglichst unabhängig vom Hersteller des Verstärkers aufzustellen.


Das freundliche Hifi-Fachgeschäft hat mir den NAD M12 Stereo Vorverstärker ans Herz gelegt und empfohlen, dass ich diesen noch mit den Modulen DD HDM2 und DD BluOS bestücke.

Hmmm, UVP zusammen nahezu 5000 € ... Sicher bekommst du das ein Stück günstiger, aber: Warum willst du so viel Geld ausgeben?


1. Die Frage, ob das ein vernünftiges Gerät ist, dürfte sich erübrigen.

Kann man so sehen. Es ist angesichts des Preises definitiv nicht "vernünftig", sich dieses Gerät anzuschaffen. Aber es muss ja auch kein Vernunftkauf sein.


Ich würde das Gerät gerne mal in Verbindung mit den Lautsprechern hören – ist es üblich, dass der Händler mal mit dem Gerät im Gepäck vorbeischaut, damit man mal probelauschen kann? (Mehr so eine generelle Frage, ob das "üblich" ist, damit ich ggf. entsprechend argumentieren kann.)

Es ist in dieser Preisklasse zumindest nicht unüblich.


2. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Gerät (so vorhanden)? Gibt es empfehlenswerte(re) Alternativen? Ganz sexy an dem NAD Gerät finde ich, dass es mit den austauschbaren Modulen recht flexibel ist.

Ja, im Prinzip eine gute Sache, wenn man sich aber ansieht, dass viele weitaus günstigere Geräte das alles bereits fest eingebaut mitbringen, dann kehrt sich die "Sexyness" aber ganz schnell in ein "WTF?" um.




3. Wie funktioniert der Anschluss an die Lautsprecher? Vor dem Hintergrund, dass ich dachte, ich müsste ein B&O-Gerät zwischenschalten, habe ich von der Hifi-Ecke in spe zu den Standpunkten der Lautsprecher RJ45 Kabel legen lassen. Gibt es die Möglichkeit, diese direkt am Verstärker anzuschließen?

Nach meinem Verständnis ist das B&O Powerlink trotz der Nutzung von Netzwerkkabeln ein analoges System. Es gibt passende Cinch-Adapter hierzu: https://almando.com/.../rj45-rca-cable.html
Ob und wie gut das funktioniert? Ohne Gewähr. Besser wäre eventuell die Verwendung von TOSLINK bis in die Beolab hinein gewesen.


Oder geht man lieber per WLAN an die Lautsprecher? (Qualitätsverlust?) Könnte der Vorverstärker das?

B&O verwendet nach meinem Kenntnisstand den WISA-Standard (http://www.wisaassociation.org/) Die Liste der unterstützenden Geräte ist aber sehr kurz - einen Vorverstärker, der das direkt unterstützt, wirst du außerhalb B&O wohl nicht finden. Du könntest aber einen Klipsch RP-HUB1 an jeden beliebigen Vorverstärker anschließen. Wie das mit der Lautstärkeregelung geht, weiß ich nicht, aber die sollte dann besser an den Beolabs erfolgen. Davon abgesehen würde ich bei stabilem WLAN keinen Qualitätsverlust erwarten.


Der Mensch aus dem Hifi-Shop meinte zumindest, dass ein surround-setup mit Passiv- und Aktiv-LS nicht möglich sei..

Das ist Unsinn. Inwiefern sich so eine Mischlösung mit hohem Klanganspruch vereinbaren lässt, ist schon eher ein Thema.


5. Gibt es allgemein wichtige sonstige Punkte, auf die ich bei meiner Recherche achten/bei den Überlegungen berücksichtigen sollte? (Ich bin gerade noch am Reinfummeln ins Thema.)

Ja, du solltest wissen, dass eine korrekt funktionierende Vorstufe, wenn man keine speziellen zuschaltbaren Klangveränderer hinzunimmt, praktisch keinen Einfluss auf den Klang hat. Wenn du also das hohe Budget in der Hoffnung auf bestmöglichen Klang angesetzt hast, ist das Geldverschwendung. Du kannst mindestens ebenbürtige Ergebnisse zu viel geringeren Kosten erreichen, und beim selben Budget mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar deutlich bessere klangliche Ergebnisse (durch die Nutzung von Raumkorrektursystemen insbesondere).


[Beitrag von Dadof3 am 05. Apr 2018, 18:12 bearbeitet]
sonny3885
Neuling
#3 erstellt: 22. Okt 2018, 17:27
Hallo Dadof3!

Erst einmal vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. Ich komme leider erst jetzt wieder dazu, mich dem Thema in dem Umfang, den es verdient, zu widmen:

Zunächst ein Update: Zwischenzeitlich habe ich mir den schon angesprochenen Wlan Lautsprecher zugelegt - zu dem Setup ist noch ein Beosound 1 hinzugekommen. Den möchte ich gerne per Multiroom einbinden - idealerweise ist es also möglich, die Musik, die über die Beolab 18 läuft, gleichzeitig darauf zu hören (oder parallel etwas anderes).


Dadof3 (Beitrag #2) schrieb:
Warum genau? Dass du dafür auch deinen vorhandenen Denon PMA-710AE verwenden kannst, weißt du?


Der Denon hat halt keine HDMI Anschlüsse und das Telekom Gerät für den Sound nur digitale Ausgänge. Da müsste man ggf. mit einem Switch arbeiten.


Dadof3 (Beitrag #2) schrieb:
Nach meinem Verständnis ist das B&O Powerlink trotz der Nutzung von Netzwerkkabeln ein analoges System. Es gibt passende Cinch-Adapter hierzu: https://almando.com/.../rj45-rca-cable.html
Ob und wie gut das funktioniert? Ohne Gewähr. Besser wäre eventuell die Verwendung von TOSLINK bis in die Beolab hinein gewesen.


Vielen Dank für den Tipp, die hatte ich direkt nach deinem Post gleich mal bestellt. Damit die Boxen von dem Signal angehen, muss man aber bei dem jeweiligen Lautsprecher wieder von RJ45 auf Cinch gehen, sonst werden die nicht aktiviert. Die bessere Lösung ist dann wohl WLAN?


Dadof3 (Beitrag #2) schrieb:
B&O verwendet nach meinem Kenntnisstand den WISA-Standard (http://www.wisaassociation.org/) Die Liste der unterstützenden Geräte ist aber sehr kurz - einen Vorverstärker, der das direkt unterstützt, wirst du außerhalb B&O wohl nicht finden. Du könntest aber einen Klipsch RP-HUB1 an jeden beliebigen Vorverstärker anschließen. Wie das mit der Lautstärkeregelung geht, weiß ich nicht, aber die sollte dann besser an den Beolabs erfolgen. Davon abgesehen würde ich bei stabilem WLAN keinen Qualitätsverlust erwarten.


Das mit dem WISA stimmt. Der Klipsch scheint mir ein gutes Gerät zu sein, da er (anders als das B&O Core Gerät) auch HDMI Eingänge hat. Die Beolabs haben allerdings selbst keine Lautstärkeregelung - das könnte bei der Playstation ein Problem werden, da ich bei der nicht den Sound regulieren kann. Der Klipsch selbst kann das nicht? (Informationen darüber scheinen recht schwer zu finden.) Könnte der Klipsch den Beosound 1 anspielen, per Multiroom? Der NAD könnte die Lautsprecher, da kein WISA, ja ohnehin nicht per Wlan ansprechen, richtig?


Dadof3 (Beitrag #2) schrieb:
Ja, du solltest wissen, dass eine korrekt funktionierende Vorstufe, wenn man keine speziellen zuschaltbaren Klangveränderer hinzunimmt, praktisch keinen Einfluss auf den Klang hat. Wenn du also das hohe Budget in der Hoffnung auf bestmöglichen Klang angesetzt hast, ist das Geldverschwendung. Du kannst mindestens ebenbürtige Ergebnisse zu viel geringeren Kosten erreichen, und beim selben Budget mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sogar deutlich bessere klangliche Ergebnisse (durch die Nutzung von Raumkorrektursystemen insbesondere).


Ok, verstanden - genau das war das Ziel, also noch ein "paar Prozent" rauszukitzeln. Wenn das mit dem NAD nicht geht, macht das wahrscheinlich wirklich keinen Sinn. (Allerdings meinte der Mensch im Hifi-Geschäft, dass das schon einen Unterschied machen würde - wollte er nur verkaufen?) Also lieber ein Raumkorrektursystem zulegen? Was wäre da für ein Gerät sinnvoll?
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