Besserer Sound für TV & Musik: Derzeit Elac FS 247+ Onkyo TX-8250

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Evianx
Neuling
#1 erstellt: 13. Dez 2019, 19:39
Hallo,
ich würde gerne die Audioqualität im Wohnzimmer verbessern. Da die derzeitige Kombination nicht das "Wahre" ist.
Das gleiche Material hört sich bei mir im Homeoffice besser an (am Beyerdynamic T5p A&K + Teac UD-H01 DAC).

Derzeit ist am Fernseher über optischen Anschluss ein Onkyo TX-8250 Stereo Receiver und zwei Elac FS 247.3 Lautsprecher angeschlossen
Die Anlage wird zu ca. 60% für überwiegend klassische Musik und 40% für Filme und Serien genutzt.

Das Problem ist, dass Stimmen bei Serien teilweise nicht gut zu verstehen sind und auch bei Musik im mittleren bis hohen Frequenzbereich Auflösung zu fehlen scheint. (Lautsprecher sind korrekt verkabelt und richtig gepolt). Der Receiver steht übrigens hochkant, da wenn er unter dem Fernseher steht, er anfängt zu Brummen (auf 200hz und ~130hz). Verantwortlich waren scheinbar die nach unten gerichteten Lautsprecher des LG C8 Fernseher.

schemaIMG_20191213_150839IMG_20191213_134305


Potentielle Möglichkeiten die ich mir überlegt habe:

1. Receiver gegen besseres Stereo-Modell austauschen (+Musik und Stimmen?)

2. Receiver gegen AV-Modell austauschen
Ein AV-Receiver kommt vielleicht besser mit Stimmen klar und ein gutes Gerät schlägt auch den TX-8250 bei der Musikwiedergabe?

3. Receiver gegen höherwertiges AV-Modell austauschen und zusätzlich einen Center im Regal platzieren
Besser als 2., aber für den kleinen Raum vielleicht übertrieben und auch nicht zielführend für bessere Musikqualität?

4. Sich mit der Hardware zufrieden geben, da Upgrades ggf nur minimale Veränderung bringen? Ggf. das Setup verändern?
Ich weiß nicht wirklich wie viel Luft nach oben bei anderen Geräten ist. Ich würde auch gerne weiterhin über Chromecast streamen. In Frage kommen also ein Receiver/Verstärker welcher dieses schon eingebaut hat oder eben Verstärker und Streamer separat, die sich dann besser als der TX-8250 schlagen sollen.

-Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
Ca. 600€ - max. 1500€

-Wie groß ist der Raum?
25m²

-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden?
Eigentlich nur neben dem TV. Denke nicht, dass 5.1 bezüglich der Anforderungen vorteile bringt?

-Steht ein Subwoofer zur Verfügung?
Nein

-Wie laut soll es werden?
Wenig bis mittel-laut am TX-8250 gehe ich selten über 56. Vielleicht liegen die Musikprobleme auch an der fehlenden Loudness?


[Beitrag von Evianx am 13. Dez 2019, 20:48 bearbeitet]
Dminor
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2019, 20:22
Abseits des Umstandes, dass ich der Kombi Elac/Onkyo vor reichlich einem Jahr glücklicherweise selbst abgeschworen habe (aber das tut hier nichts zur Sache), aber den Receiver da als Koffer neben den rechten LS zu stellen, kann nicht dein Ernst sein.

LS dürften gerade für klassische Musik nicht verkehrt sein, also weg mit dem Receiver und einen mit vernünftiger Einmessfunktion und gutem Tonmanagement daher, egal ob AVR oder rein Stereo inkl. Netzwerkfunktionen. Idealerweise dann wieder da rein, wo das Teil hingehört.
mcxer
Stammgast
#3 erstellt: 13. Dez 2019, 20:40
Soll jetzt der Onkyo wirklich so mies sein, das es hier Defizite im Mittelton Bereich gibt - kann ich mir kaum vorstellen!

Laudness hebt die tiefen Töne an - wer´s mag oder braucht.
Durch Loudness werden die Mitten noch weiter zurück gedrängt.

5.1 löst das "Problem" nicht.

Ich tippe mal darauf, das eher mal sehr viel mit dem verdammt guten Kopfhörer gehört wurde, klar das die Elac danach nicht ganz so glänzen können.

Ja, mann kann auch mit Equalizier und Einmessung etc. anfangen, aber den Kopfhörer Klang wird man damit nicht herbei zaubern können.
mfg
Roland
Prim2357
Inventar
#4 erstellt: 13. Dez 2019, 21:01
Mit AVRs kann man in der Regel die Dialogverständlichkeit verbessern, je nach Gerät mit verschiedenen Einstellungen am Gerät.
Das Thema ist nicht unbekannt...
Jazzy
Inventar
#5 erstellt: 13. Dez 2019, 21:27
Der Raum hat ja auch eine miese Akustik,da wäre ein großer Denon AVR mit Audyssey XT32 nicht verkehrt,
Evianx
Neuling
#6 erstellt: 13. Dez 2019, 21:49

Dminor (Beitrag #2) schrieb:
aber den Receiver da als Koffer neben den rechten LS zu stellen, kann nicht dein Ernst sein.
Das war die beste Möglichkeit das Teil überhaupt zu betreiben. Alternativ kann man ihn nur flach links oder rechts von den Lautsprechern hinstellen, was noch dämlicher aussieht.

War auch nicht einfach die Magnetfelder der Fernsehlautsprecher als Störquelle ausfindig zu machen. Ich hatte erst die Steckdosen hinter dem Receiver in Verdacht oder ein Haushaltsgerät, dass das brummen induziert. Aber es kam tatsächlich aus dem Receiver selbst und nur, wenn er unter dem Fernseher stand. Je weiter weg er geschoben wurde, desto leiser wurde das brummen (das an sich nicht sooo laut war, aber eben wahrnehmbar).
Ich hatte sogar mehrere Stahlplatten bestellt um das abzuschirmen, was aber nicht funktioniert hat.
Ist bei permanent Magnetfeldern schwierig, da die Felder nur umgelenkt werden und der Receiver hinten wegen der Kabel keine Stahlplatte aufgesetzt bekommen kann und unter dem Fernseher die Platten nur bis zur Wand kommen.


Ich tippe mal darauf, das eher mal sehr viel mit dem verdammt guten Kopfhörer gehört wurde, klar das die Elac danach nicht ganz so glänzen können.
Ja, mann kann auch mit Equalizier und Einmessung etc. anfangen, aber den Kopfhörer Klang wird man damit nicht herbei zaubern können.

Hatte das befürchtet und das man ein paar tausend Euro hinlegen muss um den Klang der Kopfhörer auch in groß zu habe.
Ich denke ich werde es mit einem AV-Verstärker versuchen.
Wird vielleicht Onkyo RZ740 oder NR686. Oder ein Denon wie empfohlen. Gehe eben kurz in den Saturn bei mir um die Ecke und frage auch dort nochmal nach.


[Beitrag von Evianx am 13. Dez 2019, 23:09 bearbeitet]
Evianx
Neuling
#7 erstellt: 13. Dez 2019, 23:19
Ok, dort vor Ort gab es nur ein paar Geräte von Yamaha und Denon die jedoch kein Chromecast hatten. Hätte fast den Denon AVR-X2600H mitgenommen (zum Amazonpreis von 479€ anstatt der ausgezeichneten 689€), aber dann ist mir das fehlende Chromecast aufgefallen.


[Beitrag von Evianx am 14. Dez 2019, 03:27 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#8 erstellt: 14. Dez 2019, 00:13
https://www.rakuten....a97d367996247e7e07a2

Nur mal als Alternative...



Jazzy (Beitrag #5) schrieb:
Der Raum hat ja auch eine miese Akustik,da wäre ein großer Denon AVR mit Audyssey XT32 nicht verkehrt,

Was macht hier in diesem Fall XT 32 besser?
Dminor
Inventar
#9 erstellt: 14. Dez 2019, 09:46

Evianx (Beitrag #7) schrieb:
Ok, dort vor Ort gab es nur ein paar Geräte von Yamaha und Denon die jedoch kein Chromecast hatten. Hätte fast den Denon AVR-X2600H mitgenommen (zum Amazonpreis von 479€ anstatt der ausgezeichneten 689€), aber dann ist mir das fehlende Chromecast aufgefallen.



Das Gute ist ja, dass dein Budget so einiges zulässt. Da wird man sicher ein Gerät finden, welches das integriert hat. Der Yamaha Stereo-Netzwerker R-N803D könnte auch eine Option sein. Sehr gelungenes Gerät.
Zarak
Inventar
#10 erstellt: 14. Dez 2019, 15:45

Evianx (Beitrag #1) schrieb:
....

-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden?
Eigentlich nur neben dem TV.
...
Vielleicht liegen die Musikprobleme auch an der fehlenden Loudness?


Hallo.

Ich würde ganz klar damit beginnen, bei der Aufstellung die Ursache zu suchen.

Selbst wenn du die LS später nicht so stellen kannst / willst, würde ich umfangreich mit veränderter Aufstellung + Hörplatz experimentieren, um erst mal raus zu finden, ob es eine gut klingende Variante in dem Hörraum gibt und die viel. sogar kostenlos.

Wenn das gelingt, kann man sich dann ja überlegen, wie man das umsetzt - über räumliche Umgestaltung oder elektronische Unterstützung.

Loudness betont primär den Bass stärker, ein Problem, mit dem du vermutlich eh schon kämpfst (LS + Hörplatz wandnah) und welches durchaus als Ursache (für mangelnde Sprachverständlichkeit) in Frage kommt.

Gruß
Evianx
Neuling
#11 erstellt: 15. Dez 2019, 05:30
Danke for die guten Vorschläge.
Ich denke das die Verständlichkeit der Dialoge wohl dadurch begrenzt wird, dass der Stereoreceiver den Filmmix an die Lautsprecher weiterreicht, ohne groß was damit zu machen. In Kombination mit den vielen Audiospuren im Film führt das dann dazu, dass die Dialoge einfach untergehen oder zumindest nicht besonders hervorgehoben werden können.
Wenn ich nämlich einfach nur Radio höre, ist die Verständlichkeit der Nachrichtensprecher erste Sahne.

Um das zu beheben habe ich nun einen Onkyo-Rz740 bestellt. Der sollte mit den vielen Spuren des Quellmaterials besser klarkommen und zudem auch noch alle Sachen bezüglich Musikwiedergabe (pure mode etc. ) können, die auch der Onkyo-Tx-8250 drauf hat.
Daneben besteht zumindest die Chance, dass sich durch Raumeinmessung auch der Musikklang verbessert.

Als letztes habe ich noch einen gebrauchten Elac CC 241.3 Center Lautsprecher geholt. Wenn man die Dialoge dann mit Center und AV reciver immer noch nicht versteht, dann weiß ich auch nicht. Viel an der Aufstellung und am Hörplatz kann ich leider nicht drehen.

Der Center steht jetzt unter dem TV was eher mäßig aussieht. Werde da wohl noch einen länglichen Holzquader links und rechts vom Center platzieren, damit der Fernseher nicht so überhängt.
IMG_20191214_223024
Zarak
Inventar
#12 erstellt: 15. Dez 2019, 12:52
Ursachen sind viele möglich, ich würde trotzdem zunächst die kostenlosen Sachen testen, bevor das in einer teuren Materialschlacht ausartet.
Ich vermute nach wie vor, daß die (vermutlich unsaubere) Tieftonwiedergabe bei deiner Aufstellung zumind. Teil des Problems ist.


Evianx (Beitrag #11) schrieb:
...
Wenn ich nämlich einfach nur Radio höre, ist die Verständlichkeit der Nachrichtensprecher erste Sahne.
...


Das spräche dafür, daß es etwas mit dem Bass zu tun hat, da bei einer Nachrichtensendung kaum Tiefton wiedergegeben wird und folglich auch keine Probleme entstehen können.



Evianx (Beitrag #11) schrieb:
...
...
Daneben besteht zumindest die Chance, dass sich durch Raumeinmessung auch der Musikklang verbessert.
...


Das denke ich schon, allerdings würde ich in deinem Fall dann ein System wählen, welches in der Basskorrektur gute Arbeit leistet.
Ich weiß nicht, ob der Onkyo das beherrscht... ?

Gruß


[Beitrag von Zarak am 15. Dez 2019, 20:51 bearbeitet]
Boron33
Stammgast
#13 erstellt: 15. Dez 2019, 14:32
Hallo,
den Fernseher auf den Center stellen … das kann jetzt doch nicht dein Ernst sein (der schöne Klavierlack! ).
Aber im Ernst: wie wäre es denn, wenn du anstatt mit irgendwelchen Holzteilen was zu basteln den Fernseher einfach mit einer Wandhalterung an die Wand montierst. Dann hättest du neben dem Center wahrscheinlich auch ausreichend Platz, um den AVR ordentlich auf dem Board aufzustellen. So aufrecht sieht es m.E. nicht nur unwürdig aus, sondern dafür ist so ein Gerät auch einfach nicht konstruiert - d.h. wenn er dann irgendwann vorzeitig abraucht darfst du dich wirklich nicht beschweren.
Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern eigentlich nur anschließen: ich würde erstmal mit der Aufstellung rumprobieren. Ich betreibe eine von den Boxen her identische 3.0 Konfiguration und m.E. mag man über die Elacs einiges sagen, aber mangelnde Auflösung in den Mitten und insbes. im Hochton gehört bestimmt nicht zu ihren Schwächen. Und auch die Stimmverständlichkeit finde ich gut (war sie eigentlich schon, als ich die 247.3 noch im Stereobetrieb hatte, aber da ich mit 3m ein relativ breites Stereodreieck betreibe ist insbes. die Stimmenortbarkeit durch den Center schon nochmal besser). Insofern glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass es an den Boxen oder dem Verstärker/AVR liegt.
Viele Grüße
Bernhard
imLaserBann
Stammgast
#14 erstellt: 15. Dez 2019, 18:56
Was für ein Signal gibt der TV denn über den optischen Ausgang aus, ist das wirklich ein Mehrkanalsignal oder nur Stereo? Ich konnte z.B. auch nicht finden, ob die verschiedenen Klangmodi des TVs auch auf diesen Ausgang wirken.
Jazzy
Inventar
#15 erstellt: 15. Dez 2019, 20:18
Wenn du einen Center hast,kannst du ja den Pegel da einstellen,dann sollte man auch was hören
Jazzy
Inventar
#16 erstellt: 15. Dez 2019, 20:39
Wenn aus dem Toslink Stereo kommt,nimmt man einen Surroundupmixer, ich nehme bei TV Neo6music. Das kann man noch feineinstellen.
Ingo_H.
Inventar
#17 erstellt: 18. Dez 2019, 01:54
Wenn der TV auf dem Center steht und der Center, wie es aussieht, direkt an der Wand steht, wundert es mich nicht, dass das bescheiden klingt...
Tywin
Inventar
#18 erstellt: 18. Dez 2019, 11:11
Hallo,

wenn die Ursachen für schlechten Klang klar sind, dann versucht man womöglich auch nicht mehr an Stellschrauben zu drehen die an den Ursachen und Wirkungen nichts ändern können.

Der Raum hat wegen nur weniger absorbierender und zerstreuender Elemente einen hohen Nachhall, was zu schlechter Sprachverständlichkeit und allgemein zu schlechtem Klang führen muss.

Lautsprecher und Hörplatz sind zudem zu nahe an Wänden positioniert, was zu schnellen starken - für guten Klang schädlichen - Schallreflexionen und Aufdickungen im Tiefton führt. Der aufgedickte Tiefton wird höhere Tonlagen überlagern was zu einem mulmigen Klang führt dem es an Details in den oberen Tonlagen fehlt.

Wenn es wirklich um eine Klangverbesserung gehen sollte, dann wäre womöglich ein dicker Teppich zwischen Boxen und Hörplatz hilfreich, Dazu noch Boxen und Sofa "so weit wie möglich" von den Wänden abrücken und auf diese Weise auch gleich die Hörentfernung verkürzen.

Das ist aber nur ein kleiner Teil dessen was zu tun wäre um die Raumakustik brauchbar/erträglich zu gestalten. (Ich denke gerade an große dicke Matratzen hinter Boxen und Hörplatz und an der Decke ) Dieser wichtige Aspekt wird offenbar bei der Gestaltung von Wohnräumen von allen Beteiligten (Bauherren, Ingenieure, Architekten und Bewohnern) vollkommen ausgeblendet.

Zudem wird ein Receiver mit dem XT32 "bei richtiger Nutzung mit den richtigen Einstellungen" zumindest die Problematik von zu viel tiefen Tönen beseitigen.

Wenn man an den akustischen Rahmenbedingungen nichts verbessern will, dann muss man mit dem derzeitigen Ergebnis leben. Kopfhörer sind dann eine Möglichkeit um trotzdem brauchbaren Ton bei der Mediennutzung zu bekommen.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 18. Dez 2019, 20:21 bearbeitet]
imLaserBann
Stammgast
#19 erstellt: 18. Dez 2019, 12:07

Wenn aus dem Toslink Stereo kommt,nimmt man einen Surroundupmixer,


Das war mein erster Gedanke, dass, wenn als Lautsprecher nur ein Stereopaar angeschlossen ist, es dann wenig verwunderlich ist,wenn die Dialoge schlecht zu verstehen sind. Aber offenbar handelte es sich ja um einen Stereo-Receiver, der wohl keinen Surroundupmixer bieten dürfte.



Evianx (Beitrag #11) schrieb:
...
Wenn ich nämlich einfach nur Radio höre, ist die Verständlichkeit der Nachrichtensprecher erste Sahne.
...


Das spräche dafür, daß es etwas mit dem Bass zu tun hat, da bei einer Nachrichtensendung kaum Tiefton wiedergegeben wird und folglich auch keine Probleme entstehen können.


Das mag richtig sein. Wenn allerdings Radio über den Receiver gehört wird, kann es auch weiterhin einfach eine Einstellungssache gewesen sein.

Vielleicht erfahren wir ja noch, was der Rz740 mit seinem "DSP gesteuerten Vocal Enhancer" zur Lösung beizutragen vermag; evtl. kann dann zu Gunsten der Optik etc. doch wieder auf den Center verzichtet werden.
Jazzy
Inventar
#20 erstellt: 18. Dez 2019, 19:42
ImLaserBann:

Aber offenbar handelte es sich ja um einen Stereo-Receiver

Deswegen schlug ich einen XT32-AVR vor.Raumakustik kann damit etwas "verbessert" werden und ich kann den Center gut manipulieren.
Wuhduh
Inventar
#21 erstellt: 18. Dez 2019, 23:44
Nabend !

Der Versuch mit den Stahlplatten machte schon deshalb keinen Sinn, weil diese magnetisiert werden können ( und wurden ) und nur abschirmend wirken können, wenn sie an Masse verdrahtet werden. Deswegen nimmt man auch Weißblech, Kupfer, Aluminium oder MU-Metall als Material, jeweils an Masse.

Der Reciever wird keine thermischen Probleme bekommen. Nur 2 Endstufen und normale Ventilation.

Der TV ist eine seltsame Sache mit den nicht abgeschirmten Einbau-LS. Insbesonders für das viele Geld erwarte ich keine Probleme in einer Multimedia-Landschaft. Ich würde den LG-Endkundensupport kontaktieren. Nicht die un- bis halbgebildeten Händler wie genannt.

Problem und Versuche exakt schildern und sich nicht von blöden Sprüchen " ... davon höre ich das erste Mal ... kenne ich so gar nicht ... " vom Leitgedanken abbringen lassen. Viel Kohle für eine Fehlkonstruktion ?

Der nächste Reciever / Verstärker könnte das gleiche Problem zeigen. Stichwort: Einstrahlfestigkeit.

Ja, Raum ist zu hallig mangels Diffusor-Elemente wie Stoffe oder ästhetischer Absorberelemente. " Spanische Wände " hinter der Lümmel-Landschaft zwecks Schallbrechung könnten schon was bringen.

MfG,
Erik
Evianx
Neuling
#22 erstellt: 20. Dez 2019, 16:06


Der Versuch mit den Stahlplatten machte schon deshalb keinen Sinn, weil diese magnetisiert werden können ( und wurden ) und nur abschirmend wirken können, wenn sie an Masse verdrahtet werden. Deswegen nimmt man auch Weißblech, Kupfer, Aluminium oder MU-Metall als Material, jeweils an Masse.

Die Platten waren mit 12mm schon dicke Brocken, aber du hast natürlich recht. Mu-Metall wäre wohl besser gewesen. Mit meinem Halbwissen und ohne Masseanschluss hätte das wohl aber auch nicht so viel gebracht.



Vielleicht erfahren wir ja noch, was der Rz740 mit seinem "DSP gesteuerten Vocal Enhancer" zur Lösung beizutragen vermag; evtl. kann dann zu Gunsten der Optik etc. doch wieder auf den Center verzichtet werden.

Ja, hat er. Selbst ohne Center wird der Surround-Mix mit dem RZ740 deutlich "besser" bzw. "klarer" wiedergegeben. Alleine dieser Wechsel auf ein Gerät, dass den Filmmix "aktiv" verarbeitet, hat wohl am meisten gebracht.
Mit dem Center in 3.0 Konfiguration ist es dann nochmals leicht besser geworden.
Dazu dann noch der "Vocal Enhancer" den ich in den meisten Filmen auf 2-3 von 5 stehen habe und das meiste nun gut verstehen lässt. Wenn man auf 4-5 stellt versteht man selbst die schlechtesten Passagen, greift mir aber zu sehr in den Mix ein.

Zur Einmessung kann ich nicht wirklich was sagen, weil der RZ740 schon beim Setup mit Mic eingemessen wurde und ich bisher nicht die Zeit gefunden habe ohne das System zu hören.

Auf die schnelle habe ich mit der REW Software und (unkalibrierten) Samson G-Track Mic eben noch eine Messung an der Hörposition gemacht.
Hier gibt es auf 45 und 52.5Hz ziemliche Basspeaks. Daneben noch bei 80 und 87, sowie 116 und 158Hz.
Bei 100Hz ist eine Art Loch.

Deckt sich ungefähr mit den Vorhersagen der Software zum Raum.

Meint ihr die folgenden Maßnahmen können was bringen? Wenn ja, welche bringen den größten Effekt? Ansonsten würde ich ggf. alle Umsetzen.

1. Den Hohlraum im weißen Blumentopf neben dem Sofa (aus 3mm Plastik) der nur zu 1/3 Pflanztopf ist, mit Steinwolle füllen.
2. Zusätzliche Bassfalle in die Ecke zur Pflanze stellen. (https://addictivesound.eu/bassfalle-dreieckige-premium-1m/ )
3. Den Hohlraum im TV-Schrank unter dem Fernseher mit Steinwolle füllen (Füllvolumen wäre 110x18x40cm) und nur die Forderseite abdecken (mit zwei Marmorfliesen. Von ihrer Position können die imho nicht groß reflektieren)
4. Zwei bis drei Schallabsorber (denke die sind mit Steinwolle gefüllt) an die Wand hinter das Sofa hängen (https://addictivesound.eu/raumakustik/schallabsorber/schallabsorber-standard-100x50x11-cm/)

Anbei die Ergebnisse von der Software:
Wie sind die zu interpretieren im Vergleich zu wie es sein sollte? Was ist denn "gut"?
Gegebenfalls ist der Noise floor nicht korrekt eingestellt. Mein Smartphone sagt eher 30db anstatt 40db. Dann ziehen sich die Kurven bei 45 und 52.5Hz bis 800ms und der Rest hört etwa bei 600ms auf.
RoomSpectro201219Spl201219Waterfall201219


[Beitrag von Evianx am 20. Dez 2019, 16:47 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#23 erstellt: 20. Dez 2019, 19:24
Stell doch mal die Glättung unter Graph auf 1/24 bitte. Dann links und rechts getrennt anzeigen.

Zeig mal die Nachhallmessung, und die Impulsmessung bitte.
Evianx
Neuling
#24 erstellt: 21. Dez 2019, 16:33
Wegen Datenverlust habe ich nochmal ordentlicher gemessen. Zumindest im Vergleich zu gestern wo ich die Software gerade erst installiert hatte. Die Sitzposition im Raum ist eine der typischen, aber leicht versetzt.

SPL: Links und Rechts, Stereo, Nachhall Stereo (alle auf 1/24 geglättet) Spektrogramm: Links, Rechts, Stereo
L und RLR StereomessungStereoimpulsStereonachhall1_24LinksRechtsStereo


[Beitrag von Evianx am 21. Dez 2019, 17:18 bearbeitet]
Prim2357
Inventar
#25 erstellt: 21. Dez 2019, 18:30
Hallo,

bei der Impulse Messung links auf -80 begrenzen und unten reicht es bzw. wird übersichtlicher wenn man auf 100ms begrenzt.
Eine RT 60 Messung noch?

Grundsätzlich würde ich die Lautsprecher entweder anders positionieren, oder wenn nicht möglich einen Subwoofer zu Rate ziehen.
Manche Musik ist vermutlich recht dünn, Andere wieder "normal" nehme ich an....

Gruß
Evianx
Neuling
#26 erstellt: 22. Dez 2019, 20:57
Rt60 StereoStereoimpuls


Manche Musik ist vermutlich recht dünn, Andere wieder "normal" nehme ich an.
Woran kann man das ablesen?
Danke für die Tips.
Kann höchstens das Stereodreieck um einen Meter weiter machen, das war es auch schon.
Hatte eigentlich gehofft, dass die Lautsprecher mächtig genug sind, so dass es keinen Subwoofer braucht.


Denkt ihr, dass eine hier genannten Maßnahmen was bringt?:

1. Den Hohlraum im weißen Blumentopf neben dem Sofa (aus 3mm Plastik) der nur zu 1/3 Pflanztopf ist, mit Steinwolle füllen.
2. Zusätzliche Bassfalle in die Ecke zur Pflanze stellen. (https://addictivesound.eu/bassfalle-dreieckige-premium-1m/ )
3. Den Hohlraum im TV-Schrank unter dem Fernseher mit Steinwolle füllen (Füllvolumen wäre 110x18x40cm) und nur die Forderseite abdecken (mit zwei Marmorfliesen. Von ihrer Position können die imho nicht groß reflektieren)
4. Zwei bis drei Schallabsorber (denke die sind mit Steinwolle gefüllt) an die Wand hinter das Sofa hängen (https://addictivesound.eu/raumakustik/schallabsorber/schallabsorber-standard-100x50x11-cm/)
Prim2357
Inventar
#27 erstellt: 22. Dez 2019, 21:31
Woran kann man das ablesen...
nun, ist dem überhaupt so? Denn Messungen sind geduldig, überhaupt wenn man mit unkalibrierten Mikros misst, sollte man schon vergleichen ob das Gemessene mit dem Gehörten in etwa übereinstimmt. Deshalb bitte eine Auskunft dazu.
Was sagt zusätzlich zur Musik ein abgespielter Bass Sweep wenn du auf dem Hörplatz sitzt, in der Lautstärke unterschiedliche Phasen? Eine längere ruhige Phase zwischen 50 und 100Hz?
Wenn dem so ist hilft dann nur eine krasse Umstellung der Lautsprecher, oder eben ein Subwoofer wie angesprochen.
Aber auch diesen kann man nicht einfach irgendwo abstellen.

Zum Stereodreieck, dies erscheint mir sowieso zu schmal in der Basisbreite, oder?
Also mal umstellen, hören und wieder messen...

Der Nachhall ist zu hoch für meinen Geschmack, hinter dem Sofa/Kopf sollte man mit mindestens 10-12cm Basotect recht großflächig absorbieren,
auch die Decke bezüglich Deckensegel wäre sicher eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung.
Akustikvorhänge sind wiederum ein recht großer Eingriff in das optische Gesamtbild, keine Ahnung ob das zur Debatte stehen könnte.

Zu deinen geplanten Maßnahmen.
Eine Bassfalle besteht in der Regel aus m³ von Steinwolle, mit ein bisschen Basotect kommt man hier nicht wirklich weiter.
Allerdings helfen diese Pseudo Bassfallen auch für den Nachhall/Reflektionen in anderen, höheren Frequenzbereichen.
Viel hilft viel. Viel Kleinvieh macht auch Mist.
Aber nicht denken das man 2 Absorber aufhängt und alles wäre paletti, dem ist leider nicht so.

Bei der Impulse Messung sollten alle Spitzen außer die 0 Spitze unter -20db liegen, wird man in einem Wohnraum nicht schaffen, aber bei dir sieht man da halt noch relativ viel Energie,
das sollte richtig laut gehört stressig klingen.
Ist dem so?

VG
Evianx
Neuling
#28 erstellt: 02. Jan 2020, 05:11
IMG_20200102_145012

Habe über die Feiertage das Stereodreieck um ca. 1m erweitert und zusätzlich die Wand hinter dem Sofa mit Absorbern (Ecophon Master B) behangen. Diese haben in etwa Absorptionswerte wie 7cm Basotect. Schlussendlich wurden dann noch Socken in die Bassöfnung der Lautsprecher gestopft (Elac verkauft eine ähnliche Lösung mit Gummistopfen als "Bass control").

Bisherige Einschätzung der Ergebnisse:
Maßnahme - Kosten - Wahrgenommener Effekt (kein/leicht/mittel/stark)

Center Lautsprecher gekauft - 380€ - leichte Verbesserung der Bühne und Stimmen

Reciver ausgetauscht - 630€ (350€ nach Abzug des Erlös des Altgerätes) - mittel: Vocal enhancer ist effektiv, bessere Verarbeitung des Surroundmixes auch. Einmessung zumindest nicht nachteilig.

Stereo-Dreieck erweitert - 15€ für längeres Kabel - leicht bis mittel: Breitere Bühne und weniger dumpfe Effekte.

Socken in Bassöfnung - 8€ - leicht: Definitiv weniger Dumpfheit in den unteren Frequenzen, dafür minimale Beeinträchtigung des Gesamtbildes. Ein Tausch der akzeptabel ist.

6.5m2 Schallabsorber an der Rückwand - 170€ (+280€ für weitere 12m2 die erstmal übrig sind) - mittel bis stark: Reduzierung der Nachhallzeit und Reduzierung von schwer definierbaren "dumpfen" Störungen.

Werde die Tage nochmal Messen, aber vor allem die Absorber haben das Hören deutlich entspannter gemacht.
IMG_20200101_171829


[Beitrag von Evianx am 02. Jan 2020, 18:25 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#29 erstellt: 02. Jan 2020, 18:56
Gut gemacht!
@Evianx:

Werde die Tage nochmal Messen, aber vor allem die Absorber haben das Hören deutlich entspannter gemacht.

Ja,das habe ich auch vor paar Jahren gemacht,ich habe allerdings noch Diffusoren und Bassabsorber installiert. Ein DSP kann die Nachhallzeit und die early reflections nicht ausbügeln.
Evianx
Neuling
#30 erstellt: 16. Apr 2020, 17:50
Wollte nur ein Update geben. Der Fernseher ist nun mittels einer Granitkonstruktion optisch etwas besser eingebettet.
Das Zeug war in der Ausführung und geringen Menge jedoch abartig teuer und aufwendig zuzuschneiden. Würde ich sicher nicht nochmal machen oder nur dann wenn ich Bekannte im Natursteinhandel hätte.
Fürs nächste mal tut es sicher auch ne Folie in Marmoroptik.

Ansonsten wurde noch für 300€ einen gebrauchter Elac SUB 2030 dazu geholt. Dachte erst die großen Lautsprecher bräuchten keine Unterstützung, aber es macht doch einen großen Unterschied und sowohl Musik als auch Filme haben sich weiter verbessert. Cross-over ist für die Fronts bei 60hz und den Center bei 80hz eingestellt.
Rückblickend waren die Schallabsorber, der neue AV-Receiver und der Subwoofer die drei Maßgebenden Verbesserungen. Alles andere hat zwar auch zu Verbesserungen geführt, jedoch nicht in diesem Umfang.

Selbst meine Freundin hört nun manchmal ihre eigene Musik damit, weil es sich so gut anhört. Hat sie vorher nicht gemacht. Kann Zufall sein oder aber an den klanglichen Verbesserungen liegen.

IMG_20200416_172011
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Ingo_H.
Inventar
#31 erstellt: 16. Apr 2020, 18:08
Den Receiver senkrecht zu stellen und eine unnötige teure Granitkonstruktion anfertigen zu lassen und da den Center mit der Bassreflexöffnung reinzuquetschen anstatt den TV einfach an die Wand zu hängen und den Center darunter zu stellen und bis zur Kante des Lowboards vorzuziehen ist schon eine außergewöhnliche Glanzleistung. Denke Du bist ein heißer Kandidat für die Aufnahme in die "Hifi-Forum Hall of Fame".


[Beitrag von Ingo_H. am 16. Apr 2020, 18:09 bearbeitet]
Evianx
Neuling
#32 erstellt: 16. Apr 2020, 19:12
Der aktuelle Receiver ist 2cm zu fett für die Öffnung im TV Sideboard. Den dort unterzubringen wäre zwar trotzdem zu machen, wenn man die Füße abmontiert oder auf der Rückseite am Schrank einen "Eingang" zum reinschieben rausfräst, aber der Vorgänger Onkyo, der tatsächlich mal darunter stand, hat durch die nach unten gerichteten Lautsprechermagneten des Fernsehers hörbar aus dem AVR-Gehäuse mit 130hz und 200hz gesummt. Dies war auch der Fall wenn der Fernseher nicht an war und nur der AVR Strom hatte. Bin nicht sicher ob er an der Wand schon weit genug weg wäre, damit dieser Effekt nicht wieder auftritt.

Die Bassreflexöffnung vom Center ist kein Problem und durch meine Socken versorgt. Elac verkauft so eine Lösung auch als "Elac Bass-Control".

So sah das gegen Ende 2018 aus, als es gerade neu gekauft war. Stunden später fiel mir dann das Summen auf:
IMG_20181210_160108 (1)


[Beitrag von Evianx am 16. Apr 2020, 19:23 bearbeitet]
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