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Nur noch laut!

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hifi_raptor
Inventar
#1 erstellt: 18. Jan 2008, 07:54
Bevor es an die Arbeit geht ein Hinweis auf einen sehr guten Artikel in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung im Feuilleton Seite 13 " Was nicht knallt, hat keine Chance"

Der Artikel spricht mir und sicher allen Musikfreunden aus dem Herzen.

Somit steht fest. Musikgenuß und HIFI sind untrennbar miteinander verbunden.

Auch allen HIFI-Skeptikern sei dieser Artikel ans Herz gelegt.

Ebenso allen die Musik auch zu Hause als komprimiertes File kaufen und "genießen".

Die Lanze für gute Musikproduktionen und für die klassischen Tonträger wo Musik unkomprimiert "drauf" ist, ist gebrochen.

Wenn jetzt die Musikproduzenten wieder Qualität in den Vordergrund stellen, steigt der Verkauf der Tonträger wieder an.

Einen schönen Arbeitstag - bis heute Abend.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 18. Jan 2008, 09:30
Hallo,
wollte ich auch grade einstellen !
Der Artikel hört sich für mich recht schlüssig an.
Schön fand ich das Zitat von A. Neubronner am Ende : " Die im Vergleich zu früher beinahe unglaubliche Klangqualität, die wir heute anbieten können, wird gar nicht mehr nachgefagt. "

Allerdings lese ich keine Kritik an den Tonträgern ( siehe Zitat ) , sondern eher an der Art wie heute in den Tonstudios vorgegangen wird und wer die Vorgaben macht .
Evtl. hat ja einer von Euch , der mehr Ahnung hat als ich, von Digital bzw. Tontechnik etc. , den Artikel auch gelesen und gibt seinen Kommentar dazu ab !


Schönen Tag wünscht
Shuan
Accuphase_Lover
Inventar
#3 erstellt: 19. Jan 2008, 03:57

Mimi001 schrieb:

Allerdings lese ich keine Kritik an den Tonträgern ( siehe Zitat ) , sondern eher an der Art wie heute in den Tonstudios vorgegangen wird und wer die Vorgaben macht .
Evtl. hat ja einer von Euch , der mehr Ahnung hat als ich, von Digital bzw. Tontechnik etc. , den Artikel auch gelesen und gibt seinen Kommentar dazu ab !


Was ich hiermit gern tue.
Das ganze Loudness War - Problem wird derzeit ja heftigst, gerade auch hier im Forum, diskutiert. Hier z.B. :
http://www.hifi-foru...um_id=51&thread=1070

Leider ist hier ein unseliger Wettkampf um immer neue Loudness-Rekorde in Gang gekommen.

Mir der immer leistungsfähiger werdenden Recording- u. Mastering-Technik, geht leider auch immer mehr Missbrauch derselben einher !
Die Problematik als solche, hat der SZ-Artikel ja bereits genannt.

Man sollte aber Kompression nicht per se verteufeln, denn dass diese eigentlich notwendig ist, da sich realistische Konzertverhältnisse im "stillen Kämmerlein" kaum realisieren lassen, wurde im Artikel ja auch schon angemerkt.

Das wirkliche Problem ist die Aufschaukelung immer höherer Loudness, weshalb das Problem auch Loudness-Race genannt wird. Dabei verstossen die Toningenieure wissentlich (auf Wunsch des Kunden !) gegen eigenes Know-how, nämlich wie man wirklich gute Aufnahmen macht. Aber auch der Toningenieur, gerade auch der im Masterinstudio (!) ist letztendlich ja ein Dienstleister, der gemäss des Wunsches seiner Kunden agiert (agieren muss !), um sein Geld zu verdienen !
So wird also immer mehr etwas gemacht, was weder musikalisch noch technisch zu rechtfertigen ist, wenn man es so übertreibt, wie es in zunehmendem Masse der Fall ist !

Aber, und das ist sehr wichtig, dass man sich das klar macht. Dynamikkompression (oder besser: Programmverdichtung) ist durchaus sinnvoll, gerade beim Recording. Auch das Mastering kann durchaus die Loudness noch erhöhen, ohne dass dabei schlechter Klang herauskommen muss. Nur muss man es musikalisch und technisch vernünftig machen !

Jetzt modernen Masteringtools die Schuld zu geben, wäre absolut falsch, denn diese müssen nur korrekt eingesetzt werden, um den Klang und die Musikalität zu erhalten !
Hier spielt die richtige Parametrisierung eine Rolle. Leider wird diese viel zu häufig so verwendet, dass gemäss des Klientenwunsches (!) ein zunehmend unmusikalischer, dynamikarmer Musikbrei herauskommt.

Viele Aufnahmen der 1970er/80er weisen eine Loudness von um die -20 dBFS RMS auf, was nach heutigen Massstäben schlicht indiskutabel ist. Das heisst jetzt aber nicht, dass eine Erhöhung derselben um einige dB, schlechteren Klang zur Folge haben muss. Zumindest dann nicht, wenn man einen vernünftigen Wert, z.B. - 15 dBFS RMS wählt.
Das Problem besteht nun darin, dass zunehmend Werte von -10 dBFS RMS deutlich überschritten werden, was die Musik immer "matschiger" und lebloser, dafür aber gewaltig laut werden lässt.

Ich wähle beim Mastering immer "Zielwerte" von unter - 10 dB, also z.B. - 14 dB, was gerade ältere Musik lauter und kraftvoller werden lässt, ohne dabei jegliche Dynamik glattzubügeln. Immer vorausgesetzt, man verwendet hochwertige Mastering-Tools.

Letztendlich ist alles was den finalen Klang betrifft Einstellungssache !
Was ich mir aber auch "leisten" kann, da ich ohne Konkurrenzdruck arbeite, mich folglich am Loudness-Race auch nicht beteiligen muss.




Grüsse
NewNaimy
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 19. Jan 2008, 20:01
Interessanter Artikel. Vielen Dank für den Hinweis!
Mitsubishi...=(
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 05. Feb 2008, 14:30
was ist mit "alten tonträgern" gemeint??
cd´s?? die werden ja langsam auch veraltet heute ist ja alles nurnoch digital auf festplatten und so weiter
oder denkt man bei alten tonträgern noch an schallplatten??
ich kann nur zusatimmen das die qualität von mp3 und dergleichen nich die tollste ist, und wenn ich musik vom pc über mein heimkino abspiele, macht das auch wenig freude.
das beste was es gibt find ich die schallplatten, die machen nicht nur einen guten klang (mit ordentlichen komponenten) sondern bereiten mir persönlich auch eine Menge spaß...

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