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Klangverbesserung durch Plattenbügeln?+A -A |
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| Autor |
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Christian_Mueller
Stammgast |
#1
erstellt: 03. Mai 2026, 12:22
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Hallo! Hab gestern Abend wiedermal ein paar Scheiben aufgelegt. Bei genauerem Beobachten des Tonarmes fiel mir auf, dass fast alle Expemplare ein paar, wenn meist auch nur kleine, Wellen hatten. Letztens sah ich ein interessantes Video über eine Bügelmaschine wo man, durch gezielte Wärmeeinwirkung, verwellte Scheiben wieder flach(er) machen kann. Im Verlauf des Videos wird nicht nur von Verbesserungen der Gleichlaufschwankungen gesprochen, sondern auch von einem nach der Wärmebehandlung allgemein weicheren und hörbar verbesserten Klang. Ist dieses Phänomen schon bekannt und lohnt sich eine solche Anschaffung daher auch für die von Haus aus schon flachen Lieblingsscheiben, welche man durch eine solche Aktion somit klanglich ebenfalls aufwerten könnte ...? vG Chris |
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Skaladesign
Inventar |
#2
erstellt: 03. Mai 2026, 12:54
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Ich würde meine Platten nicht bei der Temperatur "plätten". Ich habe mal testweise eine alte Platte in eine Textilbügelmaschine gelegt bei 50 Grad. Die wird danach weich wie Schokolade in der Sonne. Genauso werden auch die Rillen ? Nix für mich. Die richtige Tellerauflage ( Konkav ) und keine Probleme mit welligen Platten. Das Problem bei neuen Plattenspielern ist ja der plane Teller und die gerade Auflage. Da merkt man jeden my . Besonders bei 180 Gramm und dickerem Labelbereich. Müsste aber auch jedem einleuchten. ![]()
Ja ne is klar, was auch sonst. [Beitrag von Skaladesign am 03. Mai 2026, 12:57 bearbeitet] |
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VampireCat
Ist häufiger hier |
#3
erstellt: Gestern, 19:56
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Ich wäre bei dem Thema extrem vorsichtig. Dass man stark verwellte Platten mit kontrollierter Wärmebehandlung wieder flacher bekommen kann, ist sicher kein Hexenwerk. Aber daraus würde ich nicht automatisch ableiten, dass jede Platte danach „besser“ klingt. Wenn eine Platte vorher wirklich so wellig war, dass der Tonabnehmer sichtbar arbeiten musste oder die Nadelgeometrie stark schwankte, kann eine Verbesserung natürlich hörbar sein. Bei einer ohnehin planen oder nur leicht welligen Platte wäre ich mit solchen Experimenten zurückhaltend. Zur Hörbarkeit der Gleichlaufschwankungen: Eine verwellte Platte verursacht streng genommen nicht dasselbe wie ein eiernder Teller oder eine exzentrische Bohrung. Bei einer Höhenschwankung ändert sich vor allem der vertikale Abtastwinkel und die Auflagekraft minimal, außerdem muss der Tonarm der Welle folgen. Daraus können bei stärkeren Wellen durchaus Tonhöhenschwankungen, Unruhe im Klangbild oder Verzerrungen entstehen. Ob man das hört, hängt aber stark vom Ausmaß der Welle, vom Tonarm-/Systemverhalten, von der Nadelnachgiebigkeit, der effektiven Masse und natürlich vom Musikmaterial ab. Am ehesten hört man so etwas bei lang ausgehaltenen Klavier-, Orgel-, Streicher- oder Gitarrentönen. Bei Pop/Rock mit viel Schlagzeug und dichter Mischung kann dieselbe Welle praktisch unauffällig bleiben. Kleine Wellen, bei denen der Tonarm nur langsam etwas „atmet“, sind nach meiner Erfahrung oft eher sichtbar als hörbar. Kritisch wird es, wenn der Arm richtig pumpt, die Nadel im Extremfall entlastet wird oder die Platte im Bereich der Welle hörbar leiert, verzerrt oder unsauber abtastet. Ein Puck oder Plattengewicht kann dabei helfen, aber nur begrenzt. Gegen eine leichte Teller-/Plattenauflage-Wölbung oder eine Schüsselung kann er etwas bringen, sofern die Platte in der Mitte hochsteht und durch das Gewicht besser anliegt. Bei Randwellen hilft ein normaler Puck dagegen meist wenig bis gar nicht, weil er nur in der Mitte wirkt. Dafür bräuchte man eher einen Außenring oder ein Vakuumsystem. Außerdem sollte man beim Puck das Lager des Plattenspielers und die Konstruktion des Tellers im Blick behalten; schwerer ist nicht automatisch besser. Ich würde deshalb unterscheiden: Für stark verwellte, sonst kaum brauchbare Platten kann professionelles Flatten sinnvoll sein. Für wertvolle Lieblingsplatten, die im Grunde plan laufen, würde ich eine Wärmebehandlung nicht als Klangtuning betrachten. Da wäre mir das Risiko zu groß, dass man sich zwar eine optisch flachere, aber klanglich nicht unbedingt bessere Platte einhandelt. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#4
erstellt: Gestern, 20:03
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Zudem könnte man sich auch nach einem LP-"Exponat" in einem besseren Zustand umsehen und somit seine verwellte LP aussondern. Dies gilt natürlich eher für leicht erhältliche, und nicht für sonderlich selten anzutreffende und/oder überteuerte LPs. |
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Yamahaphilist
Stammgast |
#5
erstellt: Gestern, 20:15
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Bei stärkerem Erhitzen ab etwa 60 Grad dürfte es eher zu einem Verlust an Klanginformationen kommen, da Schallplatten aus thermoplastischem Kunststoff (PVC) bestehen und niemand weiß, wie die genaue Zusammensetzung ist. Wird die Platte zu stark erhitzt, werden die Rillen so weich, dass sie ihre Form verlieren. Die feinen Rillenauslenkungen – also die gespeicherten Audiosignale – „zerlaufen“ oder schmelzen. Dies führt zu einem dauerhaften Verlust der Höhen und einem dumpfen Klangbild. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#6
erstellt: Gestern, 20:32
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Oder anders ausgedrückt: Zu einem ...
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B-Bear
Stammgast |
#7
erstellt: Gestern, 20:47
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DerHilt
Inventar |
#8
erstellt: Gestern, 20:56
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Ja, ich glaube auch das taugt nix, denn wenn sich eine Firma mit Schallplatten nicht auskennt, dann ist das ProJect. |
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B-Bear
Stammgast |
#9
erstellt: Gestern, 21:02
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Hast du denn schon ausprobiert? Oder wieder nur heiße Troll-Luft |
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Skaladesign
Inventar |
#10
erstellt: Gestern, 21:03
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B-Bear
Stammgast |
#11
erstellt: Gestern, 21:06
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Das geht aber nur wenn die Platte noch 60° Kerntemperatur hat |
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djsepulnation
Stammgast |
#12
erstellt: Gestern, 22:17
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Genau so wie es genug Leute gibt die dies ebenso nicht tun Aber die bedienen ja auch nur den Markt.Und so ne Massentaugliche Bügelmaschine muss ja angepriesen werden. Und das klangliche Argument zieht bei Vinyl ja bekanntllich immer |
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