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Warum Kabel konfektionieren?

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Mr.Stereo
Inventar
#1 erstellt: 07. Dez 2004, 23:08
Dass man NF-Kabel konfektionieren muss, steht ausser Frage.
Warum aber müssen LS-Kabel mit Steckern versehen werden, die dann wohlmöglich noch angelötet werden?
Ältere oder günstige Verstärker bieten oft nicht die Möglichkeit, Bananas eizustecken oder Kabelschuhe anzuklemmen. Hier werden die Kabel in der Regel leicht verdrillt und pur eingeklemmt.
Was bringen also Bananas, Kabelschuhe, usw.
Jeder Stecker und jede Lötstelle müsste doch eigentlich einen Widerstand darstellen, oder sehe ich das verkehrt.
Das Argument größere Auflagefläche oder besserer Kontakt stimmt ja auch nicht immer. Kabel mit vielen Einzellitzen passen sich an, und mit den meissten Schraubanschlüssen kriegt man die Kabel auch richtig fest.
Ausserdem düfte die Oxidation, in Zeiten von sauerstoffreiem Kupferkabel doch auch kein Thema sein, oder?!
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 07. Dez 2004, 23:36
Ich hab hier eine 8 Jahre alte Demo Kiste mit Stückchen von van den Hul Kabeln da ist nichts von Oxidation zu Sehen. Ich nehme mal an dass das Sauerstofffreie Kabel sind. Das The First ist klar dass das nichts abbekommen hat

MfG Christoph
Passat
Moderator
#3 erstellt: 07. Dez 2004, 23:58
@Mr.Stereo: Das sehe ich genau so.

Bananas oder Kabelschuhe bei Lautsprecherkabeln machen IMHO nur Sinn, wenn man die Kabel häufiger umsteckt. Das geht damit leichter und schneller. Aber wer steckt die schon häufiger um?

Grüsse
Roman
lillith
Stammgast
#4 erstellt: 08. Dez 2004, 00:00

Mr.Stereo schrieb:

Ausserdem düfte die Oxidation, in Zeiten von sauerstoffreiem Kupferkabel doch auch kein Thema sein, oder?!


warum sollte ein sauerstoff-freies kabel nicht oxydieren? lebst du in einer trockenen edelgas-umgebung
Mr.Stereo
Inventar
#5 erstellt: 08. Dez 2004, 00:12
Hi lillith,
wozu haben Kupferkabel eine Sauerstofffreiheit von 99,99999%?
Dient das der Leitfähigkeit, oder schützt es vor Oxidierung?
Wie auch imer, wieviele LS-Kabel hast du in deinem Leben schon gesehen, die oxidiert waren?
Ich nicht viele, und wenn, dann auf Schiffen.
Wie verhält es sich mit "Silberkabel", kann das überhaupt oxidieren?
Viele Grüße
Boris
Genau
Stammgast
#6 erstellt: 08. Dez 2004, 01:01

Mr.Stereo schrieb:
Hi lillith,
wozu haben Kupferkabel eine Sauerstofffreiheit von 99,99999%?
Dient das der Leitfähigkeit, oder schützt es vor Oxidierung?

Das dient der Leitfähigkeit.

Mr.Stereo schrieb:

Wie auch imer, wieviele LS-Kabel hast du in deinem Leben schon gesehen, die oxidiert waren?

Ich hab schon welche gesehen.

Mr.Stereo schrieb:

Ich nicht viele, und wenn, dann auf Schiffen.
Wie verhält es sich mit "Silberkabel", kann das überhaupt oxidieren?
Viele Grüße
Boris

Ja auch Silber kann oxidieren, deshalb sind gute Kontakte ja auch aus Gold, obwohl es eine etwas geringere Leitfähigkeit besitzt als Silber und Kupfer.
Mr.Stereo
Inventar
#7 erstellt: 08. Dez 2004, 01:14
Wie ist es dann mit den Übergangsstellen vom Kabel zum Stecker, wenn hier kein Schrumpfschlauch übergezogen wird, was nicht immer geht, ist das Kabel der Umwelt doch auch ausgesetzt.
Ist die Wahrscheinlichkeit von Klangverlusten durch (noch so teure) Stecker nicht höher, als die der Oxidation?
Und wie sieht's mit Lötzinn aus?
audio-kraut
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 08. Dez 2004, 01:21
Die neue voodoo idee - schuzgas gehuellte anlage!
Friend_of_Infinity
Inventar
#9 erstellt: 08. Dez 2004, 16:24
Hi!

Wenn man ein Kupferkabel "aufmacht", wird man bemerken, dass die Oberfläche unter der Außenhülle bereits leicht oxidiert ist. Das gilt auch für sauerstofffreie Kabel.

Der Sauerstoff, der die Oxidation verursacht, ist ja der aus der Umgebungsluft. Silber läuft ja bekanntlich an, was im Grunde derselbe Effekt ist.

Schrumpfschlauch nützt da wenig, der ist nicht luftdicht...
Das dient IMHO zum einen der Optik, zum anderen zum Schutz der häufig vorhandenen Einzellitzen.

Klar bekomme ich Litze in eine Schraubklemme, aber damit sie richtig mit Druck "sitzt", sollte sie sich gerade nicht verformen! Sie weicht ja sonst der Fixierung quasi aus.

Solid-Core-Kabel kann man IMHO durchaus "blank" fixieren.

Ansonsten halte ich die von WBT eingestzte Sandwich-Technik bei Kabelschuhen für am besten geeignet. Hier wird der Anpressdruck der Schrauben am Gerät mit Gegendruck beantwortet, wodurch sich wirklich bombenfester Halt ergibt!

Es gibt sehr gute und Preiswerte Möglichkeiten, LS-Kabel sicher zu befestigen.

Nach meiner Erfahrung halten "normale" Bananas nicht immer (sie sind manchmal zu kurz (!), manchmal zu dünn ("ausgelutschte" Feder)). WBT-Spreizbananas halten sehr gut, wenn auch nicht so gut wie Kabelschuhe (aber die passen nunmal nicht überall...), das beste Preis-Leistungsverhältnis haben Hohlbananas. Die passen eigentlich immer und sind für ein paar Euro-Cent zu bekommen (auch "Reinkupfer").

Bei nicht für Bananas oder Kabelschuhe geeigneten Anschlüssen, kann man bei Verwendung von Litze sinnvolle Ergebnisse erreichen, indem eine (vernünftige!) Aderendhülse aufgecrimpt wird und das Kabel dann erst am Terminal fixiert wird.

Habe alles selbst ausprobiert und mir dann erst meine Meinung gebildet!

Ich verwende, um Missverständnissen vorzubeugen, z.Zt. keine WBTs, sondern fest verlötete Kabelschuhe einerseits und Oehlbach-Bananas andererseits.

Wie sind Eure Erfahrungen? Hat schon Jemand auf diesem Sektor "rumprobiert"?
Mr.Stereo
Inventar
#10 erstellt: 08. Dez 2004, 17:19
Hi Fol,
hab schon sehr viele Kabel konfektioniert, die von dir erwähnten Spreitzbananas behalten ihren Sitz, auch bei häufigem Umstecken bei. Die Hohlbananas sind gut und günstig, bei viel Umsteckerei verlieren sie allerdings ihre Spannkraft. Die WBT-Schuhe sind klasse (und kommen ohne löten aus), kosten aber auch ein kleines Vermögen.
Meine Frage entstand, weil ich konfektioniertes Kabel günstig erstanden habe, jetzt aber feststellen muss, dass es weder in den alten Harman passt, und auch die verwendeten Billigbananas recht wackelig an den Boxen hängen.
Eine falsche Bewegung und sie rutschen raus und können einen Kurzschluss verursachen.
Jetzt hab ich schon überlegt, das Kabel in einer anderen Anlage zu verwenden, wo's besser passt (Stecker abkneifen war mir zu dekadent), und mir das gleiche Kabel, was ich sehr gut finde, nochmal unkonfektioniert zu bestellen.
Vom festen Sitz und der Oxidation mal abgesehen, gibt es klangliche Vorteile durch Konfektionierung, oder eher Nachteile durch verschiedene Materialien ( Gold, Messing,Lötzinn ) und deren Widerstände?
fjmi
Inventar
#11 erstellt: 08. Dez 2004, 19:19
meiner meinung ist es unmöglich durch konfektionierung bessere resultate zu erzielen als ohne.
jeder übergang verändert etwas, z.b. den widerstand, reflexionen (wird bei den nieder. signalen egal sein) usw...

wenn natürlich 3408394 mal am tag umgesteckt wird nehm ich die 0,0001% klangverschlechterung gerne in kauf....die diskussionen mit kabelschuhhören auch
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