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Warum brauche ich mehr bass?

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Autor
Beitrag
HinzKunz
Inventar
#1 erstellt: 08. Jan 2005, 19:14
Tach,

Mir ist aufgefallen, dass sehr viele leute der meinung sind einen sobwoofer zu benötigen.
Was soll das?
Leben wir in einer so "bassgeilen" gesellschaft oder sind es die Boxen mit ihren "Mini-Tieftönern"?
Wenn ich den Vergleich ziehe, zwischen meiner anlage (Infinity RS-5b (geschlossen) + NAD c352) und der meines Vaters (Infinity Kappa 80 (BR) + Harman Kardon pm 665) fällt auf, dass meine ls bei lauter basslastiger musik (z.b. "chorus - part I" von eberhard weber) einen irrsinigen druck produzieren und das ganze haus wackelt. Bei den k80 hingegen ist dieser effekt wesentlich schwächer.
Wenn ich im hifi-laden die (teilweise sehr teuren) Boxen mit ihren 10cm tieftönerchen seh, kann ich nur den kopf schütteln.
Ist das wirklich im sinne des erfinders?
Was meint ihr? Habt ihr ähnliche erfahrungen gemacht?
Und vor allem: Warum machen die Hersteller das?

mfg
Martin

ps: Dieser Beitrag mag etwas polemisch angehaucht sein, aber ist im grunde genommen ernst gemeint.


[Beitrag von HinzKunz am 08. Jan 2005, 19:15 bearbeitet]
Tom_Sawyer
Stammgast
#2 erstellt: 08. Jan 2005, 19:19
Falls die heutige Boxen Bassschwach sein sollten, dann gibt nur eineErklärung:
So wird der Umsatz an Subs angekurbelt.

Aber nur aus dem Durchmesser auf Bassstärke zu schliessen ist auch nicht der Weisheit letzter Schuß
georgy
Inventar
#3 erstellt: 08. Jan 2005, 19:22
Nicht jeder will sich große Boxen ins Haus holen, was kleines als Satellit und ein Subwoofer sind eben nicht so riesig wie vernünftige Standboxen.
A2driver
Stammgast
#4 erstellt: 08. Jan 2005, 19:28
Selbst ein 13er Chassis kann tiefe Töne erzeugen nur eben nicht sehr laut. Die Mode zu schlanken Gehäusen gibt den Entwicklern von Ls eine Breite vor und danach richtet sich der Konusdurchmesser deshalb wurde auch der Trend zu seitlichen Basschassis geboren. Allerdings haben kleinere Basschassis den Vorteil, dass die Membranen weniger wiegen und somit schneller Impulsen folgen können und ausserdem Wirkungsgradstärker sind. Hör dir mal eine Piega mit ihren 13 Chassis an und du wirst dich wundern was da raus kommt.

Den die grösse sagt nichts über die Qualität eines Chassis aus. Und was nützten mir 2 20er Chassis in einem Ls wenn er bei 80 Hertz eine Überhöhung hat und dafür darunter rapide abfällt wie es oft bei den billigeren Ls gemacht wird.
HinzKunz
Inventar
#5 erstellt: 08. Jan 2005, 19:38
das die größe der Tieftöner immer proportional zum bass ist hatte ich so auch nicht sagen wollen. nur, dass viele leute (selbst mit standboxen) probleme mit ihrem bass haben ist schon irgendwie auffälig.

mfg martin
Murray
Inventar
#6 erstellt: 08. Jan 2005, 19:40
Ich glaube, dies hängt nur mit der Vorliebe des Musikhörens zusammen! Ich brauche (jetzt) keinen Subwoofer mehr, und selbst vor meinen Jerichos war ich eigentlich zufrieden! Bloß: Es spricht nichts gegen die Möglichkeit, das Optimum auch im Tiefbassbereich herauszuholen!

Murray
josh
Stammgast
#7 erstellt: 08. Jan 2005, 19:47
ich denke man gewöhnt sich an den bass und dann will man mehr und dann gewöhnt man sich wieder und man will noch mehr u.s.w

mfg
_josh_
fjmi
Inventar
#8 erstellt: 08. Jan 2005, 20:27
und ich denke man kann nicht pauschalieren.
ich hätte auch gerne mehr 'tiefbass' so von 10-40 hz
das liegt aber daran, dass die lautsprecher mit 16er in dem bereich schon fast nichts mehr hergeben (40hz - -8db - im haus schepperts trotzdem)
dafür ist meiner meinung loudness da

hilft aber nix wenn ich mehr pegel haben will, oder z.b. tiefere bässe als die abstimmfrequenz ...

bei gewissen radiosendern muss ich den bass runterdrehen weil ich das nicht ertragen will was die versenden


andererseits ist ultraviel bass ja auch urphat...

und von der musikrichtung hängst sicher auch sehr ab.
höre ich z.b. flamenco o.ä. passt alles aber bei techno u.ä. fehlts dann doch (besonders für diskolautstärklen )


[Beitrag von fjmi am 08. Jan 2005, 20:28 bearbeitet]
Warmmilchtrinker
Stammgast
#9 erstellt: 08. Jan 2005, 21:23
Ich denke, dass das eine Folge Wahns ist, alles immer kleiner zu machen. Bei Lautsprechern ist das aber anders. Und auch kleinere Mittelton- und Hochtonchassis können noch recht ordentliche Pegel erzeugen. Bei den Basschassis braucht man aber schon etwas mehr Fläche. Meine persönliche Erfahrung beim Hören von Lautsprechern bei Freunden ist, dass viele wirklich einen dünnen Bass haben oder schon bei mittleren Pegeln verzerren. Wenn ich bei Freunden bin, die größere Lautsprecher besitzen, sind die alle mit dem Bass zufrieden. Aber vielleicht ist auch der "Geiz ist geil"-Trend mitverantwortlich. Wenn ich mir die ganzen kleinen Kompaktanlagen angucke, wundert mich der Wunsch nach mehr Bass gar nicht mehr.
TomFly
Stammgast
#10 erstellt: 09. Jan 2005, 00:52
Nun ja dürfte alles Ansichtssache sein oder?
Ich selbst habe 2 15er Subs zu hause und kann damit viel Leistung fahren wenn ich wollte, höre aber meist Normal laut.
Trotzdem gibt es immer wieder Lieder wo der Bass auch zu schwach ist, dann muss ich den auch mal mehr rein drehen.
Ok ich gebe zu, man hat mehr Reserven als bei kleinen Boxen. Das hat mir an dem großen Zeug auch schon immer gut gefallen.

bye


[Beitrag von TomFly am 09. Jan 2005, 00:54 bearbeitet]
fjmi
Inventar
#11 erstellt: 09. Jan 2005, 04:02

TomFly schrieb:
Nun ja dürfte alles Ansichtssache sein oder?
Ich selbst habe 2 15er Subs zu hause und kann damit viel Leistung fahren wenn ich wollte, höre aber meist Normal laut.
Trotzdem gibt es immer wieder Lieder wo der Bass auch zu schwach ist, dann muss ich den auch mal mehr rein drehen.
Ok ich gebe zu, man hat mehr Reserven als bei kleinen Boxen. Das hat mir an dem großen Zeug auch schon immer gut gefallen.

bye

sind bei dir zwei 15er 'subs' großes zeugs? die dinger können jar gar keinen wirklichen bass bei normalen pegel erreichen (sag ich halt mal)
meine 4*16 reichen mir nicht wirklich aus...
wenn 120db bei 20 Hz ohne EQ bei einem lautspr. möglich sind, dann passts meiner meinung; auch wenn ich wohl nie so laut hören würde.
ukw
Inventar
#12 erstellt: 09. Jan 2005, 05:04
Meine Meinung zum Thema: Membranfläche ist durch nichts zu ersetzen (außer durch noch mehr Membranfläche)

Man höre sich (selbst geniale und teure) Lautsprecher mit kleinen Chassis an: Unter 40 Hz kneift es gewaltig.
Entweder es dröhnt oder es kommt gleich gar nichts
Was oft überschätzt wird: Die meiste Musik kann man auch gut mit einem Lautsprecher hören, der unter 40 Hz nur noch röchelt und nicht mehr drückt.
Denn das, was für gewöhnlich als Bass bezeichnet wird, spielt sich im Bereich zwischen 50 und 90 Hz ab.
unter 28-30 Hz spürt man nur noch die Druckwelle - von "hören" kann man nicht mehr wirklich sprechen.

Von High Fidelity kann man aber nur sprechen, wenn man genügend Membranfläche zur Verfügung hat.
Daß kann aber auch ein "Nest" mit 4 x 20 cm Bässen pro LS sein, die im Quadrat dicht nebeneinander verbaut sind.

Im Falle, daß mehrere kleine Chassis zu einer großen Fläche addiert werden sollen,
sind hochwertige Chassis vorteilhaft, die man im Optimum noch von selektiert.
Ein guter Chor mit vielen Sängern kann wie eine Stimme klingen
A2driver
Stammgast
#13 erstellt: 09. Jan 2005, 13:59
Ein Chor wird aber kaum von einem Basschassis übertragen.
ukw
Inventar
#14 erstellt: 09. Jan 2005, 15:24

Ein Chor wird aber kaum von einem Basschassis übertragen.

Eine sinvolle Anmerkung
DrNice
Moderator
#15 erstellt: 09. Jan 2005, 15:26
Moin fjmi!

Ich glaube, Tomfly meint 15 Zoll, nicht 15 Zentimeter
fjmi
Inventar
#16 erstellt: 09. Jan 2005, 15:37
da wäre natürlich was dran
TomFly
Stammgast
#17 erstellt: 09. Jan 2005, 23:30
Oh Sorry!

Genau ich meinte 15"Zoll also 38cm Durchmesser-Speaker habe ich 2 Stück gebaut als Subwoofer. (Speaker der Firma 18Sound aus Italien. 15ND930 als 4 Ohm Versionen mit je 500Watt RMS und 98db 1w/1m)
Ich denke das reicht oder? *ggg*

Mehr infos unter:

www.tomflysound.de.vu

Neuer Stand vom AMP-Rack:

http://mitglied.lycos.de/garfieldk/p3500s.jpg

*Yamaha und IMG/Stageline baut auch schöne Endstufen wo die Lüfter erst bei hoher Last laufen... Ich kann also damit genau so in Ruhe Musik hören wie andere mit einem Hifi-Verstärker. Beide AMPs sind über eine Aktivweiche getrennt.*

bye bye


P.S. Ich spiele auch Keyboard über die PA, das macht dann natürlich auch Spass mit dem Sound!


[Beitrag von TomFly am 09. Jan 2005, 23:34 bearbeitet]
Stere0
Inventar
#18 erstellt: 10. Jan 2005, 01:20
hallo,

es hat sich in den letzten jahren, in der entwicklung der chassis viel getan. statt grosser membranfläche schaffen die "kleineren" wegen des sehr grossen linearen hubs erstaunlichen tiefgang und leistung. einen ebenso grossen anteil daran, haben die gehäuse.
wenn ich mir die phonar credo anhöre, haut es mich regelrecht aus den socken - und sie ist weiss gott nicht so gross wie eine vulkan, eine kappa oder eine b&w aus der 800er reihe.
mit kleinen bzw kleineren lautsprechern ist es heutzutage überhaupt kein problem viel bass zu produzieren. es liegt immernoch beim hersteller, wieviel er "gucken lässt"
so z.b. verhalten sich hersteller wie Wharfedale sehr zurückhaltend im bass, obwohl die beiden oberen opus-modelle gleich 2 grössere tieftöner besitzen. mit einer solchen konstruktion sollte man schon eine vorsichtige weicheneinstellung/entwicklung vorziehen, damit es auch natürlich klingt.
die grösse sagt meiner meinung nach heutzutage nur bedingt etwas über den lautsprecher. ich bin schon oft genug ins staunen gekommen und selbst kleine regallautsprecher haben mich des öfteren überzeugen können.
ich halte jedoch nach wie vor nicht viel von diesen minisatelliten in zigarettenschachtelformat und einem sub. da konnte mich noch nichts vom hocker haun.
selbst regallautsprecher müssen nunmal eine gewisse dimensionierung haben.

greez
stere0
Haichen
Inventar
#19 erstellt: 10. Jan 2005, 10:49
Hallo HinzKunz..

Ich sehe das so wie Du.
Nicht jeder in diesem Forum braucht Bass ohne Ende.

Viel wichtiger ist die gesamte Darstellung der Musik.


[Beitrag von Haichen am 10. Jan 2005, 11:22 bearbeitet]
lumi1
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 10. Jan 2005, 11:21
Das ist wohl war, alles Geschmack.

Aber auch bei mir gilt die physikalische Devise:

Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch viel mehr Hubraum.

Übrigens;
die meißten Durchschnitts-Sub´s haben den Namen Subwoofer
noch weniger verdient....

Entweder es kommt nichts, oder verblubbt, oder verdröhnt.

Einen richtigen Subwoofer kennen die meisten (klanglich) gar nicht.

Und das ist schade.
Plüschus
Stammgast
#21 erstellt: 10. Jan 2005, 13:48
Hallo,
naja, Geschmack allein erkärt nicht alles. Ich glaube eher ,daß die Unkenntnis ( Ausnahme derjenige, der bei der betreffenden Aufnahme/Abmischung dabei war ) von uns allen, wie eine Aufnahme bei ihrer Abmischung im Studio geklungen hat, manches glauben läßt, was in der Form garnicht auf dem Tonträger als Information vorhanden war.

Ich weiß noch genau wie groß meine Enttäuschung war, als ich das erste Mal einen meßtechisch sehr linearen LS bei mir zu Hause hörte. Der hatte nach meiner damaligen schlechten ( Hör )Gewohnheit zufolge einfach zu wenig Bass. ( Obwohl - 3dB bei 30 Hz bei der am Hörort/punkt gemessenen Betriebsschallpegelkurve).
Ich denke eine falsche Erwartungshaltung führt bei vielen von uns HiFi Usern zu völlig falschen Annahmen ( zu wenig Bass).
Ich möchte die These "wagen", daß in den allermeisten "HiFi Haushalten" der Bass, messtechnisch am Hörort bewertet, zu laut ist also eine deutliche Überhöhung hat ) ( als Folge von Raummoden / falscher Aufstellung der LS / Fehlkonstruktion der LS ).
Meiner Meinung nach sind für die Beurteilung zuviel/zuwenig Bass oft Personen , die mit HiFi "nichts am Hut haben " wesentlich eher spontan und unbeeinflußt in der Lage, als der vorbelastete HiFi Freak.

Gruß Thomas
Warmmilchtrinker
Stammgast
#22 erstellt: 10. Jan 2005, 15:37
Eine andere Vermutung wäre auch, dass die Hörräume ungeeignet sind, zum Beispiel durch zu viel kahle Wand oder große Fenster. Der Laie wird aber nichts am Raum verbessern, woher soll er auch wissen, dass der Raum Schuld ist, und wird mit Subwoofer oder kräftigeren Verstärkern/Lautsprechern nachschaufeln. Ob das im Sinne von HiFi ist, dazu sag ich jetzt mal nix.
LP12
Inventar
#23 erstellt: 10. Jan 2005, 17:57
Tach zusammen,

nach meiner Erfahrung klingt jede Kette deutlich luftiger, wenn man einen (bitte seeehr guten und aktiven !!) Subwoofer vorsichtig einschleift. Man kann es eigentlich nicht wirklich erklären - aber es ist so. In einer Image - Hifi ist mal geschrieben worden, dass bei Anlagen, die keine so tiefen Frequenzen wiedergeben durch das Gehirn suggeriert werden muß, man hätte Tiefbass gehört. Diese Arbeit würde ihm abgenommen, wenn man es tatsächlich hören könne. Halte ich aber für Quatsch. Ich habe den Eindruck, dass grade die tiefen Frequenzen sehr viel Anteil an der Raumwirkung haben - will sagen viel rauminformation mit sich rumtragen.

Mir ist dies jedoch nicht so wichtig, außerdem ist es meist mit enormen Investitionskosten verbunden. Mir ist ein LS lieber, der ganz unten den Mund hält, statt durch die Aufblähung höherer Frequenzen rumzuschummeln.
Statt auf den finalen Druck ganz unten rum kommt es mir eher darauf an, dass die Farbe richrig wiedergegeben wird.
lumi1
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 11. Jan 2005, 09:01
Tach´auch!

Das ist leider sehr oft nur zu wahr:


Ich denke eine falsche Erwartungshaltung führt bei vielen von uns HiFi Usern zu völlig falschen Annahmen ( zu wenig Bass).
Ich möchte die These "wagen", daß in den allermeisten "HiFi Haushalten" der Bass, messtechnisch am Hörort bewertet, zu laut ist also eine deutliche Überhöhung hat ) ( als Folge von Raummoden / falscher Aufstellung der LS / Fehlkonstruktion der LS ).
Meiner Meinung nach sind für die Beurteilung zuviel/zuwenig Bass oft Personen , die mit HiFi "nichts am Hut haben " wesentlich eher spontan und unbeeinflußt in der Lage, als der vorbelastete HiFi Freak.


Ein "Original" allerdings gibt es in den allerwenigsten
Fällen als Maßstab.
1.Wie klang die Aufnahme im Studio,
über die dort verwendeten Monitore?
Allenfalls im Sinne des Interpreten und Toningeneurs.
2.Ergänzend zu oben, kompatibel zu den meisten Geräten,
auch Brüllwürfel.
3.Was ist eigentlich echt, im Sinne von echt?
Bei der durchschnittlichen U-Musik?

Wenn man überhaupt von Original sprechen kann,
dann nur bei den herausragendsten Aufnahmen des gesamten Marktes.
Überwiegend aus dem Klassik oder z.B Jazz Bereich.

Und dann kommt das obige Zitat zum tragen.
Nicht jede Berührung der Drum,
oder zartes zupfen des Basses gibt einen "Schlag".

Jeder der schon in einem Konzert war, wenigstens einmal,
kennt das wahre Verhältnis.

Und selbst da liegen noch Welten zwischen dem Original,
und der allerbesten Aufnahme, wiedergegeben über die, der eigenen Meinung nach, optimale Kette.

Da kommen, außer der Kette, noch unendlich viele Enflüsse dazu. Wie auch teilweise im Zitat erwähnt.
Meistens macht das schon das ganze Potential der Geräte zunichte.

Doch letztendlich kann alles nur Geschmack und persönliches Empfinden sein.

Aber das wahre Empfinden, die Seele jedweder Musik, haben die meisten schon längst vergessen.
Oder noch schlimmer, noch nie erlebt;
gefühlt.
Plüschus
Stammgast
#25 erstellt: 11. Jan 2005, 09:55
Hallo Lumi,
ich gebe Dir in allen Punkten recht. Deine Betrachtung schließt aber die Qualität der der Arbeit der Tonleute mit ein. Soweit glaube ich , müssen wir bei einer quantitativen Beurteilung im Sinne von mehr/weniger Bass garnicht gehen. Die Vorlage ist der Tonträger zB die handelsübliche CD. Das "Wandlungsverhalten" eines CDP läßt sich messtechnisch sehr genau bestimmen , ebenso das "Verstärkungsverhalten" des Verstärkers. Die klanglichen Abweichungen (mehr Bass / weniger Bass) an diesem Punkt der Kette der Informationsübertragung sind klein (aber natürlich nicht völlig vernachlässigbar) gegenüber der Variationsbreite die durch LS / Raum / Aufstellung gegeben ist.
Es wird uns kaum anderes übrigbleiben als zu messen, wenn wir es genau wissen wollen, wie es klingt, wenn der Bass "linear" ist.

Gruß Thomas


[Beitrag von Plüschus am 11. Jan 2005, 11:05 bearbeitet]
palisanderwolf
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 11. Jan 2005, 10:46
Hallo Plüschus,
Du könntest vielleicht auch einen guten Kopfhörer zum Vergleich heranziehen.

MfG Bernd
Plüschus
Stammgast
#27 erstellt: 11. Jan 2005, 11:03
Hallo palisanderwolf,
klar , wenn der "linear" wäre...
Ganz subjektiv von mir: Mir gingen alle Kopfhörer, die ich bisher gehört habe, nach kürzester Zeit auf den Wecker, besser gesagt Ohren. Die Dinger drücken, schirmen mich ab und es klingt im Kopf !..... fürchterlich
Also , ich komm' mit den Dingern nicht klar.

Gruß Thomas
LP12
Inventar
#28 erstellt: 11. Jan 2005, 14:46
Tach zusammen,

@ lumi1 : Du sprichst mir aus dem Herzen!! Keine noch so gute Kette kann das Gefühl von Livehaftigkeit auf einem guten Konzert 1:1 darstellen - auch wenn sich das einige Hersteller auf die Fahne schreiben. Musik und vor allem Livemusik, die um ihrer selbst Willen produziert wird und nicht, um in den Charts Geld zu verdienen, kann enorme Emotionen transportieren. Bei der Wiedergabe über eine Hifianlage möchte ich jedoch wenigstens hören können, ob der Gitarrist eine Stahlsaite benutzt, oder ob er die Saite zupft oder nur leicht streichelt.
Die Fähigkeit solche Feinheiten wiederzugeben hängt ja wohl nicht von Frage nach wenig oder viel Bass ab sondern eher, ob die Anlage in der Lage ist schnell, dynamisch, farbenfroh und rhythmisch aufzuspielen.

Ich selbst muß im Freundeskreis immer wieder die gleiche Diskussion führen. Die Meisten kommen rein und sagen : "sach ma hast du den Bass rausgedreht ???".
Wer sich mein Profil durchsieht und die Komponenten kennt, wird wissen, dass da keine Basswuchtbrummen dabei sind. Wenn ich meine Freunde jedoch einlade und bitte, etwas mehr Zeit mitzubringen, dann dreht sich das Blatt meist und sie hören zum ersten mal, wo in der Musik überhaupt Bass stattfindet. Bei den meisten der Freunde plättet die Basswiedergabe alles andere runter. Das möchte ich nicht, dazu ist mir Musik zu wichtig.


[Beitrag von LP12 am 11. Jan 2005, 14:48 bearbeitet]
hal_2001
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 11. Jan 2005, 21:53
Hallo Zusammen,

viel Wahres wurde hier gesagt, aber ein Punkt fehlt vollständig. Der Bass ist für die Räumlichkeit entscheidend, damit ist nicht gemeint den Bassregler an den Anschlag zu drehen sondern einen LS zu haben der einen klaren Bass unter 50Hz rüberbringt.
Das ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch Kopfhörer im Stax-Niveau (habe ich auch).
Also ich habe eine 3-Wege-Standbox mit gut Gewicht und einem erstklassigen Chassis.
Trotzdem der SUB den ich habe, der macht den Rest. Sauber, dezent und kein BumBum. Sondern einfach Raum... Man kann das schlecht beschreiben, aber ein echter Sub (nicht irgendetwas mit 10kg Bass-Reflex und 80hz-300Hz). Ich meine echten Tiefbass 18Hz-40Hz mit kräftigem Treiber. Ausserdem vergessen manche Forenteilnehmer ihr größtes Hörorgan.... na.... die Haut.
Mein Tipp www.audioelevation.de ...
Die sind wirklich teuer, aber machen richtig Spass.

gruss hal_2001
Plüschus
Stammgast
#30 erstellt: 11. Jan 2005, 22:48
Hi Hal 2001,
nun bin ich aber verwirrt,

Du sagtest


viel Wahres wurde hier gesagt, aber ein Punkt fehlt vollständig. Der Bass ist für die Räumlichkeit entscheidend, damit ist nicht gemeint den Bassregler an den Anschlag zu drehen sondern einen LS zu haben der einen klaren Bass unter 50Hz rüberbringt.

wie können dann aber Monosubwoofer funktionieren ?
Also ich hab' ' mal gelernt, daß man ( mensch )Frequenzen unter 100Hz nicht mehr klar orten kann, das war dann wohl falsch.

Gruß Thomas
Stere0
Inventar
#31 erstellt: 11. Jan 2005, 23:20

Also ich hab' ' mal gelernt, daß man ( mensch )Frequenzen unter 100Hz nicht mehr klar orten kann, das war dann wohl falsch.


ich weiss eigentlich garnicht, wer dies in die welt gesetzt hat. das aufstellungsproblem von subwoofern hat mich oft genug geplagt. mal kam der bass zu sehr von links und mal wieder zu sehr von rechts. es handelte sich sogar um ein downfire.
wahrscheinlich trifft das mit der unortbarkeit nur auf kleine räume zu, da dort die energiereichen tiefen frequenzen länger von den wänden reflektiert werden ?
wie dem auch sei ... tiefe frequenzen sind meiner ansicht hervorragend zu orten.
wenn ein subwoofer rechts von mir steht, dann merk ich das auch.

greez
stere0
lumi1
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 12. Jan 2005, 14:04
Das mit dem Sub und der Ortbarkeit muß ich bekräftigen!

Deshalb liegt meine Schmerzgrenze einen Sub einzusetzen,
deutlich unter den gepriesenen 80Hz.

Ich kann auch deutlich Frequenzen unter 40Hz orten.
Das habe ich so oft getestet, weiß gar nicht mehr.......

Und wenn mein Gehör "zumacht", dann spüre ich es.
Bei entsprechendem Material.
Ich meine jetzt nicht Kinoton,
da erst recht.

Natürlich hat der Baß seine Berechtigung.
Ohne, oh Gott!
Er ist das Fundament, auf dem das musikalische Empfinden steht.

Er soll halt dann auftreten, wenn er verlangt wird.
Wenn er "da" ist.
Meinem Empfinden nach.

Wenn er "über" der Musik steht, ebenfalls:
Oh Gott!


LP12
Inventar
#33 erstellt: 12. Jan 2005, 14:21
Tach zusammen,

@ hal_2001 : Genau ! Das mit der Räumlichkeit habe ja ganz oben andeuten wollen. Richtig gemacht und vor allem richtig dosiert kommt mit dem Tiefbass ordentlich Luftigkeit ins Kalngbild.

Zum Thema Organ Haut : kann es nicht sein, dass man tiefe Frequenzen nicht unbedingt mit den Ohren ortet, sondern eben über die Haut ?! Kann es nicht sein, dass man eher spürt, wo der Bass herkommt ?? Das ist auch der Grund, warum ich immer Subs bevorzugen würde, bei denen das Basschassis nach unten und nicht nach vorne tönt.

Und beim letzten Punkt stimme ich dir auch voll und ganz zu : Bass ist wichtig und kann enormen Spass machen. Aber bitte nur dort, wo er auch hingehört und dann bitte richtig dosiert.

Hat eigentlich schonmal jemand ein echtes Basshorn gehört ?


[Beitrag von LP12 am 12. Jan 2005, 14:22 bearbeitet]
Plüschus
Stammgast
#34 erstellt: 12. Jan 2005, 15:13
Hallo StereO


Stere0 schrieb:

Also ich hab' ' mal gelernt, daß man ( mensch )Frequenzen unter 100Hz nicht mehr klar orten kann, das war dann wohl falsch.


ich weiss eigentlich garnicht, wer dies in die welt gesetzt hat. das aufstellungsproblem von subwoofern hat mich oft genug geplagt. mal kam der bass zu sehr von links und mal wieder zu sehr von rechts. es handelte sich sogar um ein downfire.
wahrscheinlich trifft das mit der unortbarkeit nur auf kleine räume zu, da dort die energiereichen tiefen frequenzen länger von den wänden reflektiert werden ?
wie dem auch sei ... tiefe frequenzen sind meiner ansicht hervorragend zu orten.
wenn ein subwoofer rechts von mir steht, dann merk ich das auch.

greez
stere0


Ich gehe natürlich davon aus , daß der (Mono)bass zwischen den Sateliten auf der Basislinie steht und das Filter des Monobasses sehr steilflankig nach "oben" trennt (Aktiver Sub). Wenn der Sub natürlich irgendwo im Raum steht , womöglich direkt seitlich vom Hörplatz, klar nimmt man ihn als Schallquelle / Druckquelle wahr. (vorallem wenn das Ding zu laut gestellt ist und verstärkt Raummoden anregt!) Im Prinzip sind die subs m. A. in vielen Fällen aber eher hinderlich als nützlich . Meiner Erfahrung nach wurde gerade die " Räumlichkeit" durch Subs schlechter, was aber in meinen konkreten Fällen wohl eher an den zusätzlichen (schlechten) Aktivfiltern im Signalweg zwischen Vor- und Endstufe lag.

Hallo LP12
das Phänomen kenne ich nicht ( Luftigkeit im Klangbild durch Tiefbass ). Eher "erschlägt" der Tiebass Rauminformationen im Klangbild. Obwohl es im Bass manchmal gewisse "Schwebungen" gibt, die einen manchmal glauben lassen, daß da irgendetwas wie Raum ensteht. Diese Erscheinung kenne ich vorallem bei analoger Plattenwiedergabe, (soll keine Anspielung auf Deinen nickname sein, ich bin auch "Analogfan" )

Gruß Thomas


[Beitrag von Plüschus am 12. Jan 2005, 15:36 bearbeitet]
LP12
Inventar
#35 erstellt: 12. Jan 2005, 18:10
Moin Plüschus :

nee, nee kein Problem mit der Anspielung . Aber ich habe eben grade Erfahrungen in dieser Richtung. Das Klangbild wurde deutlich entspannter. Es war einfach leichter, dem Musikfluss zu folgen. Und ich fand, dass auch das Raumbild gewonnen hatte. Dies machte sich z.B. bemerkbar bei Klassikaufnahmen. Am stärksten in den Musikpausen bei Liveeinspielungen, wo man eigentlich nichts hört, aber trozdem eine enorme Spannung spürbar ist, die einem Vermittelt, dass man sich während der Aufnahme in einem großen Saal mit Publikum befand.
Wenn Rauminformation (wie Du schreibst) erschlagen wird, dann wars vielleicht zu viel des Guten. Tenddenziell neigt man dazu, den Subwoofer zu laut einzustellen. Schließlich möchte man ihn ja auch hören, wenn man 3000 € dafür bezahlt hat. Und so fängt dann der ganze Schlamassel an.
Plüschus
Stammgast
#36 erstellt: 12. Jan 2005, 21:18
Moin moin LP 12

auch 'n Nordlicht ?

ich glaub'ich versteh' , was Du meinst, das meinte ich mit Schwebungen....naja



Dies machte sich z.B. bemerkbar bei Klassikaufnahmen. Am stärksten in den Musikpausen bei Liveeinspielungen, wo man eigentlich nichts hört, aber trozdem eine enorme Spannung spürbar ist, die einem Vermittelt, dass man sich während der Aufnahme in einem großen Saal mit Publikum befand.


Aber stell' Dir 'mal vor jemand liest das und ist kein HiFi Fan ......ouh haue haue ha ( ist nicht übersetzbar und nur für echte Nordlichter zu verstehen)

Gruß Thomas

P.S. Spötter würden sagen: Das ist das Rumpeln des Thorens , Roksans, Linns, Verdiers.......


[Beitrag von Plüschus am 12. Jan 2005, 22:03 bearbeitet]
LP12
Inventar
#37 erstellt: 13. Jan 2005, 08:33
Moin zurück,

den Spöttern schmetter ich entgegen, dass es sich um eine blitzsaubere, vollkommen digitale und rumpelfreie CD -Abspielung gehandelt hat. .

Ein echtes Nordlicht bin ich wohl nicht. Dachte "Moin" währe mittlerweie internationaler Standard .

Viele Grüße nach oben !


[Beitrag von LP12 am 13. Jan 2005, 08:34 bearbeitet]
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