Fragen zu Installation SAT-Anlage

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Joker#42
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Feb 2020, 10:44
Guten Morgen,
ich bin dabei unsere SAT-Anlage zu installieren und hätte dazu ein paar Fragen. Aber erstmal ein paar Infos zur Anlage:

- Satman 850 Plus
- Techniswitch 5/8
- Coax Sat 140-4.6

Vom Switch aus gehen zu allen Anschlüssen im Haus Leerrohre, teilweise 2 für Twin Reciver sowie LAN-Kabel.Insgesamt werden 11 Anschlüsse benötigt, eine Kaskade muss ich noch dazu kaufen.

Folgende Fragen hätte ich nun:

-An den Stellen, an welchen bereits ein TV-Gerät hängt, kann ich dort direkt mit dem Koaxkabel an das Gerät gehen oder ist es besser auch dort eine Dose zu setzen
- Auf was muss ich achten, wenn ich die TV-Anschlußdosen kaufe? Habe jetzt soviel gelesen mit Dämpfung, Enddosen, Endwiederstand usw. bin aber leider immer noch nicht so richtig schlauer
-Als Stecker werden ja immer Self-Install Stecker von Cabelcon empfohlen. Was ich jetzt gefunden habe sind die F-56 5.1W, bin mir aber nicht sicher ob die auf mein Kabel passen, da ja eigentlich erst ab 4,7mm lt. Cabelcon. Oder lieber originale von Technisat kaufen?

Danke schon mal, Gruß Benny
barsch,
Inventar
#2 erstellt: 14. Feb 2020, 16:27
Cabelcon 4.9 (Farbcode Gelb) wären die richtigen.Ist doch sogar auf der TS Seite mit Bild dort angegeben.
Nur weil dort Technisat auf dem Stecker steht ,wird er auch nicht besser
Ist der Multischalter schon gekauft?
Techn. gesehen ist es kein großer Unterschied ob mit oder ohne Dose installiert wird ( mit Dose -2db Unterschied) Mit Dose ist trotzdem für mich die saubere Installation. Sollten noch Terr. Signale mit über den MS zugeführt werden,macht eine Dose noch mehr Sinn.
Zum Dosen Typ an Teiln. Ausgängen am konventionellen Multi eine Stichdose wie Axing SSD 5 -00
https://www.antennenland.net/Axing-SSD-5-00
an Twin Anschlüssen https://www.antennenland.net/AXING-SSD-7-00

noch ausführlicher hier; Quelle antennenland.net
Stichdosen sind Einzeldosen und dürfen in einem Kabelstrang nicht mit anderen Dosen kombiniert werden. Sie sind die Standard-Dosen in normalen Sat-Stern-Verteilungen.

Durchgangsdosen können in einem Kabelstrang in Reihe hintereinandergeschaltet werden. Die letzte Dose in einem Kabelstran muss entweder eine Enddose sein oder in einer Durchgangsdose muss ein 75 Ohm Abschlusswiderstand (bei SAT unbedingt ein DC-entkoppelter Typ) am Ausgang installiert werden. Der Einsatz von Durchgangsdosen ist bei SAT nur in Unicable-Umgebungen sinnvoll. Durch die unterschiedliche Anschlussdämpfung der Dosen wird die Signaldämpfung durch die vorgeschalteten Dosen (Durchgangsdämpfung), sowie die der Kabellänge kompensiert. In der Nähe der Signalquelle wird daher eine Dose mit höherer Dämpfung eingesetzt, die letzten Dosen im Strang haben die niedrigste Dämpfung. Ziel ist, an allen Anschlüssen möglichst den gleichen Signalausgangspegel zu erhalten.

Enddosen sind immer mit 75 Ohm terminiert - sprich - sie werden schon werksseitig mit einem Abschlusswiderstand ausgestattet. Ansonsten kann jede Durchgangsdose (siehe oben) zu einer Enddose umgebaut werden. Eine Enddose ist immer die letzte Dose im Strang hinter einer oder mehreren Durchgangsdosen


[Beitrag von barsch, am 14. Feb 2020, 16:37 bearbeitet]
KuNiRider
Inventar
#3 erstellt: 14. Feb 2020, 16:40
F-Stecker: die Gelben sind die Richtigen F-56 4.9

Antennendosen würde ich empfehlen, denn wenn ein Koax mal beschädigt ist durchs bewegen, dann immer direkt an der Wand und dann ist es zu spät, man kann keine Dose mehr montieren. Jede Sat-Stichdose ist geeignet, die Unterschiede sind in der mechanischen Qualität.
Das Quattro-LNB fehlt in deiner Auflistung und ebenso die Erdungswinkel. Kommt der Spiegel aufs Dach, fehlt auch der Blitzschutz.

Warum die gleich einen richtigen Multischalter mit passender Zahl an Ausgängen?
barsch,
Inventar
#4 erstellt: 14. Feb 2020, 16:56

Warum die gleich einen richtigen Multischalter mit passender Zahl an Ausgängen?


Deshalb auch meine Frage,ob der MS schon gekaut wurde?

alternativ zum 5/8 TS ---- 16 Teln. Ausgängen voll Receiver gespeist oder optional mit Netzteil zu betreiben.
https://www.antennenland.net/MSRP-16-eco
KuNiRider
Inventar
#5 erstellt: 14. Feb 2020, 17:35
@barsch:
unsere Posts haben sich überschnitten , ich war nur langsam da abgelekt

Wenn Terrestrisch- mit eingespeist werden soll, halte ich die TechniSat MS für ungeeignet.
Joker#42
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 14. Feb 2020, 17:58
Danke für die Antworten.
Der Multischalter ist schon vorhanden, aber noch original verpackt. Da stellt sich ja die Frage, ob ich den besser wieder verkaufe und mir anstatt noch eine Kaskade zu kaufen, gleich einen richtigen Multischalter kaufe?

Meine SAT-Schüssel wird an der Garagenwand montiert, in ca 2,80m Höhe vom Boden. Nach meiner Auffassung der Fachregel muß kein Blitzschutz montiert werden. Oder liege ich da falsch?
Ebenso verhält es sich doch auch mit dem Erden der Anlage im EFH, oder? Wobei sich mir hier die Frage stellt, ob es aufgrund der Sicherheit nicht besser ist, den PA in der Anlage zu montieren.

Welchen Kabel und welche Stecker nehme ich im Außenbereich? Das ganze sollte ja wasserdicht und UV-beständig sein. Es gibt ja z.B. solche vorkonfektionierte Kabel :
https://www.antennenland.net/Outdoor-F-Anschlusskabel_2
Macht soetwas Sinn? Ich würde dann die Kabel durch die Garagenwand einführen und innen auf einen Erdungswinkel gehen und dann mit normalem Kabel weiter zu meinem Multiswitch im Keller.

Gruß Benny
barsch,
Inventar
#7 erstellt: 14. Feb 2020, 18:22

Der Multischalter ist schon vorhanden, aber noch original verpackt. Da stellt sich ja die Frage, ob ich den besser wieder verkaufe und mir anstatt noch eine Kaskade zu kaufen, gleich einen richtigen Multischalter kaufe?


wenn die Kaskade nochmal ca. 100€ kostet ja. Zurück senden ist schon zu spät?




Nach meiner Auffassung der Fachregel muß kein Blitzschutz montiert werden. Oder liege ich da falsch?


Denke da liegst du falsch. Du darfst max, 1,5m von der Hauswand weg sein
siehe hier Seite 13 http://kleiske-it.de/files/EN-60728-11_VDE%200855-1-_10-2017.pdf


ob es aufgrund der Sicherheit nicht besser ist, den PA in der Anlage zu montieren.


auf Grund der Teilnehmerzahl bei dir ist er auch noch Pflicht


Welchen Kabel und welche Stecker nehme ich im Außenbereich? Das ganze sollte ja wasserdicht und UV-beständig sein. Es gibt ja z.B. solche vorkonfektionierte Kabel :
https://www.antennenland.net/Outdoor-F-Anschlusskabel_2
Macht soetwas Sinn?


Ja macht es. Außen ist das schwarze UV beständige Kabel besser natürlich dann mit Kompressionssteckern da wasserdicht.Feuchtigkeit im Stecker oder Kabel,ist der Feind Nummer 1 jeder Satanlage ! Ich hab bei mir extra noch die Anschlüsse mit Silicon umhüllt das ist 100% dicht.Von den schwarzen Gummitüllen rate ich ab!
Joker#42
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 15. Feb 2020, 11:03
Guten Morgen,
danke für die Infos. Dann wird der Potentialausgleich definitiv montiert.
Bitte mal um kurze Überprüfung meines Aufbaus bzgl. PA:

Meine SAT-Schüssel hänge ich ja an die Garagenwand, vom Multi LNB gehe ich mit 4 Kabel durch die Wand in die Garage auf eine 4er Erdungsschiene, davor montiere ich noch 4x Überspannungsschutz.
Von dort gehe ich in den Keller auf einen 20er Erdungsblock. Alles Zuleitungen aus dem Haus gehen ebenfalls auf den 20er Block.
Den Multischalter verbinde ich mit Patchkabel an den jewiligen Anschlüssen am Erdungsblock.
Soweit O.K.?
Ich hätte noch folgende Frage zur Verbindung der Erdungschienen. Ist folgende Vorgehensweise richtig:
Ich gehe mit einem 6mm² Kabel von dem 4er Block auf den 20er Block im Keller und von dort auf meine Potentialausgleichsschiene (Erdung vom Haus)
Ist das so richtig?
Bzgl. Blitzschutz müsste ich die Leitung durch mein halbes Haus ziehen, bis ich an der PA-Schiene vom Haus bin. Das gefällt mir nicht, dass ich einen evtl. Blitzeinschlag ins Haus hole. Da muss ich mir mal Infos einholen wie die Sache auch außerhalb gelöst werden kann. Evtl. Erdspieß oder ähnliches?


Bzgl. Multischalter bin ich mir noch unsicher. Die Kaskade würde mich ca. 80€ zusätzlich kosten. Der verlinkte Multiswitch von Durline kostet ja nur 60€, würde dann ja eher den nehmen.
Allerdings frage ich mich woher die Preisunterschiede kommen? Da gibt es doch bestimmt qualitative Unterschiede, oder?
So ein Durline kostet 60€ und ein Jultec über 200€, wo liegen da die Unterschiede? Ist der vorhandene Technisat eher hochwertig oder nicht? Habe was davon gelesen, dass er einen hohen Standbyverbrauch hat?

Danke Gruß Benny


[Beitrag von Joker#42 am 15. Feb 2020, 11:08 bearbeitet]
barsch,
Inventar
#9 erstellt: 15. Feb 2020, 13:47
Schreib bitte mal, um welches LNB es sich genau handelt .Multi LNB kann alles sein.
Genauso der MS- ist es https://www.technishop.de/techniswitch-5-8-g2-dc-nt-grundeinheit-mit-nt.html

oder https://www.technishop.de/techniswitch-5-8-mini.html ?


Allerdings frage ich mich woher die Preisunterschiede kommen? Da gibt es doch bestimmt qualitative Unterschiede, oder?

Auf jeden Fall keine,die den Preisunterschied rechtfertigen. Meine Meinung.
Im Gegenteil,der TS TECHNISWITCH 5/8 G2 hat die ca. doppelte Stromaufnahme des Durline nämlich 110mA! Mit zusätzlicher Kaskade nochmals höher! Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß!
Ein vernünftiges Quattro LNB nimmt ca. 200mA +die 110mA von TECHNISWITCH 5/8 G2 ,da liegen wir schon bei über 300mA Strombelastung für TV oder Receiver.(gerechnet ohne ext. NT. für den MS)
Das ist für viele TVs zBsp. schon zu viel . Da müsste dann wieder der MS durchgängig mit NT betrieben werden.Der durline ,kann auch mit Quad LNBs umgehen,was der TS nicht kann.Ist aber beim Neuaufbau einer Satanlage nicht von Bedeutung,da man dort vorzugsweise mit Quattro LNB plant.
Hast du desweiteren vor ,mal UKW DVB-T 2 und oder DAB+ mit einzuspeisen ?


So ein Durline kostet 60€ und ein Jultec über 200€


In Deutschland entwickelt und produziert kostet.. http://www.jultec.de/gloss_JULTEC-Produkte.html
Die neueste Generaton von Jultec arbeiten alle mit der selbst entwickelten Stromreduzierung/versorgung für das LNB. Dadurch wird die oben angesprochene Problematik (zu hohe Belastung der Netzteile im TV)
umgangen.http://www.jultec.de/gloss_LNB_DCDC.html

Das Thema Erdung überlasse ich den Gewerblichen Teilnehmern...
Joker#42
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Feb 2020, 14:25
Bei dem LNB handelt es sich um:
Technisat Unysat Universal Quattro-LNB Artikel Nr.; 0000/8880

Bei dem Switch um:
Technisat Techniswitch 5/8 G2 Artikel Nr.: 0001/3259

Über das Thema UKW DVB-T 2 und oder DAB+ habe ich mir bis jetzt ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Da ich aber selten Radio höhre ist das aber eigentlich zu vernachlässigen.

Was mich aber noch interessieren würde ist die Möglichkeit eine NAS einzubinden. Ich habe mal gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, mit einer NAS ein Fernsehprogramm aufzunehmen und man mit allen Geräten im Haus darauf zugreifen kann. Ist soetwas möglich?


[Beitrag von Joker#42 am 15. Feb 2020, 14:34 bearbeitet]
barsch,
Inventar
#11 erstellt: 15. Feb 2020, 14:36

Bei dem LNB handelt es sich um:
Technisat Unysat Universal Quattro-LNB Artikel Nr.; 0000/8880


angegeben mit max. 250 mA laut TS. Was mir recht hoch erscheint..
früher werkelte in den LNBs? von TS ja noch Alps Technik und die hatten deutlich weniger Strombedarf..
kurzum müsste man mal nachmessen,ob da tatsächlich eine Veränderung zum schlechteren gegeben hat.
Der Durline sollte aber trotzdem funktionieren ,auch ohne Netzteil.


Hast du desweiteren vor ,mal UKW DVB-T 2 und oder DAB+ mit einzuspeisen ?


Die Frage ist noch offen?
Joker#42
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 15. Feb 2020, 14:44
Ist mir dann auch aufgefallen und ich habe den Beitrag überarbeitet.

Bei dem LNB steht mal max. 220mA Stromverbrauch auf der Verpackung.
barsch,
Inventar
#13 erstellt: 15. Feb 2020, 14:57

Ich habe mal gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, mit einer NAS ein Fernsehprogramm aufzunehmen und man mit allen Geräten im Haus darauf zugreifen kann. Ist soetwas möglich?


Ja,das ist möglich. Bei mir nicht von Interesse. Ich komme mit meiner internen 1TB Platte im Receiver gut aus und im Notfall kann ich davon auch auf mein Handy streamen, das genügt mir.


Bei dem LNB steht mal max. 220mA Stromverbrauch auf der Verpackung.


kurios laut Online Shop 250mA https://www.technishop.de/unysat-universal-quattro-lnb.html
aber wie gesagt ,das glaube ich ehrlich gesagt nicht.
Dipol
Inventar
#14 erstellt: 15. Feb 2020, 15:09

Joker#42 (Beitrag #8) schrieb:

Meine SAT-Schüssel hänge ich ja an die Garagenwand, vom Multi LNB gehe ich mit 4 Kabel durch die Wand in die Garage auf eine 4er Erdungsschiene, davor montiere ich noch 4x Überspannungsschutz.
Von dort gehe ich in den Keller auf einen 20er Erdungsblock. Alles Zuleitungen aus dem Haus gehen ebenfalls auf den 20er Block. Den Multischalter verbinde ich mit Patchkabel an den jewiligen Anschlüssen am Erdungsblock.
Soweit O.K.?

Wie sich aus dem Folgetext ergibt sind ein Erdblock und Erdwinkel aber keine Erdungsschiene mit veralteter Klemmtechnik gemeint, womit schon bei nur zweifach geschirmten Kabeln die Gefahr der Geflechtbeschädigung besteht.

⦁ 1: Mit von Gebäuden abgesetzten Antennenmontagen gibt man persönlichen Optikvorlieben Vorzug vor blitzschutztechnischer Sicherheit.
⦁ 2: Von blitzstromtragfähiger Erdung nach den Anerkannten Regeln der Technik (= Normmimum nach IEC 60728-11 usw,) sind nur Antennen innerhalb der - wissenschaftlich unbewiesen - als sicher angenommenen Fassdenbereiche und Gartenantennen, die sich noch in der wirksam schützenden LPZ 0B von Gebäudeblitzschutzanlagen befinden, befreit. Wie hoch sich eine Antenne über Grund befindet, ist normativ nicht relevant.
⦁ 3: Der PA ist normkonform, wenn er auch bei Komponentenausbau an ALLEN Koaxkabeln erhalten bleibt. Auch Überspannungsableiter sind Komponenten, weshalb die vorgesehenen SPD 2 Überspannungsableiter HINTER dem ersten Erdblock angeordnet gehören.


Joker#42 (Beitrag #8) schrieb:
Ich hätte noch folgende Frage zur Verbindung der Erdungschienen. Ist folgende Vorgehensweise richtig:
Ich gehe mit einem 6mm² Kabel von dem 4er Block auf den 20er Block im Keller und von dort auf meine Potentialausgleichsschiene (Erdung vom Haus)
Ist das so richtig?

⦁ 4: Für Antennen-PA sind bereits schlankere PA-Leiterquerschnitte mit min. 2,5 mm² Cu (geschützt) bzw. min. 4 mm² Cu (ungeschützt) normkonform. Mehr Querschnitt ist zulässig, 6 mm² Cu übersteht sogar seltene "Wilde Hausrüttler" (Kachelmannjargon) mit 100 kA, erfüllt aber formal nicht die Anforderungen an blitzstromtragfähige Erdungsleiter, die von Blitzströmen weniger erwärmt werden.
⦁ 5: Zu Koaxkabeln parallel verlaufende PA-Leiter sind zur Schleifenvermeidung möglichst abstandslos zu verlegen. Dies gilt auch, wenn kein gesonderter PA-Leiter und nur ein kombinierter blitzstromtragfähiger Erdungs- und PA-Leiter innen verlegt wird.


Joker#42 (Beitrag #8) schrieb:
Bzgl. Blitzschutz müsste ich die Leitung durch mein halbes Haus ziehen, bis ich an der PA-Schiene vom Haus bin. Das gefällt mir nicht, dass ich einen evtl. Blitzeinschlag ins Haus hole.

⦁ 6: Überleg mal ob 1 mm PVC von Kabelmänteln oder LNB-Wetterschutzgehäusen ausreichen kann um Blitze, die es kilometerweit von Wolken zur Erde geschafft haben, von Lichtbogenüberschlägen abzuhalten. Direkte Blitzschläge nutzen jeden Weg gegen Erde und dringen über Kabelschirme oder PA-Leiter weiter in die Elektroanlage ein.

Auch ohne einen Erdungsleiter aus 16 mm² Cu ist der Weg für einen seltenen Direkteinschlag bereits gebahnt. Ein normkonformer Stützerder trägt zur Reduzierung der Blitzströme in die Antennenanlage bei.


Joker#42 (Beitrag #8) schrieb:
Da muss ich mir mal Infos einholen wie die Sache auch außerhalb gelöst werden kann. Evtl. Erdspieß oder ähnliches?

⦁ 7: Bei abgesetzt montierten Antennen im Freiland (oder an Garagen) außerhalb des passiven Voodoo-Schutzes von Fassaden oder LPZ 0B einer Gebäudeblitzschutzanlage, sind nomkonformer Erder bei der Antenne keine freiwillige Fleißaufgabe sondern bereits nach IEC 60728-11 gefordert. In Einzelfällen kann es nach Risiokoanalyse einer blitzschutzkundigen Elektrofachkraft auch verantwortbar sein die Antenne und deren Kabel einem Blitzschlag zu opfern, wenn die Sicherheit insbesondere im Wohngebäude durch Ausgleichsmaßnahmen gewährleistet wird.
⦁ 8: Erhöhte Risiken abgesetzt montierter Antennen können durch energetisch koordinierte Überspannungsschutz mittels SPD 1 Blitzstromableiter als Grobschutz gegen energiestarke Blitze mit 10/350 µs Stoßstrom (möglichst nahe der Kabeleinführung ins Gebäude) und SPD 2 Überspannungsableiter als Mittelschutz mit 8/20 µs Impulsform (vor dem Multischalter) abgemildert werden.
⦁ 9: ALLE Erder müssen aber - möglichst auf oder unter Erdniveau - miteinander und dem Schutzpotenzialausgleich/HES blitzstromtragfähig verbunden sein. Ansonsten schafft man mit auf blitzschutztechnischem Unverstand basierendem Bauchgefühl wider Willen die Vorraussetzung, dass insbesondere durch Einschläge in bis zu ~ 2 km Entfernung, unterschiedliche Potenziale ins Gebäude eingekoppelt werden (siehe DEHN Blitzplaner, Kapitel 5.5.6, vierter Absatz).
⦁ 10: Gemäß Risikoanalyse nach IEC 62305-2 ist der Schutz der Energie- und TK-Leitungen vordringlicher als z. B. Optimalschutz mit getrennten Fangeinrichtungen nach dem Stand der Technik, der in aktuellen wie abgelösten Normen schon lange mehr oder weniger dringlich empfohlen wird.

Zum Abschluss noch das unbeliebte 11. Gebot: Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und NAV § 13 zu beachten.
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