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Kurze Erfahrungsberichte, Tests usw.

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Öderland
Stammgast
#51 erstellt: 24. Dez 2016, 22:24
Schöner Bericht:
noch ein paar optische Eindrücke zu den CS130

Saxx Event coolsound

Saxx Event coolsound

Saxx Event coolsound

VG
öderland


[Beitrag von Öderland am 24. Dez 2016, 22:25 bearbeitet]
*Hwoarang*
Stammgast
#52 erstellt: 24. Dez 2016, 23:58
Wie spielen die Saxx bei wandnaher Aufstellung?
wummew
Stammgast
#53 erstellt: 25. Dez 2016, 12:06
Vergleich zwischen freier Aufstellung mitten im Raum mit mehreren Metern Luft rundherum und wandnaher Aufstellung (Schallwand ca. 37 cm von der Rückwand entfernt), Messungen jeweils 5 cm von der Schallwand entfernt zwischen HT und TT:

frei = weiß / wandnah = gelb

frei_vs_wandnah

Sagt aber natürlich nichts darüber aus, wie es in dem jeweiligen Raum dann an der Hörposition aussieht.
*Hwoarang*
Stammgast
#54 erstellt: 25. Dez 2016, 12:28
Danke für die schnelle Antwort und Messung an den Feiertagen!!!

Wenn ich das richtig Interpreten tut der kleinen Box eine wandnahe Aufstellung gut.
wummew
Stammgast
#55 erstellt: 07. Jan 2017, 22:36
Für meine Verhältnisse fast schon eine gefühlte Ewigkeit her, und nach diversen Lautsprecher-Tests nun mit meinen Saxx mir hier selbst eine kleine Pause gönnend, wurde es einfach mal wieder Zeit für einen AVR. Nur zu gerne wäre es hier einer der neuen dicken TX-RZ mit vierstelliger Ziffernfolge folgend geworden, allerdings wollte man sie mir einfach nicht zu meinen Budgetvorstellungen überlassen. Daher fiel die Wahl auf das 700er Modell von Yamaha, also den RX-V781.

Weshalb gerade der? Grundsätzlich ist mir zunächst Haptik nicht unwichtig, allerdings gibt es auch beim 700er Modell mittlerweile nur noch Kunststoffdrehregler, aber zumindest eine Alufront. Der letzte Yamaha der 700er-Reihe, den ich besaß, war der RX-V767, und der ist in dieser Hinsicht hochwertiger. Der 781 bietet Mehrpunkteinmessung, hierbei würde der 681 auch reichen, aber beim 781 habe ich noch eine Option mehr über dessen vollwertige Pre-Out-Anschlussbestückung. Und auch wenn ich sie aktuell nicht nutze, so möchte ich mir doch - auch aus Gründen eventueller weiterer Untersuchungen - diese Option offen halten.


Womit muß sich der RX-V781 herum schlagen? 4x Saxx CS 130 (Front, Surround), 1x Saxx CS 150 (Center), Energy e:XL-S10 (Sub)


Gleich vorweg eine Sache, die mir beim RX-V781 ganz besonders gut gefällt und ich auch meistens direkt zu Beginn teste: die Hitzeentwicklung. Bei mir steht der RX-V781 nun in einem Regal mit mehreren Böden, und der Yamaha hat in diesem Fach nach oben hin nur 2 cm Luft (zu allen anderen Seiten allerdings frei) und kommt damit sehr gut klar, ohne heiß oder gar "sehr warm" zu werden. Info: Den Videomodus habe ich auf "Direct" stehen und die Kanäle trenne ich alle bei 80 Hz.

P1010054


Im weiteren Verlauf werde ich mich auf das Menü bzw. dortige Optionen ohne tiefgreifende Erläuterungen und dann natürlich um das eigentliche Objekt meiner Begierde - YPAO in der Version des RX-V781 - beschränken. Alles weitere denke ich kann jeder gerne nach seinen Wünschen an das Gerät selber aus den bekannten bzw. offensichtlichen Quellen heraus lesen.

Das Menü selber erinnert mich doch ziemlich an den RX-V767. Mag sein, daß es mittlerweile noch ein paar mehr Untermenüs hier und da gibt, aber die Optik scheint sich in den letzten Jahren nicht wirklich verändert zu haben.

P1010064

Das Menü, hier das "mal-eben-fix-Options-Menü" zu sehen, reagiert recht schnell auf Eingaben über die Fernbedienung. Die Schrift scheint im Gegensatz zum Rest eine noch annehmbare Auflösung zu bieten. Bei der Ordnerdarstellung mußte ich allerdings spontan ein wenig grinsen und fühlte mich einige Jahre zurück versetzt.


Die Mehrpunkteinmessung in ausgewählten Bildern...

P1010075

P1010076

P1010077

P1010078

P1010079

P1010080


Das Bassmanagement ist der Auffassung, daß alle Kanäle als Vollbereich angesteuert werden sollen. YPAO habe ich ebenfalls nicht verändert, sondern die Ergebnisse des Systems als Black Box so hingenommen und mir mal das Ergebnis mit einem Mikro angehört.


Hier ein Vergleich der einzelnen Kanäle zwischen Pure Direct (weiß) und Bassmanagement/YPAO Linear (gelb):

L:

L

C:

C

R:

R

RS:

RS

LS:

LS

LFE:

LFE


Ein Eingriff ist bei fast allen Kanälen deutlich zu erkennen. YPAO macht hier einen gar nicht mal so schlechten Job, wenn auch Audyssey MultEQ XT32 in der Vergangenheit hier zu lineareren Ergebnissen gekommen ist. Allerdings habe ich gerade kein entsprechendes Gerät zum direkten Vergleich vor Ort.

Der LFE wurde hingegen nicht verändert.


YPAO bietet nun die Möglichkeit, sich die automatische Einmessung zunutze zu machen und im gewissen Umfang nach seinen eigenen Bedürfnissen zu verändern.

Also die YPAO Linear Ergebnisse in den Speicher geschickt und zunächst einen Blick darauf geworfen. Hier beschränke ich mich nun allerdings auf den LFE, da ansonsten aus diesem kurzen Test ein tagesübergreifender Bericht werden würde.

P1010104

P1010105

Wie man hier sehen kann, war YPAO nicht gänzlich untätig. Zwei der vier Bänder (zwischen 15,6 bis 250 Hz an fest vorgegebenen Frequenzen einstellbar) wurden genutzt, allerdings hat das Erste quasi keine Auswirkung und das Zweite nun wirklich überhaupt keine, denn der verwendete Sub spielt nichteinmal annähernd bis 250 Hz, so daß auch die anliegenden Frequenzbereiche keine Auswirkung haben.


Und so habe ich dann eine Weile mit dem PEQ herum gespielt und bin dann - auch wenn manchmal der Weg das Ziel ist, so dürfte dieser hier kaum von Interesse sein, daher komme ich gleich zum Ergebnis - im sechsten Anlauf zu diesem Ergebnis gekommen, Pure Direct bzw. YPAO Linear (weiß) und mein LFE (rot) bzw. noch einmal einzeln für sich:

LFE_Linear_Manuell6

LFE_Manuell6


Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Aber daß es nicht unbedingt so einfach ist, die richtigen Frequenzen bzw. Güte zu treffen, zeigt auch mal so ein Zwischenergebnis...

LFE_Linear_Manuell1

Das lief dann eher unter "Oops..."


Bei den anderen Kanälen hat man 8 Bänder zur Verfügung. Hier kann man also ruhig mal einen ganzen Tag einplanen, wenn man seinem Spieltrieb freien Lauf lassen möchte.


Ein kurzes Schlusswort zum RX-V781: Für zur Zeit ca. 600,00 EUR bekommt man einen soliden AV-Receiver mit Alu-Front und komplettem Pre-Out-Angebot, dessen YPAO einen grundsätzlich guten Job erledigt und danach mit ein wenig Arbeit zu sehr guten Ergebnissen gebracht werden kann. Will man bei einem Gerät lieber so gut wie gar nichts selber einstellen, sondern es einfach nur nutzen, und zählt sich selbst zu denen, die linearen Klang ohne Moden bevorzugen, wäre ein Gerät mit Audyssey MultEQ XT32 immer noch die bessere Wahl.
Igelfrau
Inventar
#56 erstellt: 07. Jan 2017, 23:48
Interessanter Bericht zum YPAO. Mal wieder meinen herzlichen Dank für deine damit verbundene Mühe, wummew!

Wie siehst du denn das Yamaha Einmess-System verglichen mit dem MCACC von der Wirksamkeit, der Praxistauglichkeit und der Bedienung, wie du es bei deinem damaligen Pioneer SC-2024 getestet hast?
wummew
Stammgast
#57 erstellt: 08. Jan 2017, 05:33
Bei Pioneers MCACC Advanced und Pro gefallen mir die sechs Speicherbänke sehr gut, da man hier wirklich dadurch nicht nur viel ausprobieren, sondern auch sich verschiedene "Geschmäcker" abspeichern kann. Die mögliche Vielfalt gefällt mir hier einfach. Auch den spontanen Wechsel der Speicher ohne Unterbrechung zum direkten Hörvergleich finde ich sehr gut.

Der PEQ beim RX-V781 hat zwar auch fest vorgegebene Frequenzen, die man verändern kann, allerdings ist der Frequenzbereich bis 15,6 Hz hinab beim LFE sehr hilfreich, sowie die Einstellung der Güte.

Ansonsten sind die Systeme von der Handhabung her gar nicht so unterschiedlich. MCACC bzw. die manuellen Klanganpassungen wirken für mich insbesondere in Verbindung mit der App eher "verspielt", hingegen YPAO hier auch optisch eher einen nüchternen, sachlichen Auftritt vorzieht.

Bezogen auf den LFE sollte man lieber manuell den richtigen Platz des Subwoofers suchen, als den optisch "schönsten" Platz zu wählen und dann blind der Automatik zu vertrauen. Dann hat man mit beiden Systemen keinen guten Partner gefunden.

Insgesamt habe ich hier keinen wirklichen Favoriten.

Beziehe ich das Bassmanagement mit ein, so ärgert natürlich die einheitliche Trennfrequenz bei Pioneer bzw. den kleineren Yamaha Modellen. Hier ist man mit dem RX-V781 und den höheren Modellen flexibler. Wobei ich meine, auch der RX-V681 müßte dies bereits bieten.

Ich bleibe nach wie vor dabei, das für mich "beste" System wäre ein Audyssey MultEQ XT32 mit den Speichermöglichkeiten von MCACC Advanced/Pro, dem PEQ von YPAO, einem flexiblen Bassmanagement und oben drauf dann einer verspielten MCACC Advanced/Pro App zur spaßigen Klangverbiegung. (Dirac kenne ich nicht.)
Igelfrau
Inventar
#58 erstellt: 08. Jan 2017, 16:15
Merci für deine Gedanken. Dein im letzten Satz formuliertes Traumsystem würde wohl so manchen hier zum Schwelgen bringen.

Haben denn alle Pioneers nur eine einheitliche Trennfrequenz oder ist zumindest bei der Oberklasse eine individuelle Trennfrequenz pro LS möglich? Ich muss gestehen, ich habe noch nie einen Pioneer persönlich in den Fingerchen gehabt. Aber das wäre für mich auch ein Grund, es dabei zu belassen.
wummew
Stammgast
#59 erstellt: 08. Jan 2017, 16:36
Bei Pioneer ist immer eine globale Trennfrequenz vorhanden, das war zumindest bis zum SC-LX89 so. Die neueren Modelle habe ich mir noch nicht angesehen.
wummew
Stammgast
#60 erstellt: 20. Jan 2017, 12:13
Heute geht es um den Onkyo TX-NR656, der mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurde, und den ich mit dem Yamaha RX-V781 verglichen habe. Bzw. habe ich Bassmanagement und Einmesssystem und deren Zusammenwirken bei den beiden Mittelklassegeräten miteinander verglichen.

Folgend werde ich vereinfacht von "AccuEQ 2016" und "YPAO" schreiben, wenn ich mich auf die Einmessprogramme beziehe. YPAO wurde immer als "linear" eingesetzt.

Die manuellen Equalizer habe ich nicht direkt miteinander verglichen, dazu aber später noch ein, zwei Sätze mehr.

Auf viele bunte Fotos werde ich hier auch verzichten, die Produkte sind bekannt, und hier geht es eben rein um die oben genannten Aspekte.

Ausstattung (fast) unverändert zu vorherigen Tests: Saxx CS 130 (Front + Surround), Saxx CS 150 (Center), Teufel T 2300 (Sub)



Pure...:


Zum Einstieg direkt ein Vergleich zwischen Pure Direct (Yamaha, weiß) und Pure Audio (Onkyo, gelb) bei ausgewählten Kanälen zur Ansicht:

L:

Pure_L

LS:

Pure_LS

LFE:

Pure_LFE


Ich habe bewußt den Onkyo mit geringfügig mehr Pegel gemessen, um auch im späteren Verlauf noch auf weitere dann erkennbare Unterschiede eingehen zu können.

Zunächst aber zu diesem Vergleich: Erkennbar ist ganz deutlich, daß beide Geräte das Signal offenbar identisch verstärken. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit bisherigen Erfahrungen. Schaut man sich die Messungen aber etwas genauer an, stellt man fest, daß die Hauptkanäle (5.0) zwar offensichtlich identisch verstärkt werden, der LFE allerdings beim Onkyo grundsätzlich etwas mehr Pegel zugespielt zu bekommen scheint.

Mehrere Messungen ergaben ein identisches Ergebnis. Den/die Subwoofer müßte man also beim Onkyo geringfügig am Sub selbst herunter regeln, um auf einen zum Yamaha identischen Pegel zu kommen.

Einen tendenziell "hellen" Klangcharakter, den man Verstärkern von Yamaha gerne nachsagt, kann ich über Messungen zumindest nicht bestätigen.



Bassmanagement:


Hier gehen Yamaha und Onkyo getrennte Wege. Yamaha setzt alle Kanäle als Vollbereich. Onkyo trennt die Kanäle bei 40 Hz (Front, Surround) und 50 Hz (Center).

Vergleichmessungen zeige ich an dieser Stelle nicht, das Ergebnis bzw. der Unterschied sollte im Bassbereich, wenn man die Kanäle einzeln mißt, klar sein.



AccuEQ 2016 und YPAO:


Für einen Vergleich habe ich hier alle Kanäle als Vollbereich eingestellt, AccuEQ 2016 (blau) und YPAO (rot):

L:

Vollbereich_L

C:

Vollbereich_C

R:

Vollbereich_R

RS:

Vollbereich_RS

LS:

Vollbereich_LS

LFE:

Vollbereich_LFE


Korrekturen finden über den kompletten Frequenzbereich bei beiden Systemen statt, wenn man die Pegelanpassungen der Kanäle mit einbezieht. AccuEQ 2016 macht also auf jeden Fall mehr als AccuEQ 2014 und entspricht eher AccuEQ 2015.

Insbesondere im schwierigen Surroundbereich geht AccuEQ 2016 sehr viel stärker im Bassbereich zu Werke. Zunächst verblüffend positiv zu bewerten. Nimmt man den restlichen Frequenzbereich hinzu, relativiert sich der positive Eindruck allerdings ein wenig. Zieht man eine Gerade von links nach rechts, haben letztlich sowohl AccuEQ 2016 als auch YPAO zwar versucht über Absenkung im Bassbereich und Erhöhung im Hochton ein wenig Linearität ins Chaos zu bekommen, erfolgreich waren beide Systeme aber nicht gänzlich.

Dazu sei angemerkt, das selbst Audyssey MultEQ XT32 bei ähnlicher Aufstellung hier keine gänzliche Linearität herbei zaubern konnte.


Hier noch ein Vergleich der unterschiedlichen Korrekturen der beiden Systeme, Onkyo Pure Audio (gelb) und AccuEQ (blau), Yamaha Pure Direct (weiss) und YPAO (rot) an ausgewählten Kanälen:

L:

L

LS:

LS

LFE:

LFE


Anhand des linken und des linken Surround- Kanals ist erkennbar, daß AccuEQ 2016 den Bassbereich versucht dem Hochton anzupassen. D. h. hier findet im Bassbereich eine starke Korrektur statt, der Hochton wird belassen.

YPAO hingegen nimmt überall Korrekturen vor, dafür im Umfang weniger.

Hier kann ich also auch schreiben, daß beide System versuchen Linearität zu schaffen. Gänzlich perfekt arbeiten beide Systeme aber nicht.

Beim LFE sieht es nun etwas anders aus. YPAO nimmt hier keine Änderung vor, dies war ja auch schon aus dem Einzeltest des RX-V781 erkennbar. Allerdings wird der Pegel deutlich abgesenkt. AccuEQ 2016 korrigiert geringfügig, allerdings wird beim Onkyo der Pegel nicht verändert.


Was bedeutet dies nun in der Konsequenz?

Schauen wir uns dazu mal den gängigen Betrieb in einem Heimkinosystem an, d. h. die Kanäle werden nach unten hin irgendwo (40, 50, 60 Hz usw.) getrennt. Das empfehle ich grundsätzlich eh, auch wenn man große Standlautsprecher in der Front oder sogar im Surroundbereich nutzen will. Gründe dafür dürften klar sein. Es entlastet u. a. den Verstärker und die Lautsprecher und man bekommt den problematischen Bassbereich besser unter Kontrolle.



AccuEQ 2016 / YPAO und Bassmanagement:

Hier dient als Beispiel der linke Kanal, Yamaha (weiß) und Onkyo (gelb), jeweils Trennung bei 80 Hz, ansonsten beide Systeme out-of-the-box:

80Hz_L


Und an dieser Stelle lassen sich nun zwei verbreitete Pauschalaussagen sogar direkt nachvollziehen. Würde man die beiden Geräte so über das Gehör vergleichen, so wäre das Ergebnis klar: 'Der Yamaha klingt hell', 'Der Onkyo klingt kräftig'. Oder positiv aus Sicht des Yamaha: 'Der Yamaha klingt detailliert', 'Der Onkyo klingt schwammig'.

Grundsätzlich finde ich die Entwicklung bei AccuEQ, welches ich in den Versionen 2014 und 2015 ebenfalls getestet habe, im Zusammenspiel mit dem Bassmanagement sehr löblich. Es wurde immer ein wenig weiter verbessert. AccuEQ 2014 erwähne ich mal nicht weiter, da ich es für absolut nutzlos ansehe. Im Gegensatz zu AccuEQ 2015 inkl. Bassmanagement wurde aber der extrem (!) übertriebene LFE zumindest ein wenig zurück genommen. Letztlich macht man sich hier immer noch den Spaßfaktor Bass zunutze, aber es ist im erträglichen Rahmen.

YPAO hat es hier mehr mit Linearität gemein, allerdings dürfte man hier sogar gerne noch etwas im Bass zulegen oder aber den Hochton etwas weniger fördern.

Aber muß man mit diesem Ergebnis leben?



Manuelle Eingriffsmöglichkeiten:


Beim Yamaha hat man hier absolut freie Hand und kann an der Automatik hinterher Veränderungen nach Lust und Laune vornehmen. Ein paar Zeilen dazu habe ich im Einzeltest des RX-V781 geschrieben.

Der Onkyo bietet diese Möglichkeit grundsätzlich auch, allerdings (nur ein Auszug):

- YPAO zeigt die vorgenommenen Korrekturen, diese lassen sich manuell weiter anpassen.
- AccuEQ 2016 zeigt keine Korrekturen (alles "genullt").
- YPAO bietet Korrekturen für jeden Kanal.
- AccuEQ 2016 bietet Korrekturen für jede "Kanalgruppe" (Front, Center, Surround, Subwoofer).
- YPAO bietet Korrekturen inkl. Einstellung der Güte an.
- YPAO bietet Korrekturen ab 15,6 Hz an.
- AccuEQ 2016 bietet Korrekturen ab 25 Hz an.


Soweit also zum Onkyo TX-NR656 mit AccuEQ 2016. Grundsätzlich macht AccuEQ 2016 also gute Arbeit. Beim manuellen Equalizer dürfte Onkyo für die nächste Generation aber gerne mal bei Yamaha ein wenig abgucken.


Notiz am Rande:
So manchen Subwoofer-Herstellern wird ja gerne nachgesagt, daß es eher "Schlammschieber" seien, die da auf die Menscheit losgelassen werden. Ich habe mir nun extra mal einen dicken Teufel geholt und wenn ich mir da die Messungen so ansehe... also nach "Schlammschieber" oder wenig Tiefgang sieht das zumindest beim T 2300 nicht aus.
computerfouler
Inventar
#61 erstellt: 20. Jan 2017, 12:45
Danke, wie jeder Test von dir eine wirkliche Bereicherung fürs Forum. Ohne Messungen rein nach Gehör macht AccuEQ 2016 im TX RZ1100 bei mir den besten Job.


[Beitrag von computerfouler am 20. Jan 2017, 22:05 bearbeitet]
wummew
Stammgast
#62 erstellt: 20. Jan 2017, 21:36
Das kann ich nachvollziehen. Bei AccuEQ 2016 + Bassmanagement übertreibt man es ja mittlerweile nicht mehr so sehr mit dem Bassbereich, sondern ist eher in der "spaßigen Abstimmung" unterwegs.

Man muß dazu natürlich immer erwähnen, daß ich mir vorher gerade um den kritischen Bass den größten Kopf mache und nach der besten Position für den/die Subwoofer suche. Die Korrektur in diesem Bereich nehme ich den Systemen daher fast schon immer im Vorwege ab. Abgesehen vom XT32 hat hierbei noch jedes mir bisher bekannte System bei ungünstiger Aufstellung zwar nicht unbedingt total versagt, aber eben doch zu keinem genügenden Ergebnis geführt. Beim AccuEQ 2016 habe ich dies tatsächlich noch nicht getestet, das werde ich mal kurzfristig nachholen.
computerfouler
Inventar
#63 erstellt: 20. Jan 2017, 22:16
Da geht es nicht nur um das Bassmanagement, insgesamt macht der Onkyo bei mir das beste Klangbild. Räumliche Abbildung, herausarbeiten feiner Details einfach perfekt.
wummew
Stammgast
#64 erstellt: 20. Jan 2017, 23:34
Das ist mir schon klar. Aber eben das Bassmanagement oder der Bass als solches war bisher immer das große Problem, daher stelle ich es so in den Vordergrund. Und es ist etwas, das man messen kann, man kann es also einfacher objektiv bewerten und die eigene Meinung anderen dadurch besser zugänglich machen.

Alles andere vom Klang ist in der Beschreibung nicht so mein Ding, ob ich etwas als mehr oder weniger räumlich empfinde oder was und wie auch immer, das rechne ich eher meinem eigenen momentanen Zustand zu. Mitunter klingt dasselbe Material über dieselbe Quelle, dasselbe Kabel, denselben Verstärker an denselben Lautsprechern einfach weniger interessant als sonst.


[Beitrag von wummew am 20. Jan 2017, 23:34 bearbeitet]
computerfouler
Inventar
#65 erstellt: 21. Jan 2017, 00:35
Stimmt, das ist immer schwierig, deshalb vermeide ich solche Beschreibungen im Allgemeinen. Was bleibt ist ein Receiver der anhaltend Freude macht und das ist die Hauptsache.
wummew
Stammgast
#66 erstellt: 21. Jan 2017, 11:42

computerfouler (Beitrag #65) schrieb:
Was bleibt ist ein Receiver der anhaltend Freude macht und das ist die Hauptsache.


So ist es.
Igelfrau
Inventar
#67 erstellt: 21. Jan 2017, 11:52
Auch von mir mal wieder meinen allerbesten Dank für deine Mühe und Beobachtungen, wummew!
Dies ergibt einen neuen und wichtigen Stützpunkt in der Diskussion um Onkyos AccuEQ (auch was dessen Entwicklung betrifft) und nebenbei auch zum "hellen" Klang der Yamahas.

Sehr gute Arbeit und Dokumentation!
blizzard-74
Schaut ab und zu mal vorbei
#68 erstellt: 22. Jan 2017, 13:39
Hi, Ich finde deine Tests und Berichte sehr aussagekräftig und nicht so blumig Da du ja schon Yamaha und auch den Onkyo 905 getestet hast wende ich mich nun mal an dich

Ich habe noch den Onkyo TX-SR 805. Allerdings fehlen mir da mittlerweile die ganzen Netzwerkfunktionen. Und das HDMI Board hat sich auch schon vor längerer Zeit verabschiedet. Habe aktuell die Dali Zensor 3 als Front und die Zensor 1 als Rear. Center ebenfalls Dali Zensor. Als Sub werkelt noch ein Canton AS 85.2. Klanglich bin ich schon noch sehr zufrieden mit dem Gerät. Außer bei Rockmusik. Da geht er voll unter. Vor allem im Pure Direct/Stereo Modus. Ich liebäugele grad mit einem Yamaha 677. Oder aber sogar dem 681 Wird das deiner Meinung nach eher ein Rückschritt sein oder wird er schon mich besser bedienen. Denon X3000 habe ich auch noch im Blick.

Vielen Dank im Vorraus.
*Hwoarang*
Stammgast
#69 erstellt: 22. Jan 2017, 18:03
Ich hatte auch mal die Dali Zensor 3. Tolle LS für das Geld, doch wenn du den Sound deutlich verbessern möchtest solltest du dir mal andere LS anhören.
Ich bin über KEF zu B&W gekommen. Meine CS5 S2 sind für mich bei Rockmusik einfach ein Traum.

LG und frohes Testen
blizzard-74
Schaut ab und zu mal vorbei
#70 erstellt: 22. Jan 2017, 19:56
Danke für die Antwort. Ich hatte sie schon an einem Onkyo Integra A-8850 von 93 hängen. Da gefällt mir der Klang um einiges besser. Klar kann man das nicht mit einem AVReceiver vergleichen. Aber da ich ihn eh loswerden möchte geht es jetzt nur noch drum auf welchen. Auch die App Steuerung sollte gut funktionieren. Ich hatte auch schon große Canton Ergo an ihm hängen. Klang irgendwie nach Nüx. Hab ihn jetzt bald 10 Jahre da muss einmal was neues her. 😀 Die Dali habe ich erst seit Dezember. Gefallen mir vom Klang sehr gut.

Liebe Grüße und Danke
wummew
Stammgast
#71 erstellt: 23. Jan 2017, 08:41

blizzard-74 (Beitrag #68) schrieb:
Außer bei Rockmusik. Da geht er voll unter. Vor allem im Pure Direct/Stereo Modus.


"Pure Audio" oder "Stereo"? Das wird nämlich nachdem das Bassmanagement und Audyssey MultEQ XT über deine Zensor gegangen sind vermutlich nicht mehr identisch sein.

Bei "Pure Audio" sollte sich der TX-SR805 vom Vollverstärker nicht unterscheiden. Das gilt bei "Pure Direct" bei z. B. Yamaha ebenso.

Von der Haptik wäre ein Wechsel defintiv ein Rückschritt. Wenn dies also wichtig ist, dann besser auf eine herbe Enttäuschung gefaßt machen. Massive Geräte wie den TX-SR805 gibt es kaum noch.

Zur Bedienung über Apps kann ich nur wenig beisteuern, die nutze ich grundsätzlich nicht.

Aber wenn hier gerne mal am Klang herum gespielt werden will, dann wäre z. B. ein Pioneer VSX-930/VSX-1130 mit MCACC Pro nicht verkehrt. Die einheitliche Trennfrequenz aller Kanäle des Bassmanagements wäre bei den Zensoren nicht wild. Diese Pioneer-Generation verfügt noch über sechs Speicherplätze bzgl. der Klangeinstellungen - man kann also nach Lust und Laune einfach mal alles verbiegen, und wenn es einem dann nicht gefällt, wechselt man einfach wieder auf einen anderen Speicherplatz.
Das Display ist zwar nicht zweizeilig wie das des TX-SR805, dennoch ist es zunächst gut ablesbar, darüber hinaus bietet es neben der Hauptzeile noch diverse kleine Statusanzeigen, die über den aktuellen Betriebszustand informieren.
Überdies sind noch 2x HDMI-Out und die trotz Kunststoff (VSX-930) massiv wirkende Front inkl. Bedienelementen erwähnenswert. Die Fernbedienung wurde in der Vergangenheit bei Pioneer gerne kritisiert, mir gefällt sie hingegen sehr gut, da man viele Funktionen direkt anwählen kann, ohne ins Menü gehen zu müssen.

Weitere Fragen besser im allgemeinen Bereich stellen, da kann vielleicht besser geholfen werden: Kaufberatung
blizzard-74
Schaut ab und zu mal vorbei
#72 erstellt: 23. Jan 2017, 23:32
Danke vielmals für die ausführliche Antwort. So wie es aussieht werde ich ihn doch noch weiter nutzen. Werde die Akustik noch optimieren nochmals neu einmessen und evtl. Spãter noch einmal einen anderen Subwoofer dazu holen. Den onkyo bekommt dann zu gegebener Zeit mein Sohn
wummew
Stammgast
#73 erstellt: 26. Jan 2017, 13:16
Als kleine Ergänzung zum letzten Test zwischen AccuEQ 2016 (Onkyo TX-NR656) und YPAO (Yamaha RX-V781) habe ich mir noch ein Gerät mit Audyssey MultEQ XT (Denon AVR-2113), folgend "XT" genannt, besorgt.


Hier ein kurzer Vergleich zwischen dem LFE bei Onkyo (Pure Audio, gelb) und Denon (Pure Direct, weiss):

LFE_Pure

Wie man erkennen kann, sind die Messungen - abgesehen vom Pegel - identisch, ich habe hier also nichts verändert.



XT:


Wie stark greift XT bei mir durch? Beispiele am bekanntlich bei mir schwer korrigierbaren linken Surroundkanal und dem LFE, Pure Direct (weiss) und XT (gelb):

LS:

LS

Eine Änderung ist sichtbar. Das Bassmanagement hat diesen Kanal bei 40 Hz getrennt (hier natürlich als Vollbereich dargestellt), die massive Überhöhung ab 60 Hz dürfte sich vermutlich noch deutlich auswirken. AccuEQ 2016 hat hier den Bassbereich sogar stärker korrigiert.

Zur Verdeutlichung, AccuEQ 2016 (blau) und XT (gelb):

LS


LFE:

LFE

Selbst XT glättet bei mir den LFE nochmals deutlich. AccuEQ 2016 ging hier nicht ganz so nachdrücklich zu Werke, YPAO nahm hier keine Korrekturen vor, sondern bei Yamaha wurde dagegen der Pegel merklich gesenkt.



AccuEQ 2016 vs. YPAO vs. XT:

Und hier nehmen wir einfach mal den rechten Frontkanal, getrennt bei 80 Hz und schauen uns mal die unterschiedlichen Korrekturen an. AccuEQ 2016 (gelb), YAPO (blau), XT (weiss):

R_80Hz_DvsOvsJ

AccuEQ 2016 bietet den präsentesten Bassbereich. YPAO und XT sind sich im Bass recht einig. Durch die Korrektur des LFE bietet hier XT die linearste Lösung an.

Interessant finde ich den Übergang zum Frontkanal. Dies scheint nun wieder Yamaha mit YPAO am besten zu gelingen. Bei Onkyo und AccuEQ 2016 muß der Pegel entsprechend des hohen LFE zwangsläufig fallen, weshalb hier allerdings so ein Tal beim Übergang entsteht, kann ich mir nicht gänzlich erklären. Denon und XT gelingt der Übergang mit kleinem Tal auch nicht gänzlich perfekt.
Bei Onkyo und AccuEQ 2016 ließe sich dies noch anhand eines Blickes auf den LFE-Verlauf erklären, bei dem ich ein kleines Tal bei 70 Hz habe und AccuEQ 2016 diesen nicht gänzlich korrigiert. XT hat hier allerdings gut entgegen gewirkt und dennoch führt eine Trennung bei 80 Hz eben zu einem solchen nicht ganz perfekten Übergang.

Den Bereich zwischen 100 Hz und 2000 Hz würde ich bei keinem der Systeme als perfekt ansehen, hier sind alle Systeme ein wenig überfordert.

Im Hochton ist hier wie zurvor bereits erwähnt Yamaha mit YPAO deutlich präsenter als Onkyo/AccuEQ 2016 und Denon/XT.


Kurze Zusammenfassung anhand dieser drei Systeme ("out-of-the-box"):

- Denon/XT linear
- Yamaha/YPAO höhenbetont
- Onkyo/AccuEQ 2016 bassbetont

Es ist also für jeden Hörer etwas dabei.


Dabei sei aber erwähnt, daß man mit allen Systemen sehr gut sowohl Musik als auch Film hören kann. Das gilt also auch für AccuEQ 2016. (Auch wenn es mit dem ersten Satz bereits deutlich sein müßte, wollte ich es aufgrund der vergangenen Jahre hier noch einmal in aller Deutlichkeit hinterher geschoben haben.)

Ganz persönlich habe ich beim Testfilm "The Purge 3" beim Onkyo irgendwann den LFE ein wenig herab gesenkt. Er klingt aber so wie es das System vorgibt im ersten Moment am meisten nach "Wow".
wummew
Stammgast
#74 erstellt: 16. Apr 2017, 20:46
Heute schreibe ich mal etwas über zwei Produkte - zumindest reiße ich das Zweite mal kurz an.


Da wäre zunächst der kleine Onkyo TX-L50 AV-Receiver, der schon eine Weile bei mir seine Arbeit verrichtet. Mehr oder weniger baugleich zum Pioneer VSX-S520, dessen Vorgänger VSX-S510 vor ein paar Monaten hier seinen Dienst verrichten durfte, habe ich mich hier für den Onkyo entschieden.

Subjektiv empfand ich ihn beim "Dranherumspielen" haptisch etwas hochwertiger (Drehregler) und optisch sagt mir die Front auch geringfügig mehr zu als beim Pioneer.


Die äußeren Qualitäten

Was mir allerdings erst in den eigenen vier Wänden aufgefallen ist: Der Anschluß für das Mikro ist beim TX-L50 nach hinten gewandert...

DSC_0114

Die Lautsprecheranschlüsse erfüllen grundsätzlich ihren Zweck, sind aber doch eine kleine Enttäuschung. Beim älteren Pioneer VSX-S510 gab es noch Schraubabschlüsse.

Ansonsten ist eigentlich alles da, was man so benötigt; u. a. vier HDMI-Eingänge, USB, zwei digitale Toneingänge, drei analoge Eingänge, darunter sogar ein Phono-Eingang. An letzterem Eingang hängt zur Zeit mein alter Technics SL-BD3. Über die Qualität des Phono-Anschlusses läßt sich nicht viel schreiben, da ich zur Zeit keine weiteren Vergleichsmöglichkeiten (Plattenspieler, Tonabnehmer, externe Vorstufen) habe.

DSC_0109

DSC_0325


Hitzeentwicklung

Was bringt einem das flachste Gerät, wenn man ihm nach oben hin immer noch elendig viele Zentimeter Platz lassen muß, damit es nicht zu einem Hitzstau kommt? Hier kann ich gleich eine kleine Entwarnung geben. Der Onkyo entwickelt zwar nach einer Weile natürlich auch Abwärme, die ist allerdings auf eine Hälfte des Gehäuses beschränkt,...

DSC_0117

... so daß man auch bei Bedarf kleinere Geräte sogar direkt auf den Onkyo stellen könnte. Ein paar wenige Zentimeter nach oben hin reichen ansonsten aber wohl schon, da der Onkyo auch nach einem Filmabend mit gehobener Lautstärke nicht zu extremen Hitzeentwicklungen neigte.


AccuEQ

Auch in diesem Onkyo ist natürlich ein AccuEQ zu finden. Wie man bereits bei den letzten Modellen (u. a. TX-NR656) erkennen konnte, ist aber auch darin mittlerweile ein positiver Nutzen zu finden.

Einrichtung, Menü usw. sind unverändert zu bereits bekannten Modellen, daher nur ganz kurz und schnell ein paar Bilder...

DSC_0352
Wie hier zu sehen steht bei mir zur Zeit ein 4.1-System, ich habe also zur Zeit keinen Center im Einsatz.

Das Ergebnis des Bassmanagements und AccuEQ:

DSC_0348

DSC_0349

DSC_0350

Und wie gehabt alles "genullt", so daß man hier nicht zumindest erahnen könnte, was denn AccuEQ so getrieben hat:

DSC_0351


Messungen

Ohne Mikro kommen wir also auch hier nicht dahinter, ob und was Bassmanagement und AccuEQ hier für einen Klang gebaut haben.

Hier sei auch gleich erwähnt, daß ich dieses mal nun nicht vorab den Ort des Sub über Messungen gesucht habe, sondern ihn dort hingestellt habe, wo er optisch am wenigsten auffällt und praktisch nicht im Weg steht. Es ist also eine etwas größere Herausforderung für den flachen Onkyo.

Vorab zur Erläuterung:

- WEISS: "Pure" (ohne Bassmanagement und AccuEQ)
- ROT: "Direct" (Bassmanagement aktiv, AccuEQ deaktiviert)
- GELB: "Out-of-the-box" (Bassmanagement und AccuEQ wie automatisch konfiguriert)
- BLAU: manuell ins Bassmanagement eingegriffen (80 Hz auf allen Kanälen)

Ein direkter Vergleich der Frontkanäle mit verschiedenen Optionen:

L:

L

R:

R

Bei den restlichen Kanälen beschränke ich mich rein auf die Automatik, da hier das Bassmanagement mich nicht gänzlich in Erstaunen versetzt hat:

LS:

LS

RS:

RS

LFE:

LFE


Wie man anhand der weißen Frequenzgänge erkennen kann, hätte wohl jedes System an dieser Akustik ziemlich zu knabbern. Aber so oder so ähnlich chaotisch dürfte es wohl bei den meisten Nutzern aussehen.

Wie bereits oben angedeutet hatte mich das Bassmanagement bezogen auf meine Frontkanäle doch ein wenig verwundert. Ich hatte die Einrichtung des Onkyo danach direkt noch ein zweites Mal durchlaufen lassen, aber sie kam auch dann wieder zum gleichen Ergebnis. Und bevor jetzt wie wild gescrollt wird... die Frontkanäle wurden bei 200 Hz getrennt. Das nenne ich mal sportlich.


An dieser Stelle ein ganz kurzer Einschnitt... Um welche Lautsprecher geht es hier eigentlich? Eingangs erwähnte ich, daß ich hier gleich zwei Produkte abhandeln werde. Bei den Lautsprechern handelt es sich nun um Standlautsprecher eines Herstellers, der eher mit Verstärkern, AV-Receivern usw. bei Nutzern zu finden sein wird. Nicht mehr ganz aktuell, und selber habe ich sie auch lange Zeit nicht mehr auf meiner Liste gehabt, sind sie mir doch bei einem Händler aufgefallen, als ich eher nach ganz anderen Herstellern die Augen offen hielt. Aber gemessen an deren Verarbeitung und Preis führte dann dieses Mal einfach kein Weg an den Yamaha NS-F700 vorbei.

DSC_0346

DSC_0148

Selbst zu deren UVP, den man heute nicht einmal ansatzweise zahlen muß, lassen sie zumindest von der Verarbeitung her selbst Hersteller wie B&W (z. B. 683 S2) oder Dali (Opticon) - ich erwähne diese Hersteller hier nur beispielhaft, da sie zufällig ebenfalls auf dieser Tour von mir begutachtet wurden - als ziemlich "billig wirkend" aussehen hinter sich zurück.

Aber natürlich geht es bei Lautsprechern doch eher um den Klang, der letztlich aus ihnen heraus kommt. Und da kann ich diverse kurze Stellungnahmen, die ich bisher zu den NS-F700 finden konnte, grundsätzlich nachvollziehen. Für manche in den Höhen zu sehr betont, im Bass nun wieder mit nicht genug Substanz.

Ganz so hart möchte ich aber mit den NS-F700 nicht ins Gericht gehen. Eine Höhenbetonung kann ich z. B. hier bei mir nicht erhören, zumindest nicht im Vergleich zu einer alten Canton Ergo 90. Unten herum wirkt hingegen die Ergo 90 mit ihren zwei 20 cm Chassis tatsächlich kräftiger bzw. regt bei mir vermutlich einfach die Raummoden noch stärker an.

Da dies aber kein langer Bericht zu den NS-F700 werden soll, ich aber aber zumindest kurz ein paar Worte bzgl. der Ergebnisse des Onkyo TX-L50 über diese Schallwandler loswerden wollte, gibt es hier nun auch keine Vergleichmessungen bzgl. der Lautsprecher. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.


Zurück zum Onkyo...

Das Bassmanagement hat also die NS-F700 bei 200 Hz getrennt. Das gefällt mir nicht auf dem Papier, und akustisch bin ich mit dem Ergebnis auch nicht gänzlich glücklich. Ich habe daher in das Bassmanagement eingegriffen und die Trennung bei 80 Hz getestet. Das Tal um 45 Hz, bedingt durch die Korrektur des LFE, läßt sich damit laut Messung auch nur geringfügig auffangen, aber zumindest gehört hat es mir insgesamt besser gefallen und zur Zeit ist auch dies die Einstellung, die ich bevorzuge.

Beim LFE kann man deutlich genannte Korrektur erkennen, allerdings fällt sie mir schon fast ein wenig zu übereifrig aus. Aber hier sei nochmals erwähnt, AccuEQ ist mittlerweile nutzbar.

Betreffend des linken und rechten Surround-Kanals, dies sind übrigens die erwähnten Ergo 90, kann ich auch nur mein Lob aussprechen. Bassmanagement und AccuEQ haben hier gute Arbeit geleistet.

Bei allen Kanälen ist deutlich erkennbar, daß AccuEQ offensichtlich mit dem Mittel-/Hochton absolut keine Probleme hat und mir diese mehr oder weniger unverändert präsentiert.

Auch der TX-L50 bietet darüber hinaus noch einen manuellen EQ, aber eben auch mit den bekannten Einschränkungen (s. z. B. TX-NR656, u. a. "Lautsprechergruppen"), an dem man sofern gewollt herumspielen kann. In meinem Fall würde sich dies z. B. bei einer 80-Hz-Trennung beim rechten Frontkanal zwischen 100 und 200 Hz empfehlen - aber da sind wir dann wieder bei dem "Lautsprechergruppen"-Problem...


Schlusswort

Mein Fazit zum Onkyo TX-L50: Wenn man keinen Platz hat oder einen AV-Receiver optional in weiss im Heim stehen haben möchte, wird die Auswahl mit mal schon ziemlich übersichtlich. Reichen fünf Kanäle aus, so ist man aber mit dem Onkyo TX-L50 meiner Meinung nach sehr gut bedient. Anschlüsse sind reichlich vorhanden, die Bedienung ist wie von Onkyo gewohnt simpel, AccuEQ ist absolut praxistauglich, relativ geringe Hitzeentwicklung und auch an der Leistung kann ich absolut keine negative Kritik üben, mit dem Flachmann kann man es auch gut krachen lassen.

Abschließend aber noch eine ganz kurze rein subjektive Negativliste von meiner Seite an meinem Gerät:
- leicht klappernde Batteriefachabdeckung bei der Fernbedienung
- wählerisch bei USB-Sticks
- HDMI-Verkabelung zwischen Quellen und weiter zum TV mußte mal wieder komplett geändert werden wegen "Handshakeproblemen"
- Mini-Lautsprecherklemmen
- fehlende Tonspielerei wie z. B. Dyn. EQ bei Audyssey-Geräten
- dieser man. EQ macht für mich nur bei Center und LFE Sinn
Igelfrau
Inventar
#75 erstellt: 16. Apr 2017, 21:11
Mal wieder meinen besten Dank! Kommt in die Sammlung und verlinkt in den Gerätethread.
wummew
Stammgast
#76 erstellt: 16. Apr 2017, 21:12
Danke und
wummew
Stammgast
#77 erstellt: 22. Apr 2017, 11:33
Wenn man mir schon die Möglichkeit bietet, eines meiner Geräte, in diesem Fall den zuletzt von mir hier veröffentlichten AV-Receiver, mit einem "richtigen" AV-Receiver zu vergleichen, so nehme ich dies natürlich gerne an. Und so wurde mir der Pioneer SC-LX501 für ein paar Stunden zur Verfügung gestellt.

Allein schon beim Anblick der Gehäuseausmaße wurde mir schnell klar, weshalb mir dieser Pioneer als "richtiger" AV-Receiver angepriesen wurde. Im Vergleich zum TX-L50 ist das ein richtig großer Schrank.

DSC_0391

Der Onkyo TX-L50 ist nur wenige Millimeter höher als der hier zu sehende Toshiba HD-EP30.

Und ich muß gestehen, ich habe mir bisher nicht wirklich viel Gedanken um Pioneers aktuelle SC-LX Serie gemacht. Mein letzter LX war ein VSX-LX70, das ist also schon eine Weile her.

Auf manchen Seiten ist zu lesen - und davon war ich bei einem SC-LX-Modell auch einfach mal ausgegangen - als Einmesssystem würde MCACC in einer Pro-Version verbaut sein. Dazu aber später mehr. Zunächst ist mir beim Tragen schon das recht hohe Gewicht aufgefallen. Der TX-L50 ist dagegen leicht wie eine Feder.


Haptik und äußere Erscheinung

Von der Haptik bin ich allerdings doch sehr schnell enttäuscht worden, ebenfalls habe ich u. a. Pre-Out für alle Kanäle auf der Rückseite vermißt. Gut, daß der 501 nur noch eine 7-Kanal-Vorstufe mitbringt, das hatte ich zumindest schon einmal gelesen. Und wirklich häufig habe ich einen AV-Receiver auch nicht als Vorstufe genutzt, die Pre-Out waren also eigentlich eh in der Praxis nicht so sehr relevant, aber überrascht hat es mich eben doch.
Tja und die Haptik... Für mich erinnert er eher an den SC-2022 - groß und mächtig aussehend, grundsätzlich gut verarbeitet, aber eben letztlich nur ein großer Plastikbomber. Beim SC-2022 war das für mich noch ok, es war ja auch eine andere Preisklasse - wobei der spätere und etwas teurere SC-2024 da schon haptisch wieder hochwertiger war - aber bei einem SC-LX-Modell erwarte ich da wirklich mehr.

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Im Vergleich zum TX-L50 bietet das Display des SC-LX501 mehr Informationen, u. a. die angesteuerten Kanäle.


Menü und MCACC

Zu Onkyo-Modellen alles sehr ähnlich, daher einfach nur ein paar Bilder von der Einmessung und deren Ergebnissen...

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Der "pure" Klang

Der SC-LX501 ist somit startklar für einen direkten Vergleich. An der Einrichtung, Lautsprecher, deren Aufstellung usw. hat sich (fast) nichts verändert. "Fast", es ist als Center der Yamaha NS-C700 hinzu gekommen...

Und wie immer zunächst ein Vergleich von beiden Geräten in "Pure Direct" (Pioneer, weiß) und "Direct" (Onkyo, gelb - "Pure Audio" bietet der TX-L50 nicht, so daß das Bassmanagement manuell wieder "genullt" werden muß - ich nenne es "Pure").

L

SC-LX501_vs_TX-L50_PD_L

R

SC-LX501_vs_TX-L50_PD_R

LFE

SC-LX501_vs_TX-L50_PD_LFE

Wie man hier wohl ganz gut erkennen kann, beide Geräte verstärken das Signal identisch.


Auswirkung von MCACC in der Version des SC-LX501

WEISS: "Pure Direct"
ROT: "out-of-the-box" (MCACC + Bassmanagement Pioneer)
GELB: MCACC + Kanäle als Vollbereich (für den besseren Vergleich mit "Pure Direct")

L

L

C

C

R

R

RS

RS

LS

LS

LFE

LFE

Der Eingriff von MCACC ist deutlich erkennbar.

Die Abstimmung, die hierbei insbesondere für beiden Hauptfrontkanäle gewählt wird, überrascht mich allerdings. Ab 1 kHz ist hier ein Abfall zu erkennen, ab ca. 10 kHz dann allerdings ein massiver Anstieg. Im Bassbereich der Kanäle wird hingegen nicht korrigiert. Hier greift vermutlich zunächst das Bassmanagement, so daß MCACC danach dann eben diesen Bereich (in meinem Fall ca. 100 Hz abwärts) nicht mehr korrigiert.

Betrachtet man dann die anderen Kanäle (Center und Surround), so findet auch unterhalb der gesetzten Trennfrequenz noch eine Korrektur statt. Man kann also eher davon ausgehen, daß MCACC bei meinen Hauptfrontkanälen einfach keinen Bedarf zur Korrektur unter 100 Hz gesehen hat.

Der SC-LX501 bietet darüber hinaus noch die Optionen "Phase Control" und "Theaterfilter", deren Auswirkungen auch noch kurz dargestellt an ausgewählten Kanälen:

ROT: "out-of-the-box"
GELB: "out-of-the-box" aber "ohne Theaterfilter"

Theaterfilter_L

ROT: "out-of-the-box"
GELB: "out-of-the-box" aber "ohne Phase Control"

PhaseControl_L

PhaseControl_LFE


AccuEQ (TX-L50) und MCACC (SC-LX501) im Vergleich

Zur Erinnerung: Beim TX-L50 hat das Bassmanagement die Front bei 200 Hz und die Surround bei 40 Hz getrennt. Den Phantom-Center lasse ich bei dieser Übersicht außen vor. Das Bassmanagement des SC-LX501 hat die Kanäle bei 100 Hz getrennt.

L

SC-LX501_vs_TX-L50_L

R

SC-LX501_vs_TX-L50_R

RS

SC-LX501_vs_TX-L50_RS

LS

SC-LX501_vs_TX-L50_LS

LFE

SC-LX501_vs_TX-L50_LFE

Unterschiede zwischen beiden System sind hier zu erkennen. Und zum Teil sind diese sogar zu erhören. Allerdings betrifft dies nur die beiden Frontkanäle. Den Bassbereich, auch wenn der optisch nach einem großen Unterschied aussieht, meine ich dabei gar nicht. Denn hierbei hätte ich vermutlich die beiden Geräte nicht nach Klang unterscheiden können. Im Hochton wird der Unterschied hingegen sehr schnell deutlich. Letzteren nehmen wir aber ja eh viel besser wahr, daher ist mir der Unterschied im Bassbereich vermutlich einfach nicht bewußt geworden. Zusammen mit dem SC-LX501 klingen die NS-F700 fast schon ein wenig "dumpf" oder "bedeckt", was ansonsten diesen Lautsprechern nun wirklich nicht nachgesagt wird. Wobei ich mich aber an beide Abstimmungen nach sehr kurzer Zeit gewöhnen kann, ohne von einem "besser" oder "schlechter" sprechen zu können. Das Ergebnis zusammen mit dem SC-LX501 sieht zwar optisch ein wenig verwirrend aus, aber klanglich funktioniert dies ebenfalls.


Fazit

... in Stichworten:

- Erdung (Phono) beim SC-LX501 per Hand nutzbar (TX-L50 nur mit Schraubenzieher)
- nur kleine Lautsprecherklemmen beim TX-L50
- passiver Subwoofer-Anschluss nur beim TX-L50
- SC-LX501 mit 2x HDMI-Out ... und ein paar mehr Anschlüssen insgesamt
- TX-L50 wesentlich (!) kleiner und leichter
- TX-L50 mit geringerer Abwärme
- Fernbedienungen und Menü annähernd identisch
- Bassmanagement beim TX-L50 mit variablen Trennfrequenzen je Kanal, beim SC-LX501 nur global
- man. EQ jeweils mit 3 Speichern
- man. EQ beim TX-L50 mit "Lautsprechergruppen", beim SC-LX501 einzeln je Kanal

Ganz kurz geschrieben: Reichen die Anschlüsse des TX-L50 aus, so sehe ich keinen Grund, in einen SC-LX501 zu investieren!



Den SC-LX501 sehe ich dann vorne, wenn man...

- allein schon optisch viel präsentieren will (ich zitiere hier noch einmal, einen "richtiger" AV-Receiver zur Schau stellen will),
- mehr Anschlüsse als beim TX-L50 vorhanden benötigt,
- den man. EQ nutzen möchte (den ich beim TX-L50 als fast sinnlos erachte),
... und die
- globale Trennfrequenz keine Einschränkung darstellt.

Der SC-LX501 hat auf dem Papier natürlich viel mehr theoretische Leistung, aber in der Praxis bringt mir dies in meinem Raum, mit meinen Lautsprechern, mit den Trennfrequenzen usw. rein gar nichts. Anders ausgedrückt, die Leistungen des flachen TX-L50 reichen ebenfalls für gewaltige Erdbeben im eigenen Haus aus - und er produziert dabei weniger Abwärme.

Nach diesem Text bitte nicht falsch verstehen, ich halte den SC-LX501 nicht für ein schlechtes Gerät. Aber rein subjektiv betrachtet halte ich ihn für a) zu teuer und b) der Bezeichnung "LX" einfach nicht würdig.
Da würde ich - wenn dessen Ausstattung ausreicht - den meiner Meinung nach 'Pioneers Preis-Leistungs-Giganten' VSX-930 nach wie vor vorziehen.

Igelfrau
Inventar
#78 erstellt: 22. Apr 2017, 13:03
Diese globale Trennfrequenz bei den Pioneers habe ich noch nie verstanden. Wer hat schon überall den baugleichen LS im Raum verteilt stehen?


Danke mal wieder für deinen Test und die feine Dokumentation, wummew!
CarstenO
Inventar
#79 erstellt: Gestern, 19:18
Hallo wummew,

danke für Deinen Beitrag zum Pioneer SC-LX 501. Nach diversen Receivern (Marantz SR 7008, 6009, Pioneer SC-LX 57), die mich in meinem Raum (19 qm, fast quadratisch) an meinen Lautsprechern (Dynaudio Audience 42/42 C) nicht überzeugten, höre ich zur Zeit mit einem Denon AVR 1910. Das passt ziemlich gut.

Mich überraschten die Messkurven in Deinen Posts mit zugeschaltetem Equalizer. Hier hatte ich größere Korrekturen erwartet, etwa wie beim Behringer DEQ an einem Paar Cambridge Aero 2.

Ohne:

ohne Korrektur

Mit Korrektur:

mit Korrektur DEQ 2496

Würde Deiner Erfahrung nach ein Receiver mit Audyssey MultEQ XT32 ähnlich wie mein Behringer-Equalizer stärker zur Begradigung der Kurve eingreifen, als der SC-LX 501 (658 €)? Diesen habe ich mir als nächsten Kandidaten bestellt und ohne Korrektur sieht es im Stereobetrieb mit der Dynaudio Audience 42 im o.g. Raum so aus:

Auschnitt Pure Direct

Weiter so mit Deinen Berichten!

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 23. Apr 2017, 19:41 bearbeitet]
wummew
Stammgast
#80 erstellt: Gestern, 21:10
Hi!

Nach meinen Erfahrungen gibt es bei MultEQ XT32 meistens nur zwei Ergebnisse: Entweder es ist ein (gemessen) fast linearer Frequenzgang oder aber es sieht hinterher schlimmer aus als vorher.

Ich habe Letzteres bisher immer auf Fehler von meiner Seite beim Einmessen geschoben, denn bei Wiederholung hat es dann trotz keiner weiteren Veränderung mit mal gepaßt.

Ich mag mich täuschen und wenn ja, darf man mich gerne korrigieren, aber ich meine, der SR7008 hatte bereits MultEQ XT32, der SR6009 MultEQ XT und der AVR1910 müßte MultEQ besitzen.

Wenn der AVR1910 nun also am "besten" gefällt, klingt das eher danach, als sei eine nicht allzu große Korrektur, insbesondere im Bassbereich, akustisch bevorzugt, also eine gewisse "spaßige" Tendenz. Verwundert mich nicht, geht mir auch so.
Überrascht bin vom enormen Abfall im Hochton bei den Audience. Sind die so abgestimmt? Bzw. welche Frequenzen sehe ich auf dem Bild eigentlich?

Der LX501 wird gewiß anders korrigieren, aber ob es nun eher Deinen Geschmack trifft, das wird sich erst zeigen müssen. Wenn es um Linearität geht, dann wird vermutlich grundsätzlich MultEQ XT32 das bessere Ergebnis liefern (können).

Die Einschränkung bei den Audyssey-Geräten ist halt die geringe Flexibilität nach der Einmessungen. Mit Dyn.EQ haben die zwar eine tolle Spielerei an Bord, aber zusätzlich einen man. EQ kann man halt nicht benutzen.

Hast Du die Ergebnisse mit den bisherigen AV-Receivern akustisch oder auch mit Messungen verglichen?

Werden die Audience 42 von einem Subwoofer unterstützt?
CarstenO
Inventar
#81 erstellt: Gestern, 21:54
Hallo,

ich betreibe vier Audience 42 und einen Audience 42 C ohne Subwoofer. Ein Focal SW 700 und ein Focal Cub wären vorhanden, lassen sich aber klanglich nicht sinnvoll unterbringen. In meinem Hörraum für Stereo (optimiert) messen die sich ausgewogen.

Den Denon AVR 1910 halte ich unabhängig von der Audyssey-Ausstattung für klanglich sehr gut. Dies fiel mir vor Jahren schon mit dem fünfkanaligen AVR 1610 auf. Die bisherigen AV-Receiver, bzw. deren Korrekturergebnisse habe ich nicht gemessen. Die waren auch ohne Korrektur viel weiter vom Zielzustand entfernt, als mein vorheriger Cambridge Azur 540 R V 3. Der AVR 1910 hat MultEQ mit Dynamic EQ und Dynamic Volume. Leider ist Audyssey nicht sehr auskunftsfreudig darüber, was da wie korrigiert wird. Für mich sieht es so aus, als arbeitete es mit sieben festen grafischen Filtern. Die Abweichungen bei vier, bzw. fünf identischen Lautsprechern zwischen den Einstellungen kommen mir mit bis zu 4 dB im Paar recht groß vor. Hier das Ergebnis für L/R mit MultEQ "Audyssey"

2017_04_23 MultEQ Audyssey -20 dB

"Flat"

2017_04_23 MultEQ Flat -20 dB

und mit "Dynamic EQ"

2017_04_23 MultEQ mit Dyn EQ -20 dB

Vermutlich bräuchte ich im Bassbereich feinere (parametrische) Filter. Schließlich reichte eine Linearisierung bis etwa 300 Hz, um die darauffolgenden Welligkeiten deutlich zu reduzieren. Die Ergebnisse für Pegel und Distanz kommen mir indes annähernd plausibel vor.

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 23. Apr 2017, 22:06 bearbeitet]
wummew
Stammgast
#82 erstellt: Heute, 06:37
So wild sieht das gar nicht aus, die XT und XT32 Versionen würden hier halt noch mehr Linearität im Bassbereich bringen. Aber wie schon geschrieben, das bedeutet eben noch lange nicht, daß das Ergebnis dann auch gefällt. Anfangs kann es einem eben auch "langweilig" oder "emotionslos", ich zitiere hier einfach mal ein paar Worte, die man mir bei Hörtests nannte, vorkommen.

MCACC in der Version des SC-LX501 hatte bei mir nun wieder den Bereich unter ca. 200 Hz meiner Frontkanäle gar nicht korrigiert. Da bin ich mal gespannt, was der Kasten bei Dir machen wird.
CarstenO
Inventar
#83 erstellt: Heute, 07:43

wummew (Beitrag #82) schrieb:
Da bin ich mal gespannt, was der Kasten bei Dir machen wird.


Ich auch. Ich werde zunächst ohne EQ in meiner Stereoecke testen, wie der Receiver mit den Boxen klar kommt.
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