Problem mit Bandanlage

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myrgatroyd
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Apr 2008, 15:34
Hallo, mich vorsichtig umschau... hoffentlich bin ich hier richtig. Ich will mich lieber an die Profis wenden... mein Automechaniker sagte einmal: Amateure müssen das richtige Werkzeug verwenden. Profis haben die Souveranität, eine Kombizange auch zum Lösen einer Schraube zu verwenden.
So ein ähnliches Problem habe ich.

Ich habe eine Schulband. Weil das Geld knapp ist, verwenden wir meist "zugelaufene" Dinge, oder mein Privateigentum.

Wir haben eine E-Gitarre, mehrerere Sänger und Flöten.

Geräte:
Roland jc-120 als Topteil
hängt an Omnitronic Treibern, die Hochtonhörner sind abgeklemmt. (ich weiß. ich weiß)
Transistormischpult Vivanco was weiß ich mit vier Mikrophonkanälen
Vier Mikrophone von Sennheißer, beim Thomann mit Stativ um die 50 Eusen.
Fender Blues Junior

Derzeitige Beschaltung:
Mikrophone an Mischpult, Mischpult amp out an Hochpegeleingang Kanal 1 des Roland
Elektrogitarre an Effektkanal.

Wir spielen in einer kleinen Turnhalle. Die Kinder stehen hinten an der Wand, davor die Mikros, Schlagzeug daneben.
Die Lautsprecher stehen vor den Mikrophonen an den Längswänden, also schon ziemlich in der Mitte.

Ich bekomme auf diese Weise zwar die Gitarre gut, aber die Stimmen und Flöten kaum, obwohl die Position Spieler/Sänger zum Mikrophon gut ist. Das Ganze geht sehr schnell in eine schrille Rückkopplung. Die Tonregler am Roland sind schon alle auf 0.
Hänge ich aber eines der Mikrophone an einen Uraltsiemens Röhrenverstärker, verstärkt der wesentlich genauer und exakter. (Leisere Geräusche kommen lauter bei ähnlichem Pegel in der Lautstärke)Aber auf die alte Kröte will ich mich nicht verlassen müssen, außerdem hat der nur einen Mikrophonkanal.

Wie krieg ich bei dem Setting mit dem Roland die Stimmen lauter raus? Das muss sein, weil das Schlagzeug nicht noch leiser spielen kann. Selbst wenn mein Snarer nur auf Stöcken spielt, ist das schon fast zu viel.

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und ihr habt Ideen.
Beim letzten Schulfest hätte ich bald gebrüllt. Mit so einem zusammengestöppelten Zeuchs soll man professionelle Ergebnisse bringen! Vielleicht kann man´s aber doch optimieren? Hoff.
Nochmal umschau und den Beitrag in den Pool schubs.

Liebe Grüße
Alex
*xD*
Moderator
#2 erstellt: 25. Apr 2008, 21:41
Hi

wie war das den jetzt mit den Omnitronic-Treibern? Meinst du damit denn komplette Boxen? Treiber sind eigentlich nur die Hochtöner ohne Horn.

Dein Problem it also, dass du die Flöten/Sänger nicht ausreichend verstärken kannst, da sonst sofort etwas rückoppelt?


Welche Richtcharakteristik besitzen die Mikrofone?
Wie sind sie ausgerichtet?
Wird laut genug gesungen bzw. gespielt?
Kannst du etwas an der Abstrahlung der Boxen ändern durch Wegdrehen von den Mikrofonen?
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Apr 2008, 11:45
Hallo,
danke für die Antwort.

Die Mikros sind Niere. Die Klangquellen (Kinder) stelle ich so auf, dass die Mikros sie aufnehmen können. Der Kopf des Mikros zeigt direkt auf den Mund der Kleinen resp. den Kopf der Flöte.
Die Kiddies haben einen Abstand von ungefähr 50 cm zum Mikro, weil die da in Vierergruppen davorstehen.

Ja, keine Treiber. Sind die kleinen Boxen von Omnitronic.

Die stehen so:

.........................................
. L .
. M .
. .
. M .

Und spiegelbildlich ebenso gedacht.

Ich hatte die Mikros auch schon an einer Röhrenvorstufe, da hatte ich keine Probleme, die haben prima aufgenommen.

Also, meine Vermutung: Generell zu viel Hochton drin, weil die Endstufe ein Gitarrenverstärker ist und daher die Klangreglung keine optimale Wiedergabe von Stimmen /Flöten ermöglicht (ist kein Filter, sondern ein Booster). Der Ton ist ziemlich spitz, kann aber auch daher stammen, weil der Mixer so weit aufgedreht ist.

Aber wie krieg ich das raus?
Lohnt es sich, einen EQ einzuschalten?
Ich habe keine Lust, Versuche zu machen, bei denen jeder erfahrene PA´ler von vornherein den Kopf schüttelt.

Liebe Grüße
Alex
bluesbandit
Stammgast
#4 erstellt: 26. Apr 2008, 11:51
Wenn ich das also richtig verstehe: du mischt mit einem "Hifi-Mischpult" 4 Mikrofone, gibst das Signal dann an ein Gitarren-Topteil und das hängt an Billigstboxen, bei denen der Hochtöner abgeklemmt ist und wunderst Dich, wieso das nicht klappt?

Du hast keine Chance, nutze sie! Der Roland Jazz Chorus ist ein klasse Gitarren-Amp, aber er bleibt ein Gitarren Amp, der einfach nicht dafür ausgelegt ist, Stimmen und Flöten zu übertragen. Was ihr braucht, damit das überhaupt klappen kann, ist eine Endstufe und ein paar vernünftige Boxen oder halt 2 Aktivboxen. Dann habt ihr eine Chance, obwohl das Mischpult ein vernünftiges Arbeiten wahrscheinlich verhindern wird.
Also - Pult + Aktivboxen wäre die Lösung. Alles andere ist Murks.

Gruß & Blues

Frank
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Apr 2008, 12:20
Tsk, Frank,

ich würde ja auch lieber mit meinem Eminent II die ganze Sache befeuern, aber der ist mir abgeraucht.
Wenn du das für eine schlechte Kette hältst, dann hör dir das mal an:

Schulfest, paar tausend Leute.
Schullleiterin dreht am Rad, weil man von den Kindern nichts hört. Sie hat Funkmikrophone (Sprechmikrophone) und eine Discoendstufe mit Zweikanalmischer davor.

Das endete dann damit: Mikrophon 1 läuft über den Siemens.
Mikrophon 2 geht in ein Billigkeyboard, das am zweiten Eingang des Siemens hängt.
Der Siemens befeuert einen 25W-Projektionslautsprecher von Bauer.
Davor steht ein Mikrophon, das den Sound in den Mischer von der Discoendstufe bringt.

Das ist ne scheiß Kette!
Und von solchem Gestoppel habe ich die Nase wirklich voll.

Ich rede hier auch nicht davon, dass ich Michael Jackson in den Schatten stellen will. Ich weiß, dass die Geschichte suboptimal ist. Aber es sollte doch möglich sein, da irgendwas laufen zu lassen. Wenn ich die Lautstärke hätte, die der Blues Junior produziert, täte das reichen.

Mein Siemens ist Baujahr 59, würdest DU das machen?


Und mein Budget sind 50 !!!! Euro.

Hab eher den Blues, kannse mir glauben.

Was für ne Charakteristik brauch ich für die Endstufe? Über die oben genannte habe ich keine Verfügung, weil ich die Band hier habe und der Verstärkling am anderen Standort steht.


[Beitrag von myrgatroyd am 26. Apr 2008, 12:26 bearbeitet]
Strapsenkönig
Inventar
#6 erstellt: 26. Apr 2008, 14:54
Das geht alles gar nicht was du da machst.
Das ist mehr als suboptimal.

Du fährst dein Signal ja dreißig mal um den Block bevor es in der Box ankommt, oder es kommt nirgendwo an.

Das ist alles durch-zwanzig-nicht-aufeinander-abgestimmte-Medien-Gewurschtel.

Das geht erstmal nicht das alles durch nen Gitarrentop durch zu jagen, und dann in Omnitronic rein. Vorher dann noch durch das Hifi-Mischpult.
Da hättest du doch auch sofort mit dem Signal aus dem Hifi-Mischer in die PA gehen können.

Kauf dir wie gesagt nen paar Aktivboxen und nen Mischpult.Und Mikrofone.

Das Budget von 50€ kannst du komplett vergessen, so kann man dir nicht helfen, da kriegst du ja noch nicht mal nen Mikrofon für.

mfg Silent
*xD*
Moderator
#7 erstellt: 26. Apr 2008, 14:56
Gitarrenverstärker ändern das Signal meist intern schon ab.
Deswegen klingt das über lineare PA-Endstufen total schrecklich.

Also dazukaufen kann man schon mal vergessen.


Sorry, ich versteh das gerade nicht. Haben die Rolands eine Ausgang für weitere Lautsprecher, oder wie werden die Omnitronics verstärkt? Welche Modelle sind das denn eigentlich, da gibt es auch Sachen die durchaus brauchbar sind.

Du musst auf jeden Fall mit einem EQ arbeiten. Muss mindestens 31 Bänder haben. Eine regelbare Bandbreite wäre wünschenswert. Habt ihr einen EQ?
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 26. Apr 2008, 15:14
Danke an alle!
Ähm, das mit dem Schulfest war so ne Geschichte: Es gab nirgends passende Kabel, und natürlich stellte sich das Problem mit den Mikros 5 min. vorher heraus. Und die Dinger haben definitiv nichts aufgenommen!Meine waren empfindlicher, die hab ich aber nicht an die doofe Endstufe von denen gebaumelt bekommen!
Das ist ja das Elend!

Und das Budget ist leider realistisch.
Dass ich da nix für krieg, weiß ich selber.
Aber erkläre mal Leuten, die keine Ahnung von nischt haben, dass du ne PA brauchst!
Da war mir mein Schrott noch lieber.
****!

Der Roland ist ein reiner Gitarrenamp, dem irgendein Schwachkopf aus seinem Gehäuse rausoperiert hat. Axttuning.
Der hat 2x60 Watt an 8 Ohm.
Der geht mit dem Klang ziemlich ruppig um, auch auf dem Cleanchannel. Den fahre ich im Moment als Endstufe.
Wenn der Siemens mehr Mikrokanäle hätte, würd ich den nehmen. Bei dem gings ja einigermaßen.

Oki, ich hab´s geahnt. Nun weiß ichs. Murx is Murx.

Frage: Was krieg ich fürn Roland JC 120, erste Serie, kein Potikratzen, voll funktionsfähig?
the_flix
Inventar
#9 erstellt: 26. Apr 2008, 16:49
Obwohl die Rektorin schon selber gemerkt hat, dass euer Gebastel absolut nichts taugt, hast du nur ein Budget von 50€? Das ist hart und ich sehe auch keine Chance, durch irgend eine weitere Bastelei das zu verbessern.

Was den Roland angeht, schau mal auf Ebay nach beendeten Angeboten. Eigentlich solltest du für den Amp schon noch was bekommen, einen gewissen Legendstatus hat der schon unter Gitarristen, auch wenn er ein paar Jahre früher vielleicht beliebter war, als heute.
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Apr 2008, 18:41
Das Problem beim Roland ist, dass ich eigentlich nur das Chassis des Verstärkers habe. Irgendeiner hat im Suff das Gehäuse zerschlagen und die Front zerkratzt. Ich habe ein Topteil drausgemacht. Da hilft mir ibää nicht so sehr weiter.

Meine werte Rektorin hat auf einen technikverliebten älteren Herrn gehört, der an alles mögliche gedacht hat, so haben wir zwei CD-Player mit Pitch-Control und eine 1000w-Endstufe. Aber der Mischer erlaubt nur zwei Kanäle + die zwei CD-Player. Ich kann also mit der Quetsche prima Disco machen oder Theaterstücke. Aber keinen Gesang! Die Mikrophone sprechen nur an, wenn man sie halb im Mund hat. Dass man auch mal Gesangsgruppen verstärken muss, daran hat der Herr nicht gedacht.
Und ich habe die Anlage nicht zur Verfügung.
Meine Band braucht eine eigene, die sich bei größeren Sachen in die oben genannte Kiste einschleifen lassen muss. Das Dingen muss auch mobil sein, also möglichst wenig Bauteile.
Und nein, an die blöden Philips-Teile mit Kassettenrekorder drin häng ich nichts!

Und das Budget ist hart.
Ich habe ein Set Schlagzeug mitgebracht, eine Hohner es135, den Blues Junior, den alten Siemens, und die Nudel glaubte, das gehört alles der Schule. War mein Zeuch.
Alle Neuanschaffungen sollten über Antrag laufen. Hallo? Wenn mir ein Fell reißt, isses hin, und dann muss ich ein neues haben, und nicht warten, bis irgendwer das abnickt.

Die Schulfestgeschichte war echt eine absolute Notlösung. Aber anders wär gar nichts gegangen.
Ich wollte nur zeigen, zu welchen Mitteln ich hier greifen muss, um überhaupt was zu erreichen.
Das hat mit PA überhaupt nichts zu tun. Das weiß ich auch.

Ich werde mir jetzt den Siemens noch mal anschauen. Der ist zwar alt, aber hat ne super Mikrovorstufe, leider nur 2 Kanäle. Lieber zwei gut ausgesteuerte Mikros als vier schlechte. Die Kondensatoren mache ich neu. Genug Saft hat er auch, um aus den Omnitronic was rauszuholen, ich will ja keine Discopegel fahren.

Dann ist da noch der tote Eminent. Aber da will ich nicht richtig dran, der ist mir zu zugebaut, hab ich ne Stunde Schraubarbeit. Im Keller fliegt noch die Endstufe vonnem Eminent Gigant rum (200 w Röhre)...

Manchmal kommen sie wieder.

Ich danke euch, dass ihr mir das klargemacht habt.

Liebe Grüße
Alex
Steffen1989
Inventar
#11 erstellt: 26. Apr 2008, 23:45
ich hätte da noch was aber das liegt sicherlich nicht in eurem budget ... des is wirklich schade .

aber glaube des gehört dann nicht in den profi pa bereich


gut aber das ganz wird sich schon am budget aufgehangen haben





scheene nacht euch allen
the_flix
Inventar
#12 erstellt: 27. Apr 2008, 10:41
Also wenn ich das richtig sehe, fehlen euch 2 Sachen am meisten:
Ein Mischpult mit genügen Eingängen, mit dem man die Mikros richtig aussteuern kann und richtige Boxen?
Eine Endstufe ist ja anscheinend vorhanden?
Oder darf die nicht für die Band benutzt werden?
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 27. Apr 2008, 10:49
Danke!
Richtig! Boxen sind aber keine Priorität. Da könnte ich andere verwenden. Am Mischer hängts. Vier Kanäle für Mikro wären ausreichend.
Die Endstufe können wir hier nicht verwenden, aber ich hab was in Aussicht.
the_flix
Inventar
#14 erstellt: 27. Apr 2008, 11:01
Also ein gebrauchtes Behringerpult mit 4 Mikroeingängen sollte sich doch für um die 50€ finden lassen, denke ich.
Beispiel:
Eurorack MX802
myrgatroyd
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 27. Apr 2008, 11:46
Allet klar, dann jag ich so was.
Danke, dass ihr mir geholfen habt, klar zu sehen.
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