Brauche echt Hilfe hab Strom auf den Aluleisten des Racks!

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chickimichi
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 21. Aug 2008, 16:47
Habe mir letzte Woche einen Tamp 1050 Mkx und nen Tamp E800 gekauft, dazu ne Behringer super pro cx 2310 Freq.weiche und ein Rack.
Hab dann am WE alles ins Rack gebaut und verkabelt. Als ich in den Line Out meines Zeck PD10.14 Powermixers ging kam kein Ton aus den Boxen und ich hatte einen Schwachen aber doch fühlbaren Strom auf den Aluleisten des Racks.

Wie kann das möglich sein?? Liegt der Fehler an mir, am Kabel oder an den Geräten(neu)????

Kann mir jemand bitte helfen!!!!!
schubidubap
Inventar
#2 erstellt: 21. Aug 2008, 17:18
geht euer FI?

die dinger haben nen Testknopf bitte einmal drücken.
chickimichi
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 21. Aug 2008, 17:33
ja FI ist nicht rausgeflogen und den Testknopf hab ich auch gedrückt also der Automat funktioniert
zucker
Moderator
#4 erstellt: 21. Aug 2008, 19:17
Das hört sich nach Drehstromzuleitung mit 4 Drähten an, Sparversion. Da fließen ganz, ganz kleine Ströme aber der Potentialunterschied kann durchaus 70...100V betragen.
chickimichi
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 21. Aug 2008, 19:20
was heisst das???
zucker
Moderator
#6 erstellt: 21. Aug 2008, 19:34
Es gibt Drehstromkabel, die nur 4 polig ausgeführt sind. Das macht man dann (oder machte - VDE), wenn der Nulleiter nicht benötig wird, also bei in Sternschaltung arbeitenden Motoren. Wenn man an so ein Kabel einen Verteiler für Schukodosen macht, der Null nicht da ist sondern nur Erde, dann kann bei ungleicher Belastung über eine andere Phase eine Potentialverschiebung ausgelöst werden. In dem Fall schwimmt der "Nullsternpunkt" weg und die Spannungen können weit über oder unter 230V~ liegen.
Unter Umständen kann ein Gerät davon Schaden nehmen.
Und da der FI normalerweise zwischen Phase und Null überwacht, wird er wohl auch nicht auslösen - es ist nix zum Vergleichen da.
chickimichi
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 21. Aug 2008, 19:39
vielen Dank erstmal. Dann werd ich mal die Geräte überprüfen ob die keinen Schaden genommen haben und meld mich dann wieder.

Danke
raedel
Stammgast
#8 erstellt: 23. Aug 2008, 00:37
Moinsen


Und da der FI normalerweise zwischen Phase und Null überwacht, wird er wohl auch nicht auslösen - es ist nix zum Vergleichen da.


@zucker.
Wie meinst Du das, der Schutzleiter ist nicht angeklemmt am FI? Er hat doch den Testknopf gedrückt und er hat ausgelöst. Oder nicht?
a FI ist nicht rausgeflogen und den Testknopf hab ich auch gedrückt also der Automat funktioniert

Ansonsten kommen ja eh nur vier Drähte (fünf macht ja keinen Sinn) vom Versorger. Dafür gibt es (Ring-) Erder, Potentialausgleich und nach dem Drehstromzähler geht das getrennt weiter.
Oder hab ich was falsch verstanden?

Gruß
Burkhard
Monodome
Stammgast
#9 erstellt: 23. Aug 2008, 00:46
Das der FI ausgelöst hat muss ja noch nichts heißen, der betreffende Stromkreis läuft vll gar nicht über den FI!

Vom Versorger kommen idR 4 Adern, L1-3 plus PEN! Dann wird der PEN aufgeteilt in N und PE (TN-Netz) oder der PEN wird nur als N verwendet und den PE holt man sich ausschließlich vom Erder im Haus (TT-Netz). Im TN-Netz wird dann der PE auch noch mit der Potentialausgleichsschiene verbunden.
Die Aufteilung des PEN muss direkt nach dem Hausanschlusskasten erfolgen.
Es kann auch sein, dass vom Versorger gleich der PE separat mitgeliefert wird.

In unserem Fall kanns aber sein, dass bei einem Stromkreis der getrennte PE und N wieder zusammengeführt wurde (Verboten!!). Früher nannte man das klassische Nullung, wenn dann irgendwo die Verbindung des Nullleiters hochohmig war, dann hatte man auf einem nicht schutzisolierten Gehäuse volle 230V anliegen.
raedel
Stammgast
#10 erstellt: 23. Aug 2008, 01:14
Also, da sollte ein Fachmann ran......
Und wieso das eigentlich:
Als ich in den Line Out meines Zeck PD10.14 Powermixers ging kam kein Ton aus den Boxen
schubidubap
Inventar
#11 erstellt: 23. Aug 2008, 10:39

Monodome schrieb:
Das der FI ausgelöst hat muss ja noch nichts heißen, der betreffende Stromkreis läuft vll gar nicht über den FI!

Vom Versorger kommen idR 4 Adern, L1-3 plus PEN! Dann wird der PEN aufgeteilt in N und PE (TN-Netz) oder der PEN wird nur als N verwendet und den PE holt man sich ausschließlich vom Erder im Haus (TT-Netz). Im TN-Netz wird dann der PE auch noch mit der Potentialausgleichsschiene verbunden.
Die Aufteilung des PEN muss direkt nach dem Hausanschlusskasten erfolgen.
Es kann auch sein, dass vom Versorger gleich der PE separat mitgeliefert wird.

In unserem Fall kanns aber sein, dass bei einem Stromkreis der getrennte PE und N wieder zusammengeführt wurde (Verboten!!). Früher nannte man das klassische Nullung, wenn dann irgendwo die Verbindung des Nullleiters hochohmig war, dann hatte man auf einem nicht schutzisolierten Gehäuse volle 230V anliegen. :KR




hab ich noch nie gesehen das das EVU den PE mitliefert... normalerweise holt man sowas immer direkt vom haus bzw aus der erde... der PE ist nicht am FI angeschlossen. NIE
warum sollte man etwas mitverlegen, was sowieso vor ort vorhanden ist.

was macht der FI? er schaut einfach nur ob das was reinkommt auch wieder passend rausgeht. (Fehlerstrom)
DB
Inventar
#12 erstellt: 23. Aug 2008, 10:45

schubidubap schrieb:

Monodome schrieb:
Das der FI ausgelöst hat muss ja noch nichts heißen, der betreffende Stromkreis läuft vll gar nicht über den FI!

Vom Versorger kommen idR 4 Adern, L1-3 plus PEN! Dann wird der PEN aufgeteilt in N und PE (TN-Netz) oder der PEN wird nur als N verwendet und den PE holt man sich ausschließlich vom Erder im Haus (TT-Netz). Im TN-Netz wird dann der PE auch noch mit der Potentialausgleichsschiene verbunden.
Die Aufteilung des PEN muss direkt nach dem Hausanschlusskasten erfolgen.
Es kann auch sein, dass vom Versorger gleich der PE separat mitgeliefert wird.

In unserem Fall kanns aber sein, dass bei einem Stromkreis der getrennte PE und N wieder zusammengeführt wurde (Verboten!!). Früher nannte man das klassische Nullung, wenn dann irgendwo die Verbindung des Nullleiters hochohmig war, dann hatte man auf einem nicht schutzisolierten Gehäuse volle 230V anliegen. :KR




hab ich noch nie gesehen das das EVU den PE mitliefert... normalerweise holt man sowas immer direkt vom haus bzw aus der erde... der PE ist nicht am FI angeschlossen. NIE
warum sollte man etwas mitverlegen, was sowieso vor ort vorhanden ist.

Doch, das ist regional verschieden. Hier bei uns kommen L1,L2,L3,PEN an. Es gibt aber Gegenden in Deutschland, wo die EVU nur L1, L2, L3, N anliefern.

MfG

DB
schubidubap
Inventar
#13 erstellt: 23. Aug 2008, 10:51
naja vllt in Bayern
also in den Bergigeren gegenden.



hier im norden haste überall die möglichkeit das gut in den boden zu jagen
raedel
Stammgast
#14 erstellt: 23. Aug 2008, 10:56

hab ich noch nie gesehen das das EVU den PE mitliefert.
genau...
Eventuell kommt da gar kein gr/ge am Rack an? (Verteiler etc.)
Können wir noch zehn Seiten zerpflücken........Der örtlich versierte Dickstromprofi muß ran!!!
raedel
Stammgast
#15 erstellt: 23. Aug 2008, 11:00

Doch, das ist regional verschieden. Hier bei uns kommen L1,L2,L3,PEN an.

Der Sinn dieser Maßnahme? Bitte um Aufklärung
schubidubap
Inventar
#16 erstellt: 23. Aug 2008, 11:12
schau mal welchen ohmschen Widerstand ein 1m³ großer felsen hat. dann rechne das bitte auf nen Berg hoch
DB
Inventar
#17 erstellt: 23. Aug 2008, 11:24

raedel schrieb:

Doch, das ist regional verschieden. Hier bei uns kommen L1,L2,L3,PEN an.

Der Sinn dieser Maßnahme? Bitte um Aufklärung :hail

Nun, man braucht auf eigenem Grund und Boden keinen defektanfälligen Erder (wer prüft schon zyklisch den Erdungswiderstand), außerdem sind im TN-Netz höhere Absicherungen bei gleichen Querschnitten zulässig als im TT-Netz.

MfG

DB
Monodome
Stammgast
#18 erstellt: 23. Aug 2008, 11:25
Gerade in ländlichen Gegegenden wo es eben Probs mit dem Untergrund und damit mit der Erdung gibt bringt das EVU mal den PE getrennt mit.

Ob das EVU nun nur den N oder den PEN bringt muss man den Anschlussbedingungen des jeweiligen Netzbetreibers entnehmen. Es gibt EVUs die verlangen immer ein TT-Netz und andere fahren eben ein TN-Netz (so wie bei mir) wodurch der PEN jeweils im Haus noch mal mit der PAS verbunden wird und somit in jedem Haus "gestützt" wird.
Vorteil des TT-Netzes ist, dass auf dem PE idR kein Strom fließt weil er ja nicht mit dem N verbunden ist. Beim TN-Netz kanns durch die kleinen Ströme Probs an den Wasserleitungen geben, da bildet sich dann eine Oxidationsschicht oder so, da die Leitungen ja mit dem PE verbunden sind.
schubidubap
Inventar
#19 erstellt: 23. Aug 2008, 11:30
ländliche gegenden eigentlich nicht. das hat höchstens was mit dem untergrund zu tun (stichwort steinig).


warum sollte man im norden bei sumpfigem boden extra nen PE verlegen wenns idealer nicht mehr geht?
Monodome
Stammgast
#20 erstellt: 23. Aug 2008, 11:32

DB schrieb:

raedel schrieb:

Doch, das ist regional verschieden. Hier bei uns kommen L1,L2,L3,PEN an.

Der Sinn dieser Maßnahme? Bitte um Aufklärung :hail

Nun, man braucht auf eigenem Grund und Boden keinen defektanfälligen Erder (wer prüft schon zyklisch den Erdungswiderstand), außerdem sind im TN-Netz höhere Absicherungen bei gleichen Querschnitten zulässig als im TT-Netz.


Dito.

Meines Wissens ist im TT-Netz ein FI für alle Stromkreise sogar vorgeschrieben (sollte man aber auch im TN über alles laufen lassen).
chickimichi
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 23. Aug 2008, 13:02
Hallo Leute,

danke das Ihr euch hier den Kopf über mein Problem zerbricht. Aber das Problem hat sich gelöst. Auf der Veranstaltung bei der ich die Anlage aufgebaut habe war es tatsächlich so das ein Drehstromkabel vom Netz aus als Verlängerung zu einem Verteiler gedient hat, an dem ich dann meine Anlage angeschlossen habe. An diesem Kabel war kein Null vorhanden und somit hatte ich den Strom auf dem Gehäuse meines Racks. Ich habe jetzt alles zuhause nochmal aufgebaut und es funktionierte alles wie es soll. Respekt noch an die Geräte der Fa. Thomann die das alles ausgehalten haben, kann ich nur weiterempfehlen.
Vielen Dank für die Hilfe Ihr Elektroprofis.

Gruss chickimichi.
raedel
Stammgast
#22 erstellt: 23. Aug 2008, 13:59
Na kuck Mal eben der Null wech

Das hab ich nu noch gar nicht gesehen...

TN-S-System

In einem TN-S-System (frz. Terre Neutre Séparé) sind separate Neutralleiter und Schutzleiter vom Transformator bis zu den Verbrauchsmitteln geführt.

Ein TN-S-System ist sicherer als andere TN-Systeme. Die Probleme, die dort aus einem unterbrochenen PEN-Leiter resultieren können, treten hier nicht auf, die Schutzmaßnahme ist immer gewährleistet. Der Einsatz ist jedoch nicht sehr häufig und erfolgt vorwiegend in größeren gewerblichen Anlagen, die üblicherweise mit Mittelspannung versorgt werden und mit eigenen Transformatoren ausgestattet sind. Auch ältere Stadt- und Vorstadthäuser in Großbritannien werden häufig per TN-S-System versorgt.
ukw
Inventar
#23 erstellt: 24. Aug 2008, 02:20
... der sogenannte "Bauerndrehstrom"
DB
Inventar
#24 erstellt: 24. Aug 2008, 10:28
Ach, da gab es noch viel schönere Sachen... Dreileiternetz (3x 220V) mit betriebsmäßig geerdetem Außenleiter zum Beispiel. Da kommen am Haus wirklich nur 3 Leitungen an: L1, L2, (PE)N.

MfG

DB
HiFi_Addicted
Inventar
#25 erstellt: 27. Aug 2008, 09:37
Der "Wild-Leg" ist mein persönlicher Favorit.
http://www.sea.siemens.com/step/templates/lesson.mason?pan:3:2:3

An "Bauerndrehstrom" hab ich mich schon gewöhnt.

MfG Christoph
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