Berufe mit Soundtechnik?

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devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 26. Sep 2009, 13:41
Moin =)
Eins vorweg: Ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Bereich ist, aber ich konnte im Hifi Wissensbereich kein Thema erstellen, daher bitte verschieben, wenns hier nicht recht reinpasst

Ich bin im Februar mit meiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik fertig, während den 3 1/2 Jahren hat sich für mich jedoch herausgestellt, dass mir die Betriebstechnik zu einfach/langweilig/anspruchslos ist und ich sowas ganz sicher nicht mehr lange machen will.

Da ich mich sehr für Musik begeistere, ist es mein Traum damit auch beruflich meine Zeit zu verbringen.
Ich bin regelmäßig auf Konzerten und beobachte da immer ganz interessiert die Soundtechnik Menschen, ist manchmal interessanter als die Band auf der Bühne
Also ist schon vor 2 1/2 Jahren der Wunsch entstanden, später auch mal irgendwie sowas zu machen.
Leider ist es so, dass ich davon nicht viel verstehe, deswegen wende ich mich an euch mit ein paar Fragen:

Welche Berufe gibt es überhaupt, die sich mit Soundtechnik beschäftigen?

Natürlich habe ich schon ein wenig im Internet rumgesucht und bin auf den Beruf PA-Bühnentechniker gestoßen. Aber das scheint kein anerkannter Ausbildungsberuf zu sein, wie lernt man das dann also normalerweise?

Welche Berufe außer dem PA-Bühnentechniker gibt es noch? Ich würdem ich auch fast noch mehr für die Arbeit in einem Studio interessieren (Musik aufnehmen, mit Musikern auskommen, etc.) Das wäre eigentlich mein Traumjob, weil ich direkt mit Musik und vielen interessanten Leuten zu tun hätte. (Endlich mal ein Grund sich morgends auf die Arbeit zu freuen! )

Ich denke mir, dass solche Jobs ziemlich rar gesät sind, wie kommt man da am besten ran? Kontakte in die Richtung hab ich leider keine

MfG
Felix
kwerbeat
Stammgast
#2 erstellt: 26. Sep 2009, 17:06
Zwar nicht mein Thema, aber vielleicht googelst du mal SAE Hamburg - dann landest du auf einer Site eines Hamburger Bildungsträgers, der allerlei Berufe im Musikbusiness anbietet - von Tontechniker über Meister für Bühnentechnik etc. Ist eine Art Privatschule, daher nicht billig, residieren im Bunker Hamburg. Vielleicht hilft dir der HP-Besuch zumindest bei der Berfuswahl weiter oder zeigt dir ein Bild über die Möglichkeiten auf.
Gruß aus Hamburg
Andreas


[Beitrag von kwerbeat am 26. Sep 2009, 17:06 bearbeitet]
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 26. Sep 2009, 19:18
wie ist das denn so üblich in dem geschäft?
Geht man in der Regel vorher auf so eine Schule, oder ist das mehr sowas, was man nicht unbedingt braucht.
Billig wird das immerhin nicht
Rahel
Inventar
#4 erstellt: 26. Sep 2009, 19:24
Informiere Dich doch mal im Internet über "Tontechniker", z.B. hier: www.berufe-lexikon.de/berufsbild-beruf-tontechniker.htm.
Vielleicht ist das ja was für Dich.
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 26. Sep 2009, 19:47
so ich bin jetzt auf die "schule für tontechnik" in regensburg gestoßen: http://www.schule-fuer-tontechnik.de
Ich habe gelesen, dass man bei dem studium unterstützungen bekommen kann, werde bald mal bei der agentur für arbeit vorstellig werden und mich da genauer informieren.
Den Link hab ich hier mal reingestellt, weil er ja sicher auch für andere von Interesse ist.

Wäre gut, wenn hier jemand seine Erfahrungen auf dem Gebiet schildern könnte. Wie seid ihr an so einen Beruf gekommen? was haltet Ihr von sei einer Ausbildung? Unbedingt sinnvoll, oder teure Zugabe?
lil_lay
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 27. Sep 2009, 15:35
hey,

es gibt noch die möglichkeit eine ausbildung als fachkraft für veranstaltungstechnik zu machen. ist seit ein paar jahren inzwischen ein staatlich anerkannter ausbildungsberuf.
allerdings beschäftigt man sich in diesem beruf üblicherweise nicht nur mit ton- sondern auch mit licht-,bühnen- und elektro-technik.
punkrocks
Stammgast
#7 erstellt: 27. Sep 2009, 15:38
Also die SAE hat einen etwas zweifelhaften Ruf. Mit dem nötigen Einsatz kann man dort sicherlich einiges lernen (weil viele Möglichkeiten), allerdings kann man dort auch mehr oder weniger mit nichtstun einen Abschluss erlangen. Daher werde später im Beruf Bewerbungen von SAE-Absolventen nicht immer gern gesehen/für voll genommen.
Ein Freund von mir ist auf der SAE Köln und ich kann es persönlich wirklich nicht empfehlen.
Wie das bei anderen privaten Hochschulen ist, kann ich dir nicht sagen, ich wäre aber vorsichtig. Häufig versuchen diese natürlich dir Honig um den Mund zu schmieren, aber Behauptungen wie "in der Industrie anerkannter Abschluss", etc. kann ja jeder aufstellen...

Das Studio-Geschäft ist auch nicht mehr unbedingt so lohnend, da man heute schon mit Homerecording und wenig Equipment viel erreichen kann. Das drückt die Preise. Zudem ist es stressig und deine Wochenenden werden sicherlich zum großen Teil verplant. Aber gut, das ist sicherlich kein Grund, diesen Weg nicht zu gehen, wenn man wirklich Lust darauf hat .
Daher würde ich sagen: Arbeite vielleicht erstmal in der Betriebstechnik und verdiene etwas Geld. Davon kaufst du dir dann schon mal ein paar Recording-Sachen und fängst am Wochenenden mit befreundeten Bands als Home-Recorder an. Beim Know-How helfen dir Bücher, Workshops und am besten Freunde/Bekannte, die das schon mal gemacht haben.
So kannst du mal in die Materie reinschnuppern und falls du Spaß daran findest, immer weiter ausbauen. Vielleicht findest du auch ein Tonstudio in deiner Nähe, wo du mal Praktikum machen oder jobben kannst.
Für mich ist das ein klassischer Learning-by-Doing Job, insofern werden dir Schulen nichts erzählen, was nicht auch in einem weitaus günstigeren Buch stände. Der Rest ist Erfahrung sammeln und ausprobieren...
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 27. Sep 2009, 16:20

punkrocks schrieb:
Davon kaufst du dir dann schon mal ein paar Recording-Sachen und fängst am Wochenenden mit befreundeten Bands als Home-Recorder an. Beim Know-How helfen dir Bücher, Workshops und am besten Freunde/Bekannte, die das schon mal gemacht haben.
So kannst du mal in die Materie reinschnuppern und falls du Spaß daran findest, immer weiter ausbauen. Vielleicht findest du auch ein Tonstudio in deiner Nähe, wo du mal Praktikum machen oder jobben kannst.
Für mich ist das ein klassischer Learning-by-Doing Job, insofern werden dir Schulen nichts erzählen, was nicht auch in einem weitaus günstigeren Buch stände. Der Rest ist Erfahrung sammeln und ausprobieren...

Nein das ist eigentlich genau das, was ich nicht machen will. Das wird doch wieder nix halbes und nichts ganzes. Wenn dann will ich das alles gleich und komplett richtig lernen.
Aber das mit dem Praktikum hab ich mir auch schon überlegt. Nur wie finde ich denn Studios in meiner Umgebung? Leider wohne ich ziemlich auf dem Land, da gibts hier nicht viel in diese Richtung. Gibts vlt. irgendeinen Verband in dem die meisten Studios drin sind, über den man die finden kann? (nur so eine Idee )
Die SfT aus meinem obigen Beitrag klingt für mich eigentlich ganz gut, aber mal angenommen ich habe einen Abschluss, wie komme ich dann an einen Job im Studio etc.? Übers Arbeitsamt? Das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen..
DJ-Fredy
Stammgast
#9 erstellt: 27. Sep 2009, 23:32
ich empfehle dir mal den Beruf fachkraft für Veranstaltungstechnik
Das ist so ziemlich das was du glaube ich meinst
_Floh_
Inventar
#10 erstellt: 27. Sep 2009, 23:42

DJ-Fredy schrieb:
ich empfehle dir mal den Beruf fachkraft für Veranstaltungstechnik
Das ist so ziemlich das was du glaube ich meinst ;)


Was sucht er denn? 40mal im Jahr ausrücken, aufbauen, abbauen, vorschriften beachten?

Das ist im Endeffekt auch nichts deutlich anderes, als ein Elektriker Job, bei dem man mehr schleppen muss...
Zumindest wenn man in die falsche Firma kommt.
Vor allem am Anfang hat man nicht allzu viel mit der Betreuung der Technik am Hut, je nach Firma.
chrime
Inventar
#11 erstellt: 28. Sep 2009, 08:20
Mal so gesehen: Fachkräfte kommen eher an die wirklich großen Sachen ran.

Allerdings ist das ein Job wie jeder andere Dienstleistungsjob auch. Am Anfang wird man wohl den fertigen Fachkräften einiges hinterherschleppen dürfen XD

(Ich selber bin nicht ausgebildet, aber in dem Bereich unterwegs)
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 28. Sep 2009, 21:43

_Floh_ schrieb:

DJ-Fredy schrieb:
ich empfehle dir mal den Beruf fachkraft für Veranstaltungstechnik
Das ist so ziemlich das was du glaube ich meinst ;)


Was sucht er denn? 40mal im Jahr ausrücken, aufbauen, abbauen, vorschriften beachten?

Das ist im Endeffekt auch nichts deutlich anderes, als ein Elektriker Job, bei dem man mehr schleppen muss...
Zumindest wenn man in die falsche Firma kommt.
Vor allem am Anfang hat man nicht allzu viel mit der Betreuung der Technik am Hut, je nach Firma.

Genau das ist es ja, was ich nicht will. Bühnentechnik usw ist bestimmt interessant, aber was mich wirklich interessiert ist eben das Abmischen von Musik an Mischpulten im Studio etc.
mix4munich
Stammgast
#13 erstellt: 28. Sep 2009, 22:49
Also Dein Ziel ist es, Tontechniker in einem Studio zu sein? Natürlich kannst Du da eine Ausbildung machen z.B. zum Tonmeister - aber dazu musst Du zwei Instrumente gut spielen können, Noten und Partituren lesen können, etc.pp. Das wird also eher nichts.

Weiter gibt es Tonassistenten, die dem Tontechniker zuarbeiten. Auch das ist ein Lehrberuf, aber wohl eher zu schaffen.

Mit den richtigen Connections kann man sich in einem Studio quasi "hocharbeiten" - vom Kaffekocher, über den Kabelwickler, den Mikrofonständerschubser, eine zeitlang Mädchen für alles, dann darfst Du irgendwann mal selber die Mikrofone aufstellen und ausrichten und vielleicht mal dem Tontechniker über die Schulter sehen. Irgendwann vielleicht mal "Spuren putzen", also störende Nebengeräusche aus Aufnahmen herausfiltern - und am Ende, nach ein paar Jahren auch selber mal die ersten Produktionen abmischen. Oder seien wir realistisch, vielleicht ein paar Teile davon. Und irgendwann dann doch eigenverantwortlich. Oder Du spezialisierst Dich auf Mastering, also das Verdeln bereits fertiger Mischungen. Oder, oder, oder. Der Möglichkeiten sind gar viele. Aber der Weg dorthin ist steinig und von schlechtem Verdienst und teilweise sehr schrägen Arbeitszeiten gepflastert. Was z.B., wenn Dein Kunde von nachmittag bis Mitternacht aufnehmen will? Bye, bye, Familienleben oder soziale Kontakte!

Wenn Dir das alles klar ist, erkundige Dich weiter nach Kontakten und Praktikumsmöglichkeiten.

Viele Grüße
Jo
_Floh_
Inventar
#14 erstellt: 28. Sep 2009, 23:00
Das Problem ist doch eher, dass irgendwann alles langweilig wird.

Vielleicht sind ein paar Feinheiten anders, aber dennoch ist es im Endeffekt der selbe Vorgang.

Sicher kommen hier mit anderen Bands/Veranstaltungen immer neue Herausforderungen zu Tage, aber mit denen werden in erster Linie die "Macher" konfrontiert.

Evtl. wäre die Planung der Veranstaltung und Koordination des Aufbaus eher was für dich?!

Ton & Licht bieten auch immer Abwechslung, hier machst du immer wieder was anders, aber dennoch machst du immer Ton & Licht.

Wenn dir das im Bezug auf Abwechslung reicht, ok.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik kann da ein Sprungbrett sein, oder eine verdammt enge Sackgasse

Du brauchst immer irgend eine Basis, aber der Rest liegt alleine bei dir.

Erfahrung ist gerade beim Ton alles, nur alleine die Erfahrung von anderen ist da nicht soo viel wert.
In erster Linie musst du selbst Erfahrung sammeln und dabei eigene Wege gehen.

Was nun die Ideale Basis ist...nobody knows.


mix4munich schrieb:
Natürlich kannst Du da eine Ausbildung machen z.B. zum Tonmeister - aber dazu musst Du zwei Instrumente gut spielen können,


Wobei im Idealfall das erste Klavier ist...und wenn das nicht zutrifft, sollte zumindest das Zweite Klavier sein

Wobei das an sich auch Nonsense ist.

An sowas kann man keine Eignung für einen Beruf fest machen, entweder jemand hat für etwas Talent, oder nicht.

Es gibt viele Live & Studio Tontechniker, die den Job nicht gelernt haben und dennoch (verdammt) gut darin sind.

Es muss ich halt alles richtig ergeben.

Ich erzähle besser nicht, wie ich zum Ton gekommen bin.... (sonst wäre auch sofort klar, warum ich Overheads oftmals gegated habe... :D)
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 01. Okt 2009, 19:16
Ja das mit den Kontakten ist so eine Sache..Ich hab keine Ahnung, was es hier in der Gegend für Möglichkeiten gibt und ich wüsste auch nicht, wie ich das herausfinden kann =/
mix4munich
Stammgast
#16 erstellt: 02. Okt 2009, 01:19
Internet (Google ist des Suchenden Freund), Branchenbücher, Musikgeschäfte, Tonstudios - quatsch einfach alle Leute an, die im weitesten Sinne was mit dem Thema zu tun haben. Mein Gott, sollen wir Dich hier zur Jagd tragen? Azubis werden durchaus auch nach dem Grad ihrer Eigeninitiative bewertet, und da hast Du echten Aufholbedarf.

Also: Du suchst Dir innerhalb von drei Tagen drei Kontakte in der Branche. Das müssen noch nicht die Top-Leute sein, einfach Peoples, die mit dem Metier Musik, Beschallung und Tonstudio zu tun haben. Wenn Du sie hast, meldest Du Dich wieder.

Viele Grüße
Jo


[Beitrag von mix4munich am 02. Okt 2009, 01:20 bearbeitet]
hippelipa
Inventar
#17 erstellt: 04. Okt 2009, 17:41
Also als Tontechniker kann man recht viel machen und sich dem entsprechend in verschiedene Richtungen entwickeln. Ich habe in meinen Bekanntenkreis recht viele Profis in unterschiedlichsten Bereichen.

Du kannst Klingeltöne basteln.
Oder in die Spieleentwicklung gehen.
Beim Funk und Fernsehen arbeiten, als Tonangler oder in der Post-Production. Oder das stressigste der Welt machen: "Live-Nachrichten-Toner".
In Studios von Filmvertonung bis zur Werbungsproduktion Fader schupsen.
Man kann als Entwickler für Unterhaltungselektronik arbeiten.

Das an was man als erstes denkt sind Studiotechniker für Bands oder FOH-Techniker als Veranstaltungsmensch. Ist aber fast die Minderheit der Tontechniker.

Ich mach beispielsweise hauptsächlich PA-Systemtechniker. Mich interessiert alles ab Ausgang Mischpult, ob Live oder in der Disko. Geht bei mir aber hauptsächlich in Richtung "Maschienenwartung und Instandsetztung".

Die ganzen lustigen Schulen vermitteln erstmal ein Grundwissen. Danach sollte man sich auf etwas spezialisieren, was einem Spaß macht und wo die Kohle passt. Wenn du beispielsweise in einem Musik-Studio arbeiten möchtest solltest du ein paar Instrumente spielen können. Livetechniker müssen auch mal zupacken können und gut in der Fehlersuche sein und sehr gut mit Musikern klar kommen. (Die soziale Komponente ist da super wichtig) Zusätzlich sollte man sich grob auch mit Licht auskennen und mal mindestens 7,5t fahren dürfen. Spielemenschen müssen natürlich topfit mit Computern sein, wobei Computerkenntnisse überall erforderlich sind. Wenn man dann mal einen Namen hat, mit dem dazugehörenden Referenzen, fragt dich keiner mehr nach einem Diplom oder einer abgeschlossenen Ausbildung. Im Pro-Bereich gibt es massig saugute Leute, die ihren Job nie offiziell gelernt haben, aber sich vom Kistenschieber bis zum FOH hochgearbeitet haben. Allerdings erleichtert so eine Ausbildung den Einstieg erheblich.

Bei den meisten Jobs wirst du nur als "Freelancer" oder "Ich-AG" Projektbezogen gebucht. Sichere Jobs bekommt man nicht so einfach, ausser du kommst bei den Öffentlich-Rechtlichen unter.
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 05. Okt 2009, 16:14

hippelipa schrieb:


Die ganzen lustigen Schulen vermitteln erstmal ein Grundwissen. Danach sollte man sich auf etwas spezialisieren, was einem Spaß macht und wo die Kohle passt.

Meine Sorge ist, was dann nach der Schule wird.
Die Schule füt Tontechnik sieht ganz gut aus, aber wie verhinder ich, dass ich danach auf der Straße sitze und nirgendswo was zu tun bekomme?
Im Post über dir wurde das mit den Kontakten angesprochen..
Ich bin auch grad dabei, mir ein paar Tonstudios in der Gegend rauszusuchen um da einfach mal anzurufen wegen einem praktikum o.ä.
Aber ist das der richtige Weg? Ich denke, schaden kanns ja nicht.
Mein Problem ist nur, dass ich keine Zeit für ein Praktikum habe. Immerhin hab ich schon eine (Vollzeit)ausbildung und einen Nebenjob um mir die Wohnung zu finanzieren...
Da bliebe nur noch das WE und ob die Leute da arbeiten?
Anbieter mit Live Technik finde ich über das Branchenverzeichnis nicht, die arbeiten ja sicher auch am we, aber wie gesagt ich wohn auf dem Land und sowas scheints hier nicht zu geben.
Im Februar bin ich ja fertig mit ausbildung, aber ich würde dann ungern erst mal auf der Straße sitzen und anfangen mir Praktika etc zu suchen.
Im mom tendiere ich dazu, zu versuchen auf so eine Schule zu kommen, möglichst mit finanzieller unterstützung vom arbeitsamt (ist scheinbar irgendwie möglich, werde beim amt aber noch einen beratungstermin dafür beantragen). Da lerne ich dann wenigstens schon die Grundlagen und stehe wesentlich besser da.
hippelipa
Inventar
#19 erstellt: 05. Okt 2009, 20:59
Vor der Ausbildung zum Toner solltest du auf jedenfall schon irgendwas in der Richtung Semiprofessionell machen. Einfach mal alles abtelefonieren was in deiner Gegend so ist. Notfalls halt erstmal als Roadie arbeiten. Das ist echt net schwer da einen Job zu bekommen. Viel schwerer ist es das durchzuhalten. Aber nur mit dem Schulabschluss nimmt dich niemand ernst. Wenn du allerdings schon Praxis hast, schaut das anders aus.
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 19. Okt 2009, 19:56

hippelipa schrieb:
Vor der Ausbildung zum Toner solltest du auf jedenfall schon irgendwas in der Richtung Semiprofessionell machen. Einfach mal alles abtelefonieren was in deiner Gegend so ist. Notfalls halt erstmal als Roadie arbeiten. Das ist echt net schwer da einen Job zu bekommen. Viel schwerer ist es das durchzuhalten. Aber nur mit dem Schulabschluss nimmt dich niemand ernst. Wenn du allerdings schon Praxis hast, schaut das anders aus.

Abtelefoniert hab ich, war nicht schwer da es nur 2 Firmen gibt, die interessant sind
Tonstudios etc hab ich erst mal noch nicht angerufen, den die gehören allen Privatmenschen und scheinen ein-mann firmen zu sein. Ich glaube nicht, dass mir das weiter hilft.
Also hab ich jetzt bei den 2 interessanten Firmen um ein Praktikum gebeten.
Bei der ersten Firma sollte ich eine Bewerbung mailen, aber jetzt nach einer woche ist immer noch keine antwort angekommen
Da siehts bei der zweiten Firma schon besser aus. Der Mensch mit dem ich telefoniert habe, wollte auch keine offizielle Bewerbung, er meinte nur er schaut mal nach Veranstaltungen, bei denen ich mitmachen kann.
Wenn das klappt, das würde mir fürs erste mal reichen.

Du sagst erst mal als Roadie arbeiten..Wie soll ich denn an sowas kommen?
Roadies gehören doch zur Band und reisen bei Tournees mit.
Für sowas mach ich mir keine Hoffnungen, die Bands zu denen ich Kontakt habe, sind weit davon entfernt, auf Tournee zu gehen
_Floh_
Inventar
#21 erstellt: 19. Okt 2009, 20:08
Nö, Roadies gehören nicht zwangsläufig zu ´ner Band.

Zwar nennt man sie dann anders, aber die Arbeit bleibt im Grunde die gleiche.
Aber in dem Fall ist die Rede von (Auf- und Abbau-)Helfern, bzw. Hands

Wobei Hands selten fest angestellt werden
hippelipa
Inventar
#22 erstellt: 19. Okt 2009, 20:13
Ein-Mann-Firmen sind das beste was die Passieren kann. Dann da wirst du alles machen können. In großen Firmen wirst du zum Fachidioten ausgebildet. Natürlich ist ein Job bei einer großen Firma sicherer. Mehr lernen tust du aber in einer kleinen.

Weiter bestehen die meisten Tourneen aus einem Nightliner und einem Anhänger mit Backline. Roadies und morz viel Technik gibts da nicht. Das stellt der Veranstalter vor Ort.
http://www.stagehands.de/ ist eine Vermittlungsargentur für Hilfskräfte.
devilzduck
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 19. Okt 2009, 21:26

hippelipa schrieb:
Ein-Mann-Firmen sind das beste was die Passieren kann. Dann da wirst du alles machen können. In großen Firmen wirst du zum Fachidioten ausgebildet. Natürlich ist ein Job bei einer großen Firma sicherer. Mehr lernen tust du aber in einer kleinen.

Weiter bestehen die meisten Tourneen aus einem Nightliner und einem Anhänger mit Backline. Roadies und morz viel Technik gibts da nicht. Das stellt der Veranstalter vor Ort.
http://www.stagehands.de/ ist eine Vermittlungsargentur für Hilfskräfte.

naja aber ich denke mir ein mann firmen werden mir nicht helfen einen gewissen "ruf" zu erarbeiten.Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es für solche Firmen hier überhaupt was zu tun gibt.
Ich stell mir das mehr wie Hobby Tontechniker vor, die als Firma eingetragen sind und alle Jubeljahre mal was aufnehmen
hippelipa
Inventar
#24 erstellt: 20. Okt 2009, 13:12

devilzduck schrieb:
naja aber ich denke mir ein mann firmen werden mir nicht helfen einen gewissen "ruf" zu erarbeiten.Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es für solche Firmen hier überhaupt was zu tun gibt.
Ich stell mir das mehr wie Hobby Tontechniker vor, die als Firma eingetragen sind und alle Jubeljahre mal was aufnehmen

In erster Linie geht es darum das du was auf m Kasten hast. Nicht das du beim Praktikum oder Anfang der Ausbildung wie ein Vollpfosten dastehst. Du brauchst Praxis und Know-How, egal wie. Es schadet auch nicht, wenn du dich mal in die Bücherei begibst und dir einen Stapel Fachbücher ausleihst und liest. Studio-, Live-, Licht-. Elektro- und Bühnentechnik, Elektro-, Psychoakustik, Optik, Statik usw. Mit der Straßenverkehrsordung solltest du auch fit sein, wenn du in die Touringszene willst. Sprich der ganze Kram um Führerscheinklassen, mit ohne Hänger, Sonntagsfahrverbot und so Mist. Je mehr du weist, desto besser. Kannst du aber nix, wirst du höchsten als "Händ" eingesetzt, sprich du bist am untersten Ende der Nahrungskette. Viel Arbeit, wenig Kohle, höchste Unfallgefahr usw. Ich denke das ist nicht dein Ziel.

Eigeninitiative!! Momentan kann ich da bei dir leider noch nicht viel feststellen. Ich kann dir nur sagen, das jemand der sich bei mir bewirbt und nicht mindestens auf einem Fachgebiet Topfit ist, keine Chance hat.
Poldi-1
Neuling
#25 erstellt: 27. Okt 2009, 18:15
Hallo

freut mich das Dir dieser Berufszweig gefällt. Ich bin selber im Rock'n'Roll - zwar nicht direkt im Ton, aber als Rigger (Kletterer) hänge ich auch für den Ton die Hängepunkte. Ich bin sehr zufireden mit dem Arbeitsumfeld weil ich viel rumkomme, ständig neue und interessante Leute kennenlerne, neue Aufgabenstellungen/Herausforderungen habe und mir als Selbstständiger meine Zeit selber einteilen kann - für manche ist so ein Leben auch zu "unsicher". Musst Du wissen

Meines Wissens nach musst Du für den anerkannten Ausbildungsberuf "Tontechniker" vorher ein Studium im Musikbereich vorweisen, was ziemlich einmalig für Ausbildungen ist, aber da müsste ich nochmal genau nachfragen. Es gibt aber auch andere Ausbildungen im groß gefächerten Bereich Ton. Es gibt viele grosse und kleine Veranstaltungsdienstleister die Ausbilden, einer der größten in Europa ist z.B. "ProCon". Du kannst aber auch mit Deiner Ausbildung als Elektroniker vieles im Rock'n'Roll machen: Licht-/Dimmer-technik, Energiemanagement, Operator..
Zu einer ein-Mann Firma kann ich Dir nicht raten (bin selber eine ;)), denn so kleine Betriebe werden Dich nie auf die grossen Konzerte schicken können, und Du wirst nie mit den richtig großen und teuren Geräten arbeiten können.

Bevor Du an so etwas denkst solltest Du aber vielleicht erstmal auf ein paar Baustellen Rock'n'Roll-Luft schnuppern: fang doch erstmal als Stagehand an. Da siehst Du wie die Arbeit abläuft und lernst die ganzen Geräte, Leute und Fachsprache kennen, und wenn Du Dich dann bei einem Gewerk gut anstellst rutschst Du meist von ganz allein da rein. Als Stagehand musst Du erstmal nix können und Du kannst in jeder größeren Stadt unkompliziert ein bisschen Geld verdienen - in welcher Ecke wohnst Du denn?
socapex
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 22. Feb 2010, 21:41

hippelipa schrieb:
Ein-Mann-Firmen sind das beste was die Passieren kann. Dann da wirst du alles machen können. In großen Firmen wirst du zum Fachidioten ausgebildet. Natürlich ist ein Job bei einer großen Firma sicherer. Mehr lernen tust du aber in einer kleinen.

Ich denke das solche Pauschalisierungen nicht Zielführend sind.
Große Firmen bieten den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß sie eine sehr große Bandbreite an Wissen vermitteln können.
Dazu zähle ich neben den unterschiedlichen Gewerken wie Audio, Video, Licht sowie Bühne/Set und Rigging vor allem auch Metal-, Holz- und Elektrowerkstätten.
In kleinen Firmen hat man dafür wohl eher die Möglichkeit mal selber am Pult zu stehen.
Das halte ich aber nicht für den primären Sinn einer Ausbildung - imho ist ein fundiertes Wissen, möglichst Gewerkeübergreifen, eine sehr gute Grundlage um sich nach seiner Ausbildung auf die Bereiche zu spezialisieren die einem persönlich am meisten zusagen.

Was und wieviel man lernt, hängt in erster linie IMMER von einem selbst ab und nicht von der Größe des Auzsbildungsbetriebes!


PS: Azubis die nach ihrer Ausbildung "Fachidioten" waren habe ich bisher in großen Firmen noch keine kennen gelernt...!
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