Marantz 2252B kratzt knistert rauscht

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rookz
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Nov 2017, 17:18
Moin zusammen,

bei meinem geliebten Marantz habe ich einen Fehler, der vor einem Jahr schon aufgetreten ist. Der rechte Kanal kratzt, auch wenn Volume auf Null ist. Das ist teilweise sehr enorm laut und man erschreckt richtig. Der Fehler trat nur sporadisch auf, bis auf einmal gar kein Ton mehr aus dem Receiver kam. Habe ihn bei dem örtlichen Radio-Fernsehtechniker gehabt, der angeblich auf diesen Receivern gelernt hat. Danach lief er dann auch wieder gut 10 Monate.
Vor 3 Wochen dann wieder diese Symptome und der Totalausfall. Also wieder hin, er hat einiges ausgetauscht... ich habe ihn letzte Woche abgeholt und sofort war wieder das laute knacken-kratzen-rauschen auf dem rechten Kanal.

Es ist egal, welche Quelle oder welche Lautsprecher ich nutze. Mir ist aber aufgefallen, dass eben dieser defekte Kanal viel kräftiger spielt als der vermeidlich funktionierende Kanal.

Kann mir jemand helfen? Es steckt nun schon einiges an Geld in dem Gerät (andere kaufen sich dafür einen neuen 7.1 digital Receiver )

Gruß
Patrick
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 11. Nov 2017, 13:35
Was/welche Bauteile hat der Techniker getauscht?
rookz
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 11. Nov 2017, 17:31
Er hat mir gesagt, das Relais und Netzteil getauscht wurden.

Ich habe ihn jetzt zu einem Radio-Fernsehtechnik einen Ort weiter gebracht. Diese möchte einen Schaltplan haben.

Habe einen Schaltplan gefunden.

Seit gestern Abend gibt der Receiver keinen Ton mehr von sich...

Gruß
Patrick


[Beitrag von rookz am 11. Nov 2017, 17:52 bearbeitet]
DB
Inventar
#4 erstellt: 12. Nov 2017, 09:24
Hallo,


rookz (Beitrag #3) schrieb:
Er hat mir gesagt, das Relais und Netzteil getauscht wurden.

aha. Relais sehe ich ein, aber Netzteil?


rookz (Beitrag #3) schrieb:

Seit gestern Abend gibt der Receiver keinen Ton mehr von sich...

Hmm ... kaputtrepariert, würde ich sagen. Gut, daß Du nun eine andere Werkstatt genommen hast.

Dennoch komme ich nicht umhin, darauf hinzuweisen, daß für den Betrieb von Klassikern (ganz egal ob Fahrzeuge oder Unterhaltungselektronik) eigene Kenntnisse enorm zweckmäßig sind. Ansonsten wird es teuer oder/und man über den Tisch gezogen. Du solltest daraus die nötigen Konsequenzen ziehen.


MfG
DB
rookz
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Nov 2017, 12:00
Du meinst also, ich soll alle meine Vintage Receiver und Verstärker verkaufen, weil ich mich zuwenig mit der Materie auskenne??

Kannst Du mir das etwas näher erläutern, damit ich diesen Schritt auch nachvollziehen kann?
DB
Inventar
#6 erstellt: 12. Nov 2017, 12:23
Genau lesen, was ich schrieb: Du solltest Dir Wissen und Können draufpacken (dabei hilft u.a. dieses Forum), damit Du nicht bei jedem kleinen Wehwehchen des Gerätes die Werkstatt aufsuchen mußt.
Das brauchst Du natürlich nicht bei hinreichender Solvenz. Dann allerdings verstehe ich den letzten Satz Deines Eingangsbeitrages nicht.
Lernen oder Zahlen -wofür Du Dich entscheidest, ist letztlich Deine Angelegenheit.


MfG
DB
Lennart777
Inventar
#7 erstellt: 12. Nov 2017, 12:31
Was DB völlig zu Recht meint, ist die Tatsache, dass "normale" Radio-/Fernsehwerkstätten mit Hifi-Oldies überfordert sind.
Wenn der "neue" Betrieb einen Schaltplan von Dir (dem Kunden) fordert, ist offensichtlich ein Marantz 2252B völliges Neuland für den. Da kann man dann auch keine fachgerechte Reparatur erwarten. Bei den ausgewiesenen Spezialisten musst Du allerdings mit höheren Kosten und eventuell auch mit längeren Wartezeiten rechnen. Dafür darfst Du in der Regel aber auch mit erstklassigen Ergebnissen rechnen.
Schau mal hier
da findest Du sicherlich eine Adresse in Deiner Nähe oder Deines Geschmacks.

Grüße
Lennart


[Beitrag von Lennart777 am 12. Nov 2017, 12:32 bearbeitet]
rookz
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Nov 2017, 12:32
Und wie genau soll ich aus deinen Posts etwas lernen (außer vielleicht für mein Leben?).

Ich habe den letzten Satz im Eingangspost geschrieben, um zu verdeutlichen, dass mir der Receiver am Herzen liegt.

Das Relais kann ich zur Not selber tauschen, jedoch ist der Fehler des kratzenden knackenden rechten Kanals für meine Kenntnisse eine Nummer zu hoch.

Vielleicht äußerst Du dich dazu?

@Lennart777
Danke, dass hilft mir schon eher.


[Beitrag von rookz am 12. Nov 2017, 12:35 bearbeitet]
eckibear
Stammgast
#9 erstellt: 12. Nov 2017, 12:41
Das erklärt sich einfach so:

Alte Gerätschaften zicken oder fallen eben gerne mal aus, weil es schon eine ganze Reihe von Alterungsschäden gibt.
Wenn man nun jedes Mal in die Werkstatt muss wird es nervig und teuer, denn schon die Fehlersuche ist meistens recht zeitaufwändig.

Häufige Beispiele:

1) Gute bzw. korrekte Reparaturen z. Bsp. an Schaltern, Potis etc. sind oft sehr arbeitsintensiv.
Neuteile gibt es oft nicht mehr.
Alternativ gibt es die Fraktion der "Kontakt-Sprüher", leider auch oft in "Fachwerkstätten" zu finden.
Damit wird aber kein dauerhafter Erfolg erreicht, denn der Dreck bleibt weitestgehend im Schalter/Poti und wird nur in eine andere Ecke geschoben.
Manchmal greift die Brühe auch noch alles mögliche in der Umgebung an und der Schaden ist dann erst recht groß.

2) Altersschwache Elkos kann man entweder einzeln erneuern oder in einer Totalrevision.
Eine abgewogene Entscheidung wird nur derjenige verstehen und treffen, der sich mit der Materie näher auskennt.
Am Ende muss man zwischen dem gesammten Zeitaufwand der einen und der anderen Lösung entscheiden.

3) Durchgebrannte Transistoren zu ersetzen kann bei Altgeräten schwer sein, weil es oft keine guten Austauschtypen mehr gibt.
Dann heißt es Datenblätter zu vergleichen und ggf. die Schaltung zu modifizieren.
Abschließende Tests mit geeigneten Messgeräten gehören auch dazu.
Kaum eine Werkstatt hat heute noch diese Ausrüstung parat, oft fehlen auch die Fachkenntnisse.
Selbst wenn es so ist, teuer wird es am Ende immer.

Ich würde auch sagen, dass man sich als Laie besser von Oldtimern fernhält.
Eine gute Totalrevision ist so teuer, dass man schon sehr hohe finanzielle Leidensfähigkeit haben muss, wenn man überhaupt jemand findet, der es wirklich wert ist.
Auch das richtig zu beurteilen fällt Laien naturgemäß schwer.
Leider gibt es doch recht viele Halbwissende und schwarze Schafe im Geschäft (gilt ja auch für Autowerkstätten, sogar Vertragshändlern von Herstellern).
rookz
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 12. Nov 2017, 12:53
Daraus schließe ich, dass ich einen überholten Reveiver kaufen sollte. Da kann mir dieses Forum sicherlich helfen, damit ich eben nicht bei einem schwarzen Schaf kaufe.

Ich werde nicht aufhören mit den Oldtimern Musik zu hören. Dafür bin ich auch "solvent" genug, um mir dass zu leisten.

Der Marantz hat mich, genau wie meine alten Pioneer mit seinem Klang überzeugt.
Uwe_1965
Stammgast
#11 erstellt: 12. Nov 2017, 13:32
Schade, manchmal wiederholen sich Sachen , vielleicht war es auch auf dem Dachboden nur etwas staubig. Das müßte sich recht einfach beheben lassen.

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 12. Nov 2017, 13:33 bearbeitet]
DB
Inventar
#12 erstellt: 12. Nov 2017, 13:38

rookz (Beitrag #8) schrieb:
Und wie genau soll ich aus deinen Posts etwas lernen (außer vielleicht für mein Leben?).
...
Vielleicht äußerst Du dich dazu?

Du hast ja noch gar keine technische Frage gestellt und Dich auch noch nicht geäußert, ob Du Dich überhaupt in der Lage siehst, selbst tätig zu werden.
Das Gerät ist in der Reparatur, also kannst Du auch nicht beginnen, mit Unterstützung des Forums den Fehler zu suchen.

Falls Du selbst reparieren willst:
Ein Beginn wäre es, wenn Du Dich mit Aufbau und Wirkungsweise verschiedener Bauelemente vertraut machst, wie sehen sie aus, wie kann man herausfinden ob sie defekt sind, ... Dann schaust Du Dir die Schaltpläne der Geräte an und versuchst sie zu verstehen.
Wenn Du selber tätig werden willst, kommst Du um eine kleine Werkstattausrüstung nicht herum. Lötkolben, Schraubendreher, paar Zangen, Multimeter wären der Anfang.
Es wird kein kurzer Weg, die Leute, die hier Reparaturtips geben, beschäftigen sich teilweise seit Jahrzehnten mit Elektronik.


MfG
DB
eckibear
Stammgast
#13 erstellt: 12. Nov 2017, 14:42

Uwe_1965 (Beitrag #11) schrieb:
Schade, manchmal wiederholen sich Sachen , vielleicht war es auch auf dem Dachboden nur etwas staubig. Das müßte sich recht einfach beheben lassen.


Ach so ist das... . Dann schließt sich wohl der Kreis, gewissermaßen zum Kurzschluß .

À la: "Man kann es ja noch mal probieren..."

Oder, um mich kurz zu wiederholen: "Wenn man nun jedes Mal in die Werkstatt muss wird es nervig und teuer, denn schon die Fehlersuche ist meistens recht zeitaufwändig".
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