Scott A457 Reparatur

+A -A
Autor
Beitrag
Altgerätesamler
Inventar
#1 erstellt: 04. Dez 2020, 22:58
Hallo zusammen

Habe mir kürzlich in der Bucht einen Scott A457 Verstärker ersteigert und bin gerade dabei ihn zu Reparieren.

Scott A457

Es sind einige Widerstände abgeraucht und die 2 TO3-Transistoren der linken Endstufe sind durchgebrannt.

Die Treibertransistoren habe ich ausgebaut und geprüft. Sind i.O

Nun habe ich den Verstärker erstmal mit einer 100 Watt Glühbirne in Serie in Betrieb genommen.
Die TO3-Transistoren der linken Endstufe sind aktuell nicht eingebaut. Musste diese erst bestellen.

DC Offset linke Endstufe: -100mV DC (lässt sich mit dem Offset Poti zwar verstellen, der Wert wird dabei aber noch negativer)
DC Offset rechte Endstufe: konnte Problemlos auf 0mV DC eingestellt werden.

Habe versuchsweise den Widerstand R607 (220k) gegen einen 100kOhm Widerstand ersetzt.
Der Offset liegt dabei bei -6mV DC und die Musik spielt auf beiden Kanälen normal.

Die Frage ist jetzt halt, ob ich das so belassen kann oder ob der Fehler evtl. noch irgendwo anders liegt?


Scott A457


Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 04. Dez 2020, 23:00 bearbeitet]
DB
Inventar
#2 erstellt: 05. Dez 2020, 00:42
Du arbeitest damit an Symptomen, ohne die Ursache zu beheben. Sowas würde mich nicht zufriedenstellen, auch nicht unter dem Blickwinkel eines möglichen späteren Verkaufes des Verstärkers.

MfG
DB
Altgerätesamler
Inventar
#3 erstellt: 05. Dez 2020, 01:12
Hallo DB

Das habe ich mir schon gedacht.

Somit scheint noch ein weiterer Fehler vorhanden zu sein und ich werde mich morgen nochmals durch die Schaltung messen.
Altgerätesamler
Inventar
#4 erstellt: 05. Dez 2020, 13:42
Hallo zusammen

Habe mich nochmals durch die Schaltung gekämpft und konnte bis anhin keine weiteren defekten Bauteile ausfindig machen.

Folgende Arbeiten habe ich bereits ausgeführt:
- Elkos linke Endstufe ersetzt
- Widerstände R613, R616, R618, R624, R626, R628 ersetzt, da abgeraucht oder Wert nicht i.O (gelb markiert)
- Sämtlche Dioden linke Endstufe ersetzt
- Endstufentransistoren Q609 und Q610 ausgebaut da defekt

Fazit: DC Offset ist immer noch um die -100mV und lässt sich nicht kleiner einstellen. Ausser man verkleinert den Widerstand R607 (220kOhm)
Könnte das evtl. auch an den Fehlenden Endstufentransistoren Q609 und 610 liegen oder hat mir jemand einen Tipp wo ich weitersuchen soll?

Bin mir normalerweise Komplementärtransistoren am Ausgang gewohnt und nicht 2 Stück NPN

Ansonsten Arbeiten beide Endstufen normal.

Scott A457


[Beitrag von Altgerätesamler am 05. Dez 2020, 13:45 bearbeitet]
DB
Inventar
#5 erstellt: 05. Dez 2020, 13:48
Bau nur erstmal die Leistungstransistoren ein, dann kann das Verhalten schon anders aussehen. Wenn es dann immer noch nicht geht, würde ich die Eingangstransistoren besehen.
Altgerätesamler
Inventar
#6 erstellt: 05. Dez 2020, 14:06
Hallo DB

Habe den Fehler gerade gefunden, das DC-Offset Poti ist defekt.

Werde mal ein neues bestellen.

Melde mich wieder sobald die Teile bei mir eingetroffen und eingebaut sind.


[Beitrag von Altgerätesamler am 05. Dez 2020, 14:26 bearbeitet]
Altgerätesamler
Inventar
#7 erstellt: 05. Dez 2020, 15:48
So, bin in der Bastelkiste fündig geworden und habe das defekte Poti ersetzt.

Leider konnte ich damit den Fehler noch nicht beheben.


würde ich die Eingangstransistoren besehen.


Auf deinen Rat habe ich die Eingangstransistoren Q601 und Q602 ersetzt.
Und ewala, der Offset lässt sich wieder prima einstellen.



Somit brauche ich jetzt nur noch auf die neuen TO3-Transistoren zu warten.

Besten Dank für die Unterstützung.

Lg. Manuel
Altgerätesamler
Inventar
#8 erstellt: 05. Dez 2020, 16:29
Wenn wir gleich dabei sind habe ich noch eine Frage zur Schaltung vom VU-Meter

Die VU-Meter reagieren bei Bassschlägen praktisch nicht, wobei hohe Töne zu einem hohen Ausschlag der Anzeige führen.
Stelle ich z.B einen Sinus mit der Frequenz von 100HZ ein bewirkt dies ein Zeigerausschlag von 1/4
Stelle ich die Frequenz auf 18000HZ ohne die Lautstärke zu verändern, bewirkt dies ein Zeigerausschlag von 3/4.

Kann man die Schaltung evtl. so modifizieren, damit alle Frequenzen mit gleicher Verstärkung an die VU-Meter gegeben werden?

VU-Meter BD Scott A457


[Beitrag von Altgerätesamler am 05. Dez 2020, 16:30 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 05. Dez 2020, 16:54
Ob das mit dem VU wirklich so gewollt war!?

Ich würde es erstmal mit einer Erneuerung der 5 Elkos versuchen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 05. Dez 2020, 23:36 bearbeitet]
DB
Inventar
#10 erstellt: 05. Dez 2020, 17:11
Genau so ist es. Sämtliche Elkos der Aussteuerungsplatine tauschen.
Altgerätesamler
Inventar
#11 erstellt: 05. Dez 2020, 17:15
Hallo zusammen

Dachte, da beide Anzeigen gleich reagieren sei dies so gewollt.

Dann werde ich mal noch die Elkos ersetzen.
Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 05. Dez 2020, 17:21

Dachte, da beide Anzeigen gleich reagieren sei dies so gewollt


Das wissen wir erst nach dem Tausch der Elkos
Altgerätesamler
Inventar
#13 erstellt: 05. Dez 2020, 17:33
Hehe, jap ich melde mich sobald ich die Elkos ersetzt habe.
Aber jetzt muss ich zuerst mal was essen, bin schon den ganzen Tag am löten.
Altgerätesamler
Inventar
#14 erstellt: 05. Dez 2020, 22:43
Habe alle Elkos ersetzt, hat sich aber nichts geändert.

Dioden habe ich auch geprüft, sind auch i.O.

Habe mir gerade ein Video auf Youtube angesehen vom Verstärker und da schlagen die Zeiger auch nicht mehr aus, wenn der Bassregler hochgedreht wird, somit scheint die Schaltung gezielt tiefe Frequenzen abzuschwächen oder hohe Frequenzen stärker zu verstärken.

Die Schaltung finde ich für einen Amp somit unbrauchbar. Sie sollte ja die Ausgangsleistung der Endstufe in % anzeigen und gerade tiefe Frequenzen wie Bass-Schläge benötigen viel mehr Energie/Leistung vom Verstärker.

Bin jetzt einwenig am experimentieren.

Wie wir in der Schaltung sehen können wird das Signal via 2 Dioden rückgekoppelt.
Entfernt man die Dioden D201 und D202 zeigt das Messinstrument auch tiefe Frequenzen normal an. Mit dem Poti kann aber der Pegel nicht genug abgeschwächt werden.

Evtl. hat von euch ja jemand noch eine Idee?
Meter BD v2


[Beitrag von Altgerätesamler am 05. Dez 2020, 23:22 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#15 erstellt: 05. Dez 2020, 23:45
Das ist in der Tat seltsam.

Du könntest es noch mit einer Kapazitätserhöhung bei C201/203 und/oder 204 testen. Dabei würde ich es jeweils erst mit 10 µF probieren ob sich da schon etwas ändert und sich dann weiter mit den Kapazitäten herantasten.


Mit dem Poti kann aber der Pegel nicht genug abgeschwächt werden


Das Poti wurde ja in Serie verschaltet und es scheint 4,7 k zu haben. Auch hier kannst du mal einen höheren Widerstandswert verbauen.
Altgerätesamler
Inventar
#16 erstellt: 05. Dez 2020, 23:51
Hallo danke für den Tipp.

Habe inwzischen versuchshalber die 2 Dioden in der Rückkopplung entfernt und gegen einen 47kOhm Widerstand ersetzt.
Sowiet sieht das jetzt ganz gut aus.
Rabia_sorda
Inventar
#17 erstellt: 05. Dez 2020, 23:55
Wenn du damit zufrieden bist dann ist ja alles gut
DB
Inventar
#18 erstellt: 06. Dez 2020, 00:10
Die zwei antiparallelen Dioden sollen eine Logarithmierung des Signals realisieren, damit man auch bei geringen Signalpegeln was sieht.
Altgerätesamler
Inventar
#19 erstellt: 06. Dez 2020, 00:37
Hallo DB

Vielen Dank für die Erklärung.
Solange diese Dioden eingebaut sind, werden Frequenzen unter 500Hz aber nur gedämpft auf den VU-Metern angezeigt.

Habe jetzt die Dioden entfernt und gegen einen 10kOHm Widerstand ersetzt. Damit lassen sich die VU-Meter auf 100% bei 20VAC einstellen und es werden alle Frequenzen gleich stark auf den VU-Meter angezeigt.

Sofern du einen anderen Vorschlag hast, lass hören.
Altgerätesamler
Inventar
#20 erstellt: 12. Dez 2020, 18:24
Hallo zusammen

Die Endstufe funktioniert soweit einwandfrei.
Momentan bin ich mit dem Equealizer beschäftigt.

Beim schieben der Potis knistert bzw.knackst es stark.
Habe die Potis bereits gereinigt, dies brachte keine Besserung.

Mir ist aber aufgefallen, dass ich über den Potis jeweils eine DC-Spannung von 0.5VDC messe.

Gemäss Schaltung ist dies auch korrekt, kann mich aber noch erinnern, dass an den Potis keine DC-Spannung anliegen darf, da es sonst knistert...

Equalizer

Am Ein und Ausgang der Schaltung ist keine DC-Spannung messbar.
Ist hier tatsächlich was falsch oder muss ich einfach nur die Schiebe-Potis ersetzen?

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 12. Dez 2020, 18:25 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#21 erstellt: 13. Dez 2020, 02:25
In der Schaltung erkenne ich jetzt erstmal keine Elkos und es müssten eigentlich alles Fokos sein, die im Grunde ja langzeittauglich sind und daher nicht zu Ausfällen neigen. Die 0.5 Vdc werden ja im Grunde nicht von einem Poti "erzeugt" und sie könnten daher schon an Punkt P501/502 anliegen. Aber da du es mit "am Ein und Ausgang der Schaltung ist keine DC-Spannung messbar" beschriebst, ist es für mich etwas verwunderlich.

Hier würde ich noch eine Prüfung/Erneuerung der Koppelkondensatoren C505/511 (schlecht erkennbar) vornehmen.
Eine Wechslung in Folien wäre eine sehr gute Alternative.
Altgerätesamler
Inventar
#22 erstellt: 13. Dez 2020, 08:45
Hallo

Hier nochmals die Schaltung, die Elkos sind rot Markiert. Sie wurden alle bereits erneuert.
Input L+R sind Orange Markiert => DC Spannung um 20mV
Output L+R sind Grün Markiert => DC Spannung um 20mV

Am Eingang sind keine Koppelelkos, diese sind am Ausgang der vorhergehenden Schaltung platziert.
Habe ich auch bereits erneuert.

Gemäss Schaltplan sind die 0.5VDC welche ich beim Poti messe aber normal. Ist zumindest auch so angegeben.

Habe jetzt einmal 4 neue Schiebepotis bestellt. Werde diese bei erhalt einmal einbauen und schauen, ob der Fehler damit behoben werden kann.


Equalizer


[Beitrag von Altgerätesamler am 13. Dez 2020, 08:46 bearbeitet]
Valenzband
Stammgast
#23 erstellt: 13. Dez 2020, 14:54
Die Schaltung ist halt zeitgemäß bescheiden. Der Basistrom der ersten Transe muss durch den Bassregler. Normalerweise geht das so la la.
Oxidierte Schleifbahnen bleiben aber eine Schwachstelle. Deren gibt es immer zwei, eine Widerstandsbahn und eine parallel dazu laufende metallische für das Schleiferelement. Beide können Probleme machen.
Außerdem sind ziemlich sicher noch Elkos links der orangenen Punkte, die potentielle trouble maker sind.
Altgerätesamler
Inventar
#24 erstellt: 13. Dez 2020, 15:50
Hallo Valenzband

Besten Dank für die Erläuterung.

Der Amp wurde zwischen 1977 und 1979 Hergestellt und hat somit bereits seine 40 Jahre
Betrieb hinter sich. Das hat man bei der Reparatur/Revision bis anhin auch gut gemerkt.

Die Schalter und Regler waren alle stark verschmutzt.
Die Schiebepotis vom Equalizer habe ich zwar gereinigt, aber das Problem lies sich damit nicht lösen.
Habe jetzt neue bestellt.

Die Koppelelkos vor dem Equalizer habe ich auch ersetzt, Problem bleibt gleich..

Die Frage ist halt auch, ob man die Schaltung evtl. Anpassen kann?
Habe da an einen Koppelelko vor der Basis des ersten Transistors gedacht.
Würde das funktionieren?
Valenzband
Stammgast
#25 erstellt: 13. Dez 2020, 15:57
Nein, denn der erste Transi bekäme dann keinen Biasstrom mehr.
CarlM.
Inventar
#26 erstellt: 13. Dez 2020, 16:28
Bzgl. der Schiebepotis muss man ja nicht spekulieren bzw. auf Verdacht austauschen.
Man kann doch sehr einfach mit einem Multimeter im Widerstandsmess-Modus prüfen.
Noch besser, wenn man zwei Multimeter besitzt, weil man dann auch immer den Gleichlauf L/R sehr einfach prüfen kann.
Altgerätesamler
Inventar
#27 erstellt: 13. Dez 2020, 19:38
Hallo zusammen

Jetzt wo ich mir die Schaltung nochmals genauer angeschaut habe, ist mir auch klar warum das mit meinem Vorschlag nicht funktioniert.
Hier nochmals die Schaltung inkl. Preamp.

Preamp + Equalizer


Bzgl. der Schiebepotis muss man ja nicht spekulieren bzw. auf Verdacht austauschen.
Man kann doch sehr einfach mit einem Multimeter im Widerstandsmess-Modus prüfen.
Noch besser, wenn man zwei Multimeter besitzt, weil man dann auch immer den Gleichlauf L/R sehr einfach prüfen kann


Habe dies mal grob geprüft.
Beim Schiebepoti Links für den Bass ist in der Minimum-Stellung ein Unterbruch. Dabei fällt das Signal komplett weg.

Daher werde ich erstmal die Schiebe-Potis ersetzen, diese sind ja bereits bestellt.


[Beitrag von Altgerätesamler am 13. Dez 2020, 19:39 bearbeitet]
Altgerätesamler
Inventar
#28 erstellt: 20. Dez 2020, 13:31
Hallo zusammen

Kurzes Update:
Da ich mit der original verbauten VU-Meter Schaltung nicht glücklich werde, habe ich mich entschieden eine neue Platine mit neuer Schaltung einzubauen.
Die Schaltung arbeitet quasi auch Logarithmisch, wobei aber die tiefen Frequenzen normal auf das Meter gegeben werden.

Habe die Schaltung bereits einmal auf dem Steckbrett aufgebaut und sie erfüllt meine Vorgaben.

Weitere Infos zur Schaltung gibt es hier

Die Schaltung:
VU-Meter Log

3D Ansicht Platine

3D Ansicht Platine

Lg. Manuel
Altgerätesamler
Inventar
#29 erstellt: 03. Jan 2021, 00:19
Hallo zusammen

Frohes Neues Jahr allerseits.


Operation ist geglückt, Patient lebt.
Habe die alte VU-Meter Platine entfernt und meine Platine, marke Eigenbau eingepflanzt.

Funktioniert einwandfrei, genau so wie ich mir das vorgestellt habe.

VU-Meter Platine

VU-Meter

Um den Equalizer kümmere ich mich in den nächsten Tagen.
Seimalanders
Stammgast
#30 erstellt: 05. Jan 2021, 23:38
Gute Arbeit.
Altgerätesamler
Inventar
#31 erstellt: 07. Jan 2021, 17:04
Hallo zusammen

@Seimalanders
Vielen Dank

@all
Habe heute die Equalizerplatine ausgebaut und die Schiebepotis ausgelötet.
Beim auslöten ist mir dann aufgefallen, dass man diese öffnen kann.

Nach dem öffnen der Schiebepotis kam ein schwarz verklebter Schleifer zum vorschein.
Habe diese nun ausgiebig gereinigt und wieder eingelötet.

Fazit: Kratzgeräusche sind verschwunden.

Somit müssen jetzt nur noch die alten Lautsprecheranschlüsse ausgetauscht werden, danach sollte das Gerät für die nächsten Jahre wieder fit sein.

Bis anhin habe ich die grossen Becherelkos (10000µF 50V) noch nicht ersetzt..
Was meint Ihr, kann ich diese so belassen oder soll ich sie doch austauschen?

Hier noch ein Bild vom Scott A-457, darunter ist ein JVC JA-S44 Verstärker.
Scott A-457

Ach ja, falls jemand interesse an einer Platine für die log. VU-Meter Schaltung hat, dürft ihr euch gerne bei mir melden.
Habe noch 3 Stück an lager.

Lg. Manuel


[Beitrag von Altgerätesamler am 07. Jan 2021, 17:32 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#32 erstellt: 09. Jan 2021, 09:39
Die dicken grauen Becherelkos sind unkritisch, soweit keine optischen Auffälligkeiten da sind. Der A457 hat unglaublich Kraft. Die Betreiber einer französischen Seite haben verschiedene Modelle von Scott durchgemessen und kamen auf wesentlich mehr Leistung als Scott angegeben hat.

PIC_5795
Seimalanders
Stammgast
#33 erstellt: 09. Jan 2021, 13:43
Ich würde die Elkos auch drin lassen. So lange der Bass bei hohen Lautstärken nicht verzerrt und der Trafo vibriert ist eigentlich alles gut. Oder es gar ein Netzteilbrummen auf den Lautsprechern gibt, dann müssten die aber schon sehr gelitten haben.
Altgerätesamler
Inventar
#34 erstellt: 09. Jan 2021, 15:45
Hallo zusammen

Die Becherelkos sehen optisch noch einwandfrei aus und ein brummen habe ich auch nicht. Somit belasse ich dies erstmal so.



Die Betreiber einer französischen Seite haben verschiedene Modelle von Scott durchgemessen und kamen auf wesentlich mehr Leistung als Scott angegeben hat.


Der A457 ist der 2. Verstärker vom Hause Scott, welcher bei mir in Reparatur ist. Sind wirklich tolle Geräte, die über 40 Jahre tadellos funktioniert haben.
Das wird sich heute nur noch schwer finden lasssen.


[Beitrag von Altgerätesamler am 09. Jan 2021, 15:46 bearbeitet]
Altgerätesamler
Inventar
#35 erstellt: 04. Feb 2021, 20:01
Hallo zusammen

Der Scott ist jetzt bereits einige Wochen in Betrieb und funktioniert soweit ganz gut.

Trotzdem ist mir aufgefallen, dass der Amp sehr empfindlich auf Störgeräusche infolge (Funkenbildung) ist.

Sprich wenn der Kühlschrank-Kompressor abschaltet knallt es aus den LS.
Bei meinen anderen Amps (Revox B750 MKI, Lenco A50 oder JVC JA-S44) hört man dies zwar auch, aber viel leiser.

Im Forum wurde dieses Thema auch schon öfters durchgekaut.
Abhilfe sollen Entstörkondensatoren (X2) in den Lichtschaltern und Kühlschrank, usw schaffen.

Trotzdem möchte ich das ganze hier noch einmal für mein Verständnis anschauen, sofern Ihr lust habt.

Also erstmal gibt es soviel ich weis 2 Arten wie Störgeräusche in den Verstärker gelangen können.
1. Über die Luft
2. Über das Leitungsnetz (Stromnetz)

Bei der 1. Variante habe ich mir die Frage gestellt, ob der Amp ansich nicht ein "Faradayscher Käfig" darstellt und Störgeräusche Grundsätzlich nicht ins Gerät dringen können.
Ausser natürlich über die Signalleitungen die am Gerät angeschlossen sind, wobei diese aber in der Regel Abgeschirmt sind...

Wie sieht das hier konkret aus?

Zu den Störungen welche über das Leitungsnetz ins Gerät dringen können, müsste ja ein einfacher Entstörkondensator X2 oder ein Netzfilter abhilfe schaffen?

Weiter stellt sich die Frage, ob man den Amp evtl. anders auslegen könnte, damit dieser nicht so empfindlich gegenüber Störgeräuschen reagiert.

Nehme an, dass hier die "Schwingneigung" des Verstärkers eine Rolle spielt und ggf. der Verstärkungsfaktor.
Evtl. kann hier auch jemand etwas dazu sagen?


[Beitrag von Altgerätesamler am 04. Feb 2021, 20:02 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#36 erstellt: 05. Feb 2021, 09:06
Wie man das mit der Störempfindlichkeit in der Griff bekommt, würde mich auch interessieren. Mein A436 hatte das damals auch. Übrigens der einzige Verstärker, der bei mir solche Zicken machte. Der konnte richtig knallen.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Scott A457: Einboxiges Kratzen und Grundlautstärke
bihle11 am 07.09.2015  –  Letzte Antwort am 10.09.2015  –  3 Beiträge
Scott 330R DC Offset
reinwan1 am 21.04.2008  –  Letzte Antwort am 23.04.2008  –  7 Beiträge
[Marantz 2275] Endstufe: Transistoren und Widerstände durchgebrannt
paschko am 23.10.2014  –  Letzte Antwort am 15.11.2014  –  6 Beiträge
Brauche Hilfe bei Reparatur eines Scott
shabbel am 10.03.2011  –  Letzte Antwort am 15.03.2011  –  15 Beiträge
Reparatur Scott 370 R
the_reaper am 01.12.2016  –  Letzte Antwort am 06.02.2017  –  18 Beiträge
Scott 342-C Endstufen Transistoren - need help
pakko am 26.03.2013  –  Letzte Antwort am 03.04.2013  –  36 Beiträge
Scott Stereomaster 260-B Problem
Dr.Akula am 25.02.2011  –  Letzte Antwort am 26.02.2011  –  9 Beiträge
TEAC A-9 Verstärker - Reparatur Endstufe - Suche Toshiba Transistoren
AnthonyP am 24.09.2013  –  Letzte Antwort am 26.09.2013  –  4 Beiträge
Suche Transistoren für Endstufe
DualZivi am 10.04.2007  –  Letzte Antwort am 13.04.2008  –  61 Beiträge
Kenwood KA-7100 unisolierte Transistoren
maxe007 am 23.11.2008  –  Letzte Antwort am 25.11.2008  –  7 Beiträge
Foren Archiv
2020
2021

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder899.665 ( Heute: 13 )
  • Neuestes MitgliedImncl
  • Gesamtzahl an Themen1.499.735
  • Gesamtzahl an Beiträgen20.517.388