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Wichtiger Hinweis fuer LUXMAN L-410/L-430 Besitzer

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Poetry2me
Inventar
#101 erstellt: 29. Jan 2020, 14:40
Hallo Carl,
Ja, die Platine ist die gleiche beim L-430. Sieht man auch im gemeinsamen Service Manual, da wird nur ein gemeinsames PCB Layout gezeigt.
Größer war der nur der Ersatz-Elko, und zwar in der Höhe glaube ich.
- Johannes
CarlM.
Inventar
#102 erstellt: 29. Jan 2020, 16:12
Ich hatte nur nachgefragt, weil ich Peter-Biker nicht verstanden hatte.

Der von mir verlinkte Elko von Cornell-Dubilier hat dieselben Maße wie der 56V-Elko im L410 aber 80V Spannungsfestigkeit.
Es wäre schade, wenn die Produktion eingestellt würde.

IMG_0001_(1600_x_1200)
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#103 erstellt: 10. Feb 2020, 00:44
Hallo, ich hatte vor einiger Zeit die großen Panasonic 15000uf 80V mit einem Rastermaß von 50mm in meinen L 410 eingebaut.
Jetzt habe ich für meinen L 430 auch 22000uf, 80V mit einem Maß von 40mm.

Jetzt habe ich aber noch ein weiteres Problem:
Mir ist aufgefallen, der linke Lautsprecher ist ein wenig leiser als der rechte Lautsprecher spielt.
Jetzt habe ich, wie hier im Forum beschrieben, einfach mal die Spannungen gemessen. An beiden Endtstufenplatinen liegt Versorgungsspannung an.
Eine Ausgangsspannung am roten Kabel habe ich jedoch auf der linken Endstufe nicht. Also habe ich versucht an den Ermitterwiderständen die Spannung zu messen.
An der rechten Endstufe liegt an allen Widerständen die gewünschte Spannung an.
An der linken Endstufe leider sehr gering. Habe die Endstufe ausgebaut, alle Bauteile ausgelötet und überprüft, keine Feststellung. Alles wieder eingelötet.
wäre dankbar, wenn ihr mir bei der weiteren Fehlersuche helfen könntet.
Ich komme da einfach nicht weiter....
Poetry2me
Inventar
#104 erstellt: 10. Feb 2020, 01:37
Gesundheits-Check am Verstärker:

1. An linken und rechten Endstufenausgang (rote Lautsprecherklemme) die Gleichspannung gegenüber Masse messen. Es sollten weniger als +/-50mV sein.

2. Den Ruhestrom am linken und rechten Kanal jeweils messen. Beste Methode ist, den Spannungsunterschied zwischen den beiden Enden eines Emitter-Widerstandes zu messen. 11mV entsprechen dabei 50mA, was der maximale Wert für normalen Betrieb sein sollte. Achtung: Hier wird NICHT die Spannung gegenüber Masse gemessen, sondern zwischen den beiden Anschlüssen eines Bauteiles.

3. Das Vorhanden-sein von sechs verschiedenen Versorgungsspannungen messen, gegenüber Masse.
3a) +/- 60V Versorgung für Treiber und Leistungstransistoren der beiden Endverstärker, gemeinsame Versorgung für beide Kanäle.
3b) +/- 62V Versorgung für die spannungsverstärkenden vorderen Stufen der Endverstärker, gemeinsam für beide Kanäle
3c) +/- 18V geregelte Spannung für die Phono-Stufe.
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#105 erstellt: 10. Feb 2020, 12:57
1.)
Die Spannung an den roten Lautsprecherklemmer und Masse habe ich schon geprüft.

Ergebnis:
Der rechte Kanal war im Normbereich
Links zweigte das Messgerät zu wenig an, den genauen Wert kann ich später, wenn ich vor dem Gerät stehe, noch einmal schreiben.

2.)
Ruhestrom:
Die Spannungen an den Endstufenplatinen ( zwischen den Ermitterwiderständen ) habe ich ebenfalls gestern gemessen.

Ergebnis:
An der rechten Platine liegt an jedem Emitter-Widerstand jeweils eine Spannung an.
An der linken Platine liegt an keinem der Ermitter-Widerstände eine Spannung an.

Spannungsversorgung Endstufen:

Ergebnis:
An dem Dreier-Stecker (Braun, Rot, Orange) habe ich die Spannung an allen Leitungen / Masse überprüft.

Ergebnis:

Rechts:
Braun / Masse 59 Volt
Orange / Masse 59 Volt
Rot / Masse lag Spannung im mV Bereich im Nornbereich an. (Kann aus dem Kopf jetzt nicht genau schreiben, wie hoch, kontroliere ich heute noch einmal)

Links:
Braun / Masse 59 Volt
Orange / Masse 59 Volt
Rot / Masse hier lag keine Spannung an.

Danke für die Hilfe.

Gruß Peter
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#106 erstellt: 11. Feb 2020, 23:08
Hallo,

habe jetzt einmal genau die Spannungen überprüft:

Lautsprecherklemmen:
Rot / Masse: links= -0,9mV, rechts= +17,2mV

Klemmen zum Lautsprecherterminal:
weiß / Masse = +0,0mV, blau / Masse: 18,6mV

Endstufenausgang Platine:
Rot / Masse: links=+0,0mV, rechts=+18,9mV
Braun / Masse: links= +59,9V, rechts= 59,8V

Phono-Stufe-Versorgung
Orange / Masse=16,73V / Orange / Masse=16,95V

Spannung an Glassicherung Hauptplatine
Sicherung / Masse=32,2V / Sicherung / Masse=33,3V

Spannung an Drahtbrücke Hauptplatine:
69Volt

Wie soll ich nun weiter vorgehen?

Gruß
Peter
Poetry2me
Inventar
#107 erstellt: 12. Feb 2020, 00:18
Ich muss gestehen, dass ich Deine Beschreibungen der Messung nicht alle interpretieren bzw. dekodieren kann.

Hier noch mal ein Bild der Verkabelung, die von den Leistungstransistoren zum Relais und dann zu den LS-Klemmen geht:

Luxman L-410 inside power amp output cables marked


Ich will es mal versuchen:

1. Gleichspannung am Endstufenausgang
(am besten gemessen an dem mittleren, roten Kabel des Dreierkabels):
links= -0,9mV (sollte identisch sein mit 0V Messwerten an
rechts= +17,2mV (identisch mit 18,6mV und 18,9mV)
---> beide Werte OK. Keine nennenswerte Gleichspannung an den Endstufenausgängen

2. Ruhestrom am linken und rechten Endstufenkanal
??? nicht erfolgreich gemessen.
Was sind jeweils die Spannungsmesswerte in Millivolt, wenn man das rote Messkabel an einem Ende und das schwarze Messkabel an das andere Ende eines Emitterwiderstandes anlegt? Die Rede ist von R908a (links) und R908b (rechts). Das sind weiße Keramikwiderstände 0,22 Ohm 5 Watt.

3a) Versorgungsspannungen für die Leistungstransistoren +/-60V
??? nicht erfolgreich gemessen.
Es sollte ein postiver Wert (evtl. +59,9V?) und ein negativer Wert (evtl. -59,8V?) sein, mit ungefähr gleich großem Wert ("Absolutwert") aber unterschiedlichem Vorzeichen.
Diese Spannungen sollten in dem Dreierkabel links und rechts (braun und orange) vom mittleren (roten) Kabel laufen und können ebenfalls am Stecker abgegriffen werden.

3b) Versorgungsspannungen für die spannungsverstärkende Stufen auf Hauptplatine +/-62V
??? nicht erfolgreich gemessen.
Könnte der ominöse Jumper mit 69V eine dieser beiden Spannungen sein? Hier müsste es ebenfalls eine "symmetrisches" Paar von Spannungen sein, einmal negativ und einmal positiv. Ich kann mich nur erinnern, dass diese Spannung ein paar Volt höher war als 60V.

3c) Versorgungsspannungen für die Phono-Stufe +/-18V
??? nicht erfolgreich gemessen.
Das könnten die Messwerte 16,xV sein? Auch hier sollte sich ein symmetrisches Paar Spannungen darstellen.


Die von Dir gemessenen Spannungen an den Sicherungen F801 (+32V) und F802 (-32V) sind Zwischenspannungen, die für die Lämpchen und als Input für die Phono-Spannungsregler +/-18V dienen. Ich hatte diese nicht extra auf die Liste gesetzt, weil sie nirgendwo direkt verwendet werden.
Immerhin sind beide vorhanden. Das bedeutet, dass auch der davor liegende Gleichrichter geht.


- Johannes
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#108 erstellt: 20. Feb 2020, 13:43
Hallo zusammen,

so habe jetzt noch einmal verschieden Spannungen überprüft.
Versorgungsspannung für beide Endstufen liegt an.
Versorgungsspannung für Phonobereich liegt auch an.
Spannung für Relais liegt auch an.

Ich kann einfach ohne Last links keine Spannung an den weißen Keramikwiderständen abnehmen und einstellen. Rechts klappt es, wie vorgeschrieben. Poti habe ich ebenfalls überprüft, er ist auch ok.

Alles funktioniert soweit, lediglich der rechte Ausgang Lautsprecher ist ein wenig leiser.

Ich habe jetzt schon stundenlang zählige Bauteile der Endstufe links und auch auf der Hauptplatine ausgebaut und überprüft.

Ich finde einfach den Defekt nicht.

Gruß Peter
Poetry2me
Inventar
#109 erstellt: 20. Feb 2020, 15:18
Im ersten Post von Dir wurde der linke Kanal als Problem genannt:

peter-biker (Beitrag #103) schrieb:
...
Jetzt habe ich aber noch ein weiteres Problem:
Mir ist aufgefallen, der linke Lautsprecher ist ein wenig leiser als der rechte Lautsprecher spielt.


Ich denke, dass es dort Probleme gibt, wo Du momentan den Ruhestrom nicht einstellen kannst, also auf der linken (?) Seite, richtig?

Der "ausgelagerte" Teil der roten Stufe 3, der den Ruhestrom bei der linken (?) Endstufe einstellt, hat einen Defekt.
Verdächtig ist hier der Ruhestromtransistor Q912a (Typ 2SC1903). Anstatt immer 3,6V Spannungsunterschied (von 1,8V bis -1,8V) zwischen Collector und Emitter zu halten, scheint er einen Kurzschluss zu machen. Das würde jedenfalls den nicht einstellbaren Ruhestrom erklären.

Luxman-L410 Power Amp Section Schematic stages marked v2

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 20. Feb 2020, 15:23 bearbeitet]
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#110 erstellt: 21. Feb 2020, 01:10
Hallo Johannes,

habe mich gerade mal wieder an die Werkbank gesetzt und Transistor Q912a und auch gleich den Q911a getauscht.
Habe vor dem Einschalten direkt einmal wieder die Messgeräte an die Keramikwiderstände angeschlossen.
Kurz nach dem Einschalten habe ich leider wieder nur das gleiche Ergebnis.
Links 0,2mV
Rechts 11,1mV

Eine Messung an dem Endstufenausgang (rotes Kabel) ergab:
Links 1,5mV
Rechts 18,8mV

CarlM.
Inventar
#111 erstellt: 21. Feb 2020, 01:57
Hattest Du denn mit den alten und mit den neuen Transistoren einmal die Spannung zwischen Kollektor und Emitter von Q912 gemessen?
Poetry2me
Inventar
#112 erstellt: 21. Feb 2020, 02:07
OK, die Messwerte der Gleichspannung ("Offset") an den Endstufenausgängen scheint mit 3 oder 18 Millivolt OK zu sein.

Nun ist die Frage, was die Begrenzung des Ruhestroms auf der linken Seite bewirkt.
Gleichzeitig scheint der defekte linke Kanal ja auch noch zu verstärken und liefert ein Ausgangssignal, nur etwas leiser.

Miss doch bitte mal ohne Musiksignal die Gleichspannung zwischen den beiden roten Kontakten und den beiden grünen Kontakten in dem Verbindungsstecker CT901a zwischen den Platinen. Der Stecker muss eingesteckt bleiben. Evtl. kannst Du von unten an die Lötkontakte der Steckerleiste herankommen. Wie gesagt: die beiden äußeren Kontakte sind das "grüne Päärchen" und innerhalb davon das "rote Pärchen". Beide Spannungen, die zwischen den Roten (ca. 3,6V) und die zwischen den Grünen (ca. 2,4V), wären interessant.

So kann man zumindest mal sehen, ob denn wenigstens die Ruhestromschaltung geht und konstante 3,6V circa hält.

Sonst wären als nächstes die Sicherungswiderstände (Kennzeichnung F wie "Fuse Resistor") im Visier. Aber prüfe bitte erst mal die Spannungen.

Sollte das nicht zum Ziel führen kämen mir noch die Protection Transistoren (Q907a..Q910a) in den Sinn. Aber eines nach dem anderen.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 21. Feb 2020, 02:09 bearbeitet]
peter-biker
Schaut ab und zu mal vorbei
#113 erstellt: 21. Feb 2020, 19:18
Hallo,

habe ich nun einmal kontrolliert. Abgenommen am Verbindungsstecker (Platine) CT901a
Mein Ergebnis:

Rechts:
Rot: 3,67 V
Grün: 2,4V

Links:
Rot: 3,8 V
Grün: 0,0 V

Sieht nicht gut aus....
Poetry2me
Inventar
#114 erstellt: 21. Feb 2020, 22:03
Aaah, jetzt kommt Licht ins Dunkel 🙂

Links:
Die gesamte rote Stufe 3 ist OK, die 3,8V passen perfekt.

Die 0V bei der grünen Stufe 4 deuten auf ein Problem hin, aber jetzt kann man es weiter eingrenzen.
Mehrere Fehlermöglichkeiten:
1) R824a, der Fuse Resistor mit 560 Ohm als Arbeitswiderstand zwischen den Transistoren der grünen Stufe, hat einen niedrigeren Wert bekommen. Bei Fuse Resistors ist das leider möglich
2) einer der Protection Transistoren macht einen Kurzschluss. Man kann sie auch einfach herausnehmen und prüfen, ob sich die Schaltung dann besser misst. Diese Protection soll ja nur bei zu hohem Strom der Leistungstransistoren aktiv werden und den Treibern die Basis „wegziehen“.
3) Der Arbeitswiderstand R901a zwischen den Treibern Q901a und Q902a, oder einer der Treiber selbst hat einen Defekt.

Ich drücke die Daumen

- Johannes
dicker0805
Ist häufiger hier
#115 erstellt: 14. Jan 2021, 19:37
Hallo,
inspiriert durch den schon etwas älteren Beitrag (#71 vom 29. Jul 2011, vielen Dank an Poetry2me) habe ich bei der Überarbeitung meines L410 "in die Vollen gegriffen" und habe als Koppelkondensatoren (C 804 a/b) Mundord, MCAPEVO ÖL (Best. Nr.: MEO-3,30T3.450) eingebaut.

L410

Meine Erwartungshaltung war wirklich nicht besonders groß, wollte eigentlich hauptsächlich das Gefühl haben möglichst das Beste getan zu haben. Umso erstaunter war ich über den Klangzugewinn nach dem Tausch der beiden Kondensatoren, den ich so deutlich nicht erwartet habe. Den Tausch der C's hatte ich ganz zum Schluss gemacht (nachdem alle anderen Arbeiten abgeschlossen waren) um möglicht den Effekt dieser Maßnahme beurteilen zu können.
Für meinen Geschmack wirkte die Musik danach wesentlich offener (breitere und höhere Bühne), löste sich besser von den Lautsprechern und wirkte in den Höhen und Mitten deutlich entschärfter als vorher ... ...hätte nie gedacht das ich so etwas mal schreibe. Wie gesagt, so war mein persönlicher Eindruck ...

Vielleicht gibt es ja Nachahmer oder es ha schon jemand ähnliches versucht.

VG Michael
Poetry2me
Inventar
#116 erstellt: 14. Jan 2021, 20:15
____GRATULATION____ zur gelungenen Modifikation

Danke für Dein Feedback. Das ist sicher interessant für Viele.

Ich selbst und mehrere Freunde von mir teilen diese Erfahrung mit Dir. Uns allen ging es auch so.

In Summe habe ich das an glaube ich ca. sieben Exemplaren des L-410 durchgeführt oder miterlebt und auch in verschiedenen HiFi-Ketten gehört. Immer der gleiche verblüffende Effekt.

- Johannes
dicker0805
Ist häufiger hier
#117 erstellt: 14. Jan 2021, 20:26
... ich hatte vor dem Tausch "normale" MKS 4 drin. Den Effekt den ich beschrieben habe bezieht ich wirklich nur auf das Upgrade zu den Mundorf-Kondensatoren! ....
CarlM.
Inventar
#118 erstellt: 14. Jan 2021, 20:49
25 € für zwei Fokos ist natürlich ein stolzer Preis. Tun es die 250V-Typen von Mundorf für ein Drittel des Preises auch?
Poetry2me
Inventar
#119 erstellt: 14. Jan 2021, 20:57
Ja, auch das kann ich bestätigen.

Mit den Jahren habe ich in meinen eigenen Geräten zunehmen MKP Folienkondenkondensatoren verwendet statt MKT / MKS.

Der Haupteffekt entsteht natürlich dadurch, dass Polypropylen als Dielektrikum der MKP dem Polyester der MKT / MKS überlegen ist.

Die Mundorf "Öl" Typen sind kostspielig, aber eine geschickte Kombination von Materialien, welche Andere durch standard MKP + PIO Shunt abgebildet haben. PIO = Paper-in-Oil. Verblüffenderweise kann man das durchaus hören.
Normalerweise sind Frequenzweichen-Kondensatoren nicht die natürliche Wahl in Elektronik, weil sie für hohe Ströme entwickelt wurden.

- Johannes
dicker0805
Ist häufiger hier
#120 erstellt: 14. Jan 2021, 23:28
... 25€ sind natürlich viel Geld für zwei Kondensatoren. Aber wenn man die vielen Arbeitsstunden dagegen hält, geht die Investition irgendwo "im Rauschen unter".
Normalerweise bin ich bei so etwas auch eher skeptisch, aber der Unterschied war verblüffend.....
dicker0805
Ist häufiger hier
#121 erstellt: 14. Jan 2021, 23:39
... ich glaube das der Effekt auch deshalb so gravierend ist weil es schaltungstechnisch an dieser Stelle großen Sinn macht hochwertige Bauteile einzusetzen.
Valenzband
Stammgast
#122 erstellt: 15. Jan 2021, 00:24

dicker0805 (Beitrag #121) schrieb:
... ich glaube das der Effekt auch deshalb so gravierend ist weil es schaltungstechnisch an dieser Stelle großen Sinn macht hochwertige Bauteile einzusetzen.

An dieser Stelle spielt der ESR überhaupt keine Rolle. Statt dessen steigt die Streukapazität / kap. Kopplung durch die unnötig großen Abmessungen des "Starkstromkondensators" in jede Richtung an. Die Anfälligkeit gegenüber Stöeinkopplungen wird damit erhöht. Regelmäßig wird dadurch auch die HF Stabilität negativ beeinflusst. Das gilt besonders für erhöhte Streukapazitäten am invertierenden Eingang, eben so wie in dieser Schaltung.
Poetry2me
Inventar
#123 erstellt: 15. Jan 2021, 18:04

dicker0805 (Beitrag #121) schrieb:
... ich glaube das der Effekt auch deshalb so gravierend ist weil es schaltungstechnisch an dieser Stelle großen Sinn macht hochwertige Bauteile einzusetzen.


Genau, das sehe ich ganz genau so. Schaltungstechnisch macht es hier wirklich Sinn.
Walter G. Jung and Richard Marsh würden Dir ebenfalls zustimmen.

- Johannes
Valenzband
Stammgast
#124 erstellt: 15. Jan 2021, 22:25
Bevor hier mit Krampf auch noch unbeteiligte Dritte oder bereitwillige Beifallklatscher eingebunden werden, kann man erst einmal eine elementare Berechnung, oder wenigstens eine einzige sachliche Betrachtung erwarten, warum dieser groteske Unfug "schaltungstechnisch wirklich Sinn machen" könnte. Und bitte gar nicht erst von einer "breiteren/höheren Bühne" zu faseln anfangen, von der kommt nur heiße Luft.
CarlM.
Inventar
#125 erstellt: 15. Jan 2021, 22:31
Bevor Ihr mit dieser immer wieder von Neuem geführten Diskussion, die inzwischen sooooooowas von langweilt, schon wieder einen Thread "entführt", macht doch bitte einen neuen Thread auf. Dann könnt Ihr zuküftig Euch auf das Setzen eines Links zu diesem speziellen Thread beschränken.



[Beitrag von CarlM. am 15. Jan 2021, 22:32 bearbeitet]
Valenzband
Stammgast
#126 erstellt: 15. Jan 2021, 23:16
Wenn ich die Rubrik richtig verstehe soll das hier ein Reparatur-Forum sein. Anstatt dem einfach Rechnung zu tragen, werden regelmäßig haltlose und unsinnige Behauptungen zu angeblichen Wunderteilen und Supidupiklangwundern aufgestellt, die weder belegbar sind (weil per se subjektiv) noch ansatzweise begründet werden.
Darin sehe ich viel eher ein Problem als in sachlicher Kritik.


[Beitrag von Valenzband am 15. Jan 2021, 23:17 bearbeitet]
dicker0805
Ist häufiger hier
#127 erstellt: 16. Jan 2021, 20:34
...
Und bitte gar nicht erst von einer "breiteren/höheren Bühne" zu faseln anfangen, von der kommt nur heiße Luft.

... damit musste ich wohl rechnen ...

@Valenzband: Ich gehe davon aus das du mit dem was du schreibst zu 100% recht hast. Mein theoretisches Grundwissen reicht auch (leider) nicht aus um da seriös mit zu diskutieren. Was ich beschrieben habe ist nur mein persönlicher Eindruck, an meiner Anlage und natürlich rein subjektiv betrachtet. Bin auch grundsätzlich keinem böse wenn er das anders sieht. Ich gehöre auch eher zu der Fraktion die nicht an Voodoo glaubt.

Was mich dazu bewegt hat nach meiner REPARATUR diese Modifikation auszuprobieren waren auch nicht irgendwelche beschrieben Klangverbesserungen, sondern viel mehr die Tatsache das Luxman bei seinen Modelvarianten L410/L430 diese Variante bereits so vorgesehen hat (siehe #71 --- RM 5 für L410 und RM 22,5 für den L430). Ich kann mir nicht so recht vorstellen warum ein Hersteller bei seinem besseren Modell hochwertigere und teurere Bauteile (… die von außen eh keiner sieht …) einsetzt ohne das es irgendeinen Vorteil bringt.
Für mich war es ein Experiment dessen Ergebnis mich sehr positiv überrascht hat. Das wollte ich, für denjenigen den es interessiert, kurz mitteilen. Ob das jetzt jemand nachmacht oder nicht ist mir grundsätzlich wurscht, muss jeder für sich entscheiden.

VG Michael
Uwe_1965
Inventar
#128 erstellt: 16. Jan 2021, 22:06

CarlM. (Beitrag #125) schrieb:
... Dann könnt Ihr zukünftig Euch auf das Setzen eines Links zu diesem speziellen Thread beschränken.

:|


Wer will kann hier ErgebenEMO etwas schmöckern, würde jedoch abraten den Thread wieder zu beleben, besser ist es einen Whisky zu

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 16. Jan 2021, 22:08 bearbeitet]
Valenzband
Stammgast
#129 erstellt: 17. Jan 2021, 00:18

dicker0805 (Beitrag #127) schrieb:
...Was mich bewogen hat .. diese Modifikation auszuprobieren war die Tatsache, daß Luxman bei seinen Modelvarianten L410/L430 diese Variante bereits so vorgesehen hat (siehe #71 --- RM 5 für L410 und RM 22,5 für den L430). Ich kann mir nicht so recht vorstellen warum ein Hersteller bei seinem besseren Modell hochwertigere und teurere Bauteile (… die von außen eh keiner sieht …) einsetzt ohne das es irgendeinen Vorteil bringt.


Ich sehe, du hast noch genug Vernunft zur Diskussion übrig .
Deswegen mache ich mir auch einmal die Mühe den Fall zu sezieren:

Laut Servicemanual sind L410 und L430 wie folgt bestückt:

L410: C803a,b = 1500pF/50V ("ST"=Polystyrol) und C804a,b = 4u7/50V bipolar Elko

L430: C803a,b = 22000pF/100V (Mylar=PET) und C804a,b = 3u3/100V "EL"

Letzterer Eintrag scheint einfach ein Druckfehler zu sein, denn das Mindeste wäre hier ein bipolarer Elko.

Wenn man die Schaltung richtig analysiert, sieht man, dass auf Seite zum FET Q802a (invertierender Eingang) nur noch ein sehr hochohmiger 4.7M Widerstand hängt, der die DC Gegenkopplung definiert, um den Ausgang nahe 0V zu halten (sonst wird der DC Offset der Eingangsstufe mitverstärkt). Ein FET selbst hat Eingangswiderstände mindestens im Gigaohmbereich. Schaltungstechnisch fließt de facto kein Strom durch die Kondensatoren. Anders ausgedrückt, ob der ESR nun 0.1R oder 100R ist gegenüber 4.7M ziemlich arg wurscht.

Aber die Streukapazität am invertierenden Eingang wird durch klobige Kondensatoren deutlich erhöht, mit den bereits genannten Risiken. Genauer betrachtet spielt auch noch hinein, ob der Außenbelag des Kondensators am Gate liegt, oder auf der anderen Seite. Diese Kapazität steigt rasch mit dem Durchmesser (2x Radius) des Kondensators an:

Streukapazität

Hohe Kapazitäten stellen durchaus Probleme hinsichtlich Einstreuungen und HF Stabilität dar. In Wirklichkeit ist es sogar noch schlechter, denn die Berechnung geht davon aus, dass alle anderen Objekte quasi im Unendlichen stehen.

So gesehen war Luxmann ganz und gar nicht doof ,"hässliche und böse", aber dafür eben kleine kompakte Elkos einzubauen.

Ein wesentlicher Nachteil von Elkos kann/konnte dennoch zur Entscheidung führen, sie durch mäßig (!) große Folienkondensatoren zu ersetzen:
Die Alterung durch Austrocknung ist vorprogrammiert. Wirklich beständige Elkos sind ohnehin oft schon so teuer wie ohnehin beständigere Folienkondensatoren. Für bipolare Typen war und ist der Markt auch nicht gerade groß, was idR höhere Kosten bedeutet.
Wenn nun dieser Elko austrocknet oder auch "nur" erhöhten Leckstrom führt, gibt es in der Tat sehr rasch ein größeres Problem mit dem Gleichspannungsoffset am Ausgang. Das kommt wegen genau der hohen Widerstandswerte (4.7M) im Umfeld zustande, denn ein Lecktrom wird praktisch ausschließlich über diesen Pfad abgeführt.
Ein Strom von 1uA, das ist praktisch noch gar nichts, erzeugt so Mal eben schon 4.7V am Ausgang! Grüße an den Basslautsprecher und an die Ausgangstransistoren .
Na ja, dann sollte vorher wenigstens die Protection einschreiten...

All das kann man vermeiden indem man einen alterungsbeständigen, per se leckstromarmen, Folienkondensator mit vernünftigen Abmessungen einbaut. Ob der nun mit PET/PP oder sonstwas ausgestattet ist, spielt wie dargelegt überhaupt keine Rolle.
Fazit: Nur Kapazität, Nennspannung und Baugröße zählen.

Edit:
Noch ein paar Hinweise:
Falls so ein L4xx nach unfachmännischen Modifikationen tatsächlich auch nur irgendwie anders klingt, legte das eher den Verdacht nahe, dass ein grundlegender Parameter der Übertragungsfunktion nicht mehr erhalten blieb. Das Resultat kann von Frequenzgangveränderungen bis zu HF Instabilität reichen.
Im vorliegenden Fall liegen beide Kondensatoren ungünstig, d.h. sehr eng beeinander. Dadurch werden auch kapazitive Kopplungen beider Kanäle befördert.


[Beitrag von Valenzband am 17. Jan 2021, 23:05 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#130 erstellt: 17. Jan 2021, 02:07
Nicht beirren lassen, Leute. Das sind halt seine üblichen Reizthemen.
Ich hatte gehofft, er braucht wenigstens diesmal etwas länger um den Thread hier zu entdecken und zuzutexten.
Valenzband
Stammgast
#131 erstellt: 17. Jan 2021, 03:41

Poetry2me (Beitrag #130) schrieb:
Nicht beirren lassen, Leute. Das sind halt seine üblichen Reizthemen.
Ich hatte gehofft, er braucht wenigstens diesmal etwas länger um den Thread hier zu entdecken und zuzutexten.


Wenn du inhaltlich schon rein gar nichts mehr beizutragen hast, könntest du eigentlich auch deine albernen Stänkereien lassen.
Hifihoppie
Ist häufiger hier
#132 erstellt: 18. Jan 2021, 15:32
Ich liebe solche Diskussionen...

Ich kann mich ganz dunkel an einen L-430 erinnern, der an dieser Stelle doch schon FoKos hatte.
Aber wenn er halt lieber diese Öl-Metall-Innen-Aussendruck-Kondensatoren, die ausschließlich in einer gualtemaltekischen Irrenanstalt hergestellt werden, haben möchte....

Ich hätte die Alten drin gelassen, alles andere ist Autosuggestion.
Valenzband
Stammgast
#133 erstellt: 18. Jan 2021, 16:54

Hifihoppie (Beitrag #132) schrieb:
Ich kann mich ganz dunkel an einen L-430 erinnern, der an dieser Stelle doch schon FoKos hatte.

Im Netz sind zahlreiche L430 Innen-Fotos mit "braunen Lutschdrops" an betreffender Stelle zu sehen. Außerdem enthalten einige dieser Varianten wohl auch noch zusätzliche kleinere Kondesatoren auf der Platinenunterseite. So wie es aussieht sitzen die an den beiden FETs.


Ich hätte die Alten drin gelassen, alles andere ist Autosuggestion.

Das ist wohl wahr. Bis auf die oben erklärten Alterungsprobleme mit Austrocknen/Leckstrom der Elkos (dadurch Offset und ggf. Rauschen) gibt es keinen Grund für solche Klimmzüge.Wenn man vernünftige Maße einhält, tuts hier auch ein kleiner MKS-sonstwas.
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