Fisher Amp FA3E verloren - Ersatz gesucht, In Ear oder On/Over Ear, 250€

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Wat3rblade
Stammgast
#1 erstellt: 25. Apr 2016, 19:40
Hallo liebe Leute,

ich habe leider meine geliebten Fischer Amp FA3E In Ears verloren. Genauer gesagt, einen linken Ohrhörer. Mit ihnen war ich stets sehr, sehr zufrieden. Herrlich natürlicher, unaufgeregter Sound, auch wenn unterwegs ein wenig mehr Extra-Punch hätte drin sein können. Mit ihnen klang alles gut. Hatte keinen Anlass gesehen, sie zu ersetzen.
Zu hause nutze ich einen Audeze LCD-2. Also ihr seht, soundtechnisch auf der natürlichen, leicht warmen Seite.
Gehörte Musik: http://www.last.fm/de/user/iron_eddie75

Was nun? Den linken Ohrhörer ersetzen? Falls das ginge, wären dies bestimmt auch die Häfte des Neuanschaffungspreises, gut 170€.
Oder doch was ganz neues? Wobei ich mir da bezüglich Bauart unentschlossen bin. Prinzipiell hätte ich auch gegen mobile bequeme On/Over Ears nichts einzuwenden. Diesbezüglich habe ich von früher Erfahrungen mit dem Sony MDR-1RB und dem Beyerdynamic T50p.
Sony
+ saubequem
+ schnieke Optik
o Isolation durchshcnittlich
o Sound okay, wegen der mangelnden Isolation unterwegs etwas dünn/hell

Beyerdynamic
+ gute Haptik
o Komfort in Ordnung
- furchtbarer Sound; zu viel (oder eher: vor allem zu undifferenzierter, aufgeblähter) Bass, der in den Grundton übergeht, Telefonmitten; ganz schräg einfach

Habe nichts gegen eine spaßige Abstimmung unterwegs. Beim T50p wars nur miserabel ausgeführt mit sehr unnatürlichem Sound. Hatte bspw. letztens einen Senneheiser Urbanite On Ear aufm Kopf. Auch deutlich spaßig unterwegs mit Extrabass, aber ingesamt nicht schrecklich. Bloß geht die Optik gar nicht.

Einsatzbereich: Unterwegs, vor allem in der Bahn und Bibliothek.

Maximal würde ich 250€ investieren wollen. Gerne weniger.
Bei In Ears fehlt mir der Überblick...
Zu On/Over Ears: V-Moda M100 mit XL-Pads vielleicht? Oder der XS, der scheint super portabel zu sein?

Würde mich über etwas Orintierungshilfe freuen.


[Beitrag von Wat3rblade am 25. Apr 2016, 19:41 bearbeitet]
cyfer
Inventar
#2 erstellt: 25. Apr 2016, 20:28
Den V-Moda M100 kenne ich und fand ihn ganz furchtbar. Der Bass war zwar stark, aber irgendwie überhaupt nicht punchig. Nur ein dunkles, matschiges Gegrummel, keine Attacke. Auch die Höhen waren furchtbar: sehr stark zurückgesetzt, aber mit einem kleinen, fiesen Peak da drin. Bei dem Kopfhörer passt klanglich gar nichts zusammen.

Meine Favoriten unter den geschlossenen in dem Preisbereich sind der Beyerdynamic Custom Studio und der Audio-Technica MSR7.

Custom Studio: Bass ist feinstufig anpassbar, Grundton etwas schlank, Höhen gleichmäßig leicht (!) betont. Mit den Lederpolstern vom Custom One Pro werden die letzten zwei Punkte allerdings etwas relativiert. Der Grundton nimmt etwas zu und die Höhen etwas ab. Was mich bei dem Kopfhörer begeistert ist die Offenheit für einen Geschlossenen.

Der MSR7 hat einen sehr tiefen, aber sauberen und trockenen Bass. Die Mitten sind sehr, sehr stark detailliert, auch weil sie im oberen Bereich betont sind. Der Hochton ist etwas sanfter, wirkt aber durch die starken, oberen Mitten nicht so. Bühne fand ich okay für einen geschlossenen.

Beide Kopfhörer sind sehr wertig verarbeitet, gemütlich und haben wechselbare Kabel. Das tolle: es sind stinknormale 3,5mm Kabel, das heißt Ersatz ist leicht beschaffbar.


[Beitrag von cyfer am 25. Apr 2016, 20:29 bearbeitet]
vanda_man
Inventar
#3 erstellt: 26. Apr 2016, 00:04
Der Shure SRH840 könnte da auch passen.
Wat3rblade
Stammgast
#4 erstellt: 26. Apr 2016, 06:12

cyfer (Beitrag #2) schrieb:
Den V-Moda M100 kenne ich und fand ihn ganz furchtbar. Der Bass war zwar stark, aber irgendwie überhaupt nicht punchig. Nur ein dunkles, matschiges Gegrummel, keine Attacke. Auch die Höhen waren furchtbar: sehr stark zurückgesetzt, aber mit einem kleinen, fiesen Peak da drin. Bei dem Kopfhörer passt klanglich gar nichts zusammen.

Ehrlich!? Steht ganz im Kontrast zu den sonstigen Lobgesängen. Tyll von innerfidelity bestätigt zwar die Soundsignatur (viel Bass und kleiner Peak in den Höhen), aber bewertet ihn dennoch hervorragend, da er das wohl sehr gut macht. Hm. Ehrlich gesagt hatte sich der M100 + XL Pads nach Recherche zu meinem Favoriten gemausert. Sieht gut aus, hervorragend verarbeitet, super portabel, mit XL-Pads genug platz für die Ohren, Isolation gut und ordentlicher, spaßiger Sound. Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher...


Meine Favoriten unter den geschlossenen in dem Preisbereich sind der Beyerdynamic Custom Studio und der Audio-Technica MSR7.

Custom Studio: Bass ist feinstufig anpassbar, Grundton etwas schlank, Höhen gleichmäßig leicht (!) betont. Mit den Lederpolstern vom Custom One Pro werden die letzten zwei Punkte allerdings etwas relativiert. Der Grundton nimmt etwas zu und die Höhen etwas ab. Was mich bei dem Kopfhörer begeistert ist die Offenheit für einen Geschlossenen.

Danke. Ist mir für unterwegs allerdings zu klobig.


Der MSR7 hat einen sehr tiefen, aber sauberen und trockenen Bass. Die Mitten sind sehr, sehr stark detailliert, auch weil sie im oberen Bereich betont sind. Der Hochton ist etwas sanfter, wirkt aber durch die starken, oberen Mitten nicht so. Bühne fand ich okay für einen geschlossenen.

Den finde ich interessant. Erinnert mich von seiner Bauart leicht an den MDR-1R.


vanda_man (Beitrag #3) schrieb:
Der Shure SRH840 könnte da auch passen.

Von den Shures habe ich immer viel gutes gehört. Leider sieht auch der Shure auch wenig unfärmig auf'm Kopf für unterwegs aus.


[Beitrag von Wat3rblade am 26. Apr 2016, 06:13 bearbeitet]
bartzky
Inventar
#5 erstellt: 26. Apr 2016, 07:49

Herrlich natürlicher, unaufgeregter Sound, auch wenn unterwegs ein wenig mehr Extra-Punch hätte drin sein können.

FA 3E mit Extra-Punch ist der FA 3 E XB


[Beitrag von bartzky am 26. Apr 2016, 07:50 bearbeitet]
Exploding_Head
Inventar
#6 erstellt: 26. Apr 2016, 11:36

Wat3rblade (Beitrag #4) schrieb:


Der MSR7 hat einen sehr tiefen, aber sauberen und trockenen Bass. Die Mitten sind sehr, sehr stark detailliert, auch weil sie im oberen Bereich betont sind. Der Hochton ist etwas sanfter, wirkt aber durch die starken, oberen Mitten nicht so. Bühne fand ich okay für einen geschlossenen.

Den finde ich interessant. Erinnert mich von seiner Bauart leicht an den MDR-1R.

Der MSR7 ist insgesamt eine Überlegung wert, aber da er sich einige wenige Schwächen leistet, ist er mE kein Allrounder. Höre Dir beim Testen des MSR7 unbedingt auch was mit Trompete an, dann sollte klar werden, wovon ich spreche.

Ansonsten mag ich ihn aber, ist sehr langzeittauglich sowohl vom Sound als auch vom Sitz.


[Beitrag von Exploding_Head am 26. Apr 2016, 11:37 bearbeitet]
Wat3rblade
Stammgast
#7 erstellt: 26. Apr 2016, 17:04
Die FA3E XB sind mit 350€ deutlich zu teuer. Sicherlich tolle In-Ears, aber nach dem schmerzhaften Verlust gebe ich nicht mehr soo viel Geld für mobile Kopfhörer aus.

Habe jetzt mal bei amazon die M 100 für 216€ geschnappt. Ich hoffe die gefallen mir, das Gesamtpaket aus Verarbeitung, Aussehen und Portabilität (dieses tolle kleine Case ) ist erstmal zu verlockend um es zumindest nicht zu probieren. Wenn nicht, gehen sie halt zurück und ich bin 'ne Erfahrung reicher. Ich werde berichten und sie versuchen fair als das zu bewerten, was sie sein wollen: portable unzerstörbare Spaßmacher.

Wat3rblade
Stammgast
#8 erstellt: 27. Apr 2016, 18:01
Sind vorhin angekommen.

Ersteindruck von Optik und insbesondere Haptik ³ Absolute spitzenklasse. Und obwohl ich so einige Videos angeschaut hab, war ich doch davon überrascht, wie krass kompakt er sich falten lässt und wie winzig das Aufbewahrungscase ist.

Ersteindruck Sound am Macbook via Audioquest Dragonfly: Hatte kleine Befürchtungen, da es neben den sehr vielen positiven Meinungen (auch von Leuten dich ich sehr schätze, wie Tyll von innerfidelity) auch einige sehr negative gibt, wie eben hier von cyfer.
Kann ich erstmal überhaupt nicht bestätigen. Die Beschreibung von cyfer klingt nach nem defekten M100. Habe einen sehr positiven Ersteindruck. Bassstark, ja. Aber gar nicht so stark wie ich nach der Recherche erwartet hatte. Dafür ist der Bassbereich sehr punchy und sauber, verdeckt nicht die Mitten (wie beim Beyer T50p, was für ein furchtbarer Hörer ), und insgeamt klingt trotz warmer Abstimmung richtig und authentisch. Ich bin ja aber ohnehin auf der eher dunklen Seite der Macht, siehe Audeze.
Brave New World von Maiden klingt erstklassig, Deafheaven auch. Scheint genau das richtige für unterwegs zu sein.

Am Freitag sollten die V-Moda XL Pads kommen, die das Ding noch wesentlich bequemer machen (geht aber erstmal wirklich klar) und die Isolation verbessern sollen.

Werde weiter berichten.


[Beitrag von Wat3rblade am 27. Apr 2016, 18:03 bearbeitet]
vanda_man
Inventar
#9 erstellt: 28. Apr 2016, 00:18
Freue mich auf weitere Eindrücke.
Den V-Moda M100 mit XL Pads habe ich ja für längere Zeit gehabt, für unterwegs und mit den passenden Genres schon ganz erstaunlich
Mittlerweile bevorzuge ich klanglich dann doch etwas anderes.
Wat3rblade
Stammgast
#10 erstellt: 29. Apr 2016, 10:25
Die XL-Pads sind da. Der Wechsel war aber mal ein Akt...

Viel bequemer, super. Isolationstechnisch spüre ich keinen großen Unterschied.
Sound: Etwas größere Bühne. Er wirkt insgesamt etwas heller und im Tiefton zahmer, um es aber sicher bestätigen zu können, musste ein Direktvergleich her.

Da ich krank bin (und ohnehin Student ) hatte ich genug Zeit die M100 zu testen. Fazit: Hammer. Für Pop, allerlei Spielarten von Rock und Metal, Hip-Hop und elektronische Musik (ca. 70% meiner Musik) ein klasse Hörer, auch zu Hause. Ruhigerer Indie (25%) geht auch. Frauenstimmen (bspw. Hop Along) klingen leider leicht bedeckt. Ist aber nach kurzem brain-burn in kein störender Faktor gewesen. Unterwegs konnte ich ihn leider noch nicht testen, eben wegen Krankheit. Denke aber, dass es sich sehr gut schlagen wird.
Insgesamt einfach ein warmer, voller Wohlfühlsound. Kein Feingeist, sondern Spaßmacher.
vanda_man
Inventar
#11 erstellt: 29. Apr 2016, 15:52
Jetzt habe ich doch glatt vergessen, dir eine Alternative zu nennen: V-Moda XS!
IMHO ist er klanglich angenehmer mit besserem Kickbass und nicht ganz so bedeckten Mitten.
Probier ihn einfach mal aus, schaden tut es nicht.
Wenn ich den XS aber nenne, muss ich gleichzeitig den Beyerdynamic T51p nennen.
Wat3rblade
Stammgast
#12 erstellt: 29. Apr 2016, 18:24
Also ob ich dir vertrauen kann, wenn du den T51p empfiehlst?
Ich kenne das Vorgängermodell, den T50p. Hatte ihn für 'ne Woche, bis ich ihn wieder verkaufte habe. Ich weiß nicht, wie klanglich nahe er sich und der T51p stehen, aber den 50 fand ich tonal wirklich richtig schlecht. Optik, Haptik, Isolation - super. Komfort ging für einen On-Ear auch klar. Aber der Bass waberte in den Mittenbereich hinein, die Mitten waren seltsam unnatürlich und telefonisch, da gab's nen ganz fiesen Peak. Selbst mit EQ konnte er mich letzten Endes nicht zufrieden stellen. Ich fand's wirklich erstaunlich, da Beyer eigentlich ein toller Hersteller ist und mir der T1 beim Vergleichen mit dem LCD-2 echt gut gefallen hat. Vor allem der Bassbereich war wirklich matschig. Ich zitiere mich mal selbst aus meiner amazon-Rezension:



Aber die Tonalität des T50 p ist komisch, in einem Wort schwer zu beschreiben. Zunächst kommt mal ein sehr kräftiger Bass. Der puncht zwar ordentlich, ist jedoch aufgrund der starken Anhebung deutlich zu undifferenziert und wabbelt den Grundton. Teilweise habe ich das Gefühl von Resonanz, es spielt einfach nicht sauber. Der Hochtonbereich ist gelungen. Kein störender "Beyerpeak", sondern für Beyerverhältnisse ja eigentlich schon unauffälliger Hochton. Das größte Problem liegt im Mittelton, im Übergang zwischen Grundton und Präsenzbereich. Da gibt's 'nen heftigen Peak, und dadurch klingen die Mitten irgendwie hallig und rauschig, Stimmen klingen belegt und dünn und es fehlt ihnen an Fülle und Natürlichkeit (stellt euch vor, der Sänger singt aus einem Telefon), Instrumente wie Gitarren zu hell und ohne Körper. Dort habe ich per EQ nachgeholfen und ca 9db (!) gesenkt, schon klingt wesentlich natürlicher. Mache ich den EQ aus, erschrecke ich mich regelrecht ob der seltsame Abstimmung.


Der M100 hier dagegen ist wirklich super. Das ist zwar ein starker Bass, aber sehr sauber, differenziert und punchy. Auch schnell. Und er lässt die Mitten völlig in Ruhe. Habe heute noch einige Alben verschiedener Genres gehört, kann meine Aussagen nur bestätigen: Knaller Spaßkopfhörer. Momentan: Human After All von Daft Punk - kommt göttlich, da muss auch mein LCD-2 klein beigeben. Insgesamt erinnert mich der M100 etwas an einen Fidelio X1.

Den XS... Ich bevorzuge Over-Ear-KH immer On-Ear-Kopfhörern. Kann mir nicht vorstellen, dass sie so bequem sind wie die M100 mit den XL-Pads.



[Beitrag von Wat3rblade am 29. Apr 2016, 18:27 bearbeitet]
Ti_N0
Inventar
#13 erstellt: 29. Apr 2016, 22:54
ja das aufziehen der Pads ist ne Fummelarbeit, sicher auch dem günstigen Preis der Pads geschuldet. Freut mich dass der M100 wohl einen neuen Fan gefunden hat . Wie ich finde einer der am stärksten unterschätzten Kopfhörer und völlig zu unrecht bei uns so unbekannt.

Unterwegs macht er sich super, hat nicht die allerbeste Isolation von Außengeräuschen, aber wenn mir das maximal wichtig ist greife ich zu inEars.
Und abgesehen von extrem Kompakt ist der gute auch noch unglaublich stabil. Mir ist er schon 2 mal vom Kopf gefallen (fragt nicht wie ) und auf Stein geknallt (und ich bin jetzt nicht grade klein, >1,90m) und außer Lackschäden ist da nix passiert.

Viel Spaß mit dem guten.


[Beitrag von Ti_N0 am 29. Apr 2016, 22:55 bearbeitet]
vanda_man
Inventar
#14 erstellt: 30. Apr 2016, 01:57
Ich finde ihn eigentlich gar nicht so unterschätzt und unbekannt.
Hier im Forum hat er vor einiger Zeit mal mehr Aufmerksamkeit bekommen, daraus resultierte auch ein Kauf meinerseits.
Unter den DJs und Elektro Fans (damit meine ich eher die aktuellen Genres) sind diese KH ziemlich bekannt und haben ähnlich wie Beats einen Namen.
Klanglich gefällt er mir besser als die alten Beats Modelle, nur aktuell sind die Beats Modelle echt nicht schlecht und da wird es schon ganz eng für den M100.
Er ist von der Abstimmung her klar spaßig, ziemlich bassig und da recht dominierend.
Ich kann da cyfer schon verstehen, mir würde das heute auch nicht mehr gefallen.
Und so gerne ich den KH auch mag, es gibt zig KH, die neutraler abgestimmt sind und eine deutlich bessere Bassqualität bieten.
Das sind aber genau die Kopfhörer, die mehr Allrounder sind.
Den M100 würde ich so nie für ruhige Musik verwenden, dafür ist die Abstimmung unpassend und die Auflösung nicht hoch genug.
Wat3rblade
Stammgast
#15 erstellt: 30. Apr 2016, 07:31

vanda_man (Beitrag #14) schrieb:
Und so gerne ich den KH auch mag, es gibt zig KH, die neutraler abgestimmt sind und eine deutlich bessere Bassqualität bieten.
Das sind aber genau die Kopfhörer, die mehr Allrounder sind.
Den M100 würde ich so nie für ruhige Musik verwenden, dafür ist die Abstimmung unpassend und die Auflösung nicht hoch genug.

Klar, ich auch nicht. Aber das will der M100 ja garnicht sein. Wegen der Auflösung:
Wenn mich meine jahrelangen Kopfhörer-Tests eins gelehrt haben, dann, dass (für mich zumindest) ab 'nem bestimmten Niveau (das fängt so bei 200€ an) die Technik anfängt wumpe zu sein. Natürlich lösen noch deutlich teurere Hörer viel besser auf (was ein Sennheiser HD800 oder Beyerdynamic T1 von Aufnahmen entlarven ist krank), und es ist auch wirklich faszinierend, das alles mal zu hören. Am wichtigsten ist jedoch Tonalität/Abstimmung und Komfort dafür, ob man langfristig mit 'nem Kopfhörer zufrieden ist. Die beiden Faktoren steigen nicht unbedingt mit steigendem Preis. Da kannste bei 150, 300 oder 1000 Euro deinen passenden KH finden.
Ich meine... ein AKG K701/70x löst schon so verdammt gut auf, mehr braucht (und erträgt) man eigentlich nicht. Und ich habe jetzt >3 Jahre lang fast ausschließlich mit den Audeze LCD-2 gehört und habe dennoch sehr viel Vergnügen mit den V-Moda M100 (welche bei weitem nicht so gut auflösen wie eben bspw. die AKG K701 aus der gleichen Preisklasse und erst recht nicht wie die Audeze LCD-2).
Die kochen alle nur mit Wasser. Wenn Tonalität und Komfort einem passen, bedeutet höherer Preis nicht gleich höhere Zufriedenheit. Und trotzdem machen hochpreisige Unsinnssachen Spaß, aber das muss man echt im Kopf behalten. Die Einsicht kam aber erst in den letzten Jahren. Noch mal würde ich nicht einen Kopfhörer für so viel Geld kaufen. Aber jetzt hab ich ihn nun, ich bin sauzufrieden, also behalt ich ihn einfach. Zumal er eine gute Wertanlage zu werden scheint.


Wat3rblade (Beitrag #7) schrieb:
Ich werde berichten und sie versuchen fair als das zu bewerten, was sie sein wollen: portable unzerstörbare Spaßmacher.

Und eben dafür: Knaller.
Wat3rblade
Stammgast
#16 erstellt: 06. Mai 2016, 06:47
Nachdem bin ich nun die V-MODA M100 unterwegs getestet hab bin ich leider nicht mehr so wirklich begeistert.

1) Die Isolation ist dürftig und wesentlich schlechter als ich von einem für portable Zwecke konzipierten Hörer erwarte. Im Prinzip dämpft der M100 nur Geräusche von außen und selbst mit Musik bekomme ich das meiste in Bus und Bahn mit. So kann ich leider nicht meine Musik genießen. Habe kein In-Ear Niveau erwartet, aber in dieser Hinsicht war der Beyer T50p bspw. wesentlich besser.

2) Obwohl ich den Sound für Spaßkopfhörer nach wie vor gelungen finde, ist er doch in jeder Hinsicht ein großes Downgrade im Vergleiche zum Fischer AMP FA3E. Sowohl in technischer Hinsicht bezügliche Auflösung, Bühne und Schnelligkeit als auch tonal. Ich vermisse seine relativ neutrale Abstimmung mit einem Hauch Wärme, die mit allen Genres passte und nie ermüdete.

3) Es ist ein Problem aufgetreten, von dem ich nicht mal mehr wusste, dass es bei mir existiert. Wenn ich Musik mit dynamischen Kopfhörern höre, fängt nach einer gewissen Zeit mein linkes Ohr (genauer eher der Gehörgang) zuverlässig an zu jucken. Wenn ich darauf nicht reagiere und weiter Musik höre, kann es sogar schmerzhaft werden. Das hängt nicht mit der Lautstärke zusammen, ich bin ein ausgesprochener Leisehörer. Bei Magnetostaten (LCD-2 und Hifiman Kopfhörer) und mit BA-In Ears ist das selbst bei stundenlangem Hören noch nie aufgetreten. Finde das höchst interessant und frage mich, woran das liegt.

Ingesamt als: Leider nein.

Bleibe doch bei In-Ears. Die Frage die jetzt bleibt: Beim FA3E bleiben und einen Ersatz-Ohrhörer beim FA ordern (das wird doch wohl gehen)? Oder gibt es es noch empfehlenswerte Alternativen, die soundtechnisch in die gleiche Kerbe schlagen? Also neutral, natürlich, leicht warm, nie ermüdend, aber weder relaxed noch in-your-face mitten. SO in die Richtung LCD-2 eben.
Was ist mit dem SD2?


[Beitrag von Wat3rblade am 06. Mai 2016, 06:58 bearbeitet]
Ti_N0
Inventar
#17 erstellt: 06. Mai 2016, 07:26
hjoa, kann ich was du schreibst so alles bestätigen. Wenn du unterwegs ungestört von Außengeräuschen hören möchtest und dabei auch noch tonal eher auf der neutralen Seite zu Hause bist, dann ist der nichts für dich und da kann die Empfehlung eigentlich auch (fast) nur InEar lauten. Insbesondere wenn du mit Dynamikern irgendwie Probleme hast? Evtl. hängt es mit Vibrationen die der Kopfhörer abgibt zusammen, die dürften bei Magnetostaten und BA-InEars deutlich geringer ausfallen? Aber ich kenne das selbst, dieses leichte Jucken im Ohrkanal, allerdings tritt das bei mir nur selten und dezent auf, aber du bist nicht alleine mit dem Phänomen. Ich meinte da auch einen Zusammenhang dazu gefunden zu haben mit der Trockenheit der Haut im Ohrkanal. Wenn bei mir das Hören zu leichtem Jucken geführt hat war die haut meist ziemlich trocken.

Aber zu deiner Frage:
Wenn du im FA3E einen Hörer gefunden hast, der dich absolut zufriedenstellt und du bei diesem nichts vermisst, der Komfort nicht besser sein könnte und dir auch nichts an ihm too much ist - hol ihn dir wieder. Der hat sich bei dir einen Platz reserviert und dann wird es schwer eine adäquate Alternative zu finden, wird vermutlich fast immer in Kompromissen enden, vor allem wenn es noch günstiger sein soll.

Mobile Magnetostaten mit guter Isolation wird denke ich schwer und aller Wahrscheinlichkeit nach auf wesentlich teurer.
Jago03
Stammgast
#18 erstellt: 06. Mai 2016, 10:01
Warum wird den nicht der Brainwavz m3 aufgerufen?
Mit ihm hat man bei allen Geners spaß zu mal er auch entspannt spielt er isoliert auch sehr gut für einen Dynamiker. Im Bus hört man nicht mal morgens Kindergeplerre oder so
Notfalls teste ruhig mal den halboffenen (?) Soundmagic e10 der ist stärker im bass, hat auch entspannte höhen.
Wat3rblade
Stammgast
#19 erstellt: 09. Mai 2016, 15:42

Ti_N0 (Beitrag #17) schrieb:
Insbesondere wenn du mit Dynamikern irgendwie Probleme hast? Evtl. hängt es mit Vibrationen die der Kopfhörer abgibt zusammen, die dürften bei Magnetostaten und BA-InEars deutlich geringer ausfallen? Aber ich kenne das selbst, dieses leichte Jucken im Ohrkanal, allerdings tritt das bei mir nur selten und dezent auf, aber du bist nicht alleine mit dem Phänomen. Ich meinte da auch einen Zusammenhang dazu gefunden zu haben mit der Trockenheit der Haut im Ohrkanal. Wenn bei mir das Hören zu leichtem Jucken geführt hat war die haut meist ziemlich trocken.

Das mit der trockenen haut... Ich weiß nicht. Das Problem besteht ja schon seit Jahren und ich hatte definitiv nicht ständig trockene Haut.


Ti_N0 (Beitrag #17) schrieb:
Wenn du im FA3E einen Hörer gefunden hast, der dich absolut zufriedenstellt und du bei diesem nichts vermisst, der Komfort nicht besser sein könnte und dir auch nichts an ihm too much ist - hol ihn dir wieder. Der hat sich bei dir einen Platz reserviert und dann wird es schwer eine adäquate Alternative zu finden, wird vermutlich fast immer in Kompromissen enden, vor allem wenn es noch günstiger sein soll.

Mobile Magnetostaten mit guter Isolation wird denke ich schwer und aller Wahrscheinlichkeit nach auf wesentlich teurer.

Klar, aber wenn ich schon über eine Neuanschaffung nachdenke, möchte ich über mögliche Alternativen Bescheid wissen, die evtl. sogar besser passen könnten. Ich hebe mal die Preisgrenze auf bis zu 400 - 500€. Gibt's da ein LCD-2 In-Ear Pendant, gern auch minimal anders? Nur eben ein ein natürlich authentischer Ohrschmeichler.



Edit: Als Kandidaten haben sich SD2, SD 3, der FA4E XB sowie die neuen FA-Hörer herauskristallisiert, die demnächst erscheinen werden.


[Beitrag von Wat3rblade am 09. Mai 2016, 17:54 bearbeitet]
Exploding_Head
Inventar
#20 erstellt: 09. Mai 2016, 17:53
Hmm... spassig? SD3 oder FA4XB (bzw. einige der neuen von Fischer Amps) lägen im Budget.

Testen kostet zwar idR etwas, aber warum soll man bei einer solchen Investition nicht auch einen Betrag für einen Vergleichstest einplanen? Fischer Amps und InEar haben Vetriebspartner, wo man probehören kann, und Thomann zB nimmt gegen Reinigungsgebühr auch zurück, wenns nicht gefällt.
Wat3rblade
Stammgast
#21 erstellt: 09. Mai 2016, 20:34
Hab mich nun durch über 20 Seiten des SD3-Threads gelesen und bin mir nun ziemlich sicher, dass dieser Kopfhörer nicht passt. Viel zu bassstark.

Bleibt also der gute alte FA3(E) oder eben vielleicht der SD2. Letzter könnte auch passen. Wäre großartig, wenn jemand beide kennt und was dazu schreiben könnte.
Der Shure Shure SE535 scheint auch nicht ganz falsch zu sein, wobei der mir zu direkt und aggressiv in den Mitten sein könnte.


[Beitrag von Wat3rblade am 09. Mai 2016, 20:37 bearbeitet]
Exploding_Head
Inventar
#22 erstellt: 09. Mai 2016, 23:51
Ich kenn den FA3 leider nicht, hatte aber aus Deinen Bemerkungen zum M100 und Spassigkeit geschlossen, dass Du eher was bassstarkes suchst.

Mir gefiel damals im direkten Vergleich zum SD2 der SD3 auch nur bei Elektro-Kram besser - den SD2 habe ich dann gekauft und bin heute noch sehr zufrieden. Das ist ein wirklicher Allrounder, mit dem eigentlich alles gut klingt (auch wenns halt für bestimmte Sachen dannn wieder Spezialisten gibt, die in ihrem engen Bereich dann mehr Spass machen). In Sachen Auflösung und Räumlichkeit lässt der SD2 mich jedenfalls nichts vermissen - hör auf jeden Fall mal rein (speziell in Deinem Fall, weil es ja auch noch die S-Variante mit einem kleineren Gehäuse für "Problemöhrchen" gibt. Falls kein Vertriebspartner für Dich erreichbar ist, kannst direkt beim Hersteller ein Demomodell mit Dummie-Gehäuse der S-Variante nach Hause ordern und im Falle des Nichtgefallens wird halt eine kleiine Gebühr fällig, die bei mir damals beim Kauf angerechnet wurde. Das und die Rückversandkosten des Demomodells wäre mir die Sache aber wert, wenn ich das Optimum fürs Geld suche.).

Der SD4 ist ja schon über Budget und die neuen Modelle von FischerAmps erst demnächst (Thomann schreibt 1-2 Wochen) verfügbar...
Wat3rblade
Stammgast
#23 erstellt: 10. Mai 2016, 05:37
Mit dem M100 wollte ich mal was anderes für unterwegs ausprobieren, aber mit "meiner" Abstimmung fahre ich immer noch am besten.
Danke. Klingt sehr gut. Werde dann den SD2 ausprobieren und Fischer Amps direkt anschreiben, ob ich lediglich das linke In-Ear Ohrteil als Ersatzteil bekomme.
Warte aber gerne noch zwei, drei Wochen ab. Vielleicht gibt's dann schon erste Stimmen zu den neuen FA.

Jetzt noch eine Sache... Mein Smartphone (Oneplus One) ist kein optimaler Zuspieler für solche In-Ears. Taugt denn bspw. der FiiO X1 schon etwas? Oder sollte es der X3/X5 oder iBasso DX80 sein?
Wat3rblade
Stammgast
#24 erstellt: 22. Mai 2016, 21:46
Wollte mich mal melden. Hatte die FA3E bei Fischer Amps eingeschickt. Sie haben mir innerhalb genau einer Woche (obwohl drei angekündigt!) für 'nen fairen Preis nicht nur den linken Hörer ersetzt, sondern auch den rechten optisch angepasst und aktualisiert (FA-Logo, ein wenig Formoptimierung), das (bereits sehr gute Kabel) durch ein noch flexibleres und lautloseres ersetzt, richtig, richtig gute Tips und einen Cerumenpen beigelegt und zusätzlich eine Packung Gummibärchen. Und die FA3E klingen absolut fantastisch. Irgendwie bekommen die zu wenig Aufmerksamkeit. Kann Fischer Amps wirklich nur empfehlen.

Nächstes Projekt; iBasso DX 80. Der sollte mit den FA3E gut harmonieren.


[Beitrag von Wat3rblade am 22. Mai 2016, 21:48 bearbeitet]
score_P.O
Stammgast
#25 erstellt: 22. Mai 2016, 22:25

Wat3rblade (Beitrag #24) schrieb:
Und die FA3E klingen absolut fantastisch.

Kann ich definitiv nachvollziehen.
Freut mich, dass es sich so positiv entwickelt hat...
Exploding_Head
Inventar
#26 erstellt: 22. Mai 2016, 23:19

Wat3rblade (Beitrag #24) schrieb:
Sie haben mir innerhalb genau einer Woche (obwohl drei angekündigt!) für 'nen fairen Preis nicht nur den linken Hörer ersetzt...

Freut mich für Dich; hat eben doch mitunter Vorteile, wenn der Hersteller im eigenen Land sitzt (und nicht in einem fernen Reich, dessen Mitte man erst mal finden muss) ;-)


[Beitrag von Exploding_Head am 22. Mai 2016, 23:22 bearbeitet]
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