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Accuphase E-305, Gleichspannung am Ausgang

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carat2121
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jan 2018, 01:04
Guten Abend,

gerade hatte ich meine Monos von AVM wieder im Griff, habe ich ein super Angebot zu einem Accuphase E-305 erhalten. Ích fasse mich kurz, das Gerät steht nun hier

Angeschlossen, läuft...dachte ich
Ich wollte den Tone Schalter deaktivieren und merkte, dass dabei ein Kanal kratzt und auch mal ganz ausfällt.

Also das Gerät geöffnet, Platine raus, Schalter raus und dabei gesehen, dass der Schalter scheinbar schon gereinigt wurde und dabei mit roher Gewalt wieder zusammengedrückt wurde. Es handelt sich dabei übrigens um diese Alps Druckschalter 4 xUM.

Aber nun weiter im Text, man soll seine Trauer ja aufarbeiten.

Ich habe daraufhin einen Ersatzschalter eingebaut (Der auch zu 100% funktioniert, ich habe es gerade nochmal getestet). Im Zuge der Schalterreinigung, habe ich auch alle anderen Platinen ausgebaut und gereinigt. Ich schalte die Endstufe nach dem Zusammenbau wieder ein und plötzlich höre ich nur einen andauernden Piepston (ich schätze so 200-300 Hz). Daraufhin habe ich vor lauter Schreck erstmal den Accu wieder ausgeschaltet.

Ich habe dann nochmals alle Stecker überprüft, leider hatte ich beim Zusammenbau wohl keinen Fehler gemacht. Beim erneuten einschalten kam nun gleich ein lauter Knacks und die Schutzschaltung springt an.
Daraufhin habe ich den Accu wieder zerlegt und bin seitdem auf der bisher erfolglosen Fehlersuche.

Was habe ich bisher gemacht:

1. Alle Stecker und Kabel nochmals geprüft
2. Schalter ausgelötet und geschaut ob es daran liegt, leider Fehlanzeige
3. Pre Amp Board ausgebaut und darauf alle Transen und Fets ab Q41/42 abwärts ausgelötet und gepüft.
4. Elkos geprüft, es sind zwar ein paar Wackelkandidaten dabei gewesen aber der Fehler ist unverändert.
5. Auch mit einem ausgelötetem 4559D, ist der Fehler da.
6. IC 4/5 habe ich bisher noch nicht versucht

Ich blicke halt nicht mehr durch und werde aus dem Schaltplan nicht so schlau.
Wenn ich das Kabel K6, abziehe, ist es still, also dann habe ich keine Gleichspannung am Endstufeneingang.
Allerdings auch kein Ton

Was mir auch aufgefallen ist, Q41/42 werden wirklich innerhalb 5 Minuten sehr sehr warm. Also ich kann den Finger nicht lange dran halten. Ob das normal ist, kann ich nicht sagen, zumindest ist es mir aufgefallen.

Die +- 15 V von Q41/42 sind da. Mehr konnte ich dem SM nicht entlocken.

Pre Amp Board

Die Endstufen selbst funktionieren einwandfrei.
Ich weiß nun nicht mehr wo ich noch prüfen soll, vielleicht liegt der Fehler auch nicht auf dem Pre Amp Board aber sonst scheint alles zu funktionieren. Relais, Schutzschaltung, VU Meter und und und.

Ich hoffe, dass ích hier etwas Hilfe bei Fehlersuche bekomme, ich kann ja nicht alle Bauteile tauschen.

Danke im Voraus!

Gruß Sascha

Edit: Der Fehler ist auch da, wenn ich vom Preamp Board alles abziehe, außer K6 und K4


[Beitrag von carat2121 am 23. Jan 2018, 01:25 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 23. Jan 2018, 16:58
Hallo,

ich habe gerade wieder 3 Stunden mit dem Accuphase verbracht.

Zuerst hatte ich das Preamp Board wieder eingebaut und mal die Spannungen versucht zu messen.
Am K6 habe ich die Masse vom Multi links an Pin1 (der mit dem Punkt) verbunden. An jedem anderen Punkt kann ich ca. 27 Volt messen. Irgendwie kann da doch was nicht stimmen

Daraufhin habe ich gemessen was vom Trafo ins Switch Board kommt. Da kommen 20 - 0 - 20 Volt an und aus denen werden dann 28 -+ Volt. Soll das so? Ich kann leider keine Info zur Spannung finden.

Dazu ist mir aufgefallen, dass die Diode D7 auf dem Switch Board defekt ist. Sie lässt sich im Teiletester nur noch als 1,7 Ohm Widerstand messen. Leider habe ich keine 12V Z-Diode hier, also musste ich diese bestellen. Allerdings verstehe ich nicht, warum diese mir soviel Ärger machen kann.

Ich werde nun noch die beiden Z-Dioden vom Preamp Board testen und gebe später wieder ein Update.

Update: Die Z-Dioden auf dem Preamp Board sind scheinbar okay


[Beitrag von carat2121 am 23. Jan 2018, 17:15 bearbeitet]
DB
Inventar
#3 erstellt: 23. Jan 2018, 19:51
Hallo,

leider ist der Schaltplan zu klein, als daß man darauf irgend etwas erkennen könnte. Ich gehe mal davon aus, daß zwischen den Emitterwiderständen von Q37/39 sowie Q38/40 die Ausgänge des Vorverstärkers sind. Dort sollte jeweils eine Mittenspannung von 0V herrschen, genau wie bei Q23/25 und Q24/26.
Daß Q41/42 warm werden, wird normal sein. Das scheint der Spannungsstabi für das Vorstufenzeugs zu sein.


MfG
DB
carat2121
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Jan 2018, 02:28
Hallo,

ich habe gerade nochmal etwas Zeit mit meinem Problemfall verbracht.

Hier nochmal ein großes Bild und vollständiges Bild vom Service Manual.

Accuphase E-305 SM

Ich habe nun nochmal das Switch Board unter die Lupe genommen, nachdem ich nun die D7 ausgelötet hatte, wurde der R7 S-Widerstand sehr sehr warm. Weil ich aber das Preamp Board noch weiter testen wollte, habe ich den Widerstand ausgelötet.

Siehe da, nun hatte ich +- 15 Volt am Preamp Board anliegen, alle Spannungen sind plötzlich wie im SM angegeben, zu messen. Es liegt am Ausgang keine Gleichspannung mehr an.

Der Fehler muss doch auf diesem Switch Assy liegen?!

Gruß Sascha
DB
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2018, 19:41
D7 auf dem Switch Board auf keinen Fall auslöten! Das ist eine Z-Diode (prüfen), zusammen mit dem Transistor (prüfen) ergibt das einen Spannungsregler. Was für eine Spannung hast Du denn am Plus von C10?

MfG
DB
carat2121
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 24. Jan 2018, 20:16
Hallo DB,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe die Diode gestern schon überprüft, weil ich an dem C10 mit eingelöteter Diode eine Spannung von 27 Volt hatte. Meiner Meinung nach viel zu viel...

Die Diode wurde von meinem Teiletester nur noch als Widerstand mit 1,7 Ohm erkannt. Die Diode ist schon bestellt und sollte morgen ankommen, wenn nicht, fahre ich hier in Berlin zu einem Ersatzteilhändler und besorg mir das Teil.

Der Transistor ist messtechnisch okay, wurde aber auch neu bestellt.

Derzeit habe ich den R7 mit 2 Watt und 100 ausgelötet weil er ohne die Z-Diode extrem warm wurde. Jetzt erklärt sich mir auch warum. Da fehlt es mir leider noch etwas an Wissen

Ich gebe hier wieder ein Update sobald die Diode drin ist.

Falls jemand in der Zwischenzeit noch eine Idee hat, was durch die scheinbar viel zu hohe Spannung defekt sein kann/wird, nur raus damit!!!

Gruß Sascha
klausES
Inventar
#7 erstellt: 25. Jan 2018, 20:16
Mit dem Bild auf diesem picload gedöns geht nichts ohne registrierung, Balken drinn, weder Gross/Vollbild noch download.
Nicht böse gemeint aber warum nimmt man nicht einen Hoster ohne diese ganzen Gängeleien,
auf denen die Bilder dann auch noch nach 3 Monaten gelöscht werden, in den Threads für andere später dann nur noch linkleichen rumliegen.

Gescheite Hoster gibt es doch zuhauf...


[Beitrag von klausES am 25. Jan 2018, 20:18 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Jan 2018, 21:42
Hallo an alle!

Klar, du hast natürlich Recht! Ich habe mir mit dem Hoster nicht so viel Mühe gegeben.
Ich habe nun das komplette SM auf mein OneDrive hochgeladen und hier als Link zur Verfügung gestellt.

https://1drv.ms/f/s!Aji8_yd03u6sgbopz81E-oWfpf7rvw

Heute habe ich mir die Z-Diode besorgt, eingelötet und wieder 12 Volt am C10 auf dem Switch Board.
Trotzdem kommen am K3 auf dem Switch noch 27Volt +- heraus. Kann mir das jemand erklären?

Diese Spannung kommt dann auch am Preamp Board an und ist natürlich zu hoch. Die Elkos in der Spannungsstabi können nur 25 Volt!!!

Ich habe C 1-6 mal ausgelötet und gemessen. Die Elkos sind alle noch in Ordnung. Komisch ist auch, wenn ich das Board ohne die Elkos in Betrieb nehme, habe ich 18Volt +-

C7 und C8 sind auch neu.

Ich denke, dass hier irgendwo das Problem liegt. D6 habe ich nun auch getauscht aber es brachte keinen Erfolg.

Edit: D2-5 sind auch schon getauscht und die Widerstände R1-3 sind auch neu oder durchgemessen.

Gruß Sascha


[Beitrag von carat2121 am 25. Jan 2018, 21:56 bearbeitet]
DB
Inventar
#9 erstellt: 25. Jan 2018, 22:19

carat2121 (Beitrag #8) schrieb:

Heute habe ich mir die Z-Diode besorgt, eingelötet und wieder 12 Volt am C10 auf dem Switch Board.

Das ist richtig so.


carat2121 (Beitrag #8) schrieb:

Trotzdem kommen am K3 auf dem Switch noch 27Volt +- heraus. Kann mir das jemand erklären?

Auf der Switch-Platine ist doch ein eigenes Netzteil drauf, das wird wohl die 27V erzeugen. Welche Spannung hast Du an C1 und C8?


carat2121 (Beitrag #8) schrieb:

Diese Spannung kommt dann auch am Preamp Board an und ist natürlich zu hoch. Die Elkos in der Spannungsstabi können nur 25 Volt!!!

Die Rohspannung (+/-27V?) geht doch in den Spannungsregler (Q41-46) und davon erst wird der Vorverstärker versorgt.


carat2121 (Beitrag #8) schrieb:

Ich habe C 1-6 mal ausgelötet und gemessen. Die Elkos sind alle noch in Ordnung. Komisch ist auch, wenn ich das Board ohne die Elkos in Betrieb nehme, habe ich 18Volt +-

Wo hast Du die +/-18V gemessen? Das wird als Regelreserve für die +/-15V, die das ganze Vorstufenzeugs haben will, nicht reichen.


MfG
DB
carat2121
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Jan 2018, 22:29
Hallo DB,

An C1 und an C8 habe ich 27Volt.

Die Rohspannung beträgt 20 - 0 - 20 Volt vom Trafo.
Klar geht das in Q41-46 aber dort sind die zwei C 45 und 46 2200uf nur bis 25v ausgelegt

Die 18 Volt habe ich an den Elkos gemessen. C1-C6

Ich wollte darauf hinweisen, dass die Rohspannung die vom Trafo kommt, 20 - 0 - 20 Volt beträgt.
Wenn C1-C6 ausgelötet, bleiben an den Lötstellen von den Elkos noch 18 Volt über sind die Elkos drin, habe ich die besagten 27 Volt +- und das für das Preamp Board zuviel, weil ich dann sofort an den Ausgängen vom Preamp Gleichspannung habe.
DB
Inventar
#11 erstellt: 25. Jan 2018, 22:48

carat2121 (Beitrag #10) schrieb:

Klar geht das in Q41-46 aber dort sind die zwei C 45 und 46 2200uf nur bis 25v ausgelegt

An denen müssen +/-15V zu messen sein, so steht es im Schaltplan. Dein Problem wird wohl der Spannungsregler sein. Wenn davor und dahinter 27V sind, ist er defekt.


carat2121 (Beitrag #10) schrieb:

Die 18 Volt habe ich an den Elkos gemessen. C1-C6

Die Elkos müssen schon drin sein, dann sollten es die +/-27V sein.


carat2121 (Beitrag #10) schrieb:

Ich wollte darauf hinweisen, dass die Rohspannung die vom Trafo kommt, 20 - 0 - 20 Volt beträgt.

Naja, 20V * Wurzel 2, das paßt doch.


[Beitrag von DB am 25. Jan 2018, 22:52 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Jan 2018, 22:53
Hallo,

okay, wenn ich das nun richtig verstehe, sollte ich mich für den Rest der Reparatur dem Preamp Board widmen. Leider weiß ich dort nicht mehr weiter. Ich habe dort alle Bauteile ausgelötet und gemessen. Es wurde zumindest nichts als defekt angezeigt.

Aber gut, ich werde nicht aufgeben und mir das nochmal vornehmen.
Erstmal vielen Dank für die Hilfe, ich gebe hier morgen wieder ein Update.

Gruß Sascha
DB
Inventar
#13 erstellt: 25. Jan 2018, 23:01
Miß doch einfach erstmal die Spannungen an den Spannungsreglern.
carat2121
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Jan 2018, 03:56
Hallo,

so ich war bis eben mit einem Kumpel an dem Gerät zu werke.

Wir sind nun einen Schritt weiter, ich kann wieder Musik hören allerdings nur wenn ich K1 vom Preamp Board abziehe.

Wenn der Stecker dran ist, ist der Ton sofort weg, egal ob Phono oder Cd als Eingangsquelle gesetzt ist.

Die Spannungen an den Spannungsreglern sind in Ordnung und passen wie im SM angegeben.
Aufgefallen ist mir, dass ich nicht mehr zwischen MM und MC umschalten kann, die Relais 1-3 bekommen Dauerspannung.

Allerdings sind die Spannungen im Phonoteil alles andere als Okay.

Spannungen Phonoteil

Auf dem von mir angehangegen Foto sieht man die Soll und ist Spannungen. Es liegt dabei kein Signal am Phonoeingang an und K1 ist abgezogen. Allerdings ändern sich die Spannungen auch nicht, wenn ich K1 einstecker außer das ich dann sofort das Gleichspannung am Ausgang Problem habe.

Hat jemand eine Idee?

Ich habe nun folgende Bauteil geprüft:

R49,50,R1-4, R19-22, R7-8, R29-30, C26, 25, 49, D4-5, C21-22

Die Teile waren okay, die Dioden wurden mir allerdings so angezeigt:

Z-Diode


[Beitrag von carat2121 am 26. Jan 2018, 04:15 bearbeitet]
DB
Inventar
#15 erstellt: 26. Jan 2018, 13:54
Hallo,

also, die Spannungen an IC1/2 passen, die geringfügige Abweichung sollte keine Probleme bereiten.
Durch Q13 fließt zuwenig Strom, hier müßtest Du R5, 7, 9 untersuchen.

Deswegen hebt es auch die Sourcespannung von Q11 an.

Das mit K1 ist unlogisch, weil das nur die Eingangsstrippen zum Phonoverstärker sind.
K1 abstecken und messen, was da auf den Pins dem Phonoverstärker wirklich angeliefert wird.

Wegen der Dauerspannung auf den Relais mußt Du noch mal auf der Schalterplatine suchen, hier in der Gegend von X1 und IC5.

Hast Du dieses Gerät eigentlich von privat oder vom Händler? Weil, bei Licht betrachtet ist es kein Super Angebot.


MfG
DB
carat2121
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 26. Jan 2018, 14:57
Hallo DB,

R 5-7 sind vollkommen in Ordnung. Habe ich gerade durchgemessen.

ABER, ich habe nun das K1 Kabel gemessen und dort liegen 4 Volt Wechselspannung an
....und auch nur dort...an allen anderen Kabeln nicht.

An den Chinchbuchsen ist aber nichts zu messen. Am K1 Eingang auf dem Preamp Board ist nichts zu messen.

So langsam glaube ich auch, dass der Verstärker keine so gute Idee war
Aber es hilft ja nichts, er muss laufen

Ich hoffe, dass jemand noch eine Idee hat

Edit: Der Amp kommt von Privat


[Beitrag von carat2121 am 26. Jan 2018, 15:35 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#17 erstellt: 26. Jan 2018, 16:08
Nur die Ruhe. Wahrscheinlich ist das Problem zu knacken und so viel muss nicht kaputt sein.

So wie ich verstanden habe, ist das Problem schon auf dei Platine "Pre Amp Assembly" eingegrenzt. Alternativ könnte die Ursache noch in der Switch-Assembly-Platine liegen, aber das kann man ja mal zunächst hinten an stellen.

Die Pre Amp Assembly besteht aus drei Schaltungsteilen:
- Spannungsregler +/-15V (orange)
- Phono Entzerrer Stufe (blau)
- Line Amp Stufe (grün)

Accuphase E-305 schematic detail pre amp assembly _marked

Als erstes sollte sicher sein, dass die Spannungsregelung an ihrem Ausgang die richtigen Spannungen +15V und +15V erzeugt.

Accuphase E-305 schematic detail pre amp 15V regulator

Hier kannst Du direkt am Transistor Q41 Emitter den Ausgang +15V messen. Am selben Transistor stellt der Collector den Eingang (+27V?) dar.
Das selbe gilt für Q42 und die negativen Spannungen.

Die wahrscheinlichsten Fehlerquellen dort wären die Längsregeltransistoren Q41 und Q42, sowie die beiden 15V Zener-Dioden D1 und D2. Warum sind diese anfällig? Wegen der konstanten Wärmeentwicklung. In der Reglerschaltung dienen die Zener-Dioden als Spannungsreferenz.

Zener-Dioden sind übrigens eine spezielle Art von Dioden, welche in der einen Richtung wie eine normale Diode funktionieren und in Sperrrichtung bei einer definierten Spannung (z.B. 15V) durchbrechen und dann immer diese definierte Spannung beibehalten, solange der Strom fließt. Die Dioden D3 und D4 ind ebenfalls Zener-Dioden (am etwas andersen Diodensymbol erkennbar). Der kleine Tester hat das auch so angezeigt, wobei 3,8V nahe an den nominellen 4V dieser Zener-Dioden liegt.

- Johannes


[Beitrag von Poetry2me am 26. Jan 2018, 17:24 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#18 erstellt: 26. Jan 2018, 16:30
Noch ein guter Trick zur Prüfug von normalen (bipolaren) Transistoren im eingebauten Zustand (analoge Schaltungen):
Im Betrieb liegen immer ca. 0,6V zwischen Basis und Emitter. IMMER.

Solltest Du also auf Transistoren stoßen, wo die Basis-Emitter-Strecke nicht 0,6V hat, dann
- ist es ein defekter bipolarer Treansistor
- ist es ein sehr falsch angesteuerter Transistor
- ist es ein anderer Transistor-Typ, z.B. JFET oder MOSFET
carat2121
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 26. Jan 2018, 17:23
Hallo an alle,

@Poetry2me

Vielen Dank für deinen Post und die Lösungsansätze.
Da hier schon viel geschrieben wurde und auch schon ein Fehler beseitigt wurde, schreibe ich nochmal kurz die derzeitige Situation auf:

Die Spannung in der Stabi Sektion auf dem Preamp Board sind alle da und korrekt nach SM oder deinen Angaben.

Der Phono Entzerrer hat noch starke Probleme. Die Spannungen passen dort nicht so ganz. Besonders Q11 hat eine erhöhte Spannung. Die von DB genannten Widerstände sind alle geprüft und in Ordnung.

Spannungen Phonoteil

Die Z-Dioden im Phonoteil machen mir sorgen, deswegen werden die später noch ersetzt.

Dazu kommt, dass die Relay´s im Phono Teil alle dauerhaft anziehen, dass liegt aber wohl auf dem Switchboard, dem Fehler widme ich später auch noch.

Was mir aber wirklich nicht in den Kopf will, warum liegen am K1 4 Volt Wechselspannung an?
Ernsthaft, wie geht das? Ich muss mich wohl nicht wundern, wenn am Phonoeingang 4 Volt anliegen, dass die Vorstufe damit Probleme bekommt

Bis später
DB
Inventar
#20 erstellt: 26. Jan 2018, 17:27
Die 4V Wechselspannung können eigentlich nicht sein. Wenn Du mit einem handelsüblichen Digitalmultimeter mißt, dann zeigt das aufgrund seiner Hochohmigkeit allen möglichen Quatsch an. Miß einfach noch einmal den Durchgang von den Phonobuchsen bis zu dem Stecker K1 an der Phonoplatine.
Poetry2me
Inventar
#21 erstellt: 26. Jan 2018, 17:59
Vielleicht gibt es Unterschiede zwischen den Kanälen? Das wäre auch noch interessant.

Hier noch mal ein paar eingetragene Spannungen im linken Phono Pre Schaltplan.

Accuphase E-305 schematic detail phono pre with voltages
Poetry2me
Inventar
#22 erstellt: 26. Jan 2018, 18:21
Weitere verdächtige Bauteile:

- Metalloxydschicht-Widerstände. Markierung durch schwarz ausgefülltes Quadratsymbol. Solche Widerstände sind uns haufenweise bei alten Luxman / Kenwood / Hitachi / Sansui / etc. schon aufgefallen (matt dunkelgrünes Coating). Sie verändern durch Alterung ihren Wert, und zwar in beide Richtungen !!! Dabei reagieren sie kurzfristig auf Luftfeuchtigkeit und Erwärmung unterschiedlich, was Fehler manchmal schwer auffindbar macht.

- Fuse Resistors / Fusible Resistors !!! Das ist der typische Killer in Geräten, welche einige Jahrzehnte lang heiß waren. Sie altern besonderst stark durch Erwärmung und können ihren Wert stark verändern im Laufe der Zeit. Solche mache ich IMMER raus und ersetze sie durch moderne Typen.


Hier im Accuphase E-305 findet man beide Sorten, auch im Phono Pre.

Accuphase E-305 schematic detail special resistor markings


[Beitrag von Poetry2me am 26. Jan 2018, 18:33 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#23 erstellt: 26. Jan 2018, 18:45
Ich würde prüfen und ggf. austauschen:
Zenerdioden D3, D4
Widerstände
- R7/R8 (360 Ohm 1W) Einstell-Widerstand der Stromquelle am Eingangsdifferenzverstärker
- R11/R12 und R13/R14 (392 Ohm 0,5W) Arbeitswiderstände am Eingangsdifferenzverstärker
- R21/R22 (5,1 Ohm) Fußpunkt der Gegenkopplung bei MC-Betrieb, Einstellung der Verstärkung bei MC.

Durch den sehr hohen Ruhestrom von 32mA im Eingangsdifferenzverstärker (ca. 16mA pro Zweig) wird hier einiges an Verlustwärme erzeugt.
DB
Inventar
#24 erstellt: 26. Jan 2018, 19:29
carat2121
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 26. Jan 2018, 22:15
Hallo,


@DB

@Poetry2me:

Ich hatte nun nicht so viel Zeit alles zu messen. Aber die Zenerdioden sind getauscht, das brachte aber keine Abhilfe.

Ich werde gleich nochmal alles messen und in deine Grafik die Spannungen reinschreiben.
Aber was ich dir jetzt schon sagen kann ist, dass an IC3 1/2 folgendes anliegt:

Versorgungsspannung an Pin 4 ist 14, 67 Volt
Pin 5:~13 Volt
Pin 6:~11 Volt
Pin 7:~14 Volt

Da stimmt doch schon was nicht. Die Buchsen sind völlig okay, habe gerade noch den Durchgang gemessen. Vielleicht spielt mein Multimeter mir hier auch einen Streich.

Bis später
DB
Inventar
#26 erstellt: 26. Jan 2018, 22:38

carat2121 (Beitrag #25) schrieb:

Ich werde gleich nochmal alles messen und in deine Grafik die Spannungen reinschreiben.

Mach das, da redet man dann nicht aneinander vorbei.


carat2121 (Beitrag #25) schrieb:

Aber was ich dir jetzt schon sagen kann ist, dass an IC3 1/2 folgendes anliegt:


Versorgungsspannung an Pin 4 ist 14, 67 Volt ... nicht evtl. -14,67V? Falls doch positiv, würde die Verbindung zu der negativen Betriebsspannung fehlen (Leiterzug?).
Pin 5:~13 Volt ... wenn das nicht vom Ausgang zwischen R43/45 zurückkommt, ist sehr wahrscheinlich der IC hin.
Pin 6:~11 Volt ... das deutet auch darauf hin
Pin 7:~14 Volt ... das auch
Wenn es daran läge, wäre es ein kostengünstiger Fehler.

Aber wie gesagt, schreib erstmal die ganzen Spannungswerte in den Plan.


MfG
DB


[Beitrag von DB am 26. Jan 2018, 22:40 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 26. Jan 2018, 22:39
Ich habe nun mal schnell gemessen und die Werte in die Grafik von Poetry2me eingefügt.

Spannungen Phono

Kann hier evtl. derIC3 dieser NJM2043D-D der Schuldige sein?
DB
Inventar
#28 erstellt: 26. Jan 2018, 22:41
Wenn am Pin 4 wirklich 14V und nicht -14V stehen, fehlt dem IC die Verbindung zu den -15V.
carat2121
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 26. Jan 2018, 22:45
Oh

Das - Zeichen habe ich vergessen. Das ist aber da gewesen


[Beitrag von carat2121 am 26. Jan 2018, 22:46 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 26. Jan 2018, 23:11
Sry, mir ist gerade aufgefallen, dass ich das Minus Zeichen bei allen Spannungen vergessen habe. Immer wo es Minus Spannung sein sollte, war es auch so

Ich habe nun die von Poetry2me geforderten Widerstände gemessen, die sind alle Okay.
Ich habe diesen 2043DD mal ausgelötet, es liegt auch dann eine Gleichspannung von 13 Volt Ausgang der Schaltung.
DB
Inventar
#31 erstellt: 26. Jan 2018, 23:45
Mit der angegebenen Spannung an seinen Eingängen sollte der Ausgang des oberen IC aber einen negativen Spannungswert haben.
carat2121
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 27. Jan 2018, 14:53
Hallo an alle!

Bitte entschuldigt meine nicht genau dokumentierte Messung von gestern. Wenn jemand in Berlin wohnt, kann er gern auf ein Bier oder einen Kaffee vorbeikommen

Ich habe mich nun nochmal in aller Ruhe hingesetzt und alles neu gemessen.

Accuphase SM E-305

Vielleicht hilft euch das weiter, ich bin hier echt überfragt. Ich bin ja schon auf die Idee gekommen, die Phonosektion einfach neu aufzubauen aber ich finde bei weitem nicht alle Teile im Netz und bin daher weiter auf eure Hilfe angewiesen.
DB
Inventar
#33 erstellt: 27. Jan 2018, 17:06
Meine gestrige Aussage von 2145 gilt immer noch.
Die Eingangsdifferenzspannung Ud=(U+)-(U-) der beiden Eingänge des oberen OPV ist positiv, somit müßte sein Ausgang nahe der positiven Betriebsspannung liegen. Er hat aber eine negative Ausgangsspannung, was nicht sein soll. Das zum Ersten.

Zweitens hast Du +14,59V an der Basis von Q23, obwohl der steuernde OPV -13,19V ausgibt. R37, 43, D5 und Q23 prüfen.

Der untere OPV scheint zu tun was er soll: er regelt volle Kanne gegen den Gleichspannungsoffset, zieht Q7,9,11 zu und sorgt damit dafür, daß die Spannungen um Q13 nicht mehr stimmen.
carat2121
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 27. Jan 2018, 21:27
Hallo an alle,

@ DB:

Erstmal wieder vielen Dank für deine Antwort und deine Zeit.


Die Eingangsdifferenzspannung Ud=(U+)-(U-) der beiden Eingänge des oberen OPV ist positiv, somit müßte sein Ausgang nahe der positiven Betriebsspannung liegen. Er hat aber eine negative Ausgangsspannung, was nicht sein soll.


Wenn ich dich richtig verstehe, ist der IC 1 (OPV 5534DD) defekt? Leider habe ich sowas nicht hier, zumindest nicht diesen Typ.

Ich könnte zum testen, die zwei 5534DD aus der Preamp Sektion auslöten und dann auf der Phonoseite einlöten.


Zweitens hast Du +14,59V an der Basis von Q23, obwohl der steuernde OPV -13,19V ausgibt. R37, 43, D5 und Q23 prüfen.


Die Teile habe ich alle gerade ausgelötet und geprüft, sind messtechnisch vollkommen okay.
Poetry2me
Inventar
#35 erstellt: 27. Jan 2018, 22:13
Danke für die präzisierten Messwerte. Es ist immer noch ein Puzzle. DB hat schon eine Analyse gemacht und mögliche Ursache genannt.


Die Diagnose ist finde ich deshalb so schwierig, weil das ganze ein Gegengekoppeltes System ist. Ein Fehler an beliebiger Stelle führt zu Veränderungen im gesamten System, also in alles Stufen, weil nachgeregelt wird.


Zum Verständnis habe ich hier mal die Bestandteile der Schaltung farblich markiert:

- grün: Eingangsdifferenzverstärker, diskret aus mehreren Transistoren aufgebaut. Hat zwei Eingänge (nicht-invertierend und invertierend), sowie zwei Ausgänge (da wo laut Schaltplan 8,8V herrschen sollten), welche die Eingänge der nächsten Stufe ansteuern.

- gelb: Hauptverstärker, implementiert durch den Einfach-OpAmp NE5534

- violett: Ausgangsstufe, implementiert durch zwei Transistoren mit Ruhestromeinstellung über Widerstandsnetzwerk.

- grau: DC Servo, liegt im Rückwärtszweig, stellt die Gleichspannung 0V am Ausgang ein, indem ein Korrektursignal am invertierenden EIngang eingespeist wird. Implementiert jeweils mit einem OpAmp aus dem Doppel-OpAmp-IC NE5532.

Accuphase E-305 schematic detail phono pre with voltages measured


Meiner Meinung nach könnte der Fehler auch
- an den Doppeldioden der Ausgangsstufe liegen, oder
- durch einen Defekt (Kurzschluss?) des DC Servo OpAmp entstanden sein.


- Johannes
carat2121
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 27. Jan 2018, 23:22
Hallo an alle!

Ich habe nun die 5534D mal getauscht --> Problem besteht immer noch
Ich habe alle Q´s auf dem Board nun ausgelötet und gemessen --> alle Okay
Doppeldioden sind okay, Z-Dioden neu und Okay
Elkos okay
Widerstände alle okay

Was ich nicht testen kann ist der 2043D, kann der evtl durch einen 4559D zu Testzwecken ersetzt werden?
Ansonsten habe ich hier noch 4580D liegen.


Den 2043D gibt es nur im Ausland, dass würde dann wieder ewig dauern...


Hier ein kurzes Update:

Die Umschaltung von MM auf MC funktioniert wieder. Hier war der IC 5 tatsächlich defekt.
Danke nochmal an DB, er hatte mir den Tipp gegeben.


[Beitrag von carat2121 am 28. Jan 2018, 18:07 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#37 erstellt: 29. Jan 2018, 10:07
Du könntest noch den Doppel-OpAmp IC3 (enthält beide DC-Servos) tauschen. Wie gesagt: IC3 sehe ich ebenfalls als mögliche Fehlerquelle.

Bei den von Dir genannten OpAmps musst Du jeweils sicher sein, ob sie einfache (NE5534 bzw NJM5534) oder doppelte (NJM2043D bzw. NJM4558) sind.
Ansonsten sollten die hier alle einsetzbar sein. Beide sind normale bipolare Typen (Art der Eingangstransistoren) und einigermaßen rauscharm.

NJM4580D ist ein sehr rauscharmer bipolarer doppelter OpAmp, optimiert für Tone Control Schaltungen, sollte also auch bei Verstärkung 1:1 gehen (unity gain). Der würde also perfekt für IC3 passen.
carat2121
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 30. Jan 2018, 04:00
Hallo an alle,

ich gebe hier mal ein verzweifeltes Update. Ich habe nun auch den IC3 durch den 4580D ersetzt.

Leider ohne Erfolg

Dazu habe ich alle Transistoren getauscht. Auch hier ohne Erfolg.

Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung wie der derzeitige Status ist:

Der Amp läuft, ich kann alle Hochpegel Quellen bedienen und anhören. Wobei ich noch nicht die XLR Eingänge getestet habe. Mir fehlt es hier an einem passenden Kabel.

Sobald ich den Stecker vom K1 Kabel an das Preamp Board anklemme, knallt es sehr laut in den Lautsprechern und die Schutzschaltung unterbricht. Das gleiche passiert, wenn der K1 Stecker abgezogen ist und ich den Phonoeingang auswähle. Dann höre ich zuerst einen Piepton und kurz darauf knallt es wieder.

Trotz zahlreichen Tipps, habe ich den Fehler bisher nicht gefunden.

Was bisher nicht getauscht wurde, sind die j-Fet´s und die D5 und D6.
Dazu wurden die Widerstände, Elkos und Kondensatoren nur ausgelötet. Dann gemessen und wieder eingelötet.

Das Problem an den j-Fet´s ist, dass ich die nicht besorgt bekomme. Die Dioden habe ich im Netz auch nicht gefunden.

Das sind die folgenden Typen:
2Sk371 --> J-Fet´s
1SS227--> Dual Dioden

Vielleicht kann mir hier jemand einen Ersatz nennen oder gar welche zu Hause liegen.

Was kann ich hier noch tun?

Kann man die j-Fet´s denn irgendwie innerhalb der Schaltung messen oder prüfen?
Falls es wichtig ist, sobald IC 1,2 und 3 ausgelötet sind, besteht das Problem trotzdem wie oben beschrieben.

Ich freue mich über jede noch so kleine Idee, gern kann ich auch noch weitere Messungen durchführen.

Vielen Dank im Voraus, Gruß Sascha
Uwe_1965
Inventar
#39 erstellt: 30. Jan 2018, 15:31
Bei dem 2Sk371=2SK363 äquivalent Typ 2N5247, 2SK130, 2SK147, 2SK151, 2SK162

Ob sie noch alle käuflich erwerblich weiß ich gerade auch nicht.

Was für eine Spannung mißt Du eigentlich an K1?

Gruß Uwe
vielleicht hast Du Glück, bei Kessler gibt es noch 2SK363, kaufen solange es sie noch gibt


[Beitrag von Uwe_1965 am 30. Jan 2018, 15:46 bearbeitet]
DB
Inventar
#40 erstellt: 30. Jan 2018, 16:27
Ich fasse zusammen: ohne die Zuleitung von den Buchsen geht der Verstärker und seine Arbeitspunkte stimmen auch?

Dann schau Dir die Zuleitung genauer an. Vielleicht hat die irgendjemand am Ziel falsch gesteckt oder sie geht zwischendurch über irgendwas Spannungsführendes und ist durchgescheuert...

MfG
DB
Uwe_1965
Inventar
#41 erstellt: 30. Jan 2018, 17:29
Ich habe es zwar jetzt auch gelesen, in '#19 steht 4 V Wechselspannung, wo kommen die her? und wie wurden die gemessen, das wird doch eher interessant, es ist doch nur 1 Kabel, und das andere 2 Kabel ist die Masse, oder hast Du das gegen Masse gemessen?

Gruß Uwe


[Beitrag von Uwe_1965 am 30. Jan 2018, 17:44 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#42 erstellt: 30. Jan 2018, 18:52
Wenn es "piept", ohne dass Signal anliegen kann, dann schwingt die Verstärkerschaltung. Das ist ja ein Rückgekoppeltes System, welches natürlich auch instabil werden kann.

Solche Probleme hat man entweder nur auf einem Kanal und starkes Übersprechen auf dem anderen Kanal. Oder es ist ein systematisches Problem auf beiden Kanälen, weil man einen anderen OpAmp eingesetzt hat.


[Beitrag von Poetry2me am 30. Jan 2018, 18:54 bearbeitet]
Uwe_1965
Inventar
#43 erstellt: 30. Jan 2018, 20:13
Einspruch, weil in #19 ist von der Besonderheit am Stecker K1 die Rede, und auf den wichtigen Einwand von DB in Beitrag #20 ist der TE garnicht eingegangen, warum weiß ich nicht.!.
Sondern es werden fleißig Teile getauscht getestet und gelötet, aber auf die Frage was ist mit der Kabelverbindung K1 nicht in Ordnung, vielleicht Stecker verdreht, Kurzschluss in der Clinch Buchse, das Kabel, und da ist noch Du die Besonderheit mit MM/MC Umschalter, alles auch noch nicht geklärt.
Ich kenne leider nicht wie es im Inneren von Gerät aussieht, vielleicht wären Bilder mal nicht schlecht, dann bekommt das ganze auch ein Gesicht
Gruß Uwe
carat2121
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 30. Jan 2018, 20:28
Hallo an alle

Vielen Dank für die zahlreichen antworten.

@Poetry2me:


Solche Probleme hat man entweder nur auf einem Kanal und starkes Übersprechen auf dem anderen Kanal. Oder es ist ein systematisches Problem auf beiden Kanälen, weil man einen anderen OpAmp eingesetzt hat.


Ich habe das Problem aber auch mit dem original OpAmp und nur, wenn der K1 Stecker angeschlossen ist.


@Uwe_1965


....oder hast Du das gegen Masse gemessen?


Ja, habe ich
In der Zwischenzeit denke ich, dass die 4V einen Messfehler darstellen. Wenn ich meine Hand neben das MM lege sind es 30V

Das K1 Kabel ist in Ordnung, es gibt keinen Kurzen, Die Leitungen sind alle durchgängig und es ist auch nichts verpolt. Sry, dass hier keine Antwort verfasst hatte. Geprüft wurden die Vorschläge von DB aber alle. Der Fehler vom MM/MC Schalter ist in Thread 36 behoben worden. Dieser funktioniert wieder einwandfrei.

@DB


Ich fasse zusammen: ohne die Zuleitung von den Buchsen geht der Verstärker und seine Arbeitspunkte stimmen auch?


Die Arbeitspunkte stimmen, bis auf die Arbeitspunkte die vom Phonoteil. Leider ist die Zuleitung völlig okay. Der Durchgang ist da, es gibt auch keinen Kurzschluss.

Heute habe ich erneut, alle Widerstände überprüft. Die J-Fet´s hatte ich alle draußen und mit meinem Komponententester geprüft. Scheinbar alle okay.

Was ich vielleicht noch nicht erwähnt habe:

Wenn ich das Multi an die Masse von den K1 Pins auf dem Board klemme, kann ich am - sowie + Pol der K1 Pins knapp 2 Volt messen. Wo kommen die denn her?

Ich mache nun mal Fotos und hoffe, dass mir jemand noch einen Rat geben kann.
DB
Inventar
#45 erstellt: 30. Jan 2018, 20:37
Nein, ich meine, ob die Arbeitspunkte im Phonoteil unterschiedlich sind, wenn Du die Zuleitung am K1 dran hast oder nicht.
So richtig ist mir nämlich nicht klar, wie Du das meinst.
Wenn der Verstärker läuft und Du steckst K1 bei aufgedrehter Lautstärke an, dann wird es schon ordentlich krachen, das ist klar.

MfG
DB
carat2121
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 30. Jan 2018, 20:44
Hallo,

Die Arbeitspunkte im Phonoteil bleiben gleich, egal ob ich den K1 anstecke oder abziehe.
Ich stecke den K1 nicht im laufenden Betrieb an, sondern nur wenn der Verstärker ausgeschaltet ist.

Also folgende Situation:

K1 ist nicht angeschlossen --> Hochpegeleingänge wie CD und auch XLR funktionieren.
Wähle ich den Phonoeingang aus, habe ich ein lautes Piepsen und kurz darauf ein so lautes Krachen, dass die Schutzschaltung anspricht und das immer wieder bis ich den Eingang wechsel oder den Verstärker ausschalte.

Schließe ich den K1 vor dem einschalten an, habe ich das Krachen sofort auf allen Eingängen.


[Beitrag von carat2121 am 30. Jan 2018, 20:50 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 30. Jan 2018, 20:54
Hier mal die Bilder von oben, braucht Ihr noch weitere?

Accuphase 305 Innenleben

Accuphase 305 Innenleben

Accuphase 305 Innenleben

Accuphase 305 Innenleben

Accuphase 305 Innenleben

Accuphase 305 Innenleben
Uwe_1965
Inventar
#48 erstellt: 30. Jan 2018, 22:52
Bitte mehr Bilder , Eines noch von der Rückseite vom PhonoEingang, Du hast ja bisher immer nur davon gesprochen, das beim umschalten, oder wenn der Stecker aufgesteckt ist die Kiste aussteigt, hast Du auch mal einen Plattendreher real drangehängt?

eigentlich auch egal, weil..



Wenn ich das Multi an die Masse von den K1 Pins auf dem Board klemme, kann ich am - sowie + Pol der K1 Pins knapp 2 Volt messen. Wo kommen die denn her?


Kannst Du das mal zeigen im Bild Du hast einen sagen wir + vom Linken und einen + vom rechten und eine gemeinsame Masse, die ist an der Gehäusemasse verbunden und die zieht sich ja durch die ganze Bank durch.

Ist das Deine (sichere) Verbindung von dem Phono Eingang auf die K1 vom PhonoBoard ? Ich dachte immer, es wäre ein Stecker.

K1 Verbindung

Und leider sieht man es nicht auf dem Bild, die Masse Verbindung zum Gehäuse ist auch da, auf dem Bild 3 kann man es leider nicht erkennen.

Kleines Kompliment am Rande, der Rest sieht doch ganz akkorat aus, ähm war das eines an Accuphase


Gruß Uwe
Kleines Edit noch im text


[Beitrag von Uwe_1965 am 30. Jan 2018, 23:03 bearbeitet]
Poetry2me
Inventar
#49 erstellt: 30. Jan 2018, 22:57
Ich sehe Elkos mit Hitzeschäden.

der große schwarze C46 und die beiden kleinen roten C4, C6 an der Ecke neben dem heißen R8 haben schon angeschmolzene Plastikhüllen.
Kein gutes Zeichen.


[Beitrag von Poetry2me am 30. Jan 2018, 22:58 bearbeitet]
carat2121
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 30. Jan 2018, 23:07
Hallo,

Bilder kommen sofort.

Ich hatte auch schon einen Dreher angeschlossen --> selbes Problem


Also eigentlich dürfte es doch gar keinen Unterschied machen, ob jetzt nun K1 aufgesteckt ist oder nicht, aber irgendwie gefällt ihm das nicht.


Ich weiß, dass es keinen Unterschied machen sollte aber scheinbar ist er da sehr empfindlich der kleine.
Gern kann ich auch Video machen, wie das Knacken mir bald die LS zerfetzt


Ist das Deine (sichere) Verbindung von dem Phono Eingang auf die K1 vom PhonoBoard ? Ich dachte immer, es wäre ein Stecker.


Es ist auch ein Stecker, nur schlechte Fotos von mir


Und leider sieht man es nicht auf dem Bild, die Masse Verbindung zum Gehäuse ist auch da, auf dem Bild 3 kann man es leider nicht erkennen.


Ja, siehst du gleich auf den folgenden Fotos:

Accuphase E-305

Accuphase E-305

Bitte nicht wundern, es fehlen derzeit 3 Kondensatoren, weil ich diese nochmal überprüft hatte.
Sind aber bei jedem Test eingebaut gewesen

Accuphase E-305

Accuphase E-305

Accuphase E-305

Accuphase E-305
carat2121
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 30. Jan 2018, 23:09
Hallo Poetry2me,


Ich sehe Elkos mit Hitzeschäden.


Die Elkos sind alle super von den Messwerten. Ich hatte aber schon Ersatz drinnen --> Leider hat das keine Abhilfe gebracht. Wenn das Ding mal wieder läuft, dann kommen auch neue rein.


[Beitrag von carat2121 am 30. Jan 2018, 23:09 bearbeitet]
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