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Hilfe! Probleme bei nassabgespielten Platten!

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Autor
Beitrag
ulijung
Neuling
#1 erstellt: 15. Sep 2009, 22:38
Hi Leute,

ich habe vor einiger Zeit meine alte Plattensammlung wiederentdeckt (70er bis 80er Jahre, ich habe mich schon beim Durchsehen wieder wie ein Teenie gefühlt).
Jetzt mein Problem:
Ich habe die Platten damals nass abgespielt, was ich heute nicht mehr möchte. Wie das so ist, hat man als Teenie nicht genug Geld, um die teure Reinigerflüssigkeit zu kaufen, man hat sich eben beholfen. (Im beste Falle mit Spiritus, im schlechtesten Falle mit Leitungswasser und Spiritus). Geht natürlich garnicht, weiß ich auch.
Ich habe die Platten tatsächlich wieder einigermaßen spielbar gemacht mit einer Knosti Plattenwaschmaschine. Brauchte zwar mehrere Durchläufe und eine Menge Reinigungsflüssigkeit, aber es ging wieder einigermaßen mit meinem alten Plattendreher Dual 505-1 (mit sphärisch geschliffener Nadel).
Ich habe nun einen Dual 505-3 mit Tonabnehmer Shure M97ex (mit ellyptisch geschliffener Nadel).
Mein Problem ist, dass sich die Platten ca. 10 Minuten lang super gut anhören, dann setzt sich aber Siff an der Nadel ab. Der Klang wird immer schlechter, bis die Nadel über die ganze Platte rutscht. Unter der Lupe sieht dann die Nadel aus wie ein Tennisball, von dem Diamanten ist nichts mehr zu sehen.
Mit dem billigen Tonabnehmer von meinem Dual 505-1 habe ich das Problem nicht. Klang ist zwar von Anfang an grottenschlecht, wird aber auch nicht schlechter. Zumindest lassen sich die Platten von Anfang bis Ende abspielen.

Hilfe! Ich will unbedingt das Shure System weiter benutzen können, doch alle 10 Minuten die Nadel reinigen geht gar nicht!

Kann mir jemand helfen, bin für jeden Tipp dankbar!

Gruß aus Schwerte

Uli
killnoizer
Inventar
#2 erstellt: 16. Sep 2009, 05:12
Habe das gleiche Problem , eine ganze sammlung Klassik erstanden , später erst bemerkt was da wohl Sache war , und
die eingetrocknete Brühe ist glaub' ich schon versteinert ....




Gerrit
andisharp
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 16. Sep 2009, 08:44
Das gibt sich, wenn man die Platte ein bis zweimal abgespielt hat. Sonst hilft nur einen Waschmaschine mit Absaugung, die sind aber ziemlich teuer.
doc_barni
Inventar
#4 erstellt: 16. Sep 2009, 08:48
hallo ,

@ulijung

schau doch mal die verschiedenen knosti-freds durch...

suchfunktion ( unten rechts...hi-fi forum durchsuchen)

habe selbst das problem gehabt als ich noch mit knosti und originalflüssigkeit gereinigt habe, allerdings bei platten, die nicht nass gespielt worden waren.

anderen, wie du dort sehen wirst , ging es genauso....

heute reinige ich mit alc, aquadest und einem tropfen neutralseife, und der "tennisball" ist weg....

versuch macht kluch...



liebe grüsse vom

doc_barni
_________________________________

nur wer an wunder glaubt, ist ein realist


[Beitrag von doc_barni am 16. Sep 2009, 08:53 bearbeitet]
plattenmax
Stammgast
#5 erstellt: 16. Sep 2009, 09:57
So mach ich es:

Glasreiniger Marke Minel beidseitig auf die Platte aufsprühen.
Platte in eine Kunststoffhülle.
10-15 Minuten einwirken lassen.
Mit klarem Wasser abspülen.
In der Knosti mit Minel und destiliertem Wasser 1 zu 1 normal waschen.
Fertig.

Ich würde außerdem die fuselnde Nadel mal ordentlich mit Alkohol reinigen.
Ich hatte die alte Nadel meines Stiefvaters eine Zeitlang benutzt und der spielte damals auch nur nass ab. Hatte da auch das Problem mit den Fuseln.
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 16. Sep 2009, 13:03
Moin Uli,


ulijung schrieb:

Ich habe nun einen Dual 505-3 mit Tonabnehmer Shure M97ex (mit ellyptisch geschliffener Nadel).
Mein Problem ist, dass sich die Platten ca. 10 Minuten lang super gut anhören, dann setzt sich aber Siff an der Nadel ab. Der Klang wird immer schlechter, bis die Nadel über die ganze Platte rutscht.


... das liegt daran, daß der Diamant des Shure M97eX nun etwas tiefer in die Rille eintaucht und vom Rillengrund den ganzen alten festgepappten Dreck aus der Naßabspielzeit zu Tage befördert ...

... da hilft nur nochmaliges intensives Reinigen ...

... geht auch und entgegen einigen Anmerkungen mit der Knosti ...

... Aqua dest. mit Isopropyl oder Ethanol (ca.30%) aus der Apotheke und ein bis zwei Spritzer Mirasol oder Agepon aus dem Fotobedarf als Waschflüssigkeit ...

... die Platte in der Knosti einspannen ... mehrmals drehen ... einwirken lassen ... dann mehrmals durch die beiden Ziegenhaarbürsten drehen, wieder einwirken lassen und Vorgang mehrmals wiederholen ...

... danach die Schiebe bitte nicht abtropfen lassen sondern mit einem Mikrofasertuch trocken ziehen ...

... am Besten auf ein weiches Handtuch legen und dann mit dem zu einer Rolle geformten Mikrofasertuch in Rillenrichtung abziehen ...

... danach nochmals in der Hand mit einem Mikrofasertuch nachtrocknen ...

Das ist zwar aufwändig, hilft aber ... ansonsten ... ja, eine PWM mit Absaugung erleichtert die Arbeit ungemein ... aber unter vier bis fünf Waschgängen mit längerer Einwirkzeit schafft das (naßabgespieltes Vinyl retten) eine Maschine mit Absaugung auch nicht ...

Übrigens von Fensterreiniger würde ich aufgrund der beigemengten Duftstoffe eher abraten ...
ulijung
Neuling
#7 erstellt: 16. Sep 2009, 14:41
Hi, Leute,

erstmal danke für die vielen Tipps.
Das "Knosti-Forum" habe ich mir schon vor einiger Zeit reingezogen. Da gibt es ja die unterschiedlichsten Bewertungen, von "super gut" bis "voll scheiße".
Ich muss sagen, dass ich mit meiner Knosti ganz zufrieden bin. Wunder darf man für den Preis natürlich nicht erwarten (ich habe 34 Euro bezahlt).
Ich habe mir schon gedacht, dass die ellyptische Nadel wegen ihrer geringeren Breite tiefer in die Rille eintaucht und dadurch den tiefsitzenden Siff heraus befördert, der nach ca. 25-30 Jahren wohl versteinert ist. Doch selbst nach 10maligem Abspielen einer Platte ist die Nadel nach 10 Minuten wie einbetoniert. Irgendwann muss doch mal wenigstens ein Teil des Siffs raus sein!
Aber egal, ich werde mal Eure Tipps ausprobieren. Ich habe die Platten bis jetzt immer in dem Ständer trocknen lassen, werde sie jetzt mal mit Mikrofaser Tuch abtrocknen. Macht ja auch Sinn, sonst trocknet der ganze Rotz, den man gelöst hat, ja wieder in den Rillen ein.
Übrigens: Die Nadeln meiner beiden Dreher sind nagelneu, sind noch nie nass gelaufen.

MfG

Uli
andisharp
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 16. Sep 2009, 14:59
Auch mit Microfasertuch bleibt noch genug in der Rille, ist leider so.
WildStar1
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 16. Sep 2009, 16:46
Ich habe ganz einfach ne 2te Knosti gekauft. Im zweiten Bad ist nur destilliertes Wasser.

Nach Bad nur 1 bloß nicht die Reinigungsflüssigkeit ein- bzw. abtrocknen lassen.
Sofort die Platte im zweiten Bad nachreinigen - also im destillierten Wasser.

Ich mache das übrigens immer mit einem Accu-Schrauber.

Grüßli
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 16. Sep 2009, 16:54
Nabend, Uli !

Benutze die Knosti mit einer artverwandten Mischung wie von Rolf beschrieben.

Empfehle aber dennoch, die absolut erhaltenswerten Scheiben mit einer PlaWaMa professionell reinigen zu lassen, da wohl eine Absaugung der gelösten Pampe zwingend erforderlich ist.

MfG,
Erik
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Sep 2009, 19:14
Moin Erik,

nur wirst Du da unter vier bis fünf Waschgängen mit entsprechender Einwirkzeit auch nicht wirklich froh ...

... ist also ein teures Vergnügen ... da lohnt dann schon eher die Anschaffung einer kleinen PWM wie der Okki Nokki ...
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 17. Sep 2009, 22:43
Jo, der Zeitaufwand ist extrem hoch. Daher die Überlegung: Welches Wienühl ist erhaltenswert und rechtfertigt eine Investion ?

Uli hat ja keine Angaben zu seiner Sammlung gemacht.

MfG,
Erik
be.audiophil
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 17. Sep 2009, 23:02
Moin Erik,


Wuhduh schrieb:
Jo, der Zeitaufwand ist extrem hoch. Daher die Überlegung: Welches Wienühl ist erhaltenswert und rechtfertigt eine Investion ?


... eben ... manchmal kann es auch preislich günstiger sein, sich die "alten heruntergenudelten Schätzchen" in gutem Zustand wieder zu besorgen ...

aberlouer
Inventar
#14 erstellt: 18. Sep 2009, 12:00
Ich habe ungefähr 1800 LPs mit der Cheap Trill Methode gewaschen. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber durchaus praktikabel.
Als Waschlösung kommt allerdings Dr. Wack CW 1:100 zum tragen.
Metal-Max
Inventar
#15 erstellt: 18. Sep 2009, 15:05
Knosti-mäßig hab ich die besten Erfahrungen mit dem AS-Fensterreiniger im ersten Gang und Aqua dest. pur im zweiten Gang gemacht. Nix mehr mit Schnodder an der Nadel.
fluegelfluesterer
Neuling
#16 erstellt: 24. Sep 2009, 12:08
Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und gleich als erstes mal auf diesen Beitrag gestoßen.
Im Gegensatz zu euch bin ich seit ca 20 Jahren überzeugter Naßabspieler.
Hier meine Methode ganz ohne Plattenwaschmaschine, bin mal gespannt, was ihr dazu sagt:
Die Mischung 1:1 Alkohol zu destillierterm Wasser fülle ich in eine Plastikflasche mit Spritztülle. ich lege die Platte auf und putze sie mit einer Carbonbürste. Dann spritze ich die Mischung direkt auf die Platte, die erfordeliche Menge bekommt man mit der Zeit heraus. Mit einer zweiten Carbonbürste verteile ich die Flüssigkeit auf der Platte. Ich setze meinen Mitlaufbesen auf (mein Transcriptor hat einen fest montierten, ich glaube den hat jeder hier schonmal gesehen)damit an der Stelle wo der Tonarm gerade fährt immer genug Soße ist. Wenn ich die Platte rumdrehe nehme ich eventuelle Restfeuchtigkeit mit einem Plattentuch ab. Nachher stelle ich die Platte in einen Trockenständer.

Warum ich mir das antue? Meine Lieblinsplatte (Fagen Nighfly)habe ich sicher schon 200mal gehört, das merkt man ihr aber nicht an. Ich hatte auch nie irgendwelche Probleme mit dem Tonabnehmer
Noch einige Warnungen zum Abschluß:
Spiritus, Fensterreiniger und Leitungswasser enthalten neben ihren Grundsubstanzen alles mögliche andere, der Weg zur Apotheke muss schon sein.
Falls es für den geliebten Vinylhobel eine Haube gibt: entweder gleich wegschmeißen oder zumindest beim Abspielen offen lassen, da mit die Feuchtigkeit von der Platte verdunsten kann.

...bin mal gespannt, was ihr dazu sagt...
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