lautes Brummen trotz Massekabel?

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max_samhain
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 24. Nov 2010, 17:31
Hi,
ein Freund von mir hat sich endlich einen "neuen" Plattenspieler und einen Verstärker geholt, damit wir bei ihm schön Musik hören können. Leider geben die Lautsprecher ein derartiges Brummen von sich, dass von der Musik kaum noch etwas zu hören ist. Das Masse kabel ist richtig mit Verstärker und PLattenspieler verbunden und es wird auch deutlich, dass das Brummen noch wesentlich lauter wird, wenn die Masse abgeklemmt wird.
Auch das Cinch-Kabel ist korrekt angeschlossen und sollte funktionieren (nachdem wir zuerst angenommen haben, dass das Brummen von einem defekten Cinchkabel kommt, haben wir ein neues gekauft, bei dem das Problem jedoch weiterhin bestand).
Zusätzlich lässt sich sagen, dass alle anderen Kanäle des Verstärkers einwandfrei funktionieren und dass das Brummen komplett verstummt, wenn der weiße stecker des Cinchkabels aus dem Verstärkerausgang gezogen wird. Leider kommt dann natürlich auch nur noch aus einem LAutsprecher Musik ;-)
Wäre nett, wenn jemand eine Idee hätte, was hier zu tun ist, bzw. was überhaupt der FEhler ist
vielen Dank
mfg
Max
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 24. Nov 2010, 18:20
Hallo!

Eventuell habt ihr es hier mit einer Masseschleife infolge einer Mehrfacherdung zu tun. Zieh mal tesweise alle Antennenkabel von Tuner, TV u.s.w. ab und trennt falls verbunden den Rechner von der Anlage.

MFG Günther
max_samhain
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 24. Nov 2010, 20:17
Hey,
an dem Verstärker ist nur ein PLattenspieler angeschlossen. Ab und zu noch mal der Rechner, aber selten. Als wir die Anlage neu angeschlossen haben, war das Brummen vernehmbar, aber noch akzeptabel. Mittlerweile ist es so laut, dass von der Musik kaum noch was zu hören ist
Grüße
Max
max_samhain
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 27. Nov 2010, 11:30
fällt niemandem mehr etwas ein?
Otimov
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 27. Nov 2010, 13:34

max_samhain schrieb:
Hi,
ein Freund von mir hat sich endlich einen "neuen" Plattenspieler und einen Verstärker geholt,


Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich bei den "neuen" Geräten um gebrauchte handelt?

Dann wäre es evtl. hilfreich zu berichten, um welche Geräte es sich handelt.

Gruß

Otimov
max_samhain
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 27. Nov 2010, 15:15
Hi,
genau, die sind gebraucht. Der PLattenspieler ist ein Reloop, der Verstärker ein Technics
smitsch
Stammgast
#7 erstellt: 27. Nov 2010, 19:38
- Headshell abnehmen, Kontakte reinigen
- Falls ein Ohm-meter da: phono-chinch auf durchgang/ Kurzschluss prüfen, bei abgemommenem Headshell (system NICHT mitmessen), vom Tonarm(4 pins in der buchse) bis chinch.

- Plattenspieler weit weg von sämtlichen Transformatoren (also auch weg vom Verstärker)

Frage: wenn der Verstärker ab PC oder CD/MP3 spielt: brummt da was?
Spongo
Neuling
#8 erstellt: 29. Dez 2010, 14:03
Hallo!

Ich habe ein "fast" ähnliches Problem.
Meine beiden Plattenspieler (Technics SL-1710mk2,SL-Q33) zeigen an meinem Receiver (Sony STR-DE635) das gleiche Phänomen.
Schalte ich die Geräte ein, bekomme ich ein nicht sehr lautes aber doch wahrnehmbares Brummen.
Hebe ich aber die Tonabnehmer (nicht per Hand) an, dann verschwindet das Brummen ganz.
Massekabel ist natürlich angelegt. Die Plattenspieler stehen fast nen Meter vom Receiver entfernt.

Hoffe jemand kann mir helfen!

Grüße Spongo (der Name ist Programm )
akem
Inventar
#9 erstellt: 30. Dez 2010, 14:42
Im Fall von Spongo scheint das ein induktives Einstreuen vom Motor oder Trafo des Drehers zu sein. Ein induktives Problem liegt immer dann vor, wenn sich die Intensität des Problems mit der räumlichen Lage des Tonabnehmers ändert. Abhilfe: es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Den Motor / Trafo magnetisch schirmen, dazu braucht man MU-Metall, welches aber a) schwierig zu kriegen ist, b) erst recht nicht in kleinen Mengen und damit c) vergleichsweise teuer ist. Oder man verwendet einen Low-Output MC-Tonabnehmer, der aufgrund seiner wenigen Windungen schon mal weniger einfängt und das bischen durch die niederohmige Gesamtanordnung auch noch gut bedämpft ist.

Zum Fall von Max:
Es gibt vier Möglichkeiten:
- Der Tonabnehmer ist hin, sprich die linke Induktionsspule ist "durch" -> kann man mit einem Widerstandsmeßgerät nachmessen
- Der Dreher hat intern eine defekte Verkabelung -> aufmachen und nach abgerissenen Kabeln etc. suchen
- Die Dreher-interne Masse ist neben der Massebuchse zusätzlich mit der Masse des linken Audiokanals verbunden (würde ggf. auch einen kaputten Tonabnehmer erklären) -> Masseverbindung auftrennen, so daß Masse nur noch am separaten Masseanschluß anliegt.
- Es wird ein Tonabnehmer verwendet mit Metallkorpus, dessen Metallkorpus leitend mit dem Anschluß für links minus (blauer Pin) verbunden ist. Dieser hat dann über das Headshell Kontakt zur Gerätemasse und baut so eine Masseschleife. -> Tonabnehmer mit einem Papier zwischen Headshell und Tonabnehmer isolieren und Kunststoffschrauben verwenden.

Gruß
Andreas
smitsch
Stammgast
#10 erstellt: 31. Dez 2010, 02:20

- Der Tonabnehmer ist hin, sprich die linke Induktionsspule ist "durch" -> kann man mit einem Widerstandsmeßgerät nachmessen


Wenn man das tut, mit einem gewöhnlichen Multimeter vom Baumarkt, ist der Tomabnehmer danach ziemlich sicher stumm und :cut. MM's überleben das vielleicht noch, ein MC eher nicht. Ist in etwa so, wie wemm man mit einem Blitz eine Glühbirne prüft...(die Messspannung kann gut 2000- 4000x höher als ausgangsspannung des Abnehmers sein...)

-> Kanäle am Pickup vertauschen, der Fehler muss nun die seite wechseln, ansonsten liegt der Fehler dahinter, sprich verkabelung (bis zum neuen chinch...) einseitig unterbrochen.
-> tonabnehmer entfernen und nur die verkabelung messen (Headshell bis Ausgang)

und alles bleibt entspannt...
max_samhain
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Jan 2011, 11:38
Hey,
vielen Dank für die Hilfe. Irgendwie ist das Problem mittlerweile einfach verschwunden...
mfg
Max
smitsch
Stammgast
#12 erstellt: 11. Jan 2011, 03:34
das wiederum klingt nach kontaktproblemen im Bajonetverschluss zum Headshell > die 4 Pins reinigen, am besteen mit Q-tipp, Isopropylalkohol.
Spongo
Neuling
#13 erstellt: 16. Jan 2011, 01:02
Möchte mich auch noch für die Hilfe bedanken!

Gruß Dirk
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