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Einfluß des Phonokabels am DUAL 721

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Autor
Beitrag
WilliO
Inventar
#1 erstellt: 09. Jan 2011, 14:16
Hallo Leute,
vor etlichen Jahren habe ich mal bei Ebay das abgebildete
Thorens-Phonokabel ersteigert.
Im Zuge der wiedererwachten Analog-Begeisterung habe ich gestern meinen 721 auseinandergebaut und das "olle" Originalkabel gegen dieses in der Länge deutlich kürzere Thorens-Kabel getauscht. Der 1. Hörtest war die Enttäuschung schlechthin!
Und das an einem MC-System, dem Denon DL110, was eigentlich
völlig unkritsch gegenüber Kapazitäten etc. sein soll.
Der Unterschied war einfach der, daß mit dem Thorens-Kabel
die Brillianz fehlte. Im Bass vielleicht etwas stärker
aber auch unsauberer, die Höhnen gedämpfter -ohne diese mir
bestens bekannte Feinzeichnung. Irgendwie war alles schlechter. Ok, erstmal eine Nacht drüber schlafen und morgen mit "frischen Ohren" noch einmal hören, dachte ich. Das Ergebnis war allerdings heute morgen exakt das Gleiche. Ich habe ganz schnell wieder das Original-Kabel angeschlossen und siehe da, der Klang ist wieder der Alte. Einen derartigen Unterschied habe ich wirklich nicht für möglich gehalten. IMG_0145IMG_0144IMG_0146

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 09. Jan 2011, 14:17 bearbeitet]
stbeer
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 09. Jan 2011, 20:57
Willi,

ja, auch das Phonokabel hat klangliches Potential

Am besten ist es, den Plattenspieler mit einem "Anschlussterminal" auszustatten

Stefan
germi1982
Moderator
#3 erstellt: 10. Jan 2011, 00:06
Das Kabel von Dual sieht zwar nicht so aus, ist aber für Moving Magnet-Systeme optimal mit seiner Kapazität von 100pF. Bei MC spielt eher die Induktivität eine Rolle.


[Beitrag von germi1982 am 10. Jan 2011, 00:06 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 10. Jan 2011, 00:52
Moin, Willi !

Ich kann Dich gerne von dem unpassenden Kabel befreien !

,
Erik
WilliO
Inventar
#5 erstellt: 10. Jan 2011, 09:37
@stbeer:
Stefan, das habe ich auch schon überlegt. Ich habe das letztlich wegen des entstehenden Widerstands nicht gemacht.
Bei den kleinen elektr. Strömen, die zwischen TA und Vorverstärker fließen, sehe ich bei einer zusätzlichen Steckverbindung ein Problem. Sicher wäre das Testen von
verschiedenen Kabeln dann einfacher. Oftmals wird das klangliche Potential des Kabel als Voodoo bezeichnet. Im Phonobereich scheint es das tatsächlich zu geben.

@germi1982:
Ja, das Kabel von Dual scheint innere Werte zu haben, die man so ohne Weiteres nicht vermuten würde. Diese 100pF werden für mich in Zukunft eine besondere Rolle spielen, da ich den Dual 721 mit einem Nagaoka MP200 ausstatten will.
Normalerweise müßte das System diese Woche eintreffen.
Dieses MI-System hat gem. Datenblatt einen optimalen Anschlußbereich von 150-200 pF. Das grundätzliche Problem
ist für mich, das ich wohl mit einem Vorverstärker arbeiten
muß weil mein Yamaha RX-V1900 am Phono-Eingang schon 220pF
hat. Daher bin ich momentan auf der Suche nach einem geeigneten Gerät und es wird wohl ein Yamaha der C-Serie
werden. Mal sehen...

@Wuhduh:
Hallo Erik,
das Kabel wird demnächst bei Ebay eingestellt. Nicht nur
das abgebildete sondern auch der Rest mit ca. 2m Länge.
Kennst Du das Kabel?
Du wirst also 7 Tage Zeit für eine "Befreiungsaktion" haben

In Folge der Arbeiten am Dual habe ich mir auch mal die Zarge unter techn. Aspekten angesehen. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß es das 1. Mal nach all den Jahren war.
Mein Gott, das Ding sieht zwar optisch schön/elegant aus
ist aber bei näherer Betrachtung eine Zumutung und wird der
Wertigkeit der verbauten Präzisionsmechanik und -Elektronik nicht gerecht. Da hat man wirklich am falschen Ende gespart.
Ich habe mich entschlossen, die Zarge auf Basis eines Ebel-Einbaurahmens komplett neu aufzubauen.

Gruß
Willi
Guido64
Stammgast
#6 erstellt: 10. Jan 2011, 21:39
Hallo Willi,

also Deine Beobachtung kann ich 100% nachollziehen. Ich habe mir vor 2 Jahren einen Dual 704 ersteigert. Da ich damals schnell testen wollte, ob der Plattenspieler auch funktioniert, habe ich das alte Kabel mit dem DIN Stecker kurzerhand abgelötet und ein vorhandenes Cinchkabel (Phillips Standard) einseitig abgeschnitten und angelötet. Riesenentäuschung! Total übertriebener oberer Präsenzbereich. Wahrscheinlich viel zu hohe Kapazität.

Ich habe mir dann bei ebay das Sommer Albedo als Meterware und ordentliche Cinch-Stecker bestellt und angelötet und war wirklich fastziniert wie deutlich die Differenz herauszuhören war. Es gibt definitiv deutliche klangliche Unterschiede zwischen verschiedenen Kabeln!

Installiertes System ist ein shure 15III und ein Ortofon M20E.


Gruß
Guido
WilliO
Inventar
#7 erstellt: 10. Jan 2011, 21:58
Hallo Guido,
mit dem Albedo von Sommer habe ich auch schon geliebäugelt. Vor allem kann man bei dem Preis nun wirklich keinen Fehler machen. Hinzu kommt, das Sommer mit sämtlichen relevanten techn. Daten aufwartet was ich vorbildlich finde. Ich warte aber jetzt erstmal wie sich das neue Nagaoka MP200 mit dem Dual-Kabel, das ich wohl um ca. 20 cm kürzen werde, verhält resp. klingt. Den benötigten Preamp habe ich auch eben hier in NL gekauft. Es ist ein Yamaha C50 der diesen tollen Phonoeingang mit u.a. 100 pF hat.

Nach deiner Beschreibung ist das Albedo sicher noch mehr ein
Thema für mich.

Besten Dank.

Gruß
Willi
BioZelle
Stammgast
#8 erstellt: 11. Jan 2011, 14:00
Ein Stereometer RG-58 Kabel wäre sicher auch etwas, da freut sich besonders der Geldbeutel.

Gruß
BioZelle
WilliO
Inventar
#9 erstellt: 11. Jan 2011, 18:16
Hallo BioZelle,
sicher ist das RG-58 preiswert, ist aber bei den Dual's
nicht zu gebrauchen. Ein starres resp. unflexibles Kabel würde
den Federmechanismus des Subchassis erheblich einschränken.

Gruß
Willi
BioZelle
Stammgast
#10 erstellt: 11. Jan 2011, 18:26
Hallo,

ich meinte das RG-174, 'tschuldige

Ich glaube aber nicht, dass das starre RG-58 den Mechanismus derart beeinflussen würde.

Gruß
BioZelle
WilliO
Inventar
#11 erstellt: 11. Jan 2011, 20:09
Hallo BioZelle,
das RG -174 kenne ich nicht.
Doch, doch, ein starres Kabel verbindet auf sehr kurzer
Distanz das Subchassis mit dem Gehäuse über eine Kabelklemme.
Das kann nicht gut funktionieren. Nicht umsonst hat Dual
ein Superflex-Kabel eingebaut.
Die erwähnten Sommer-cable kosten nun wirklich nicht die
Welt. Selbst das "Highend" Albedo ist für weniger als 10 €/M
erhältlich. Da denke ich nich wirklich nach....

Gruß
Willi
Fhtagn!
Inventar
#12 erstellt: 11. Jan 2011, 20:52

BioZelle schrieb:
Ein Stereometer RG-58 Kabel wäre sicher auch etwas, da freut sich besonders der Geldbeutel.


Wegen ein paar Euro hässliche und unflexible Antennenkabel an der schönen Anlage .
BioZelle
Stammgast
#13 erstellt: 11. Jan 2011, 21:04
Das 174 ist in etwa so flexibel wie das Originalkabel

@Fhtagn!

Ich finde schwarz nicht sonderlich hässlich.

Wie oben schon erwähnt, hatte ich mich verschrieben, ich meinte das 174, also durchaus flexibel.

Ich bin bei solchen Sachen eher pragmatisch veranlagt, habe aber auch schonmal mit dem Gedanken gespielt auf SommerCable & Co zurückzugreifen.

Naja egal, es war ja nur ein Vorschlag

Gruß
BioZelle
Fhtagn!
Inventar
#14 erstellt: 11. Jan 2011, 21:13
Ich mag keine hässlichen Kabel .
WilliO
Inventar
#15 erstellt: 12. Jan 2011, 13:45
Hallo BioZelle,
danke für den gutgemeinten Vorschlag!

Ich habe mich soeben mal schlau gemacht. Das RG-174 ist
aber auch der Überflieger in Sachen Kapazität: 101pF/M

Da gibt es für unerheblich mehr Geld wirklich bessere
Werte, vorallem bei Sommer-cable.

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 12. Jan 2011, 15:25 bearbeitet]
BioZelle
Stammgast
#16 erstellt: 12. Jan 2011, 14:08
Kommt halt auch ein bisschen darauf an was man braucht/will. Für die 100-120pF des Originalkabels sind 100pF/m mMn völlig in Ordnung.
Ich (bei meiner Aufstellung zumindest) brauch kein langes Kabel am Dreher, bei geringeren pF/m wäre das Kabel doch schon recht lang.
Hauptsache ist aber, wie immer, es darf jeder machen wie er es für richtig hält und es ihm gefällt.

Wenn man dem Kabel noch einen Geflechtschlauch verpasst ist es auch nicht mehr hässlich @Fhtagn!
Mir sind schöne Kabel auch lieber als hässliche, darum werd ich irgendwann alle noch mit nem Schlauch überziehen, dass es nach etwas aussieht.

Gruß
BioZelle
germi1982
Moderator
#17 erstellt: 12. Jan 2011, 19:55
Also ich finde die Optik eines Kabels eher uninteressant. Interessanter ist die Optik der Stecker, die müssen mehr hermachen...bei den DIN-Steckern finde ich die Neutrik sehr ansprechend:

http://www.conrad.de...RB_02_FB.EPS_250.jpg
WilliO
Inventar
#18 erstellt: 19. Jan 2011, 22:01
Hallo zusammen,
es gibt Neuigkeiten bei mir!
Das bestellte Nagaoka MP 200 ist endlich eingetroffen. Es gab offenbar Lieferprobleme seitens des Importeurs. Nun gut, heute habe ich es auf meinem Dual 721 montiert. Zunächst noch mit dem Original-Kabel womit sich ganz sicher eine zu hohe Gesamtkapazität ergibt. Ungeachtet dieser Tatsache bin ich wirklich überrascht was dieser TA aus den Platten herausholt. Ich habe z.B. auf der LP Santana, die ich mir neu gekauft habe, völlig unbekannte Feinheiten im Percussion-Bereich wahrgenommen. Die Feinzeichnung und auch die Dynamik im gesamten Frequenzbereich sind schon beeindruckend. Das System spielt sehr angenehm so daß man stundenlang mit ordentlichem Pegel LP's hören kann.
Noch ein Wort zu Dual:
Aus diesem Anlaß habe ich mich heute, nach sehr vielen Jahren, noch einmal mit der Original-BA des 79er Dual's auseinander gesetzt. Es hat mich wieder einmal beeindruckt
was für eine tolle Technik sich die Dual-Ing. damals ausgedacht haben. Mit der präzisen Beschreibung kann man wirklich sehr leicht ein völlig neues System einfach
montieren und justieren.
Der nächste Schritt wird der Anschluß eines Sommer Phono-Kabels vom Typ "Albedo" sein.
Das wird die Kapazität auf einen passenden Wert reduzieren.
Den Yamaha C-50 habe ich schon einmal auf 100pF eingestellt
und nur in dieser Einstellung klingt es wie oben beschrieben. Das dürfte wohl bedeuten, daß mit geringerer
Kapazität sich noch eine Steigerung ergibt. Mal sehen...
Noch ein paar frische Foto's:

Nagaoka MP200  19.1.11 002Nagaoka MP200  19.1.11 004Nagaoka MP200  19.1.11 005Nagaoka MP200  19.1.11 006

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 20. Jan 2011, 09:13 bearbeitet]
WilliO
Inventar
#19 erstellt: 02. Feb 2011, 21:23
Hallo zusammen,
so langsam mimmt die Umgestaltung resp. Aufrüstung meines
altgedienten 721 Formen an.
Seit ein paar Tagen habe ich das Phonokabel "SC Albedo II" mit einer Länge von 75 cm angeschlossen. In Folge der niedrigeren Kapazität sind die Hochtonanteile noch deutlicher oder klarer ausgeprägt als mit dem original Dual-Kabel.
Interessant ist auch das ich am Vorverstärker Yamaha C50 nur den 100pF-Eingangswert verwenden kann. Stelle ich z.B. um auf 220pF wird der HT deutlich gedämpft und das Klangbild verliert immens an Ausdruck. Offensichtlich passt die Gesamtkapaität nun bestens zum MP 200.
Ich bin zudem außerordentlich überrascht wie sauber die Kanaltrennung und die räumliche Abbildung funktioniert. Im Stereobetrieb wird die Musik
völlig losgelöst von den Boxen in den Raum gestrahlt so daß
man sehr oft den Eindruck hat der Frontcenter wäre aktiv
dabei.
Für die neue Zarge habe ich mir ein klassisches, wie ich
meine, sehr schönes Edelholzfurnier (Ostindisch Palisander) gekauft. Ich habe 8 Blatt a 80x15 cm kaufen müssen und auf jeden Fall reichlich über.
Wer Interesse hat kann sich ja bei mir per PM melden.
IMG_0014IMG_0015

Gruß
Willi


[Beitrag von WilliO am 03. Feb 2011, 09:45 bearbeitet]
Cosmotiv
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 03. Feb 2011, 10:03
Kann ich an das vorhandene Phonokabel des 721 einfach ein paar Cinch Stecker löten und mir die Masse aus dem Spieler holen?

Oder lieber direkt ein neues Kabel dran?

Ich find die Idee mit den Kabelklemmen im Spieler klasse, da kann man ohne viel löten zu müssen einfach rumprobieren... .
WilliO
Inventar
#21 erstellt: 03. Feb 2011, 11:21
Hallo Cosmotiv,
Du kannst an das vorhandene Dual-Kabel, was übrigens techn. viel besser ist als es ausschaut, die Cinch-Stecker anlöten.
Allerdings muß dann dort, wo das Kabel am Kurzschließer angesteckt ist, die Masseverbindung (zwei dünne Drähtchen) mit einem Seitenschneider durchtrennen. So bekommst Du eine Brummschleife.
Ein neues Kabel würde ich nicht unbedingt empfehlen, es sei
denn, dein aktuelles TA-System verlangt -wie bei mir- nach möglichst niedrigen Kapazitätswerten. Nur deshalb habe ich mir das Sommercable angelötet.

Gruß
Willi
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