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Cassetten richtig kalibrieren

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blauescabrio
Stammgast
#1 erstellt: 07. Okt 2011, 20:51
Hallo,

ich habe hier verschiedene Tapedecks und ein paar Probleme mit der Kalibrierung bzw. Aussteuerung. An einem Sanyo D5 kann ich nur zwischen den Bandsorten wählen, also eigentlich nicht viel falsch machen. Trotzdem sind z. B. BASF Chrome Maxima II Cassetten nach der Aufnahme sehr viel leiser/schwächer ausgesteuert als bei der Aufnahme (die Zeiger schlagen nur noch halb so weit aus und die Aufnahme ist auch nach Gehör relativ leise), während Maxell UD XL II genau so sind, wie sie aufgenommen wurden. Ist das einfach so, muss ich damit leben und halt die Cassette nehmen, die auf diesem Tapedeck am besten läuft?

Bei meinem Sony TC-K411 kann ich Pegel und Bias kalibrieren, wobei mir eine Einmesshilfe mit Piepstönen helfen soll. Mache ich das brav nach Anleitung und Pegelanzeige, klingt die Aufnahme (nach Gehör per Hinterbandkontrolle überprüft) ganz anders als die Quelle. Drehe ich an Pegel und Bias so lange, bis sich Quelle und Hinterbandkontrolle genau gleich anhören (so wie ich das verstanden habe, ist ja genau dies der Sinn der Feinkalibrierung), bin ich den Anzeigen zu Folge weit ab von der Optimalkalibrierung. Wonach soll ich nun gehen; nach meinem Gehör oder nach dem was die Einmesshilfe sagt/anzeigt?

Grüße
Stefan
rorenoren
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 08. Okt 2011, 08:42
Moin,

grundsätzlich sind Bandgeräte auf bestimmte Bandsorten "eingemessen".
Diejenigen die eine Einstellmöglichkeit von Pegel und Bias besitzen haben bei dieser Bandsorten dann z.B. etwa Mittelstellung der Regler.
(bzw. der Elektronik, kann aber auch stark abweichen, da nicht unbedingt linear)
Bänder die in beide Richtungen abweichen, lasen sich so einmessen.
(wobei es nicht um alle relevanten Frequenzbereiche geht!)

Man kann Geräte ohne von aussen zugängliche "Einmessung" nicht universell abgleichen.
Es bleibt bei einer Bandsorte oder einem für die Meisten verträglichen Mittelwert.
Einige fallen dabei halt durch das Raster.

Den Effekt beim Sony würde ich entweder auf Alterung oder schlechten Abgleich der Pegelanzeige, bzw. des "Messcomputers".
Ich würde auch immer nach Gehör abgleichen.
Denn nachher kommt es doch darauf an, dass es gut klingt, nicht dass die (evtl. falschen) "Messwerte" stimmen.

Du kannst deine Tapedecks auf das von dir bevorzugte Bandmaterial einmessen und bei anderen Bändern entsprechend korrigieren.
Das Korrigieren geht ohne Einmessmöglichkeit natürlich nur über die Aussteuerung, also den Pegel, nicht den Bias.

Da Kassetten zwar insgesamt recht gut klingen können, aber selten wirklich perfekt, würde ich auf die allerletzten Feinheiten verzichten, oder ein "grosses" Tapedeck kaufen, das alle Möglichkeiten bietet.
Frequenzgangabweichungen werden vom Ohr ohne direkten Vergleich meist gar nicht so stark wahrgenommen.
(wenn sie im Rahmen bleiben)

Wie gesagt, ohne Einmessung gibt´s nur für eine Bandsorte (sehr ähnliche) optimale Bedingungen.

Gruss, Jens
Passat
Moderator
#3 erstellt: 08. Okt 2011, 09:59
2-Schicht-Bänder die die erwähnte BASF CR Maxima II haben eine mehr oder minder ausgeprägte Präsenzsenke mit nachfolgender Höhenanhebung.

Bei einem Gerät, das sich nur im Pegel und Bias einmessen lässt, wird nach dem Einmessen die Präsenzsenke noch stärker.

2-Schicht-Bänder (BASF CR II S, CR Maxima II, TDK SA XS etc.) sind eigentlich nur geeignet für Rekorder, bei denen sich auch die Aufnahmeentzerrung einstellen lässt.

Auf normalen Rekordern fährt man mit Standardbändern besser (BASF CR II, TDK SA, Maxell UD XL II etc.).

Grüsse
Roman
blauescabrio
Stammgast
#4 erstellt: 08. Okt 2011, 10:12
Danke Dir. Also fürs Sanyo einfach das Band nehmen, das am besten klingt und beim Sony nach Gehör kalibrieren. Kann ich mit leben.

Wenn bei mir der Spaß an Cassetten weiter so anhält, werde ich tatsächlich noch einmal in ein größeres Tapedeck investieren. Nur was nimmt man da?

Grüße
Stefan
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