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AT155LC - Neue Nadel oder Systemwechsel?

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Eloni
Neuling
#1 erstellt: 28. Nov 2012, 23:15
Guten Abend!
Ich betreibe momentan ein AT-155LC an einem Dual Cs-750.
Bisher bin ich mit dem Klang sehr zufrieden, da Abtastnadeln allerdings
Verschleißobjekte sind, habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, was
passieren soll sobald die Nadel ihre besten Tage hinter sich gebracht hat.
Auf den ersten Blick scheinen Ersatznadeln für das System nicht allzu einfach
aufzutreiben zu sein, günstig meiner Meinung nach leider auch nicht.
Gefunden habe ich ein Angebot von einem amerikanischen Händler (~180$)
und eine Nachbaunadel(?)
http://www.turntable...e-208-DEX_p_946.html
Aufgrund der Verfügbarkeit habe ich auch an einen Systemwechsel gedacht, in den
Sinn kam mir z.B. ein Shure V15IV (vllt mit einer SAS-Nadel).
Kennt sich jemand mit dem 155LC aus und könnte mich beraten, ob eine Ersatznadel oder
ein anderes System (Beispiele) mehr Sinn macht? Zumindest möchte ich mich ungern
(verständlicherweise) klangtechnisch verschlechtern.
Es wäre auch super, wenn jemand so ungefähr wüsste, wieviel man für ein vergleichbares
neues System ausgeben müsste.
Bevor jemand fragt, womit ich schon Erfahrungen habe: Der Dual und das AT sind mein
erster Plattenspieler/ TA.

Vielen Dank und Grüße,
vinylrules
Stammgast
#2 erstellt: 30. Nov 2012, 21:36
Das 155LC ist ein Vorgänger der berühmten "ML-Reihe" und war unterhalb der Nobellinie "Signet" von Audio Technica angesiedelt. Ein sehr guter Abtatster, für den sich eine neue Nadel durchaus lohnt wenn man sie kriegen kann. Um Dich nicht zu verschlechtern musst Du zumindest sowas nehmen. Willst Du bei AT bleiben, ist das hier die heutige Entsprechung - spielt aber dünner und heller als das 155. Wenn Du den Klang des Systems magst, würde ich dabei bleiben, so lange es geht. Ein Shure klingt komplett anders.

Gruß

Matthias
lini
Inventar
#3 erstellt: 02. Dez 2012, 02:02
Matthias: Naja, eigentlich waren eher die AT22/23/24/25 und Signet TK9/10 die Vorgänger der AT-ML140/150/170/180(/OCC). Das AT155LC war einfach eines der (über die Jahre) vielen Top-Modelle der AT120er-Familie. Und dass die AT-Modelle generell unter den Signets angesiedelt waren, würd ich so auch nicht sagen. Will meinen: Es war nicht etwa so, dass da, wo die ATs aufhörten quasi on top noch die Signets kamen, sondern es gab durchaus auch "kleinere" Signets. Wenn Du also beispielsweise die Wahl hättest zwischen einem TK3E und einem AT15XE, wär das AT das bessere Modell mit der besseren Nadel.

Eloni: Wenn Du keine attraktive Quelle für die ATN155LC mehr findest, kannst Du ja alternativ einfach die ATN152LP nehmen. Ist halt die, Visier-lose und minimal leichtere T4P/P-Mount-Variante der ATN155LC, aber ansonsten von genau gleicher Qualität. Aktuell gäb's die ATN152LP beispielsweise noch beim ollen Thakker für knapp 150 Euro.

Und ja, mir schiene es durchaus sinnvoll, sich da noch mit Ersatznadeln zu bevorraten, denn vergleichbare Qualität aus aktueller Produktion kostet im Bestfall kaum weniger, im Normalfall aber tendenziell schon eher mehr. Und obendrein gäb's dann statt luxuriösem Beryllium nur noch schnödes Bor.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Eloni
Neuling
#4 erstellt: 09. Dez 2012, 11:11
Hallo!
Vielen Dank euch beiden. Das gibt mir etwas Stoff zum Nachdenken.
Ist ja auch noch etwas Zeit bis der Nadelwechsel ansteht.
Viele Grüße.
lini
Inventar
#5 erstellt: 10. Dez 2012, 01:01
Eloni: Allzu lange würd ich an Deiner Stelle aber eher nicht warten, denn richtig gute NOS-Originalnadeln zu noch halbwegs attraktiven Preisen sind heute oft schneller vergriffen, als man denkt...

Grüße aus München!

Manfred / lini
vinylrules
Stammgast
#6 erstellt: 01. Jan 2013, 15:43

lini schrieb:
Matthias: Naja, eigentlich waren eher die AT22/23/24/25 und Signet TK9/10 die Vorgänger der AT-ML140/150/170/180(/OCC). Das AT155LC war einfach eines der (über die Jahre) vielen Top-Modelle der AT120er-Familie. Und dass die AT-Modelle generell unter den Signets angesiedelt waren, würd ich so auch nicht sagen. Will meinen: Es war nicht etwa so, dass da, wo die ATs aufhörten quasi on top noch die Signets kamen, sondern es gab durchaus auch "kleinere" Signets. Wenn Du also beispielsweise die Wahl hättest zwischen einem TK3E und einem AT15XE, wär das AT das bessere Modell mit der besseren Nadel.


Hallo Manfred,
eben erst gesehen, deswegen die späte Replik. Das 155LC war ein Zwischenstadium, so um 1982 rum. AT 22-25 gabs nicht mehr, ML140-180 noch nicht. Da war das 155LC sogar das größte MM im Angebot von AT. Darunter rangierten dann 140LC und 130E.

Gruß

Matthias
lini
Inventar
#7 erstellt: 01. Jan 2013, 16:38
Matthias: Stimmt schon, zwischen AT22-25 und den AT-MLs gab's mal ein paar Jahre keine Top-Klasse von AT selbst - aber ich meine, da müsst's trotzdem noch die ein oder andere TK9/10-Variante unter Signet-Label gegeben haben. Mir ging's aber ohnehin eher um die generelle Einordnung, und das seh ich die AT-MLs halt eben als Top-Klasse-MM-Serie, während das AT155LC halt "nur" ein Luxus-Modell der mittleren MM-Schiene und damit ein nicht gar so aufwendiges Design darstellte.

Grüße aus München!

Manfred / lini

P.S.: Was die etwas verspätete Antwort betrifft: Macht doch nichts. Ich schau hier normalerweise auch nicht so oft rein...
vinylrules
Stammgast
#8 erstellt: 01. Jan 2013, 18:23
Hallo Manfred,

ist alles relativ. Habe eben ein AT 450E eingebaut, das ich günstig nebst unbenutzter Originalnadel bekommen habe. Das Ding ist schon ein richtiges System, sehr sauber, detailreich und unerwartet bassstark. Selbst die mittlere Reihe - aus der sich auch das 150 MLX ableitet - ist schon richtig gut dabei. Aber größer geht natürlich immer

Von der Signet-Reihe habe ich absolut keine Ahnung, auch leider noch keins gehört.

Gruß

Matthias
lini
Inventar
#9 erstellt: 01. Jan 2013, 20:47
Matthias: Keine Sorge, ich bin ja auch ein großer Freund der mittleren ATs - da mag ich fast alle vom AT130E/132EP aufwärts.

Was AT beim 450E/OCC geritten hat, den Deluxe-Body mit 'ner relativ einfachen Nadel zu kombinieren, frag ich mich allerdings heute noch. Aber dafür war das Ding ja auch nicht sonderlich teuer. Nichtsdestotrotz hätt ich's lieber gesehen, wenn sie dem Ding zumindest eine Nadel auf ATN130E/132EP-Niveau, besser auf ATN150E-Niveau verpasst hätten. Die allerbeste elliptische Variante für die mittlere Baureihe war indes die ATN150Ea, die aber meines Wissens bei uns nicht angeboten wurde (schade eigentlich...).

Grüße aus München!

Manfred / lini
vinylrules
Stammgast
#10 erstellt: 01. Jan 2013, 21:23

lini schrieb:
Was AT beim 450E/OCC geritten hat, den Deluxe-Body mit 'ner relativ einfachen Nadel zu kombinieren, frag ich mich allerdings heute noch.


Vielleicht weil es einfach gereicht hat? Das Ding ist eben durch alle Abtasttests der Cartridgeman-LP durch, als währe es nichts. Daran sind schon ganz andere Systeme gescheitert egal, ob mit Gyger 1, FL, MR oder Shibata bestückt. Bin etwas irritiert und kann jetzt auch sonst nichts negatives sagen, außer, dass das System extrem kapazitätsempfindlich ist. Es sieht momentan ca. 250 pF und das ist eindeutig etwas zu viel.

Weißt Du, ob da auch eine ATN440 MLa-Nadel draufpasst? Im Audiogon haben das wohl einige Leute gemacht bzw. auch eine ATN152MLP verbaut. Eine ATN132EP sollte doch passen, oder?

Gruß

Matthias
lini
Inventar
#11 erstellt: 02. Jan 2013, 08:37
Matthias: Ja, die passen alle. Einem Bekannten drüben auf VE und AK hab ich übrigens vor 'ner Weile mal 'ne ATN130E/132EP für sein 450E/OCC empfohlen, und mit der ist er immer noch am glücklichsten, obwohl er inzwischen auch noch ein paar andere Nadelvarianten ausprobiert hat. Darunter waren allerdings noch keine aus der Top-Klasse, die für meinen Geschmack halt doch noch ein bisschen was drauflegen. Insofern wär ich selbst auch geneigt, da eher 'ne ATN150E oder 'ne ATN155LC/152LP dranzustecken...

Wenn ich enn ich denn mit dem schwereren Deluxe-Body überhaupt etwas anfangen könnte. Entsprechend steht auf meiner eigenen "mal ausprobieren"-Liste eher eines der neuen Modelle AT120E/II bzw. AT100E, weil ich gern mal testen würde, ob deren niederinduktivere Generatoren etwas kapazitätsunkritischer sind - denn die 100 bis 200 pF, die AT üblicherweise für die Dinger empfiehlt, sind ja schon etwas arg niedrig angesetzt und in der Praxis nicht ganz leicht zu erreichen...

Grüße aus München!

Manfred / lini
mr.truesound
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 16. Jan 2014, 20:41
Hallo,
ich habe einen AT450E/OCC mit Originalnadel (wenig gespielt aber halt alt) auf einem Luxman PD291 bei einer Retro Anlage reaktiviert. Welcher Nadeleinschub ist nun empehlenswert als upgrade, ATN 140LC wurde von einem Verkäufer NOS empfohlen. Es geht ja wohl aber vieles bei dem Body, 135E, 120E und selbst der 440 Mla Einschub ginge. Was ist nun bei meinem leichten Luxman Tonarm passend? Zudem habe ich irgendwie Skrupel vor NOS.
Im übrigen habe ich eine Luxman C03Vorstufe dran. Die Kabel des PD291habe ich getauscht (1m Oehlbach NF1) und das Netzteil ausgelagert. Ich weiss, der Lux hat zuviel Kapazität 300 pF, es ist aber noch auszuhalten, zum Glück bin ich Fan von brilliantem Klang...
Trotz ziemlichem Lagerungs-Alter ist die Nadel unter der Lupe nicht übel...wenig gespielt...dennoch ist veilleicht klanglich nochwas drin.Systemwechsel schwierig, das Plastik der Lux-headshell macht sowas denke ich nicht mehr mit oder nur unter Risiko, daher die Idee mit dem Einschubwechsel, das geht leicht.
Liebe Grüsse,
Andreas


[Beitrag von mr.truesound am 18. Jan 2014, 18:24 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#13 erstellt: 16. Jan 2014, 21:05
Hi,


Eloni (Beitrag #1) schrieb:

Es wäre auch super, wenn jemand so ungefähr wüsste, wieviel man für ein vergleichbares
neues System ausgeben müsste.


da ich es aufgeben habe nach NOS Nadeln zu suchen ..
bin ich umgestiegen auf das AT 150 MLX
beim Thakker aktuell http://www.zum-shop....17-339_p12351_x2.htm
läuft am mittelschweren EPA 170 (Technics SL 1700) sehr gut

für einen Dual ist das Ortofon 540 MKII auch eine gute Wahl
http://www.zum-shop....317-319_p4302_x2.htm
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