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Revox B790: Lohnt sich eine Revision?

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buayadarat
Stammgast
#1 erstellt: 28. Jun 2013, 18:46
Ich habe heute zum ersten Mal nach über 20 Jahren meinen Revox B790 wieder eingeschaltet. Der Ton kommt jetzt nur noch auf dem linken Kanal.
Es sieht danach aus, dass eine Generalüberholung nötig ist, sowie auch ein neuer Tonabnehmer, im Moment ist einer von AKG drin, zu dem es keine Nadeln mehr gibt.

Ein Händler hat heute gemeint, das lohne sich nicht mehr, ein neuer Billigdreher von Rega oder Pro-Ject in der Grössenordnung von 300 bis 500 Euro sei sowieso besser. Natürlich verkauft er gerne Neugeräte.
Ich schätze mal, eine Revision mit neuem Tonabnehmer wird auch in diese Preisklasse kommen.

Was meint Ihr?

Dazu will ich noch sagen, dass ich nicht LPs hören will, weil mir die Qualität der CDs zu schlecht ist, sondern weil ich noch alte LPs habe, die es in digitaler Form nicht gibt. Es soll anständig klingen, aber ohne High-End-Anspruch.

Falls ich mich zur Überholung entscheide: Kann das der "normale" Fachhändler oder soll ich da direkt zu Revox gehen?

Danke für eure Meinungen
buayadarat
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 28. Jun 2013, 19:26
Hi, jener Verkäufer redet Unsinn bzw. will Dir was verkaufen. Die genannten Dreher reichen in keiner Weise an einen B790 heran. Einen normalen Fachhändler würde ich da nicht ranlassen. Entweder zu Revox oder zu einem Frickler, der sich da auskennt. Es gibt ein Revox-Forum, wo man solche Leute finden sollte. Es soll nicht ganz trivial sein, bei den Revox-Drehern das Abtastsystem auszutauschen.

BG Konrad
volvo740tius
Inventar
#3 erstellt: 28. Jun 2013, 19:40
Hallo,

auf Vinylengine steht zum DL neben den manuals auch ein Flyer zum Tonabnehmer/Nadeltausch. Nach der Beschreibung solltest Du mal vorgehen und zumindest mal die vier Käbelchen zum Tonabnehmer abziehen und die Kontakte reinigen. Vielleicht ist damit schon der Tonausfall behoben.
Desweiteren ist der Umstand der nicht mehr zu bekommenden Nadel nicht kritisch, es gibt genug Halbzollsysteme zu kaufen.
Dem Vorschreiber schließe ich mich an.

Gruß Thomas


[Beitrag von volvo740tius am 28. Jun 2013, 19:43 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#4 erstellt: 29. Jun 2013, 16:23
Danke für eure Anregungen.

Ich habe mich bisher davor gescheut, auch nur an den Kabeln zu zupfen, weil ich nicht mal weiss, wie ich dazu das Gerät hinlegen muss - ich muss es dazu ja irgendwie mit seitlich ausgeschwenktem Arm auf den Kopf (das heisst auf den Arm) stellen... (dass man die Blechabdeckung des Armes wegnehmen kann, habe ich schon gemerkt). Ich werde aber erstmal noch die Anleitungen auf Vinylengine anschauen.


[Beitrag von buayadarat am 29. Jun 2013, 16:47 bearbeitet]
Homo_Farmer
Stammgast
#5 erstellt: 29. Jun 2013, 16:33
den B790 hatte Ich auch mal, der ist sehr Modular aufgebaut und lässt sich gut zerlegen
Würde ihn behalten, zur Revision aber in erfahrene Hände geben
es müsste recht viel erneuert werden in dem besagten Revox Forum
sind aber auch Service Manuals erhältlich so kann man sich einen überblick beschaffen
buayadarat
Stammgast
#6 erstellt: 02. Jul 2013, 08:07
Im Moment warte ich noch, bis ich dort im Revox-Forum freigeschaltet werde.

Unterdessen ist mir noch eine andere Alternative in den Sinn gekommen: Mein allererster Plattenspieler, den ich 1980 für wohl etwa 250 DM gekauft habe, ein Philips 867 - der steht bei meinen Eltern und wird jedes Jahr zu Weihnachten ein Mal gestartet.

Nach ein paar Jahren war mir der "zu billig" und darum habe ich den Revox gekauft. Aber wenn ich den Philips mit den aktuellen Billigspielern vergleiche, wirkt der deutlich stabiler und robuster, hat ein schwingendes Chassis, Geschwindigkeitsregulierung, eine eingebaute Tonarmwaage und eine robustere Anti-Skating-Einstellung als die mit dem Hängegewicht. Ich werde gleich mal schauen, ob ich dazu noch Infos finde, da wäre es deutlich einfacher einen neuen Tonabnehmer zu installieren als beim Revox.

Er sieht auch wertig aus und ist nicht so klobig wie der Revox, aber natürlich nicht ganz so elegant minimalistisch wie die neuen Bretterspieler.

Aber zuerst rufe ich nochmals bei Revox an, gestern konnte ich den zustängigen Herrn nicht erreichen. Aber nur schon das Gerät dorthinzuschleppen wird kein Vergnügen sein.


[Beitrag von buayadarat am 02. Jul 2013, 09:24 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#7 erstellt: 02. Jul 2013, 10:54
Beim Revox Service redet man von Kosten von 300 bis 600 Euro, genaueres zu sagen, ist natürlich schwierig, ohne das Gerät gesehen zu haben.
Homo_Farmer
Stammgast
#8 erstellt: 02. Jul 2013, 10:58
Würde beim privaten Revox Forum mal jemanden anschreiben, klar Arbeitszeit kostet Materialkosten sind da eher gering
und Elektronikbauteile kosten sowieso kaum was (außer vielleicht Sanken transen....)
aber da kann man vielleicht besser einen Preis aushandeln so das sich das noch lohnt
yahoohu
Inventar
#9 erstellt: 02. Jul 2013, 11:35
Moin,

hier mal ein Link zu einer m.E. fachmännisch durchgeführten Revision:

www.classic-stereo.de/html/revox_b790.html

Bestimmt nicht billig. Aber der Revox ist eben ein schönes Gerät.

Oder:
Neues (altes) Gerät kaufen und das eigene in Zahlung geben.
www.revox-online-sho...shop_param=cid%3D%26

Gruß Yahoohu


[Beitrag von yahoohu am 02. Jul 2013, 11:40 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#10 erstellt: 02. Jul 2013, 11:39
Ja, da warte ich mal noch drauf, bis ich dort lesen darf. Gestern stand noch, dass ich auf die Freischaltung warten muss, heute steht, dass das Passwort von gestern falsch ist. Mal abwarten....

Übrigens hat der Revox-Mann am Telefon auch gesagt, dass sie in der Regel verschiedene Ortofon-Systeme einbauen, die alle eine Compliance von 20 oder 22 haben, also nicht die mindestens 30, die hier im Forum empfohlen werden. Ich habe aber keine Ahnung, ws das für einen Unterschied macht.


[Beitrag von buayadarat am 02. Jul 2013, 11:39 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#11 erstellt: 02. Jul 2013, 12:06
Danke yahoohu für die Links. ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich in der Schweiz wohne, in Deutschland zu kaufen ist für mich wegen der hohen Zollgebühren keine Option.
Dafür bin ich nur ein paar Kilometer vom Revox-Hauptsitz entfernt.

Die Option, einen neuen Spieler zu kaufen, habe ich unterdessen verworfen.

Jetzt stehe ich noch vor diesen zwei Varianten:

1. Ich lasse den Revox überholen, mit neuem Tonabnehmer, am ehesten wohl Ortofon 2M Red oder Grados Prestige Blue 1 (beide nur mit Compliance 20). Das ist die bessere und deutlich teurere Lösung.

2. Ich verkaufe den Revox, so wie er ist und kaufe mir für das erhaltene Geld einen neuen Tonabnehmer für den Philips, in ähnlichem Rahmen, wie die beiden oben genannten. Das ist die eher die schlechtere Lösung, ich weiss allerdings nicht, ob ich mit meinen Holzohren wirklich einen Klangunterschied hören werde.


[Beitrag von buayadarat am 02. Jul 2013, 12:17 bearbeitet]
boozeman1001
Inventar
#12 erstellt: 02. Jul 2013, 12:16

buayadarat (Beitrag #1) schrieb:


Ein Händler hat heute gemeint, das lohne sich nicht mehr, ein neuer Billigdreher von Rega oder Pro-Ject in der Grössenordnung von 300 bis 500 Euro sei sowieso besser.


Natürlich hat er da Recht und die Erde ist eine Scheibe!
Aber was soll man von solchen "Fach"händlern schon erwarten...
Hier bei uns in der Nähe gibt es auch so einen Highend-Kabelklangspinnerladen, da war ich 2x drin, durchaus in der Absicht etwas zu kaufen, und bin 2x wieder rausgegangen, weil ich nach 10 Minuten abhnungsbefreitem Verkäufergesülze schlechte Laune bekommen hab...

In demselben Laden wurde meinem Vater übrigens gesagt, dass der Tausch/die Reinigung des Laufwerkes seines CD-Spielers sich nicht lohne und er besser neu kaufen solle...
Es handelt sich dabei übrigens auch "nur" um einen Meridian 508, also sowieso nur Billigschrott...
Ach ja: die komplette Anlage hat er ebenda gekauft...

Gruß,
Kai


[Beitrag von boozeman1001 am 02. Jul 2013, 12:18 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 02. Jul 2013, 22:05
Ich habe vor rund zwei Monaten meinen B795 beim Revox-Service in Regensdorf überholen lassen - und kann Dir daher nur sagen: Das hat sich absolut gelohnt! Ich hatte ebenfalls noch das alte originale AKG-System drauf. Der Plattenspieler lief, die Nadel stolperte aber mitunter und das lustige Lämpchen funktionierte auch nur noch nach dem Zufallsprinzip.

Kosten: Rund 650 CHF (entspricht derzeit etwa 500 Euro). Für dieses Geld wurde das Teil revidiert und Schwachstellenteile ersetzt (das ist der grosse Vorteil: Bei Revox kennt man die Schwachstellen bestens) sowie ein neues System eingebaut (Ortofon 2M blue - red wäre sicher auch schon ok, blue hingegen bietet wohl das beste Preis-/Leistungsverhältnis, bei Revox empfahlen sie mir dieses System). Und habe erst noch ein halbes Jahr Garantie erhalten.

Nun ist das Gerät bei mir praktisch täglich in Betrieb und funktioniert bestens. Hätte ich ein gleichwertiges Gerät neu kaufen wollen wäre garantiert ein vierstelliger Betrag draufgegangen.


[Beitrag von Marsilio am 02. Jul 2013, 22:07 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#14 erstellt: 02. Jul 2013, 22:54
Danke für diesen Praxisfall. Dann werde ich wohl auch etwa in diesem Bereich rechnen müssen, oder mit dem Red etwa CHF 100.- weniger. Oder doch wieder etwas mehr, weil meiner ja noch älter ist.

Die Frage ist, ob ich zwischen Red und Blue einen Unterschied hören werde. Kann man die dort im direkten Vergleich probehören?
Marsilio
Inventar
#15 erstellt: 03. Jul 2013, 06:36
Vermutlich kann man das bei Revox schon probehören, evtl. aber nicht auf einem Revox sondern auf irgendeinem Neugerät, das sie dort auch verkaufen. Falls Du das kannst würden mich Deine Erfahrungen interessieren. Bei den besagten Ortofon-Systemen handelt es sich meines Wissens um ein ziemlich neuentwickeltes Produkt. V.a. die Blue-Ausführung wird in Fachzeitschriften und auch von verschiedenen Nadel- und Systemverkäufern auffallend oft als besonders gelungenes Modell seiner Klasse erwähnt.

Ich bestellte zunächst aus Kostengründen auch das Red. Nach einmal darüber schlafen kamen mir dann aber Zweifel - meine Anlage (Rowen-NAD-Verstärker, hochwertige LS) ist zwar auch schon etwas älter aber doch ziemlich gut. Da entschied ich mich, doch ein höherwertiges System einbauen zu lassen. Ich kann Dir versichern: Auf einer guten Anlage ist das kein Vergleich mehr zum alten AKG. Wenn ich nun guterhaltene Platten auf den Revox lege, tönt das bei mir genauso gut wie eine CD. An dieser Stelle muss ich aber auch erwähnen, dass ich kein High-End-Freak bin. Wobei Revox auch nie den Anspruch hatte, High-End-Geräte zu bauen - die Philosophie war vielmehr, einfach qualitativ gut zu sein.

Als Alternative könntest Du den B790 auch bei Algatronic in Gretzenbach revidieren lassen. Im Gegensatz zum Revox-Service empfehlen sie dort das Grado-System. Preislich dürfte das bei denen alles zusammen in etwa gleich viel kosten wie bei Revox (Grado Reference oder ein Goldring-System habe ich übrigens auch noch auf dem Radar für meinen Zweitplattenspieler, dem ich in absehbarer Zeit ebenfalls ein neues System gönnen möchte).

Den Philips 867 kenne ich nicht. Falls dieser problemlos läuft, käme es sicher günstiger, auf dem ein neues System montieren zu lassen. Der Revox dagegen ist halt einfach ein sehr feines Stück Technik. Falls Du dem eine Revision gönnst hält es ewig.


[Beitrag von Marsilio am 03. Jul 2013, 06:53 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#16 erstellt: 03. Jul 2013, 08:39
Danke für die Infos. Bei Algotronic machen sie wirklich neue Geräte aus den alten Kisten:

http://www.algatronic-audiotech.ch/aa-spezedition.htm und
http://www.algatronic-audiotech.ch/aa-occ-rs-plattenspieler.htm

In ziegelrot sieht das Teil deutlich attraktiver aus als das Original.

Aber das würde bei mir dann doch etwas übers Ziel hinausschiessen, die Oberfläche ist eigentlich noch fast wie neu.
Die haben auch ziemlich lange Wartezeiten und Regensdorf passt bei mir geografisch besser.

Welchen Vorverstärker benutzt du?
Marsilio
Inventar
#17 erstellt: 03. Jul 2013, 09:07
Bei meiner Hauptanlage ist's ein NAD PP2 - ist ok und sehr preiswert (Gebraucht für unter 100.- locker zu finden), gibt aber sicher besseres und ist damit wohl der Schwachpunkt der Anlage. Meinen Zweitplattenspieler im Dachzimmer (Oldie-Lenco L65) betreibe ich über einen Denon PMA1500 (mit Phonoeingängen, Preamp also nicht nötig), macht mir den eher besseren Eindruck als der PP2.

In Regensdorf konnte ich das Gerät (wie erwähnt Wartung und Systemwechsel) nach drei Wochen wieder abholen.


[Beitrag von Marsilio am 03. Jul 2013, 09:11 bearbeitet]
buayadarat
Stammgast
#18 erstellt: 09. Jul 2013, 16:28
Unterdessen ist die Kiste in Regensdorf beim Facharzt. Bin gespannt auf das Resultat.
Marsilio
Inventar
#19 erstellt: 09. Jul 2013, 16:35
Lohnt sich sicher. Und solltest Du mit dem Ergebnis wider Erwarten doch nicht zufrieden sein kannst Du das Teil immer noch verkaufen. Frisch revidierte Revox-Plattenspieler mit Garantie sind gefragt.
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