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Plattenspieler System-/Nadelvergleich mit Audacity

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Autor
Beitrag
chruler
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jul 2013, 10:14
Hallo zusammen

Da mein Dual 1219 seit einigen Wochen stabil läuft (!) brauche ich eine neue Beschäftigung. Ich würde gerne die Systeme bzw. Nadeln mit Hilfe von Audacity vergleichen. Vorhanden ist eine Testplatte Shure TTR110.

Achtung: Ich bin absolut neu im Vinyl/Musik-Business. Ich habe mich immerhin schon mal eingelesen (Audacity Handbuch).

Ich zeige euch mal, was ich bereits gemacht habe. Folgendes Bild zeigt einen Ausschnitt der Testplatte (Musical Bell Test, 2. Stufe, 8db). Ich habe 3 System/Nadel-Kombinationen aufgenommen, jeweils Stereo:



Zusätzlich habe ich noch reingezoomt, das sieht dann so aus (zusätzlicher Zoom mit Bildschirmlupe):



Wie sehe ich jetzt, welche Kombi besser ist?
Könnte ich evtl. mit einem Tongenerator (1, 2) oder Frequenzanalyse ans Ziel kommen? Wenn ja, wie?

Danke für eure Hilfe!
Remo
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 28. Jul 2013, 11:34
Besser ist, was besser klingt. Der Rest ist Gehampel.
wp48
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jul 2013, 13:39
@ Haakon:

Was besser klingt ist größtenteils subjektiv. Selbst wenn du deine Ohren hättest eichen lassen - meine sind es nicht ...


@ Remo:

Leider kann ich dir über moralische Unterstützung hinaus keine fachliche bieten. Ich finde deine Idee hochinteressant und bin auf konstruktive Beiträge wahrscheinlich genau so gespannt wie du.

Mit daumendrückenden Grüßen
Wolfgang
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 28. Jul 2013, 14:11

wp48 (Beitrag #3) schrieb:
@ Haakon:
Was besser klingt ist größtenteils subjektiv. Selbst wenn du deine Ohren hättest eichen lassen - meine sind es nicht.
Mit daumendrückenden Grüßen
Wolfgang


Genau, und was ist das Musikhören an sich? Objektives Messen oder subjektives Empfinden?

Wenn die Testplatte sauber abgetastet wird, ist der Rest reine Geschmackssache. Genau deshalb, und das hast du ja selbst bereits gesagt, ist guter Klang bei Abwesenheit technischer Mängel nicht quantifizierbar.

Schallplatten hören ist immer etwas, das mit Klangcharakter zu tun hat. Charakter kann auch bedeuten, dass ein bestimmter Mangel von bestimmten Hörern als angenehm empfunden wird, von anderen nicht.

Darum machen wir Analogheinis auch so ein Theater um unsere Gerätschaften. Perfekte Neutralität erreicht man viel einfacher mit Digital.


[Beitrag von Fhtagn! am 28. Jul 2013, 14:15 bearbeitet]
chruler
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 30. Jul 2013, 05:50
Tach wohl

Systemvergleich per Ohr mache ich natürlich auch, nur komme ich da als Anfänger auch so an meine Grenzen.

Und: das Audacity Projekt ist mehr als Spielerei gedacht, find es einfach interessant! Muss nicht abschliessend sagen können welche Kombo nun besser ist, laufen tun sie sowieso alle (da grosse Unterschiede im subjektiven Empfinden!).

Danke für eure Hilfe!

Gruss
Remo
Hmeck
Inventar
#6 erstellt: 30. Jul 2013, 06:30

chruler (Beitrag #1) schrieb:
Wie sehe ich jetzt, welche Kombi besser ist?

Vor allem musst Du natürlich die zu vergleichenden Ausschnitte ganz exakt untereinanderstellen. (Mit dem "Verschiebewerkzeug") Und dann z.B. beide linke oder rechte Spuren direkt untereindander stellen. Spuren benennen, sonst kommt man schnell durcheinander.
Dann in die einzelne Schwingung reinzoomen und dann auf die ųsec genau ausrichten - bei dieser Vergrößerung braucht der PC eventuell ein kleines Weilchen zum Verschieben des Schwingungszuges. Deshalb ist die Arbeit mit kleinen Schnipseln sinnvoll.
Und dann muss natürlich sichergestellt sein, dass es wirklich die selbe Stelle ist - also erst mal an einem markanten Attack-Einsatz, Knackser o.ä. ausgrichten. Wenn der Spieler nicht Quarz-PLL (verriegelt) ist, muss ein paar sec. weiter schon wieder neu ausgerichtet werden.
Dass sonst alles gleich bleiben muss (Vorverstärker, Aufnahme- und Mixer-Einstellungen etc) versteht sich von selbst.

Unterschiede sieht man natürlich am besten bei Problemstellen, z.B. Wegfall / Verschleifen von Obertönen, die auf einer Flanke liegen, Abtast-Fehler bei lauten Stellen, Rumpeln bei leisen. Für Sörspannung, Rumpel und Tonarm/Systemresonanzen sind auch Leerrillen aufschlussreich.


Könnte ich evtl. mit einem Tongenerator (1, 2) oder Frequenzanalyse ans Ziel kommen? Wenn ja, wie?

Die Frequenzanlyse liefert Verzerrungswerte z.B. beim 1kHz-Sinus und Frequenzgänge beim Sweep. Je nachdem, was auf der Platte drauf ist. Die Tongeneratoren nützen natürlich nur bei Aufnahme-Geräten. Eventuell bekommt man Aufschlüsse über den Gleichlauf, und genaue Drehgeschwindigkeit, wenn man z.B. einen 440-Hz-Ton von der Platte mit einem vom Generator vergleicht. Man kann auch beide Frequenzen mischen und an den Schwebungen die Abweichungen auszählen. Vermutlich gibt es auch Audacity-Plugins, die das automatisch machen, man muss sie nur finden.

Grüße, Hmeck
Bepone
Inventar
#7 erstellt: 30. Jul 2013, 10:21
Hallo,

Fhtagn! (Beitrag #4) schrieb:

Wenn die Testplatte sauber abgetastet wird, ist der Rest reine Geschmackssache.


Dies ist, denke ich, der Kernsatz. Sehe ich genauso.
Und der Geschmack schwankt dann auch oft noch je nach Tagesform und anderen Einflüssen.


Gruß
Benjamin
Hmeck
Inventar
#8 erstellt: 30. Jul 2013, 11:03
Hi,

Ich möchte noch eines ergänzen:

Bevor man sich in "messtechnisch ambitionierte" Vergleiche reinkniet - und das wird mit diesem Werkzeug richtig zeitaufwendig - sollte man die Audacity-Aufnahmen für saubere A-B-Vergleiche nutzen. Beide Stereo-Tracks einigermaßen zeitgenau untereinander, dann durch einfaches weg- und anklicken der Spuren umschalten, wiederholen, sich auf Details konzentrieren.

Das ist SEHR viel besser, schneller und einfacher, als eine Headshell umstecken, vor allem hat das akustische Kurzzeitgedächtnis nicht zwischenzeitlich alles vergessen ...

Da kann man auch Vergleiche machen, mit Dingen, die man irgendwann mal vor langem getestet hat.

Grüße, Hmeck
chruler
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 31. Jul 2013, 06:01


Und dann z.B. beide linke oder rechte Spuren direkt untereindander stellen. Spuren benennen, sonst kommt man schnell durcheinander. Dann in die einzelne Schwingung reinzoomen und dann auf die ųsec genau ausrichten - bei dieser Vergrößerung braucht der PC eventuell ein kleines Weilchen zum Verschieben des Schwingungszuges. Deshalb ist die Arbeit mit kleinen Schnipseln sinnvoll.


Tausend dank für die super Ausführungen Hmeck, das hilft mir weiter. Das mit dem Reinzoomen und Aurichten ist so 'ne Sache, da bin ich momentan dran, aber das ist ein hartes Stück Arbeit. Ich werde dann die Ergebnisse sonst gerne posten sobald was brauchbares vorliegt. So kann ich ja dann eigentlich auch versuchen die Antiskating-Einstellung zu überprüfen oder? (Verzerrungen links/rechts)


Die Frequenzanlyse liefert Verzerrungswerte z.B. beim 1kHz-Sinus und Frequenzgänge beim Sweep. Je nachdem, was auf der Platte drauf ist.[...] Eventuell bekommt man Aufschlüsse über den Gleichlauf, und genaue Drehgeschwindigkeit, wenn man z.B. einen 440-Hz-Ton von der Platte mit einem vom Generator vergleicht.


Auf der Shure Platte sind leider keine Sinustöne drauf. Kann sein dass für den "Stereo-Test" ein, bzw. mehrere Sinustöne vorhanden sind, dann halt nur ein spezifischer Hz-Sinus. Muss das dann mal nachschauen, weiss nicht mehr genau was am Anfang der Platte alles drauf sitzt. Dann kann ich den einen Sinuston mal mit 'nem Ton vom Generator vergleichen.

Nochmals Danke
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