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Fisher MT-101 - Ist das ein guter Plattenspieler?

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Rafterstar
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Dez 2013, 20:49
Hallo! Bin seit längerem der "Sucht" des Plattenspielens verfallen. Nun möchte ich mir ein "besseres" Anfängermodell zulegen und hätte die Möglichkeit, den oben genannten Plattenspieler für EUR 60 zu kaufen. Im gesamten www finde ich jedoch keinerlei Daten bzw. Rezessionen zu diesem Produkt. Da ich immer wieder auf diese tolle Seite gestoßen bin und schon einige interessante Einträge und Fachmeinungen gelesen habe, dachte ich mir, ich stelle diese Frage auch einmal hier. Also, hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Gerät oder kennt es?
Vielen Dank schon im Voraus für alle Infos / Tipps von Euch.Fisher MT-101
tofesd
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 01. Dez 2013, 22:40
Ohne das Modell im Detail zu kennen: Auf dem Foto sieht er aus wie ein billiger Plastikspieler aus den 80ern des letzten Jahrhunderts. So was hatte man im Wohnzimmer im Eiche-rustikal-Schrank versteckt, wenn man ab und an mal ohne großen Anspruch die Rothenberger hören wollte.

Ob Du den als 'gut' empfindest hängt von Deiner Erwartungshaltung und dem Rest der Kette ab. Ein Geräusch wird er bei Anschluss an Verstärker und Lautsprecher schon abgeben und man wird anhand dieser Geräusche unterschiedliche Platten unterscheiden können.

An einen Linn/Roksan/Transrotor/Rega/SME/Clearaudio/Thorens/etc. wird der Klang aber nicht ranreichen.
boozeman1001
Inventar
#3 erstellt: 01. Dez 2013, 23:16
Nun ja, ganz so vernichtend würde ich über das Teil nun nicht urteilen. Ich kenne den zwar auch nicht, aber oftmals sind die Dinger gar nicht sooo schlecht. Die 80er-Jahre Plastik-Optik ist sicher nicht jedermanns Sache, aber technisch sind die meist ausgereift.
Allerdings finde ich 60 Euro dafür zu teuer.
Andererseits: zu 80% ist eh das Tonabnehmersystem für den Klang verantwortlich und wenn da was einigermaßen brauchbares drunterhängt, kann man damit schon ganz passabel Musik hören.
Welches System hat der denn dran?
lunatic303
Stammgast
#4 erstellt: 01. Dez 2013, 23:21
Hi,

also ich kenne nur den MT-100, der sieht auf den ersten Blick aber identisch aus. Der 100er ist in der Tat von Ende 70er- / Anfang 80er-Jahre. Riemenantrieb und ziemlich leicht, so viel weiß ich noch. €60.- erscheinen mir zu viel. Wurde der Riemen mal getauscht und wie sieht es mit Tonabnehmer / Nadel aus?

Grüße,

Patrick
Sören_T.
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Dez 2013, 23:42
Hallo
LP´s sind wirklich eine wunderschöne Sache. Wenn du wirklich vor hast, in Zukunft Platten zu hören und eventuell eine Sammlung aufzubauen, dann würde ich dir wirklich empfehlen einen besseren zu kaufen. Damit wirst du auf Dauer nicht glücklich.
Es wäre mal gut zu wissen, wie hoch dein Budget ist.
Schau dir mal den Pro-Ject Debut III hier an:null http://www.amazon.de...ywords=project+debut
Das ist für den Einstieg ein ganz ordentlicher Spieler. In einschlägigen Zeitschriften wird er häufig gelobt - vor allem ist die Preis-Leistung wirklich gut. Oder aber du schaust nach einem Gebrauchten z.b. von Thorens, Dual, Technics etc.
Den hier könntest du dir auch anschauen, auch wenn der Pro-Ject sicherlich eher in Richtung audiophil geht:
http://www.amazon.de...=dual+plattenspieler
Vom Debut III weiß ich, dass er zum bloßen Hören von LP´s dicke ausreicht. Darüber hinaus ist dann vor allem eine Geschmacks und letztenendes auch eine Geldfrage.
Vom Fisher würde ich die Finger lassen.
Gruß Sören
boozeman1001
Inventar
#6 erstellt: 02. Dez 2013, 00:01
Ob die verlinkten Dreher wirklich besser sind, als der Fisher, wage ich mal zu bezweifeln.
Das eine ist ein billig zusammengezimmertes Frühstücksbrettchen (ja, ich mag die ProJects nicht), welches ich im entferntesten nicht als audiophil bezeichnen würde, schon gar nicht mit dem Billigstsystem OM5. Und was von den gekauften Lobhudeleien der "Fach-"zeitschriften zu halten ist, da decke ich mal lieber den Mantel des Schweigens drüber, sonst bleibt's nicht jugendfrei...
Der andere ist ne China-DJ-Fräse, einer der unzähligen umgelabelten Hanpin-Dreher. Da ist noch nicht mal angegeben, WELCHES System da verbaut ist. Bei dem Preis sicher auch nix dolles. Und von Dual ist da nur der Markenname...

Also von den Gurken würde ich im Zweifel genauso die Finger lassen, wie von dem Fisher.

Als Tipp: Suche Dir aus dem Kleinanzeigenmarkt im Dual Board einen gewarteten ECHTEN Dual aus der Hochzeit der Plattenspieler von einem Forumsmitglied aus, da wirst Du mit Sicherheit längerfristig mehr Freude mit haben!
Welches Modell usw. genau, das kommt stark auf Deinen Geldbeutel an.
Sören_T.
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 02. Dez 2013, 00:30
Okay da muss ich zugeben, dass ich etwas voreilig in der Bewertung des Fishers war. Ich hab die Dinger nur schon sehr häufig für Spottpreise (10-20 Euro) auf den örtlichen Flohmärkten und Gerümpelhändlern gefunden, weswegen ich davon ausgegangen bin, dass das nichts weltbewegendes sein kann.
Na ob die guten Bewertungen wirklich gekauft sind? Vielleicht so ähnlich wie bei Reifen eines namhaften Herstellers aus Deutschland die in einem diversen Club für Autofahrer komischerweise auch immer Bestnoten bekommen ;-)
Letzten Endes kann man da nur eins empfehlen: Probehören! Wenn möglich mehrere Dreher.
Es ist natürlich auch die Frage auf welchem Klangniveau wir uns hier bewegen. Den Project hatte ich mal hier (mit benanntem System) und ich muss sagen zum bloßen Hören ohne große Ansprüche hat´s gereicht. Über den Chinadual weiß ich nicht viel aber ich gehe davon aus, das auch der Durchschnittsrezensent einen absoluten Schrottdreher für einen Neupreis von 30 Euro vom Discounter von einem halbwegs brauchbaren Spieler unterscheiden kann, wobei die Definition hier natürlich sehr weit auseinander geht.
Also an den TE: Am besten Probehören und dann aus dem Bauch raus entscheiden. Eventuell steckt ja tatsächlich ein guter Tonabnehmer drin ;-)
Detektordeibel
Inventar
#8 erstellt: 02. Dez 2013, 07:13
aber 60€ würde ich dafür nicht ausgeben, mehr wie 10-25€ ist der "unrestauriert" nicht Wert, das nicht weil er so schlecht ist sondern weil man auf dem Gebrauchtmarkt für 60€ technisch deutlich hochwertigere Geräte bekommen kann.

Tonabnehmer bei dem Fisher ist ein MG-38, irgendein japan-Fossil für das es keine vernünftigen Nadeln zu geben scheint, neuer Tonabnehmer also fällig. Riemen muss auch neu, und haube hat er auch keine. Dafür sind 60€ zu teuer. - dafür bekommt man relativ problemlos Sony, Wega, Technics etc. der unteren Mittelklasse.

Der Dual 301 würd ich schon als ne Stufe besser betrachten als diesen Fisher - der hat zwar irgendwo auch Sanyo-Fisher in seinen Genen, Tonabnehmer bei dem anbei ist ein AT91. - elliptische Nadel drauf und dann macht der Dreher schon nen ordentlichen Job. - würd aber eher nen McCrypt kaufen bei Neuware, der kostet zwar ca 30-40€ mehr wiegt aber das doppelte und ist insgesamt wertiger.

Den Debut 3 kann man von der Technik her ungefähr gleichauf mit dem Fisher MT-101 einordnen, ok der Fisher hat sicher besseren Gleichlauf und schon Geschwindigkeitsumschaltung etc. aber zum Platte drehen und hören reichts bei beiden.

Gebrauchte Dual würd ich eher weniger empfehlen es sei denn man ist Fan der Marke. Die "Steinzeitdreher" muss man sich nicht antun und restaurierte bekommt man auch nicht geschenkt. Und die wirklich guten Modelle wo man nicht in der Tonabnehmerauswahl stark beschränkt wird liegen mittlerweile alle bei 200€+ - dafür gibts bei Gebrauchtware genug andere Dreher.
Rafterstar
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 02. Dez 2013, 09:46
Hallo! Danke für die raschen Antworten. Bezüglich des Tonabnehmers habe ich angefragt und warte auf ein vernünftige Antwort. Eine Nadel wäre originalverpackt dabei. Der Riemen wurde nicht getauscht. Aber so wie es aussieht, ist der Preis von EUR 60 anscheinend ohnehin zu hoch. Ich hätte auch die Möglichkeit einen Technics SL-QD 33 inkl. Verstärker und Kassettendeck gleicher Marke um EUR 100 zu bekommen. Steht das in irgendeiner Relation?

Bezüglich meiner Erwartungen: Ich habe sicherlich keine sensiblen Ohren und werde Klangunterschiede zwischen den "Profigeräten" kaum erkennen, jedoch möchte ich doch eine relativ gescheites Gerät mit ordentlichem Klang auch bei höheren Lautstärken. Also ich möchte, dass ich meine Led Zeppelin Scheiben ordentlich aufdrehen kann...
boozeman1001
Inventar
#10 erstellt: 02. Dez 2013, 10:47
Also der SL-QD33 ist schon eine ganz andere Hausnummer, als der Fisher. Er ist ein Direkttriebler mit Quarzregelung, ist also vom Gleichlauf her kaum zu toppen. Der Arm ist auch ziemlich gut, wenn auch ein T4P-Arm. Das bedeutet, Du kannst keine normalen 1/2"-Systeme dort montieren (OK, es gibt auch Adapter von T4P auf 1/2" aber das würde jetzt zu weit führen).
Andererseits ist das T4P-System gerade für Anfänger perfekt, da nichts justiert werden muss. Auch gibt es noch gute Ersatznadeln für die T4P-Systeme relativ problemlos zu kaufen.
Ich habe den SL-QD33 selbst viele Jahre gehabt und kann bis auf die Optik nichts negatives über ihn sagen!
Wenn das Tapedeck in Ordnung ist und Du es brauchen kannst, ist der Preis OK, günstig ist er eher nicht.
Ansonsten würde ich versuchen, den ohne das Tapedeck zu kaufen und den Preis noch zu drücken.
Rechne aber damit, dass Du eine neue Nadel bzw. ein neues System kaufen musst. Der Technics verträgt durchaus gute Systeme, was die 80er-Jahre-Plastik-Optik nicht unbedingt vermuten lässt.
Schau mal in diesen Thread, da wurden einige ganz gute Empfehlungen gegeben: http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=15330
Mit dem dort empfohlenen Digitrac kann man schon SEHR anständig Musik hören!


[Beitrag von boozeman1001 am 02. Dez 2013, 10:55 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#11 erstellt: 02. Dez 2013, 16:52

ch hätte auch die Möglichkeit einen Technics SL-QD 33 inkl. Verstärker und Kassettendeck gleicher Marke um EUR 100 zu bekommen. Steht das in irgendeiner Relation?


Kannste zu dem Preis ruhig nehmen wenn Verstärker und Deck dabei sind. Alleine würd ich den QD-33, QD22 bei um die 50-60€ einordnen. - Die Serien-T4P Abnehmer klingen auch gut mit vernünftiger Nadel.
Rafterstar
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 02. Dez 2013, 19:14
Ja, ich glaube, ich werde mich für den sl-qd33 entscheiden. Mir imponiert dieses T4P-Stecksystem wegen der Einfachheit. Und wegend des guten Namens. Muss mir dann nur überlegen, was ich mit dem Verstärker und dem Kasettendeck mache. Zu guter Letzt hätte ich da noch einen gefunden, und zwar einen Kenwood KD 2044 um EUR 60. Habe nichts darüber gefunden. Es heißt jedoch, dass Kenwood recht gute Plattenspieler produziert hätte. Hat hier noch jemand Know-how dazu?

Danke und lg.
boozeman1001
Inventar
#13 erstellt: 03. Dez 2013, 20:40
Nein, zu dem Kenni kann ich nichts sagen. Aber wie Du schon schreibst, mit dem Technics machst Du nichts verkehrt.
Den Verstärker und das Tapedeck kannst Du immer noch wieder verkaufen und damit den Kaufpreis für den Dreher senken.
Dann noch eine gute Nadel auf das Originalsystem drauf oder eines der o.g. Systeme und Du hast einen Dreher, mit dem Du sehr lange zufrieden wirst hören können.
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