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Plattenspieler selber Bauen

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ROBI663
Neuling
#1 erstellt: 05. Feb 2014, 23:23
Hallo Zusammen

Ich versuche zurzeit einen eigenen Plattenspieler zu bauen, diesen möchte ich nach Möglichkeit auch transportabel gestallten.
Ich bin jedoch, was den Bau von Plattenspielern betrifft, ein ziemlicher Einsteiger.
Also wenn einige von euch Erfahrung mit dem Bau von Plattenspielern haben oder gute Ideen wo ich Informationen dazu bekommen könnte wäre das sehr hilfreich.

Ich werde zum Bau des Plattenspielers auch eine theoretische Arbeit verfassen, dazu mache ich gerade eine Umfrage.
Es wäre super wenn einige von euch Plattenspielerliebhabern diese kurz ausfüllen könnten!

Hier den Link:
http://11739.findmind.ch

Schon jetzt vielen Dank
LG Robi
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 06. Feb 2014, 08:32
Hallo,

tragbar? Wozu? Jedes mal neu justieren? Ich erinnere mich mit Grausen an die damaligen tragbaren Dreher ala Telefunken Mr. (S)Hit oder Dual Phonokoffer oder die batteriebetriebenen Fräsen fürs Freibad..... brrrrr
Das hat weder was mit Hifi noch mit Plattenschonung zu tun.

Als erstes empfehle ich Dir einen Einstieg in die Theorie, am Einfachsten ist "Phonotechnik ohne Ballast" von Fellbaum/Loos vom Franzis-Verlag, natürlich nur antiquarisch zu bekommen.

Dann wirst Du feststellen, dass es einfacher ist "nur" ein Laufwerk zu bauen und fertige Tonarme zu verwenden. Oder was ich eher vermute: es ganz zu lassen.

Ein Plattenspieler ist ein Präzisionsgerät und es fordert heraus, sich mit den verschiedenen Problematiken (Antrieb, Teller, Lagerung, Tonarm, Geometrie) auseinanderzusetzen.
Jedes einzelne Thema bot in früheren Jahrzehnten genügend Stoff für einige Doktorarbeiten und viele Patente.

Daher sind die allermeisten heutigen Neu-Dreher auch Schund, weil keiner sich die Mühe machen will zu den Quellen zu gehen...
Die, die gut sind sind auch richtig teuer, der Hirnschmalz muss bezahlt werden.

Peter
ROBI663
Neuling
#3 erstellt: 07. Feb 2014, 09:48
Hallo Peter

Danke für die Infos. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall besorgen. Falls sich das bauen als zu schwierig herausstellt ist das ja nicht so schlimm, wie gesagt es ist ein Thema welches herausfordert und schon nur das darüber nachdenken macht spass.

Und ja, das mit dem Transportabel muss ich mir noch einmal gut überlegen..

LG Robi
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 07. Feb 2014, 13:57
Hallo!

Ein Plattenspielerbau an sich ist nicht besonders schwer, die allermeisten der z.Z. sich auf dem Markt befindlichen Geräte zeigen eigentlich wie einfach das geht. -Sie bestehen eigentlich aus nichts weiter als einer mehr oder weniger aufgedonnerten Zarge einem einfachen Syncronmotor mit aufgesteckten Pulley der ein passendes Übersetungsverhältniss sicherstellt, einem Tellerlager das mit heutigen Produktionsmitteln leicht zu fertigen ist und einem optisch ansprechenden Teller. Tonarme werden zumeist bei einer der wenigen noch existenten Fertigungsstätten zugekauft.

Wäre ein solcher Bau wirklich schwierig gäbe es etliche der Garagenfirmen die die Dinger herstellen gar nicht. Ambitioniertere Konstrukte z.B. mit Direktantrieg kommen alle mittlerweile aus China diese Geräte bringen aber in der Regel schlechtere technische Werte mit als die alten Konstruktionen aus Japan und DE. -Da es sich hier um einen Nischenmarkt handelt in dem man nur bei einem Bruchteil der Konsumenten technisches Verständniss voraussetzt wird sich da auch nichts ändern-.

Ich sehe den Sinn eines tragbaren Plattenspielers nicht. Kläre mich doch da bitte auf. Jedenfalls kann ich mir in Zeiten von MP-3 & Co keinen Verwendungszweck vorstellen. Zudem kommen mir doiverse Batteriebetriebene Geräte aus der Vergangenheit in den Sinn, (Kofferplattenspieler u.Ä.) die alle nicht unbedingt als hochwertig gegolten haben. Ich fürchte ein solches Projekt hätte keinerlei Marktchancen.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#5 erstellt: 07. Feb 2014, 15:01
Hallo,

nein, längst nicht alle Direktdrive kommen aus Asien.

In Deutschland gibt es min. 2 Firmen die Laufwerke mit Direktantrieb anbieten (Langer und Brinkmann), beide doch im ziemlich stolzen Preisbereich.

Allerdings sind die Stückzahlen da doch eher - vermutlich - kleiner...

Peter
ROBI663
Neuling
#6 erstellt: 09. Feb 2014, 14:09
Hallo

Ja die Idee mit dem transportablen Plattenspieler kam mir weil ich den Bau des Plattenspielers an einer Kunstschule mache, daher bin ich fast verpflichtet in puncto Design und Innovation einige Überlegungen anzustellen, dies schien mir fast am "einfachsten" wenn ich mir eine clevere Verpackungsmethode einfallen lasse. Zudem gefällt mir die Idee irgendwo im draussen zu Picknicken und daneben ein Plattenteller drehen zu sehen.
Natürlich ist mir klar dass transportabel zugleich sicher zu einem Qualitätsverlust führen wird. Ich bin in diesem Punkt noch ziemlich unschlüssig. Auch darüber wie genau ich mir die Einzelteile besorgen soll bin ich mir noch nicht im klaren, ich denke das muss sich zeigen sobald ich genauer weiss was genau ich benötige also ich genaue Pläne angefertigt habe.

MFG Robi
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 09. Feb 2014, 14:55
Hallo!

Innovativer fände ich es Plattenspieler mit modernen Geräten "kommunikationsfähig" zu machen so das sie Rückmeldungen über ihren Zustand abgeben könnten, sie mit Steuerungselektronik zu versorgen und/oder in die Lage zu versetzen sich selbst zu justieren respektive einem Entzerrer die Systemparameter mitzuteilen so das sich dieser darauf einstellen kann.

Aber das liegt wohl alles ausserhalb deiner Intentionen.

Zudem dürften Bestrebungen in diese Richtung sowohl auf den Widerstand eines großen Teiles der Fan-Gemeinde treffen wie auch ob der geringen Stückzahl zu verkaufender Geräte für die Hersteller kaum von Interesse sein.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 09. Feb 2014, 16:19
Hallo,

na ja, es gab mal jede Menge "verlorenes Know-How" weil Plattenspieler nur noch eine kleine Nische eines Nischenmarktes ist...

Wer mal eben locker 500.000 - 1.000.000 Euronen für Entwicklungskosten übrighätte.... dann könnte man wohl was machen.

Transportabel ala
http://www.zenn.com.sg/ATSB3.JPG

gab es schon, ebenso Koffergeräte

wie
http://home.arcor.de/dualschlippo/hifi/p52.jpg

oder
http://www.teenagewa...philips_270_auf2.jpg

gab es alles schon. Die Abtast- und Klangqualitäten waren eher mit "robust" zu umschreiben.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 09. Feb 2014, 16:34 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 09. Feb 2014, 17:46
Hallo!

@8erberg

Eigentlich würde sich die gesamte "Entwicklung" auf die Übertragung der schon längst vorhandenen Technik auf den Plattenspieler beschränken und sich somit auf einen leich überschaubaren Rahmen beschränken.

Gesteuerte langsam laufende Motoren die ihre Position zurückmelden, einige Sensoren für einen automatisierten Tangentialtonarm etwa Fernsteuer- und Wandler-Know-how und ein kleiner Rechner der die Einstellungen vornimmt, speichert und gegebenenfalls auch Rückmeldet sind kein Hexenwerk.

Nur sehe ich für diese Techniken weder Akzeptanz noch Marktchancen.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#10 erstellt: 09. Feb 2014, 19:38
Hallo,

das ist es.... das wird nix.

Frühstücksbretter ohne jeglichen Luxus - nicht mal ein Lift - das will der Freak, den Riemen von Hand auf 45 umlegen, Nylonfaden mit Gewicht fürs Antiskating usw. - dolle Wurst.

Komm nicht mit digitalem Kram, das ist ja pöse...

Peter
Sören_T.
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Feb 2014, 20:23
Kurze Frage: Willst du deinen Eigenbau möglichst aus Kaufteilen oder auch aus Eigenbauten zusammenstellen? Sprich: Hast du bsp. die Metallverarbeitung selbst vorzunehmen?
ROBI663
Neuling
#12 erstellt: 12. Feb 2014, 20:24
Aus Zeitgründen hoffe ich eigentlich Motor und Tonarm kaufen zu können,
Den Rest würde ich aber eigentlich gerne selber bauen.

Wüsste jemand wo man gute Einzelteile kaufen könnte?
Oder kennt jemand einen billigen Plattenspieler aus welchem man einfach die Einzelteile ausbauen könnte?

@Günther
Deine Idee scheint mir ein interessanter Ansatz zu sein. Daran könnte man sicher viel herumtüfteln, aber ich denke das liegt ausserhalb meiner Möglichkeiten.
Lg Robi
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 12. Feb 2014, 21:42
Hallo!

An deiner stelle würde ich mich mal an Pro-Ject wenden, die dürften sich auch für deine Ideen interessieren. Das ist einer der größten noch existenten Hersteller von Plattenspielern oder an die Firma Fehrenbacher die unter dem Namen Dual ebenfalls noch Plattenspieler fertigt.

Es gibt zwar einige High-End-Firmen die unter anderem auch Plattenspieler-Bausätze anbieten aber da sins dann auch die Preise High-End.

MFG Günther
zastafari
Stammgast
#14 erstellt: 12. Feb 2014, 22:19
Ich hab noch nen Motor, Teller und komplette Steuerung(incl. Strobo) vom Dual 627Q liegen. Hab den für teuer Geld erstanden und ankam etwas Plastikkonfetti... Unglaublich, wie kaputt etwas ankommen kann. Hatte den über nen Jahr im Keller liegen, weil ich mich so geärgert hab, letztens hab ich ihn aus Platzgründen geschlachtet. Hatte dann die gleiche Idee, aber ich werd eh nicht dazu kommen, vielleicht wär das ja was für dich? Das Laufwerk wäre dann schonmal ziemlich hochwertig... PM?
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 13. Feb 2014, 08:23
Hallo,

die Grundlage des 627Q ist OK, es ist ja ein Direktdrive mit Motor und Generator für die Regelung auf "einer Achse".

Wenn "nur" das Plastikgehäuse kaputt ist könnte man mit Sicherheit entsprechendes "Basteln", die Mechanik wie auch die Tonarmbasis sind dort ja auf einem Subchassis, gleichzeitig ist die Technik gut erklärt und auch nachvollziehbar.

http://dual.pytalhost.eu/627s/627-13.jpg

Von daher wäre das eine gute Lösung.

Peter
baerchen.aus.hl
Inventar
#16 erstellt: 13. Feb 2014, 08:51

Wüsste jemand wo man gute Einzelteile kaufen könnte?
Oder kennt jemand einen billigen Plattenspieler aus welchem man einfach die Einzelteile ausbauen könnte?


Nun, einfach bei Ebay auf die Lauer legen. Mir sind dabei günstig ein kompletter Tonarm des Technics 1210 MK2 und ein einfaches aber gutes Laufwerk (Sansui SR222, ohne Arm) günstig über den Weg gelaufen. Die beiden habe ich verheiratet und siehe da ....its sounds very well

Quellen für Neue Bauteile u.a. MG Hifi, watec analog, Sperling/Motoddose aber das sind, wie Günther schon sagte, Apotheken.....


[Beitrag von baerchen.aus.hl am 13. Feb 2014, 09:48 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#17 erstellt: 13. Feb 2014, 21:55

Hörbert (Beitrag #9) schrieb:

Nur sehe ich für diese Techniken weder Akzeptanz noch Marktchancen.


Es gibt nach wie vor einen Markt für portable "Fräsen", s. Vestax Handy Trax oder Numark PT-01


[Beitrag von kadioram am 13. Feb 2014, 21:55 bearbeitet]
kadioram
Inventar
#18 erstellt: 14. Feb 2014, 08:19
Hi Robi,

ich hab hier ein Schlachtgerät, ist ein Tesla Supraphon NZC 071, Fotos davon gibt´s u.a. bei Radiomuseum. Meines ist allerdings orange, die LS hab ich auch dazu.

Weitere Bilder, auch "von unten", gibt´s hier.

Der Tonarm hat ein Kristallsystem, brauch also keinen Preamp, was wiederum Energie einsparen würde. Auch hat er kein Gegengewicht, das beim Transport abbrechen könnte, sondern der Auflagedruck wird mittels Feder erreicht. Der gesamte Aufbau ist absolut simpel gehalten und leicht zu durchblicken, für erste Schritte also ein gutes Anschauungsobjekt.

Der Antrieb ist allerdings ein Reibrad, inwieweit das für portable Player sinnvoll ist kann ich nicht beurteilen.

Gegen Portoerstattung kannst du ihn haben, steht nur in der Ecke, der Antrieb ist zu lahm, die LS sind kaputt (beim einen der HT, beim anderen der TT, im Prinzip also ein 2-Wege Mono-LS machbar), zuviele optische Macken etc, sprich mir selbst nicht herrichtenswert.

Bei Interesse einfach eine PM.

Grüße


[Beitrag von kadioram am 14. Feb 2014, 08:22 bearbeitet]
zastafari
Stammgast
#19 erstellt: 14. Feb 2014, 21:08
Haha...
kadioram
Inventar
#20 erstellt: 14. Feb 2014, 21:19

zastafari (Beitrag #19) schrieb:
Haha... :.


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