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Plattenspieler Motor ölen (Micro Seiki DD-40)

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Autor
Beitrag
justin_teim
Stammgast
#1 erstellt: 16. Aug 2014, 09:20
Hallo Leute,

ich hoffe das mir jemand helfen möchte denn ich möchte nichts falsch machen.

Ich möchte den Motor eines Micro Seiki DD-40 ölen:
$_35

Leider habe ich keine Ahnung wo genau man da ölen muss. Zwischen Stahlstift und (Bronze?)-Führung?
Oder muss man den noch weiter auseinandernehmen um ranzukommen?

Und womit sollte ich Eurer Meinung nach ölen? Über Micro Seikis hab ich leider nichts gefunden, auch hier nicht.

Vielen Dank!
volvo740tius
Inventar
#2 erstellt: 16. Aug 2014, 09:44
Hallo,


justin_teim (Beitrag #1) schrieb:
Ich möchte den Motor eines Micro Seiki DD-40 ölen:
... Zwischen Stahlstift und (Bronze?)-Führung?


In der Bedienungsanleitung (nach kostenloser Anmeldung dort downloadbar) wird davon nichts erwähnt, dass man das tun sollte. Bei Technics Direkttrieblern werden 1-2 Tropfen Öl an die Welle am Übergang zum Lager gegeben, das ist die Herstellerempfehlung. Also wenn Du das unbedingt machen willst, würde ich es so machen. Steht ein Hersteller auf dem Motor?

Gruß Thomas


[Beitrag von volvo740tius am 16. Aug 2014, 09:45 bearbeitet]
justin_teim
Stammgast
#3 erstellt: 16. Aug 2014, 10:44
Soweit ich recherchiert habe bzw. nach Aussage von anderen Forenmitgliedern ist der Hersteller JVC.

Danke für die Bedienungsanleitung, die besitze ich selbstverständlich bereits

Das "Problem" ist einfach, dass der Teller nach Ausschalten bei 45rpm nur ca. 15 sek. weiterläuft.
Nachdem, was ich hier mitgelesen habe, sollte ein gut geschmiertes Lager ca. 1 Minute nachlaufen.

Diese "Bronzeführung" die auf dem Foto zu sehen ist, ist keine Führung sondern mit der Drehachse verbunden.
Möchte man ölen, muss man scheinbar weiter in das Motorinnere "vordringen".
Ich hab da ein bischen Skrupel vor. Bin auf dem Gebiet ziemlicher Laie (Elektronik-Geschichten).


[Beitrag von justin_teim am 16. Aug 2014, 10:47 bearbeitet]
andre11
Inventar
#4 erstellt: 16. Aug 2014, 10:54

justin_teim (Beitrag #3) schrieb:
...ein gut geschmiertes Lager ca. 1 Minute nachlaufen...

Ja, ein Tellerlager, und das auch meistens nur bei abgenommenem Riemen.

Meiner Meinung nach ist das "Problem" gar keins, sondern völlig normales Verhalten.
Wenn nirgends beschrieben wird ob und wie der Motor zu ölen ist, würde ich es auch nicht machen.


EDIT:

Asche auf mein Haupt
Ich habe völlig den Plattenspielertyp überlesen!!!!
Ein DIREKTTRIEBLER kann natürlich schon länger laufen, muss es aber nicht.
Dreht sich der Teller denn im stromlosen Zustand ohne Widerstand und Geräusche?


[Beitrag von andre11 am 16. Aug 2014, 11:02 bearbeitet]
justin_teim
Stammgast
#5 erstellt: 16. Aug 2014, 12:00
Ja, dreht sich einwandfrei.
Keine Geräusche, dreht sich sehr gut.

Aber ich hätte einfach ein besseres Gefühl, wenn das Lager ein wenig Öl bekommt.
Der Spieler ist nun immerhin seine ca. 40 Jahre alt.
Und ich weiss nicht, was die Vorbesitzer damit gemacht haben bzw. ob sie was gemacht haben.

Aber wenn Ihr sagt muss nicht, dann reisse ich mir da auch kein Bein aus.
Never change a running system bewährt sich oft
akem
Inventar
#6 erstellt: 16. Aug 2014, 12:12
Auch bei einem Direkttriebler dürfte der Motor als Bremse fungieren.

Gruß
Andreas
volvo740tius
Inventar
#7 erstellt: 16. Aug 2014, 17:12
Hallo,

SAM_0218

so sieht der Motor eines Technics aus, im Grunde vom Aufbau ähnlich. Wenn Du die erwähnten Tropfen an die Welle am Übergang zu der Messinghülse gibst, wäre das sinnvoll. Den Motor jetzt weiter zu zerlegen, bringt imho nur Ärger. Übrigens läuft bei dem Technics der Teller auch ca. 15 Sekunden nach, das ist völlig in Ordnung.

Gruß Thomas


[Beitrag von volvo740tius am 16. Aug 2014, 23:32 bearbeitet]
akem
Inventar
#8 erstellt: 16. Aug 2014, 17:40
Ich wäre da vorsichtig. Ich hab auch schon welche gesehen, die nicht mit Öl sondern mit Fett geschmiert waren. Dazu dann Öl und dann kommt was völlig unkalkulierbares raus. Am Ende stehst komplett ohne Schmierung da, weil das Öl das Fett rausspült, und das Lager ist hin.
Wenn eine Schmierung nötig wäre, würde das expressis verbis in der Bedienungsanleitung stehen!

Gruß
Andreas
volvo740tius
Inventar
#9 erstellt: 16. Aug 2014, 18:15
Ob 36 Jahre altes Fett noch Fett ist, wäre dann der nächste Punkt. Vielleicht liest ja noch ein Micro-Spezi mit, der den Aufbau des Lagers kennt.

Gruß Thomas
justin_teim
Stammgast
#10 erstellt: 16. Aug 2014, 23:17
Vielen Dank für die Hilfe!

Ich hab nochmal zur Verdeutlichung markiert, was sich genau dreht.

IMGP1215 copy

Das ganze Teil kann man auch leicht anheben.
Also der Bronze-Teil (oder Messing?) ist mit der Stahlwelle verbunden (Presspassung?).

Und ich schätze mal, wenn ich da etwas ölen/fetten möchte, muss ich weiter auseinanderbauen.
Im Service-manual ist der Motor auch nur als ein Teil dargestellt.

Im Endeffekt geht es mir auch ein bischen darum, den Motor "kennenzulernen". Kann nie schaden.


[Beitrag von justin_teim am 16. Aug 2014, 23:20 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#11 erstellt: 16. Aug 2014, 23:36

justin_teim (Beitrag #10) schrieb:


Und ich schätze mal, wenn ich da etwas ölen/fetten möchte, muss ich weiter auseinanderbauen.
Im Service-manual ist der Motor auch nur als ein Teil dargestellt.


das sagt aber eben auch aus, dass Du mehr Schaden als Nutzen anrichten könntest. Wenn das Teil soweit gut läuft, lass es einfach da weiter zu basteln. Bau kein Ding, was ging.

Gruß Thomas
justin_teim
Stammgast
#12 erstellt: 16. Aug 2014, 23:57
Ja aber ...
... ich bastel so gerne (bin Uhrmacher).

Ich hab den Dreher jetzt gebraucht gekauft und möchte ihn so gut wie möglich herrichten.
Hab heute schon alles abmontiert mit Tonarm (Premiere für mich, ging sehr leicht) und alles sauber gemacht und das Holz geölt.
Sieht sehr gut aus. Hat 4-5 Stunden gedauert, stand wohl mal in einem Raucherhaushalt, alles voller Nikotin. Hängt echt überall das Zeug.

Jetzt wollte ich noch den Tonarm komplett auseinandernehmen, reinigen und neu ölen (?).
Und das Motorlager "auffrischen".
Dann muss ich mir erstmal keinen Kopf um irgendwas machen.
juergen1
Inventar
#13 erstellt: 17. Aug 2014, 03:23

justin_teim (Beitrag #12) schrieb:
Jetzt wollte ich noch den Tonarm komplett auseinandernehmen, reinigen und neu ölen (?).
Tonarmlager auf keinen Fall ölen. Das erhöht den Haftreibungswiderstand.
Gruß
Jürgen
Marc-Andre
Inventar
#14 erstellt: 17. Aug 2014, 07:52
Hi,

Also ohne weitere Info oder das Zerlegen eines baugleichen Antriebs würde ich da nix dranschmieren...vielleicht muss da ja auch garnichts geschmiert werden.

Gruß

Marc
akem
Inventar
#15 erstellt: 17. Aug 2014, 10:08
Den Tonarm würde ich auch lassen, wie er ist. Da lauern auch einige Fallstricke und wenn man da nicht ganz genau weiß, was man tut, kann der Tonarm ganz schnell irreperabel kaput sein!
Wenn Du den Arm partout aufhübschen willst, schicke ihn an einen Fachmann. Mario Grötzinger oder Heiko Wingender. Mario steht zwar in dem Ruf, (nicht zuletzt auch gesundheitlich bedingt) immer wieder mal elendig lange zu brauchen, aber er steht auch in dem Ruf, daß selbst Ruinen nach seiner Arbeit aussehen und funktionieren wie neu.

Never touch a runnig System!
If it ain't broken, don't fix it!

Gruß
Andreas
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 17. Aug 2014, 12:10
Hallo!

Ohne Service-Manual und den richtigen Derehmoment-Schlüssel würde ich kein Tonarmlager zerlegen, hier befindet sich neben dem Antrieb das Herzstück des gesamten Gerätes, während der Antrieb selbst abgesehen von der Steuerelektronik vergleichsweise grobschlächtig ist gilt für das Tonarmlager das Gegenteil.

Hier sollte nicht leichtfertig ans Werk gegangen werden, zwar kann man hier noch durch eine Neujustage eventuell zumindestens meßtechnisch gesehen noch ein wenig Präziosion herausholen aber der Aufwand steht in der Regel in keinem Verhältniss zum Ergebniss.

MFG Günther
justin_teim
Stammgast
#17 erstellt: 17. Aug 2014, 22:30
Nein, ich rede ja auch nicht von einer Komplettzerlegung des gesamten Tonarms bis in jedes Einzelteil.
Aber soweit, dass ich entsprechende Teile reinigen kann. Ich zerlege Hauptberuflich Armbanduhren den ganzen Tag.
Das ist natürlich nicht das gleiche. Aber ich habe ein ruhiges Händchen und bin geübt im Umgang mit feiner Mechanik.

Also da habe ich (noch) keine Bedenken. Wenn was schiefgeht beiss ich mir in Arsch. Aber in einem vergilbten Nikotin-gelb möchte ich die Teile auch nicht belassen.
Das Service-manual habe ich auch + Explosionszeichnung, warum nicht probieren?
Ich glaube das schwierigste ist der Wolfram-Faden + Feder. Aber wenn man täglich Unruhspiralen von Armbanduhren richtet, macht einem das keine Angst.

Das mit dem Motor ist eine andere Sache: da hängt mir zuviel Elektronik dran. Den lasse ich jetzt so wie er ist.
Aufgrund Eurer Ratschläge


[Beitrag von justin_teim am 17. Aug 2014, 22:32 bearbeitet]
Marc-Andre
Inventar
#18 erstellt: 18. Aug 2014, 13:27

justin_teim (Beitrag #17) schrieb:
warum nicht probieren?


So gehe ich auch immer vor...mein Geheule will nachher allerdings niemand hören
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