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Dual731Q und das Streben nach klanglicher Perfektion

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Autor
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Titanist
Stammgast
#1 erstellt: 12. Dez 2014, 22:35
Hallo,

ich habe hier eine Dual 731Q mit dem originalen 1/2 Zoll Umrüstsatz stehen.
Mein zur Zeit daran meist benutzter TA ist das Dual (Ortofon) M20E mit Originalnadel.
Daneben habe ich noch ein Elac ESG795E20 auch mit Originalnadeln.
Nachdem ich anfangs mit der Wiedergabequalität des M20E auf Kriegsfuß stand, bin ich jetzt nach einer Modifikation am Tonarm (schwereres Gegengewicht, dadurch ist dieses jetzt näher an der Drehachse) mit der Klangqualität des M20E sehr zufrieden.
Aber besser geht immer
Der Mensch strebt halt nach Perfektion...
Ich hatte zwischendurch mal leihweise einen "mittleren" ProJect hier stehen mit einem Ortofon 2M Bronze.
Das 2M Bronze hat mir vom Klang her jedoch gar nicht gefallen. Die Instrumente wurden viel zu sehr "seziert", zwar auf den ersten Höreindruck spektakulär auflösend und klar, aber die einzelnen Instrumente haben nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander gespielt. Im Vergleich war da das Elac-System zwar nicht so hochauflösend aber deutlich musikalischer und entspannter zu hören.
Das M20E empfinde ich bisher als gute Synthese der Auflösung des 2M Bronze mit der Musikalität des Elac.
Eigentlich könnte man jetzt ja zufrieden damit sein, aber siehe weiter oben...
Nun zu meinen Überlegungen, wie ich evtl. noch mehr aus dem Vinyl rausholen könnte:

-das Elac ESG795 mit einer Jico-SAS-Nadel ausstatten. Ich würde mir davon eine höhere Auflösung gepaart mit der oben angesprochenen hohen Musikalität versprechen.
-mal ein hier im Forum so hoch gelobtes Ortofon Vinylmaster Silver ausprobieren.
-oder gleich richtig zuschlagen mit einem Ortofon 2M Black.
-oder was ganz anderes?

Bei all diesen Überlegungen ist aber noch eine Unsicherheit dabei:
Welche effektive Tonarmmasse hat wohl der 731Q mit dem Umrüstkit?
Passt da die Compliance der genannten Systeme einigermaßen (mit dem einstellbaren Antiresonator hat man aber wohl doch einen gewissen Spielraum)?

Wie ist Eure Meinung dazu?
Was würdet Ihr tun (wenn möglich mit Begründung )?
Ist denn überhaupt noch eine Steigerung zum mir schon sehr gut gefallenden M20E möglich (nun ja, das kann wohl nur subjektiv beantwortet werden)?
Die finanzielle Seite spielt erst mal keine Rolle. Ich will, egal wie, das maximal Mögliche aus dem 731er rausholen.

VG
Günter
spacelook
Stammgast
#2 erstellt: 13. Dez 2014, 20:22
Wenn Geld keine Rolle spielt, dann versuch dein Glück mal mit dem Ortofon 2m Black.
Das habe ich jetzt im Vergleich zum Nagaoka MP300 gehört.
Zum guten analystischen Nagaoka Sound entwickelte sich im Sound mit dem Black eine gewisse Wärme mit etwas bessere Auflösung..
Gruß
Klaus
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 13. Dez 2014, 23:31
Elac ESG795 mit einer Jico-SAS-Nadel tönt aber auch spannend - und das wäre dann etwas, was nicht jeder hat. Ein 2M Black kann sich jeder mit prall gefüllter Geldbörse holen. Ein Elac muss hingegen erst gefunden werden. Allerdings kenne ich selber das Elac nicht, von der SAS-Nadel hingegen bin ich begeistert.

LG
Manuel
Titanist
Stammgast
#4 erstellt: 13. Dez 2014, 23:59
Danke für das bisherige Feedback.
Nun ja, ich habe schon eine gewisse Affinität zu Sachen, die nicht jeder hat. Insofern wäre Elac und SAS schon reizvoll und käme nebenbei günstiger als ein 2M Black.
Nur bin ich mir halt nicht sicher, ob Elac + SAS zumindest gleich gut tönt wie z. B. das 2M Black.
2M Black kann ich an jeder Ecke hören, aber Elac + SAS müsste ich dann halt "auf Risiko" kaufen.

VG
Günter
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 14. Dez 2014, 13:31
Hi Günter

Vielleich hilft Dir diese Erfahrung weiter: Ich betreibe an meinem Wohnzimmerdreher ein Ortofon OM40 (das ich aus Kostengründen dem 2M Black vorgezogen habe - das Black mit der Shibata-Nadel kostet fast dreimal so viel, das OM40 mit dem Gyger-Schliff, letzteres wird in den Foren aber als kaum schlechter eingestuft) und an meinem Musikzimmerdreher ein Shure V15V MR mit der Jico-SAS-Nadel. Beides schöne MM-Systeme. Das alte Shure mit der Jico-Nadel empfinde ich klanglich aber noch einen Tick ausgewogener/harmonischer/wärmer als das Ortofon (das mit dem "Sezier"-Eindruck hat was, auch beim OM40).

Ich würde den Elac-Versuch wagen, wenn Dir der Sound dieses Tonabnehmers eh gefällt. Sooo teuer sind die SAS-Nadeln nicht wenn man sie selber aus Japan importiert; ein 2M Black würde Dich das Dreifache. Und andernfalls lässt sich bei Nichtgefallen so ein mit einer Jico-Nadel aufgemotztes Elac sicher zum guten Kurs wieder veräussern.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 14. Dez 2014, 13:32 bearbeitet]
Titanist
Stammgast
#6 erstellt: 30. Dez 2014, 17:07
Hallo,

kleiner Zwischenstand:
Ich habe mir jetzt mal ein VM Silver geordert.

VG
Günter
Fhtagn!
Inventar
#7 erstellt: 30. Dez 2014, 19:56
Moin,

den Anti-Resonator sollte man tunlichst an den Dual Tonarmen belassen.
Besagtes "Tuning" durch Tausch gegen ein festes Gegengewicht bewirkt eine Verschlechterung, der AR gehört zum Gesamtkonzept.
Titanist
Stammgast
#8 erstellt: 30. Dez 2014, 23:34
Hallo Hakoon,

ich habe den AR nicht entfernt. Ich habe ihn nur durch zusätzliche Scheiben schwerer gemacht, so dass der AR deutlich näher an die Drehachse heranrückt und somit die effektive Tonarmmasse, trotz höherem Gewicht des AR, kleiner wird. Das Gewicht des AR geht hier nämlich linear ein, der Abstand jedoch quadratisch. Und das hat sich sehr positiv auf die Wiedergabe mit dem M20E ausgewirkt.

VG
Günter
Titanist
Stammgast
#9 erstellt: 23. Jan 2015, 21:40
Hallo,

wieder mal ein Update:
Ich habe jetzt das VM Silver erhalten und ausgiebig mit dem von mir bisher favorisierten M20E verglichen.
Tja, einen Unterschied habe ich schon erwartet, aber dass das VM Silver das ja auch sehr ordentliche M20E so gnadenlos im Regen stehen lässt, hätte ich jetzt nicht erwartet.
Deutlich bessere Auflösung in Verbindung mit der Ausgewogenheit und Musikalität, die beim ESG 795 so schätze.
Das war eine absolut lohnende Investition.

VG
Günter
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