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Gebrauchter Linn Basik

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pjotre
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Aug 2004, 08:59
Hallo zusammen!

Ich schau mich derzeit um einen neuen Plattenspieler um und hab von meinem HiFi Händler einen gebrauchten Linn Basik, der mit einem gebrauchten Linn Akito Tonarm bestückt ist. Das Ding ist 4 Jahre alt und äußerlich in sehr gutem Zustand. Ich hab ihn mir auch angehört (allerdings nur kurz) und das hat schon sehr gut geklungen. Der Händler verlangt dafür ca. 750 Euro. Was ist eure Meinung dazu? Ist das zu teuer - also könnte ich für das Geld auch noch was höherwertiges haben? Was habt ihr für Eindrücke zu Linn generell?

Danke, Gruss
Pjotre
directdrive
Inventar
#2 erstellt: 10. Aug 2004, 10:43
Mahlzeit Pjotre,

750,- empfinde ich als reichlich überteuert: Der Neupreis der Basik/Akito-Kombi war 1995 DM(!) 980,-. Daß der Basik vor vier Jahren überhaupt noch produziert worden ist, wage ich außerdem zu bezweifeln.

Üblicher Gebrauchtpreis für dieses Gerät liegt zwischen 300,- und maximal 450,- Euro, je nach Tonabnehmerbestückung, der große Bruder Axis wird zu kaum höheren Tarifen gehandelt. Für 750,- bekommst Du von privat schon gelegentlich einen LP-12 mit Valhalla-Stromversorgung und Akitoarm.

Persönlich mag ich den Basik sehr, würde den Axis und den LP-12 (trotz verschiedener Unzulänglichkeiten) natürlich vorziehen. Die Krux aller Linnplayer sind in den genannten Kombinationen die kleinen Tonarme, egal ob Basik, Basik Plus oder Akito. Alle Arme neigen zu einem konstruktionsbedingten Totalschaden des horizontalen Lagers, beim Akito quittiert zusätzlich gern die vertikale Lagerung den Dienst. Hier handelt es sich nach meinen Erfahrungen nicht um irgendwelche "Ausreisser" sondern tatsächlich um ein grundsätzliches Problem des Akito. Wenn er läuft, läuft er gut, ist jedoch mit den meisten MCs mechanisch überfordert. In Verbindung mit einem guten MM mittlerer Nadelnachgiebigkeit (diverse ATs, Shures oder das selige Linn K-18) macht der Plattenspieler riesigen Spaß, tatsächlich auch mit Rock und Pop.
Trotzdem: Nicht zu diesem Preis - dafür gibt's 'nen Thorens TD-125/126 mit Koshin oder SME-Arm, einen Technics SP-15 oder andere erheblich anspruchsvollere Gerätschaften.

Viele Grüße sendet

Brent
sommerfee
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 10. Aug 2004, 11:46

einen gebrauchten Linn Basik, der mit einem gebrauchten Linn Akito Tonarm bestückt ist.


Der ältere Akito oder der neuere Akito 2?

Und mit welchem System?


Das Ding ist 4 Jahre alt


Der Basik ist AFAIK um die 1996 ausgelaufen, also glaube ich das einfach mal nicht

Liebe Grüße,
Axel
Holger
Inventar
#4 erstellt: 10. Aug 2004, 11:56
Jo, deutlich zu teuer.

Meinen LP12 habe ich übrigens 1999 neu gekauft, und schon damals gab's meines Wissens längst kein anderes Linn-Modell mehr als den Sondek.
sommerfee
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 10. Aug 2004, 13:34

Jo, deutlich zu teuer.


Wenn das Ding ein Adikt-System drauf hat und auch ansonsten überholt wurde (aktuelle Plattenmatte von Linn, neuer Riemen, ...) und der Händlerservice gut ist, dann bin ich nicht unbedingt dieser Meinung.

Vielleicht sollte man den Händler mal fragen, wie sich seine 750 Euro zusammensetzen...

Lieben Gruß,
Axel
Holger
Inventar
#6 erstellt: 10. Aug 2004, 14:21
Stimmt, das habe ich natürlich nicht bedacht.
pjotre
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Aug 2004, 16:22
Erst mal vielen Dank, Ihr wart mir schon eine große Hilfe. Ich glaube, dass auf diesem Linn Basik der alte Akito Arm drauf ist. Zum System weiß ich nicht viel, der Händler hat mir nur gesagt, dass die "billige" Nadel drauf ist. Ich glaube also nicht, dass da ein Adiktsystem drauf ist. Der Plattenspieler wurde auch nicht gewartet oder ähnliches, angeblich aber so gut wie nie gebraucht (der äußere Zustand lässt das auch plausibel erscheinen).

Mein Händler hat mir zum dem Teil folgende Informationen gegeben: Der Linn Basik soll (wie gesagt) vier Jahre alt sein. Er habe seinerzeit mit dem Originaltonarm ca. 900 Euro gekost, der Akito Arm 800 Euro. Linn soll den Basik seinerzeit praktisch zum Selbstkostenpreis (zu Marketingzwecken) gebaut haben und damit Rega, Pro-Ject, Thorens, Dual, etc. "sehr nervös" gemacht haben.

Keine Ahnung, ob diese Informationen tatsächlich stimmen. Ich hab den Basik kurz angehört und war schon ziemlich begeistert vom Klang, allerdings hab ich auf zB e-bay dasselbe Modell zu einem Bruchteil der 750 Euro gesehen.

Danke, Gruss
Pjotre
directdrive
Inventar
#8 erstellt: 10. Aug 2004, 16:35
Hallo nochmal,

wenn Du magst, kann ich dir einen Scan eines zeitgenössischen Testberichts per Mail zusenden - einfach per PM kurz melden.

Grüße sendet

Brent
sommerfee
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 11. Aug 2004, 08:36
Moin!


Zum System weiß ich nicht viel, der Händler hat mir nur gesagt, dass die "billige" Nadel drauf ist. Ich glaube also nicht, dass da ein Adiktsystem drauf ist.


Das Adikt für 335 Euro ist das billige System von Linn, was billigeres von denen gibt es nicht (mehr).


Der Plattenspieler wurde auch nicht gewartet oder ähnliches, angeblich aber so gut wie nie gebraucht (der äußere Zustand lässt das auch plausibel erscheinen).


Also aus Erstbesitz von einem Kunden, den der Händler einschätzen kann? Das ist für mich zumindest ein Kriterium, was mir persönlich 100 Euro und sogar mehr wert wäre. Allerdings weiß ich nicht, ob man diesem Händler so alles blind glauben sollte, denn:


Mein Händler hat mir zum dem Teil folgende Informationen gegeben: Der Linn Basik soll (wie gesagt) vier Jahre alt sein.


Wie schon geschrieben: Kann nicht sein.


Er habe seinerzeit mit dem Originaltonarm ca. 900 Euro gekost


Nein, wie schon anderweitig geschrieben: ca. 1000 DM(!). Selbst mein Axis mit Akito und K9 hat 1993 (kurz vor dem Auslaufen des Modelles) keine 1800 DM gekostet.


der Akito Arm 800 Euro.


Nein, der alte Akito-Arm hat AFAIK niemals so viel gekostet. Der Akito2 schon, aber der ist auch eine ganze Ecke besser, IMHO so viel mehr, daß er eigentlich einen neuen Namen verdient hätte. (Der Akito2 kostet z.B. um die 1000 Euro.) Und der Akito2 wurde AFAIK niemals mit dem Basik-Spieler ausgeliefert, aber hier kann ich mich auch irren, immerhin gab es hier schon eine zeitliche Überschneidung von mindestens einem Jahr.


Ich hab den Basik kurz angehört und war schon ziemlich begeistert vom Klang, allerdings hab ich auf zB e-bay dasselbe Modell zu einem Bruchteil der 750 Euro gesehen.


Solange du nicht einmal sicher weißt, was für einen Tonarm das Teil beim Händler hat und du überhaupt nicht weißt, was für ein System das Teil beim Händler hat, wäre ich mit solchen Aussachen sehr vorsichtig. Außerdem ist Basik nicht gleich Basik, Linn hat im Laufe seiner Lebensspanne Verbesserungen dran vorgenommen.

Ich unterstelle einfach dem Händler mal, daß er weiß, warum er 750 Euro für sein Teil haben möchte.

Und bei den eBay-Teilen weiß man nie, wieviele Leute schon daran herumgebriegelt haben oder das Teil unfachmännisch mit montiertem Arm (und am besten auch mit Armgewicht) im Nicht-Originalkarton durch die Lande verschickt haben... Mein Händler bekommt häufig mal vermeintliche eBay-Schnäppchen zur Wartung und Tonarm- oder Tellerlagerschaden sind dort leider keine Seltenheit.

Ergo: Bei eBay kauft man vielleicht billig, aber keinesfalls immer preiswert.

Liebe Grüße,
Axel


[Beitrag von sommerfee am 11. Aug 2004, 08:40 bearbeitet]
vinylrules
Stammgast
#10 erstellt: 14. Aug 2004, 14:26
Hallo,

wenn es sich wie der Händler sagt um den Akito1 handelt ist der Spieler maßlos überteuert.
Ich habe meinen Akito damals für 460,- DM neu bekommen, als das Pfund gerade günstig stand. Trotzdem die reine Katastrophe der Arm da er irgendwann einfach kaputt geht, nur vom Spielen. Also Finger weg oder einen erheblich günstigeren nehmen und gleich anfangen auf einen anderen Arm (nicht Linn) mit Linn-Einbaumaß (Mission, Audioquest, Revolver, Systemdeck, Roksan Tabriz, Manticore Musician etc.) zu sparen.
Gruß
Matthias

@sommerfee: Natürlich weiß der Händler warum er diesen Preis haben möchte: Um Geld damit zu verdienen!
sommerfee
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 14. Aug 2004, 19:34

Ich habe meinen Akito damals für 460,- DM neu bekommen, als das Pfund gerade günstig stand. Trotzdem die reine Katastrophe der Arm da er irgendwann einfach kaputt geht, nur vom Spielen.


So pauschal kann ich das überhaupt nicht bestätigen, mein Akito1 hat mein Händler nach 15 Jahren in Zahlung genommen und er war immer noch top in Ordnung.

Gruß,
Axel
vinylrules
Stammgast
#12 erstellt: 14. Aug 2004, 20:18
Hallo Axel,

leider bin ich nicht der Einzige dem das passiert ist. Kenne inzwischen etwa 10 Akito, die einfach so trotz guter Behandlung in die Grütze gegangen sind. Ist einfach eine Fehlkonstruktion. Zu große Belastung bei eingeschränketer Beweglichkeit, extrem stramm vorgespannte Lager aus Kunstoff, das muß irgendwann kaputt gehen.
Sollte der Händler ein Linn-Händler gewesen sein, Glück gehabt. Die haben sich ob des Fehlers nämlich gewunden wie sonst was und würden das auch nie zugeben. Dann lieber in Zahlung nehmen und vorsichtshalber wegschmeißen (wenn sie redlich sind) sonst weiterverkaufen.
Gruß
Matthias
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