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Denon DL 110 an Technics SL-1510 - Wummern im "Standby" ? (inkl. Video)

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Beitrag
RelacksMax
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Aug 2015, 19:01
Hallo zusammen,

ich hab hier einen SL-1510 an dem ich gerne eine Denon DL-110 betreiben würde. Es spielt an sich auch - allerdings habe ich durchgehend - auch bei gehobener Nadel - ein extremes Wummern auf den Woofern. Hab schon gedacht die fliegen mir gleich um die Ohren ... mit meinem Nagaoka MP-110 funktioniert alles problemlos. Genauso läuft das DL-110 am SL-5310 ohne Wummern. Ein Headshelltausch brachte auch keine Besserung ...

Läuft momentan an meinem Ersatzverstärker - Akai AM-2250 mit nem Paar JLB L26.

Momentan bin ich etwas ratlos ...


[Beitrag von RelacksMax am 05. Aug 2015, 19:05 bearbeitet]
Albus
Inventar
#2 erstellt: 05. Aug 2015, 19:50
Tag,

am Lift soll eine Stummschaltung des Ausganges hängen (Vinylengine); möglicherweise ist diese Stummschaltung defekt. Wenn per Zungenkontakt bewirkt (die Stummschaltung), dann könnte es ein Fall von Kontakt'tanz' sein, infolge Belag.

Freundlich
Albus
RelacksMax
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 05. Aug 2015, 20:24
Danke für deine Antwort - das Wummern ist wie gesagt konstant vorhanden Immer gleich mit dem Denon.
Kann das wirklich an der Stummschaltung liegen? Auch wenns mim andern TA geht ?

Wo finde ich denn diesen Kontakt, falls es der ist? Wohl irgendwo unterm Tonarm in Liftnähe ... mit ist beim "einfüllen"
von neuem Silikonöl nicht aufgefallen, dass an der Lifteinheiten irgendwo ein Kontakt oder so wäre.


[Beitrag von RelacksMax am 05. Aug 2015, 22:04 bearbeitet]
Albus
Inventar
#4 erstellt: 06. Aug 2015, 09:44
Tag,

mein Einwurf war nichts als eine Vermutung, angestoßen auch durch die bloße Möglichkeit (hatte einst an einem anderen Plattenspieler eine defekte Stummschaltung) - im Service Manual zum 1500 II (siehe in der Library der Vinylengine) findet man dann eine Bestätigung dieser Stummschaltung, die an der Lifthöhe hängt, somit durch die Veränderung der Lifthöhe in der Dauer eingestellt werden kann.
Zur Störung - nur mit dem DL-110, Bauhöhe 17,6 mm, unproblematisch eigentlich - nimmt diese zu, wenn der Arm mit Tonabnehmer über laufendem Teller zur Mitte geführt wird? Nimmt die Störung zu, wenn der Arm bei stehendem Teller zur Mitte geführt wird?

Das DL-110 war schon auf verschiedenen Headshells, ja; am SME-Bajonettverschluss waren mit der Headshell, an der das DL-110 montiert ist, schon andere TA ohne Störung? So dass ausgeschlossen ist, dass die Federkontakte im Bajonett nur von der Denon-HS nicht erreicht werden?

Wie ist der Brumm dann vergleichsweise, wenn das SME-Bajonett des Armes offen bleibt? Brummt es dann so wie mit der Kombination DL-110/HS angeschraubt?

Freundlich
Albus
RelacksMax
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 06. Aug 2015, 10:32
Also das Denon habe ich an zwei verschiedenen Headshells ausprobiert - bei beiden tritt das Problem auf. Mit anderen TAs an diesen Headshells nicht. Wobei ich das heute Abend noch einmal probieren werde ...

Ich mach auch mal ein kurzes Video. Dann ist es vielleicht leichter verständlich - es handelt sich auch nicht um ein Brummen wie zB bei nicht angeschlossener Masse.w
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 06. Aug 2015, 10:48
Hallo!

Was ergibt sich falls der SL-1510 mit dem Denon nicht am SL-1510 hängt sondern an einem anderen Verstärker?

Möglicherweise ist ja der Phonoeingang des SL-1510 nicht in Ordnung.

MFG Günther
RelacksMax
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 06. Aug 2015, 11:28
Momentan steht mir nur der Akai als Verstärker mit Phono-Eingang zur Verfügung.
Mein schöner Yamaha ist in der Werkstatt - das wird auch noch dauern.

Davon abgesehen funktioniert das Denon ja am andern Plattenspieler problemlos (ebenfalls am Phono-Eingang des Akai).


[Beitrag von RelacksMax am 06. Aug 2015, 12:55 bearbeitet]
RelacksMax
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 06. Aug 2015, 17:20
Jazzy
Inventar
#9 erstellt: 06. Aug 2015, 17:27
Das scheinen ja 2Hz zu sein,extrem tief.Deine Basschassis könnten Schaden nehmen(Schwingspule überhitzen,das klackern klingt nach anschlagen der Voicecoil ) .
RelacksMax
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 06. Aug 2015, 17:45
Gut - die Aufnahmequalität vom iPhone ist jetzt va. was den Ton angeht nicht wirklich gut.

Aber weil ich die Woofer nicht kaputt machen wollte hab ichs extra leise gestellt. Trotzdem weiß ich leider nicht woher das kommt.
Mitm andern TA ist ja alles in Ordnung und am andern Dreher spielt das Denon problemlos.

Zum Thema Stummschaltung: Der Dreher ist ja ein 1510 MK-I - kein 2er. Weder im Handbuch noch im Serviceheft konnte ich Anhaltspunkte für eine Stummschaltung finden.
Jazzy
Inventar
#11 erstellt: 06. Aug 2015, 17:48
Ich weiss leider auch nicht,woher so ein extrem tieffrequentes Wobbeln kommen kann.Vielleicht Rückkopplung?
RelacksMax
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 06. Aug 2015, 18:05
Hm - aber von was? Die Standardmaßnahmen für die Fehlersuche hab ich meines Erachtens durch:

  1. Andere Headshells getestet, die mit anderen TA problemlos arbeiten.
  2. Alle anderen Quellgeräte abgestöpselt
  3. Verstärker & Dreher an unterschiedlichen Stromkreisen eingesteckt
  4. TA an anderem Dreher getestet

Bringt mich alles erstmal nicht so richtig weiter - schätzungsweise liegt das Problem beim SL-1510,
da es mit dem andern Dreher ja funktioniert.

Nur wo ich da jetzt mit der Suche beginnen soll, weiß ich auch nicht.


Albus (Beitrag #4) schrieb:
Wie ist der Brumm dann vergleichsweise, wenn das SME-Bajonett des Armes offen bleibt? Brummt es dann so wie mit der Kombination DL-110/HS angeschraubt?


Sorry Albus - hatte deine Fragen ganz überlesen im Eifer des Gefechts. Die Position des Tonarms hat keinen Einfluss auf das "Wobbeln". Wenn am Bajonett keine HS montiert ist, dann gibts auch kein "Wobbeln" - lediglich ein leichtes Rauschen, was verschwindet sobald ich ein System montiere (mit dem Denon verschwindet das Rauschen und das "Wobbeln" beginnt, mit dem Nagaoka ist es still).


[Beitrag von RelacksMax am 06. Aug 2015, 18:13 bearbeitet]
Albus
Inventar
#13 erstellt: 06. Aug 2015, 19:24
Tag,

das ist ja ein enormes Pulsieren. Es sieht aus - ist es aber nicht - als sei ein Tonabnehmer mit sehr hoher Nadelnachgiebigkeit an einem schweren Arm auf einer sehr welligen Platte in Betrieb. Ist nicht, die Suche führt auf die nächsten Fragen.

Die Einstellungen am Phono-Modus stehen für das DL-110 wie?, auf MC oder MM? Akai AM 2250 mit MM nur? Nur MM, habe nachgesehen (Hifiengine). Das kräftige Pulsieren/Wobbeln beginnt auch bei niedriger Stellung des Volumereglers gleich merklich? In Stellung der üblichen Phono-Wiedergabe, so 9:00-11:00 Uhr-Position (-30 dB Skala z.B.) wird es massiv, zu massiv? Schaukelt es sich bei niedriger Volumestellung von schwachem Gewobbel ins massive Pulsieren auf? Oszillieren ist gemeint. - Und, es kommt mit der Kombination 1510/DL-110 auch am AUX-Eingang zum Wobbeln?

Wenn man mit einem Polprüfer (oder Multimeter, vorhanden?) an den Arm geht, beim SME-Bajonett, dann wird eine Spannung angezeigt?

Ein bemerkenswerter Fall.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 06. Aug 2015, 19:42 bearbeitet]
RelacksMax
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 06. Aug 2015, 19:49
Ich finds auch absolut spannend ... am Ende ist es (wie immer) was total simples.

Zum Verstärker:
Der Phono ist MM - mit 3 mV / 47 kOhm

Datenblatt Akai AM-2250

Allerdings dürfte das ja mit dem DL-110 kein Problem geben - tut ja auch am SL-5310 (das is auch der Umstand, der mich
am meisten stutzig macht).
Ja - das Pulsieren beginnt schon bei zwei Klicks von null. Bei 9 Uhr gehts noch - mehr tut schon beim Zuschaun weh.
Es bleibt allerdings immer gleichmäßig - kein Aufschaukeln ohne Lautstärkeänderung.

Am AUX-Eingang spielt es normal - halt natürlich leise. Aber ohne Pulsieren.
Hm ...

Multimeter hab ich - gegen was soll ich den Arm messen ?
Bin was Elektrokram über +/- hinausgeht nicht so bewandert.


[Beitrag von RelacksMax am 07. Aug 2015, 13:19 bearbeitet]
Albus
Inventar
#15 erstellt: 07. Aug 2015, 18:27
Tag,

ich habe über das Vorkommnis weiter sinniert, zu einem sachlich begründeten Messungsvorschlag bin ich aber nicht gekommen, zur Ursächlichkeit fällt mir nichts Vernünftiges ein. Und von irgend drauflosmessen halte ich nichts. Also, Leerlauf von mir insoweit.

Allerdings - wenn es doch so sein wollte wie du verheißt, nämlich etwas ganz Einfaches als ursächlich, dazu in diesem Sinne drei Vorschläge.
Erstens, die Lampe nebst Netzkabel zwischen Verstärker und Plattenspieler sollte einmal entfernt sein; dazu darauf achten, dass Netzkabel und Audiokabel nicht beieinander zu liegen kommen, Abstand halten. Es geht bei diesem Vorschlag um die Lampe.
Zweitens, in der Grundstellung von Arm und Lift, bitte den Lift in die vorgesehene Ruheposition, also OBEN, bringen. Erst dann, wenn der Arm über die Einlaufrille geschoben ist, den Lift zum Zwecke des Abspielens absenken.
Drittens, doch noch erwähnt, für das Kunststoffgebilde Denon DL-110 bitte für die Montage keine magnetischen Schrauben verwenden.

Da nun bei AUX die Störung nicht auftritt gehe ich davon aus, dass es sich um ein nicht vorentzerrtes tieffrequentes Signal (Noise, Störsignal) handelt, welches im Phono-Modus dann aber mit der Bassanhebung der RIAA-Entzerrung um bis zu 15-17 dB angehoben wird - und also das Nutzsignal der Platte verdirbt sowie die Tieftonchassis gefährdet. Nur, von wo dieses Störsignal herkommt, dazu fällt mir nichts Brauchbares ein.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Aug 2015, 18:29 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#16 erstellt: 07. Aug 2015, 20:33
Hallo,

vielleicht liegt beim Phonoteil des Akai ein Defekt vor und einen Low Filter (Subsonic) hat der Akai auch nicht. Möglicherweise spielt das eine Rolle.

Gruß Evil
RelacksMax
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 08. Aug 2015, 00:04

Albus (Beitrag #15) schrieb:

ich habe über das Vorkommnis weiter sinniert, zu einem sachlich begründeten Messungsvorschlag bin ich aber nicht gekommen, zur Ursächlichkeit fällt mir nichts Vernünftiges ein. Und von irgend drauflosmessen halte ich nichts. Also, Leerlauf von mir insoweit.

Allerdings - wenn es doch so sein wollte wie du verheißt, nämlich etwas ganz Einfaches als ursächlich, dazu in diesem Sinne drei Vorschläge.
Erstens, die Lampe nebst Netzkabel zwischen Verstärker und Plattenspieler sollte einmal entfernt sein; dazu darauf achten, dass Netzkabel und Audiokabel nicht beieinander zu liegen kommen, Abstand halten. Es geht bei diesem Vorschlag um die Lampe.
Zweitens, in der Grundstellung von Arm und Lift, bitte den Lift in die vorgesehene Ruheposition, also OBEN, bringen. Erst dann, wenn der Arm über die Einlaufrille geschoben ist, den Lift zum Zwecke des Abspielens absenken.
Drittens, doch noch erwähnt, für das Kunststoffgebilde Denon DL-110 bitte für die Montage keine magnetischen Schrauben verwenden.

Da nun bei AUX die Störung nicht auftritt gehe ich davon aus, dass es sich um ein nicht vorentzerrtes tieffrequentes Signal (Noise, Störsignal) handelt, welches im Phono-Modus dann aber mit der Bassanhebung der RIAA-Entzerrung um bis zu 15-17 dB angehoben wird - und also das Nutzsignal der Platte verdirbt sowie die Tieftonchassis gefährdet. Nur, von wo dieses Störsignal herkommt, dazu fällt mir nichts Brauchbares ein.


Danke für die Anteilnahme
Ich bin ja schon etwas beruhigt, dass nicht nur mich das Phänomen ratlos zurücklässt ...

Dein erster Punkt: Das mit der Lampe habe ich durchgetestet - in dem Zuge auch die Anlage bzw. die Komponenten (Plattenspieler & Verstärker) auf verschiedene Stromkreise bzw. Sicherungen gelegt. Bringt leider nichts. Auch das Audio-Cinch-Kabel samt Masseverbindung in der Lage ändern macht keinen Unterschied.
Dein zweiter Punkt: Das Pulsieren beginnt ja sofort - egal was ich am Plattenspieler mache - wenn die Anlage Strom hat und der Vertstärker auf den Phonoeingang gestellt ist.
Dein dritter Punkt: Ich habe das Denon mit den Originalschrauben befestigt. Schrauben sind nicht magnetisch.

Insgesamt kann es eigentlich nur ein Problem sein, dass im Plattenspieler ausgelöst wird.
Sowohl Verstärker als auch Tonabnehmer sind ja an meinem Zweitspieler (SL-5310) in der Lage problemlos zu spielen.

Somit bleibt, dass der SL-1510 in Verbindung mit dem MM-TA Nagaoka MP-110 problemlos spielt - mit dem Denon-HO-MC-System aber das Wabbern drin ist.

Aber jetzt geh ich erstmal ins Bett
volvo740tius
Inventar
#18 erstellt: 08. Aug 2015, 09:16
Hallo,

interessante Phänomen, allerdings auch ärgerlich.


RelacksMax (Beitrag #17) schrieb:
Das Pulsieren beginnt ja sofort - egal was ich am Plattenspieler mache - wenn die Anlage Strom hat und der Vertstärker auf den Phonoeingang gestellt ist.


Hattest Du auch mal eine Seite L oder R am Phonoeingang abgezogen, vielleicht lässt sich es so noch weiter eingrenzen?

Gruß Thomas
akem
Inventar
#19 erstellt: 08. Aug 2015, 10:18
Ich hab mir grad die Videos angeschaut.
Täuscht das durch die freihändig geführte Kamera oder ist das Lager des Tonarms locker? Mir scheint, daß der Bügel links am Lager beim Bewegen des Armes wackelt. Vielleicht hat es damit ja was zu tun... Ist der Dreher mal verunfallt?
Eine elektrische Erklärung habe ich für dieses Geräusch auch nicht. Das ist ja kein Brummen, was sich vielleicht mit einem Masseproblem oder mit Einstreuungen aus einer Netzleitung erklären ließe.

Gruß
Andreas
RelacksMax
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 08. Aug 2015, 10:28

volvo740tius (Beitrag #18) schrieb:

Hattest Du auch mal eine Seite L oder R am Phonoeingang abgezogen, vielleicht lässt sich es so noch weiter eingrenzen?


Ja - hab ich bereits getestet. Aber die "Störung" liegt auf beiden Kanälen vor.
Am AUX ist es ja weg. Interessant wäre möglicherweise noch mit einem externen Phono-Pre zu testen.
Leider hab ich keinen hier ...

@akem: Also meines Wissens ist der Spieler unfallfrei ... Ich hab grade auch noch das Tonarmlager auf Spiel getestet.
Das sieht soweit auch gut aus.

Ich weiß auch nicht - ich werd jetzt wohl erstma wieder das Nagaoka reinbauen und justieren. Vielleicht geht ja mit meinem Yamaha besser wenn der wieder da ist.


[Beitrag von RelacksMax am 08. Aug 2015, 10:29 bearbeitet]
Albus
Inventar
#21 erstellt: 08. Aug 2015, 11:08
Tag,

der Signalpfad des Plattenspielers ist ja in Ordnung (AUX-Versuch).
Ich vernute nun, dass es sich um eine Resonanz zwischen DL-110 (150-160 Ohm, 0,50-0,55 mH) und Akai AM-2250 Phono-MM handelt. Es heißt zwar immer wieder, High Output MC seien immun gegen Kapazitäten, was aber für einige Produkte bereits gemäß Spezifikationen nicht zutrifft (Goldring, Ortofon, Sumiko). Möglicherweise auch hier für das Denon DL-110? Die Spezifikationen empfehlen nur "mehr als 47 Kiloohm", schweigen sich über eine minimale bzw. maximale Lastkapazität aus.

Freundlich
Albus
RelacksMax
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 08. Aug 2015, 11:34
Sowas ging mir auch im Kopf herum.
Wobei man zum Denon was sowas angeht im Netz nix findet. Wieauchimmer.

Ich werd mal schaun - n Bekannter hat vielleicht in der Restekiste noch nen Vorverstärker. Dann teste ich das mal damit. Ansonsten bleibt eben das Nagaoka mindestens bis der Yamaha CR 600 wieder bei mir ist. An dem funktionierts ja vielleicht

Ich berichte auf jeden Fall wie's sich entwickelt - dann hat vielleicht ja mal jemand was von den Erkenntnissen.

Etwas Gutes hat das Ganze aber noch: Bei der Fehlersuche bin ich auch auf den Grund eines "leichten" tonalen
Unterschieds zwischen rechts-links gestoßen - der Hochtöner einer Box ist hin. Alles auf einmal ...


[Beitrag von RelacksMax am 08. Aug 2015, 11:36 bearbeitet]
akem
Inventar
#23 erstellt: 08. Aug 2015, 12:30
Kann gut sein, daß zwischen dem seltsamen Geräusch und dem defekten Hochtöner ein kausaler Zusammenhang existiert...
Was mir grad noch eingefallen ist: Du betreibst das DL110 schon am MM-Eingang, oder? An den MC-Eingang gehört es nämlich nicht hin. Nicht daß das die Ursache ist...

Gruß
Andreas
Jazzy
Inventar
#24 erstellt: 08. Aug 2015, 12:43
Was passiert eigentlich,wenn du das Headshell abnimmst?
RelacksMax
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 08. Aug 2015, 12:55

akem (Beitrag #23) schrieb:
Kann gut sein, daß zwischen dem seltsamen Geräusch und dem defekten Hochtöner ein kausaler Zusammenhang existiert...
Was mir grad noch eingefallen ist: Du betreibst das DL110 schon am MM-Eingang, oder? An den MC-Eingang gehört es nämlich nicht hin. Nicht daß das die Ursache ist...


Gibt am Verstärker sowieso nur Phono-MM.
An einen Zusammenhang mit dem Hochtöner glaube ich nicht
- selbst wenn man nur eine Box (die 100% funktionierende) anschließt bleibts bei Wabbeln und im Kopfhörer ganz ohne angeschlossene Lautsprecher hab ichs auch.

Die von Albus beschriebene Wechselwirkung macht wohl am meisten Sinn. Das könnte auch erklären warum das Denon am anderen Spieler SL-5310 problemlos spielt (gleich Anschluss am Verstärker - alles identisch nur die Headshell am andern Dreher). Da passen dann die Kapazitäten vermutlich zusammen.

@Jazzy: Ohne Headshell gibts auch kein Wabbern.


[Beitrag von RelacksMax am 08. Aug 2015, 12:59 bearbeitet]
akem
Inventar
#26 erstellt: 08. Aug 2015, 16:27
Naja, wenn Du das DL110 am anderen Dreher verbaust und den an den gleichen Verstärker anschließt hast Du ja pi mal Daumen die gleiche Kapazität. Wenn dann alles in Ordnung ist kann's daran eigentlich nicht liegen. Ich hatte da auch schon dran gedacht, aber wenn da was aufschwingen würde wäre das ein Sinus und kein solches "Klopfen".

Gruß
Andreas
volvo740tius
Inventar
#27 erstellt: 08. Aug 2015, 18:03

akem (Beitrag #26) schrieb:
Naja, wenn Du das DL110 am anderen Dreher verbaust und den an den gleichen Verstärker anschließt hast Du ja pi mal Daumen die gleiche Kapazität.


Da will ich auch nicht daran glauben, sofern noch die originalen Kabel an den Drehern verbaut sind. Selbst ein "Plastikbomber" wie der SL 53x0 hatte vom Werk vernünftige Kabel dran, ich hatte da mal mit dem Schätzholz um die 130pF mit entfernten Headshell gemessen. Das ist m. E. nicht utopisch.

Gruß Thomas
Albus
Inventar
#28 erstellt: 08. Aug 2015, 18:40
Tag,

noch eine Frage, und zwar, ob es in der Wobbelei einen Rhythmus gibt, aus der Nähe betrachtet (von Ferne sieht es danach aus, ja). Und, ob es zu Änderungen nach Umstellung von 33 auf 45 kommt? Auch bitte einmal die Pitch-Prozente voll ausschöpfen. Die Störung ist über Minuten Dauer ohne Schwankungen in der Lautstärke (Volume im unteren Bereich wählen), also konstant? Wenn ja, dann gibt das einen Hinweis auf die Art der Störung (möglicherweise ist es 1/f-Noise).

Wenn der Netzstecker des 1510 herausgezogen ist, ansonsten aber die Verbindung wie für den Betrieb steht (AM-2250 also auf Input Phono und Power ON), kommt es dann auch zum Pulsieren? Oder muss der 1510 auch ans Netz angeschlossen und dazu noch auch eingeschaltet sein (Power ON)?

Bitte am AM-2250 den Netzstecker einmal in der Steckdose umdrehen (Pole umstecken).

Es gilt hier wohl, die Lösung in einem Moment der Serendipity zu finden (des glücklichen Zufalls). Bitte, das Service Manual zum AM-2250 findet man in der Library der Hifiengine (siehe dort).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Aug 2015, 18:49 bearbeitet]
RelacksMax
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 08. Aug 2015, 22:33
Guten Abend,

Das Pulsieren ist gleichmäßig. Auch wenn ichs einfach ganz leise vor sich hinwobbeln lassen bleibt das konstant.
Der Netzstecker des 1510 muss nicht gesteckt sein - es reicht wenn der Verstärker an ist und der Phonoeingang ausgewählt.
Verstellen am Dreher zwischen 33/45 und rumdrehen an den Potis verändert nichts - viel mehr gibts ja nicht zum rumspielen
am 1510.

Ich bekomm morgen mal leihweise einen Phono-Vorverstärker. Billiges 20 oder 30€ Teil
- aber zum ausprobieren wirds reichen. Ich gehe davon aus, dass es damit pulsierfrei funktioniert.

Die Unterlagen auf hifiengine habe ich mir bereits angeschaut.
volvo740tius
Inventar
#30 erstellt: 08. Aug 2015, 23:15
Hallo,

RelacksMax (Beitrag #29) schrieb:

Ich bekomm morgen mal leihweise einen Phono-Vorverstärker. Billiges 20 oder 30€ Teil
- aber zum ausprobieren wirds reichen. Ich gehe davon aus, dass es damit pulsierfrei funktioniert.


Durchaus möglich, scheint so, als ob etwas im Phonoeingang des Akai nicht so recht harmoniert, wenn selbst bei Plattenspieler ohne Netz das Wobbeln vorhanden ist. Wir dürfen gespannt sein.

Gruß Thomas
Albus
Inventar
#31 erstellt: 09. Aug 2015, 10:30
Tag,

danke Max (?) für die Mitteilung des Befundes bei ausgezogenem Netzstecker; somit zieht sich die Suche nach der Ursache weiter auf den Phono-Modus des AM-2250 zurück.

Und in diesem Sinne schlage ich eine Messung vor, welche die Größenordnung des Input Noise am Phono-Eingang zu bestimmen hilft. Die Messung soll die AC-Spannung am Tape Record Out abnehmen; nach den Video-Wobblern gehe ich davon aus, dass es sich um einen Störgeräuschpegel in der Größenordnung von 10-20 mV handelt. Daraus werden aus RIAA-Verstärkung (unter 20 Hz Region 15 dB = 5,623x) plus Phono-Amp-Gain (34 dB = 50x) am Tape Record Out dann 2,8 Volt (ursprünglich 10 mV) bzw. 5,6 Volt. Weiter ergeben sich daraus aus der Verstärkung von Vorstufe plus Endstufe (insgesamt ca. 42 dB = 120x) und unter Abschwächung des Volumecontrol (-40 dB, 0,01x) am LS-Ausgang 11,4 Volt, entsprechend an 8 Ohm Lautsprechern 1,42 Watt. Und so sieht der pulsierende Hub des Tieftöners dann auch aus (bei Input Noise an Phono-Input dann deutlich höher, >5 W/8 Ohm). Heftig, wie zu sehen.

Aus der Rückrechnung der Spannung am Tape Record Out erhält man eine Einschätzung der Größenordnung des am Phono-Eingang bei Anschluss des Denon DL-110 gegebenen Input Noise. Spannung Tape Record Out geteilt Gain 1 (RIAA 5,623x) und Gain 2 Phono-Amp (50x) = Input Noise. Ich erwarte als Input Noise 10-20 mV - was ebenfalls heftig ist. [Es scheint, die Phono-Eingangsstufe hat Schwierigkeiten mit geringen Induktivitäten der Quelle oder ist insoweit defekt].

Und noch gefragt, mit dem Nagaoka betrieben, wie weit kommt der Lautstärkesteller bis es dann - auch zu Wobbeln/Pulsieren beginnt? Bis zur 15:00 Uhr Stellung (ca. -6 dB Skalenwert)?

Messung: SL1510 Power ON, ohne Platte - nur Teller, Start 33, Funktion am AM-2250 Power ON, Input Phono, Messung am Ausgang Tape Record Out, Wechselspannung (AC), Bereich 22 V (oder ähnlich, kleinster Wert 0,001 V). Erwartung: Am Tape Record Out 2-5Volt!
Die Messung geht praktisch zu machen, hat man am Tape Record Out ein Kabel hängen, welches RCA/Cinch-Stecker hat, die mit Krokodilklemmen fest gepackt werden können; Messspitzen rutschen leicht ab, was dann für eine brauchbare Messung Geduld erfordert.

Freundliche Grüße
Albus


[Beitrag von Albus am 09. Aug 2015, 10:49 bearbeitet]
akem
Inventar
#32 erstellt: 09. Aug 2015, 13:26
Was mir noch eingefallen ist:
Dreh mal nicht zu weit auf und achte auf das Geräusch. Dann faß mal die Cinchstecker vom Phonokabel am Verstärker an und wackel ein bischen dran rum. Ändert sich was? Wie gesagt am Stecker, nicht am Kabel.
Ich hatte schon mal den Fall, daß eine Lötstelle an der Cinchbuchse des Verstärkers gebrochen war und das gab dann auch Störgeräusche. War zwar bei mir ein konstantes Brummen, aber man weiß ja nie...

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#33 erstellt: 11. Aug 2015, 09:18
Tag,
und Tag RelacksMax,

gibt es noch etwas Neues, etwas, das die Problemlösung erkennbar machte?

Freundlich
Albus
RelacksMax
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 12. Aug 2015, 08:50
Guten Tag,

Ich bin bisher nur dazu gekommen de Sache mit dem Vorverstärker zu testen - was wie erwartet problemlos funktioniert (mal abgesehen von der miesen Qualität des Amps).

Zu mehr hatte ich noch keine Zeit.

Fabian
Albus
Inventar
#35 erstellt: 12. Aug 2015, 10:10
Tag,
und Tag Fabian,

danke für die Antwort; dann warte ich gern.

Freundlich
Albus
Hörbert
Moderator
#36 erstellt: 12. Aug 2015, 10:23
Hallo!

Möglicherweise ist der Phono-Entzerrer des Akai AM-2250 beschädigt und dieser Schaden zeit sich vor allem an einer hochohmigen Last. Hier würde ich einmal die verbauten Kondensatoren unter die Lupe nehmen.(lassen)

MFG Günther
RelacksMax
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 01. Dez 2015, 17:27
Ich wollte mal noch eine kurze Rückmeldung geben: Das Problem besteht in jedem Fall im Zusammenspiel zwischen mit HO-MC Denon DL-110 und der Phonostufe des Akai (und dem SL-1510 - nur in der Kombi tritt das Problem auf). Ob das ein prinzipielles Problem bei der Kombination ist oder ein Defekt vorliegt kann ich allerdings nicht sagen. Mittlerweile habe ich meinen Yamaha CR-600 wieder und an diesem spielt der SL-1510 mit dem Denon problemlos gut.

Zur weiteren Fehlersuche war mir die Zeit zu schade - der Akai ist sowieso nur Ersatz-Verstärker und meine MM-Abnahmer (Nagaoka MP-110 und AT110E) spielen an diesem problemlos. Das reicht mir


[Beitrag von RelacksMax am 01. Dez 2015, 17:29 bearbeitet]
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