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Plattenspieler defekt?

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MikeyK
Neuling
#1 erstellt: 21. Sep 2015, 15:45
Hallo,
Ich kenn mich leider nicht so gut mit Plattenspielern, deswegen kann die Frage vielleicht blöd sein:
Der Vater meiner Freundin hat einen relativ neuen (mit USB Port zur Digitalisierung etc) angeschlossen an eine stereo Anlage. Das Problem ist, dass die Stereo Anlage zwar die Musik abspielt (qualität kann ich nicht wirklich beurteilen, ist aber ok sag ich mal), allerdings hört man die Musik praktisch doppelt direkt am Plattenspieler bzw an der Nadel. Sollte das wirklich so sein? Ich mein, aufgrund des Aufbaus ist das vermutlich gegeben, allerdings ist es doch sehr laut, sogar mit Abdeckung und auch sehr störend. Kann das an der Nadel oder so liegen bzw hat wer eine Idee wie man das beheben könnte? Angeblich wäre es nicht von Anfang an so gewesen und erst nach dem dritten anschalten oder so so geworden.
Würde es gerne zum Geburtstag des Vaters meiner Freundin gerne irgendwie beheben, weil er eigentlich sehr gerne Platten hören würde.. wäre also für jeden Tipp dankbar
LG Mikey
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 21. Sep 2015, 16:19
Hallo,

natürlich hort man dann den Ton, das ist ganz normal, so funktioniert eben eine Schallplatte. Alte Schellackplatten funktionieren mit ollem Grammophon daher auch ganz ohne Elektrik.

Wenn der Dreher korrekt eingestellt ist (Tonarmjustage und Auflagekrafteinstellung) dann kriegt man es auch nicht leiser.

Haube drauf ...

Peter
MikeyK
Neuling
#3 erstellt: 21. Sep 2015, 18:02
Ok, das dachte ich mir schon. Es ist nur eben so, dass die Mutter meiner Freundin meinte, dass das die ersten male nicht so war...
Wie genau schaue ich da wie das eingestellt ist, bzw wie stelle ich das ein?
LG
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 21. Sep 2015, 19:10
Hallo,

in der Anleitung müsste weiteres stehen, denn ich kann schlecht erraten um was für einen Plattenspieler es sich handelt.

Immer daran denken: ein (halbwegs) guter Plattenspieler ist ein feinmechanisches Präzisionsgerät - da sollte man etwas Zeit und Geduld für die Justage und korrekte Einstellung reinstecken.

Peter
Albus
Inventar
#5 erstellt: 22. Sep 2015, 10:37
Tag,

von der Beobachtung ausgehend, dass es - das akustisch-mechanische Abtastgeräusch - direkt am Plattenspieler sehr laut ist, so laut, dass es neben der Musik auch noch als störend zu hören ist, drängt sich eine Vermutung auf. Die Vermutung, dass es sich bei dem Plattenspieler um ein Modell der Art Audio-Technica LP-120, Reloop, Omnitronic, Stanton, etc., also vom chinesischen Großhersteller HANPIN produzierte Direktantrieb-Modelle mit Einheitstonarm handelt. Nun kommt's in der Sache der Hörbarkeit des akustisch-mechanischen Abtastgeräusches: Die Tonarme dieser Modelle (Marke einerlei) sind häufig ausgesprochen schlecht montiert. Der Tonarm wackelt im Drehlager sowohl vor- und rückwärts als im und gegen den Uhrzeigersinn - das sogenannte Lagerspiel, welches einen Tonarm zum Gebrauch mehr oder weniger untauglich macht.

Hat dieser Tonarm des Plattenspielers - bitte, welches Modell, welcher Hersteller? - dieses verfehlte Lagerspiel, dann ist mit übermäßigem Störgeräuschanteil in der Abtastung von Musik zu rechnen (zu erwarten). Probe auf Lagerspiel: Mit Daumen und Zeigefinger (der rechten Hand) wird der Arm am Drehlager festgehalten, mit der linken Hand, Daumen und Zeigefinger fasst man die Headshell mit Tonabnehmer so an, dass der Arm nun versuchsweise nach vor- und zurück bewegt wird sowie im Uhrzeigersinn und Gegenuhrzeigersinn. Es darf dabei keine merkliche Bewegung des Armvorderteiles im Drehlager geben. Ich schlage diese Probe vor.

Eine Anmerkung zur Hörbarkeit dieses Störgeräusches:
1. Ein leiser Wohn-Raum hat ein Raumgeräusch in der Höhe von 40-42 dBC (29-31 dBA); ein Plattenspieler kommt auf ein typisches akustisch-mechanisches Abtastgeräusch (1 cm am Tonkopf gemessen) bei Musikmaterial von 45-51 dBC. Ein Plattenspieler mit viel Lagerspiel kommt aber auf ein erhöhtes akustisch-mechanisches Abtastgeräusch von bis zu 55 dBC und höher. Das ist, 50-55-57 dBC, dann Störgeräuschkonkurrenz neben einer leisen Musikpassage.
2. Das Lagerspiel muss nicht von Anbeginn an gänzlich ausgeprägt gewesen sein - die Anfänge sind durchaus ohne den gegenwärtigen
Störpegel denkbar. Die Erschütterungen des Abtastvorganges sowie die Bewegungen in der Nutzung brauchen unter Umständen auch erst eine unerwünschte Einlaufzeit bis zur völligen Imperfektibilität der Lagermontage.

Kurzer Sinn dieser Einlassung: Bitte, man prüfe den Tonarm auf übermäßiges Lagerspiel. - Wenn ja, dann kann an den drei Schrauben des Lagers, zwei seitlich, eine oben, mittels geeignetem Schraubenzieher und ruhiger Hand vorsichtig verbessert werden. Danach sollte auch das Störgeräusch auf Normalpegel vermindert sein - und somit aus einem ordentlichen Hörabstand unhörbar.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 22. Sep 2015, 10:39 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 22. Sep 2015, 11:05
Hallo,

vorher würd ich den Dreher zurückgeben... bevor ich selber an den Tonarmlagern runmschraube nutze ich die Garantie lieber.

Peter
MikeyK
Neuling
#7 erstellt: 22. Sep 2015, 11:34
Hallo,
Vielen Dank für die Rückmeldung! Der Arm ist, wenn ich es richtig getestet habe, in der Tat sehr locker im und gegen den Uhrzeigersinn.
Es ist ein Lenco L-71
Jetzt muss ich nur noch herausfinden wie ich das Gerät sicher auseinander nehme um an die schrauben zu gelangen.

Liebe Grüße, Mikey
Compu-Doc
Inventar
#8 erstellt: 22. Sep 2015, 11:49

Computer-Bild schrieb:
Fazit: Lenco L-71Lenco war mal ein renommierter Plattenspieler-Hersteller aus der Schweiz. Die Zeiten sind vorbei: Der L-71 kommt jetzt von einem fernöstlichen Lieferanten. Der Lenco nimmt direkt auf USB-Speichern und SD-Speicherkarten auf und verunstaltet die sonst ordentlichen Aufnahmen mit einem leisen Brummton. Der Plattenspieler lieferte zudem etwas zu leise Bässe. Gesteuert wird die Wiedergabe von USB und Speicherkarte per Tastenfeld und Anzeige auf der Oberseite. Schneiden und bearbeiten lassen sich die Aufnahmen nur am PC. Dafür legt Lenco das Programm Audacity bei.


Ich denke, da wird "feinjustagemäßig" nicht viel gehen.
MikeyK
Neuling
#9 erstellt: 22. Sep 2015, 11:56
Hm, aber etwas fester muss es dich gehen, wenn ich den arm am Drehgelenk festhalte und am Kopf hin und her bewege, ist da ein sehr großer Spielraum...wie ziehe ich das denn nach, muss man das komplett auseinander nehmen oder kann man den arm anders herausziehen oder so?
.JC.
Inventar
#10 erstellt: 22. Sep 2015, 11:59
Hi,


Albus (Beitrag #5) schrieb:
Ein Plattenspieler mit viel Lagerspiel kommt aber auf ein erhöhtes akustisch-mechanisches Abtastgeräusch von bis zu 55 dBC und höher.


das ist ja mal interessant.
Kannst Du dir diesen Effekt erklären?

schade, dass die Leute diesen Plastikschrott kaufen
wo es doch so viele gute, alte Plattenspieler gibt
MikeyK
Neuling
#11 erstellt: 22. Sep 2015, 13:06
1442926981969-219370779

Hallo, hier nochmal ein Bild von dem Arm. Gibt da leider keine keine Schraube, sondern nur so einen Metall Stift. Wie könnte man das umstellen?
LG Mikey
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 22. Sep 2015, 13:12
Hallo,

vergiss es... es lohnt nicht bei der Möhre. Die Tonarmlagerung ist ab Werk "windig".
Das Abtastsystem lausig - spar lieber für was Gescheites.

Peter
.JC.
Inventar
#13 erstellt: 22. Sep 2015, 13:23

MikeyK (Beitrag #11) schrieb:
sondern nur so einen Metall Stift.


Wahnsinn !
Albus
Inventar
#14 erstellt: 22. Sep 2015, 13:29
Tag,

ja, da ist alles vergeblich, kein HANPIN-Arm der Sorte Technics-Klon, es ist ein Fall von Industriemüll.

@.JC.
Die zusätzlichen wilden Vibrationen führen zu zusätzlichem Körperschall, der vom Tonkopf durch den Arm zum Gegengewicht (uU) läuft und zurück. Daher der erhöhte Störpegel, der vom Armrohr als eine Art von Klangstab abgestrahlt wird. Schrumpfschlauch oder Dämpferring draufsetzen,...

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 22. Sep 2015, 13:31 bearbeitet]
MikeyK
Neuling
#15 erstellt: 22. Sep 2015, 13:33
Hallo,
Schon klar dass es nicht das beste Gerät ist. Ich würde aber gerne, bevor ich ihnen rate ein neues zu kaufen, zumindest versuchen es besser zu machen. vielleicht reicht das ja... Wenn nicht kann man immer noch was neues kaufen.
Die Frage wäre ob es überhaupt möglich wäre das nachzujustieren wie Albus geschrieben hat.

Und ja, schon Wahnsinn so ein Metall Stift. Sollte ich etwas nicht wissen ist jede Information Willkommen. Wie gesagt ich kenn mich nicht so gut aus und versuche selbst nur zu helfen.
Zu sagen "ist kaputt, kauft was neues" ist natürlich leicht. Wenns aber zu reparieren geht, ist das doch nicht notwendig.

Aber gut, wenn ihr mir Sagt dass es vergeblich ist, kann man wohl nix machen. Danke aufjenden Fall für die Hilfe!
Lg
Mikey
.JC.
Inventar
#16 erstellt: 22. Sep 2015, 13:36
Hi,


Albus (Beitrag #14) schrieb:
es ist ein Fall von Industriemüll
..
@.JC.
Die zusätzlichen wilden Vibrationen führen zu zusätzlichem Körperschall, der vom Tonkopf durch den Arm zum Gegengewicht (uU) läuft und zurück.


wenn man bedenkt dass damit Leute womöglich wertvolle Platten hören

danke für die Erläuterung


MikeyK (Beitrag #15) schrieb:
Wenn nicht kann man immer noch was neues kaufen.


bevor Du das machst lies ein paar Threads zum Thema hier zB
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=20357
u. viele Andere


[Beitrag von .JC. am 22. Sep 2015, 13:39 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 22. Sep 2015, 13:39
Hallo,

da würd ich nicht mal die 50 Cent K-Tel Greatest Hits 1978/79 vom Flomi drauflegen...

Das Ding ist Schrott ab Werk.

Peter
Compu-Doc
Inventar
#18 erstellt: 22. Sep 2015, 16:07
Durchatmen, abhaken, als gebrauchten Flohmarktkindermärchenschallplattenabspieler in die Bucht setzen, einen Gebrauchten kaufen, gut iss!
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