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American Audio TTD 2400 - keine Erdung

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Autor
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1234punkrock
Neuling
#1 erstellt: 30. Sep 2015, 20:50
Hallo zusammen, mein erster Beitrag und ich bin aufgeregt :-)

Ich habe einen American Audio TTD-2400. Den werde ich demnächst ablösen (es wird wohl ein Rega), bis dahin aber mit neuem Tonabnehmer bestückt. Was ich nicht verstehe: In der Anleitung des Plattenspieler ist davon die Rede, dass das Erdungskabel mit dem Verstärker wie gehabt verbunden werden soll.

2. The thin black wire with a spade connector is the ground lead. The ground
lead must be connect to the mixer (receiver) to avoid pops and clicks associated
with magnetic pick-up system such as turntables.


Meine Frage mein TTD-2400 hat allerdings kein Erdungskabel, kein Anschluss, gar nichts. Kann das sein? Was kann ich tun. Er hat keine Störgeräusche allerdings klinft er sehr schwammig und zieht viel Staub nach zwei bis drei Durchläufen musste die Original-Nadel vom Staub gereinigt werden. Jetzt ist zum Übergang eine Ortofon DJ Pro S drauf. Freue mich über Tipps.
1234punkrock
Neuling
#2 erstellt: 30. Sep 2015, 20:58
Zusatz: Verstärker ist Marantz PM5005, kein Vorverstärker. Höre nur über Kopfhörer (Grado)
Tauern
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 01. Okt 2015, 04:39
Moin,

die Konstruktion ist ganz einfach ohne separates Erdungskabel. Gibt es inzwischen häufig, gerade bei den sog. DJ-Geräten. Wenn´s nicht brummt ist´s o.k..

Der schwammige Klang kann an vielem liegen:

- Einstellung (Auflagekraft u. Antiscating) nicht sauber
- Ortofon Concord passt - evtl. - nicht 100%ig zur Tonarmgeometrie
- das System selbst ist kein Hifi-System
- Phono-Eingang des Marantz hat - ggf. - unpassende Eingangskapazität
- usw. usw.

Der Plattenspieler ist an sich einfach, aber ein besserer Klang müsst möglich sein.

Ggf. anderes Update? günstiges SME-Headshell plus z.B. Ortofon OM5E? Das ganze mit einer Schablone (gibt´s im Web - hier im Forum suchen) sauber einstellen und Tonarmeinstellung sauber (mit günstiger digitaler Tonarmwaage) einstellen. Die Waage brauchst du bei dem angestrebten Rega sowieso. Auch auf´s Antiscating achten.

Grüße

Tauern

PS: wenn das Originalsystem - zu dem ja auch ein Headshell gehört - noch vorhanden ist, macht es am meisten Sinn, eine elliptische Tonnadel dafür zu kaufen. Die gibt es für 25 bis 30 EUR. Die Tipps zur sauberen Einstellung behalten auch dabei natürlich Gültigkeit.


[Beitrag von Tauern am 01. Okt 2015, 04:49 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#4 erstellt: 01. Okt 2015, 07:03
Hallo,

zum Thema Staub.

Schallplatten laden sich statisch schnell auf und wirken wie ein Staubmagnet.
Daher ist vor dem Abspielen immer die Benutzung einer Carbonbürste anzuraten. Dann kommt die Nadelbürste nicht so oft zum Einsatz.
Besser als eine Nadelbürste reinigt ein Radierschwamm aus der Drogerie.

Der statischen Aufladung kann man mit waschen der Schallplatten entgegenwirken. Dazu gibt es hier unzählige Beiräge.
Stichworte: Schallplatten waschen, Cheap Thrill, Knosti, Okki Nokki....

Gruß Evil
1234punkrock
Neuling
#5 erstellt: 01. Okt 2015, 09:25
Moin!

und vielen Dank für die ausführliche Antwort, das hilft mir sehr. vor allem. Bin mit der DJ Ortofon S auch nicht soo zufrieden, die Original TTD 2400 Nadel hat schnell aufgegeben.. Es geht mir nur ums Musikhören, kein DJing, kein Scratchen etc. Punkrock und Singer/Songwriter.

Der Plattenspieler hat ja von sich aus seine gGenzen, daher weiß ich nicht, wie sehr ich da überhaupt aufrüsten soll.

Da ich in 3-4 Monaten auf Rega gehen möchte, würde ich die günstigste und effektivste Lösung bevorzugen und einfach eine Ersatznadel kaufen, ich würde mich sehr über einen Tipp freuen. Habe z.B. die Ortofon Nightclub E (ca 50 €). Woher weiß ich denn, ob die passt?

Empfohlen wir ja oft die Ortofon 2M Red, aber die gibt es nicht nur als Nadel, wenn ich das richtig sehe.
Die ginge zusammen mit einem Ortofon Headshell black, liegt dann aber bei >100€ Gesamt. Wenn das aber knallt, könnte ich mir das vorstellen und auch das Setup üben mit Digitalwaage etc (wovor ich Respekt habe... aber wohl eh jetzt üben muss)

Danke!

Lars
akem
Inventar
#6 erstellt: 01. Okt 2015, 11:39
Der American Audio hat ja wie ich das sehe eine USB-Elektronik eingebaut. Solche Dreher sind dann immer an eben dieser Elektronik geerdet und brauchen dann keine weitere Erdungsleitung.

Welchen Rega willst Du denn kaufen? Den RP1? Dann behalt lieber den American Audio...
Welchen Tonabnehmer hast Du denn aktuell?
Was vermißt Du klanglich und wo soll es hingehen?

Bedenke: der Tonabnehmer bestimmt zu 95% den Klang. Da zu sparen ist das falsche Ende und einen neuen Dreher mit dem gleichen Mist als Tonabnehmer zu kaufen wird Dich klanglich keinen mm weiter bringen.
Das Ortofon 2M Red ist ein OM10 in mehr und buntem Plastik und hoffnungslos überteuert. Für ein paar Euro mehr kriegst Du ein Sumiko Pearl, das ist dann schon eine Klasse besser. Nach oben gibt es bei Tonabnehmern kaum Grenzen, wobei man natürlich auch irgendwann in einen Bereich kommt, wo die Unterschiede a) nur noch marginal sind und b) es nicht mehr wirklich besser wird sondern nur noch anders...

Gruß
Andreas
Tauern
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Okt 2015, 16:07
Hallo,

habe ich richtig verstanden, dass eine Ersatznadel Nightclub E vorliegt? Diese kann an dem vorhandenen Concord System montiert werden. Der Klang dürfte feiner aufgelöst sein. Dennoch auch hier: Auflagegewicht genau einstellen und Antiscating einstellen entsprechend anpassen. Bei der Justage des Auflagegewichts (auch hier wieder die Empfehlung der digitalen Waage, gibt´s für gut 20 EUR im Web) Antiscating zunächst auf "0" stellen. Nach dem Auspendeln des Tonarms und der genauen Einstellung der Auflagekraft Antiscating entsprechend einstellen.

Sollte ein RP1 ins Auge gefasst sein, schließe ich mich der skeptischen Haltung von Akem an.

Grüße

Tauern
1234punkrock
Neuling
#8 erstellt: 01. Okt 2015, 19:57
Hallo,

Danke für die vielen Tipps nochmals. Digitale Tonarmwaage ist bestellt.

kurz zur Ausstattung:

Tonarm: ist der original American Audio mit Erstatz-Headshell Ortofon DJ Pro S.(Orignal Headshell des TTD 2400 ist auch noch vorhanden, Nadel amcht es nicht mehr, war aber immer nicht gut.)
Verstärker: Marantz PM 5005 (neu)
Kopfhörer: Grado SR-225e (neu)

Mein Plan war: Ersatz Set Ortofon und ab gehts. Neuer Verstärker, ordentliche Kopfhörer. Hat aber nicht geklappt ;-)

Wenn die Nadel 95% des Klangs ist, könnte ich mir auch vorstellen, die hochwertig auf dem TTD 2400 upzugraden bzw inkl Headshell. Da würde mich sehr interessieren, was eine Kombination sein könnte. Wenn sich das beim TTD 2400 ohnehin nicht lohnt, lasse ich das lieber und ib´nvestiere gleich in ordentlichen Plattenspieler.

Zur Klangfarbe: Ich bin sehrt enttäuscht. Das war auch schon mit TTD 2400 Original-Ausstattung so. Es klingt nach Blech. Knarzt und kratzt übermäßig (daher meine Frage nach der Erdung, aber das ist ja geklärt, Danke!) . Schwammig. Keine Power, kein Druck. Zerrt z.T. in den Höhen und Tiefen. Mehr in den Höhen. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn ich mt In-Ear am Smartphone unterwegs in U-Bahn Musikstreaming Apps nutze (um mir meine Favorites dann immer auf Vinyl zu kaufen) hört sich das besser an als an der Anlage Zuhause. (???) Da kann ja was nicht stimmen....

Ich höre seit über 20 jahren Schallplatten, hatte früher eine Technics, dann Dual und irgedwie die Schnapsidee mit dem American Audio. Bin halt NUtzer, keine teifergehende Ahnung von der Technik dahinter, was sich gerde ändert ;-)

Ich erwarte einfach, dass ich Kopfhöer aufsetzte und neutralen, klaren Klang (bloß kin Bass-Loudness-Gerät), eindeutiges Instrumenten-Profil und gerade heraus Musik aus dem Vinyl kommt. Ist aber alles Blechbüchse. Ich habe den Rega RP1 Performance anvisiert. Hllt der auch nicht?
Tauern
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 02. Okt 2015, 04:37
Moin,

bei der Klangbeschreibung passt offenbar etwas im Zusammenspiel der Geräte grundsätzlich nicht zusammen. Wie klingen andere Quellen (CD-Spieler, Tuner) über den Marantz und den Kopfhörer? (Zusammenspiel Verstärker - Kopfhörer)

Ich würde von dem jetzigen Tonabnehmer und dem Plattenspieler keinen audiophilen Höhenflug erwarten. Aber ein anderes Klangbild schon. Z.B. nicht besonders differenzierte Auflösung des Klanggeschehens, mäßige Höhenauflösung oder im Gegenteil tendenziell zischelige Höhen, tendenziell wummeriger Bass ohne echten Tiefbass zum Beispiel. Es kann sein, dass die Eingangskapzität des Phonoeingangs des Marantz sehr hoch ist, da kenne ich mich aber nicht so aus. Ggf. würde das Problem dann auch beim Neukauf eines Plattenspielers in der Tendenz fortbestehen, es sei denn man kauft einen passenden/anpassbaren externen Phonovorverstärker. Das ist aber alles nur Vermutung.

Grüße

Tauern


[Beitrag von Tauern am 02. Okt 2015, 04:40 bearbeitet]
akem
Inventar
#10 erstellt: 02. Okt 2015, 12:12

1234punkrock (Beitrag #8) schrieb:

Wenn die Nadel 95% des Klangs ist, könnte ich mir auch vorstellen, die hochwertig auf dem TTD 2400 upzugraden bzw inkl Headshell. Da würde mich sehr interessieren, was eine Kombination sein könnte. Wenn sich das beim TTD 2400 ohnehin nicht lohnt, lasse ich das lieber und ib´nvestiere gleich in ordentlichen Plattenspieler.

Zur Klangfarbe: Ich bin sehrt enttäuscht. Das war auch schon mit TTD 2400 Original-Ausstattung so. Es klingt nach Blech. Knarzt und kratzt übermäßig (daher meine Frage nach der Erdung, aber das ist ja geklärt, Danke!) . Schwammig. Keine Power, kein Druck. Zerrt z.T. in den Höhen und Tiefen. Mehr in den Höhen. Um ein Beispiel zu nennen: Wenn ich mt In-Ear am Smartphone unterwegs in U-Bahn Musikstreaming Apps nutze (um mir meine Favorites dann immer auf Vinyl zu kaufen) hört sich das besser an als an der Anlage Zuhause. (???) Da kann ja was nicht stimmen....


Ich kenne den American Audio nicht, daher kann ich dessen Potential nicht wirklich bewerten. Den Bildern nach scheint das eines der vielen Hanpin-Derivate zu sein, was nicht unbedingt schlecht sein muß.

Das mit dem Druck ist bei Vinyl so ne Sache. Da spielt neben dem Tonabnehmer selbst auch noch rein, daß der Tonabnehmer zur effektiv bewegten Masse des Tonarmes passen muß und der Frequenzgang des Phono-Vorverstärkers auch noch stimmen muß (und da wird auch zuweilen gemurkst, z.B. mit einem viel zu hoch ansetzenden und nicht abschaltbaren Subsonicfilter).
Wenn es in den Tiefen zerrt, liegt es meistens daran, daß der Tonabnehmer nicht zum Arm paßt und die eff. Masse vermutlich zu gering ist. Dann kann die Nadel den Auslenkungen nicht komplett folgen und stattdessen wird der Arm mitbewegt. Natürlich kann auch die Nadel hin sein. Zerren in den Höhen kommt von einer verschlissenen, beschädigten oder einer schlichtweg schlechten Nadel.
Hast Du mal geschaut, ob da überhaupt noch ein Diamant dran ist? Im preiswerten Bereich sind fast alle Nadeln gebondet, d.h. da ist nur ein kleiner Diamantsplitter in einen Sockel aus Lötzinn gesteckt. Wenn der flöten geht, kann es sein, daß nur noch ein scharfer Grat des Sockels in der Rille rumkratzt. Aber das klingt dann wirklich schauderhaft und da sollte eigentlich jeder sofort merken, daß was nicht stimmt...

Gruß
Andreas
1234punkrock
Neuling
#11 erstellt: 22. Jun 2016, 19:53
Hallo zusammen, wenn auch verspätet, wollte ich das Thema noch abschließen. Es ging alles in Richtung neuer Plattenspieler. Ich habe derzeit einen Rega RP1 mit Ortofon 2m Blue. Bin damit sehr zufrieden, klar geht da mehr, aber für den Wiedereinstieg war das erstmal eine saubere Lösung aus meiner Sicht. Zumal mir das basteln mit neuen Nadeln / Headshells nicht so leicht von der Hand geht ;-) Luft nach oben gibt es ja immer.... Danke nochmals für die Vorschläge und Hilfe
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