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Brummt: REGA RP1 über Musical Fidelity V90-LPS an NuPro A300

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Beitrag
FROSTABOXA
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Nov 2015, 15:25
Hallo zusammen,

ich habe ein Brumm-Problem in meiner Kette. Das Brummen ist nicht tief, sondern eher ein Surren im mittleren Frequenzbereich.

Plattenspieler REGA RP1 mit originalem Rega-Carbon-System über den
PhonoPre Musical Fidelity V90-LPS an
Aktiv-Lautsprecher Nubert NuPro A300.
Das 3m-Cinchkabel zwischen dem Pre-Amp und den LS ist ein recht anständiges Cordial-Kabel.

Ist der Plattenspieler nicht angeschlossen, dann brummt es nicht, andernfalls eben schon. Das Cinchkabel habe ich variiert, kein Unterschied. Außerdem habe ich die Geräte per Verlängerung an unterschiedliche Stromkreise angeschlossen, keine Besserung.

Eine Lösung habe ich gefunden, die mir allerdings aus optischen/praktischen Gründen nicht gefällt: Sobald ich den Ground-Anschluss des Pre-Amps an die Heizung erde, ist das Brummen fast komplett verschwunden. Aber ein Groundkabel quer durch das Zimmer ist einfach keine gute Lösung.

Zuvor hatte ich einen Audio Technica LP120, den ich über den integrierten Phono-Verstärker direkt an die NuPros angeschlossen hatte. Auch da gab es (ein deutlich) leiseres Brummen, das allerdings erst einsetzte, sobald die Nadel das Vinyl berührte, wirkte ein wenig, wie eine Gate-Funktion zur Nebengeräusch-Unterdrückung. Der Wirkungsgrad des Systems, das ich an diesem Spieler montiert habe (Ortofon Nightclub MKII) war jedoch auch deutlich höher als der des REGA-Systems, sodass ich jetzt die LS auch weiter aufdrehen musste (natürlich dadurch noch mehr Burmmen).

Zudem ist in der neuen Kombination das Brummen insgesamt deutlich lauter, definitiv inakzeptabel laut.
Beide Plattenspieler haben keinen Ground-Anschluss, ich kann also nicht den Plattenspieler an den Pre-Amp erden.

Die einzige weitere denkbare Lösung, die ich noch nicht ausprobieren konnte: ein anderes Netzteil an dem Pre-Amp. Auf das NT des V90 wurde an anderer Stelle schon manches mal geschimpft. Ich habe allerdings kein alternatives 12V-NT mit einem so kleinen Stecker zum Ausprobieren da.

Frage: Welche anderen Lösungen außer dem Groundkabel zur Heizung gibt es?

P.S. Übrigens klingt die Kette ohne Brummen echt sensationell gut, wie ich finde!! Allerdings habe ich noch ein Ortofon 2M Red als Austausch gegen das REGA-System bestellt, das dürfte noch einen kleinen Schub geben.


[Beitrag von FROSTABOXA am 04. Nov 2015, 15:28 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 04. Nov 2015, 15:30

FROSTABOXA (Beitrag #1) schrieb:

Beide Plattenspieler haben keinen Ground-Anschluss, ich kann also nicht den Plattenspieler an den Pre-Amp erden.


das ist schlecht !
unumgänglich wird wohl der Potentialausgleich ebenda sein !
akem
Inventar
#3 erstellt: 04. Nov 2015, 16:02
Im Prinzip haben beide Dreher einen GND-Anschluß: über den Schirm des Cinchkabels.
Der Audio Technika hat ja soviel ich weiß einen internen Phono-Vorverstärker und genau da ist der Dreher geerdet. Diese Masse geht dann natürlich per Cinchkabel-Schirm weiter an die nachfolgenden Geräte, so daß diese das gleiche Massepotential haben.
Beim Rega ist es etwas komplizierter: das Laufwerk als solches hat keine Erdung, das Tonarmrohr ist intern kontaktiert und diese Masse wird über den Schirm eines der beiden Cinchkabel an die Phonostufe geleitet (in der Hoffnung, daß dort eine echte Masse ist).

Du könntest (wenn Du einen Eingriff in den Rega-Tonarm scheust) mal probieren, einen Draht an den Erdungsanschluß des Musical Fidelity anzuschließen und mit dem abisolierten Ende des Drahtes mal die beiden Außenringe der Cinchstecker berühren. Bei einem der beiden sollte dann Ruhe einkehren. Dann kannst Du versuchen, diesen Cinchstecker abzustecken und beim Wiederanstecken die Litzen des Erdungsdrahtes unter den Außenkontakt des Cinchsteckers zu pfriemeln. Ist ne häßliche Lösung, könnte aber funktionieren...
Ansonsten: Umbau des Tonarm nach diesem Muster:
http://www.aqvox.de/...nen_rega_mod_de.html
Vielleicht vom Händler als Garantieleistung umbauen lassen??
Aber vorher solltest Du wie geschildert klären, ob das überhaupt die Ursache ist...

Gruß
Andreas
FROSTABOXA
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 04. Nov 2015, 16:11
Laut REGA ist der RP1 quasi intern am linken geeredet, das würde reichen... und bei den Hifi-Profis ind DA, wo ich den REGA gekauft habe, sagte man mir, dass sie mindestens einen pro Woche verkaufen, aber noch niemand habe dieses Problem gehabt. Damit kann ich natürlich nicht viel anfangen...
FROSTABOXA
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Nov 2015, 16:24
Sorry Akem, Deine Antwort hatte ich noch nicht gelesen!
Ergänzt sich ja schön...
Ich werde das mal wie von dir beschrieben ausprobieren. Müsste lt. REGA der linke Kanal sein.

Ich hatte den Tonarm-Umbau tatsächlich auch schon recherchiert und die Hifi Profis hatten mir sogar den Umbau angeboten und damit auch begonnen, allerdings stimmt die Anleitung nicht genau überein mit dem RP1, in der Anleitung ist ein anderer Tonarm mit einer Metall-Hülse, wo beim RP1 nur eine Kunststoffhülse ist... als sie dann noch gesehen haben, dass sie ein Loch durch die Abdeckung bohren müssen, um das Kabel rauszuführen, wurde ihnen das Ganze dann leider doch zu heiß und sie haben den RP1 wieder zusammen geschraubt und mir wieder mitgegeben, eine Rückgabe haben sie mir auch angeboten, bzw. einen Schwenk auf ein Project Audio-Modell. Habe ich aber abgelehnt.

Ich will auch noch kurz betonen, dass die Hifi Profis in DA sich durchaus viel Mühe gegegen haben. Irgendwie kann ich ja auch verstehen, dass sie die oben beschriebenen Hemmungen haben.


[Beitrag von FROSTABOXA am 04. Nov 2015, 16:28 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 04. Nov 2015, 16:29

FROSTABOXA (Beitrag #4) schrieb:
Laut REGA ist der RP1 quasi intern am linken geeredet, das würde reichen...


... wenn die Cinchmasse bei der Phonostufe auch wirklich Masse ist! Und genau das ist zwar der Regelfall aber die berühmten Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel...
Zur Erklärung: Masse ist in der Audiotechnik nicht gleich Masse. Erstens kennt ein Tonabnehmer gar keine Masse sondern gibt ein symmetrisch-massefreies Signal ab. Fälschlicherweise werden die Pins zwar oft mit GND beschriftet aber das ändert nichts daran, daß da keine Masse ist sondern bestenfalls von der Phonostufe aufgezwungen wird.
Und in der Phonostufe muß man dann auch noch unterscheiden zwischen DC-Masse, NF-Masse und HF-Masse. Der Erdungsanschluß ist alles drei auf einmal, Cinchmasse kann aber durchaus mal nur NF-Masse sein. Und schon brummt es bei einer vermeintlichen Erdung per Cinchkabel...

Gruß
Andreas
FROSTABOXA
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 04. Nov 2015, 16:44
Besten Dank für die Erklärung schon mal!
Albus
Inventar
#8 erstellt: 04. Nov 2015, 17:48
Tag,

hast du ein Rack aus Metall?, dann, bitte, statt der Heizung das Rack als Massebasis verwenden. Oder, andere Versuchsmöglichkeit: Aus einem Netzstecker die Polstifte entfernen, vom V90-LPS Ground zur Netzleiste eine Verbindung als Massebasis zur Netzsteckermasse herstellen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 04. Nov 2015, 17:51 bearbeitet]
BugFixX
Stammgast
#9 erstellt: 04. Nov 2015, 18:12
Um nicht mit 0 Ohm an den Schutzleiter zu gehen, habe ich den hier genommen:

https://www.conrad.d...f-103-mm-189437.html

Einfach den Druckknopf entfernen und gegen einen passenden Stecker ersetzen. Der 1M Widerstand ist im Steckergehäuse.
Funzt bei mir einwandfrei.


Gruß,
Andreas
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 04. Nov 2015, 23:33
Eine wunderbare Methode Geld zu verballern. C sagt Danke.
akem
Inventar
#11 erstellt: 05. Nov 2015, 12:05

BugFixX (Beitrag #9) schrieb:
Um nicht mit 0 Ohm an den Schutzleiter zu gehen, habe ich den hier genommen:

https://www.conrad.d...f-103-mm-189437.html

Einfach den Druckknopf entfernen und gegen einen passenden Stecker ersetzen. Der 1M Widerstand ist im Steckergehäuse.
Funzt bei mir einwandfrei.


Dieser Stecker ist für ESD-Schutz gedacht. Das ist grundsätzlich eine völlig andere Anwendung. Bei Erdungen von Elektrogeräten sollte der Widerstand eigentlich schon niedrig sein da sich sonst bei Stromfluß Spannungsabfälle ergeben und die Massepotentiale der Geräte dann unkalkulierbar werden. Sinn der Erdung ist es ja, alle Geräte auf das gleiche Massepotential zu zwingen.

Gruß
Andreas
FROSTABOXA
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 05. Nov 2015, 12:23

hast du ein Rack aus Metall?, dann, bitte, statt der Heizung das Rack als Massebasis verwenden.


Ein Rack aus Metall habe ich zwar tatsächlich, aber es ist lackiert, ich müßte also irgendwo ein Fleckchen wegfeilen, oder bohren und eine Schraube durchdrehen... das wäre jetzt alles nicht meine erste Wahl.


Oder, andere Versuchsmöglichkeit: Aus einem Netzstecker die Polstifte entfernen, vom V90-LPS Ground zur Netzleiste eine Verbindung als Massebasis zur Netzsteckermasse herstellen.


Bin kein Techniker - und stecke daher noch knietief im Prozess des intellektuellen Nachvollziehens dieser potenziellen Lösungsmöglichkeit... gemeint ist insbesondere das konkrete Vorgehen.



Du könntest (wenn Du einen Eingriff in den Rega-Tonarm scheust) mal probieren, einen Draht an den Erdungsanschluß des Musical Fidelity anzuschließen und mit dem abisolierten Ende des Drahtes mal die beiden Außenringe der Cinchstecker berühren. Bei einem der beiden sollte dann Ruhe einkehren. Dann kannst Du versuchen, diesen Cinchstecker abzustecken und beim Wiederanstecken die Litzen des Erdungsdrahtes unter den Außenkontakt des Cinchsteckers zu pfriemeln. Ist ne häßliche Lösung, könnte aber funktionieren...

Zumindest den ersten Teil werde ich noch ausprobieren und hier Rückmeldung geben!

Besten Dank reihum!


[Beitrag von FROSTABOXA am 05. Nov 2015, 12:27 bearbeitet]
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