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Dual 606 ersetzen?

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Autor
Beitrag
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Mrz 2016, 17:39
Hallo Zusammen,
ich höre momentan Musik über einen Dual 606 mit ULM55 Tonarm und Nadel DN153e Auflagekraft 2,5.
Die Möglichkeit ein anderes Tonabnehmersystem am ULM anzubringen ist ohne Adapter nicht möglich. Ich würde aber gerne mal was anderes ausprobieren.
Welchen Dreher (bitte kein Gebrauchtgerät, ich möchte gerne mal ein Neugerät) bis 500€ könnt Ihr empfehlen welcher eine Klangverbesserung zu o.g. System erbringen würde. Ich höre am liebsten Rock Musik. Verstärker ist ein Pioneer AA-9 MK2 und Phono Pre ein Art-DJ.
Hanpin Dreher wären für mich kein Problem.

Viele Grüße
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 12. Mrz 2016, 18:31
Hallo,

Auflagekraft 2,5 bei einer DN152E? Aua... 1,5 P wäre korrekt.

Ist der Tonarm sauber ausbalanciert und erst dann Auflagekraft/Antiskating eingestellt worden? Anleitung für den Dreher: http://dual.pytalhost.eu/606/

Wenn Dir das ULM vom Grundcharakter nicht gefällt: Dualfred bietet einen ULM-Satz für AT-Systeme an, ab Montag ist der Shop wieder offen: www.dualfred.de

Wenns aber unbedingt ein neuer Dreher werden soll...

Peter
harleyface
Stammgast
#3 erstellt: 12. Mrz 2016, 19:18
Hallo
Meld mich im Plattenspieler Forum selten das ja meist um Klassiker geht
Hab zwar auch ne Vintage Möhre die ich liebe aber nicht an der Hauptanlage....
Und da kommt auch scho dass Problem...die Vintage fands haben mit der preis leistungs problematik recht...da kommt Deine Schwierigkeit.Alles was ich jetzt sag sind meine Erfahrungen.Zuerst die ganzen neuen günstigen Japner und so weiter....ich würds lassen...Trend abgreifen grosser Name....usw....
Dann eher bei Vintage bleiben...
Ab jetzt hab ich alle besessen.
Project Debut super pack.Ehrlich ordentlicher Teller ordentlicher Abnehmer.
Rega rp1...lass es..wenn grosser Rega.
Clearaudio Concept..mehr als dass doppelte von Deinem Budget...leider...dass Ding rockt für nen neuen....
Mein Fazit...Vintage..nie Verkehrt
Projekt.. Mich hat er als erster nie entäuscht
Clearaudio...wenns machbar währe
Persönlich bin ich aktuell bei nem Acoustic Solid Wood Sonderanfertigung...Der darf bleiben.. Keinen cent bereut
Und bevor die Neider kommen...ich hab ein eher kleines Gehalt und hab Ihn mir hart erspart wies Mamma mir beigebracht hat.
Liebe Grüsse
Florian
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 12. Mrz 2016, 19:21
Hallo Peter,
danke für deine Antwort. Habe gerade noch einmal nachgeschaut. Meine Nadel ist wie schon richtig vermutet eine 152E. Die Auflagekraft ist auf 1,5 nicht 2,5 eingestellt. Danke für den Link, aber ich habe noch die original gedruckte Anleitung für den Dual. Ok, das es tatsächlich noch einen Umbausatz gibt, wusste ich nicht. Das eröffnet mir ganz neue Möglichkeiten. Was wäre denn ein empfehlenswertes Tonabnehmersystem? Das ULM mit DN152E ist mir im Klang ein wenig zu dünn. Mehr Punch wäre wünschenswert.
Abgesehen davon reizt mich dennoch ein neuer Dreher. Mit welcher Kombination (Dreher + TA) könnte ich mich verbessern?

Viele Grüße
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Mrz 2016, 19:33
Hallo Florian,
auch dir danke für deine Antwort. Mir ist die Problematik bewusst, daß in der Regel die Plattenspieler aus der Blütezeit des Vinyls das bessere Preis/Leistungsverhältnis haben. Ich kann aber irgendwie nicht glauben, daß es mit einem neuen Dreher nicht möglich sein soll wenigstens eine leichte klangliche Steigerung gegenüber meinem Dual zu erzielen und dabei nicht das gesetzte Budget um das doppelte zu sprengen.
Die Acoustic Wood ist übrigens ´ne ganz schöne Bombe ( nicht negativ gemeint) und vor der Geschäftsführung nicht zu rechtfertigen.
Mit den Pro-Ject´s kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Ist allerdings ein reines Vorurteil. Ich habe noch keinen zu Hause live erlebt.

Viele Grüße
harleyface
Stammgast
#6 erstellt: 12. Mrz 2016, 19:42
Danke..lieb ihn auch heiss und innig..
Vorallem ein Mahagoni Einzelstück...auch bisschen retro...
Bin auch nicht grad in den Project verliebt...aber als super pack ist er für nen neuen in der preisklasse wohl schlicht am besten ausgestattet....bloss nicht den normalen debut...
Fällt mir bloss noch der kleine neue Thorens ein...gute armlager...scheiss unterteller und teller..abnehmer nicht so doll...aber ordentliches gesamtergebnis...
akem
Inventar
#7 erstellt: 12. Mrz 2016, 19:58

*Glaenzer* (Beitrag #5) schrieb:
Ich kann aber irgendwie nicht glauben, daß es mit einem neuen Dreher nicht möglich sein soll wenigstens eine leichte klangliche Steigerung gegenüber meinem Dual zu erzielen und dabei nicht das gesetzte Budget um das doppelte zu sprengen.

Ist aber so. Die Dual 4xx haben in den 80ern und 90ern zwischen 200 und 400 DM gekostet. Und jetzt schau mal was die Dinger heute kosten... Da bist Du fast beim 4-fachen Preis! Und jetzt kannst Du in etwa hochrechnen, wie viel ein Dreher kosten würde, der Deinen ollen Dual wenigstens halbwegs egalisiert...

Wenn Du 500€ zur Verfügung hast: schau daß Du ein Ortofon 2M Black bekommst. Mit ein bischen Suchen für unter 500€ zu haben (z.B. Angebote bei ebay suchen, wo die Option Preisvorschlag senden angeboten wird - da dann z.B. 480€ eingeben...).

Gruß
Andreas
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Mrz 2016, 20:12
Hallo Andreas,
danke für deine Antwort. Aber du treibst mir gerade die Schweißperlen auf die Stirn. Ein Ortofon 2M-Black ist doch sicherlich für ein 1/2 Zoll Head Shell. D.h. es würde zusätzlich noch ein Adapter hinzukommen. Und ein TA für 500€? Das muss ich erst mal verdauen, damit hab ich mich noch nicht befasst.

Ich weiß das ist preislich eine andere Liga, aber ist der vom User Tauern empfohlene Omnitronic 2520 mit Thakker EPO E Nadel klanglich nicht wenigstens gleichwertig wie mein "oller".

Viele Grüße
harleyface
Stammgast
#9 erstellt: 12. Mrz 2016, 20:15
Die Empfehlung mit dem Black ist absolut richtig..ist ein echt Klasse Abnehmer...Aber passt der gut zum Arm...keine Ahnung da kenn ich mich nicht aus...
Ausserdem hängst ja auch bisschen vom Zustand des Dual ab...Der Themenersteller frägt ja eigentlich nach nem neuen...
Dass leidige Geldthema...Mein Dad hat in den 70ern auch nen Dual für ca 400 mark gekauft...der sagt heute noch...der war soooo teuer was hab ich da gespart...
Die Mark war halt schwer und wenns so weitergeht nähert sich der Wert vom Euro nem Kieselstein...Wird alles wohl noch merkbar teurer werden...aber da verirrt man sich schnell in Stammtischparolen...lieber nicht.
8erberg
Inventar
#10 erstellt: 12. Mrz 2016, 20:30
Hallo,

also das ULM mit einer Original-Nadel schlägt schon ein AT91 mit ell. Nadel.... die alten ULM-Nadeln sind auch ziemlich scharf, keine 8 my Ellipse sondern 6 my.

Meine Empfehlung wäre wenn eine bessere Auflösung und mehr "Punch" gewünscht wird eine https://www.thakker....se-cartridge/a-4958/
davon die Nadel (ein kleiner Kunststoffnupsi muss abgeknipst werden) und das ULM ist kaum noch zu erkennen. Ganz ehrlich: schlägt ein 2m Bronze mit Links.

Peter
harleyface
Stammgast
#11 erstellt: 12. Mrz 2016, 20:38
Vergessen...zum Omnitrinic kann ich Dir leider nix sagen...da gehts mir wie Dir mit project...wenn Discodreher dann dass Orginal...nie damit beschäftigt..sorry
R!ddick
Stammgast
#12 erstellt: 12. Mrz 2016, 21:01

*Glaenzer* (Beitrag #4) schrieb:
... Das ULM mit DN152E ist mir im Klang ein wenig zu dünn. Mehr Punch wäre wünschenswert. ...


Hi,

Du hast ein ähnliches Problem wie ich. Vor ein paar Wochen habe ich den Spaß am Vinyl wieder entdeckt, die alten Platten ausgepackt und seit dem vergeht kein Tag, wo nicht ein paar Songs von Platte gespielt werden.
Mein Problem: Ich habe keinen eigenen Plattenspieler, sondern nutze den 80er Jahre Dual 714 Q Dreher meines Vaters (der zudem mal dringend eine Revision bräuchte). Mangels Originalnadel auch mit einer neuen Ortofon DN 152 E ausgestattet.
Allerdings kann ich Dir beim Klang nicht ganz beipflichten; denn dünn klingt die Angelegenheit nicht. Gerade bei den Alben "Pale Emperor" und "Random Access Memories" ist ordentlich Bass im Raum mit toller Räumlichkeit.
Meine Kritik bezieht sich eher auf die Auflösung. Beispiel: Beim Titel "Within" des letztgenannteren Albums vermisse ich ein leises, feines Nebengeräusch bei den ersten Klaviertönen, die das Instrument noch authentischer erscheinen lassen.
Beim A-B Vergleich (digital/analog) ist der Klang des Dual erstaunlich gut mit tollem Bassfundament. Aber die Unterschiede in der schwächeren Auflösung sind halt hörbar.
Hier verspreche ich mir, wie Du auch, eine hörbare Steigerung beim Kauf eines neuen Spielers mit höherwertigerem System!

Zu meinem Gesuch nach einem neuen Plattenspieler startete ich auch einen eigenen Thread:
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=21355

Leider mit der eindeutigen Erkenntnis, daß es tatsächlich unter € 1000,- keinen vernünftigen Halb- bzw. Vollautomaten gibt.

Bei den Plattenspielern ohne Automatikfunktionen bin ich da zuversichtlicher. Es werden gut klingende Ortofon OM und 2M Systeme angeboten, die sofort oder mittelfristig hochgerüstet werden könnten auf z. B. Ortofon 2M Black oder OM40 (günstiger).

Für mich bleibt als derzeitiges Resumé eigentlich nur ein überholter Oldtimer (z. B. Dual 704) - der klare Tenor hier im Forum, oder ein neuer manueller Plattenspieler alà Pro-ject, Onkyo, Stanton, usw. mit dem Verlust des Komforts.
Und so wie ich das sehe, läuft es bei Dir ähnlich hinaus, insofern Du Dich vom 606 verabschieden möchtest.
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 13. Mrz 2016, 10:04
Hallo,
na ihr versteht es ja einem den Wind aus den Segeln zu nehmen .

@Peter: die Digitrac Nadel stellt eine neue Alternative dar. Leider ist die Nadel selbst nicht lieferbar. Kann ich denn die Nadel aus einem kompletten Tonabnehmer (welcher laut deinem Link lieferbar ist) einfach entfernen und kann ich beim entfernen des Kunststoffnippels etwas zerstören? Ich habe zwar keine zwei linken Hände, möchte aber auch keine 140,- in den Sand setzten.

@riddick: auch dir danke für deine Antwort. Deinen Thread habe ich mit Vergnügen gelesen und einige meiner Überlegungen wiedergefunden. Das Resümee ist leider sehr ernüchternd zumal dein veranschlagtes Budget noch höher gesetzt ist.

Nach wie vor frage ich mich aber warum es nicht möglich sein soll mit z.B. einem Denon DP-300F mit mit entsprechendem TA (ich nehme jetzt mal spaßeshalber das von Andreas vorgeschlagene Ortofon 2M Black) genauso gut Musik hören kann wie mit einem Dual, Thorens etc. mit gleichem TA. Vorausgesetzt beide sind genau eingestellt und i.O. Würde man in einem Blindtest wirklich einen Unterschied hören? Ich meine das wirklich ernsthaft. Bisher konnte mir keiner eine vernünftige Erklärung liefern. Die Haptik mal außen vor gelassen.

Viele Grüße
R!ddick
Stammgast
#14 erstellt: 13. Mrz 2016, 10:33

*Glaenzer* (Beitrag #13) schrieb:


Nach wie vor frage ich mich aber warum es nicht möglich sein soll mit z.B. einem Denon DP-300F mit mit entsprechendem TA (ich nehme jetzt mal spaßeshalber das von Andreas vorgeschlagene Ortofon 2M Black) genauso gut Musik hören kann wie mit einem Dual, Thorens etc. mit gleichem TA. Vorausgesetzt beide sind genau eingestellt und i.O. Würde man in einem Blindtest wirklich einen Unterschied hören? Ich meine das wirklich ernsthaft. Bisher konnte mir keiner eine vernünftige Erklärung liefern. Die Haptik mal außen vor gelassen.

Viele Grüße


Das kann ich Dir sagen. Wahrscheinlich klingt ein aktueller Vollautomat, nehmen wir "Deinen" Denon DP-300F, sogar hervorragend mit entsprechendem System. Die Verarbeitung ist der limitierende Faktor. Die Argumente, einen 80er Jahre Dreher zu kaufen, der selbst als damalige Einstiegsklasse höherwertiger war als ein 2016er Neugerät, sind absolut verständlich. Ich sehe da allerdings zwei Probleme:
1. Die Preise sind in den letzten 5 Jahren - ich würde nicht sagen explodiert - aber der Nachfrage entsprechend angepasst. Die Oldtimer sind teuer geworden!
2. Wer kein erfahrener Plattenspielermechaniker ist - ich meine keine professionellen Techniker - sondern einfach versierte Hobbyisten, die schon oft alte Plattenspieler überholt haben, tut sich extrem schwer, ein gutes gebrauchtes Gerät zu finden/erstehen und anschließend zu warten.

Der Kauf eines überholten Gerätes (z. B. Dual 704/721), welches sich in top Zustand befindet, gerät schnell zu einer teuren Angelegenheit. Also nix mehr mit Schnäppchen und so.

Ich würde fast dazu tendieren, die Vorzüge des modernen Onlinehandels auszukosten und ggf. das Widerrufsrecht in Anspruch nehmen, sollte der bestellte Dreher doch nicht den Erwartungen entsprechen.

Deine gedämpfte Moral kann ich übrigens zu 100% nachvollziehen!
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 13. Mrz 2016, 11:30
Hallo,

nein, kaputtmachen kann man nix. Die Sache ist die, dass die Nadeleinschübe "codiert" sind, also ein kleines Stückchen Kunststoff einen darhin hindert den Einschub komplett aufzuschieben. Der muss nur weg.
OK, es wird mit Sicherheit Grobmotoriker geben die das nicht hinbekommen.

Die einfachen "Consumer"- Dreher die heute angeboten werden sind im Vergleich zu den Dingern aus den 70er/80ern leider stark vereinfacht, kein aufwändiger Antrieb mehr, simple Tonarmlagerung.

Natürlich - wer sich das antun will: bittesehr, wir leben in einem freien Land.

Ich hatte meinen 721 auch seinerzeit für nen "Appel und Ei" bekommen bevor der Vinylhype übers Land schwappte.
Wer lange genug warten kann bzw. sich an wirklich kompetente Leute hält (ich empfehle www.dual-board.de ) dann kann er auch noch immer für relativ kleines Geld sehr gute Geräte bekommen.
Er hat mir lange Jahre gute Dienste geleistet und ging mit neuer Nadel und in Tip-Top Zustand zum FAIREN Preis an einen Board-Kollegen.... Ich hab 5 Dreher, das reicht eigentlich.

Was bei Ebay rumschwimmt und als "Top-Gerät" angepriesen wird ist manchmal unverschämt.


Peter
akem
Inventar
#16 erstellt: 13. Mrz 2016, 12:15

*Glaenzer* (Beitrag #13) schrieb:

Nach wie vor frage ich mich aber warum es nicht möglich sein soll mit z.B. einem Denon DP-300F mit mit entsprechendem TA (ich nehme jetzt mal spaßeshalber das von Andreas vorgeschlagene Ortofon 2M Black) genauso gut Musik hören kann wie mit einem Dual, Thorens etc. mit gleichem TA. Vorausgesetzt beide sind genau eingestellt und i.O. Würde man in einem Blindtest wirklich einen Unterschied hören? Ich meine das wirklich ernsthaft. Bisher konnte mir keiner eine vernünftige Erklärung liefern. Die Haptik mal außen vor gelassen.

Grundsätzlich: der Dreher selbst ist am Klang eigentlich kaum beteiligt! Solange nicht wirkliche Fehler gemacht werden (z.B. Gleichlauf, ungeeignete Materialien beim Plattenteller). Für den Klang entscheidend ist die Qualität des Tonabnehmers, die wiederum in erster Linie von der Nadel bestimmt wird, sowie die mechanische Eignung des Tonabnehmers für den Tonarm sowie die elektrische Anpassung an den Tonabnehmer-Generator in der Phonostufe.
Leider werden heute oftmals wirkliche Fehler beim Plattenspielerbau gemacht: Plattenteller aus MDF oder Kunsstoff (wobei manche Acryl-Werkstoffe durchaus gut klingen können - aber nicht alle, auch da gibt es Unterschiede!), schlecht geschirmte Motoren, deren magnetische Streufelder Brummen in den Tonabnehmer induzieren, Fehler in der Masseführung bei der Tonarm-Verkabelung, eiernde Plattenteller, brummende Trafos usw. - heutzutage alles an der Tagesordnung... Heute werden für viele hundert Euro Plattenspieler angeboten, die sich in den 80ern niemand anzubieten getraut hätte...
Dazu kommt, daß gewisse Kernkomponenten früher speziell für Plattenspieler gebaut wurden. Heute muß man solche Dinge für Plattenspielerbau zweckentfremden. Ich denke da speziell an die Kugellager von Tonarmen. Die Reibungsarmut, die früher selbst bei Billigdrehern erreicht wurde, kriegst Du heute de facto nicht mehr. Nur mal so als Anhaltspunkt: die Kugellager, die Jelco verwendet, werden mit 20mg Empfindlichkeit spezifiziert. Du mußt also 20 Milligramm aufbringen, um die Dinger zum Drehen zu bringen. Klingt erst mal nach nicht viel... Aber: die Jelco-Arme sind zwar nicht exorbitant teuer, aber eben auch nicht billig (immerhin kostet da ein Tonarm mehr als die hier zur Debatte stehenden Komplett-Dreher!!). Und jetzt schau mal, wie die Lager bei den ollen Technics-Drehern in den 80ern spezifiziert waren: 7mg!!! Gerade mal ein Drittel!! Und da reden wir keineswegs von den High-End-Armen, die Technics damals gebaut hat, sondern da reden wir von den Brot-und-Butter-Drehern, die für wenige hundert DM verkauft wurden!! Auch der Arm des 1210 ist mit 7mg spezifiziert und der ist auch nicht als High-End Gerät konzipiert worden...

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 13. Mrz 2016, 12:16 bearbeitet]
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 13. Mrz 2016, 13:09
Aha. Danke für die ausführliche Erklärung. An solche Dinge denke ich als Plattenspielerlaie natürlich nicht. D.h. für mich als Quintessenz ein neuer Plattenspieler kann durchaus funktionieren und klanglich ein vernünftiges Ergebnis liefern, es ist allerdings ein Lottospiel einen Dreher zu erwischen,der


schlecht geschirmte Motoren, deren magnetische Streufelder Brummen in den Tonabnehmer induzieren, Fehler in der Masseführung bei der Tonarm-Verkabelung, eiernde Plattenteller, brummende Trafos usw.


solche Fehler nicht enthält. Oh man.....

Also alles zurück auf Null. Ich habe ja den Dual der bestimmt nicht der schlechteste ist und mit der Digitrac Nadel kann man wohl noch etwas an klanglicher Qualität herausholen. Aber ich möchte einfach mal was anderes. Ist zwar bestimmt nicht rationell aber kennt ihr das nicht, daß man manchmal die Vernunft einfach beiseite schieben möchte und sich mit einem neuen Spielzeug für was auch immer belohnen. Gründe findet man auf Anhieb genug.

Ein Gebrauchtgerät scheint also aus technischer Sicht das Mittel der Wahl zu sein. Jetzt bin ich aber kein passionierter Bastler und möchte einen Dreher mit dem ich sofort loslegen kann. Aus diesem Grund scheidet Ebay grundsätzlich aus. Außer es handelt sich um einen Händler mit dem schon guten Erfahrungen gemacht wurden. Allerdings sind die Preise bei Händlern teilweise ganz schön happig. Könnte da jemand eine Empfehlung machen?

Weiterhin möchte ja vielleicht jemand aus dem Board hier einen entsprechenden Dreher abgeben, den ich mir vorab anschauen könnte.

Ich wohne zwischen München und GAP.

Also nochmal zusammengefasst: Ein Dreher mit Endabschaltung in einwandfreiem Zustand mit 1/2 Zollsystem, welcher gleichzeitig eine klangliche Steigerung im Bereich Rockmusik zu meinem Dual 606 mit DN152E Nadel bringen würde, wäre wünschenswert. Ach ja und bitte keinen Dual. Ich möchte wirklich mal was anderes. Und bei einem gebrauchten dann doch bitte ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Viele Grüße
harleyface
Stammgast
#18 erstellt: 13. Mrz 2016, 13:28
Und wieder hat der Forumshammer zugeschlagen...
Post1 ich möchte einen neuen Plattenspieler
Kurze Zeit später..ok.. Ich kauf ja nen Alten...
Wahrscheinlich der Grund warum die Besitzer neuer Dreher nicht posten sondern lieber Musikhören oder ihre Bohrtürme polieren. Den Schmutz mit den Straussenfedern vorsichtig von der so empfindlichen Oberfläche entfernen..Sich ärgern dass ihr überteuertes Holzbrettchen keine ausgeklügelte 70er Jahre Technik enthält...Oder sich einfach ärgern sich so viel Geld für einen überteuerten Dekoartikel aus der Tasche ziehen zu lassen anstatt schnell zum Spermüll zu fahren...
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Mrz 2016, 13:52
Hallo Florian,

nach wie vor wäre mir ein neuer lieber, da ich nicht der Bastler bin. Allerdings finde ich die Argumente von Andreas sehr nachvollziehbar.
Wie gesagt bin ich absoluter Laie was die Technik von Plattenspielern angeht und dahingehend natürlich beeinflussbar.

Ich möchte eigentlich nur einen neuen Dreher der mir eine klangliche Verbesserung zu meinem Dual bringt und der mir natürlich auch optisch gefällt. Was ich nicht möchte, ist mein Geld sinnlos zu versenken. Deshalb bin ich auf die Ratschläge von Leuten mit Erfahrung angewiesen.

Ansonsten könnte ich mir in einschlägigen Versandhäusern den schönsten raussuchen und bestellen.

Viele Grüße
akem
Inventar
#20 erstellt: 13. Mrz 2016, 14:26

*Glaenzer* (Beitrag #17) schrieb:

Weiterhin möchte ja vielleicht jemand aus dem Board hier einen entsprechenden Dreher abgeben, den ich mir vorab anschauen könnte.

Ich wohne zwischen München und GAP.

Ich bin in Unterhaching und da ich meine Sammlung ein wenig verkleinern muß...
Was darf's denn kosten? Vielleicht könnte ich Dir einen Dreher anbieten.

Gruß
Andreas
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 13. Mrz 2016, 16:13
Hallo Andreas,

danke für das Angebot. Gebraucht würde ich mich gerne im unteren dreistelligen Bereich bewegen. Das Gesamtpaket muss halt passen.

Viele Grüße
akem
Inventar
#22 erstellt: 13. Mrz 2016, 16:36
Da könnte ich Dir anbieten:
- Luxman PD-284: Halbautomat mit Direktantrieb
- Universum F2095: Vollautomat mit Direktantrieb (das ist ein OEM-Dreher von Mikro Seiki)
Preislich hätte ich mir vorgestellt 250 für den Luxman und 200 für den Universum (jeweils ohne Tonabnehmer).
Einen Dual willst Du ja nicht...

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 13. Mrz 2016, 19:11
Hallo,

lass Dich nicht von Namen täuschen, der "Universum" ist ein sehr guter Dreher.

System hat der Andreas vielleicht auch noch was nettes da...

Peter
R!ddick
Stammgast
#24 erstellt: 14. Mrz 2016, 15:59
Gibt's schon was Neues?
Schon mal über einen Plattenspieler ohne Automatikfunktion nachgedacht? Da sieht der Markt etwas rosiger aus.

Es hat zwar etwas gedauert, mich mit dem Gedanken anzufreunden, aber schön langsam tendiere ich auch dazu. Schaue mir grad den Onkyo 1050 etwas genauer an. Gibt einen schönen Thread dazu:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-19519.html
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 14. Mrz 2016, 17:42
Hallo,

es gibt noch nichts neuss außer,und jetzt muss ich zu Kreuze kriechen, das ich mich entschieden habe einen Neuen kaufen zu wollen. Ich habe bisher noch nie einen neuen Dreher besessen. Ich möchte das Kribbeln der Entscheidungsfindung, das Auspackerlebnis, den Neugeruch, das zusammenbauen erleben. Da kommt dann doch wieder das Kind im Manne zum Vorschein.

@Andreas. Noch einmal herzlichen Dank für Dein Angebot. Beide Dreher sind wirklich sehr schön und treffen genau meinen Geschmack. Auch glaube ich, das sie von dir in einem exzellenten Zustand sind. Jedoch habe ich mich wie gesagt für einen Neukauf entschieden, hoffe aber weiterhin auf deinen kompetenten Input.

@Bert: den finde ich optisch auch sehr schön. Aber die fehlende Endabschaltung ist für mich ein No go, da mir ganz gerne mal beim musikhören die Rollläden zugehen und die Nadel dann eine Zeitlang durch die Rille pflügt.
Aber ich würde mich freuen, weiter an deinem Entscheidungsprozess teilhaben zu dürfen.

Bis jetzt stehen Denon DP-300f und Reloop Turn3 auf der engeren Liste. Falls noch weitere Vorschläge kommen, bin ich natürlich sehr dankbar.

Auch über Erfahrungswerte würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße


[Beitrag von *Glaenzer* am 14. Mrz 2016, 17:56 bearbeitet]
akem
Inventar
#26 erstellt: 14. Mrz 2016, 17:59
Sei Dir darüber im Klaren, daß eine Endabschaltung heute alles andere als selbstverständlich ist - viel zu aufwändig zu bauen, das kriegen die heute nicht mehr hin... Die wenigen Dreher, die das noch haben, sind im Grunde genommen Konstruktionen aus den 80er Jahren, die bestenfalls mal neu verpackt wurden (selbstverständlich nicht ohne die eine oder andere Einsparmaßnahme...). So gibt es eigentlich nur noch die Fehrenbacher-Duals, deren Zwillinge mit Thorens-Schriftzug, den Denon und seine Zwillingsbrüder sowie noch zwei, drei Projects (die aber nur den Arm anheben und weiter nichts tun). Bei allen Modellen, wo das nicht explizit dabei steht, gibt es auch keine Endabschaltung.

Der Reloop, ist das der hier?
https://www.conrad.a...schwarz-1404840.html
Weil unter dem Begriff "Turn 3" findet die Suchmaschine nix...
Der hat immerhin ein SME-kompatibles Headshell und macht auch sonst vom Papier her einen sehr guten Eindruck. Würde mich echt interessieren, was der taugt. Okay, der Tonabnehmer ist Grütze und noch dazu überteuert (ist ein umverpacktes OM10 zum doppelten Preis...) aber die Tonabnehmer der anderen Komplett-Dreher kann man ja genauso in die Tonne treten...

Gruß
Andreas
R!ddick
Stammgast
#27 erstellt: 14. Mrz 2016, 18:11
Na da gibt's aber Schlimmeres als das 2M Red, zumal eine Blue Nadel direkt reinpasst.
Die Gleichlaufschwankung von 0,2% erscheint mir ein klein wenig hoch...
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 14. Mrz 2016, 19:19
Genau Andreas, das wäre besagter reloop Dreher. Auch wenn die Endabschaltung wohl lediglich das Abschalten des Drehers darstellt. Die Nadel verbleibt in der Rille. Das wäre der maximale Kompromiss der noch akzeptabel wäre.

@Bert: sind 0,2% Gleichlaufschwankungen dramatisch? Bzw. Würde man das tatsächlich hören? Bist du denn schon weiter genommen?

OK das 2m red soll nicht so der Bringer sein. Ich kann es nicht beurteilen, weil noch nicht gehört. Würde dem System aber ne faire Chance geben und bei Nicht gefallen ggf gegen ein Sumiko Pearl tauschen.

Viele Grüße
R!ddick
Stammgast
#29 erstellt: 14. Mrz 2016, 19:32

*Glaenzer* (Beitrag #28) schrieb:


@Bert: sind 0,2% Gleichlaufschwankungen dramatisch? Bzw. Würde man das tatsächlich hören? Bist du denn schon weiter genommen?



Ein Pro-Ject Debut hat 0,1%, ein Dual 704 ±0,05%/0,03% (DIN bewertet/WRMS). Wahrscheinlich würde ich es nicht hören.
Zur dritten Frage: Nein!

Wie bist Du auf die Sumiko Pearl Nadel gekommen?
akem
Inventar
#30 erstellt: 14. Mrz 2016, 19:33
Wie schon mal gesagt wird der Klang in erster Linie vom Tonabnehmer gemacht. Auch ein Sumiko Pearl ist nur Einstiegsklasse, auch wenn es besser ist als ein 2M Red oder Blue (wahrscheinlich sogar besser als das Bronze)...

Gruß
Andreas
R!ddick
Stammgast
#31 erstellt: 14. Mrz 2016, 19:53
Aber wo fängt dann die "Einstiegsklasse" an und wo hört sie auf? Wenn ich mir z. B. den Onkyo 1050 Thread durchlese, wo eine Thakker EPO-E für 30,- empfohlen wird und hier nicht mal eine blue oder bronze einen nennenswerten Stellenwert hat?

Mein mittelfristiges Ziel - vorausgesetzt ich finde mal einen passenden Dreher - wäre die Black. Aber was spricht dagegen, wenn man sich "hoch arbeitet"?
evilknievel
Inventar
#32 erstellt: 14. Mrz 2016, 20:00
Hallo, das Sumiko tastet sauberer ab als ein 2M Red. Das 2M Red klingt dafür ausgewogener.
Ein besserer Schliff bedeutet nicht automatisch besserer Klang.

Gruß Evil
akem
Inventar
#33 erstellt: 14. Mrz 2016, 20:02
Naja, hocharbeiten ist recht und schön. Aber es ist in gewisser Weise verschwendetes Geld...
Du darfst ja auch nicht vergessen, daß ein scharfer Schliff nicht nur besser klingt sondern auch deutlich länger hält. Das relativiert den Mehrpreis ganz erheblich. Wenn ich für den doppelten Preis eine Nadel bekomme, die 2,5 mal so lange hält und obendrein auch noch deutlich besser klingt - was gibt's da noch zu überlegen?
Klar, wenn man als Schüler oder als Geringverdiener nicht so viel Geld hat, dann muß man mit einer preiswerteren Nadel klarkommen. Aber da würde ich dann auch nicht unbedingt ein 2M Blue nehmen, dessen Preis-Leistungsverhältnis ein schlechter Witz ist. Sondern da würde ich dann wirklich ein Epo E nehmen oder ein AT95 oder sowas. Auch wenn ich z.B. 100 oder 150€ zur Verfügung hätte. Weil das gesparte Geld leg ich mir dann auf die Seite und spare dann auf einen wirklich guten TA. Und es muß ja nicht gleich ein van den Hul oder ein Koetsu sein, auch ein Denon DL110 ist schon ein sehr guter TA, das an einem geeigneten Tonarm sehr gut klingen kann (auch wenn dessen Nadel nicht so lange hält wie eine Shibata oder sowas).

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#34 erstellt: 14. Mrz 2016, 20:46
Hallo,

preislich wirklich abgehoben ist das 2m-System - da hat Andreas recht.

Allerdings liegt das 2m blue doch klanglich über den genannten Vergleichssystemen.
Die nackige polierte Stein macht seinen Job garnicht mal so übel und hält "gebondete Splitter" sauber auf Distanz.

Peter
blueminotaur
Stammgast
#35 erstellt: 14. Mrz 2016, 22:20

akem (Beitrag #16) schrieb:

Dazu kommt, daß gewisse Kernkomponenten früher speziell für Plattenspieler gebaut wurden. Heute muß man solche Dinge für Plattenspielerbau zweckentfremden. Ich denke da speziell an die Kugellager von Tonarmen. Die Reibungsarmut, die früher selbst bei Billigdrehern erreicht wurde, kriegst Du heute de facto nicht mehr. Nur mal so als Anhaltspunkt: die Kugellager, die Jelco verwendet, werden mit 20mg Empfindlichkeit spezifiziert. Du mußt also 20 Milligramm aufbringen, um die Dinger zum Drehen zu bringen. Klingt erst mal nach nicht viel... Aber: die Jelco-Arme sind zwar nicht exorbitant teuer, aber eben auch nicht billig (immerhin kostet da ein Tonarm mehr als die hier zur Debatte stehenden Komplett-Dreher!!). Und jetzt schau mal, wie die Lager bei den ollen Technics-Drehern in den 80ern spezifiziert waren: 7mg!!! Gerade mal ein Drittel!! Und da reden wir keineswegs von den High-End-Armen, die Technics damals gebaut hat, sondern da reden wir von den Brot-und-Butter-Drehern, die für wenige hundert DM verkauft wurden!! Auch der Arm des 1210 ist mit 7mg spezifiziert und der ist auch nicht als High-End Gerät konzipiert worden...


Danke! Handfeste Informationen zum Thema. Das war mal wirklich interessant.
8erberg
Inventar
#36 erstellt: 15. Mrz 2016, 09:18
Hallo,

jo, daher ist auch immer der einfache Test sinnvoll:
Ausbalancierten Tonarm (also Auflagekraft 0, Antiskating 0, Lift unten) auf ca. "Single-Einlaufrille" einschwenken.

Läuft der Tonarm wenn ich jetzt Antiskating auf 0,5 - 0,8 einstelle nicht brav Richtung Stütze brauch ich mir den Dreher nicht weiter anschauen...

Peter
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 15. Mrz 2016, 18:11
ich finde solche Informationen auch klasse.Bitte weiter so Peter.
Auf das Sumiko Pearl bin ich gekommen, weil es für Rock Musik sehr gut geeignet sein soll und eher in die warme Richtung geht. Was mir bisher beim dn152e ein wenig fehlt. ich habe jedenfalls noch nichts wirklich schlechtes gehört bzw. gelesen auch bezogen auf den Preis. Oder wäre eine 2M Blue Nadel die bessere Wahl? Andreas ist da wohl anderer Meinung. Und wie schlägt sich das Pearl im Vergleich zum Denon Dl 110?

Viele Grüße
Thomas


[Beitrag von *Glaenzer* am 15. Mrz 2016, 18:33 bearbeitet]
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 16. Mrz 2016, 18:19
So ich hab mir mal den Reloop Turn3 bestellt. Falls Interesse besteht werde ich meine Eindrücke schildern.

Viele Grüße
Thomas
R!ddick
Stammgast
#39 erstellt: 16. Mrz 2016, 18:32

*Glaenzer* (Beitrag #38) schrieb:
So ich hab mir mal den Reloop Turn3 bestellt. Falls Interesse besteht werde ich meine Eindrücke schildern.

Viele Grüße
Thomas


Was für eine Frage, Thomas!
Natürlich sind wir interessiert. Also - ich zumindest...
Hörbert
Moderator
#40 erstellt: 16. Mrz 2016, 22:59
Hallo!

@R!ddick


..... Aber wo fängt dann die "Einstiegsklasse" an und wo hört sie auf?............


Eine Frage die gar nicht so einfach zu beantworten ist da sie von etlichen Faktoren abhängt, neben den subjektiven Faktoren "eigener Anspruch" und "Bezahlbarkeit" gibt es noch halbsubjektive Faktoren wie das Preis-Leisungsverhältniss und subjektive technische Faktoren die die Klasse der "Einsteigersysteme" (an sich eine recht irreführende Bezeichnung, -hier würde ich eher von Einfachsystemen mit deutlich niedriger Abtastleistung reden)

Neben dem Schliff der eines der wichtigsten Kriterien darstellt sollte noch die gesamte Verareitungsqualität und die haltbarkeit der verwendeten Nadel zur Sprache kommen, so hält einer der ofrtmals verbauten gefassten Diamantsplitter für gewohnlich nicht so lange wie ein ganzer Stein da er schon recht früh soweit runtergeschliffen sein wird das die Fassun in Kontakt mit der Rillenoberfläche kommt, -dann aber ist es nur noch eine kurze Frage der Zeit bis die besagte Fassung soweit eingeschliffen ist das der Spitter ssich schlicht und ergreifend zu den übrigen Stäubchen in die Rille selbst geselltr.

Im Schnitt hält so ein "geboundeter" Steinsplitter nur etwa zwei Drittel der Zeit wie ein ganzer Stein mit dem gleichen Schliff.

So ab einem AT-440 MLa, einem OM-40 oder VM-silver kannst du davon ausgehen dich nicht mehr in dieser Klasse zu bewegen falls du dich auf Magnettonabnehmer beschränkst. -Bei MC-Systemen ist die Sache nicht ganz so einfach, während sich bei den MM-Systemen der Preis ungefähr mit der jeweiligen Leistung deckt und es nur einige wenige Ausreisser gibt bei denen der Preis durch einen angedrehten Ruhm höher ist als das Leistungsniveau des Abtsters es rechtfertigt sieht es im zumindestens unteren MC-Bereich anders aus, hier sind gleichermaßen objektiv an ihrer Leistung gemessen eindeutig viel zu teurere Abtaster wie das DL-103 neben anderen wie z.B. dem Goldring Eroica (H oder L) zu finden die ihr Geld ohne wenn und aber wert sind.

So ab 600-800 Euro hat sich aber auch hier der Spreu vom Weizen weitestgehend getrennt und man finded nur noch vereinzelte Ausreisser.

MFG Günther
R!ddick
Stammgast
#41 erstellt: 17. Mrz 2016, 09:03
Hallo Günther,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Das bringt etwas Licht ins Dunkel.
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 19. Mrz 2016, 14:35
Hallo,

der Reloop Dreher ist mittlerweile angekommen und wurde ausgiebig getestet, Dabei auch im Vergleich zu meinem Dual 606. Ziel war ja eine Klangverbesserung (wenn auch nur leicht) mit einem neuen Plattenspieler.

Der Reloop Turn3 wie er auf der Verpackung bezeichnet wird kommt schon einmal in einer sehr durchdachten Verpackung an. Alle Teile die da wären Plattenspieler mit gesichertem Tonarm, Plattenteller mit um der unteren Teil des Tellers gelegtem Riemen, Headshell mit montiertem 2M red System, Netzstecker, USB-Kabel, Cinch Kabel und Anleitung sind wirklich sehr gut verpackt. Das habe ich aber von einem neuen Gerät auch so erwartet.

Die Anleitung beschreibt sehr gut wie die einzelnen Teile zusammengebaut werden sollen. Einzig das Auflagegewicht des Ortofon 2m red wird nicht angegeben, Kleiner Minuspunkt, aber Tante Google hilft.

Die Qualität der verwendeten Materialien würde ich gemessen am Preis als gut bis sehr gut bezeichnen. Es finden sich keine offensichtliche Verarbeitungsfehler. Der Tonarm hat nach meinem dafürhalten keinerlei Spiel. Alles macht einen soliden und wertigen Eindruck. Nur die Basis auf der der Tonarm montiert ist, ist aus Plastik. Das macht im ersten Moment keinen so hochwertigen Eindruck, allerdings ist das bei meinem Dual auch nicht anders. Dort wurde genauso auf Kunststoff gesetzt, allerdings optisch schöner umgesetzt.

Nach dem Zusammenbau habe ich zuerst den Tonarm ausbalanciert und die Auflagekraft auf die Empfohlenen 1,8g mit einer Tonarmwaage eingestellt. Antiskating ebenfalls auf 1,8. Mit der Audio Schablone wurde dann der Tonabnehmer überprüft. Hier musste ich feststellen, daß der Tonabnehmer nicht parallel zu dem Linien der Schablone montiert war. Diesen habe ich dann nachjustiert, so daß jetzt alles passen müsste.

Der Dreher selbst hat auf der Rückseite noch die Anschlüsse für das Netzteil, die Cinchkabel und Schalter für Preamp On/Off, Endabschaltung On/Off.
Auf der Oberseite im vorderen Bereich links neben dem Plattenteller befindet dich das Drehrad für die Geschwindigkeitswahl 33/45/78 U/min. Der Drehschalter rastet dabei satt ein, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Zum Hörtest wurde der Dreher an den Art-PreAmp ( Schalter Preamp auf der Rückseite des Drehes auf Off) und von dort an den AUX Eingang des Pioneers AA-9 MKII angeschlossen. Der Pioneer selbst hat zwar auch einen Phono Eingang für MC und MM Systeme, dieser ist aber für MM qualitativ unter aller Kanone, in meinen Augen sogar eine Frechheit.

Nach Einschalten des Drehers konnten keine Laufwerksgeräusche vernommen werden, das ist schon mal gut. Ich hatte mein Ohr schon fast auf dem Plattenteller.
Das erste Lied ist Wanted Dead or Alive von BonJovi von der LP "Slippery when Wet". Hier kann ich für mich, mit Hilfe der Gitarre am Anfang in Verbindung mit dezent eingesetzten Effekten, einschätzen, ob mir der Klang gefällt oder nicht.
Nun das Lied beginnt und die Gitarre hört sich, wie soll ich es beschreiben, hart an. Nicht verkehrt aber ohne jegliche Emotion. Als wären Stahlsaiten ohne Klangkörper zu hören (ich kann es echt nicht besser beschreiben). Kann das sein? Auch wirkt das Klangbild sehr eng. Als würde es mit dem Rand der Boxen aufhören und sich nicht weiter ausbreiten.

Schnell auf den Dual mit DN 152E gewechselt, gleicher Anschluss. Die Lautstärke mit einer Handy Dezibel App einigermaßen angeglichen. Und oh man, so klingt eine Gitarre. Das Klangbild ist breiter, die Musik steht weiter im Raum. Ich fühle mich mehr mittendrin, statt nur dabei. Die Musil hat viel mehr Fülle.

jetzt versteh ich was mit besser Auflösung gemeint ist. Trotzdem kann ich es nicht glauben. Wieder zurück zum Reloop mit ortofon 2M red.
Das Klangbild engt sich sofort wieder ein, jegliche Pracht geht verloren. Es klingt einfach emotionslos und hart. Ist das das Klangbild eines neutralen Tonabnehmers? Oder eines Tonabnehmers der in der Auflösung eingeschränkt ist? Dann ist das nicht die Art von Klang, die mir gefällt.

Ich habe noch einige weiteren Platten gehört und auch den Preamp des Drehers getestet (der ist übrigens erstaunlich gut und steht dem Art Pre in Nichts nach). Aber im Vergleich zum DN152E wird mein erster Eindruck immer wieder bestätigt. Das 2m red klingt lahm und emotionslos und das DN152E hingegen frisch und flott. Noch nicht einmal nachteilig in der Basswiedergabe, was ja mein bisheriger Kritikpunkt war. Würde sich das 2M red nach längerer Einspielzeit exorbitant verbessern?

Nun ja ein System kann man ja tauschen, zumal mir der Reloop optisch richtig gut gefällt. Ich hätte ihn fast behalten, auch wenn ich im Enddefekt für den Dreher und ein neues besseres System eine Stange Geld ausgegeben hätte. Doch dann stellte sich zu meinem Erstaunen heraus, daß die Endabschaltung nicht funktioniert, was soll denn das. Also zuerst noch einmal in die Bedienungsanleitung geschaut und den Knopf am Dreher kontrolliert. Ja, der steht auf on. Jedoch wollte er am Ende der Platte partout nicht abschalten. Das ist für mich ein NoGo. Zumal die Endabschaltung ein Hauptkriterium war und die Entscheidung gegen den Onkyo CP-1050 gefällt wurde. Nein das nehme ich nicht hin. Somit werde ich mich wieder von dem Dreher trennen und ihn zurück schicken.

Nun bin ich ein wenig schlauer wie vorher. Stehe aber wieder am Anfang. Neuer Spieler mit gutem System = viel Geld investieren. Aber welcher Spieler? Oder den Dual behalten, mit Digitrac 300SE aufrüsten. Kann ich jetzt eigentlich den TA verwenden? Eine Ersatznadel ist momentan nicht erhältlich. Oder bei Dualfred einen 1/2 Zoll Adapter besorgen und ein anderes Tonabnehmersystem (Pearl. 2M-Black, AT440) etc montieren.
Ehrlich gesagt ich weiss es nicht...........Aber ich weiss, daß das DN152E besser ist als ich gedacht habe. Trotzdem muss es doch möglich sein sich zu verbessern.

Viele Grüße und danke an Diejenigen, die sich die Zeit genommen meinen kleinen Bericht zu lesen und bis zu Schluss durchgehalten haben.
Thomas

@Bert: bin auf Deine Eindrücke zum Onky CP-1050 gespannt
R!ddick
Stammgast
#43 erstellt: 19. Mrz 2016, 20:12
Hallo Thomas!
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Schade, daß der Reloop nicht ganz Deinen Erwartungen entspricht.
Da Dein Dual auch mit einer Ortofon DN 152E Nadel ausgestattet ist, wie auch unser 714 Q, kann ich Deinen Hörbericht gut nachvollziehen.

Ein Tipp zum weiteren Vorgehen (neues System für Deinen 606, oder neuen Plattenspieler) kann ich Dir leider nicht geben.

Aus dem Parallelthread bist Du ja bereits dahin gehend informiert, daß ich mir einen Onkyo CP-1050 bestellt habe. Dieser wurde bereits gestern angeliefert. Meine ersten Eindrücke unterscheiden sich kaum von Deinem Bericht. Alles gut verpackt und schnell montiert. Was man auf den Abbildungen online glaubt zu erwarten, wird exakt so geliefert. Das Gerät ist sehr schlicht, schwer, eher puristisch, mit wertiger Anmutung. Der Plattenteller dreht sich ohne den geringsten Höhenschlag und läuft perfekt rund. Die vier Tasten fühlen sich gut an und haben einen exakt definierten Druckpunkt. Die Füße sind höhenverstellbar und übernehmen die Dämpfung. Der Tonarm ist spielfrei, nimmt eine geringe Antiskating Einstellung sofort an und wandert Richtung Auflage.

Die Gleichlaufschwankung ist lt. Datenblatt bei < 0,15%. Das Labor der Zeitschrift AUDIO 03/2016 misst gar nur 0,03%.

Ausschlaggebend für den Kauf waren die positiven Berichte hier im Forum. Im eigenen Thread wurde mehrfach empfohlen, die Originalnadel gegen eine günstige Thakker EPO E zu ersetzen. Die habe ich mir auch gleich mit bestellt, da man bei dem Preis (ca. EUR 30,-) nichts verkehrt machen kann. Und sollte mir der Onkyo nicht zusagen, hält sich der Verlust in Grenzen. Eine gebrauchte Nadel möchte ich trotz Widerrufsrecht nicht zurück senden.

Die neue Nadel wurde prompt montiert. Nach der obligatorischen Einstellung der Plattenspielers samt Tonabnehmer ging es sofort los mit Musikhören.
Sofort fiel auf, daß die Neuanschaffung mehr Bass liefert. Mehr und auch noch etwas tiefer! Damit meine ich nicht die Thakker Nadel verglichen zur Originalnadel, sondern Onkyo vs Dual 714 Q!
Der Klang des neuen Plattenspielers spricht mich auf Anhieb an. Räumlich, voluminös mit ordentlicher Auflösung und klarer Wiedergabe der Höhen. Erstaunlich, was dieser günstige Tonabnehmer abliefert!
Signifikant mehr Auflösung als beim Dual 714 Q ist allerdings noch nicht feststellbar. Das wäre angesichts des Preises der Nadel auch ein Wunder und das hätte ich auch nicht erwartet. Mir war von Anfang an klar, daß ich für ein Tonabnehmersystem jenseits der Einstiegsklasse deutlich tiefer in die Tasche greifen muß.
Aber so wie es nun nach den ersten Stunden des Musik hörens aussieht, werde ich den Onkyo behalten.
In der zweiten Phase geht es nun darum, welches Tonabnehmer System mittelfristig angeschafft wird.

IMG_2948IMG_2950
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 26. Mrz 2016, 16:05
So es geht weiter...

ich habe mich also von dem Reloop verabschiedet und genauso von der Endabschaltung. Einen neuen Dreher mit Endabschaltung zu finden ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Der Reloop sollte eine haben, diese funktionierte aber nicht. Weiterhin gefiel mir nicht, daß das Tonabnehmersystem laut Audio Schablone ziemlich verdreht eingebaut werden musste. Der Klang des mitgelieferten Ortofon 2M Red war zwar verzerrungsfrei, klang aber an einem Akai AP-001 (der steht zu Testzwecken bei mir rum) besser. Alternativ mit Endabschaltung wäre noch der Denon DP-300F in Frage gekommen, für diesen konnte ich jedoch keine Sympathie entwickeln.

Nun habe ich mir einen Omnitronic 2520 mit Sumiko Pearl hingestellt. Warum? Nun, von der Endabschaltung habe ich mich verabschiedet und vom Preis/Leistungsverhältnis schien mir der Omnitronic eine gute Wahl.
Das Sumiko Pearl wird i.d. Regel für Rock sehr gelobt und könnte den zusätzlichen Punch liefern, den ich bisher vermisst habe.

Genauso wie der Reloop macht auch der Omnitronic verarbeitungstechnisch einen sehr guten Eindruck. Der Plattenteller könnte für mein Empfinden ein wenig massiver sein, ist aber für diese Preisklasse völlig i.O. Nach den teils haarsträubenden Berichten über Hanpin Plattenspieler habe ich sowohl bei Reloop als auch bei Omnitronic mit dem Schlimmsten gerechnet. Bin aber absolut positiv überrascht. Für meine Ansprüche alles im grünen Bereich.
Ok die nicht funktionierende Endabschaltung des Reloop soll nicht unter den Teppich gekehrt werden und trübt den positiven Eindruck ein wenig.

So das Sumiko Pearl wurde am Akai AP-001 (auch SME-Headshell) eingespielt. Das Headshell flux an den Omnitronic gebaut und mit der Audioschablone eingestellt.
Die Verzerrungsfreiheit überprüfe ich mit dem 5. Track "Miracles out of Nowhere" der LP "Leftoverture" von Kansas. Dieser im Inneren Bereich der LP liegende Song wird mit ein paar hohen Orgeltönen eröffnet, die ein nicht sauber abtastendes System relativ schnell entlarven.
Aber alles sauber.

Meine Höreindrücke Omnitronic 2520 + Sumiko Pearl im Vergleich Dual 606 mit DN 152 verliefen wiederholt sehr zwiespältig.
Während ich im Bassbereich den vermissten Punch endlich hinzugewinnen konnte klingen die Mitten und Höhen mit dem Sumiko Pearl doch sehr verhangen. Da liefert das DN 152 doch um einiges mehr Schmelz. Trotzdem gefällt mir das Pearl vom Grundcharakter her ganz gut. Trotzdem hätte ich mir anhand der positiven Rezensionen mehr erwartet.

Nun habe ich nach weiterer Recherche herausgefunden, daß der Grund für die verhangenen Mitten und Höhen eventuell ein Kapazitätsproblem sein könnten. Hier wäre ich für eine Einschätzung von Albus sehr dankbar.
Ich habe zwar den Art DJ Pre II auf 100pf (kein Unterschied zu 200pf festzustellen) eingestellt, aber anscheinend liefert der Omnitronic trotz Umgehung des eingebauten Pre-Amps eine zu hohe Kapazität.

Es wird empfohlen den Pre-Amp komplett auszubauen. Damit wäre das Kapazitätsproblem erledigt und das Sumiko Pearl würde dadurch luftiger spielen. Allerdings traue ich mir eine solche Operation am offenen Herzen nicht zu.

Eine andere Möglichkeit ist ein Dreher ohne Pre-Amp und USB Gedöns. Bauche ich auch nicht, nur dachte ich bisher den Pre-Amp ausschalten reicht völlig aus.

Hier musste ich feststellen, daß es ganze zwei Modelle ohne den zusätzlichen Firlefanz gibt:
1. Pioneer PLX-1000 und
2. Omnitronic 5250.

Sind beides sog. Super OEM-Dreher. Also die höherwertige Hanpin Ausstattung. Unterscheiden sich im Preis aber ganz schön.

Für mich wäre also der Omnitronic die interessantere Version der beiden genannten Dreher.

Würde mich diese Wahl zum Ziel führen?

Für Einschätzungen wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße und schöne Ostern
Thomas
Marsilio
Inventar
#45 erstellt: 26. Mrz 2016, 17:50
Hallo Thomas

Ich habe den Eindruck, dass du dich ziemlich im Kreis drehst. Vielleicht gibt es hier im Forum irgendjemand, der dir mal einen schönen Tonabnehmer von der Klasse eines 2M Black, AT150MLX oder OM-40 vorführen kann - einfach zwecks Vergleich.

Ich an Deiner Stelle täte halt den guten alten Dual mit einem 1/2-Zoll-Adapter hochrüsten und dann je nach Budget entweder mit einem 2M Black oder einem AT150MLX ausstatten.

Damit erreichst du fürs Geld garantiert einen klanglichen Mehrwert.

LG
Manuel
evilknievel
Inventar
#46 erstellt: 26. Mrz 2016, 18:19

*Glaenzer* (Beitrag #44) schrieb:


Meine Höreindrücke Omnitronic 2520 + Sumiko Pearl im Vergleich Dual 606 mit DN 152 verliefen wiederholt sehr zwiespältig.
Während ich im Bassbereich den vermissten Punch endlich hinzugewinnen konnte klingen die Mitten und Höhen mit dem Sumiko Pearl doch sehr verhangen. Da liefert das DN 152 doch um einiges mehr Schmelz. Trotzdem gefällt mir das Pearl vom Grundcharakter her ganz gut. Trotzdem hätte ich mir anhand der positiven Rezensionen mehr erwartet.

Thomas


Das kann ich genau so bestätigen. Nach einer etwas längeren Einspielphase tut sich noch was, aber im direkten Vergleich mit einem Ortofon oder fast jedem anderen beliebigen TA bleibt die Hochtonauflösung die Schwachstelle des Pearl. Daran wird auch eine bessere Kapazitätsanpassung nichts ändern.

Gruß Evil
akem
Inventar
#47 erstellt: 26. Mrz 2016, 19:18
Vorsicht: in der Auflösung sollte das Pearl den Ortofönern mit elliptischer Nadel überlegen sein. Hochtonpegel liefern die Ortoföner vielleicht mehr...

Gruß
Andreas
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 26. Mrz 2016, 19:50
naja der dual wird jedenfalls nicht aufs Altenteil wandern. Jedoch werde ich nie ein Fan von den ULM Tonarmen werden. Mir widerstrebt es mittels eines Adapters den Grundgedanken des ULM zu unterwandern. Und dennoch nervt die fehlende Flexibilität auch andere Tonabnehmer testen zu können. Muss man jetzt aber nicht verstehen

Zurück zum eigentlichen Problem. Mein Forschertrieb ist geweckt. Von der Klarheit der Darstellung bis zum einem gewissen Frequenzbereich bin ich vom Sumiko Pearl schon sehr angetan. Und ich könnte mir vorstellen das obenrum noch ein bischen mehr geht. Eine Expertenmeinung zur Kapazitätsfrage würde mir da schon weiterhelfen. Oder befinde ich !mich tatsächlich in einer Sackgasse.
Das würde bedeuten: Das Sumiko Pearl klingt halt so und eine wirkliche Klangsteigerung ist nur noch mit 2M Black, AT150MLX oder OM-40 zu ezielen?

Viele Grüße
Thomas
8erberg
Inventar
#49 erstellt: 26. Mrz 2016, 19:56
Hallo,

die ULMs haben nicht die "Standard"-Ortofon-Elipse sondern sind schon schärfer (6 x 18 my).

Peter
*Glaenzer*
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 26. Mrz 2016, 20:05
Hallo Peter,

entschuldige, aber ich kann dir nicht folgen. Wie meinst Du das?
Oder bezieht sich Deine Aussage auf das Auflösungsverhalten der DN152E ?
Ist der Schliff besser als beim Sumiko Pearl? Oh mann ich muss noch viel lernen.

Viele Grüße
Thomas
8erberg
Inventar
#51 erstellt: 26. Mrz 2016, 20:18
Hallo,

ich wollt damit nur vermerken das der Klang noch immer zum aller-allergrößten vom Tonabnehmer und dort besonders von der Nadel gemacht wird.

Da die Nadeln von ULM und Pearl technisch sich kaum unterscheiden ist kein Wunder zu erwarten.

Peter
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