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Suche nach Plattenspieler bis 200 €

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Autor
Beitrag
Jonitro
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Mai 2016, 10:06
Guten Tag zusammen,
ich würde mir gerne für mein bestehndes Stereo-System einen Plattenspieler zulegen.
Das Budget für den Plattenspieler liegt so bei ~200€.
Allerdings weiß ich nicht so richtig auf was ich achten muss bzw. wie ich das Beste für mein Geld bekomme.
Kann mir dabei jmd bitte behilflich sein?

Lieber Gruß
Johannes


Verstärker: Yamaha AX-700
Lautsprecher: Wharfedale Diamond 10.5
Musik: Rock, Funk, Reggae, Pop
Quellen: PC und TV (beides über Cinch/Klinke), in Zukunft CD und Schallplatten
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 12. Mai 2016, 12:40
Hallo,

soll es ein Neugerät werden oder darf es was gebraucht sein?

Bei Neugerät geht zu dem Preis ernsthaft fast nur http://www.voelkner....antrieb-Schwarz.html
dazu dann eine elliptischer Nadeleinschub, da die ab Werk gelieferte Nadel eine zu hohe Auflagekraft benötigt
https://www.thakker....ms-251-e-oem/a-7465/

Immer daran denken das Plattenspieler keine ready2run-Geräte sind, man muss schon korrekt einstellen und justieren! Es ist halt mechanische Abtastung!

Bei gebrauchtem Dreher müssen evtl. auch mal Kleinigkeiten gemacht werden, bleibt bei Geräten von z.T. über 30 Jahren nicht aus.
Traust Du Dir das zu?

Peter
Jonitro
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Mai 2016, 12:46
Hallo Peter,
danke für deine schnelle Antwort.
Ups, das hatte ich ganz vergessen:
Ich bin fest von einem gebrauchten Plattenspieler ausgegangen, weil für das Budget echt nur Murks neu verkauft wird.
Die Justierung würde ich mir schon zutrauen, da müsste ich mich dann halt mal ein paar Stunden einlesen, aber das kann ja nicht so schwer sein.

LG Johannes

EDIT: Wie "gut" ist denn ein Reloop RP 2000 MK3 gebraucht?
Reloop
Der steht in karlsruhe, also da wo ich studiere.

Ich bin kein DJ aber die Zusatz-Features würden mich nicht stören.


[Beitrag von Jonitro am 12. Mai 2016, 13:15 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 12. Mai 2016, 13:32
Hallo,

auch ein Hanpin-Gerät, ist vom gleichen Fließband in Taiwan gefallen... Hanpins findest Du als "Reloop", "Audio-Technica", "Dual" (ausser CS, die sind Made in Germany) und vielen anderen "Marken". Der Laden ist halt der größte Plattenspielerhersteller der Welt.

Als OK find ich den https://www.ebay-kle...g/461357595-172-9192

der 502 wird "gerne" unterschätzt. Eine neue Nadel für das verbaute M75 von Shure gibt es ab ca. 15 - 20 Euro, je nach Qualität und Schliff.

Der Dreher ist einfach gut, simpel, da kann nix dran kaputtgehen (der Riemen sollte vielleicht nach fast 40 Jahren mal gewechselt werden).

Peter
Jonitro
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Mai 2016, 13:49
Ok, dann lieber nicht so ein Hanpin-Gerät

Wieviel ist denn so ein Dual 502 wert? Der sieht ja schon ein bisschen mitgenommen aus.
Ist ein Original-Antriebsriemen sinnvoll oder tut es auch so etwas?
Riemen
akem
Inventar
#6 erstellt: 12. Mai 2016, 14:15
Schau mal hier: http://www.analogrevival.de/plattenspieler/0-200/
Das ist ein Händler, der Garantie gibt und weiß, wie man so nen Dreher verpacken muß, damit kein Schrott ankommt. Da gibt's im Preisbereich bis 200€ ne ganze Reihe ganz netter Dreher für jeden Geschmack. Einen neuen Tonabnehmer solltest Du aber einplanen und je preiswerter der Dreher ist desto mehr Geld bleibt für den klangbestimmenden Tonabnehmer.

Gruß
Andreas
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 12. Mai 2016, 14:54
Hallo

Der Riemen wäre Ok.

Versuch so 20 Öcken runterzuhandeln.

Peter
Jonitro
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Mai 2016, 15:08
Ok danke erstmal an euch beide!

1. Ein Vollautomat muss es bei mir nicht unbedingt sein. Ich bin noch jung und kann das gerne alles noch händisch machen.
2. bei Analog-Revival habe ich nichts bezüglich Garantie gefunden, hast du da schon einmal bestellt/bzw. davon Gebrauch gemacht?
3. Angenommen ich bekäme den Dual für 60€, wäre das ein gutes P/L-Verhältnis? Ich denke bei Analog-Revival sind die Preise verhältnismäßig hoch oder?

LG Johannes
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 12. Mai 2016, 16:13
Hallo,

logisch, irgendwovon muss der gute Knabe ja leben und Garntie & Co. kriegste nicht für Umme.

Den 20 weniger kannst mit neuer Nadel & Riemen begründen.

Die Haube zum Reinigen, abnehmen aber niemals mit Glasreiniger oder anderen alkoholhalten Reiniger säubern, am Besten Wasser mit sanften Neutralreiniger nehmen, und Microfasertuch.

Peter
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 12. Mai 2016, 16:32
Hallo,


2. bei Analog-Revival habe ich nichts bezüglich Garantie gefunden, hast du da schon einmal bestellt/bzw. davon Gebrauch gemacht?


mache Dich doch mal mit den Unterschieden zwischen Garantie und Gewährleistung vertraut und beschäftige Dich mit den gesetzlichen Regelungen zur Gewährleistung.

Diese Themen werden Dir in Deinem Leben als Käufer und Verkäufer fast täglich begegnen, es lohnt sich, sich damit so früh wie möglich zu befassen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 12. Mai 2016, 19:51 bearbeitet]
Jonitro
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 12. Mai 2016, 17:56
@8erberg: alles klar, dann begebe ich mich mal in die Verhandlungsphase

@Tywin: Danke für den Tipp, da sollte ich mein Wissen vllt darüber echt noch verbessern.
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 12. Mai 2016, 22:08
Nabend !

Zum verlinkten Dual:

Haube hat einen Sprung
komplett ungepflegt und schmutzig
Plattenbürste -> Tonne
Klebefuß vom Mitlaufbesen hinten zwecklos, vermutlich vom Modell Dustbug

... ist etwa auch noch den olle DIN-Stecker am Kabel ?

MfG,
Erik
Tauern
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 13. Mai 2016, 04:07

Die Justierung würde ich mir schon zutrauen, da müsste ich mich dann halt mal ein paar Stunden einlesen, aber das kann ja nicht so schwer sein


Somit keine Kenntnisse über die Reparatur eines solchen Gerätes. Keine gute Voraussetzung für einen Gebrauchtkauf.

Grüße

Tauern
R!ddick
Stammgast
#14 erstellt: 13. Mai 2016, 06:38
Ich würde Peters Vorschlag ganz oben nochmal überdenken...
Jonitro
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Mai 2016, 08:53
Also, aufgrund eurer Bedenken, habe ich den Dual nun nicht gekauft und konzentriere mich eher auf einen restaurierten PS.
Könnt ihr mir einen der verfügbaren PS bei AnalogRevival (Link) empfehlen bezüglich einfacher Wartung/günstige Reparatur/lange Haltbarkeit? Ich gehe mal davon aus, dass bei den meisten noch ein System dazugekauft werden muss. Von dem her wäre es auch wichtig, dass es auch ordentliche Systeme für den PS gibt, die erschwinglich sind (~50 €).

Vielen Dank für eure Hilfe.

LG Johannes
tinnitusede
Inventar
#16 erstellt: 19. Mai 2016, 09:38
Hi,

in den Kleinanzeigen findest Du ein Dutzend Dual621/604 deutlich unter 200€,

oder hier zwei 704

https://www.ebay-kle...e/437161452-172-1737

https://www.ebay-kle...e/437161452-172-1737

oder hier zwei 601

https://www.ebay-kle...n/462311511-172-9192

https://www.ebay-kle.../468260169-172-16771

Hans
Tywin
Inventar
#17 erstellt: 19. Mai 2016, 09:51
Hallo Johannes,

den Hitachi PS 48 finde ich hinsichtlich seiner Robustheit und geringen Anfälligkeit für potentielle Probleme eine feine Sache. Ein Tonabnehmer gehört nicht zum Lieferumfang.

Da es sich um einen üblichen mittelschweren Tonarm handelt, kann nahezu jedes Tonabnehmersystem eingesetzt werden was Du Dir wünschst und bezahlen willst. Z.B.:

Sumiko Pearl

https://www.thakker.eu/sumiko-pearl-tonabnehmer/a-5199/

+

ART DJ Pre II Phono Preamp

http://www.thomann.de/de/art_deejaypre_ii.htm

VG Tywin
Jonitro
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 19. Mai 2016, 09:58
@tinnitusede: das war ja genau das Problem mit den Duals aus ebay-kleinanzeigen, dass sie möglicherweise noch gewartet werden müssen.

@Tywin: Danke für den Tipp, gibt es auch noch andere empfehlenswerte Systeme, die nicht 120 € kosten?
inklusive des PS wäre ich dann ja schon bei über 300 € :/

den Preamp brauch ich ja nicht, wenn mein Verstärker einen phono-eingang hat oder?

VG Johannes
Tywin
Inventar
#19 erstellt: 19. Mai 2016, 10:18

@Tywin: Danke für den Tipp, gibt es auch noch andere empfehlenswerte Systeme, die nicht 120 € kosten?


Aus meiner Sicht gibt es keine anderen neue Tonabnehmersysteme mit einem ähnlich guten Nadelschliff mit dem Du viel Geld sparen kannst.


den Preamp brauch ich ja nicht, wenn mein Verstärker einen phono-eingang hat oder?


Wenn der Phonoeingang Deines Verstärkers - inklusive der Verkabelung vom Tonabnehmer bis zum Pre - die vom Sumiko geforderte eher niedrige Abschlusskapazität bietet um das System so klingen zu lassen wie es vorgesehen ist, dann kannst Du den eingebauten Pre verwenden.

Vielleicht gibt es aber für Dich auch gar nichts Negatives zu hören obwohl womöglich die Kapazität nicht passt. Du solltest dieses Thema aber im Hinterkopf haben.

VG Johannes
tinnitusede
Inventar
#20 erstellt: 19. Mai 2016, 10:35

Jonitro (Beitrag #18) schrieb:
@tinnitusede: das war ja genau das Problem mit den Duals aus ebay-kleinanzeigen, dass sie möglicherweise noch gewartet werden müssen.


VG Johannes


da sind Spieler bei, die einen guten Eindruck hinterlassen, nach Möglichkeit solltest Du abholen und natürlich ausführlich testen, außerdem ist "Wartung" ein dehnbares Begriff, wenn Du verstehst, was ich meine
und wenn´s ein Halbautomat ist, der beim Testen ohne Fehl und Tadel ist, wird er es bei dir zu Hause auch noch tun,

Hans
Jonitro
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 22. Mai 2016, 21:48
habe gerade diesen Thorens auf Ebay-Kleinanzeigen entdeckt für 200 €:
Thorens PS
System weiß ich noch nicht, werde es aber posten wenn er antwortet. Ich denke, es wird ein billiges sein, da er das auf den Bildern abgebildete ersetzen wird.

was haltet ihr davon?

LG Johannes


[Beitrag von Jonitro am 22. Mai 2016, 22:10 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#22 erstellt: 23. Mai 2016, 01:28
Moin, Johannes !

Zum verlinkten TD160:

- Die Schaltknebel wurden ausgetauscht. Es sind die neueren.
- Das externe Netzteil braucht man nicht einmal beim TD2001. Du brauchst das originale Steckernetzteil.
- Filzmatte auf Original-Oldies-Noppenmatte ist Blödsinn.
- Welches System soll denn eingebaut werden ( aktuell: Denon DL110 ) ?

Der Preis sollte VHB sein.

MfG,
Erik
Jonitro
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 23. Mai 2016, 06:40
Moin,
also auf die Frage, welches System verbaut ist:

Ich könnte ein Shure oder ein Audio Technika oder ein Sony etc...installieren
Lassen Sie uns doch morgen mal telefonieren.


Na ich nehme mal an, dass das originale Steckernetzteil dabei ist

Ich werde ihn heute mittag mal anrufen, und fragen was am Preis noch zu machen ist.
CarstenO
Inventar
#24 erstellt: 23. Mai 2016, 07:17
Hallo,

Dein Verstärker hat einen guten Phono MC-Eingang, wie wäre es mit dem JVC L-A 55?

http://www.hifi-foru...m_id=170&thread=8226



Viele Grüße,

Carsten
Jonitro
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 23. Mai 2016, 07:58
Hi carsten,
danke für den Tipp, aber wie oben erwähnt, habe ich bezüglich des Zusammenbaus eines PS wenig bis keine Erfahrung.
Ob ich einen zerlegten PS mit Hilfe des Internets und Bedienungsanleitungen wieder zusammen bekomme, weiß ich leider nicht
CarstenO
Inventar
#26 erstellt: 23. Mai 2016, 08:08

Jonitro (Beitrag #25) schrieb:
Zusammenbaus eines PS wenig bis keine Erfahrung.


Macht ja nichts, dafür schreibe ich ja dazu, dass vor dem ersten Ton noch etwas zu tun ist:

Auspacken
Plattenteller aufstecken
Gegengewicht drauf drehen und auf 1,8 Gramm einstellen
Gerät mit Wasserwaage ausrichten


[Beitrag von CarstenO am 23. Mai 2016, 08:21 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#27 erstellt: 23. Mai 2016, 09:09
Hallo Jonitro

Nicht selten bin ich mit CarstenO nicht ganz gleicher Meinung. In diesem Fall aber schon: Den unkomplizierten JVC, den er Dir anbietet inkl. Mail-Support und ordentlichem System, würde ich an Deiner Stelle besagtem TD160 vorziehen.

LG
Manuel
Jonitro
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 23. Mai 2016, 09:26
Hey Marsilio,
danke für deine Einschätzung. Ist der Preis denn gerechtfertigt? Bei ebay sehe ich den PS für 120 € aber mit mir nicht bekannten System, wobei der von CarstenO angebotene PS ja ein etwas besseres hat?

@CarstenO: Ist der Preis von 170€ ein Festpreis oder gibt es da noch Handlungsmöglichkeiten?

Ich muss halt leider gestehen, da ich auf dem Gebiet ein Neuling bin, und dadurch auch leicht über den Tischen gezogen werden kann, was ich euch natürlich nicht unterstellen will!

LG Johannes

edit: was wäre denn eine Ersatznadel, falls diese mal fällig würde bzw. muss dann nur die Nadel ersetzt werden oder verschleißt das gesamte System mit?


[Beitrag von Jonitro am 23. Mai 2016, 09:26 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#29 erstellt: 23. Mai 2016, 09:41

Jonitro (Beitrag #28) schrieb:
@CarstenO: Ist der Preis von 170€ ein Festpreis oder gibt es da noch Handlungsmöglichkeiten? :)


Ich würde bei Ebay aus den beendeten Angeboten für den Plattenspieler und das Tonabnehmersystem getrennt ermitteln, zu welchen Preisen der jeweilige Kauf zustande kam. Danach bildest Du aus den Durchschnittspreisen beider Teile die Summe. So habe ich den Preis gebildet, den ich dafür auch haben möchte.


Jonitro (Beitrag #28) schrieb:
Ich muss halt leider gestehen, da ich auf dem Gebiet ein Neuling bin, und dadurch auch leicht über den Tischen gezogen werden kann, was ich euch natürlich nicht unterstellen will! :)


Deshalb hätte ich auch lieber eine Selbstabholung. Eine Alternative ist aber der Neukauf, wo Du zwischen 6 und 24 Monaten, je nach Garantieregelung, entspannt sein kannst.

Mein Tipp dazu wäre der riemengetriebene Renkforce DJ-2650 B mit einer Thakker Epo E-Nadel.

https://www.conrad.d...schwarz-1312724.html
http://www.amazon.de...e-3600/dp/B00FQIJR78

Hier musst Du bei der Systemjustage und wahrscheinlich auch am Tonarmlager Hand anlegen.


Jonitro (Beitrag #28) schrieb:
was wäre denn eine Ersatznadel, falls diese mal fällig würde bzw. muss dann nur die Nadel ersetzt werden oder verschleißt das gesamte System mit?


Die meisten MC-Systeme, so auch das MC-9 müssen entweder komplett getauscht oder "retippt" werden.


[Beitrag von CarstenO am 23. Mai 2016, 09:47 bearbeitet]
Jonitro
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 23. Mai 2016, 11:42
Ok, das heißt dann wohl eher Festpreis

Mich wundert es ein bisschen, dass du mir so schnell einen neuen PS und System empfiehlst, da wie du selbst sagst, auch dafür einige Modifizierungen vorgenommen werden müssen. Einzig die Garantie ist natürlich ein Vorteil.
Aber das Gebilde von Conrad/Amazon wird ja dann vermutlich nicht mit dem Angebot von dir für 170 € mithalten können oder?

Also ein bisschen handwerkliches Geschick traue ich mir durchaus zu und da ich sowieso technik-begeistert bin, werde ich mich wohl lieber an einem alten versuchen, und mich mit einem solchen auseinander setzen, auch wenn es einiges an Zeit und Geduld braucht
Außerdem kennt mein Vater in der Not auch noch einen Fachmann, der relativ preisgünstig PS repariert.

Wichtig dabei wäre mir ein Direkttrieb, aber einen Vollautomat brauche ich auf jeden Fall nicht.
CarstenO
Inventar
#31 erstellt: 23. Mai 2016, 12:51

Jonitro (Beitrag #30) schrieb:
Mich wundert es ein bisschen, dass du mir so schnell einen neuen PS und System empfiehlst, da wie du selbst sagst, auch dafür einige Modifizierungen vorgenommen werden müssen.


Das ist keine schnelle Empfehlung, sondern eine, die ich hier häufiger ausspreche. Bis 200 EUR ist das eine Preislage, die üblicher Weise über den Versandhandel und nicht über den Fachhandel vor Ort läuft. Gerade der Fachhändler könnte das Gerät aber wirklich betriebsbereit übergeben, d.h. dass er bekannte Schlampigkeiten (schlecht/gar nicht justiertes Tonabnehmersystem, Lagerspiel) der Herstellung ausgebügelt hat. Das ist keine Modifikation, sondern eher der tatsächliche Fertigungsabschluss. Das gilt aber nach meinen Erfahrungen nicht nur für diese Preisklasse.


Jonitro (Beitrag #30) schrieb:
Aber das Gebilde von Conrad/Amazon wird ja dann vermutlich nicht mit dem Angebot von dir für 170 € mithalten können oder?


Genau, zum Übergabezeitpunkt ist der JVC L-A 55 mit gebrauchtem Yamaha MC-9 einem Renkforce DJ-2650 B mit neuem AT-3600 klanglich überlegen. Aber bei dem Renkforce gewährleistet Dir der Anbieter für 2 Jahre ein einwandfreies Produkt, ich tue das - wie die allermeisten privaten Anbieter - nicht. Wie bei jedem über 30 Jahre alten Elektrogerät geht auch bei einem Plattenspieler mal was kaputt. Für diese Reparatur bezahlst Du dann selbst. Kompromiss: Gebrauchter Plattenspieler vom Händler, der aber Verschleiß (z.B. verstaubte Potis, die auch zu Geschwindigkeitsschwankungen führen können) von der Gewährleistung ausschließen kann.


Jonitro (Beitrag #30) schrieb:
Wichtig dabei wäre mir ein Direkttrieb, ...


Warum, weil hier mehrheitlich vom Direktantrieb geschwärmt wird? Oder, weil Riemen nach einigen Jahren für 12,95 EUR gewechselt werden müssen? Bei meiner Gegenüberstellung Renkforce DJ-2650 B vs. DJ-2650 D war der Riemen- gleichlaufmäßig (theoretischer Vorteil des Direktantriebs) besser als der Direkttriebler. Am Ende geht es bei gebrauchten Plattenspielern um den Zustand.


[Beitrag von CarstenO am 23. Mai 2016, 12:54 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#32 erstellt: 23. Mai 2016, 15:30
Ich würde den JVC L-A 55 nehmen, vielleicht gibt's ja noch einen kleinen Preisnachlass. Mittelfristig muss man bei diesem Dreher aber davon ausgehen, dass entweder ein Nadel-Retipp durch den Nadelspezialisten oder gleich ein neues Tonabnehmersystem fällig wird. Bei letzterem würde ich nicht sparen. Zentraler Punkt beim Plattenspieler ist der Tonabnehmer respektive die Güte der Nadel. Je besser ist diese, desto besser auch der Klang.

Bei einem Neugerät kannst Du einen besseren Tonabnehmer oder zumindest eine bessere Nadel aber auch gleich mit einkalkulieren. Denn das, was im Einsteigerbereich da mitgeliefert wird, ist wirklich nur allertiefste Basisklasse. Und das hört man dann leider auch.

Womit wir auch bei einem nicht zu unterschätzenden Thema sind: Vinylhören im allgemeinen ist ein nicht ganz billiges Hobby. Anders als etwa bei einem CD-Player ist es mit dem Gerätekauf als solches nicht getan. Alle 800 bis 2000 Stunden braucht man eine neue Nadel, dann gilt es die Abschlusskapazitäten im Auge zu behalten damit der Sound nicht kreischt etc. etc. Das ist alles eine Wissenschaft für sich. Aber hier im Forum wird dir geholfen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 23. Mai 2016, 15:34 bearbeitet]
Jonitro
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 23. Mai 2016, 16:23
@CarstenO:
Also danke für deine sehr ausführlichen Antworten.
Ja das mit dem Direktantrieb, habe ich halt gedacht, weil der jedes mal als wartungsfrei zuverlässig und überlegen dargestellt wird. Aber natürlich hast du Recht, dass es immer auf den individuellen Zustand ankommt.

@Marsilio:
Auch dir einen herzlichen Dank für deine Einschätzung. Klar, dass der Tonabnehmer mit das Wichtigste am Ganzen ist, daran werde ich dann nicht sparen.
Kann eine alte Nadel die Platten zerstören oder verschlechtert sich nur der Klang?

edit: kann man sich diese Nachbauten eigentlich antuen oder sind die schlecht?
amazon


[Beitrag von Jonitro am 23. Mai 2016, 16:27 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#34 erstellt: 23. Mai 2016, 16:33
Diese Nadel passt nicht weil an de Dir angebotenen JVC-Dreher nicht mehr das ab Werk verbaute Originalsystem (zu dem diese Nadel passen würde) sondern ein imo deutlich besseres Yamaha-Tonabnehmersystem werkelt.

Abgenuldete Nadeln tönen nicht gut. Ob man damit eine Platte ruiniert weiss ich nicht, hab's nie probiert...

Grundsatzfrage: Ist Dein Budget von 200.- nur für den Plattenspieler oder auch inklusive Tonabnehmer/Nadel gedacht?

Lg
Manuel
akem
Inventar
#35 erstellt: 23. Mai 2016, 17:08

Jonitro (Beitrag #33) schrieb:

Kann eine alte Nadel die Platten zerstören

Ja, kann sie! Im Netz kursieren diverse Mikroskopaufnahmen von Rillen, die von einer kaputten Nadel ruiniert wurden. Da werden kleine Stücke aus der Rille herausgeschlagen...

Nachbaunadeln der billigen Art taugen nicht viel. Gute Nadeln kosten gutes Geld, auch bei Nachbaunadeln (da gibt es nämlich auch welche, die >>100€ kosten...). Die Nadel ist das Teil am Tonabnehmer, das den Klang am meisten beeinflußt. Deswegen gibt es auch jede Menge Tonabnehmer-Familien, die sich eigentlich nur in der Nadel unterscheiden: Schliff, gebondet oder nackt, Nadelträger. An den Preisunterschieden kannst Du gut erkennen, was die Nadel ausmacht...
Nebenbei bemerkt: gute Nadelschliffe klingen nicht nur besser (bessere Auflösung, weniger Abtastverzerrungen) sondern halten auch deutlich länger!

Gruß
Andreas
Jonitro
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 23. Mai 2016, 17:11
Vielen Dank euch beiden.

Mein Budget bezieht sich eig auf beides, sodass ich erst einmal ein bisschen hören kann und dann bei Bedarf in der Zukunft eine neue Nadel kaufen kann. Von dem her ist der JVC ganz passend eigentlich,

Ok dann hätten wir das auch geklärt
Wuhduh
Inventar
#37 erstellt: 23. Mai 2016, 19:33
Nabend !

@ CarstenO:

Ist schon seltsam, daß Du hier ein Sonderrecht für einen erweiterten Werbespot für eines Deiner Geräte hast.

Teilzitat: " Genau, zum Übergabezeitpunkt ist der JVC L-A 55 mit gebrauchtem Yamaha MC-9 einem Renkforce DJ-2650 B mit neuem AT-3600 klanglich überlegen. "

Der Vergleich ist geradezu haarsträubend.

Zum JVC gemäß Deiner Bilder:

1.
Haube anscheinend mit Macken, aber repräsentativ fotografiert und korrigiert ?

2.
Der korridierte Plattenteller ist abschreckend.

3.
Falsche Reihenfolge:
1. Auspacken
2. Mit Wasserwaage ausrichten, weil ansonsten Nullbalance nicht realisiert werden kann.
3. Gegengewicht drauf
4. Und das Headshell mit dem System ?
5. Und das Antiskating ? Etwa schon auf Skalenwert 1,8 ?
6. Auflagekraft einstellen
7. Siehe Punkt 5.

@ Marsilio:

Wie gut, daß Du mangels Detailswissen den Plastik-JVC lieber als den TD160 kaufen würdest !

MfG,
Erik
Marsilio
Inventar
#38 erstellt: 23. Mai 2016, 19:51
Moment, Erik...


Wie gut, daß Du mangels Detailswissen den Plastik-JVC lieber als den TD160 kaufen würdest !


Da ging es um den in vorherig verlinkten konkreten TD160 - nicht um den TD160 generell. Einen guterhaltenen, nicht verbastelten und von einer vertrauenswürdigen Quelle offerierten TD160 würde ich dem JVC nämlich schon vorziehen.



LG
Manuel
Tywin
Inventar
#39 erstellt: 23. Mai 2016, 20:05
Hallo,

leider hat Wuhduh nicht den geringsten Plan davon was gebrauchte Geräte kosten bzw. wert sind. Allein ein irgendwie funktionierendes MC-9 wird für um die 100 Euro von Privat gehandelt.

Der JVC ist die verbliebenen paar Euro auch von privat mehr als wert und was ein Holzgehäuse grundsätzlich besser als ein Gehäuse aus Kunststoff macht ist mir schleierhaft. Auch das Subchassis hat seinen Wert seit der Erfindung des Betonbodens fast vollständig verloren. Als der TD160 gebaut wurde waren aber Fachwerkhäuser mit Holzdielenböden noch verbreiteter.

Übrigens ... wenn man Lust darauf hat, dann kann man so einen Plattenteller auch polieren ... für den geringen Preis braucht man aber nicht erwarten das es jemand anders für einen macht.

Im Vergleich mit dem JVC kann der TD160 fast nichts was für die Funktion/Bedienung wichtig wäre. Keine Automatik, keinen Direktantrieb (nur schwachmatischen Antrieb mittels Transmissionsriemen), keine SME-kompatible Headshell.

Derzeit nutze ich z.B. meinen billigen direkt angetriebenen Renkforce DJ-2650D lieber als meinen Thorens TD520. Trotz des glänzenden Tellers, des Zwölf- Zoll Tonarms und der Mahagonizarge. Der Renkforce ist schlicht der praktischere Dreher und es gibt mit den derzeit eingesetzten Tonabnehmern auch noch einen besseren Klang als beim Thorens.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 23. Mai 2016, 20:20 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#40 erstellt: 24. Mai 2016, 03:15
Hallo Erik,

auch wenn Deine Beiträge meist eher meiner Unterhaltung, seltener der zielführenden Kaufberatung von Anfragern dienen, kann ich dennoch Deine Kritik nachvollziehen. Mir schien es aber geboten, zwei konkrete Plattenspielerexemplare, die ich selbst hier nebeneinander stehen hatte, zu vergleichen.

Eine Bildkorrektur der Inseratsfotos fand nicht statt. Falls doch, hielte ich das für den 'abschreckenden' Plattenteller für angebrachter, als für die Haube.

Dein Hinweis zur Reihenfolge der Schritte nach dem Auspacken des Gerätes ist im Gegensatz dazu völlig korrekt: Vor der Montage und Einstellung des Gegengewichts muss das Gerät gerade stehen. Das Antiskating muss m.E. nach dem Auspacken jedoch nicht neu eingestellt werden, wenn es vorher schon korrekt eingestellt war.

Wie lautet denn Dein Vorschlag für einen Plattenspieler bis 200 €?

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 24. Mai 2016, 03:17 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#41 erstellt: 24. Mai 2016, 03:47
Moin,

noch 50 € drauflegen und einen der besten Dreher kaufen, die es für zuhause gab.

Wenn ich nicht schon zu Viele hätte, bei dem wäre ich fast schwach geworden.

Aktuell ist eine gute Jahreszeit zum Gebrauchtkauf.
Der hier ging auch zum, für den Käufer, genialen Preis weg.
Wuhduh
Inventar
#42 erstellt: 24. Mai 2016, 03:51
Moin !

@ Tywin:

Du liegst hier völlig falsch mit Deiner Aussage bzgl. meines Wissens über Analoggeräte, - zubehör und deren Neu- bzw. Gebrauchtmarktpreise.

Bedingt durch mein jahrzehntelanges Hobby habe ich mir eine Art " Analoge Altersweitsichtigkeit und -weisheit " erworben, die durchaus eine gesunde, weil kritische, Beurteilung von Preiswünschen und IST-Restwerten zuläßt. Diese Meinung ist rein subjektiv und wird einigen Menschen nicht gefallen. Muß sie auch nicht. Darauf erhebe ich keine Anspruch.

Wie Du hoffentlich bestätigen kannst, habe ich weder die Kombination JVC + Yamaha, noch das Yamaha an sich in Frage gestellt.

Wenn jemand ca. 100,00 Euro für ein gebrauchtes MC-9 zahlen will, dann freut das nur den Anbieter. Mit welchem Hintergedanken auch immer.

Dies führt aber wiederholt zu einer geistigen Irreleitung durch die Fehlinterpretation des erzielten Preises, der in den meisten Fällen nicht für alle Ewigkeit als höchstmöglicher Referenzpreis eingestuft werden sollte. Ich werde häufig mit Hinweisen auf Referenzpreise bei XY konfrontiert, die schlichtweg dummes Gequatsche sind. Das ist für mich kein verkaufsförderndes Gespräch, sondern purer Sauerstoffverbrauch.

Wenn Du momentan mit den Renkforce akustisch zufrieden bist, dann ist das für Dich ganz persönlich okay so.

Nur wundere Dich bitte nicht, daß Andersdenkende Dich wegen Deiner in die Welt hinaustrompetete(n) Aussage(n) mit einem gesunden, distanzierten, kritischen Schubladendenken kombinieren und Dich in eine Schublade mit einer abwertenden Beschriftung stecken werden.

@ alle:

Insbesonders in Berlin mit ca. 3,7 Millionen registrierten Einwohnern ist halt die Relativierung der Konsumgüter unserer Überflußgesellschaft eine andere. Das bezieht sich nicht nur auf Hifi-Technik.

Es gibt aber m. E. zuviele unrealistisch denkende Anbieter mit mangelhaften Kenntissen von BWL, die ihre Ware selbst mit Geduld-und-Sitzfleisch niemals loswerden können und werden. Das gilt insbesonders für Gebrauchtwaren. Die Liste ist ziemlich lang und würde eine Menge klassischer Beispiele enthalten, die signalisieren würden, daß der Anbieter ein Fred-vom-Jupiter mit halbfeuchten Tagträumen und somit bedenklich als Geschäftspartner ist.

@ Marsilio:

Ich bin davon ausgegangen, daß Du die TD160 global meinen würdest und nicht explizit den Verlinkten.

Zu diesem sind noch einige Punkte zu klären.

@ Jonitro:

Ein gebrauchter , minimalistischer Pro-Ject Debut mit Ortofon OM10 tut es evtl. auch als Einsteigergerät.

MfG,
Erik
CarstenO
Inventar
#43 erstellt: 24. Mai 2016, 04:39
Hallo Erik,

wir konnten einiger Maßen beeindruckt nachlesen, wie Du selbst Dein Know How einschätzt. Nun gelten seit fast 26 Jahren in ganz Berlin die Regeln des Marktes, wo sich der Preis aus Angebot und Nachfrage bildet.


Es gibt aber m. E. zuviele unrealistisch denkende Anbieter mit mangelhaften Kenntissen von BWL, die ihre Ware selbst mit Geduld-und-Sitzfleisch niemals loswerden können und werden. Das gilt insbesonders für Gebrauchtwaren.


In einer Metropole zu Hause und doch so weit von der Realität entfernt? Speziell bei Plattenspielern ist es seit einigen Jahren so, dass 30 bis 40 Jahre alte Plattenspieler sogar einen höheren als ihren damaligen Neupreis erzielen. Das lässt sich auf Ebay gut nachvollziehen, indem man insbesondere bei Sofortkäufen den Zeitraum von Beginn bis Verkauf (erfolgreicher Verkauf durch grünen Preis gekennzeichnet) beobachtet. Je häufiger ein Produkt in Internetforen erwähnt wird, umso häufiger tritt genau das ein.

Bei reinen Auktionen bestimmt bekannter Maßen nicht der Anbieter, sondern der Wettkampf der Bieter den Preis.


Bedingt durch mein jahrzehntelanges Hobby habe ich mir eine Art " Analoge Altersweitsichtigkeit und -weisheit " erworben, die durchaus eine gesunde, weil kritische, Beurteilung von Preiswünschen und IST-Restwerten zuläßt.


Diese Zeit hättest Du sinnvoller nutzen können, weil Du mit dieser Ansicht heute kaum noch an einen gebrauchten Plattenspieler kommst.


Ein gebrauchter , minimalistischer Pro-Ject Debut mit Ortofon OM10 tut es evtl. auch als Einsteigergerät.


Hmm, zumindest ein Tipp, der ins Budget passt:

Pro-Ject Debut III Plattenspieler; inkl. Carbon-Antistatik-Bürste & Chinch-Kabel, EUR 213,55, 2 Gebote, 22. Mai. 14:53
Pro-Ject Debut III Turntable, EUR 151,00, 21 Gebote, 01. Mai. 18:05
Pro-Ject Debut II (DC) Plattenspieler schwarz matt (Ortofon OM 5E), EUR 130,45, 28 Gebote, 30. Apr. 07:57
Pro-Ject DEBUT III Plattenspieler mit Ortofon OMB 5E - NEUWERTIG !!!, EUR 177,66, 31 Gebote, 28. Mrz. 22:37

Passen denn diese Preise des anfänglich rund 300 EUR teuren Plattenspielers zu Deinen oben genannten Ansichten?

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 24. Mai 2016, 04:49 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#44 erstellt: 24. Mai 2016, 18:11
Nabend !

@ Carsten:

Ich habe kein ausgeprägtes Interesse mit Dir über Gebrauchtmärkte, Handelsplattformen, virtuelle Bietautomatismen, Kaufverhalten, und Verschuldung pro Kopf zu diskutieren und zu philosophieren.

Analogtechnik habe ich schon genug hinter mir, um etliches aus triftigen Gründen einfach dort stehen zu lassen, wo es sich gerade befindet.

DU möchtest diese Kombi verkaufen und DU mußt erstmal die Werbetrommel drehen und das Gerät inkl. fleckigem Plattenteller und ca. 30 Jahre altem Tonabnehmer anpreisen. Ich werde auch über Deine Nur-Komplett-Angebot-Idee nicht weiter nachdenken.

Was den ( Berliner ) Gebrauchtmarkt angeht, so habe ich auch - als klassische Beispiele - angegammelte Audio Linear TD4001 ( Mehrzahl = 2 Stück ! ) und überteuerte bzw. verhunzte Thorense nicht gekauft, weil ich grundsätzlich verhaltensgestörte Anbieter nicht durchfüttern werde.

Was die historische Entwicklung des analogen Tonträger- und Gerätemarktes in Bezug auf Schallplatten angeht, so hast Du möglicherweise vergessen, daß durch die Unterversorgung der Ex-DDR zwar ein gewisses Defizit vorhanden war, aber erstens der Sprung ins digitale Zeitalter für viele Freunde der Tonkonserve weitaus einfacher war und zweitens seit Jahren eine steigende Marktsättigung zu bemerken ist.

Aber auch dieser abschließende Gedankengang hilft dem Threadersteller nicht bei seiner Suche nach einer passablen Fräse.

MfG,
Erik
.JC.
Inventar
#45 erstellt: 24. Mai 2016, 18:21

Wuhduh (Beitrag #44) schrieb:

Aber auch dieser abschließende Gedankengang hilft dem Threadersteller nicht bei seiner Suche nach einer passablen Fräse.


man weiß es nicht (gesamter Thread)

jedenfalls ist ein Dreher eine Anschaffung für viele Jahre (idR)
darum sollte man da nicht zu geizig (u. ungeduldig) sein
CarstenO
Inventar
#46 erstellt: 25. Mai 2016, 03:14

Wuhduh (Beitrag #44) schrieb:
Aber auch dieser abschließende Gedankengang hilft dem Threadersteller nicht bei seiner Suche nach einer passablen Fräse.


So ist es.
Jonitro
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 26. Mai 2016, 09:58
Also abschließend zu dem Thema muss ich leider sagen, dass die letzten Kommentare mich eher verunsichert haben als potentieller Käufer, auch aufgrund der unterschiedlichen Meinungen.
Trotzdem möchte ich mich bei euch bedanken für die gut gemeinte Hilfe.
Ich werde das Thema wohl eher in den Hintergrund rücken und auf eine passende Möglichkeit warten, um günstig an einen Einsteiger-PS ranzukommen.

LG Johannes
ParrotHH
Inventar
#48 erstellt: 26. Mai 2016, 11:13

Wuhduh (Beitrag #42) schrieb:
Insbesonders in Berlin mit ca. 3,7 Millionen registrierten Einwohnern

... ist das nicht die Welthauptstadt der Praktikanten und Kreativen, die sich mit Kellnern durchschlagen, die Stadt, in deren Genom sich in Jahrzehnten die Mentalität eingebrannt hat, vor allem das Geld anderer auszugeben, und das in richtig großem Maßstab, eine Stadt, um die herum hunderte von Kilometern erst mal nichts weiter relevantes ist...?

Halte ich für keine repräsentative Bezugsgröße für Marktbetrachtungen.

Parrot
ParrotHH
Inventar
#49 erstellt: 26. Mai 2016, 11:18

Jonitro (Beitrag #47) schrieb:
Ich werde das Thema wohl eher in den Hintergrund rücken und auf eine passende Möglichkeit warten, um günstig an einen Einsteiger-PS ranzukommen.

Deine Verunsicherung ist aufgrund des Threadverlaufs verständlich.

An Deiner Stelle würde ich mich hier im Forum, im Analog-Forum und im Dual-Forum im Biete-Bereich umsehen. Da findest Du sicher mit ein wenig Geduld ein Gerät in Deiner Nähe, bei dem Du dann auch von jemandem kaufst, bei dem Du das Gerät selbst ansehen und abholen kannst, der das Gerät bereits in einen ordentlichen Zustand gebracht hat, und sich noch die Zeit nimmt, Dir persönlich den eine oder anderen hilfreichen Hinweis zu geben.

Parrot


P.S.: ich sehe gerade, Du studierst in Karlsruhe. Da habe ich meine Zweitwohnung, und ziemlich sicher wird da demnächst ein Dual 604 "frei"
Bei Interesse: PM


[Beitrag von ParrotHH am 26. Mai 2016, 11:22 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#50 erstellt: 26. Mai 2016, 11:19
Hallo Johannes

Lass' Dich nur nicht einschüchtern. Momentan ist es ein sehr guter Zeitpunkt, um einen Plattenspieler zu kaufen; die Preise sind deutlich niedriger als im Herbst und Winter. Die Leute verbringen die Abende halt draussen.

Ein heikler Punkt ist beim Plattenspielerkauf halt immer der Versand. Viele wissen halt nicht, wie man ein solches Präzisionsinstrument verpackt, damit beim Empfänger kein Elektroschrott ankommt. Daher würde ich Dir empfehlen, v.a. in Kleinanzeigen (Ev. auch Ebay) zu schauen, ob im für Dich erreichbaren Umfeld von Karlsruhe etwas interessantes angeboten wird. So kannst Du das Gerät zuerst beim Verkäufer auch genau anschauen ob es funktioniert wie es soll.

Hier einige für Einsteiger genauso wie für "Fortgeschrittene" empfehlenswerte Modelle, die noch bezahlbar sind:
- SABA PSP250, PSP350 (je ca. 60-80.-)
- Hitachi PS38, PS48 (ca. 80-100.-)
- Hitachi HT353 (ca. 50-60.-)
- Dual 604 (ca. 100.-)
- Dual 601* (ca. 100.-)
- Technics SL-Q2, Q3, Q33 (derzeit unter 100.-)
- Technics SL-1700, SL-1710 (150-250.-
- Lenco L833 (ca. 60.-)
- Grundig PS3500, PS4500 (je ca. 60.-)
- Lenco L65* (30.-)
- Thorens TD110, TD115* (ca. 100.-)
- Thorens TD280* (ca. 120.-)
- WEGA JPS350 (ca. 90.-)

*) = Riementriebler: Per sei kein Problem, benötigen halt alles paar Jahre einen neuen Riemen. Kostet wenige Euro, gewechselt auch mit zwei linken Händen in drei Minuten)

Preise sind Schätzungen auf die Schnelle, Irrtum vorbehalten.

Ein allenfalls nötiges brauchbares neues Tonabnehmersystem gibt es NOS ab ca. 60.- (ADC QLM32); aus aktueller Produktion ab ca. 120.- (Shure M97xE; Sumiko Pearl).

LG
Manuel
WBC
Stammgast
#51 erstellt: 26. Mai 2016, 11:37
Hi Jonitro,

jepp, das ist es, was einem Einsteiger hier durchaus passieren kann, nämlich dass er zwischen die Räder kommt, wenn er Hilfe sucht und an zwei Parteien gerät, die sich durch die Anfrage in die Haare geraten und evtl. aufgestauten Ärger im -für den Hilfesuchenden- falschen Moment rauslassen...

M.M. nach ist es der falsche Weg, nun die Segel zu streichen und das Thema nicht weiter zu verfolgen - mach den Thread für dich zu und lass dich von deinem Bauch leiten. Lies dich in diesem hervorragenden Forum in die Materie ein und entscheide dann...
Es ist dein Weg, den du nun beschreitest und selbst wenn du jetzt etwas erstehst, was sich mittelfristig evtl. für deine Belange als Fehlkauf herausstellt, wird es dich nicht umbringen, weil du einen funktionierenden PS jederzeit ohne grosse Verluste wieder loswerden und dann das nächste Projekt in Angriff nehmen kannst.
Was ich dir sagen will, ist, dass du dich nicht verunsichern lassen sollst und ohne jetzt den ganzen Fred im Kopf zu haben, die für dich und deinen Geldbeutel vertretbare Entscheidung treffen solltest...

Probiere aus und wachse mit dem Hobby, denn eigene Erfahrungen kann dir keiner mehr nehmen und sind durch nichts zu ersetzen...

Da du ja sicherlich nicht vorhast, PS im 5-stelligen Bereich zu erstehen, werden bei deinen zukünftigen Entscheidungen - wie auch immer diese ausfallen werden - vorerst keine grossen Verluste zu beklagen sein...

LG Carsten
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