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Welcher Plattendreher - krieg`s nicht hin!

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Autor
Beitrag
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 17. Mai 2016, 13:47
Moin,
brauch mal wieder eure Meinung!

Ich habe mir vor ca. 'nem Jahr eine günstigen Dual 505 gekauft um in die Vinyl-Welt reinzuschnuppern.
Nun wird's Zeit für was Neues da der 505 rumzickt.

Was hab ich, was hör ich, wo will ich ihn nutzen und was will ich ausgeben:

Denon AVR 2100W (kein Phono-Eingang) + 5.1 System von Nubert / 80er; 90er; Synthie Pop; House / Zuhause also Hifi / ca. 500-600€

bevor Ihr mich tadelt: Ja - ich hab schon wochenlang die Foren durchstöbert - aber noch nichts wirklich hilfreiches gefunden und das Budget kann ich auch nicht verdoppeln.
Das Leben besteht halt nicht nur aus Plattenspielern.

Viele schreiben "Nimm lieber 'nen guten aus den 80iger (Dual, Thorens, Technics) > neues System drauf > fertig"

Dual - meist nicht kompartiebel mit neuen Systemen + Optik ist nicht mein's
Thorens - Einstellung soll nicht so einfach sein + Optik ist nicht mein's
Technics - der 1210 wär genau mein's > Optik, Kompartiblität - aber der Preis - man weiß nie was man für eine abgerittene Karre für 500€ kriegt

Das Thema gebraucht ist generell nicht so meins. Bin schon sehr oft mit gebrauchter Technik auf's Maul gefallen. Hab da kein glückliches Händchen!
Selbst mein jetziger 505 kam in Einzelteilen bei mir an obwohl ich den Verkäufer drauf hingewiesen habe und Dual auch in der Anleitung beschreibt
wie der Dreher verschickt werden sollte (Anleitung war dabei). Darauf folgten wieder zähe Verhandlungen um Rückerstattung und eine Tagelange Ersatzteilsuche.

Deshalb tendiere ich mehr zu was neuem. Da mir die Optik des 1210 auserordentlich gut gefällt sind meine Kandidaten eigentliche DJ-Dreher.

Kandidat 1: Pioneer PLX 1000

Vorteil: Analog - was auch immer das für mich bedeutet / Direktantrieb / Optik / viele guten Meinungen gefunden (soll wohl dem 1210 am nächsten kommen)
Nachteil: kein Line-Out also + Vorverstärker = Preis

Kandidat 2: Reloop RP 7000

Vorteil: Line-Out / Direktantrieb / Optik / Preis (mit System und Deckel schon ab 500€)
Nachteil: keine Ahnung

Kandidat 3: Standon ST 150

Vorteil: Line-Out / Direktantrieb / Optik
Nachteil: keine Ahnung

In allen dreien währen wohl gute Tonarme und Motoren verbaut (Hanpins).

Also:

Was sagt ihr dazu?

Was ist der Vorteil von Analog?

Gibt`s Alternativen (ordentlicher Dreher + System für den Hifi-Heim-Gebrauch)?

Oder führt doch kein Weg an was gebrauchtem vorbei?


Bzw. nun die Angst-Frage:

Welches System welches nicht nochmal das doppelte kostet wie der Dreher?


Bin für jede Meinung / Tip dankbar!


[Beitrag von Carlos2210 am 17. Mai 2016, 13:53 bearbeitet]
akem
Inventar
#2 erstellt: 17. Mai 2016, 14:04
Nun ja, man kann sicher auch Neuware kaufen. Allerdings ist das auch nicht so unkompliziert da gerade bei den Hanpin-Derivaten oft Verarbeitungsfehler und auch konstruktive Mängel drin sind.
- häufige Verarbeitungsfehler: falsch eingestellte Tonarmlager, eiernde Plattenteller, brummende Trafos und Motoren
- konstruktive Fehler: brummende Trafos und Motoren (da kann man keine wirkliche Grenze zwischen Konstruktions- und Verarbeitungsfehler ziehen), eingebaute Phonostufen minderer Qualität

Beim letzten Punkt sind wir beim Vorteil eines "Analogausgangs", wie Du es nennst. Die eingebauten Phonostufen werden in erster Linie als zusätzliche Zeile in der Featureliste betrachtet und dementsprechend sind die Dinger nicht gut. Ein Problem ist, daß sich die Hersteller einbilden, daß da auch ein USB-Ausgang ran muß und eine Phonostufe und Digitalkram auf einer Platine verträgt sich nicht gut (Rauschen!). Dazu kommt, daß die Eingangskapazität solch einfacher Phonostufen für die meisten heutigen Hifi-Tonabnehmer schlicht zu hoch ist und (noch ein Konstruktionsfehler...) auch bei abgeschalteter interner Phonostufe immer noch anliegt. Das bedeutet, daß eine externe Phonostufe nur dann wirklich was bringt, wenn Du die Kiste aufschraubst und die eingebaute Phonoplatine ganz rausschmeißt... Was wiederum Auswirkungen auf etwaige Garantiefälle haben dürfte...

Bei Gebrauchten aus der goldenen Vinylära kriegst Du halt ein wesentlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Damals wußten die Konstrukteure noch, worauf es ankommt, und haben so manchen Unsinn, der heute verbreitet ist, eben nicht gemacht. Außerdem waren Plattenspieler damals Massenware und die Firmen konnten bestimmte Schlüsselkomponenten in hervorragender Qualität spottbillig einkaufen. Versuche heute mal, brauchbare Kugellager für einen Tonarm aufzutreiben, das ist gar nicht so einfach... Die Lager der Jelco Tonarme, die man einzeln zu Preisen zwischen rund 450 und knapp 1000€ kriegt, sind mit einer Empfindlichkeit (also das Kraftmoment, das es braucht, bis das Lager sich bewegt) von 20mN spezifiziert. Und dann schau Dir mal nen Brot-und-Butter-Technics aus den 80er Jahren an: 7mN... Das ist fast dreimal so gut - und die Lager von Jelco sind bestimmt nicht die Schlechtesten, da gibt es noch ganz andere... Von der Ausstattung der Plattenspieler reden wir mal noch gar nicht. Die wenigen Dreher, die heute noch Automatikfunktionen anbieten, sind fast allesamt Konstruktionen aus den 80ern (Dual). Die von Dir genannten Kandidaten haben alle keine Automatikfunktionen, nicht mal ne Endabschaltung.

Gruß
Andreas
CarstenO
Inventar
#3 erstellt: 17. Mai 2016, 14:15

Carlos2210 (Beitrag #1) schrieb:
ca. 500-600€ ... Ja - ich hab schon wochenlang die Foren durchstöbert - aber noch nichts wirklich hilfreiches gefunden und das Budget kann ich auch nicht verdoppeln.


Heute auch schon?

http://www.hifi-foru...ead=21706&postID=5#5
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 17. Mai 2016, 16:19
Hallo,

was hat denn der 505 für Zicken?

Peter
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 17. Mai 2016, 17:38
zu Andreas: hab's zwar nicht hören wollen - hab's aber fast vermutet.

zu Peter:
Er brummt - wird immer lauter - vor allem wenn er in der Ablage liegt.
Es kommt mal nur der linke Kanal, mal nur der rechte und mal keiner. >>> Zurück zur Ablage und von Vorn beginnen. >>> Mal klappts bei 2 mal und mal beim 8. Ist sicher ein Kabelbruch. Da das Gerät eines der ersten Serie ist wird das System weit mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben. Und da es zu modernen Systemen nicht kompatibel ist wollte ich nichts mehr reinstecken.

Also doch was gut Gebrauchtes kaufen. Den 1210 + System werde ich mit dem Budget nicht hinkriegen.
Ach übrigens: Automatik ist mir egal. Wenn ich Platten höre bin ich eh im Raum und kann den Dreher auch manuell bedienen.

Habt ihr noch Tip's für nen Gebrauchten und zum System?

Teilweise sind die Beiträge so alt - da gab's den 1210 noch neu für mein Budget.

Jens
Marsilio
Inventar
#6 erstellt: 17. Mai 2016, 17:46
Hallo Jens

Was viele nicht wissen: Es gab damals auch eine Quasi-Wohnzimmervariante des legendären SL-12x0 - den SL-13x0 (Nachfolger: SL-16x0, SL-17x0). Im Gegensatz zum SL-12x00 sind die mit Preisen unter 300 Euro bezahlbar. Zwar nicht DJ-tauglich, ansonsten aber qualitativ genauso gut. Nur dass sie noch etwas mehr Komfort wie z.B. eine Endabschaltung bieten.

Schau doch mal im Thread "Fotos Eurer Tonabnehmer" - das letzte Bild von heute ist so ein Dreher.

Fast so gut wie die SL-1xx0 sind übrigens die Technics SL-Q2, SL-Q3 und SL-Q33. Diese bekommt man mit etwas Glück schon für ca. 100 Euro.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 17. Mai 2016, 17:48 bearbeitet]
promocore
Inventar
#7 erstellt: 17. Mai 2016, 18:03
Für 400-500 Euro bekommt man doch einen hervorragenden gebrauchten SL 1200/1210 MK2 mit System?
Oder brauchst du 2 Teller?
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 17. Mai 2016, 18:08
Hallo,

och ne, im Prinzip verkäuft Ortofon noch immer das gleiche.
Was damals ULM-System hiess hat heute an anderes Häuschen und wird als "2m" verkauft...

Kontakte reinigen (Sicherungsschraube nicht vergessen) und mal an den Kabeln "spielen", meist ist ein Kabelbruch in Steckernähe.

Ach ja: günstig sind Technics-Dreher die als "Grundig" gelabelt (z.B. PS 3500) sind aus ca. Anf.der 80er Jahre.

Peter
tinnitusede
Inventar
#9 erstellt: 17. Mai 2016, 18:22
Marsilio
Inventar
#10 erstellt: 17. Mai 2016, 18:25
Noch zwei Beispiele inkl. Tonabnehmer, die im Budget des Threaderstellers liegen würden:

1)
- Technics SL-1710 für 250.-
http://www.ebay.de/i...c:g:PlwAAOSwpoJXD4dC
- SAS-Nadel von Jico für das hier verbaute, gute Originaltonabnehmersystem: 250.-
https://www.thakker....70-c-nachbau/a-7982/

2)
- Technics SL-Q2 für 80.-
http://www.ebay.de/i...5:g:R4cAAOSw3mpXLu~F
- Ortofon 2M Black-Tonabnehmer für 500.-
https://www.thakker....ck-cartridge/a-5067/

Klanglich bist Du mit beiden Varianten ganz weit oben dabei...

Auch bei Variante 2 könnte man übrigens statt einem neuen Tonabnehmersystem das alte mit einer SAS-Nadel tunen, wodurch eine Kostenersparnis von rund 250.- möglich wäre.
LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 17. Mai 2016, 18:27 bearbeitet]
MacPhantom
Inventar
#11 erstellt: 17. Mai 2016, 18:38

Marsilio (Beitrag #10) schrieb:
Auch bei Variante 2 könnte man übrigens statt einem neuen Tonabnehmersystem das alte mit einer SAS-Nadel tunen, wodurch eine Kostenersparnis von rund 250.- möglich wäre.

Nicht nur das, das wäre sogar zu bevorzugen! Das dem Q2/3/33 beigepackte System ist das 207C, welches an sich schon ein wenig besser wie das 270C ist. Eine SAS-Nadel lohnt sich hier also noch mehr wie beim ersten (auch guten) Angebot.
Natürlich ist ein 2M Black nochmals deutlich besser (andere Klasse), aber ob der TE 500 Euro für einen Tonabnehmer ausgeben will, bezweifle ich.
Webdiver
Stammgast
#12 erstellt: 18. Mai 2016, 09:52
Also zur ursprünglichen Frage:
Die drei sind weitestgehend identisch. Einer ist blau, der Andere hat keinen Preamp, der Dritte kommt ohne Headshell und Deckel.
Wenn Du den Preamp ausbauen kannst, würde ich den Reloop nehmen, andernfalls den PLX. Der Eingebaute preamp ist zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut und anpassen kannst Du nichts.
Ich hab den Reloop und er tut seine Sache gut. Noch läuft er auch mit einbau Preamp, aber das werde ich irgendwann (ev.) ändern.
Ansonsten sehe ich es wie Du, 1210er sind immer teuer und (um das mal nach Forrest Gump auszudrücken) wie eine Schachtel Pralinen.
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 18. Mai 2016, 13:26
Hi Leute
Erst einmal vielen vielen Dank für eure Tipps und Anregungen.!!!
Hab mich mittlerweile von den neuen DJ-Drehern distanziert.
Die zweite Variante von Manuel gefällt mir recht gut, aber beim System bin ich mir noch nicht schlüssig. (500€ sind ne Menge Holz)
ABER - Der Hitachi PS-48 von Hans macht mich optisch richtig an!!! Allerdings stellt sich die Frage ob er technisch mit den Technics mithalten kann. Der Hitachi hat wohl das Halbzollsystem wofür ich sicher auch ein gutes System nachrüsten könnte oder?

Was sagt ihr, den schicken Hitachi oder doch lieber den Technics?

Jens


[Beitrag von Carlos2210 am 18. Mai 2016, 13:26 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#14 erstellt: 18. Mai 2016, 13:53
eine kleine Entscheidungshilfe wäre, welchen Dreher Du abholen kannst,

Hans
Tauern
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 18. Mai 2016, 16:07

Hab mich mittlerweile von den neuen DJ-Drehern distanziert.


Vielleicht zu früh. Mit dem Stanton ST 150 hattest du ein aus meiner Sicht sehr gutes Gerät in der engeren Wahl, das bei dem Hype um den Pioneer PLX 1000 derzeit ein bisschen in der Wahrnehmung untergeht. M.E. zu Unrecht.

Die genannten Probleme mit eingebauten Preamps werden hier deutlich überzeichnet dargestellt. Wenn du ein sehr altes Gerät gegen ein anderes sehr altes austauschen willst, wirst du dich wahrscheinlich nur kurzzeitig verbessern.

Grüße

Tauern
Marsilio
Inventar
#16 erstellt: 18. Mai 2016, 16:12
Hallo Jens

Bei beiden von mir verlinkten Technics-Plattenspielern kannst Du die Nadel durch eine SAS-Nadel von Jico ersetzen, die kostet rund 250 Euro. Solltest Du den SL-Q2 für sagen wir 100.- bekommen und die Originalnadel - falls überhaupt schon nötig - ersetzen wollen kannst Du das für 250.- machen. Ergo kommst Du bei Gesamtkosten von ca. 350.- zu einem wirklich guten, soliden Plattenspieler mit einer sehr gut abtastenden Nadel, die überdies einen Multifacettenschliff hat, der gut und gerne doppelt so lange hält wie eine gewöhnliche elliptisch geschliffene Nadel.

Zum Hitachi PS-58: Auch das ist ein gutes Gerät. Der hier aufgerufene Preis scheint mir aber zu hoch. PS-38 und PS-48 gehen in der Regel für knapp unter 100.-; der PS-58 kostet etwas mehr (Vollautomat), ich würde mal von max. 150 Euro ausgehen. Hier käme aber noch ein neues Tonabnehmersystem dazu, da hier wohl keine passende SAS-Nadel im Angebot ist.

LG
Manuel
.JC.
Inventar
#17 erstellt: 18. Mai 2016, 16:49
Hi,


Marsilio (Beitrag #16) schrieb:
Bei beiden von mir verlinkten Technics-Plattenspielern ..


das ist alles richtig und gut, was Du schreibst, aber 80 € für den SL-Q2 sind arg optimistisch.
noch 3 h schau mer mal

ein Tipp für Dich Jens: lass Dir ein bisschen Zeit, es lohnt sich.
der SL 1710 hier war ein super Schnapper !
Besser geht´s nicht (der ist min. so gut wie ein SL 1210 MKII, eher besser)
Barni ist auch hier im Forum = Topp Geräte.

Du willst deinen Dreher bestimmt länger haben, also .. s.o.
Marsilio
Inventar
#18 erstellt: 18. Mai 2016, 19:48

.JC. (Beitrag #17) schrieb:
Hi,


Marsilio (Beitrag #16) schrieb:
Bei beiden von mir verlinkten Technics-Plattenspielern ..


das ist alles richtig und gut, was Du schreibst, aber 80 € für den SL-Q2 sind arg optimistisch.
;)


Der SL-Q2 wechselte für 77.- den Besitzer... Es ist Frühsommer, da sind die Preise tiefer als im Spätherbst!
In jedem Fall hat sich da jemand was schönes zum prima Kurs geangelt.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 18. Mai 2016, 19:50 bearbeitet]
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 30. Mai 2016, 15:59
Hallo Leute,
wollte mich nochmal melden.
Als Erstes - vielen Dank an alle die mir mit ihrem Rat zur Seite gestanden haben.

Als Zweites - was ist nun raus gekommen? Ich hab mich in den Hitachi PS 48 verguckt und jetzt steht einer bei mir. Den Technicks heb ich mir für den nächsten Kauf auf. Im Vergleich zum 505er (welcher sicherlich ein abgerittener Gaul war) klingt das schon um Welten besser. Bin sogar am überlegen ob ich überhaupt ein neues System brauch. Als Vorverstärker hab ich momentan einen MIRANDA EVV-4. Keine Ahnung ob der was taugt oder ob man was anderes kaufen sollte. Hab nix im Netz gefunden. Vllt. bestell ich mir mal den ART DJ Pre II als Vergleich.

Jedenfalls bin ich erst mal super glücklich mit meiner Entscheidung.

Gruß
Jens


[Beitrag von Carlos2210 am 30. Mai 2016, 15:59 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#20 erstellt: 30. Mai 2016, 18:01
Glückwunsch, ist schon ein toller, wertiger Dreher. Was ist denn aktuell für ein Tonabnehmer da verbaut? Vielleicht reicht es ja einfach die Nadel zu tauschen wenn sie denn mal durch ist.

LG
Manuel
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 31. Mai 2016, 19:33
Hallo Manuel

Der Verkäufer hat es wie folgt beschrieben:

System/Nadel: VM/Hitachi biradial

Hier im Forum hat mal jemand folgendes beschrieben:

Das Hitachi-System trägt die Bezeichnung VFS-260, die Ersatznadel heißt DS-ST26, Hersteller ist jedoch Audio Technica, das Audio Technica AT-11 ist baugleich.

Die Nadel hab ich hier gefunden: Thakker

20160531_210513

Leider weiß ich nichts über den Vorverstärker und ob das System was taugt - aber im Vergleich zum 505er ist das ein riesen Unterschied.
Es kommt wesentlich mehr Leistung, Bass und überhaupt Klang an meinen Nubert's an.
Um in der obersten Liga mitzuspielen fehlt mir sicherlich das Geld aber für ein z.B. Shure M97xE (ca. 100€) wäre ich schon bereit.
Das selbe gilt für den Vorverstärker. Aber ob das Klanglich nochmal ein Sprung ist und sich die Ausgabe lohnt kann ich mir momentan schlecht vorstellen. Aber was weiß ich schon - Vinylneuling!!!

Gruß Jens


[Beitrag von Carlos2210 am 31. Mai 2016, 19:36 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#22 erstellt: 31. Mai 2016, 20:54
Hallo Jens

Das AT11 war meines Wissens wirklich nur niedrige Einstiegsklasse. Und Dein Miranda-Vorverstärker sagt mir auch nichts. Auch im Web findet man nur sehr wenig Infos.

Bei dem Plattenspieler denn Du jetzt hast würde ich mir schon im Minimum das hier zulegen:

- Vorverstärker ART DJ PRE II (55.-):
http://www.thomann.d...KXhc0CFWMq0wodjUAJCQ

- Tonabnehmer AT440Mlb (160.-)
https://www.thakker....-tonabnehmer/a-8153/
ODER
- Tonabnehmer Denon DL-110 (200.-)
http://www.phonophono.de/denon-dl-110.html

Das DL-110 hat mehr Bass, müsste sehr gut mit dem Hitachi-Tonarm harmonieren und dürfte im Klang homogener sein. Das AT440 dagegen löst dafür im Detail noch besser auf, dies bei leichter Höhenbetonung, und die Nadel hält deutlich länger. Beide Tonabnehmer sind ihr Geld aber absolut wert und werden Dich mit Sicherheit nochmals einen grossen Schritt weiterbringen.

Das Shure M97xE ist so eine Sache. Der Schliff der elliptischen Nadel wäre eigentlich einer der besseren Sorte, nur liest man über diesen Tonabnehmer von mitunter markanten Qualitätsschwankungen...

LG
Manuel
R!ddick
Stammgast
#23 erstellt: 01. Jun 2016, 06:45

Carlos2210 (Beitrag #21) schrieb:

Um in der obersten Liga mitzuspielen fehlt mir sicherlich das Geld aber für ein z.B. Shure M97xE (ca. 100€) wäre ich schon bereit.


Das hatte ich auch im Pool, wählte aber auch wg. Qualitätsmängel, von denen ich las, das Audio Technica AT120Eb. Es hat immerhin eine nackte Diamantnadel mit elliptischem Schliff und hat mir sofort gut gefallen. Es passt gut in meine Kette und zu meinen Lautsprechern. Die leichte Höhenbetonung passt perfekt zu meiner Raumaukustik.
Ich kann nicht sagen, wie viel besser ein AT440Mlb klingt (vielleicht höre ich den Unterschied gar nicht mal); wahrscheinlich würde ich aber heute wg. des microline Nadelschliffes dieses wählen. Der Preisunterschied ist ja nicht so groß.
Tywin
Inventar
#24 erstellt: 01. Jun 2016, 07:43
Hallo,

mit einem einwandfrei montierten + justierten AT11, welches i.O. ist, solltest Du mit der folgenden 0,2x0,7mil Nadel schon recht brauchbar Platten hören können:

http://www.ebay.de/i...1:g:rPAAAOSwvgdW6Gms

Hier noch eine Nadel mit gleicher Spezifikation, nur scheinbar ohne OVP und günstiger:

http://www.ebay.de/i...c:g:U9sAAOSwv0tVEvyN

Ein AT120, Shure M97xE oder Sumiko Pearl sollten vergleichsweise nicht im Vorteil sein.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 01. Jun 2016, 07:50 bearbeitet]
Carlos2210
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 03. Jun 2016, 16:07
Moin Moin,
(nächstes Update)

heute kam der ART DJ PRE II bei mir an und was soll ich sagen - der geht sofort zurück!!!
Ich weiß nicht was mein Miranda für ein Vorverstärker ist aber er klingt wesentlich besser als der ART.
Viel runder, mehr Bässe, viel satter - besser halt.
Vllt. muss ich ein neuen Beitrag öffnen und hoffen das mir jemand sagen kann was ich da besitze.

Und nun zum TA!
Ich glaub 'ne neue Nadel in mein System basteln lass ich lieber sein. Da fehlt mir die Erfahrung.
Bei einem neuen muss ich mich wieder entscheiden und das fällt mir verdammt schwer.
Über das AT440Mlb hab ich viel gutes gelesen aber viel Höhen und weniger Bässe passt mir garnicht.
Also doch das Denon da ich viel wert auf einen satten Bass lege. Ich habe dann bei dem von Manuel angegebenen Shop angerufen und um eine Beratung gebeten - das sind ja wohl Profis die damit ihre Brötchen verdienen.
Und nun kommt's:
Der Denon wär eher für Klassik geeignet. Bei meiner Musikrichtung und der Liebe zum Bass gäb's nur eins: das Ortofon 2M Blue.

So - nun waren's wieder drei.
Ich müsste mal Probe hören aber ich wüsste nicht wo ich das in meiner Nähe kann. Und der Händler müsste dann möglichst noch alle drei im Angebot haben.

Gruß Jens
Tywin
Inventar
#26 erstellt: 03. Jun 2016, 17:02
Hallo Jens,


Ich weiß nicht was mein Miranda für ein Vorverstärker ist aber er klingt wesentlich besser als der ART.
Viel runder, mehr Bässe, viel satter - besser halt.


ich halte einen solchen "Klangunterschied" für unmöglich, ich kann mich aber natürlich irren.

Hast Du die diversen Einstellmöglichkeiten des ART - inklusive - der Stärke der Vorverstärkung alle ausprobiert? Der vermeintlich bessere Klang wird nach meinen Erfahrungen auf einem Lautstärkeunterschied durch unterschiedlich starke Vorverstärkung beruhen.

Stell mal INPUT CAP auf 100pF, den FILTER auf Flat und dreh den GAINTRIM ganz nach rechts.

Miss auch mal mit einem Android den jeweiligen Schalldruck. Z.B. mit der Android-App "Schall Messung" kannst Du leicht feststellen ob der "bessere Ton" = dem "lauteren Ton" ist.


Ich glaub 'ne neue Nadel in mein System basteln lass ich lieber sein. Da fehlt mir die Erfahrung.


Das ist ein Nadeleinschub, das hat mit Basteln nichts zu tun. Der Austausch eines Nadeleinschubs gehört so ziemlich zum Einfachsten und Gewöhnlichstem was man an einem Plattenspieler selbst erledigen können sollte/muss.

Wenn Du das nicht hinbekommst, dann bekommst Du schwerlich eine Platte aus der Hülle und auf den Plattenteller.

Einen neuen Tonabnehmer zu montieren und justieren und den Tonarm dazu passend einstellen ist um ein Vielfaches aufwändiger/komplizierter. Hier ein Video mit ein paar der Infos die Du auf dem Schirm haben solltest:

https://www.youtube.com/watch?v=H2jqA_fwi3o


Über das AT440Mlb hab ich viel gutes gelesen aber viel Höhen und weniger Bässe passt mir garnicht.


Das AT 440 tastet die Platte schon ziemlich gut ab und wenn alles so eingestellt/angeschlossen ist wie es vorgesehen ist funktioniert das System ohne ungewöhnliche Abweichungen im Frequenzgang. Wenn nicht, ist irgend was nicht richtig gemacht worden.


Der Denon wär eher für Klassik geeignet. Bei meiner Musikrichtung und der Liebe zum Bass gäb's nur eins: das Ortofon 2M Blue.


Viele von uns habe schon zig oder hunderte Systeme und Nadeln probiert ... auch Du wirst ein System/eine Nadel finden die Dir gefällt. Die Unterschiede sind auch nicht soo gewaltig wie es sich für einen Anfänger beim Lesen diverser Texte darstellen könnte. Schnell wird bei HiFi und insbesondere bei HaiEnd/Voodoo aus einer Mücke ein Elefant oder gar ein Wal.

Das 2M Blue wäre für mich hinsichtlich Preis und Leistung ein NoGo da es nur einen recht einfachen Nadelschliff hat und dafür nach meiner Meinung viel zu teuer ist auch wenn ein ganzer Stein Verwendung findet.


Ich müsste mal Probe hören


Und was hörst Du dann da? Den jeweiligen Raum und dessen Akustik am jeweiligen Hörplatz, die mehr oder weniger gut positionierten mehr oder weniger guten/gefälligen Lautsprecher, den mehr oder weniger zum Tonabnehmer und zur Plattenspielerverkabelung passenden PhonoPre und einen mehr oder weniger zum Tonarm passenden Tonabnehmer.

Was das Ergebnis eines solchen Probehörens mit dem späteren Ergebnis bei Dir zu Hause zu tun hat, ist mehr als fraglich.

Dann höre wenigstens vergleichsweise mit Deinem mitgenommenen Kopfhörer um zumindest die gravierendsten Faktoren (akustische Rahmenbedingungen+Boxen) auszuschließen.

Bestelle Dir doch erst mal den Nadeleinschub - der schon einen guten Klang ermöglichen sollte - und beschäftige Dich dann eingehend mit der Plattenspielertechnik. Z.B. vor der Nutzung der neuen schon recht guten Nadel das vorhandene System genau zu justieren und den Tonarm richtig einzustellen.

Nach einigen Monaten - wenn Du mehr zum Thema weißt - dann kannst Du ja einen nächsten Schritt machen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 03. Jun 2016, 17:34 bearbeitet]
akem
Inventar
#27 erstellt: 03. Jun 2016, 18:07

Carlos2210 (Beitrag #25) schrieb:

Der Denon wär eher für Klassik geeignet. Bei meiner Musikrichtung und der Liebe zum Bass gäb's nur eins: das Ortofon 2M Blue.

Unsinn...
Wenn ein Tonabnehmer für Klassik geeignet ist, ist das eher ein Qualitätsmerkmal. Das heißt aber keineswegs, daß er NUR für Klassik geeignet wäre - ein genauso häufiger wie falscher Schluß... Im Gegenteil: ein TA, der Klassik kann, kann auch alles andere! Bei einem TA, der speziell für Techno angepriesen wird, wäre ich mir nicht so sicher...
Und daß ein 2M Blue viel Baß können würde, da wäre ich mir auch nicht so sicher. Das 2M Black kann Baß (und ist eines der wenigen MMs, die einen Baß machen, der dem guter MCs ähnelt). Das Blue hat aber nicht nur eine andere Nadel sondern auch einen anderen Generator... Tja, klangliche Spitzenleistungen kosten bei Ortofon eben richtig Geld... Und daß Du Dich mit rund 200€ noch in einer Preisklasse befindest, wo Du Kompromisse eingehen mußt, sollte auch klar sein. Ein Ferrari kostet auch mehr Geld als ein Golf...

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#28 erstellt: 03. Jun 2016, 21:21
Ich besitze selber ein 2M Blue. Dessen Kauf habe ich längst unter der Kategorie "Lehrgeld bezahlt" abgebucht:

B795

Das 2M Blue macht zwar relativ viel Druck, das stimmt, dadurch bekommt man einen guten Ersteindruck. Das liegt übrigens an der im Vergleich zur praktisch gleich aufgebauten OM-Serie an der höheren Ausgangsspannung. Hört man genau hin stellt man aber fest, dass das 2M Blue im Grunde eigentlich nicht mehr Bass hat als das OM-40. Es ist schlicht einfach lauter.

Der Schwachpunkt des 2M Blue: Die elliptische Nadel löst nicht sehr detailliert auf; ich hörte da immer gewisse Abtastgeräusche, dafür werden Details verschwiegen. Ganz anders beim OM-40. Der Gyger-Schliff bildet die Details sehr präzise ab.

EDIT: Detailreichtum UND schönes Bassfundament - das spricht halt gerade an dem Hitachi-Tonarm meines Erachtens schon für ein schönes MC. Allerdings erfordert das eine Budgeterhöhung. Zum Beispiel für ein AT33PTG... Wobei meines Erachtens das Denon DL-110 auch bereits gute Ergebnisse erzielt. Ein Bekannter von mir hört übrigens von Jazz über Pop und Rock so ziemlich alles mit dem DL-110. Und er ist so zufrieden, dass er diesen Tonabnehmer bereits zum zweiten Mal gekauft hat.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 03. Jun 2016, 21:57 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#29 erstellt: 03. Jun 2016, 23:59

Carlos2210 (Beitrag #25) schrieb:

Über das AT440Mlb hab ich viel gutes gelesen aber viel Höhen und weniger Bässe passt mir garnicht.


Manchmal frage ich mich, ob im Forum viele über ein System schreiben, welches sie noch nie gehört haben. Das Thema "kein Bass" wird hochgeredet und immer wieder vervielfältigt. So entstehen Legenden.

Ich habe in AT440MLb und es spielt im Bassbereich - und überhaupt - sehr, sehr ordentlich, löst fein auf und hat keine Probleme mit scharfen S-Lauten.
Für den Preis sind das Gesamtpaket und der Gegenwert sehr gut.
Problematisch ist ohne vorhandenen Vorverstärker allerdings die Anschlusskapazität. Nicht jeder vorhandene Vollverstärker kommt damit klar.


[Beitrag von ad-mh am 04. Jun 2016, 00:01 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#30 erstellt: 04. Jun 2016, 04:39
Moin,


ad-mh (Beitrag #29) schrieb:

Carlos2210 (Beitrag #25) schrieb:

Über das AT440Mlb hab ich viel gutes gelesen aber viel Höhen und weniger Bässe passt mir garnicht.

Manchmal frage ich mich, ob im Forum viele über ein System schreiben, welches sie noch nie gehört haben. Das Thema "kein Bass" wird hochgeredet und immer wieder vervielfältigt. So entstehen Legenden. ;)


so einfach ist die Sache nicht.

Ich hatte geschrieben: bei ansonsten exakt gleicher Umgebung (SL 1710 u. Aikido phono1) spielt
das 440 MLa ggü. dem AT 150 MLX erheblich dünner, körperloser (weniger füllig) u. klar bassärmer.

Ich hatte mich seinerzeit (vor ca. 2 Jahren) selbst darüber gewundert.
Die einzigste Erklärung, die ich bislang dafür habe, ist der unterschiedliche Generator (490 mH zu 360 mH).
(ich hätte die Nadel auf dem AT 120 E Body testen sollen, aber daran hatte ich nicht gedacht).
Aber bei den Angaben muss man vorsichtig sein, denn wie Lini bemerkt hat, stimmen die Angaben von AT teilweise nicht
(es gibt derbe Unterschiede in den englischen und deutschen Prospekte / Manuals).

Also: einfach ausprobieren.
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