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Ortofon 2M Black auf Einsteigerdrehern

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Autor
Beitrag
Confederate
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Mai 2016, 06:23
Werte Forumsteilnehmer,

ich habe seit gesterne einen Ortofon 2M Black Tonabnehmer.

Zuerst wollte ich ihn durch einen Profi austauschen lassen, dann war ich so gierig, dass ich einfach nicht
warten wollte und habe eigenhändig den Tonabnehmer mit der Hilfe eines Freundes ausgetauscht. Meine Hände
haben wie verrückt gezittert und ich habe geschwitzt wie ein Irrer vor lauter Aufregung. Auflagekraft von 1,5 g
stimmt auch ziemlich genau. Glücklicherweise war auch eine Nadelwaage dabei.

Ich besitze einen relativ einfachen Plattenspieler, einen Pioneer PL 30 K. Vielleicht ein bisschen zu überdimensioniert
für solch einen Dreher, aber ich habe den Abnehmer für relativ wenig bekommen ( 450 € ) und war mit dem 2M Red
einfach nicht mehr zufrieden.

Auch wenn der Plattenspieler eher ein Einsteigermodel ist um die 300 € und ich den eingebauten Vorverstärker nutze
( ich möchte nächste Woche einen separaten Vorverstärker kaufen ), und Ortofon mir selbst schrieb, der 2M Black mache
nur Sinn bei Spielern um die 2000 € !, so muss ich folgendes feststellen verglichen zum 2M Red:

Der 2M Black klingt auch auf meinem System schon um Welten besser als der 2M Red. Ich höre keinerlei Verzerrungen mehr,
kein Zischen ( habe da ein paar Platten, die zuvor ziemlich zischten, jetzt fast nicht mehr ), ich höre deutlich weniger
für Platten typische Nebengeräusche wie Knacksen etc., das Klangbild ist viel ausgewogener, es ist wunderbar weich, hat aber
an den wichtigen Stellen richtig viel schönen Bass. Es dominieren nicht mehr die Höhen und Tiefen wie beim 2M Red, was bei
manchen Platten nicht mehr so gut klang, sondern es ist einfach perfekt balanciert.
Auch wenn eine Platte relativ zerkratzt ist, so sind die Nebengeräusche viel weicher und kaum noch störend.
Heute morgen hörte ich eine Klassikplatte von Supraphon über die Kopfhörer. Ich konnte jetzt jedes Detail hören, jedes einzelne
Instrument ist deutlich voneinander zu unterschieden. Keines davon klingt deplaziert, verzerrt oder dominiert unangenehm.
Einfach perfekt. Bin schon gespannt wie es sich mit dem neuen Vorverstärker anhören wird. Dann müsste es wohl noch besser
klingen, wobei ich mit dem aktuellen Ergebnis schon sehr zufrieden bin.
Die Aussage eines Mitarbeiters eines bekannten Ladens in Berlin, es mache bei meinem System keinen Sinn, mehr als ein 2M Red
zu installieren, halte ich somit für vollkommenen Umfug. Die Unterschiede sind gewaltig, auch auf meinem System.
Ich bin begeistert. Wahrscheinlich wollte mir einfach nur einen besseren Plattenspieler verticken. Er hat mir auch gleich einen
anderen Spieler im Laden zum Kauf angeboten. Ich habe dankend abgelehnt

Meine Frage ist noch: Wie lange hält denn die Nadel ? Mehr als 1000 Stunden ?

Außerdem war ich gestern so angespannt, dass ich mir die Nadel aus der Hand gefallen ist und die Nadel 2-3 Mal über die Platte und
einmal auf das Label aufgesprungen ist. Die Nadel klingt wie bisher auch, und ich denke nicht, dass sie einen Schaden genommen hat.
aber man hat schon einen großen Schrecken bekommen. Ich denke und hoffe, so ein teurer Diamant sollte schon was aushalten.
Ich werde in Zukunft nur noch die Vollautomatik nutzen und die Nadel nicht mehr
mit der bloßen Hand auf das gewünschte Stück legen, sondern eher den Tonarm nach oben heben und dann mit dem Stift nach
unten auf die gewünschte Stelle setzen.
akem
Inventar
#2 erstellt: 28. Mai 2016, 09:07
Was "Unfälle" angeht hält eine Shibatanadel auch nicht mehr oder weniger aus als eine 08/15-Nadel. Das gleiche gilt für den Nadelträger aus Alu.
Was die Spieldauer angeht: bei der Shibata kannst Du (in Verbindung mit sauberen Platten und korrekter Justage, zu der auch das Antiskating gehört) mit an die 2000 Stunden rechnen. Zum Antiskating ist zu sagen, daß ich bei scharfen Schliffen gute Erfahrungen damit gemacht habe, das AS deutlich niedriger als Skalenwert = Auflagekraft gemacht habe. Ich stelle da immer auf 0,6 mal Auflagekraft und optimiere von da ausgehend in winzigen Schritten nach Gehör: gibt es eine stabile Stereomitte und ist die auch in der Mitte oder halbrechts oder halblinks, gibt es einseitige Abtastverzerrungen?

Gruß
Andreas
evilknievel
Inventar
#3 erstellt: 28. Mai 2016, 09:13
Hallo,

ja die Nadel sollte bei gewissenhafter Justage weit mehr als 1000 Stunden halten.
Immer die BDA zur Hand nehmen und lieber zweimal nachmessen. Dann hast du lange Spaß an dem TA.
Das Black passt von seinen Spezifikationen an den Tonarm.
Vielleicht könnte ein besserer Tonarm noch mehr aus dem System herauskitzeln. Wichtig ist, daß es dir gefällt und nicht was andere sagen oder meinen.

Gruß Evil
Confederate
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 28. Mai 2016, 09:15
Danke, Andreas. Ich werde mal das Antiskating auf 1 drehen statt auf 1,5 wie es aktuell ist.

Ich bin ansonsten so mit dem Klang voll zufrieden. Als ich heute morgen Musik über die Kopfhörer hörte, klang es
für mich sehr gut. Das Stereobild war ausgewogen.

2000 Stunden sind schon wirklich viel. Das reicht ja Jahre, da ich durchschnittlich am Tag vielleicht so 1 Stunde höre, je nachdem auch
deutlich mehr, aber oft bin ich auch nicht da.

Das mit dem Ausrutschen des Tonarm aus meiner Hand war aber echt ein Schockmoment für mich gestern. Aber das ist mir bei meinen
beiden vorherigen Nadeln auch schon ein paar Mal passiert. Ich werde aber nicht mehr per Hand aufsetzen. Ist echt ein Fehler. Kurz tippt
man versehentlich mit dem Zeigefinger gegen den Tonarm, schon rutscht einem der Tonarm aus der Hand, die Nadel springt 2,3 Mal auf der Platte
und dann auf dem Label und dann setzt die Vollautomatik ein und der Tonarm geht zurück auf seine Halterung.


[Beitrag von Confederate am 28. Mai 2016, 09:18 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#5 erstellt: 28. Mai 2016, 09:24
Hi,


Confederate (Beitrag #1) schrieb:
ich habe seit gestern einen Ortofon 2M Black Tonabnehmer.
..
Meine Hände haben wie verrückt gezittert und ich habe geschwitzt wie ein Irrer vor lauter Aufregung.


Ich geb Dir mal ´´nen Tipp: bevor ich Tonabnehmer (um) montiere, ziehe ich die Nadel ab.
Wenn alles (Schrauben, Kabel, Ausrichten) fertig ist, stecke ich sie wieder auf.

ich mach das ziemlich oft und ohne Nadel montieren ist viel entspannter und sicherer.




ps
benutze doch einfach den Lift beim auflegen, dann passiert Dir das nicht

pps
hab zB. gerade eben ein Technics Headshell-Klon (9 g um 10 €)
gg. ein echtes Technics HS (6,5 g um 20 €) getauscht.


[Beitrag von .JC. am 28. Mai 2016, 09:28 bearbeitet]
onabudget
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Mai 2016, 09:37
Danke für die ausführliche Beschreibung. Klingt ja nach dem TA, den ich suche. Das 2M Black wurde mir hier ja auch schon empfohlen.


Confederate (Beitrag #1) schrieb:
Auch wenn eine Platte relativ zerkratzt ist, so sind die Nebengeräusche viel weicher und kaum noch störend.


Unter anderem das klingt für mich vielversprechend, da einige meiner Platten Nebengeräusche haben, die mein DL 110 sehr laut rüberbringt.


Confederate (Beitrag #1) schrieb:
Die Aussage eines Mitarbeiters eines bekannten Ladens in Berlin, es mache bei meinem System keinen Sinn, mehr als ein 2M Red zu installieren, halte ich somit für vollkommenen Umfug.


Ich habe mir vom "Fachpersonal" auch schon Sachen anhören müssen, die hahnebüchener Unsinn sind. Dabei ging es weniger, um den Versuch, mir etwas zu verkaufen, sondern da sonnte sich jemand gerne in seinem Halbwissen.

Mein Thorens TD 280mkii war für den Vogel ohnehin nur Elektroschrott.
Confederate
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Mai 2016, 09:44
Ja, onabudget, vor allem hat es mich wirklich angekotzt ( entschuldige das Wort ), als mir der Mann aus dem Laden
sagte, man solle nicht mehr als den 2M Red installieren. Alles andere würde den Plattenspieler "überfordern". ( O-Ton: Wir
wollen den Spieler jetzt nicht überfordern ).

Das ist eine ziemlich direkte Ansage, dass das Gerät aus seiner Sicht Schrott ist. Nur weil er es fünf Sekunden lang
betrachtet hat, kommt er zu diesem Ergebnis ?

Ich finde, dass der 2M Black viel besser klingt als der 2M Red, auch auf meinem "Schrottgerät".
Vor allem fällt es mir bei den Stimmen auf. Die kommen glasklar herüber. Es klingt so, als hörte mane eine CD, nur eben
deutlich wärmer und angenehmer.

Ich weiß, das klingt jetzt übertrieben. Mir sind Freundestränen gestern über die Wangen gekullert als ich einige Platten
angehört habe. Es klang einfach perfekt. Null Verzerrungen, kein Zischen, sehr schönes Klangbild.

Es ist ja nicht so, dass man kein Knacksen mehr hören würde. So ist es nicht. Aber man hört es weniger, es ist weicher, und
irgendwie stört es nicht mehr so. Beim 2M Red fand ich störend, dass Nebengeräusche deutlicher zu vernehmen waren als
beim AudioTechnica Wald-und-Wiesen-Tonabnehmer, den ich zuvor hatte.

Aktuell gibt es den 2M Black bei Projekt Audio für 449 €. Wenn du den 5 % Newsletter Bonus nimmst, dann sind es sogar
noch 5% weniger. Bei Vorauszahlung noch 3% weniger, soweit ich weiß. Das ist ein absoluter Toppreis. Ich habe das gleich
zugegriffen. Für 580 € hätte ich ihn nie und nimmer gekauft.


[Beitrag von Confederate am 28. Mai 2016, 09:49 bearbeitet]
onabudget
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 28. Mai 2016, 09:57

Confederate (Beitrag #7) schrieb:
( O-Ton: Wir
wollen den Spieler jetzt nicht überfordern ).


Auch noch der Krankenschwesternplural!? Die Hölle!


Confederate (Beitrag #7) schrieb:
Aktuell gibt es den 2M Black bei Projekt Audio für 449 €. Wenn du den 5 % Newsletter Bonus nimmst, dann sind es sogar
noch 5% weniger.


Das habe ich in Deinem anderen Thread gelesen und mir deren Seite gebookmarked.. Aber mein Forumsname ist Programm und die momentane Schwachstelle sind die Lautsprecher.


Confederate (Beitrag #7) schrieb:
Ich weiß, das klingt jetzt übertrieber. Mir sind Freundestränen gestern über die Wangen gekullert als ich einige Platten
angehört habe.


Verstehe ich schon. Seit ich meinen neuen Verstärker und Tonabnehmer habe, höre ich auch mit viel mehr Freude Vinyl - und ich fand es schon vorher unter widrigen Umständen oft toll. Heute höre ich viel mehr Musik als vor dem Upgrade und kann teilweise gar nicht genug kriegen.

Auch schwierige Platten (solche mit viel Stille und viel leisen Stellen wie Lachenmann und Nono beide bei Edition RZ verlegt) machen nun erst richtig Freude.
Confederate
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Mai 2016, 10:02
Ja, vor allem habe ich einen halbwegs guten DAC, der am PC angeschlossen ist, und wenn ich darüber FLACs hören, klingen die
zwar technisch in Ordnung, aber irgendetwas fehlt da. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Es gibt einige CDs, die klingen
wirklich gut ( wie die Akira Soundtrack CD von 1988, die Akira Symphonic Orchestre oder so ähnlich heißt ), aber viele klingen
mir einfach zu steril. Wenn ich dann Vinyl höre, will ich gar nichts anderes mehr hören. Es macht einfach viel mehr Spaß.

Ich hole mir jetzt noch einen Vorverstärker, und denke, dass sich der Klang noch verbessern sollte.


[Beitrag von Confederate am 28. Mai 2016, 10:03 bearbeitet]
akem
Inventar
#10 erstellt: 28. Mai 2016, 10:10

.JC. (Beitrag #5) schrieb:
ps
benutze doch einfach den Lift beim auflegen, dann passiert Dir das nicht

Das ist ne sehr gute Empfehlung! Das hat man sich ziemlich schnell angewöhnt und es erspart einem so manche geschrottete Nadel...

Gruß
Andreas
Confederate
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Mai 2016, 10:13
Merkt man das am Klang wenn die Nadel beschädigt ist ? Solange die Nadel aus meiner Sicht "normal" klingt, sollte
noch alles OK sein, denke ich ?
kölsche_jung
Inventar
#12 erstellt: 28. Mai 2016, 10:24

.JC. (Beitrag #5) schrieb:
...

Ich geb Dir mal ´´nen Tipp: bevor ich Tonabnehmer (um) montiere, ziehe ich die Nadel ab....

mach das mal lieber nicht bei den allermeisten MC-Systemen ...



Confederate (Beitrag #9) schrieb:
...

Ich hole mir jetzt noch einen Vorverstärker, und denke, dass sich der Klang noch verbessern sollte.

Solange du keine grobe Fehlanpassung zwischen System und aktuellem Pre hast, würde ich mir da nicht sooooo viel von versprechen
Die "Investition" in einen guten Abnehmer war schon genau das richtige um "richtig was rauszuholen" ...
... versuch doch einen Vorverstärker leihweise oder mit Rückbagerecht zu bekommen, um zu testen ob du meinst, dass sich das für dich lohnt
akem
Inventar
#13 erstellt: 28. Mai 2016, 10:42

Confederate (Beitrag #11) schrieb:
Merkt man das am Klang wenn die Nadel beschädigt ist ? Solange die Nadel aus meiner Sicht "normal" klingt, sollte
noch alles OK sein, denke ich ?

Jein....
Wenn alles normal klingt sollte der Diamant in Ordnung sein. Aber theoretisch könnte es sein, daß der Nadelträger oder dessen Aufhängung was abbekommen haben. Letzteres betrifft aber eigentlich nur Modelle mit Spanndraht, zu denen aber die Ortofon-MMs nicht gehören. Aber bei Aluminium-Nadelträgern könnte es passieren, daß es Haarrisse gibt. Ich hab solche zwar noch nie bei einem Alu-Nadelträger gesehen, jedoch hatte ich schon mal zwei TAs bei Martin Göttmann alias Der Nadelspezialist, der mir genau das diagnostiziert hat. Witzigerweise habe ich Haarrisse bei einem Nadelträger erst einmal selbst gesehen und zwar bei einem Nadelträger aus Saphir (!). Das war ein MC2 von Audio Exklusiv, das ich gebraucht kaufen wollte und das mir der Verkäufer freundlicherweise vorab zur Begutachtung geschickt hat. Er hat es dann nach meiner Diagnose reklamiert und hat ein neues System bekommen (das er nach dem Austausch "seltsamerweise" auch nicht mehr verkaufen wollte...).

Gruß
Andreas
Confederate
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Mai 2016, 10:50
Danke für die Antwort, Andreas.

Bei 600 $ Systemen hat man natürlich besonders Angst, dass da was kaputt geht Das war echt sehr viel Geld für
mich. Nun ja, ab sofort werde ich nur noch den Lift verwenden. Das war echt ziemlich doof gestern. Mein Hand war vor lauter
Aufregung schweißgebadet, und da kann einem der Tonabnehmer schon aus der Hand gleiten.

Jetzt versuche ich nur noch meinen alten 2M Red zu verkaufen. Mehr als 20-30 € will ich dafür nicht.
wendy-t
Stammgast
#15 erstellt: 28. Mai 2016, 11:16
Hallo!

Behalte die Red-Nadel doch und benutze sie zum erstmaligen Hören von Platten unbestimmter Herkunft (z.B. Flohmarktplatten).

Gruß
Philip


[Beitrag von wendy-t am 28. Mai 2016, 11:17 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#16 erstellt: 28. Mai 2016, 11:20
ich würd das red auch behalten ... verkaufen lohnt sich nicht ... und vielleicht kommt ja irgendwann noch ein tonabnehmerloser dreher ins haus
Confederate
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 28. Mai 2016, 11:25
Ich werde bestimmt nicht die Tonabnehmer permanent austauschen. Viel zu lästig, wie ich finde.

Außerdem hat mich das 2M Black dermaßen versaut, dass ich das 2M Red nie wieder im Leben hören möchte.
Ich finde, dass das 2M Red teilweise viel zu frisch klingt und die Höhen/Tiefen zu stark dominieren. Bei anspruchsvollen
Stücken hört man nur noch ein Geplärre, finde ich. Pop und so klingt aber ganz gut, aber letztendlich will ich
es nicht mehr hören.

Es gibt da eine Stelle auf der Dr. Dre - The Chronic, 2 LP Ausgabe von Simply Vinyl, auf der Dr. Dre nach dem Intro
sagt: "You'se a penguin looking mother..." Auf dem 2M Red war da Zischen zu hören bei You'se und looking mother...".
Beim 2M Black ist da null Zischen zu hören. Außerdem will ich keinen zweiten Dreher.
akem
Inventar
#18 erstellt: 28. Mai 2016, 11:52

Confederate (Beitrag #17) schrieb:
Ich werde bestimmt nicht die Tonabnehmer permanent austauschen. Viel zu lästig, wie ich finde.

Davon ist auch gar nicht die Rede: gemeint ist, daß Du den Nadeleinschub nach Bedarf tauschen kannst. Der Systemkorpus ist zwar nicht ganz identisch, aber immerhin kompatibel. Möglicherweise klingt die Red-Nadel am Black-Generator auch ein bischen besser (oder weniger schlecht... ).

Gruß
Andreas
Confederate
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 28. Mai 2016, 11:54
Kann ich einfach so die Nadel aus dem Cartridge nehmen und austauschen mit der bloßen Hand ?
wendy-t
Stammgast
#20 erstellt: 28. Mai 2016, 12:00
Ja!
Confederate
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 28. Mai 2016, 12:02

wendy-t (Beitrag #20) schrieb:
Ja! :)


Echt ? Einfach so ? Ich würde da massig Schiss haben, dass ich da was verbiege / kaputt mache.
Confederate
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 28. Mai 2016, 12:07
Wäre echt cool, mal einen hier kennenzulernen in Berlin, der mir vor Ort ein wenig helfen könnte
wendy-t
Stammgast
#23 erstellt: 28. Mai 2016, 12:10
Das hatte ich beim ersten Mal auch.
Mit der linken Hand fasst du die Fassung der Nadel - natürlich nicht die Nadel selbst - mit zwei Fingern, mit der anderen Hand fasst du den Generator mit zwei Fingern. Und dann ziehst du die Nadel mit dem dazugehörigen Plastikgehäuse raus. Setzt du eine andere Nadel ein, machst du es umgekehrt.

Gruß
Philip

Aber hör doch lieber erst mal mit deiner neuen Nadel und erfreu dich daran.


[Beitrag von wendy-t am 28. Mai 2016, 14:14 bearbeitet]
kamikaze7777
Stammgast
#24 erstellt: 28. Mai 2016, 13:11
U87ai
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 28. Mai 2016, 16:07
Confederate:

So wie Du das beschrieben hast, hat sich nach dem Tausch vom Red nach Black eine deutliche Klangverbesserung ergeben.
Damit ist alles Gelaber "ob der TA zum Plattenspieler passt" usw, ect. Makulatur.
Vermutlich hätte es aber auch schon gereicht wenn du die Red-Nadel einfach durch die Black getauscht hättest, aber egal.
Wir haben alle gelernt, das der Klang, bzw. eine Klangverbesserung von der Nadel, bzw. dessen Schliff kommt.
Daher hast Du Dein Geld gut angelegt und nicht zum Fenster rausgeschmissen, letztendlich kommt es darauf an wie der Klang DIR gefällt und nichts anderes.
Nadelträger vom 2M-Body abzeihen geht ganz leicht, aber IMMER Nadelschutz voher aufstecken! einfach an den beden seitlichen hinteren kanten anziehen, schon hast Dus in der Hand.

Zum Thema "Billigplattenspieler":
Ich hatte in den 80ern einen Telefunken HS 800, das Teil war komplett aus Plastik und hat geklappert und gerumpelt das es eine wahre Pracht war.
Dieser HS 800 hatte einen Audio Technica Tonabnehmer mit einem roten Nadelträger (keine ahnung mehr wie der hiess, erm ich glaube AT3600??), jedenfalls zischte jeder S-laut, die Bässe waren schwammig und der Klang war irgendwie dünn und blechern hohl.
Dann habe ich diesen AT gegen ein AKG P8ES Super Nova (damaliger Preis 280 DM) getauscht und der HS 800 war nicht wieder zu erkennen.
Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen: seidige schillernde Höhen, warme und direkte Mitten und Bässe bis in die Magengrube ;), dazu Räumichkeit nicht von dieser Welt, das Zischenl der S-Laute war auch weg. Und das mit dem Plastik-Plattenspieler! Und rate mal was der Verkäufer mir damals gesagt hat als er mich fragte, was ich denn für einen PL habe?
U87ai
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 28. Mai 2016, 16:12
Ach so, wo gibt es das 2M Black für 449 eur?
Projekt Audio, oder meintest Du Pro-Ject?
.JC.
Inventar
#27 erstellt: 28. Mai 2016, 16:38

Confederate (Beitrag #21) schrieb:

wendy-t (Beitrag #20) schrieb:
Ja! :)


Echt ? Einfach so ? Ich würde da massig Schiss haben, dass ich da was verbiege / kaputt mache.



Echt !
Ja !
Du hast doch noch das 2M red ... üben, üben, üben ..
(als Plattenhörer sollte man selbst eine Nadel tauschen können)
Confederate
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 28. Mai 2016, 17:16
@ kamikaze7777

Danke für das Video !

@ u87ai

Ja, ich bin jetzt mit dem Klang sehr zufrieden. Ich weiß nicht einmal, ob ich wirklich jetzt noch einen Vorverstärker
benötige. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kling sich noch sehr stark verbessert, weil ich den Klang jetzt schon
vollkommen ausbalanciert und ausgewogen finde. Kann keinerlei Schwachstellen beim Klang feststellen. ( zu wenig
Druck, zu wenig Tiefe etc. all das habe ich nicht )

Ich habe heute z.B. von Guns N Roses das Lied Patience von ihrer EP angehört. Jetzt klingt es ganz anders. Axel Roses
stimme klingt glasklar und die Gitarren kommen viel besser rüber. Nicht zu vergleichen mit dem 2M Red.
Das Tolle, ist dass die Nadel immer den richtigen Klang findet. Wenn ich ein bassbeladenes Stück spiele, bekomme ich viel
Bass. Wenn ich ein Stück spiele, das sehr leicht klingt und luftig klingt, dann klingt es auch so. Beim 2M Red haben manche
Stücke gut geklungen, andere dann klangen weniger gut. Hier klingt alles gut.

Wie gesagt, gibt es das 2M Black bei projekt-akustik.de für 449 €. Wenn du den Newsletter abonnierst, bekommst du noch einmal
5% Nachlass. Dann sind es so 430 €. Und wenn Vorkasse zahlst, dann sind es wohl noch einmal 3 % Nachlass. Schon günstig
für so eine tolle Nadel.

AT3600 war auch meine erste Nadel. Das Ding ist OK, mehr nicht. Kostet auch nur ungefähr 5 % von dem, was ein 2M Black kostet.
Ist in der Performance noch deutlich unter einem 2M Red, wobei ich finde, dass Klassik mit dem Teil vielleicht sogar besser klingt, anderes
aber sicher nicht.
Marsilio
Inventar
#29 erstellt: 28. Mai 2016, 18:05

AKG P8ES Super Nova


Das war damals auch was sehr leckeres. Nicht weit weg vom 2M Black.

LG
Manuel
Lucky_8473
Stammgast
#30 erstellt: 28. Mai 2016, 20:39
Hallo,

wirklich günstig ist es da auch wieder nicht oder nicht mehr

LG Tom
kamikaze7777
Stammgast
#31 erstellt: 28. Mai 2016, 20:42
Gern geschehen. (Bewegte) Bilder sagen doch mehr als Worte.
Probier doch den, auch hier im Forum oft empfohlenen "Art DJ Pre II":
http://www.thomann.d...PP_cwCFbYW0wod22gDKw
Die Ausstattung und der Klang sind für 55 Euro einfach nur überragend.
Hier hat den mal jemand sehr ausführlich getestet:
http://www.analog-fo...denon-dl-103-teil-i/
Falls es keine Steigerung geben sollte, kann man den immer noch zurückschicken.
Confederate
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 29. Mai 2016, 06:21
@ Lucky 8473

Tut mir leid. Es war bis vor 2-3 Tagen noch bei 449 €. 539 € hätte ich wohl nicht mehr bezahlt, da ich wirklich kein Toppverdiener bin.

Ich möchte noch kurz 2 Sachen ansprechen:

1.) Ich habe die Nadel beim O2 Red entfernt vom Rest, also die Nadel und das rote Gehäuse. War wirklich einfach.
Nur geht die Nadel jetzt wirklich sehr leicht ab. Sollte es nicht einrasten oder so ?

Gibt es jemanden, der sich meine 2M Red Nadel anschauen könnte um zu sagen, ob das Gehäuse und die Nadel OK sind ? Vielleicht
auch in Berlin ? Kennt da jemanden ?

2.) Nadelreinigung: Ich habe folgende Bürste zum 2M Black bekommen:

https://www.amazon.d...rsion*=1&*entries*=0

Kann mir hier jemand noch einen Tipp geben zur Nadelreinigung ? Welche Flüssigkeit könnte ich verwenden oder sollte ich das ganz lassen
mit der Flüssigkeit ? Den Staub versuche ich immer durch Pusten oder der Bürste leicht zu entfernen. Ich denke, das sollte nicht allzu schädlich sein.

@kamikaze7777

Danke für den Tipp. Für 55 € scheint der wirklich OK zu sein.

Ich habe aktuell ein Angebot, für 150 € gebraucht den clearaudio nanophono Verstärker zu kriegen. Vielleicht kaufe ich ihn mir
morgen. Mehr Geld will ich nicht mehr investieren. Ich bin so jetzt sehr zufrieden.


[Beitrag von Confederate am 29. Mai 2016, 06:25 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#33 erstellt: 29. Mai 2016, 08:01
Moin,


Confederate (Beitrag #32) schrieb:
Ich habe die Nadel beim O2 Red entfernt vom Rest, also die Nadel und das rote Gehäuse. War wirklich einfach.


glaubst Du mir jetzt, dass es einfacher ist den TA ohne Nadel zu montieren ?

ps
die Preissteigerungen bei TA und Nadel sind ...
Confederate
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 29. Mai 2016, 08:03

.JC. (Beitrag #33) schrieb:
Moin,


Confederate (Beitrag #32) schrieb:
Ich habe die Nadel beim O2 Red entfernt vom Rest, also die Nadel und das rote Gehäuse. War wirklich einfach.


glaubst Du mir jetzt, dass es einfacher ist den TA ohne Nadel zu montieren ?

ps
die Preissteigerungen bei TA und Nadel sind ...


Aber ist es normal, dass die Nadel nicht so richtig tief sitzt ? Wenn ich die Nadel wieder aufstecke, dann scheint es mir so, als würde
sie nicht fest drinstecken ? Ich würde zumindest so eine Art Einrastern erwarten, irgendein Klick wenn ich es wieder anbringe.
kölsche_jung
Inventar
#35 erstellt: 29. Mai 2016, 09:39

Confederate (Beitrag #34) schrieb:
...

Aber ist es normal, dass die Nadel nicht so richtig tief sitzt ? Wenn ich die Nadel wieder aufstecke, dann scheint es mir so, als würde
sie nicht fest drinstecken ? Ich würde zumindest so eine Art Einrastern erwarten, irgendein Klick wenn ich es wieder anbringe.

einrasten tut da normalerweise nix, der Nadeleinschub wird normalerweise eben nur eingeschoben
falls du genauere "expertisen" benötigst, müsstest du mal ein bild einstellen ...

den nanophono mit rückgaberecht? ... ich befürchte nämlich, dass die vorgestellte klangverbesserung nicht unbedingt eintritt ...
akem
Inventar
#36 erstellt: 29. Mai 2016, 10:26

Confederate (Beitrag #32) schrieb:

Nur geht die Nadel jetzt wirklich sehr leicht ab. Sollte es nicht einrasten oder so ?

Kann mir hier jemand noch einen Tipp geben zur Nadelreinigung ? Welche Flüssigkeit könnte ich verwenden oder sollte ich das ganz lassen
mit der Flüssigkeit ? Den Staub versuche ich immer durch Pusten oder der Bürste leicht zu entfernen. Ich denke, das sollte nicht allzu schädlich sein.

Die Nadeleinschübe von Ortofon rasten nicht ein, das ist reine "Presspassung". Eigentlich weiß ich nur bei (manchen) Audio Technika und ADC MMs, daß die Nadeleinschübe eine Art Rastung haben. Da ist dann eine Prägung am Gehäuse des Generators.

Zur Nadelreinigung:
Die verlinkte Nadelbürste sehe ich etwas skeptisch und das aus zwei Gründen:
- die Borsten sind extrem dicht gepackt und sind dementsprechend hart
- es gibt einen harten Plastikrand an dem der Diamant unter Umständen hängenbleiben und abbrechen kann
Ich nehme lieber andere Nadelbürsten, meist die, die Denon seinen Tonabnehmern beilegt. Deren Borsten sind weich und lang, da gibt es kein Risiko, den Diamant zu beschädigen oder abzureißen. Anders aber ähnlich gut und risikolos wäre die Nadelbürste, die hier enthalten ist:
http://www.ebay.de/i...3:g:cAEAAOSw6wRW~4PA
Da ist dann auch noch ein samtbezogener Klotz dabei zum reinigen der Platten. Theoretisch auch geeignet, um die Platten naß abzuwischen wenn man den Samt in einer entsprechenden Reinigungsflüssigkeit tränkt (nur die Absaugung einer echten Plattenwaschmaschine fehlt halt, die Platte muß dann an der Luft trocknen...). Als Reinigungsflüssigkeit eignet sich 1/3 Isopropylalkohol plus 2/3 destilliertes oder zumindest demineralisiertes Wasser. Normales Leitungswasser geht nicht wegen Kalkgehalt usw, das gibt dann Knistern...
Ab und zu reinige ich die Nadel auch naß, so vielleicht alle ein bis drei Monate mal. Je nachdem wie viel Du so hörst. Da gibt's auch mehrere Varianten, ich hab so ein Fläschchen von Nagaoka. Die Mixtur von Audio Technika sollte vergleichbar sein. Reichen tut so ein Fläschchen ewig...
https://www.thakker....ylus-cleaner/a-7650/
https://www.thakker....ylus-cleaner/a-7608/
Dabei die Nadel montiert lassen, nicht abnehmen und umdrehen. Die (meist alkoholbasierte) Flüssigkeit sollte nicht zum Gummilager des Nadelträgers oder gar in den Generator gelangen! Daher auch immer sparsam anwenden (Nadelträger sind meist innen hohl und könnten die Flüssigkeit durch Kapillarwirkung richtung Generator leiten).

Gruß
Andreas
Confederate
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 29. Mai 2016, 10:47
Danke wie immer für deine hilfreichen Hinweise, Andreas.

Ich habe noch eine andere Bürste von Ortofon, die beim 2M Red dabeilag. Ich glaube, diese werde ich dann verwenden:

http://www.ebay.ch/i...6:g:jloAAOSwUuFWywJ0

Die sieht ungefähr so wie aus wie die von dir verlinkte Bürste.

Zum nanophono weiß ich nur, dass er sehr gut bewertet wird und gut 300 € neu kostet. Da kann er doch nicht so schlecht sein ?
U87ai
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 29. Mai 2016, 11:25
Hmmm, bei einem (online)-Händler in NRW gibt es das 2M Black für 499 EUR...

Confederate:
Du kannst Dich natürlich mal nach einem alten ELAC ESG oder SHURE V15 umsehen und dann eine JICO SAS-Nadel kaufen (gibt es auch beim genannten Händler in NRW). Diese Nadel halten viele für noch besser als die Shibata vom 2m Black. Diese dürfte dann auch eine erhebliche Klangverbesserung bringen.
Ob Du Dir wirklich noch einen Phono-Preamp zulegen solltest...ch meine, wenn Du mit Deinem jetzigen Setup zufrieden bist, dann eher nicht.

grußelchen
Tom
kölsche_jung
Inventar
#39 erstellt: 29. Mai 2016, 12:09

Confederate (Beitrag #37) schrieb:
...

Zum nanophono weiß ich nur, dass er sehr gut bewertet wird und gut 300 € neu kostet. Da kann er doch nicht so schlecht sein ?

naja ... bewertungen sind halt immer so ne sache ... ich glaube zB nicht, dass du mit nem V15/Jico oder nem ESG "erhebliche Klangverbesserungen" gegenüber deinem black erreichen kannst
... und ich glaub auch nicht, dass der nanophono "schlecht" ist ... die frage ist aber, ob er "150€ besser" ist als deiner

insoweit mein rat ... erst (kritisch) ausprobieren, dann kaufen
andererseits ... wenn du spass dran hast...
Confederate
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 29. Mai 2016, 13:20
Noch einmal eine Frage, die ich vorhin in den Raum geworfen habe:

Wem könnte ich meine Nadel zeigen, der dann überprüfen könnte, ob alles OK ist damit ? Gibt es da jemanden in Berlin z.B. ?
.JC.
Inventar
#41 erstellt: 29. Mai 2016, 13:34
Hi,

kauf dir ein Nadelmikroskop u. mach ein Foto mit dem iphone
funktioniert bestens, dann kannst Du uns die Nadel zeigen
akem
Inventar
#42 erstellt: 29. Mai 2016, 13:38
Ein bekannter Händler in Berlin ist Phonophono, der auch eine gleichnamige Webseite betreibt.
Ob der was taugt, naja, es gibt Stimmen, die sagen ja, es gibt Stimmen, die sagen nein... Wie immer halt...

Gruß
Andreas
Confederate
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 29. Mai 2016, 14:47
Ja, ich kenne phonophone. Dort habe ich meinem 2M Red gekauft.

Eigentlich wollte ich einen 2M Blue holen, aber man sagte, und das hatte ich schon erwähnt, dass der 2M Blue meinen
Pioneer Plattenspieler "überfordern würde". Dann sagte man mir, mein Plattenspieler sei auf dem Niveau billiger Dual
Plattenspieler. Das fand ich nicht so schön. Ich weiß, dass es kein Toppgerät bin, bin aber seit vielen Jahren treuer Kunde
von Pioneer, und kaufe fast alles nur von Pioneer, und ich war mir sicher, dass es kein Gerät ist, wie es manchmal von Dual
bei Lidl für 89 € oder so angeboten wird.

Dann versuchte man mir einen besseren Plattenspieler anzudrehen. Außerdem sagte man, es würde nur dann Sinn machen, einen
2M Blue bei mir einzusetzen, würde ich für 130 € inkl. Materialkosten die Verkabelung hinten am Plattenspieler austauschen.

Ich fand das alles sehr suspekt.

Tatsache ist, dass der 2M Black viel besser klingt als der 2M Red auch auf meinem Plattenspieler. Deshalb möchte ich den Laden
in Zukunft meiden. Ist nur meine Meinung,
Jazzy
Inventar
#44 erstellt: 29. Mai 2016, 16:21
Mit einer Testplatte mit Abtasttest kannst du deine Nadel überprüfen.Ich benutze die von ImageHifi,müsste bei 35,- liegen.Optisch kann man eine Shibatanadel wohl schlecht beurteilen.
Hörbert
Moderator
#45 erstellt: 29. Mai 2016, 16:53
Hallo!


.....Eigentlich wollte ich einen 2M Blue holen, aber man sagte, und das hatte ich schon erwähnt, dass der 2M Blue meinen Pioneer Plattenspieler "überfordern würde"........


Das ist natürlich kompletter Blödsinn, die Nadel des 2M-blue unterscheidet sich von ihren Verrundungsradien nicht von der des 2M-red, der ganze Unterschied liegt hier darin das du beim 2M-blue einen ganzen Stein verbaut hast und beim 2M-red nur einen gefassten Steinspitter. Das hat eigentlich nur Auswirkungen auf die Lebensdauer der Nadel.

Solange dein Abtaster mit dem Tonarm harmoniert ( das ist eine Frage der eff bewegten Tonarmmasse der Compliance des Abtasters und des Korpusgewichtes) wird sich bei einem besseren Abtaster mit schärferem Schliff eigentlich immer eine signifikante Verbesserung einstellen da auch einfache Tonarme zumeist viel besser sind als ihr Ruf. -Klar wird sich gegenüber einem deutlich besserem Tonarm immer noch ein gradueller Unterschied bemerkbar machen aber der ist wesentlich kleiner als der Unterschied zwischen z.B. einem 2M-red und einem 2M-black im gleichen Tonarm.

Legendlich bei einigen sehr alten Tonarmen die noch mit Messerlagern ausgerüstet waren habe ich erleben müssen das sie durch scharfe Schliffe überfordert waren und mehr Verzerrungen lieferten als bei moderaten Schliffen.

Aber es ist Typisch das man versucht jedem User gleich einen "besseren" Plattenspieler anzudrehen-, das geht teilweise sogar so wqeit das den Usern eingeredet wird ein hochwertiger Plattenspieler mit Schrott-Abtaster klänge besser als ein einfacher Plattenspieler mit gutem Abtaster.

MFG Günther
Confederate
Ist häufiger hier
#46 erstellt: 29. Mai 2016, 18:45

Jazzy (Beitrag #44) schrieb:
Mit einer Testplatte mit Abtasttest kannst du deine Nadel überprüfen.Ich benutze die von ImageHifi,müsste bei 35,- liegen.Optisch kann man eine Shibatanadel wohl schlecht beurteilen.


Hi ! Wahrscheinlich meinst du diese Platte:

http://dacapo-records.de/product_info.php/products_id/1980

Interessant. Überlege ich mir. Ich muss noch einiges lernen.

@ Hörbert

Danke für deinen Beitrag. Das dachte ich mir auch. Ich denke auch, dass der Abtaster das Allerwichtigste ist. So schlecht ist
mein Dreher jetzt auch nicht. Wichtig ist auch, dass der Motor korrekt läuft und nicht zu schnell oder zu langsam.

Deshalb suche ich auch viel lieber Hilfe im Forum als bei einem professionellen Fachmann, der von seinem Rat lebt.
Lucky_8473
Stammgast
#47 erstellt: 29. Mai 2016, 19:53
@Confederate

hab den Dreher mal gegoogelt, schaut optisch gar nicht mal so schlecht aus

Habe gesehen, es gibt die Ersatznadel schon für ca.380 € vielleicht kaufe ich mir die und tue sie mir an den Bluebody rauf

LG Tom
U87ai
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 29. Mai 2016, 20:17
[quote="kölsche_jung (Beitrag #39)"]
ich glaube zB nicht, dass du mit nem V15/Jico oder nem ESG "erhebliche Klangverbesserungen" gegenüber deinem black erreichen kannst
[/quote]

Das bezog sich auf die original V15 / ESG-Nadeln gegenüber der JICO SAS, nicht aufs Black.
Mein ESG 796 klingt mit der SAS besser im Vergleich zur originalen.


[Beitrag von U87ai am 29. Mai 2016, 20:20 bearbeitet]
zigarett
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 29. Mai 2016, 20:50

Confederate (Beitrag #46) schrieb:
Deshalb suche ich auch viel lieber Hilfe im Forum als bei einem professionellen Fachmann, der von seinem Rat lebt.


Solche Erfahrungen habe ich auch bei Fachhändlern gesammelt. Einer erzählte mir daß auf meinem 1200MK2 es sich nicht lohnen würde etwas besseres als ein 2m Blue zu installieren da es halt nur ein Technics ist. Das war dann die Antwort auf meine Frage, daß ich mit 500pF lieber ein MC probieren möchte da mein damaliges Nagaoka MP110 zu unausgewogen klang. Das war vor ein paar Wochen.

Ende 2011 hatte ich mir einen Rega P2 auf Rat eines anderen Fachhändlers in Mannheim gekauft. Auf dem Rega war ein Bias 2 vormontiert.
Nach ungefähr einem Jahr mit dem P2 war ich völlig entnervt und hab ihn verkauft. Da hat nix gestimmt. Plattenteller eierte, die Wandhalterung für 150 Euro war schief geschweißt. Der Tonarm hatte Lagerspiel. Auf mein Drängen hin wurde der Tonarm ausgetauscht. Aber ernstgenommen fühlte ich mich nicht.
Dieser Händler meinte das der P2 dem 1200er klanglich weit überlegen ist.

Schließlich hat der 1200er dann mit dem Nagaoka MP110 viel schöner geklungen als der doofe P2. Das sind einfach mal Welten gewesen.
Auch in Bezug auf das von mir kürzlich gekaufte Quintet Red meinte ein Händler aus Berlin, daß die Unterschiede zum MP110 nur gering sind.
Kannste voll vergessen. Das Quintet Red war nach zirka 50 Stunden eingespielt und klingt viel schöner als mein altes MP110.

Von daher gehe ich auch lieber ins Forum. Ich empfinde solche Aussagen von Händlern als Unverschämtheit. Einige wenige mögen da die Ausnahme sein.

Lange Rede kurzer Sinn und viele Grüße,
Alex
kölsche_jung
Inventar
#50 erstellt: 30. Mai 2016, 06:46

U87ai (Beitrag #48) schrieb:

kölsche_jung (Beitrag #39) schrieb:

ich glaube zB nicht, dass du mit nem V15/Jico oder nem ESG "erhebliche Klangverbesserungen" gegenüber deinem black erreichen kannst


Das bezog sich auf die original V15 / ESG-Nadeln gegenüber der JICO SAS, nicht aufs Black.
Mein ESG 796 klingt mit der SAS besser im Vergleich zur originalen. ;)

ah, sorry, dann hatte ich dich da falsch verstanden, klar, eine bessere Nadel führt iaR auch zu einem besseren Klang (mit den von Günther genannten Einschränkungen) ...


Confederate (Beitrag #46) schrieb:
...Wichtig ist auch, dass der Motor korrekt läuft und nicht zu schnell oder zu langsam. ...

eijeijei ... mit so einer Äußerung würde ich mich in highendigen Foren zurückhalten (hier darf man sowas aber ruhig schreiben)
Von vielen HighEndern, der Flachpresse und vielen Händlern wird gerne so getan, als ob es sich bei Unterhaltungselektronik um eine Art Geheimwissenschaft handeln würde ...

Ich seh das ähnlich wie du ... der Plattenspieler muss den Teller möglichst gleichmäßig und störungsfrei in der richtigen Geschwindigkeit (und Richtung ) drehen, der Arm möglichst spiel- und reibungsfrei arbeiten ... "Musik" macht das System
... insoweit ... auch ein Entzerrer ist eine relativ einfache, seit einigen Jahrzehnten bekannte Schaltung ... solange der Abnehmer von seinen Werten her passt ...
Ich würde da keine "Klangwunder" erwarten ...
Jazzy
Inventar
#51 erstellt: 30. Mai 2016, 15:13
Da hatte ich wohl mit meinem Münchner Händler Glück.Als ich mein Quintet Black bestellte,fragte er nach dem Dreher.Mit der Antwort. ein 1210er war er zufrieden
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