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Kenwood KD-750

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MAG63
Stammgast
#1 erstellt: 04. Jun 2016, 22:29
Hallo zusammen,

am Donnerstag ist mir auf den Heimweg von Östereich in Rosenheim ein Kenwood KD-750 über den Weg gelaufen, ich konnte einfach nicht anders und musste ihn mitnehmen.

Als älterer Bruder meines KD-8030 wird er bei mir einen schönen Platz bekommen, wo er dann in guter Gesellschaft neben dem KD-8030 und meinem Yamaha YP-D8 stehen darf.

Hier ein paar Bilder vom neue Schmuckstück...

DSC_1171

DSC_1177

Das Laufwerk ist insgesamt in sehr gutem Zustand, kleiner Wehmutstropfen, dass Tonarmgewicht (Main Gewicht) war nicht auffindbar. Damit ich erstmal ein TA-System montieren konnte, habe ich für den Übergang das Tonarmgewicht vom Thorens TP16 genommen, mit dem ich maximal das verfügbare 2M Black ausbalancieren kann.

Natürlich habe ich zum Keni auch noch ein paar Fragen.

1. Wer von euch hat den 750er im Einsatz und kann mir die genauen Daten zum Main Gewicht geben, oder hat eine Adrresse für Ersatz?

2. Auf dem Tonarm ist vorübergehend erst einmal ein Ortofon 2M Black angebracht, in naher Zukunft soll aber ein anderes System zum Einsatz kommen. Dabei habe ich an ein Ortofon Cadenza Bronze oder Black gedacht. Zur eff. Masse des Tonarms konnte ich keine verbindlichen Informationen im Netz finden, nach Angaben in einem Forumsbericht soll sie bei 22g mit original Headshell liegen. Würde das Cadenza zu einem miit 22g recht schweren Tonarm passen?

3. Da der Keni keine Endabschaltung hat, habe ich über den Einsatz eines Tonarm Lifters nachgedacht. Dabei sind mir die folgenden drei im Netz über den Weg gelaufen,

Audio Technica Safety Raiser

bfly Tonarm Lifter

The Q Up

Brass Tonarm Lift

habt ihr mit den jeweiligen Liftern schon Erfahrungen gemacht, welcher ist beim Keni zu empfehlen oder gibt es noch Alternativen ?

Freue mich über eure Tipps und Anregungen


[Beitrag von MAG63 am 04. Jun 2016, 22:31 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#2 erstellt: 05. Jun 2016, 06:53
Moin Mag,


MAG63 (Beitrag #1) schrieb:
.. wo er dann in guter Gesellschaft neben dem KD-8030 und meinem Yamaha YP-D8 stehen darf.
..
Da der Keni keine Endabschaltung hat, habe ich über den Einsatz eines Tonarm Lifters nachgedacht.
..
Freue mich über eure Tipps und Anregungen


das ist eine gute Gesellschaft
..
wenn Du mehrere Dreher hast, würde ich die letzte Platte auf einem der Anderen abspielen.
Dann passiert auch nichts, falls Du doch mal einschläfst.
..
Lass ihn so original, wie er ist, er hat´s verdient
ein sehr schöner Dreher

Wenn Du einen neuen hochwertigen TA montierst, kannst Du auch einen anderen PhonoPre testen
es gibt Besseres als den V 90 - LPS (die passende Kombination macht´s aus).

Viel Spaß noch beim Platten hören.
MAG63
Stammgast
#3 erstellt: 05. Jun 2016, 11:05
Hallo .JC.

der Einsatz des Tonarm Lifters dient nur der Sicherheit, wer möchte schon das der Abtaster in der Auslaufrille am Label kratzt. Schon bei recht einfachen Systemen treibt mir dieses Geräusch die Nackenhaare hoch, bei einem System im vierstelligen Bereich geht das mMn. garnicht, da ist einmal schon einmal zu viel.

Das Laufwerk bleibt auf jeden Fall im Originalzustand, wenn ich mal vom zu ersetzenden Main-Gewicht absehe, das ich wohl nicht als Original bekommen werde.

Momentan läuft er in Verbindung mit dem 2M Black am Trigon Vanguard II. Sollte das Cadenza zum Arm passen, wird er in Verbindung mit dem Phonomopped und dazu passendem Übertrager von Silvercore an den Start gehen.
Albus
Inventar
#4 erstellt: 05. Jun 2016, 19:01
Tag,

im Service Manual findet man reichlich nützliche Informationen und Daten (Quelle: Vinylengine, Librarry): http://www.vinylengine.com/library/kenwood/kd-750.shtml

Aus den Erläuterungen zum Tonarm nenne ich hier nur:
- Tonarm TA-71 ist konstruiert für eine effektive Masse von 22 g bei Verwendung eines Tonabnehmers von 6 g Gewicht an der originalen Magnesium-Headshell mit Gewicht von 11 g. Siehe insbesondere die Ausführungen auf der Seite 27 zu Fig. 3.5
- die Kapazität aus Tonarmkabel (13,5 pF/282 mm) und Audiocord (50 pF/m oder weniger) lässt eine Gesamtkapazität von <70 pF erwarten.

Nebenbei - für den Yamaha YP-D8 darf man 130 pF unterstellen (das Kabel ist ein Neglex 2496).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 05. Jun 2016, 19:03 bearbeitet]
MAG63
Stammgast
#5 erstellt: 05. Jun 2016, 20:00
Hallo Albus,

danke für den Hinweis, dass ist mir beim durchsehen der Serviceanleitung wohl durchgegangen.

Mit einer eff. Masse von 22g ist der Arm schon ein echtes Kaliber und zur Kategorie schwere Arme zu zählen. Ob zu den Daten das Ortofon Cadenza passt, kann ich jetzt nicht wirklich beurteilen, da Ortofon das System für mittelschwere Arme freigibt.

Das die Verkabelung des Keni eine recht niedrige Kapazität hat habe ich gelesen und für den Betrieb mit dem 2M Black entsprechend am PreAmp angepasst. Für den späteren Betrieb mit einem MC System sollte das keine Rolle mehr spielen.
akem
Inventar
#6 erstellt: 06. Jun 2016, 10:09
Moment: bei den 22g ist ein 6g-Tonabnehmer dabei. Damit kommt der Arm auf 22g - 6g = 16g. Und sowas wird oftmals noch als mittelschwer bezeichnet... Und ein Cadenza läuft sehr gut an sowas.

Gruß
Andreas
MAG63
Stammgast
#7 erstellt: 06. Jun 2016, 17:38
Danke Andreas, dann liegt der Arm von der eff. Masse fast im gleichen Bereich wie der Arm vom 8030er und YP-D8 und da passt ein Ortofon MC hervorragend zu.

Welche Unterschiede sind den beim Cadenza Bronze/Black zum MC30 Super II Classic zu erwarten?

Das Bronze verfügt ja fast über die gleichen technischen Daten in Bezug auf Nadelträger und Diamant wie das MC30, ist aber etwas härter aufgehangen. Von Ortofon wird dazu angegeben, dass der Replicant 100 der beste und feinste Schliff momentan auf dem Markt ist.

Abtastfähigkeit bei 315Hz80µm**
Nadelnachgiebigkeit12µm/mN
empf. Tonarm-Typmittelschwer
AbtastdiamantOrtofon Replicant 100, nackt
Verrundungr/R 5/100µm
Nadelträgerconical alu cantilever

Das Cadenza Black hingegen mit Boron nadelträger und Shibata, macht da der Nadelträger in Verbindung mit Shibata das tüpfelchen auf dem I aus?

Abtastfähigkeit bei 315Hz90µm**
Nadelnachgiebigkeit16µm/mN
empf. Tonarm-Typmittelschwer
AbtastdiamantShibata, nackt
Verrundungr/R 6/50µm
NadelträgerBoron-Nadelträger,
akem
Inventar
#8 erstellt: 06. Jun 2016, 18:08
Zum 30er kann ich Dir nichts aus eigener Erfahrung sagen.
Das Cadenza Blue und das Bronze hab ich, das Red kommt nicht in Frage (viel zu teuer für ne Fine-Line Nadel...), das Black hat mich zwar gereizt - aber der doch nochmal spürbar höhere Preis und diverse Klangbeschreibungen, denen zufolge das Black eher schlank spielen solle, haben mich davon abgehalten. Zum Klang hab ich inzwischen auch schon Gegenteiliges gelesen aber das nur nebenbei...
Grundsätzlich: der Replikant-Schliff ist schon was Feines, schlecht ist der Shibata aber auch nicht. In Sachen Nadelträger sehe ich Bor jetzt auch nicht so sehr im Vorteil, auch mit Alu kann man gute Nadelträger bauen (und das Blue hat sogar Rubin als Nadelträger - wie sollte man das dann einordnen??).
Das Bronze ist ein sehr fein auflösendes System. Ist die Platte schlecht präsentiert Dir das Bronze das ziemlich gnadenlos. Ist die Platte gut klingt's auch gut. Tonal sagen wir mal neutral bis schlank, es gibt definitv Systeme, die untenrum mehr Schub und Kraft entwickeln. Die spielen dann aber auch schnell mal unsauberer. Das Bronze klingt sehr "clean", CD-like.
Das Blue entwickelt je nach Tonarm untenrum ein klitzekleines Bischen mehr Schub aber eben auch verbunden mit einem Hauch Unsauberkeit. Ansonsten macht sich der Nadelschliff gnadenlos bemerkbar: es hat definitiv mehr Abtastverzerrungen und eine schlechtere Auflösung wie das Bronze (auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist).
Echte Spaß-Systeme sind sie beide nicht, sie spielen im Prinzip ziemlich gnadenlos das, was auf der Platte drauf ist. Ohne "Interpretation", ohne Schönfärben. Je nach Platte und Gusto ist das gut oder auch nicht. Der Vorteil dabei ist, daß sie weder langweilen noch ermüden oder gar nerven.
Elektrisch sind sie ziemlich genügsam: normaler MC-Eingang mit 100 Ohm. Wenn's mehr ist wird's ein bischen heller im Klang, wird aber dennoch nicht unerträglich.

Gruß
Andreas
.JC.
Inventar
#9 erstellt: 06. Jun 2016, 18:29
Hi,


MAG63 (Beitrag #7) schrieb:
Von Ortofon wird dazu angegeben, dass der Replicant 100 der beste und feinste Schliff momentan auf dem Markt ist.
...
Das Cadenza Black hingegen mit Boron nadelträger und Shibata, macht da der Nadelträger in Verbindung mit Shibata das tüpfelchen auf dem I aus?


klingt eher nach Marketing °
...
kann man so direkt nicht sagen
ich wollte es mal wissen und habe das AT 140 LC (Alu) mit dem AT 155 LC (Bor) verglichen.
Das 140 LC klingt etwas schärfer, prägnanter in den Höhen (> 6 kHz), womöglich eine Eigenresonanz des Cantilever ?

Alu ist ja nie Reinalu, sondern immer eine Legierung; die mal so, mal so hergestellt wird.
Im Endeffekt bleibt Dir da nur: ausprobieren.
Auch weil das Ganze (also wirklich alles bis hin zu den LS) zusammen stimmig sein muss.
Und da sind so viele Faktoren im Spiel ..


°ps
es gibt gerüchteweise Probleme in der Herstellung des ML (u. SAS) Schliffs,
Genaues weiß man (wir) aber nicht (ich frage mich da nur: wieso denn das auf einmal??)
raindancer
Inventar
#10 erstellt: 06. Jun 2016, 18:57

MAG63 (Beitrag #3) schrieb:
der Einsatz des Tonarm Lifters dient nur der Sicherheit, wer möchte schon das der Abtaster in der Auslaufrille am Label kratzt.

Tuts es doch gar ned, die Nadel bleibt in der Auslaufrille, wo ist das Problem?

Bemerkungen zum Ortofon MC30: Ein sehr schönes System - für mich das beste < 1k. Aber: Es ist leise, d.h. geringe Ausgangspannung, die Phonostufe sollte rauscharm sein. Zweites aber: Zz kaum zu bekommen, die Produktion soll wieder aufgenommen werden, aber keiner weis wann und welche Preise dann aufgerufen werden.

aloa raindancer
MAG63
Stammgast
#11 erstellt: 06. Jun 2016, 19:30
@ Andreas & .JC.

danke euch für eure Infos und Beschreibung zu den Systemen. Das Ganze hört sich nach mehr bzw. rößerem Aufwand an, als ich betreiben will, es soll an meiner vorhandenen Kette einfach nur Spaß machen. Dann werde ich sobald ich ein passendes Gewicht habe, wohl erst mal das MC30 drunter schnallen und ein paar Eindrücke sammeln.

@ raindancer

das MC30 kenne ich, läuft bei mir auf Grund der geringen Ausgangsspannung mit einem passenden Übertrager und PreAmp am Kenwood KD-8030. Klanglich ist das System in jeder Hinsicht absolut überzeugend. Eine Bezugsadresse für das System habe ich, das eine Neuauflage des Systems kommen soll wurde mir anfang des Jahres von meinem Händler bestätigt, allerdings ohne Termin und Preisangabe.

PS. das ein System nicht am Label kratzt ist mir klar, ich meine damit das Ende der Auslaufrille.


[Beitrag von MAG63 am 06. Jun 2016, 19:32 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#12 erstellt: 06. Jun 2016, 20:10
Hi,


raindancer (Beitrag #10) schrieb:

MAG63 (Beitrag #3) schrieb:
der Einsatz des Tonarm Lifters dient nur der Sicherheit, wer möchte schon das der Abtaster in der Auslaufrille am Label kratzt.

Tuts es doch gar ned, die Nadel bleibt in der Auslaufrille, wo ist das Problem?


eine Zeit lang schon ...
irgendwann schneidet sich eine scharfe Nadel (je nach Antiskating) durch
und dann läuft sie auf dem Label ist bitter so aufzuwachen
(je nach Zeit, man weiß es halt nicht, wurde die Nadel auch nur geputzt)
MAG63
Stammgast
#13 erstellt: 06. Jun 2016, 20:23
sonst habe ich hinterher noch kratzer von der Nadel auf dem Label , im Ernst, unter diesem Gesichtspunkt macht für mich ein Tonarm Lifter durchaus Sinn.
raindancer
Inventar
#14 erstellt: 06. Jun 2016, 20:48
Ich merke wieder mal, daß der Analogkosmos einiger Foristen wohl völlig anders tickt als meiner, jedenfalls wirkt Antiskating bei meinen Drehern nach außen. Und grade die scharfe Nadel hat eine geringere Flächenpressung auf die Rille als eine Rundnadel.
.JC.
Inventar
#15 erstellt: 06. Jun 2016, 20:58
Denk nochmal drüber nach.
MAG63
Stammgast
#16 erstellt: 02. Jul 2016, 14:28
Beim Dreher meines Vertrauens habe ich mir ein passendes Tonarmgewicht anfertigen lassen, Danke für die Infos zu den richtigen Maßen hierfür an die Kollegen aus dem Forum.

Beim Tonabnehmer bin ich noch nicht wirklich weitergekommen. Bei meinem HiFi Dealer konnte ich mir jeweils für ein paar Tage das Ortofon Valenzia und das Kontrapunkt b ausleihen. Das Kontrapunkt b wurde eigens von einem Techniker der Firma montiert und eingestellt, da hinsichtlich des empfindlichen Rubin Nadelträgers der Händler etwas ängstlich war.

Betrieben wurden beide Systeme ohne einen Überträger an einer Vanguard II, da sie sich bezüglich der geforderten Anschlusswerte sehr gut anpassen lässt.

- Valenzia
Das Valenzia hatte einen gut ausbalancierten Grundtonbereich und klingt sehr musikalisch. In den hohen Tonlagen kommt es aber nicht an die Klarheit meines MC 30 Super II heran, irgendwie klingt es nicht so Ortofon typisch.

- Kontrapunkt b
Das Kontrapunkt spielt sehr klar und Analytisch, ihm fehlt aber im Vergleich der Druck im unteren Bereich, wie es das MC 30 und auch das 2M Black liefern. Vielleicht kommt daher die Aussage das es optimal für klassische Musik ist?

Sicherlich sind diese Eindrücke Subjektiv und reine Geschmacksache, meinen Geschmack treffen beide Systeme jedenfalls nicht.

In den nächsten Wochen werde ich versuchen, dass Ortofon MC 20Super Retro und das MC 30 HMC zu bekommen und ausgiebig probe zu hören. Beide Systeme haben den gleichen Nadelträger und Schliff, könnt ihr mir was zu den Unterschieden der beiden Systeme zu einander sagen?
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