Tonarmgewicht eines Kenwood KD 750 Plattenspielers?

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thrillhouse83
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Sep 2014, 18:11
Grüß euch...

Ich bin, seit kurzem, stolzer Besitzer des KD 750. Beim Tonarm handelt, es sich um den Originaltonarm... Als Tonabnehmer-System ist ein ELAC DN 792 E montiert...

Ich möchte das ELAC DN 792 E gerne austauschen. Ohne die Kenntnis über des Gewichtes des Tonarmes, ist die Suche, nach einem neuen Tonabnehmers, sehr schwer.
Ohne genaue technische Angaben des Plattenspielers zu haben, nahm ich vorerst das Grado Prestige Gold1 und das Dynavector 10x5 in die engere Wahl...
Über das Grado las ich, dass es sich um ein Moving-Iron-System handelt, welches wohl eine durchaus "harmonische Klangfarbe" besitzt.
Das Dynavector hingegen, ist ein Moving-Coil (High-Output)-System, welches eine vorzügliche räumliche Darstellung besitzen soll.
Welches TA-System würdet ihr nehmen?? Und bräuchte ich evtl. ein Phono-Vorverstärker??

Kann mir jemand das Tonarmgewicht des Plattenspielers, oder Empfehlungen bezüglich des TA s nennen??

Ich habe Erfahrungen mit einem Ortophon 2m blue auf einem Rega RP1 gesammelt. Vielleicht kennt jemand das 2m blue und kann dadurch Vergleiche mit zwischen Rega RP1 und Kenwood KD 750 + neuen TA s anstellen.

Mein System:
Denon PMA 1510 AE Stereo Vollverstärker
Canton Vento 890 DC

P.S. Ich höre gerne Sachen aus den späten 60ern bis hin zu aktuellen Scheiben. Musikrichtung ist, Blues, Country, Pop, Rock.

Vielen Dank für eure Antworten!!!


[Beitrag von thrillhouse83 am 09. Sep 2014, 18:17 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 09. Sep 2014, 20:01
Hallo,


Als Tonabnehmer-System ist ein ELAC DN 792 E montiert...

Ich möchte das ELAC DN 792 E gerne austauschen.


warum willst Du das System tauschen? Ich habe mal in dem folgenden Thema gelesen:

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=23960

Demnach würde ich mich an deiner Stelle für eine bessere Nadel mit einem hochwertigeren Schliff interessieren. Der Schliff bestimmt die Abtastqualität eines Tonabnehmersystems.

Die folgende Nadel sollte passen. Hole Dir aber bitte noch eine zweite Meinung dazu ein.

http://stylus.export-japan.com/product_info.php?products_id=1567

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 10. Sep 2014, 07:10 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 09. Sep 2014, 20:09
Hmm, ein RP1 gegen den Kenwood, das ist wie ein Trabbi gegen nen 5er BMW...
Das Dynavector kenne ich nicht, aber ein paar andere Dynas. Und die klingen durchaus unterschiedlich, einen Familien- oder Hausklang scheint es da nicht zu geben. Von daher wage ich jetzt keine Rückschlüsse auf das 10er zu ziehen. Es soll aber ganz gut sein, was man so liest.
Das Grado hatte ich selber mal auf einem eher schweren Tonarm (Thorens TP90). Ging gar nicht. Klang wie eingschlafene Füsse. Von Klangfarbe keine Spur, eher komplett farblos... Dazu kam, daß der Diamant um gut 45° auf dem Nadelträger verdreht war, wie ich später mal bei einem Händler unterm Mikroskop gesehen habe. Ein zweites Grado, willkürlich aus dem Regal gezogen, zeigte den gleichen Fehler, nur daß es da "nur" 30° waren und der Nadelträger soweit "zurechtverbogen" wurde, daß die Nadel wieder halbwegs gerade in der Rille stand... Ein anderer Forianer hat mal von einem defekten Grado berichtet, bei dem ein Spulendraht aus dem Systemkörper heraus hing, folgerichtig kein Ton kam und der Händler trotzdem das Ding als "in Ordnung" wieder zurückgeschickt hat... Wenn Du mich fragst, Finger weg von Grado

Was darf denn der neue Tonabnehmer kosten, welche Phonostufe hast Du (ich nehme mal an, den Denon) und wie soll es denn klingen? Einfach mal zwei Namen in den Ring zu werfen und fragen, was besser ist, ist nicht wirklich zielführend
Smoke_Screen
Stammgast
#4 erstellt: 09. Sep 2014, 22:16

thrillhouse83 (Beitrag #1) schrieb:
Grüß euch...

Ich bin, seit kurzem, stolzer Besitzer des KD 750. Beim Tonarm handelt, es sich um den Originaltonarm...

Kann mir jemand das Tonarmgewicht des Plattenspielers, oder Empfehlungen bezüglich des TA s nennen??



Der KD-750 hat ne effektive Tonarmmasse von etwa 23gr. mit dem Originalheadshell ohne Tonabnehmermasse.
Ist also ein recht schwerer Arm. Kannst ja mal auf Vinylengine.com gehen und mit den dortigen Tools Masse und
Nadelnachgiebigkeit für einen theoretisch optimalen Tonabnehmer evaluieren. Das gibt dir ein Parameterintervall.
directdrive
Inventar
#5 erstellt: 09. Sep 2014, 22:53
Moin,

ich habe lange Zeit einen KD-750 besessen, und allerhand verschiedene Tonabnehmer probiert. Daher erlaube ich mir einen Tip. Nimm das Dynavector, alternativ ein Denon DL-110.

Der Tonarm ist schwer, Kenwood behauptete zudem, durch besonders hohe Passgenauigkeit der Lager und die Bedämpfung des Gegengewichts einen besonders resonanzunempfindlichen Arm einzusetzen - ideal für ein leichtes MC-System.

Grüße, Brent
raphael.t
Inventar
#6 erstellt: 10. Sep 2014, 07:06
Hallo thrillhouse!

Ich rate vom Grado Gold ab, ich kenne es gut, es spielt im besten Fall ausgeglichen (langweilig), im schlechtesten Fall höhenarm und gesoftet. Außerdem habe ich mit Grados auch Kanalausfälle
erleben müssen, fast wie bei der berüchtigten AKG P 8ES-Serie.

Über High-Output-MC-Systeme kann ich nur meine Meinung ausbreiten: Meist klingt das Low-Output-System besser, einen guten MC- Pre vorausgesetzt. Es klingt "lebendiger" als die High-Output-Variante, die ich als verhalten erlebe.
Dein Verstärker kann zwar MM und MC, ich weiß nur nichts über die Qualität deiner Phonostufe, aber wenn der Kenwood-Arm so schwer ist, scheint ein Elac auch nicht der richtige Partner zu sein.

Grüße Raphael


[Beitrag von raphael.t am 10. Sep 2014, 07:20 bearbeitet]
oli1965
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 10. Sep 2014, 13:20
Hallo thrillhouse83,

ich habe unteranderem einen Denon PMA 1500ae.

Der dürfte die gleiche Phonostufe haben wie Dein 1510ae.

Angeschlossen hatte ich meinen Kenwood KD 7010, auch mittelschwerer Arm, mit einem Denon DL 103.

Das ging am MC Eingang des Denon sehr gut.

Hatte auch mal ein Denon AU als Überträger dazwischen, aber mit meinen Holzohren, keinen Unterschied gehört.

Gruß
Oliver
thrillhouse83
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 10. Sep 2014, 14:05
Besten Dank Leute, für die zahlreichen Antworten und Bemühungen!

Insbesondere möchte ich mich bei raphael.t und akem bedanken, die mir vom Grado Gold abrieten und somit eine evtl. Fehlinvestition, im Vorfeld, verhinderten!

Ich habe mich jetzt für ein ELAC ESG796 entschieden... welches, Mitte nächster Woche, bei mir eintrudeln müsste.
Sobald ich die Zeit finde und Erfahrungen mit dieser Kombination gesammelt habe, teile ich sie euch, natürlich in diesem Forum mit.


Schöne Grüße,
jens
directdrive
Inventar
#9 erstellt: 10. Sep 2014, 14:31
Hmm Jens,

ich denke, das war vielleicht nicht unbedingt eine sooo gute Idee.

Zumindest das "normale" ESG-796 besaß - unabhängig von der Schliffvariante - eine eher hohe Nadelnachgiebigkeit von 30 µm/mN und war laut Elacs Angaben für leichte Tonarme mit einer effektiven Masse von 6 - 12 Gramm geeignet.

Dass das System schon 25 - 30 Jahre alt sein muß, ist Dir klar?

Grüße, Brent
thrillhouse83
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Sep 2014, 16:05
Was haltet ihr eigentlich von dieser Kombination??

PreAmp: Graham Slee Audio GramAmp 2 SE
TA: Goldring G1042
akem
Inventar
#11 erstellt: 10. Sep 2014, 18:25
Streiche für den Kenwood alle MM und MI Tonabnehmer aus Deiner Kandidatenliste! Das geht nicht gut... So hart aufgehängte MM/MI gibt es nicht, wie es für den Kenwood nötig wäre. Da muß ein MC her. High oder Low Output ist egal, ich kann die oben genannten Erfahrungen (daß High Output MCs lahm klingen würden) absolut nicht teilen.

Gruß
Andreas
thrillhouse83
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Sep 2014, 18:44
Andreas, mal angenommen ich entscheide mich für den Dynavector 10x5. Welchen PhonoPreAmp könntest du mir dazu empfehlen?? Gegebenenfalls könntest du mir dann auch noch deine Entscheidung begründen...

MfG,
jens
akem
Inventar
#13 erstellt: 10. Sep 2014, 19:15
Ich würde es erstmal mit dem Phonoabteil des Denon Verstärkers versuchen.
Das Dynavector ist ein High-Output MC und dementsprechend für den Anschluß an einen MM-Eingang gedacht. Erfreulicherweise sind solche Systeme sehr unempfindlich, was die Abschlußkapazität im Phonoeingang angeht. Genau hier liegt bei Vollverstärkern oft das Manko, weil diese Kapazitäten oft recht hoch gewählt werden (in manchen Fällen sogar absurd hoch). Zu hoch, um den Eingang sinnvoll für ein MM oder MI System nutzen zu können (was dann genau zu dem Ruf geführt hat, daß externe Phonostufen oft oder sogar meistens besser wären). Einem HO-MC ist das wie gesagt weitgehend egal. Also wie gesagt, einfach mal ausprobieren, kostet ja nix, weil der Denon ja schon bezahlt ist

Gruß
Andreas
raindancer
Inventar
#14 erstellt: 10. Sep 2014, 20:54
Statt noch ein Phonokistchen hinzustellen konzentriere dein Budget auf einen Tonabnehmer, der zum Denon paßt. Da wären z.B. Ortofon Rondo Red, Blue etc, oder Ortofon Valencia oder Ortofon MC30, die Erstgenannten zz zu gutem Kurs erhältlich. Alternativ gehen Goldring-MCs und ne Menge Benz Micro. Witzigerweise solltest du keinen Denon nehmen, die wollen mit 1kOhm abgeschlossen werden, deine Phonostufe bietet nur 100Ohm. Sinn machen würde hier ein Übertrager, der aber im PLV mitbetrachtet werden muß.

Nochwas: Behalte den Elac 792, du kannst mit einfachem Nadeltausch quasi ein 796 erzielen, wird zwar immer noch nicht zum Kenwood passen, aber vlt kommt ja mal ein weiterer Dreher in den Haushalt.

aloa raindancer


[Beitrag von raindancer am 10. Sep 2014, 21:01 bearbeitet]
akem
Inventar
#15 erstellt: 10. Sep 2014, 20:59
Ich glaube, wenn er auf das kleine Dyna schielt, dürften die meisten von Dir genannten Kandidaten ein ganz klein bischen zu teuer sein... Zumal die Rondos ausgelaufen sind und ich wüßte nicht, wo's die noch gibt.

Gruß
Andreas
thrillhouse83
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 23. Sep 2014, 19:21
Hey Leute!

Ich bin mir noch nicht ganz sicher welchen Tonabnehmer ich für mein o.g. System kaufen soll... Lange habe ich hin und her überlegt... und wollte mir das Dynavector 10x5 mit PreAmp (Graham Slee Audio GramAmp 2 SE) holen.
Doch dann stieß ich, im Netz,auf diesen Tonabnehmer hier: AudioTechnica AT F7. Das ist n MC LO-System und würde rein rechnerisch besser zum Tonarm meines KD 750 passen (ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um einen schweren Tonarm, mit eff. Masse von 23Gramm handelt). Als PreAmp dachte ich an diesen hier: Graham Slee Audio GramAmp 3 Fanfare. Das System würde grad noch so in meinem Preislimit liegen...

Hat jemand bereits Erfahrungen mit dem "AT" bzw. mit dem "Fanfare" gesammelt und könnte mir seine Eindrücke berichten?
Passt/harmoniert das "AT" zusammen mit dem "Fanfare" eigentlich mit dem Rest meines Systems?

Für Antworten und Ratschläge bin ich sehr dankbar!

Schöne Grüße,
jens
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