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Lohnt eine neue Nadel?

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Rangefinder
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 04. Okt 2016, 15:09
Hallo liebes Forum.

Ich habe gerade versucht meinen Thorens TD 105 zu reanimieren.
Nun habe ich gesehen, dass die Nadel quasi nicht mehr vorhanden ist.
Verbaut ist ein Stanton 680EE Tonabnehmer. Die passende Nadel würde mich jetzt ca. 35€ kosten.
Die Frage ist: Lohnt sich das überhaupt noch?

Dazu muss ich sagen, dass ich den Spieler mit einem Phono-Verstärker an meinen Denon X2000 angeschlossen habe. Also kein absolut hochwertiges Setup. Und der Klang meiner Teufel Ultima reicht mir auch vollkommen aus. Die Platten, hauptsächlich alte Pink Floyd etc. von meinem Vater möchte ich schon ganz gerne zur Entspannung hören. Also sollte der Ton nicht unterirdisch sein.
Audiophil bin ich aber absolut nicht.
kinodehemm
Inventar
#2 erstellt: 04. Okt 2016, 15:23
moin

ich würde vorab mal schauen, ob der PS ruhig läuft und die Drehzahl konstant hält.
Wenn nicht, sind Riemen oder Motor wohl hin.
Ein neuer Riemen kostet nicht die Welt, dem Stanton 681EE kann man gerne auch ne gute Nadel gönnen, der TA ist zwar optisch kein Bringer, klingt aber gut!

http://www.lpgear.com/product/STANTON681EEEMK3.html
https://www.kabusa.com/681eee.htm

eee und ee sind unterschiedliche Selektionsstufen.

..das setup ist keines, wofür man sich entschuldigen müsste-welcher pre isses denn?
Klangeinstufungen bei Amps sind hier ein sehr! heikles Thema

Der 105er war nun nicht das Ende der fahnenstange bei Thorens, aber verglichen mit nem aktuellen Brettspieler kann der auch nicht weniger..


[Beitrag von kinodehemm am 04. Okt 2016, 15:44 bearbeitet]
Rangefinder
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 04. Okt 2016, 15:29
Drehzahl passt so weit.
Ich habe mit dem Spieler auch bis vor 2 Jahren noch gehört. Aber mittlerweile rutscht die Nadel trotz richtig eingestelltem Gewicht über die Platte. Und zerstören möchte ich mir da nichts!

Also ist der Abnehmer für meine Zwecke absolut ausreichend und ich sollte ihm eine Chance geben?
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 04. Okt 2016, 15:36
Stimmt neben dem Auflagegewicht auch das Antiskating? Grundsätzlich ist das alte Stanton 680EE ein ordentliches Tonabnehmersystem. Eine elliptische Nachbaunadel von Jico kann man dem sicher spendieren. Auch der kleine TD105 ist so schlecht nicht.

Alternative: Diesen neuen (NOS-)-Tonabnehmer für 60.-:
https://www.thakker....-tonabnehmer/a-5011/

LG
Manuel
Rangefinder
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 04. Okt 2016, 15:41
Ja, das Antiskating habe ich auch eingestellt.

Dann suche ich mir die passende Nadel.

Vielen Dank für die extrem schnelle Hilfe!!!
kinodehemm
Inventar
#6 erstellt: 04. Okt 2016, 16:06
Moin

de rien..
Einfach mal Dreher ins Blei stellen, Tonarm ausbalancieren und AK einstellen.
Und vor Nadelneukauf erstmal schauen, ob an der anderen nicht einfach ein Gemisch aus Jim Beam, Kippenasche, nem Schuss Cola und ein paar Fusseln babbt, was das 'skaten' erklären könnte.
akem
Inventar
#7 erstellt: 04. Okt 2016, 16:59
Wie schon gesagt ist der TD105 nicht das Ende der Fahnenstange, insbesondere haptisch kann er es nicht mit den bekannten Thorensen aufnehmen. Er war halt damals ein Budget-Dreher. Trotzdem: auch wenn das Look-and-Feel zu wünschen übrig läßt ist er technisch sooo übel nicht. Da gibt es heutzutage für ziemlich viel Geld deutlich schlechtere Dreher zu kaufen. Und Du hast offenbar ein recht brauchbares System montiert. Aber: der Klang des Tonabnehmers steht und fällt mit der Qualität der Nadel. Eine ~30€ Nadel ist halt nur unterste Schublade, damit schlägt sich selbst der ehemalige Thorens-Benjamin deutlich unter Wert. Da es Originalnadeln wohl kaum noch geben dürfte und richtig gute Nachbaunadeln (insbesondere Jico-SAS - wenn es eine solche für das Stanton geben sollte...) auch richtig gutes Geld kosten, könnte ein neuer Tonabnehmer tatsächlich überlegenswert sein. Zu dem Excel QD-700E hab ich neulich ein bischen was geschrieben, der hat mich für sein Geld echt ziemlich begeistert. Da es nur knapp 60€ kostet und eine typische 30€ Nadel klanglich deutlich schlägt, wäre das eine Überlegung wert. Typische 30€ Nadeln haben deutliche Probleme mit Verzerrungen, insbesondere im inneren Bereich der Platte. Auflösung und Detailwiedergabe lassen zu wünschen übrig. Das Excel kann das alles schon auf einem Niveau, für das man beim dänischen Marktführer schon über 300€ hinblättern muß... Außerdem kann es richtig rocken - das dänische MM, das dem am nächsten kommt, ist immerhin ein 2M Black und das kostet aber mal richtig Asche...

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 04. Okt 2016, 17:36
Vor vielleicht zwei Jahren hatte mal jemand mit kleinem Studenten-Budget aber grossem Interesse an der Sache so einen TD105 am Flohmarkt gekauft, für 15 oder 20 Euro. Da der Tonabnehmer hinüber war empfahl ich den damals in Italien noch erhältlich Acutex STR412 für 49 Euro - dieser Tonabnehmer war damals ein ähnlicher Schnäppchentipp wie heute das Excel. Für ingesamt rund 70.- resultierte eine Kombi, die so ziemlich jede neu erhältliche Plattenspieler-Tonabnehmer-Konfiguration der 500-Euro-Klasse glattwegs an die Wand spielte...

Was ich damit aufzeigen möchte: Low Budget heisst nicht zwingend Lo-Fi. Bleib beim TD105, aber investiere in eine gescheite Nadel/einen gescheiten Tonabnehmer.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 04. Okt 2016, 17:37 bearbeitet]
Rangefinder
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 07. Okt 2016, 14:22
So,
ich bin in den nächstbesten Laden gegangen und habe einfach mal gefragt. Der Verkäufer hatte noch eine Nadel da. Angelich NOS. Ob dem so ist? Keine Ahnung. Die Verpackung sah zumindest leicht vergilbt aus.

Wenn es eine nachbau Nadel ist, dann ist sie zumindest gut. Ich kann jetzt endlich wieder Pink Floyd hören und das in einer Qualität die besser ist als bei Spotify. Dazu noch die originale Version, nicht dieser Remaster Mist.

Kurzum: Ich bin glücklich! Vielen Dank für die Beiträge hier im Forum!

PS: Wäre es keine NOS Nadel gewesen, hätte ich den hier empfohlenen Tonabnehmer gekauft.
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