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Philips N7300

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FordPuma
Stammgast
#1 erstellt: 12. Nov 2004, 00:23
Hallo,

nach jahrelangem stehen im Wohnzimmerschrank habe ich vor ein paar Tagen meine alte Philips N7300 4-Spur Bandmaschine wieder in die Hifi-Anlage integriert.
Also ran an die großen Spulen und wieder ein wenig Nostalgie beim Musikhören.
Anfangs klang sie noch ein wenig unrund kam dann aber wieder wie gewohnt in die Gänge. Schlagartig wandelte sich dieses in immer dumpfer werdenden Klang. Also, Tonköpfe säubern und entmagnetisieren könnte nicht schaden.
Für ein paar Sekunden war das auch ok. Danach wieder das selbe, jetzt kam auch noch quitschen dazu. Schon leicht angesäuert schaute ich mir das mal genauer an. Ich stellte an den Bandführungen sehr starken Bandabrieb fest. Es konnte doch nicht sein das meine guten Revox Bänder hin sein sollten?
Erst mal hier ins Forum und ein wenig suchen war die Devise. In einem Revox B77 Threat laß ich dann das es Probleme mit dem 631er Band gab. Ich bin mir aber ziemlich sicher damals 641er Bänder gekauft zu haben. Probehalber habe ich auch wie irgendwo beschrieben mal mit weichen Tempos und schnellem Vorlauf das Band gereinigt.
So langsam fällt mir nix mehr ein. Wäre schade wenn die Bänder nur noch Müll wären. Oder ist es gar die Maschine die das Zeitliche gesegnet hat?

Ich hoffe es kann mir einer was dazu sagen.
Wolfgang_K.
Inventar
#2 erstellt: 12. Nov 2004, 17:16
Leider mußte ich auch schon einige Bänder ausmustern. Darunter war zwei ReVox-Bänder (M 631) und eine Spule von Agfa. Man kann das ja ganz einfach testen. Lassen Sie die Bänder auf einer ReVox Maschine einfach mal vor,-und zurückspulen. Wenn das Band in der Maschine bei schnellem Vor,- oder Rücklauf steht (sprich sich nicht spulen läßt), dann ab in den Müll damit. Da hat sich nämlich die Polyurethan-Beschichtung aufgelöst, und der Abrieb saut einem das Gerät ein, und zwar so, daß man dass nur noch mit äußerster Mühe sauber kriegt. Es liegt definitiv nicht am Gerät, sondern an den Bändern. Wie gesagt bei mit waren es zwei ReVox-Bänder und eine Spule von Agfa. BASF-Tapes waren teilweise auch mangelhaft, mußte ich eliminiern. Absolute Superqualiät bot in dieser Beziehung Maxell, das Beste was ich je hatte. Die ältesten Bänder sind bald 25 Jahre alt und spielen noch tadellos.

ReVox und Agfa verbuche ich in der Kategorie "Lehrgeld", ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Freude mit Ihrem Tonbandgerät, Philips baute ganz gute Geräte.....


[Beitrag von Wolfgang_K. am 12. Nov 2004, 17:17 bearbeitet]
FordPuma
Stammgast
#3 erstellt: 12. Nov 2004, 17:31
Danke erst mal für die Antwort.
Leider habe ich keinen hier in der Nähe der eine Revox hat. Das Phänomen habe ich so in der Art aber schon bei der Philips festgestellt. Bis zur Mitte etwa rennt das Teil wie verrückt beim Vorspulen. Danach wird es ziemlich langsam. das Quitschen ist auch nur extrem bei 19. Bei 9,5 ist es eigentlich so gut wie gar nicht.
Ich werde erst mal die Bänder von der Maschine lassen und mir ein neues Ampex/Quantegy 456 besorgen. Diese sollen ja auch ganz brauchbar sein. Dann werde ich ein paar Probeaufnahmen damit machen und sehen was dabei rauskommt.
Ich könnte mir echt in den A.... beissen das ich mir damals keine anderen Bänder geholt habe. Schade um die gute Musik die darauf war oder besser ist.
Wolfgang_K.
Inventar
#4 erstellt: 12. Nov 2004, 23:20
Ich hatte auch keine Ahnung was das teilweise für ein Schrott war. Bei den heutigen Bändern tritt dieses Phänomen allerdings nicht mehr auf. Das Dumme ist nur, diesselben sind halt "schweineteuer". Aber nichts destotrotz für mein Hobby kann ich schon etwas opfern.

Gehen Sie doch einmal unter www.bluthardt.de da wurde dieses Phänomen mit dem Bandabrieb noch gut beschrieben. Dort beziehe ich auch meine Bänder, die es sonst nirgendwo mehr gibt.
Komischerweise gab es das bei Kassetten und Videokassetten nie, in einem Videogerät wäre das der absolute Super-Gau.

Schönes Wochenende noch.....
maddin2
Stammgast
#5 erstellt: 13. Nov 2004, 23:23
Hallo!
Als Revox B 77 -Besitzer kann ich dazu folgendes sagen:
Sowohl mit dem Revox 631 als auch mit dem 641 gabs Probleme. Das 631 wurde von Revox kostenfrei getauscht. Die Probleme mit dem 641 traten später auf.
Der Bandabrieb entsteht -wie schon richtig gesagt wurde- durch Lösung der Trägerschicht vom Band. Es handelt sich um eine fehlerhafte Produktcharge aus den USA (Revox-Band stammte zu dieser Zeit aus USA, es müßte sich meines Wissens nach um Scotch-Bänder handeln). Die Herstellerfirma hatte die Trägerschicht verändert und damit eine Katastrophe hervorgerufen: Schmieren der Bänder nach kürzester Zeit und damit viele Aufnahmen zum Teufel, die zum Teil unwiederbringlich waren
Wie man das Band am Besten ruiniert, auch wenn die Trägerschicht gut ist:
Band immer in der Plastikfolie aufbewahren. Da kann die Feuchtigkeit nicht raus und die Trägerschicht zersetzt sich schneller. Gut auch: Bandmaterial im feuchten Keller lagern.
So krieg ich das beste Band kaputt.
Band gut aufbewahrt:
1. ohne Plastik, damit es Luftaustausch hat.
2. im trockenen zimmerwarmen Raum
3. Magnetfelder vermeiden (is ja klar, ich weiß... )

Also: Die Maschine ist ok, aber das Band ist gestorben. Man kann es nochmal aufbacken, aber das hält nur kurz vor (Tage bis Wochen), dann schmiert es wieder. Reicht halt, um die Aufnahme dann schnell noch zu überspielen und damit zu retten. Anschließend kann man das Band nur noch entsorgen. Is leider so

Nähere Infos übers Backen und Weiteres

www.reeltoreel.de

Beste Grüße von Revox zu Philips!
Martin

PS: Mit BASF-Band hatte ich noch nie Probleme. Meine ältesten Bänder (BASF DP 26)stammen von 1965 und laufen heute noch völlig problemlos. Das BASF LPR 35 ist wohl noch in Restpositionen zu haben. Man kann seine Maschine darauf einmessen, da es -wenns mal alle ist- von Quantegy (früher Ampex) ein Alternativband mit den gleichen Eigenschaften gibt (ummessen nicht nötig).


[Beitrag von maddin2 am 13. Nov 2004, 23:26 bearbeitet]
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