ART DJ PRE II vs. Dynavox TC 2000

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Yamahonkyo
Inventar
#1 erstellt: 18. Apr 2018, 23:35
Hallo Gemeinde,

da ich ja eher der Kapazitäts-Legastheniker bin möchte ich folgendes wissen:

Bisher galt als einer der besten Empfehlungen für Phonovorverstärker in der Preisklasse bis 60 Euro der ART DJ PRE II mit der Möglichkeit zwischen zwei Eingangskapazitäten von 100 pF und 200 pF zu wählen, sowie einem zuschaltbaren Low Cut Filter und der Möglichkeit den Input Level zu regeln, die ich persönlich nicht missen möchte.

Nun gibt es seit kurzem den Dynavox TC 2000 für 50 EUR der für MM Systeme 100 pF und 300 pF anbietet und auch MC-Systeme unterstützt. Er hat keinen Low Cut Filter und keinen regulierbaren Eingangslevel.

Mal abgesehen von der MC-Fähigkeit, welcher Pre Amp wäre aktuell der praxisnähere für verschiedene MMs?

Ich freue mich auf eine ausgelassene Diskussion.

@Albus: Gerne technisch, aber verständlich für DAUs wie mich!

@Alle: Es soll hier in erster Linie um diese beiden Geräte gehen. Sollte es andere im gleichen preislichen Niveau geben, können diese gerne einbezogen werden, aber bitte keine teureren. Danke!

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Apr 2018, 15:47 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#2 erstellt: 19. Apr 2018, 08:04
Moin,

da hänge ich mich mal dran.
Den TC-2000 hatte ich von den Daten her schonmal als interessant verlinkt.
Das Gerät habe ich selbst nicht, da noch zu neu auf dem Markt. Dazu habe ich drei PhonoVV, was ausreichen sollte (u.a. ART und PhonoboxS).

Soweit der TC 2000 ähnlich übersichtlich aufgebaut ist, wie der kleinere TC 750, an dem sich schon Generationen von Moddern versucht haben, dann ließe sich hier mit einfachsten Mitteln eine sehr individuelle Lösung erreichen (MM1 auf 47pF umrüsten, MM2 so lassen).

Andere interessante Geräte? Darf es auch ein Bausatz sein?


VG Andreas


[Beitrag von ad-mh am 19. Apr 2018, 08:06 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#3 erstellt: 19. Apr 2018, 09:43
Hallo,

wenn der TC-2000 tatsächlich eine Eingangskapazität von 100 pF hat, dann ist das Gerät eine gute Alternative zum ART Pre. Beide Geräte haben für einen ähnlichen Preis ihre eigenen Vorteile.

Eine Kombination der Vorteile wünsche ich mir.

Danke für die Nennung dieses neuen Geräts!

VG Tywin
Yamahonkyo
Inventar
#4 erstellt: 19. Apr 2018, 14:56

Tywin (Beitrag #3) schrieb:
Beide Geräte haben für einen ähnlichen Preis ihre eigenen Vorteile.


Ja, genau die wüsste ich gerne!

Gruß Roland
ParrotHH
Inventar
#5 erstellt: 19. Apr 2018, 15:16
Wenn ich die Daten von der Homepage nehme (Eingangsempfindlichkeit, Ausgangsspannung), dann komme ich beim TC-2000 auf ziemlich niedrige Verstärkungsfaktoren: 34dB (50-fach) bei MM, 53dB (444-fach) bei MC.

Rechne ich falsch?
Finde ich dann ein bisserl leise.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 19. Apr 2018, 15:16 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#6 erstellt: 19. Apr 2018, 16:26
Die jeweiligen Vorteile sind doch bekannt und in den technischen Beschreibungen ersichtlich?
lini
Inventar
#7 erstellt: 19. Apr 2018, 17:00
Parrot: Du hast schon richtig gerechnet. Wobei so um die 35 dB für MM eigentlich noch recht normal schienen, auch im Vergleich zu vielen integrierten MM-Vorstufen - nur 19 dB mehr für MC wirken hingegen in der Tat ein wenig dünn. Aber angesichts des Preises schiene mir durchaus verschmerzbar, dass sich der TC-2000 in Verbindung mit MCs nur bedingt für eher unempfindliche Geräte wie etwa Yamahas aktuellen A-S201 (Line-Level-Eingangsempfindlichkeit 500 mV) eignet.

Interessant wären natürlich ein Bild des Innenlebens und am besten noch ein Schaltplan dazu. So könnte der TC-2000 zum Beispiel aufgrund der etwas höheren Versorgungsspannung etwas übersteuerungsfester sein als der DJPreII...

Rein von dem her, was sich aus den bislang verfügbaren technischen Daten schließen lässt, dürften sich beide Modelle qualitativ nicht so arg unterscheiden - da käm's also eher darauf an, welche Features man im Einzelfall besser brauchen könnte. Etwas attraktiver für den Betrieb mit normalen MMs, MIs und High-Output-MCs schiene mir nach aktuellem Wissenstand der Art - aber das ist eben mangels vernünftigen Bildmaterials und weiterer Kenntnis der Schaltung lediglich eine vorläufige Einschätzung. Denkbar wär beispielsweise, dass der Dynavox Modding-freundlicher gemacht sein könnte.

Grüße aus München!

Manfred / lini
das_t.
Inventar
#8 erstellt: 04. Okt 2018, 13:18
na, wenn dieser thread nicht genau der richtige ist, um die frage- und problemstellungen, die so kapazitäts-legastheniker (danke, roland, für diese schöne und vor allem zutreffende wortschöpfung) wie ich haben und immer wieder haben werden, noch einmal aufzugreifen....

bei mir sieht es ja leider nun auch so aus, dass ich um die anschaffung eines phono-pre nicht länger herumkomme. die tatsache, dass hier im forum der art dj immer wieder und vor allem von den meisten empfohlen wird, wenn es um budget-lösungen geht, löst in mir ja verlässlich und ununterdrückbar einen *hmm... *-reflex aus. irgendwie so nach dem motto: was so viele empfehlen, kann nichts taugen. ;))

okay, die schwächen des art sind ausreichend diskutiert, ebenso wie seine stärken. ähnliches gilt auch für den dynavox tc 750. zum tc-2000 ist der erkenntnisgewinn noch nicht so breitbandig angelegt, und auch der preisführende analogis easy phono fristet eher ein nischendasein. exoten und/oder kopien hier genannter geräte, die entweder mit verschwurbeltem (funktions-)design (röhren) oder disney-namen bei händlern auftauchen, lasse ich mal aussen vor. ich habe mich also bei den mir selbst gestellten zwei rechercheaufträgen:

1. was jibbet so bis etwa 50/60 taler

2. und was finde ich an brauchbaren, belastbaren infos und aussagen dazu im netz

mal auf den weg gemacht, die eierlegendewollmilchsau aufzutun, die idealerweise auch nichts kostet, sondern noch 20,00 mitbringt.

kurz und kinapp: jibbet nicht. in der budgetklasse eh nicht, und darüberhinaus auch nicht so ohne weiteres. bis hierher

A. nix neues und
B: keine ermunterung, auf phono-pres zu verweisen, die eur 100,00 + kosten.

warum also das ganze vorgeplänkel und wie ist nun die genaue fragestellung? vorgeplänkel weil... sonst alles noch zigmal gekäut wird, was schon nochmehrzigmal getextet worden ist, und um klarzumachen, dass kein iformationsbedarf an allgemein bekannten basics gegeben ist.

stattdessen liegt das konkrete problem -nicht nur bei mir- an dem, was reinsoll und was rauskommen soll. denn rein ist nicht gleich rein. trotz kapazitätsanpassung beim Art DJ ist er nicht das optimum für jedweden, nichtmal exotischen abnehmer.

albus hat es mal -woanders natürlich- so formuliert:




11. Mai 2015

#18

Tag,
und Tag Christian,
mein Wahrnehmungseindruck vom ART DJ Pre II/Sanyo 9V Power Pedal Juice (Shure Ultra 500, etc.) ist mittlerweile der vom Gewinn der Möglichkeit eines Hineinhörens in die Feinheiten der Tonbildung selbst ("grain analyzer"). Das ist uU eine Zumutung hinsichtlich einer Erwartung des (holistischen) Wohllauts. Im Timbre "Etwas hell", im Volumen "Etwas kräftig", um es auf eine Merkfloskel zu bringen, die aber wohl mehr verschweigt als mitteilt von dem, was das Produkt vermag. - Mit einem im Timbre dunkel angelegten Tonabnehmer (Shure, Sumiko, Grado, Excel) ist/sollte es eine gute Kombination sein, hellere von AT, Ortofon lieber nicht kombinieren mit einem ART DJ Pre II, meine ich.
Freundlich



quelle

sooo... fasse ich mal den to ins auge und seine ausgangsfragestellung bzgl. ggf. besserer eignung des tc-2000, addiere dazu die weiteren kadidaten (3 aus 49 oder so) : Tc-750, art dj pre II, analogis easy phono und packe dann unter berücksichtigung der von albus gemachten einschätzung meine systeme hinzu:

kat 1: shure m75 - jvc z-1s
kat 2: AT10/12 - Ortofon VMS 20 - acutex 410e

formuliere ich rhetorisch: es gibt keinen passenden phono pre, wenn man systeme sowohl der kategorie 1 (dunkel) als auch kategorie 2 (hell) betreiben möchte. da, so habe ich legastheniker es verstanden, auch die anpassung des art dj auf nominell 100, faktisch 130 pF, nicht daran ändert, zumindest nicht erderschütterndes, dass bspw. das at10 immer noch zu hell klingen mag.


---> einschub: hier in diesem test dreier budget-pres zeigt sich für mein ohr (rechts wie links), dass analog zum resumee des testers, der art dj sich in den höhen eher -euphemistisch- zurückhaltend gibt und bspw. der analogis sich im sinne von akzentuierter und differenzierter besser schlägt.

wer also ta beider kategorien betreiben möchte...

- geht bei welchem kaufentscheid auch immer einen zweifelhaften kompromiss ein?

- der mehr oder minder zwingend kompensiert werden muss durch

A. manuelles eingreifen in form von tausch eines.. äh bauteils (elko??).... um die eingangskapazität unter die 200pF-marke zu drücken
B. kauf eines zweiten kompromissbemakelten phono-pre mit anderer klangcharakteristik

???!!!

insbesondere gilt das für betreiber bspw. von pionee a-XX-amplifiern wg. ihrer hohen, unverschämt hohen kapazität von 440 pF.

vor dem hintergrund dieser... frustrierenden erkenntnisse... sind ein- und ausgangsempfindlichkeiten, daraus resultierende aha- und oho-erlebnisse bei klirrfaktoren, verstärkungsfaktoren... doch pillepalle.

oder schlicht: analogis für 20,00 und dann diesen kondensator tauschen... ist der weg ins budget-paradies.



t.


p.s. man möge mir den ggf. inkorrektoren gebrauch bestimmter elektronischer/elektrotechnischer und sado-masochistischer vokabeln nachsehen; am verständnis dürfte sich nicht kriegsentscheidendes ändern.
frank60
Inventar
#9 erstellt: 04. Okt 2018, 13:50
Wobei der Art II dank seiner recht hohen maximalen Verstärkung von 45dB, die laut diversen Usern auch noch sehr rauscharm sind, sogar auch schon wieder zumindest für die lauteren unter den LO MCs brauchbar wäre, sofern man mittels parallel geschaltetem Widerstand die Eingangsimpedanz anpaßt.


[Beitrag von frank60 am 04. Okt 2018, 13:51 bearbeitet]
das_t.
Inventar
#10 erstellt: 04. Okt 2018, 14:16

frank60 (Beitrag #9) schrieb:
Wobei der Art II für die lauteren unter den LO MCs brauchbar wäre



...was für den beschriebenen anwendungsfall -- mm/mi -- sowohl dunklerer als auch hellerer charakteristik aber nicht wesentlich wäre

t.
frank60
Inventar
#11 erstellt: 04. Okt 2018, 15:04
Trotzdem gehört es erwähnt, wenn schon die MC Fähigkeiten des TC-2000 als Merkmal angeführt werden.
Zumal das auch schon Jemand, wenn ich mich richtig erinnere, Albus, erfolgreich verifiziert.
Albus
Inventar
#12 erstellt: 04. Okt 2018, 21:47
Tag,

ach ja, der ART DJ PRE II - der solide Phono-Vorverstärker. Der Klangcharakter ist 'neutral' im Sinne von 'nicht ausgeprägt dunkel oder hell', die Charakteristik des jeweiligen Tonabnehmers prägt sich der Wiedergabe auf. Eine geringe Anhebung durch den ART DJ PRE II zeigt sich in der Bassregion bei 125 Hertz bis 30 Hz.

Ich rede also von meinem Exemplar.
Das Netzteil ist einwandfrei, Netzkabel 1,80 m lang.
Batteriebetrieb ist möglich, so erhält man auch einen Netzschalter (Beispiel: SANYO 9V Power Pedal Juice KBC-9V3E eneloop).
Verstärkung ist wählbar in der Spanne 21 dB (11-fach) bis 45 dB (180-fach), Mittenstellung 33 dB (43-fach). Der Gain-Drehregler sollte langsam bewegt werden, dann ist die Kanalgleichheit stets gegeben, im Maximum einer Abweichung von 0,25 dB.
Die Kapazitäten sind real bei Einstellung 100 pF bzw. 200 pF mit 120 pF bzw. 220 pF gut realisiert. Vorhin erneut gemessen (DMM UT-603).
Die Clipping-Anzeige per LED reagiert nur auf die Seitenschrift, der Tiefenschrift-Anteil bei Stereo, ca. 30%, wird nicht dargestellt. Insoweit unterschätzt die LED die reale Ausgangsspannung.
MC-Tonabnehmer sind gut möglich. Die Ausgangsspannung von 0,35 mV sollte gegeben sein, mit 0,5 mV ist man gut dabei. Gain dann auf +4 bis +8, je nach den Anforderungen des nachfolgenden Leistungsverstärkers. Der Betrieb ist brummfrei durch die günstigen elektrischen Bedingungen eines MC-Tonabnehmers, minimaler Innenwiderstand (max. 40 Ohm, optimal <10 Ohm [Ortofon]) mit gerinster Induktanz, auch bei Gain +8. - Die 47 kOhm sind Testwiderstand für gängige MC mit geringer Ausgangsspannung Labortest-Größe (AT, Denon), praktisch auch für weitere Produkte gut. Ich hatte in den Versuchen mit Denon DL-103, Ortofon MC Nr. 2, MC 25 FL und Yamaha MC-501 keinen Grund zur Nörgelei.
Wollte man einen MM-Tonabnehmer mit mittlerer oder höherer Impedanz (Innenwiderstand 600 Ohm mit Spuleninduktanz 600 mH oder höher noch) nutzen, sollte man den Gain-Regler auf Mittenposition stellen (0 dB). Grundlos sollte man mit einem derartigen MM-System nicht in den Bereich +2 und etwa noch höher gehen. Der Geräuschspannungsabstand gerät in die Enge.
Für ein AT95 bzw. AT95EX macht man mit 0 dB oder -2 dB (EX) alles richtig.
Die Dynamik kommerzieller Schallplatten kann vollständig ausgeschöpft werden. 30 dB oder noch 36 dB sind mit einem normal lauten Tonabnehmer kein Problem. Auch nicht mit einem MC-LO bei passend eingestelltem Gain.
Der Ausgangswiderstand bei 500 Ohm bereitet keine Verkabelungsschwierigkeiten.
Ergänzung (05.10.2018):
Wählt man mit Bedacht einen niederohmigen sowie niederinduktiven MM-Tonabnehmer, so schöpft man das spezifizierte Geräuschspannungspotential des ART aus; wenn dazu noch mit erhöhter Ausgangsspannung (>5 mV bei Standardschnelle 5 cm/s), dann hat man das Optimum erreicht (Gain auf -4 möglich, -2 ist Sub-Optimum).
Beispiele für MM-Tonabnehmer niederohmig und niederinduktiv:
1. Excel QD-700C mit 350 Ohm / 375 mH
2. Excel QD-700E mit 355 Ohm / 360 mH (das Original-System)
3. JVC Z1 S III mit 470 Ohm / 365 mH (Version Gehäuse mit geschlossenem Schraubenkanal)
4. JVC Z4 S II mit 460 Ohm / 360 mH (Version Gehäuse mit geschlossenem Schraubenkanal)
5. Nagaoka JT 322 mit 370 Ohm / 340 mH


Soweit noch einmal zum ART DJ PRE II (mein Exemplar von 5/2014).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 05. Okt 2018, 10:28 bearbeitet]
Caspar67
Stammgast
#13 erstellt: 04. Okt 2018, 23:09
#linn-fan#
Inventar
#14 erstellt: 05. Okt 2018, 09:36
@Albus: hab'sch das richtig verstanden? Low/Middle (hier adressiert BENZ SM-Modelle) Output MC am ART DJ Pre taugt, wenn die Ausgangsspannung >=0,35mV liegt?

R.


[Beitrag von #linn-fan# am 05. Okt 2018, 20:40 bearbeitet]
Albus
Inventar
#15 erstellt: 05. Okt 2018, 10:27
Tag,

ja, 0,35 mV für 5 cm/s sollte das MC mitbringen, für 0,20 muss man doch schon auf Verstärkungs-Maximum gehen.

Freundlich
Albus
ad-mh
Inventar
#16 erstellt: 05. Okt 2018, 20:17
Zumal es beim DL 103 nicht schadet, es mit 47kOhm zu betreiben. Man liest im Netz, dass das System laut dem, dem System früher beiliegenden Messschrieb wohl auch bei 47k getestet wurde.

Dieser Messschrieb lag meinem DL 103 nicht bei, da es der Händler montiert hatte.
Ausprobiert habe ich das DL 103 mit dem ART früher schonmal. Da gab es vor einiger Zeit einen ordentlichen Bericht hier im Forum.


[Beitrag von ad-mh am 05. Okt 2018, 20:18 bearbeitet]
Albus
Inventar
#17 erstellt: 09. Okt 2018, 19:17
Tag,

es folgt noch ein Beitrag zum ART DJ PRE II, und zwar zu den Abstufungen des GAIN TRIM. Die Spanne der Verstärkungsfaktoren ist nominell weit gefasst, von 0 dB plus/minus 10 dB, mit Maximum bei 45 dB. Der Drehregler ist ohne Rastpositionen, gleitend, daher sind die nachfolgenden Werte als bloße Orientierung über das Verstärkungsniveau zu lesen. Ich war bemüht Sorgfalt walten zu lassen, mit Blick auf etwaige Kanaldifferenzen insbesondere, die aber über alle Positionen <0,2 dB nicht überschritten.

Also, die Verstärkungsstufen des GAIN TRIM:
+ 10 dB = 170-fach entsprechend Dezibel 44,5 dB
+ 8 dB = 130-fach 42,5 dB
+ 6 dB = 100-fach 40,0 dB
+ 4 dB = 75-fach 37,5 dB
+ 2 dB = 50-fach 34,4 dB
+/- 0 dB = 40-fach 32,0 dB
- 2 dB = 22-fach 26,7 dB
- 4 dB = 16-fach 24,2 dB
- 6 dB = 12-fach 21,8 dB
- 8 dB = 11-fach 20,5 dB
- 10 dB = 10-fach 20,2 dB
Nachrichtlich:
+ 2,7 dB = 60-fach 35,5 dB

Anmerkung:
In den Plus-Stufen findet man mehr oder weniger gängige Verstärkungsfaktoren in Phono-Schaltkreisen versammelt.

Freundlich
Albus
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#18 erstellt: 09. Okt 2018, 19:40
muß mal kurz reinkrätschen aber 45db Verstärkung taugen nur für High Output MC und sind da relativ wenig. Besser 50db.
Eigentlich sind 45 db ideal für MM da sie damit ungefähr auf den Pegel eines heutigen CD Players kommen.
Low Output MC wollen eher 60-70db Verstärkung.
akem
Inventar
#19 erstellt: 09. Okt 2018, 20:24
Sehe ich auch so, ich denke, mit einem DL103 könnte man so zwar vielleicht Musik hören, müßte am Vollverstärker dann aber schon sehr weit aufdrehen. Mit dem begrenzten Maximalpegel könnte man je nach Verstärker und Lautsprecher-Wirkungsgrad vielleicht noch leben. Mit der Gefahr von "Schreckmomenten" aber eher nicht, wenn man mal vergißt, wieder zurückzudrehen und am nächsten Tag den CD-Player anwirft...

Gruß
Andreas
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#20 erstellt: 09. Okt 2018, 21:11
genau

kann nicht nachvollziehen wie 45db an einem 0,35mV Low Output MC reichen sollen. Ich höre so einen TA, das AT33PTG2, mit 66db. Unter 60db wäre absolut undenkbar bei einem so leisen MC. Und 0,2mV sind eigentlich nur mit einem Übertrager sinnvoll oder man setzt eine richtig gute Phonostufe von über 66db ein.
Der Art DJ Pre 2 ist meiner Meinung ist für mich ein reiner MM Phonovorverstärker und nur für High Output MC gerade noch so geeignet


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 09. Okt 2018, 21:13 bearbeitet]
frank60
Inventar
#21 erstellt: 09. Okt 2018, 23:16
Ich habe meine beiden Yamahas (0,3mV) am Trigon Vanguard mit 45dB getestet, kann man Beides durchaus machen, normal laufen sie an dem mit 56dB Verstärkung. So kommt es selbst unter Kopfhörern nicht zu hörbarem Rauschen in den Pausen. Meist hängen sie dagegen sowieso am Übertrager.
Und da ich meinen CD Player eh über einen selbstgebauten 5-fach Pegelsteller betreibe, um ihn an den Phono Pegel anpassen zu können, wäre es kein Problem, auf gleiche Lautstärken zu kommen.
pknig
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 03. Feb 2019, 02:52

Tywin (Beitrag #3) schrieb:
Hallo,

wenn der TC-2000 tatsächlich eine Eingangskapazität von 100 pF hat, dann ist das Gerät eine gute Alternative.


Ist zwischenzeitlich bekannt, ob der TC-2000 tatsächlich eine Kapazität von 100pF aufweist?

Viele Grüße
Paul
Berenhund
Neuling
#23 erstellt: 21. Aug 2019, 14:37
Hallo,bin neu bei euch. Lese aber schon sehr lange mit. War immer sehr hilfreich -Danke

zur Sache Dynavox TC 2000 , habe seit heute einen und er ist von innen anders als der TC750
Habe ihn an einem:
Onkyo CR-n765
Mission-LX 2
Philips GA 212 Electronic mit Linn K5
klanglich sehr gut kein brummen vom Netzteil habe ihn auf MM--300 pf
MfG
Friedhelm
lini
Inventar
#24 erstellt: 22. Aug 2019, 11:59
Friedhelm: Ich hab zum Innenleben des TC-2000 vor ein paar Wochen schonmal an anderer Stelle im Forum ein bisschen was gepostet. Siehe dort: http://www.hifi-foru...d=25938&postID=66#66

Macht durchaus keinen üblen Eindruck, das Kistchen.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Berenhund
Neuling
#25 erstellt: 22. Aug 2019, 18:16
Hallo, im Dynavox TC 2000 ist ein bisschen mehr drin als im Vincent PHO-111 , Verpackung ist aber bis auf Namens aufdruck gleich . Habe Bilder vom Dynavox TC 2000, weis aber nicht ob ich sie Rechtlich hoch laden darf.
MfG
Friedhelm
luGA24
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 22. Aug 2019, 20:16
Guten Abend Friedhelm,

habe den Dynavox TC-2000 seit Anfang Januar 2018 in Betrieb und kann im Zusammenspiel mit verschiedenen Tonabnehmern, u.a. AT-100E an einem Technics SL-D 202 auch nur Gutes berichten. Ausgewogenes Klangbild. Für den Preis meinerseits auch eine klare Empfehlung. Hatte ich in einem Thread unter meinem alten Nickname Tauern hier auch mal Anfang 2018 berichtet.

Schönen Abend

Lutz
lini
Inventar
#27 erstellt: 22. Aug 2019, 20:43
Friedhelm: Wenn Du die Fotos selbst geschossen hast, spricht rechtlich überhaupt nichts gegen eine Veröffentlichung.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Berenhund
Neuling
#28 erstellt: 23. Aug 2019, 14:38
Hallo, also dann mal die Bilder vom Dynavox TC 2000.

: Dynavox TC-2000 DSC09064DSC09072DSC09065

MfG
Friedhelm
luGA24
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 24. Aug 2019, 20:11
Guten Abend Friedhelm,

vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, den TC 2000 aufzuschrauben. Ich verfüge nicht über die entsprechenden Fachkenntnisse. Aber schäbig sieht es darin ja nun keineswegs aus. Was sich auch mit unseren klanglichen Erfahrungen deckt.

Es wurde ja auch noch nicht von berufener Seite kritisiert...

Viel Spaß beim Platten hören!

Lutz
lini
Inventar
#30 erstellt: 25. Aug 2019, 12:59
Lutz, Friedhelm: Mei, der ein oder andere würde sich vielleicht hochwertigere Operationsverstärkerchen wünschen. Aber ich denk, angesichts des Preises darf man da keine Wunder erwarten - und obendrein kann das Ding ja unschwer modden, wer an der Stelle Besseres will.

Grüße aus München!

Manfred / lini
luGA24
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 25. Aug 2019, 14:15
Hallo Manfred,

welche Bauteile sind die Operationsverstärker? Wie könnte man den TC 2000 diesbezüglich verbessern?

Ich bin im kaufmännischen Bereich tätig und meine letzte Stunde Physikunterricht liegt über 35 Jahre zurück...

Für Hinweise bin ich wirklich dankbar. Ich müsste mir dann jemanden suchen, der den Umbau vornimmt. Einen Lötkolben besitze ich nämlich auch nicht.

Viele Grüße aus dem sommerlichen Kiel in das schöne München!

Lutz


[Beitrag von luGA24 am 25. Aug 2019, 16:08 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#32 erstellt: 25. Aug 2019, 15:06

luGA24 (Beitrag #31) schrieb:
welche Bauteile sind die Operationsverstärker? Wie könnte man den TC 2000 diesbezüglich verbessern?

Das sind die kleinen schwarzen 8-beinigen Käferchen auf der Platine... und die erledigen die eigentliche Arbeit. Der Rest der Schaltung dient mehr oder weniger nur der Stromversorgung und der weiteren Bespassung der ICs.

Ob sich da hörbar etwas verbessern lässt, ist die Frage. Als ganz guten Runterbringer zu diesem Thema empfehle ich zunächst die Lektüre im Blog von NwAVGuy, der hier gängige Mythen bespricht, und hier Messungen an einigen gern genutzter Typen macht.

Den "uralten" TL071 kann man wahrscheinlich bedenkenlos gegen irgendwas anderes und moderneres tauschen, sei es ein NE5532 oder ein NJM2068. Wenn ich aber bei NwAVGuy über den 4580 lese, dass er dort in der Kategorie "High Current" eingruppiert ist, werde sofort vorsichtig. Es könnte nämlich sein, das dort dieses Modell aufgrund spezieller technischer Eigenschaften ausgewählt wurde. Da würde ich also höchstens den dort ebenfalls gelisteten NJM4556 nehmen, und vorher aber auch nochmal Datenbläter lesen.

Das schöne an diesem ganzen Gefrickel ist, dass Opamps in der Regel pinkompatibel sind. Man kann also einfach einen Sockel einlöten, und danach nach Lust und Laune ohne Löten andere ICs hineinstecken.

Das blöde an diesem ganzen Gefrickel ist, dass das ganze Getausche meist überhaupt nichts besser macht.

Habe das an mehreren Phono-Pre´s probiert, den einzigen echten Unterschied, den ich entdecken konnte war, dass es bei unterschiedlichen Opamps ohne Signal bei voller Lautstärke anders (also nicht mehr oder weniger) rauscht...

Aber Spass machts schon, zumindest ist man weg von der Straße!

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 25. Aug 2019, 15:06 bearbeitet]
luGA24
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 25. Aug 2019, 16:07
Hallo Parrot,

vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen!

Schöne Grüße

Lutz
akem
Inventar
#34 erstellt: 25. Aug 2019, 16:50
Also ich konnte da bei meinen diversen Versuchen durchaus Unterschiede raushören. Kommt halt drauf an, welche OP-Amps man da reinsteckt...
Allerdings stimmt die Aussage "pinkompatibel" nicht so völlig uneingeschränkt! Erstens gibt es da schon mal den Unterschied zwischen Single- und Doppel-OP-Amp und zweitens sollten gewisse Parameter wie Leerlaufverstärkung und Transitfrequenz schon halbwegs passen - man will ja schließlich einen Verstärker und keinen Oszillator bauen...
Aber wie heißt es doch immer: Verstärker schwingen immer, Oszillatoren nie...

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#35 erstellt: 26. Aug 2019, 13:17
Tag,

noch einmal etwas zum ART DJ PRE II, diesmal sind die Kapazitäten nicht nur bei 1 kHz gemessen, sondern auch bei 10 kHz.
Mein neues LCR-Meter SOURCETRONIC ST2822A bietet die Möglichkeiten, C auch bei 100 Hz, 120 Hz, 1 kHz und 10 kHz zu messen, neben anderen Feinheiten und der Handwerk- und Industrie-tauglichen gesteigerten Genauigkeit.

Also, ART DJ PRE II, nominelle Einstellungen "Input Cap" 100 PF, 200 PF bei 1 kHz bzw. 10 kHz Testfrequenz, Testspannung 0,6 V AC, jeweils linker, rechter Kanal (L, R):

Testfrequenz 1kHz
Einstellung 100 PF - Messwert L / R 109 pF / 108 pF
Einstellung 200 PF - Messwert L / R 215 pF / 215 pF

Testfrequenz 10 kHz
Einstellung 100 PF - Messwert L / R 115 pF / 112 pF
Einstellung 200 PF - Messwert L / R 221 pF / 218 pF

Kapazitäten wirken auf den Hochton, daher sind die 10 kHz-Daten von Interesse.

Freundlich
Albus
Albus
Inventar
#36 erstellt: 01. Sep 2019, 12:29
Tag,

ein weiterer Nachtrag in Vervollständigung der anderswo und hier greifbaren Daten zum ART DJ PRE II, hier der Eingangswiderstand, gemessen mit dem LCR-Meter ST2822A von Sourcetronic.

Jeweils linker Kanal / rechter Kanal, L / R:
-- Testfrequenz 100 Hz - 44,36 kOhm / 44,44 kOhm
-- Testfrequenz 1 kHz - 44,38 kOhm / 44,45 kOhm
-- Testfrequenz 10 kHz - 44,32 kOhm / 44,38 kOhm
Das ist solide gleichmässig. Der IHF-Standard von 47 kOhm ist geringfügig unterschritten.

Freundlich
Albus
ParrotHH
Inventar
#37 erstellt: 04. Sep 2019, 20:59

Albus (Beitrag #35) schrieb:
noch einmal etwas zum ART DJ PRE II, diesmal sind die Kapazitäten nicht nur bei 1 kHz gemessen, sondern auch bei 10 kHz.
Mein neues LCR-Meter SOURCETRONIC ST2822A bietet die Möglichkeiten, C auch bei 100 Hz, 120 Hz, 1 kHz und 10 kHz zu messen, neben anderen Feinheiten und der Handwerk- und Industrie-tauglichen gesteigerten Genauigkeit.

OK, Albus!

Ich ziehe nach, und zwar mit einem ET432 aus China.

Du hast mir geschrieben, Du würdest nun sogar höher ins Regal greifen, das verstehe ich nun, obwohl ich das neue Spiel- ääh Messgerät noch nicht wirklich beherrsche. Es bietet jedenfalls Testfrequenzen von 100Hz, 120Hz, 1KHz, 10KHz, 40KHz und 100KHz, und Testspannungen von 100mV, 300mV, 600mV und 1000mV. Bei der größten Version sind beide Parameter frei einstellbar, und der Nutzen hat sich mir beim Messen des ART DJ Pre II eigentlich recht schnell erschlossen. Bei einem Phono-Pre würde ich nämlich lieber mit realistischen Werten messen, und das sind naturgemäß weniger als 100mV Spannung...

Gut, mein Exemplar ART DJ PRE II, nominelle Einstellungen "Input Cap" 100 PF, 200 PF bei 1 kHz bzw. 10 kHz T jeweils linker, rechter Kanal (L, R):


Testspannung 100mV

Testfrequenz 1kHz
Einstellung 100 PF - Kapazität L / R: 118 pF / 119 pF
Einstellung 200 PF - Kapazität L / R: 224 pF / 224 pF

Eingangswiderstand L/R: 45,28 k / 45,35 k


Testfrequenz 10 kHz
Einstellung 100 PF - Kapazität L / R: 122 pF / 119 pF
Einstellung 200 PF - Kapazität L / R: 227 pF / 224 pF

Eingangswiderstand L/R: 45,08 k / 45,09 k


Testspannung 600mV

Testfrequenz 1kHz
Einstellung 100 PF - Kapazität L / R: 118 pF / 117 pF
Einstellung 200 PF - Kapazität L / R: 223 pF / 222 pF

Eingangswiderstand L/R: 44,41 k / 44,49 k

Testfrequenz 10 kHz
Einstellung 100 PF - Kapazität L / R: 124 pF / 123 pF
Einstellung 200 PF - Kapazität L / R: 229 pF / 228 pF

Eingangswiderstand L/R: 44,20 k / 44,26 k


Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 04. Sep 2019, 21:24 bearbeitet]
Albus
Inventar
#38 erstellt: 05. Sep 2019, 11:51
Tag,
und Tag ParrotHH,

Deine Initiative(n) finde ich gut - ein Typisches wird angedeutet, hier die 120+/- bzw. 220+/- pF, mit 45+/- kOhm.
Bei Bauteiltoleranzen von vermutlich 5%, dazu die Genauigkeit der LCRs, 0,2% bzw. 0,25 %. Das ist im Ergbenis gut brauchbar.

Freundlich
Albus
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