Alten Thorens TD-160 MK II reaktivieren

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fab_hifi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Jun 2019, 18:52
Liebe Forenmitglieder,

ich habe vor Kurzem einen Thorens TD-160 MK II von meinem Vater geschenkt bekommen, der optisch bezogen auf sein Alter in einem Top-Zustand ist, allerdings seit sicher 25 Jahren nicht mehr benutzt wurde. Da ich meine Liebe zum Vinyl wiederentdeckt habe, würde ich das Gerät gerne wieder auf Vordermann bringen lassen. Mein eigenes Wissen ist in diesem Thema dafür zur Zeit noch nicht ausreichend.

Bevor ich den Thorens geschenkt bekommen habe, war ich drauf und dran einen Pro-Ject Debut Carbon DC Esprit SB mit Ortofon 2M Red oder ggf. 2Mblue Tonabnehmer zu kaufen. Nur damit Ihr in etwa einschätzen könnt, was meine Ambitionen sind: solider Sound, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, klares Auflösungsvermögen, aber keine Ambitionen zu aufwändigsten Tuningmaßnahmen, für welche dieses Gerät ggf. auch gar nicht geeignet ist.

Da der Thorens mich aber durch meine Kindheit begleitet hat und ein wenig Herzblut daran hängt, zudem er das selbe Baujahr hat wie ich, erhoffe ich mir, mit Restaurierungsmaßnahmen und ggf. neuem Tonarm/Tonabnehmer ein gleichwertiges oder besseres Gerät zum Pro-Ject zu bekommen.

Wenn ich das richtig recherchiert habe, befindet sich am TD-160 ein TP63 Tonarm am Gerät, auf jeden Fall mit einem Excel ES-70S Tonabnehmer, der jedoch sicher seine besten Zeiten hinter sich hat...

Jetzt bräuchte ich evtl. einen neuen Tonabnehmer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und eine „Wartung/Restaurierung“ und Justage des Gerätes, ggf. mit Ersatz von verschlissenen Teilen wie dem Riemen etc., damit ich den Plattenspieler wieder 100% einsetzen kann.

welche Kombi für Tonarm/Tonabnehmer würdet ihr empfehlen? Oder sollte ich den Tonarm sogar behalten?

Betrieben werden soll der TD-160 II übrigens am Phonoeingang meines Yamaha RX-A1080.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!!


[Beitrag von fab_hifi am 26. Jun 2019, 19:55 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#2 erstellt: 26. Jun 2019, 19:45
190 oder 160? Stelle deine Fragen lieber mal im Analogtechnik/Plattenspieler-Thread.
fab_hifi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Jun 2019, 19:54
sorry, ich Depp, natürlich 160 MK II. Habe den Titel sofort korrigiert...
fab_hifi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 26. Jun 2019, 19:58
War mir nicht sicher, wo der Beitrag besser aufgehoben ist... Kann vielleicht einer der Moderatoren den Beitrag in den Bereich Analogtechnik/Plattenspieler verschieben. Dann muss ich nicht alles mit zweiten Beiträgen zukleistern. Vielen Dank für die Mühe!
fab_hifi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 26. Jun 2019, 21:05
Mein Hauptanliegen wäre, welcher Tonabnehmer bzw. welche Kombi aus Tonarm und Tonabnehmer für dieses Gerät ideal wäre? Vor allem
Bei einem vernünftigen Preisleistungsverhältnis. Das muss nicht billig sein, aber sich im Rahmen halten. Inklusive Aufarbeitung Justage und so weiter beim Fachmann würde ich ungerne mehr als 400€ ausgeben
felixbo
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 26. Jun 2019, 21:27
Hi,
wenn Du ein bißchen geschickt bist, kannst Du die Aufarbeitung selber machen. So schwierig ist das nicht. Du bekommst hier bestimmt die nötige Unterstützung von den Forenmitgliedern.
Einen neuen Riemen gibt es bei z.B. Thakker.eu für 12-13.-€ Das Tellerlager selber ölen ist auch keine Höchstschwierigkeit.
Das 70S ist ein System mit einer rel. einfachen Rundnadel. Dafür gibts auch Ersatznadel für 30-xx €. Wenn Dir der Grundklang gefällt eine Überlegung wert. Auf der anderen Seite gibt es gute neue Systeme zwischen ca. 30.- bis 200.-€. Nach oben ist je nach Geldbeutel keine Grenze.

Gruß Felix


[Beitrag von felixbo am 26. Jun 2019, 21:31 bearbeitet]
fab_hifi
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Jun 2019, 21:48
Wäre das Ortofon 2M red oder blue an dem vorhandenen Tonarm geeignet? Das taucht zu diesen Themen immer wieder auf...
Holger
Inventar
#8 erstellt: 26. Jun 2019, 22:07
Da die Standard-2m-Systeme von Ortofon nur von oben montierbar sind (siehe dieses Video = https://www.youtube.com/watch?v=NWrS_gfP5VQ), kann man sie nicht im TP63 installieren.
BassTrombose
Stammgast
#9 erstellt: 26. Jun 2019, 22:35
seufz...die Verso Systeme von 2m werden immer vergessen, denn die passen...hatte es selbst erfolgreich am TP63 montieren können

https://www.thakker....LEAQYASABEgKma_D_BwE

wenn ich mich rech erinnere muss aber die 2,5 mm Schräubchen druch 2,0 mm Schräubchen ersetzen und sollte dabei auch mehere Längen vorrätig haben, damit es gut unter das oben geschlossene Headschell passt


[Beitrag von BassTrombose am 26. Jun 2019, 22:39 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#10 erstellt: 26. Jun 2019, 22:42
Ahoi,

bevor du dich an den Tonabnehmer machst, würde ich zwei Tests empfehlen

1) Teller runter und Motor an. Wie läuft er? Rund oder eiert er? Wenn er eiert, lässt sich das zwar idR beheben, verlangt aber nach einer fachkundigen
Hand.

2) Aussenteller + Riemen abnehmen und den Innenteller von Hand anschubsen. Dreht er "weich" und ohne Nebengeräusche? Sollte er recht schnell oder
sofort stehen bleiben, oder z.B Schleifgeräusche verursachen, kann das Lager teilweise oder ganz beschädigt sein. Auch das kriegt man hin, aber s.o.

Sollte eins oder gar beide Probleme auftauchen, kann man sie (wie gesagt) beheben..............................wird allerdings teuer.

Sollten beide Tests ohne Probleme laufen, und der Tonarm nicht zu viel Spiel haben, geht´s an den Tonabnehmer.

Wenn Ortofon dich triggert, vergiss die 2M Blender (in Bezug auf Preis-Leistung) und nimm z.B. ein Vinylmaster oder ein OMB 30 oder, oder, oder

Gruß
Ralf
fab_hifi
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 26. Jun 2019, 22:48
Also Deine Tests 1 und 2 hat er mit Bravour bestanden. Nach Anschubsen ohne Riemen läuft der Motor ne gefühlte Ewigkeit nach. Ruhig und leise.
Wie beurteilt man das Spiel im tonarm?
felixbo
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 26. Jun 2019, 22:52
Hi,
hat jemand aussagekräftigen Infos zum RX-A1080 bzgl. Phono Abschluss Kapazität? Dann wird es ein bißchen einfacher mit den TA Empfehlungen.

Gruß Felix
fab_hifi
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 26. Jun 2019, 23:09
C2707F9B-2141-42A2-B8B4-311E482D32E0
fab_hifi
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Jun 2019, 23:10
Helfen diese Daten? Kommen aus der Bedienungsanleitung des rx-a1080
felixbo
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 26. Jun 2019, 23:15
Hi,
diese Daten hatte ich auch gefunden. Das sind aber nur Angaben zur Empfindlichkeit und Impedanz des Phono Eingangs. Leider schweigt sich das user-manual zu den Kapazitäten aus. Schade.

Gruß Felix
Ralf_Hoffmann
Inventar
#16 erstellt: 26. Jun 2019, 23:27
Zum Thema Lagerspiel gibt es über die "Suche" Funktion etliches an Material.
Kurzform . Nimm das Tonarmrohr zwischen Daumen und Zeigefinger und drehe und ziehe LEICHT daran. Da merkst du, ob eins der Lager zu viel Spiel hat.
Hab ich in all den Jahrzehnten bei Thorens noch nicht erlebt.


Dein Yammi hat eine Phonosektion, wie sie halt in dieser Art Receiver gängig ist, und kann mit jedem handelsüblichen MM System betrieben werden. Sollte da vielleicht ein Fitzelchen Hochton fehlen, wirst du´s kaum merken - es sei denn du bist Batman.

Wenn du tiefer in die Materie einsteigen möchtest und dann über eine externe Phonostufe + höherwertiges System nachdenkst, kannst du dich natürlich auch beim Thema Kapazität&Co schlau machen.
Holger
Inventar
#17 erstellt: 26. Jun 2019, 23:40

BassTrombose (Beitrag #9) schrieb:
seufz...die Verso Systeme von 2m werden immer vergessen


Ich schrieb ja auch nur von den "Standard-2m"...

akem
Inventar
#18 erstellt: 27. Jun 2019, 07:34
Ich frage mich allerdings, wie bei den 2M-Verso die geometrische Justage vonstatten gehen soll. Man muß ja zum festschrauben die Nadel abnehmen...
Wenn es denn unbedingt ein Ortofon sein soll, dann wirklich lieber ein OM oder VM. Ist eh die identische Technik in anderem Plastikkleid...
Generell ist aber das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Ortofönern nicht so prickelnd. Schau Dir lieber mal z.B. ein Audio Technika AT 540 oder sowas an. Da kriegst Du zum Preis eines 2M Blue eine Nadel, die es locker mit dem 2M Black aufnehmen kann...

Gruß
Andreas
fab_hifi
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 27. Jun 2019, 09:24
Bin nicht auf Ortofon festgenagelt Hab es nur immer wieder in dem Zusammenhang gelesen. Das AT 540 ist direkt sozusagen plug-and-play an meinem Tonarm nutzbar? Der hat übrigens kein Spiel, alles ideal!
fab_hifi
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 27. Jun 2019, 10:00
image

Blöde Frage, aber: das ist doch der TP63 Tonarm, oder?
BassTrombose
Stammgast
#21 erstellt: 27. Jun 2019, 10:17
ja das ist er !!

Das 540 passt auch !!

Plug and Play ?

Naja.....
1) von unten anschrauben, dazu brauchst du verschieden lange Schräubchen, zum Ausprobieren, welche Länge passt, schließlich ist das Head Schell nach oben geschlossen...die vorhandenen Schräubchen könnten zu lang oder zu kurz sein
2) die 4 Kabel richtig anschließen
3) Überhang und Kröpfung justieren
4) VTA justieren, also der Tonarm muss parallel zur Plattenoberfläche sein, dazu gäbe es 2 Möglichkeiten
a) Mit Abstandsplättchen zwischen Tonabnehmer und Head Schell arbeiten oder
b) Die Tonarmhöhenverstellung hinten an der Tonarmbasis bemühen, was eine Neujustage der Endabschaltung zur Folge haben kann, aber meistens doch nicht muss
5) Auflagekraft einstellen, am besten mit Waage
6) Antiskating einstellen
7) Azimut kontrollieren und ggf. einstellen (die Nadel muss von vorne betrachtet genau senkrecht in der Rille stehen)

Plug and Play würde ich eine Tonabnehmerjustage nicht nennen...ggf gibt's ja einen Forianer in deiner Näher der dir helfen kann ? einfach hier mal rumfragen.....

verzeih mir noch folghende Bemerkung zu deiner Aussage

[quote][/Nach Anschubsen ohne Riemen läuft der Motor ne gefühlte Ewigkeit nachquote]

Ist das ein Verschreiber ??, falls nein, scheint ein grundsätzliches Verständnis zu fehlen wie ein Plattenspieler mit Riemenantrieb funktioniert. Denn nicht der Motor läuft nach, sondern nur der Teller...der Motor iss ja das kleine Ding was per Riemen den Teller antreibt


[Beitrag von BassTrombose am 27. Jun 2019, 10:33 bearbeitet]
fab_hifi
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 27. Jun 2019, 10:25
Also, ich war mal eben auf der Audio Technika HP. Das 540 gibts in zwei Versionen, einmal als VM540ML und einmal als VM540ML/H mit Headshell. Letzteres brauche ich nicht weil das Headshell am Tonarm ja bereits vorhanden ist, richtig?

Ist das 540er qualitativ weit weg vom VM95ML? Das kostet ja fast 80 weniger. Will nur nicht an der falschen Stelle sparen, zumal ich für den Dreher. ja schon nichts bezahlen mußte.

Die Erstjustage lasse ich übrigens einen Fachmann machen, entweder TGE in Essen oder die Audioklinik in Mülheim. Wenn ich dann mehr im Thema bin, kann ich dann in Zukunft auch selber ran. Will jetzt zu Anfang einfach nur vernünftig Musik hören...
Holger
Inventar
#23 erstellt: 27. Jun 2019, 10:29
Wobei es recht einfach geht, wenn man das Armrohr abnimmt, dann die Schrauben löst und das alte System erstmal abnimmt, und zwar inklusive des Fingerbügels (die Schrauben also nur lösen, noch nicht rausdrehen).
Vorher natürlich die Käbelchen abziehen.
Man sieht dann gut, wie alles zusammengehört und kann recht problemlos die Systeme tauschen. Die Schrauben müssen dann natürlich passend ausgesucht werden.
Dann das ganze Konstrukt so wieder zusammensetzen, wie man es vorher gesehen hat, und danach wieder ins Headshell einschieben.
Schiebt man es im Headshell ganz nach vorne, also bis zum Anschlag, dann sitzen die meisten Systeme schon goldrichtig.
Die Schrauben wieder anziehen, die Käbelchen wieder dran.
Armrohr wieder dran, alle Einstellrädchen auf Null drehen.
Per Gegengewicht auspendeln, dann an den Rädchen Auflagekraft und Antiskating auf die geforderten Werte einstellen und das war's.

Keine Raumfahrttechnik...
BassTrombose
Stammgast
#24 erstellt: 27. Jun 2019, 10:44

dann an den Rädchen Auflagekraft einstellen


Gerade das empfehle ich bei alten Thorens (mit meistens ausgeleierter Auflagekraft-Federn) nur in Verbindung mit einer Überprüfung mittels elektronischer Waage)...bei einigen Geräte von Thorens die ich hatte war die so erzeugte Auflagekraft weit weg von dem was die ´Waage anzeigte...von geforderten z.b. 2,0 gr. bei Tonabnehmer X, waren es dann real gemessene 1,1......


[Beitrag von BassTrombose am 27. Jun 2019, 10:47 bearbeitet]
fab_hifi
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 27. Jun 2019, 10:47
Wäre es eine Lösung, das Signal des Drehers durch einen Yamaha C4 Preamp zu schleusen (natürlich im MM Eingang) und dann in einen normalen Audioeingang des RX-A1080?
Hätte nämlich wahrscheinlich einen guten alten C4, den ich bekommen könnte.

Nehmen wir an, ich mache das so, ist dann die 95er Reihe geeigneter, oder das 540er?
akem
Inventar
#26 erstellt: 27. Jun 2019, 11:13
Die neue 95er Serie hat eingelassene Gewindebuchsen und lassen sich nur von oben verschrauben. Für Deinen Tonarm ungeeignet weil hier das System von unten verschraubt werden muß!
Übrigens brauchst Du M2 Schrauben. Die Schrauben, die im Beipack des Tonabnehmers üblicherweise enthalten sind, sind in aller Regel M2,5 oder M2,6, manchmal sogar zöllische und nicht metrische Schrauben. Wähle Schrauben aus Edelstahl oder Messing, notfalls Aluminium. Normale Stahlschrauben sind eher suboptimal da magnetisch - die könnten die Magnetfelder im Tonabnehmer beeinflussen...

Gruß
Andreas
fab_hifi
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 27. Jun 2019, 11:30
Also bleibe ich gedanklich erst mal beim VM540ML.

Dann noch mal zum C4 Preamp. Besser durch den Preamp und dann in einen normalen Audio Eingang im RX-A1080 oder ohne den C4 in den Phono-Eingang des A1080?

Hätte den C4 wie gesagt noch zur Verfügung.
Holger
Inventar
#28 erstellt: 27. Jun 2019, 12:38
Was dir besser gefällt... wenn du überhaupt einen Unterschied hörst.

Und wenn du keinen hörst... dann: was dir besser gefällt - optisch (mit oder ohne C4) und gedanklich (der C4 hat - vermutlich - den besseren Phonoeingang).


[Beitrag von Holger am 27. Jun 2019, 12:38 bearbeitet]
BassTrombose
Stammgast
#29 erstellt: 27. Jun 2019, 13:28
[quote]Die neue 95er Serie hat eingelassene Gewindebuchsen und lassen sich nur von oben verschrauben[/quote]

Ja und Nein...die Gewinde sind nach unten offen, natürlich läßt sich damit auch von unten nach oben verschrauben. man muss dann bloß oben kontern, was ja beim Headschell TP63 natürlicherweise gegeben ist....
[quote]Übrigens brauchst Du M2 Schrauben[/quote]

Richtig, stand aber auch schon mal in #9


[Beitrag von BassTrombose am 27. Jun 2019, 13:29 bearbeitet]
fab_hifi
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 27. Jun 2019, 14:40

Ist das ein Verschreiber ??, falls nein, scheint ein grundsätzliches Verständnis zu fehlen wie ein Plattenspieler mit Riemenantrieb funktioniert. Denn nicht der Motor läuft nach, sondern nur der Teller...der Motor iss ja das kleine Ding was per Riemen den Teller antreibt


Ja, sorry, natürlich ein Verschreiber in der Eile... Natürlich meine ich den Teller und damit den Zustand des Lagers (ohne Reibegeräusche, Kratzen etc., glatter, sanfter Lauf). Natürlich habe ich nicht den Motor angeschubst :-)

fab_hifi
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 27. Jun 2019, 15:36
Nachdem ich gerade bei Thakker den VM540 für meine Kombi TD-160 II mit Tonarm TP63/TP16 III telefonisch bestellen wollte, sagte mir der wirklich freundliche Mitarbeiter, dass der Audio Technica AT 440 MLb aufgrund der "Nadelnachgiebigkeit" besser passen würde...
Ist der 440 nicht der Vorgänger vom 540? Und hat er da Recht?

Alternativ schlug er Ortofon Vinyl Master Blue oder Silber, bzw. OM30 oder Super OM 40 vor.
Jetzt wird's für mich unübersichtlich...

Und nun ?!
BassTrombose
Stammgast
#32 erstellt: 27. Jun 2019, 15:53
laut deren eigener Homepage ist die Nadelnachgiebigkeit beider Systeme gleich...ich vermute man will erst die älter am Lager liegenden Systeme verkaufen als die neueren ;-)

meiner Erfahrung nach, höre ich lieber mit dem 540 als mit Ortofönern OM oder Vinylmaster......sind aber alles keine schlechten Systeme...die Qual der Wahl bleibt bei dir...das muss man persönlich ausprobieren...und ggf.Lehrgeld zahlen...bleibt keinem erspart

und nu ? VM540 ML online bestellen....z.b. bei Hifi Phone House für 228 Euro...ich kann den Laden empfehlen, bestelle da öfter und bisher keine Enttäuschungen


[Beitrag von BassTrombose am 27. Jun 2019, 16:16 bearbeitet]
hpkreipe
Stammgast
#33 erstellt: 28. Jun 2019, 07:16
Nur kurz, die TP16, TP63 sind nicht dafür ausgelegt eine VTA Anpassung durch ein Lösen der Schrauben an der Tonarmbasis auszugleichen, dafür ist die Methode mit den Unterlegplättchen gedacht und geeignet. Im Zweifel funktioniert dann mit der „Ich löse einmal eben die Schrauben an der Tonarmbasis“-Methode die Endabschaltung nicht mehr oder die Sichelscheibe als typische „Bröselteil“ ist defekt und dann kann noch etwas schleifen oder klemmen. Es kann funktionieren, aber es kann auch in diversen Fehlfunktionen und Defekten enden.

Der einzige „eigene“ Tonarm von Thorens vor der ersten Insolvenz, der eine zur VTA Anpassung vorgesehen Höhenverstellung hat, ist der TP90. Es gibt dann evtl. noch ab Werk verbaute Fremdtonarme, die das auch leisten.


[Beitrag von hpkreipe am 28. Jun 2019, 07:17 bearbeitet]
Albus
Inventar
#34 erstellt: 28. Jun 2019, 20:12
Tag,

na denn - Kabelkapazität TP16/TP63 (TP16 Mk III), nach Thorens-BDA (Quelle: Library der Vinylengine): 200 pF. Zuzüglich Kabelkapazität des Phono-Einganges des RX-A1080 in Höhe von 440 pF (Europa-Modell), somit 640 pF (sechshundertundvierzig Pikofarad).
Die Abschlussempfehlungen des Herstellers für die genannten ATs, 540 bzw. 440 lauten auf 100-200 pF. Dessenungeachtet sind noch die Hochtonanstiege des Amplitudenfrequenzganges in der Breite von 7-20 kHz bis zu einer Überhöhung von knapp 5 dB zu gegenwärtigen.

Die 640 pF treiben die Verfärbungen der gemeinten 100-200 pF-Tonabnehmer in weitere Überhöhungen von oberen Mitten und Höhen, so dass man sich vor Helligkeit der Wiedergabe nicht mehr recht retten kann.

Aber ein Yamaha C4, im Phono-MM-Modus auf 100 pF eingestellt, addiert die 200 pF des Thorens zu nur 300 pF Lastkapazität, der kann unter günstigen Umständen - in den Höhen leicht abfallende Lautsprecher - die Verwendung eines dieser Helligkeits-ATs auf Dauer möglich machen. Oder, ein Griff zu den Klangreglern kann auch helfen. Dafür sind die Klangregler ja da - Anpassung von Gerätschaftleistungen an Bedingungen der sog. musikalischen Konsonanz (Fastl/Zwicker, Psychoacoustics).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 28. Jun 2019, 20:15 bearbeitet]
fab_hifi
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 28. Jun 2019, 21:06
Ok, Respekt, vielen Dank für den unfassbar ausführlichen Beitrag. Ein Profi ist jetzt im Bilde, ich Newbie leider nicht, sorry... Also entschuldige dann bitte noch mal eine Nachfrage: bei Deinen genannten Fakten hinsichtlich der Kapazitäten etc... zu welchem Tonabnehmer würdest Du mir denn dann raten? Vor allem, wenn ich im Bereich 250€ bis max. 300€ landen will und den RX-A1080 ohne den C4 nutzen möchtE? Hätte gerne einen sauberen Klang.
Albus
Inventar
#36 erstellt: 29. Jun 2019, 15:39
Tag,
und Tag fab hifi,

um sich von der Barriere der 640 pF nicht von der guten Absicht einer Erneuerung der Plattenspieler-Freuden abhalten zu lassen, schlage ich ohne Umschweife einen Tonabnehmer des Typs vor, bei dem die Lastkapazität in gewissen Grenzen auch etwas höher sein darf, höher als bei annähernd sämtlichen MM-Typen, das ist ein MC-HO. MC-HO, d.i. ein Moving Coil-High Output , ein Moving Coil Tonabnehmer mit hoher Ausgangsspannung. Die Ausgangsspannung ist so hoch, dass die Verstärkung eines MM-Phono-Modus, hier 57-fach (35 dB), bei einer Empfindlichkeit von 3,5 mV, absolut tauglich ist (RX-A1080).

Vorschlag: Dieses gute Stück: https://www.thakker....-5170/#technicaldata

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Jun 2019, 15:40 bearbeitet]
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